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<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom"><title>Cycletux' Blog</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/" rel="alternate"/><link href="https://www.cycletux.de/pelican/feeds/all.atom.xml" rel="self"/><id>https://www.cycletux.de/pelican/</id><updated>2026-01-31T00:00:00+01:00</updated><entry><title>Winterwandern auf der Rigi</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2026-01-rigi.html" rel="alternate"/><published>2026-01-31T00:00:00+01:00</published><updated>2026-01-31T00:00:00+01:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2026-01-31:/pelican/2026-01-rigi.html</id><summary type="html">&lt;h2&gt;Rigi? Die Königin der Berge!&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die &lt;a href="https://www.rigi.ch/"&gt;Rigi&lt;/a&gt; ist immer eine Reise wert, aber im Winter ist sie nochmal ganz besonders schön, wenn man Wetterglück hat. Ich bin Anfang Januar für ein paar Tage in die Schweiz gefahren um etwas Ruhe zu finden, um die winterliche Landschaft zu erleben und nicht ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;h2&gt;Rigi? Die Königin der Berge!&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die &lt;a href="https://www.rigi.ch/"&gt;Rigi&lt;/a&gt; ist immer eine Reise wert, aber im Winter ist sie nochmal ganz besonders schön, wenn man Wetterglück hat. Ich bin Anfang Januar für ein paar Tage in die Schweiz gefahren um etwas Ruhe zu finden, um die winterliche Landschaft zu erleben und nicht zu letzt um die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rigi-Bahnen"&gt;Rigi-Bahnen&lt;/a&gt; mal zu fahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das schöne im Winter auf der Rigi sind die &lt;a href="https://www.rigi.ch/erleben/aktivitaeten/winterwandern"&gt;gespurten Winterwanderwege&lt;/a&gt;, so dass man auch ohne Ski oder Schneeschuhe unterwegs sein kann. Grödel (Spikes zum Aufziehen unter die Schuhe) sind allerdings immer empfehlenswert wenn man sie zumindest dabei hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Rigi ist ein Bergmassiv zwischen dem &lt;em&gt;Vierwaldstättersee,&lt;/em&gt; dem &lt;em&gt;Zugersee&lt;/em&gt; und dem &lt;em&gt;Lauerzersee&lt;/em&gt; in der Zentralschweiz. Höchster Gipfel ist mit einer Höhe von 1797 m &lt;em&gt;Rigi Kulm,&lt;/em&gt; ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die tolle Lage und die gute Erschließung durch die &lt;em&gt;Rigibahnen&lt;/em&gt; machen die Rigi zu einem beliebten Ausflugsziel. Aber keine Angst: Es gibt auch ruhige Ecken. Die meisten Touristen fahren nur mit der Bahn hoch, machen ein paar Fotos, essen was und fahren wieder runter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kleiner Spoiler:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 13.01.26.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Anreise mit Zwischenstopp in Rottweil&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich reise normalerweise in die Schweiz über die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%A4ubahn"&gt;Gäubahn&lt;/a&gt;, also über Stuttgart und Singen. Die Intercity-Züge auf der Strecke sind für die Benutzung mit Nahverkehrsticket, auch Deutschlandticket, freigegeben. Die eigentliche Fahrkarte kaufe ich erst ab Singen. Dadurch ergeben sich meistens sehr günstige Sparpreise, auch kurzfristig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Nachteil dieser Verbindung ist allerdings, dass sie sehr verspätungsanfällig ist. Ich habe dann irgendwann aus der Not eine Tugend gemacht und irgendwo auf dieser Strecke eine zusätzliche Übernachtung eingeplant. Dadurch lernt man neue Städte kennen, das Reisen wird stressfreier und vor allem wollte ich ja auch die Bergstrecke bei Tag zurücklegen, also deutlich vor 17 Uhr ankommen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses Mal sollte es &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rottweil"&gt;Rottweil&lt;/a&gt; werden, die älteste Stadt Baden-Württembergs, 80 Kilometer südwestlich von Stuttgart. Zwischen Ansbach und Stuttgart habe ich der Bequemlichkeit halber trotzdem den IC gebucht. Normalerweise fahren da IC2-Züge (die sog. „Teppich-REs“), allerdings wurde dieser eben in dieser Verbindung spontan durch einen ICE ersetzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-01 12.05.45.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;ICE in Ansbach&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Ankunft in Rottweil war dann pünktlich kurz vor 16 Uhr. Zum Hotel ging es erstmal etwas den Berg hoch. Es war so wenig los, dass die Rezeption nicht besetzt war, ich musste vorher online einchecken. Das Schloss ließ sich über eine Website öffnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-01 15.45.52.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof in Rottweil&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider wird es Anfang Januar doch sehr schnell dunkel, so dass der kleine Stadtrundgang dann komplett in der Nacht erfolgen musste. Das iPhone stellt diese Nachtaufnahmen etwas zu hell dar. Leider bin ich auch kein Nachbearbeitungsprofi, insofern bleibt es dabei. Einen Eindruck bekommt man trotzdem.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-01 17.12.31.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kapellenkirche_(Rottweil)"&gt;Kapellenkirche (Rottweil)&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-01 17.15.00.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Altstadt in Rottweil&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-01 17.21.04.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzes_Tor_(Rottweil)"&gt;Schwarzes Tor in Rottweil&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es war gar nicht so einfach am Abend des Neujahrstages etwas zu essen zu finden. Fast alles geschlossen, die Öffnungszeiten auf Google haben nicht gepasst. Immerhin habe ich aber zum Schluss eine sehr leckere Pizzeria gefunden.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Auf in die Schweiz&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Im Hotel hatte ich dann noch das Fehlen meiner Handschuhe bemerkt. Die lagen wohl zu Hause. Für Winterwanderungen nicht die beste Voraussetzung. Glücklicherweise erschien gleich am Morgen eine Push-Nachricht des &lt;em&gt;DB Navigators,&lt;/em&gt; dass die geplante Verbindung so nicht fahrbar ist. Ich war darüber tatsächlich froh, Zugbindung aufgehoben, ich konnte also vorher noch neue Handschuhe in Deutschland kaufen. Bei einer bekannte Kaffeeröstereikette wurde ich für 10 Euro fündig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das hat mir noch einen Stadtrungang bei Tageslicht ermöglicht. In der Nacht hat es etwas geschneit, aber nicht viel. Interessant fand ich die Jugendherberge direkt neben dem Gefängnis. Die &lt;em&gt;JVA Rottweil&lt;/em&gt; wird aber in einem Jahr geschlossen und durch einen &lt;a href="https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/suedbaden/baufortschritt-neue-jva-rottweil-100.html"&gt;Neubau auf der „grünen Wiese“&lt;/a&gt; ersetzt. Vielleicht kann man dann ja die Juggendherberge um Zellen erweitern, wer weiß.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-02 10.07.17.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;JVA Rottweil, daneben die Jugendherberge&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dann noch einen Spaziergang durch Rottweil bzw. dann weiter unten am Neckar. Die Stadt liegt nämlich etwas am Hügel, gefällt mir daher ingesamt sehr gut. Am Neckar wird gerade das Landesgartenschaugelände gebaut. Im Endeffekt habe ich leider den nächsten Zug auch verpasst, so dass der Spaziergang etwas ausgedehnt wurde und ich letztendlich zwei Stunden später als geplant aufgebrochen bin. Das Ziel, die Rigi bei Tageslicht zu erreichen, war aber nicht in Gefahr. Hat mir super gefallen die Gegend und macht Lust auf mehr, beispielsweise mit dem Fahrrad im Sommer. Nett wäre noch dieser große &lt;a href="https://testturm.tkelevator.com/global-de/"&gt;Aufzugstestturm mit Aussichtsplattform&lt;/a&gt; gewesen, angesichts des doch sehr trüben Wetters hat mich der Umweg aber nicht so gereizt. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-02 10.13.02.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf Rottweil&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-02 11.10.41.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick durch die alte Hochbrücke auf das Landesgartenschaugelände&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jetzt aber los. Es ist kurz vor Mittag. Der IC nach Zürich ist leicht verspätet aber er fährt. Die Fahrt verläuft ohne Zwischenfälle, kurz nach 14 Uhr treffe ich in &lt;em&gt;Arth-Goldau&lt;/em&gt; ein, einem der Talorte der &lt;em&gt;Rigibahnen&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich verwende &lt;em&gt;Rigibahnen&lt;/em&gt; im Plural. Dazu jetzt erstmal etwas Erklärung, es gibt nämlich zwei Bahnstrecken, die historisch auch von unterschiedlichen Gesellschaften betrieben wurden. Beide Strecken sind in Normalspur aber als Zahnradbahn ausgeführt, auch etwas ungewöhnlich, nachdem die meisten Zahnradbahnen im Gebirge Schmalspurbahnen sind. Wie in der Schweiz üblich sind auch die Rigibahnen elektrifiziert, und zwar mit 1,5 kV Gleichstrom.&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Die &lt;strong&gt;Arth-Rigi-Bahn (ARB)&lt;/strong&gt; führt von &lt;em&gt;Arth-Goldau&lt;/em&gt; am &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zugersee"&gt;Zugersee&lt;/a&gt; zum &lt;em&gt;Rigi Kulm&lt;/em&gt; (also dem Gipfel).  Die gleichzeitig als reine Adhäsionsbahn eröffnete Strecke von &lt;em&gt;Arth am See&lt;/em&gt; bis &lt;em&gt;Arth-Goldau&lt;/em&gt; wurde als Überland-Straßenbahn getrennt betrieben und bereits Ende August 1959 eingestellt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die &lt;strong&gt;Vitznau-Rigi-Bahn (VRB)&lt;/strong&gt; führt von &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vitznau"&gt;Vitznau&lt;/a&gt; am &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vierwaldst%C3%A4ttersee"&gt;Vierwaldstättersee&lt;/a&gt; zum gleichen Gipfel. Den Abschnitt von &lt;em&gt;Rigi Staffel&lt;/em&gt; bis zu &lt;em&gt;Rigi Kulm&lt;/em&gt; teilen sich beide Bahnen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die dritte im Bunde, die &lt;strong&gt;Rigi-Kaltbad-Scheidegg-Bahn (RSB)&lt;/strong&gt; wurde schon 1931 stillgelegt und 1942 abgebaut. Heute befindet sich auf der Trasse ein Wanderweg. Die Strecke konnte nicht wirtschaftlich betrieben werden.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Empfehlenswert ist der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rigi-Bahnen"&gt;Wikipedia-Artikel zu den Rigi-Bahnen&lt;/a&gt; sowie die Folge &lt;a href="https://www.ardmediathek.de/video/eisenbahn-romantik/die-rigi-zwei-bahnen-auf-einem-berg/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE5NzM5NDU"&gt;Die Rigi – Zwei Bahnen auf einem Berg (1061) der Eisenbahnromantik&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zur Anreise mit der Bahn bietet sich &lt;em&gt;Arth-Goldau&lt;/em&gt; an, &lt;em&gt;Vitznau&lt;/em&gt; ist lediglich per Bus erreichbar. Alternativ kann man aber auch mit dem Schiff von &lt;em&gt;Luzern&lt;/em&gt; nach &lt;em&gt;Vitznau&lt;/em&gt; fahren und von dort mit der Bahn fahren. Und last but not least existieren verschiedene Seilbahnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anreise wohin eigentlich? Ich hatte mich dazu entschlossen, eben nicht in einem der Talorte zu nächtigen sondern auf halber Höhe, nämlich in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rigi#Rigi_Kaltbad"&gt;Rigi Kaltbad&lt;/a&gt;. Das ist ein kleines autofreies Dorf auf ca. 1.450 m Höhe, natürlich praktisch ausschließlich touristisch genutzt. Immerhin gibt es neben Ferienwohnungen und anderen Wohnungen einen Sportladen, einen Dorfladen mit Post, das (eigentlich warme) Kaltbad und eben die Bahn und Seilbahn (nach Weggis). Ich hatte für drei Nächte ein Zimmer im &lt;a href="https://be-mee.ch"&gt;bed and breakfast „be and mee“&lt;/a&gt; gebucht, der Preis für ein Einzelzimmer mit Gemeinschaftsbad war deutlich unter 100 Franken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bevor ich in die Rigibahn eingestiegen bin, musste ich allerdings noch zwei Dinge erledigen:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Geld abheben, in der Pension nimmt man nämlich nur Bargeld neben TWINT.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Ein Ticket für die Rigibahn kaufen. Wenn man am Berg übernachtet bekommt man 50 % Rabatt auf alles. Ich hatte ein Viertagesticket für 96 Franken gekauft. Das Ticket gilt in den beiden Rigibahnen aber auch in den Seilbahnen &lt;em&gt;Weggis – Rigi Kaltbad&lt;/em&gt; &amp;amp; &lt;em&gt;Kräbel&lt;/em&gt; – &lt;em&gt;Rigi Scheidegg&lt;/em&gt;. Das amortisiert sich schnell.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Für Tagesausflügler habe ich aber eine andere Empfehlung: die &lt;a href="https://shop.rigi.ch/de/products/rigi-bahnen-tageskarte-bahnbonus"&gt;Rigi Bahnen Tageskarte BahnBonus&lt;/a&gt; für aktuell knapp 47 Franken. Man braucht dafür eben keine richtige BahnCard sondern muss nur am BahnBonus-Programm der Deutschen Bahn teilnehmen, was nichts kostet, also im Endeffekt nur einen Account bei der Deutschen Bahn besitzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vom „normalen“ Bahnhof der SBB in Arth-Goldau zum Bahnhof der Arth-Rigi-Bahn läuft man ein paar Minuten über den Busbahnhof am Vorplatz. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-02 14.18.37.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof der Arth-Rigi-Bahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-02 14.25.35.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rigi-Kuh – diese wird einem hier in allen Größen öfter begegnen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von den Rigi-Triebwagen gibt es im wesentlichen zwei Varianten: die alten (rot und blau) fahren auf der Arth-Rigi-Bahn, die neuen (im wesentlichen weiß mit gold) fahren auf der Vitznau-Rigi-Bahn. Wobei leider auch auf der Arth-Rigi-Bahn die Tage der alten Triebwagen gezählt sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-02 14.49.36.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Alte Triebwagen der Arth-Rigi-Bahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erstmal folgt jetzt Ernüchterung: auch oben liegt praktisch kaum Schnee. Einerseits angenehm zum Wandern, andererseits jetzt nicht das, was ich mir im Winter so vorgestellt habe. Hmpf. Der Wetterbericht der nächsten zwei Tage ist auch schwierig. So richtig können sich die Wetter-Apps nicht einigen. Und damit meine ich nicht Apple und Google sondern SRF Meteo, Meteoblue, MeteoSwiss und der Bergwetterbericht der Alpenvereine, also die qualitativ guten für die Schweiz. Spoiler: so richtig hat keiner gepasst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich fahre mit der Arth-Rigi-Bahn zum Bahnhof &lt;em&gt;Rigi Staffel&lt;/em&gt;, muss dort eine halbe Stunde warten und fahre dann wieder mit der Vitznau-Rigi-Bahn bis &lt;em&gt;Rigi Staffelhöhe&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-02 15.33.08.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof Rigi Staffel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-02 15.33.58.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-02 16.07.23.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Moderne Triebwagen der Vitznau-Rigi-Bahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um 16:13 Uhr war ich dann am Bahnhof &lt;em&gt;Rigi Staffelhöhe&lt;/em&gt; pünktlich angekommen. Von dort noch knapp zehn Minuten den Berg runter und ich war bei der Pension. Kein Schnee weit und breit, aber ein nettes altes Holzhaus. Die Tür war offen, im Eingangsbereich waren Schilder, welches Zimmer einem zugeteilt wurde. Die Besitzerin war nicht anwesend, der eigentliche „Checkin“ erfolgte also später.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-02 16.21.04.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Chalet „bee and me“ in Rigi Kaltbad&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-02 16.26.18.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mein Zimmer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das kleine Zimmer fand ich sehr angenehm. Einziger Wermutstropfen war das Gemeinschaftsbad daneben, dessen Lüfter man deutlich hörte. Am Abend bin ich dann nochmal runter zum eigentlichen Kaltbad und hab mir die Gegend angeguckt. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Pläne für morgen hatte ich nicht direkt, einfach weil die Wetteraussichten noch nicht klar waren. Aber natürlich hatte ich mir die Möglichkeiten vorher angeschaut.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Rigi im Nebel, Ersatzprogamm im Tal&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Über Nacht dann die freudige Überraschung, mit der ich in der Menge niemals gerechnet hatte: Schnee. Und was für einen. Mindestens 20 cm sind in der Nacht gefallen, alles war herrlich weiß. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-03 09.50.30.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Über Nacht wurde alles weiß&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach dem Frühstück bin ich also erstmal auf zu einem kleinen Spaziergang. Ich war immer noch unschlüssig für den Tag. Oben sollte es wohl kalt, windig und bewölkt bleiben. Hoch auf den Gipfel wollte ich eher nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-03 09.58.27.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Spaziergang nach Rigi First und zurück&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin also über den „oberen“ Weg nach &lt;em&gt;Rigi First&lt;/em&gt; und über den unteren wieder zurück. Das hat mir gereicht. Es war kalt und windig. Also Plan B: mit der Vitznau-Rigi-Bahn, die ich ohnehin noch fahren wollte, runter an den Vierwaldstättersee.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Räumen benutzt auch die Vitznau-Rigi-Bahn noch alte Triebfahrzeuge, da man offenbar den Schneepflug nicht vor die modernen montiert bekommt:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-03 10.38.00.jpg"&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unten angekommen war es zwar logischerweise auch nicht sonnig, aber halt wärmer und der Wind war auch weg. Das fand ich angenehmer. Spannend fand ich das Auseinandernehmen des Zuges mittels Drehscheibe. Ich kannte das Konzept der Drehscheibe zwar, aber so in Aktion hatte ich das nie in echt gesehen. Das ist halt noch echte Eisenbahn und keine fahrenden Computer, die man bei einer Störung so lange neu startet bis sie funktionieren oder, wenn nicht, in die Werkstatt schleppt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-03 11.53.44.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Drehscheibe&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-03 12.01.34.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Vierwaldstättersee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-03 12.05.08.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf die verschneiten Ortschaften&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Plan war dann schnell gefasst: ich wollte am Hang entlang von &lt;em&gt;Vitznau&lt;/em&gt; nach &lt;em&gt;Lützelau&lt;/em&gt; wandern und das letzte Stück nach &lt;em&gt;Weggis&lt;/em&gt; dann mit dem Bus fahren. Von &lt;em&gt;Weggis&lt;/em&gt; gibt es die Seilbahn nach Kaltbad. Wenn sie schon im Ticket mit drin ist, sollte man sie auch nutzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein markierter Winterwanderweg war es nicht, ich hab mich langsam vorgetastet. Würde sagen das waren alles Wanderwege der Schwierigkeit T1-T2, es lag unten ja nicht sehr viel Schnee aber natürlich sind die Bedingungen andere. Grödel hatte ich dabei und irgendwann auch benutzt, ansonsten fand ich es einfach cool die ersten Spuren auf den frischen Schnee setzen zu dürfen. Besonders toll finde ich die blanken Felsen, das gibt einen schönen Kontrast zum weißen Schnee.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-03 12.25.57.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Verschneiter Wanderweg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-03 12.46.23.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf den Vierwaldstättersee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weiter ging es dann ein Stück über die Straße, vorbei an ein paar Häusern. Der Weg runter nach Lützelau war dann etwas schwieriger zu gehen, ein paar Metalltreppen und auch ansonsten steiler und schmäler, aber es ging schon ganz gut. Mich hat es am Ende dann zwar hingelegt, aber an einer Stelle wo es nur noch über eine Wiese ging. Hab dann halt nicht mehr aufgepasst aber auf den Schnee fällt man ja auch sehr weich. Ich hatte nichtmal einen „blauen Fleck“ oder sowas. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das beste: am Nachmittag hat sich die Wolkendecke dann ganz langsam gelockert und am Abend wurde es sogar noch kurz sonnig!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-03 15.19.32.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Vierwaldstättersee in Lützelau&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Bus fährt alle 30 Minuten und war auch pünktlich. Wir sind ja schließlich im Wunderland des öffentlichen Verkehrs. Fahrkarte hatte ich schon in der App gekauft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Weggis&lt;/em&gt; ist deutlich größer als Vitznau und hat den Flair eines Kurorts. Es herrscht dort ein ausgesprochen mildes Klima. Unten am See befindet sich der Schiffsanleger für die Fähren am Vierwaldstättersee. Die Geschäfte und vor allem die Seilbahn sind deutlich weiter oben weshalb es dann nochmal richtig stressig wurde. Ich wollte noch die letzte Seilbahn mit Tageslicht erreichen aber auch noch was im Coop einkaufen. Das Wetter wurde jetzt richtig schön, was für den morgigen Tag hoffen ließ.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-03 15.34.10.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Weggis&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-03 15.52.12.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fähre am Vierwaldstättersee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-03 16.33.08.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Grad noch zur Seilbahn geschafft&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-03 16.41.42.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick von der Seilbahn aus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-03 17.09.52.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sonnenuntergang in Kaltbad&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Schluss noch eine Karte der heutigen Wanderung.&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/tour/2739051087/embed" width="600" height="500" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;p&gt;Viel ist dann nicht mehr passiert. Nach einem anstrengenden Tag – auch wenn die Wanderung nicht wirklich weit war, die Kälte ist halt auch ein Faktor – bin ich eigentlich am liebsten im Zimmer und gucke noch einen Film oder lese etwas. Internet war allerdings nicht so prickelnd, aber man kann ja auch offline vorsorgen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die entscheidende Frage ist dann eher gewesen: wie wird das Wetter morgen. Während ich es heute noch gelassen gesehen habe, wollte ich dann morgen natürlich schon auf den Gipfel und bei Nebel macht es keinen wirklichen Spaß. Die Wettervorhersagen waren sich alles andere als einig.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Auf die Rigi&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das erste nach dem Aufwachen war mein Blick auf's Smartphone und die &lt;a href="https://www.rigi.ch/informieren/webcams"&gt;Webcams der Rigi&lt;/a&gt;. Wettermodelle sind das eine, aber Webcams beschreiben die Realität. Während Kaltbad in der Hochnebelsuppe war, war der Gipfel, also &lt;em&gt;Rigi Kulm&lt;/em&gt; über den Wolken. Yes!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Frühstück in der Pension war lecker. Es war jetzt kein Frühstücksbuffet wie im Hotel, aber es gab Brot, Käse, Marmelade und Müesli und besonders gut war der Kaffee: eine kleine Kanne &lt;em&gt;French Press&lt;/em&gt;. Das ist meine bevorzugte Zubereitungsart und mir ist das tausendmal lieber als diese riesigen Höllenmaschinen, die in den modernen Hotels im Frühstücksraum rumstehen und Lärm machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich finde es ohnehin eine Unart, dass immer mehr die Gasträume in Bäckereien und Cafés mehr oder weniger zur Backstube und Küche mutieren. Früher war sowas getrennt. Das bringt Lärm und schlechte Luft in diese Räume und für das Personal finde ich das auch anstregend. Wenn man mal in einer kleinen Handwerksbäckerei kauft, wo das noch getrennt ist, merkt man sofort den Unterschied.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch kurz mit der Wirtin gesprochen und dann war der Plan fix. Zunächst wollte ich direkt von der Pension auf den Gipfel. Dazu geht man im Winter am besten erstmal runter nach Kaltbad, was ich eh wollte, um noch was einzukaufen. Und dann von dort auf dem &lt;a href="https://schweizmobil.ch/de/winterwandern/route-571"&gt;Rigi Lake View Walk&lt;/a&gt; hoch zur Kulm. Es handelt sich um einen präparierten Winterwanderweg, also im Prinzip einen breiten Forstweg, der dann plattgewalzt wird wenn mehr Schnee liegt. In der Schweiz sind die Winterwege violett beschildert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Überhaupt ist es etwas, was ich an der Schweiz sehr mag: dieses System der nationalen, regionalen und lokalen Wege für den „Langsamverkehr“, also zu Wandern, Radfahren, Schneeschuhwandern, Winterwandern etc. auf &lt;a href="https://schweizmobil.ch"&gt;SchweizMobil&lt;/a&gt;. In der Form gibt es das sonst nirgendwo.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 09.42.52.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bei dem Ausblick muss der Tag eigentlich traumhaft werden&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurz geht es aber nochmal unten in die Nebelsuppe. Die Grenze zwischen Sonne und Wolken/Nebel ist nicht fix sondern relativ dynamisch. So in der Höhe um 1.400 bis 1.500 m ist man meistens in einem Bereich, wo es wechselt. Die Rigi Kulm mit 1.798 m ist aber sicher darüber, solange es halt Hochnebel ist und keine „richtigen“ Wolken. Das ist letztlich auch der Grund gewesen, warum die Wettervorhersagen für heute so unterschiedlich waren. Wenn man in der App nicht aufpasst und nicht den Gipfel einstellt (sofern das überhaupt angeboten wird), bekommt man dann einfach das Talwetter präsentiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 10.10.08.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 10.27.22.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Auch der Hochnebel ergibt tolle Stimmungen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine weitere Sache, die ich in der Schweiz sehr mag sind die vielen öffentlichen Grillplätze, wo es meistens sogar Holz gibt, das man sich nehmen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 10.22.49.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Grillplatz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Aussichtsplattform &lt;em&gt;Rigi Känzeli&lt;/em&gt; liegt ganz knapp über den Wolken, eine wirklich gute Aussicht ergibt sich aber nicht. Was kein Problem ist, es geht ja weiter hoch. Ich erreiche &lt;em&gt;Rigi Staffelhöhe&lt;/em&gt;, also den nächsten Bahnhof, wo dann der Wanderweg ein Stück weit neben den Bahngleisen verläuft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 11.01.41.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rigi Staffelhöhe&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 11.11.13.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rigi-Vitznau-Bahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ab jetzt ist es einfach nur ein Winter-Wonderland. Keine Wölkchen am Himmel, und es wird den ganzen Tag so bleiben. Die warme Sonne auf der Haut, kaum ein Wind weht. Den Gipfel &lt;em&gt;Rigi Rotstock&lt;/em&gt; lasse ich links liegen und folge gleich dem Weg zu &lt;em&gt;Rigi Kulm&lt;/em&gt;. Den charakteristischen Sendemasten sieht man von weitem.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 11.48.41.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Arth-Rigi-Bahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oben angekommen ist es bereits Mittag. Diese Gehzeiten muss man auch mit Vorsicht betrachten wenn man ständig Fotos schießt. Und Winter und Sommer muss man eh trennen. Ich will den Aufenthalt ja genießen. In der Toilette oben hab ich mir erstmal ein trockenes T-Shirt angezogen und bin dann in den Imbiss neben dem Bahnhof zu einer kleinen Stärkung. Es gibt oben aber auch das Hotel mit Restaurant und eine andere Gaststätte. An einem Sonntag ist natürlich viel los, jede Menge Touristen, die mit der Bahn hochfahren. Andererseits ist die Kulm kein kleiner Gipfel sondern mehr so ein Plateuau, es verläuft sich trotzdem ganz gut und selbst da findet man noch ruhige Ecken, nämlich die Bank hinter dem alten Lokschuppen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die nächste Bahn würde schon ein 20 Minuten gehen, das ist mir deutlich zu wenig, so dass ich dann über eine Stunde Zeit für den Aufenthalt oben habe. Das passt. Ich gehe in Ruhe zum Sendemast. Die Aussichtsplattform auf dem Sendemasten ist wegen Eisabfalls aber gesperrt. Der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Rigi"&gt;Sender Rigi&lt;/a&gt; der Swisscom deckt weite Teile der Nordschweiz ab durch diese exponierte Lage. Man kann es in Deutschland mit dem Sender &lt;em&gt;Wendelstein&lt;/em&gt; oder am &lt;em&gt;Grünten&lt;/em&gt; vergleichen. Mit mit dem Rückzug von UKW hat der Sender aber seine Bedeutung verloren, bei DAB agiert man ja eher kleinteiliger und sendet mit weniger Leistung. Trotzdem ist ein Abbau vorerst nicht geplant.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 12.56.47.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hotel Rigi Kulm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 13.04.46.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf den Zugersee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 13.06.43.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sendeanlage am Rigi&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 13.42.51.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf die Berge&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das war also nun der erste Teil:&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/tour/2739854502/embed" width="600" height="500" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;p&gt;Ich fahre nun mit der Arth-Rigi-Bahn runter bis &lt;em&gt;Kräbel&lt;/em&gt; und von dort mit der Seilbahn auf &lt;em&gt;Rigi Scheidegg&lt;/em&gt;. Damit bin ich nun also alle Zahnradbahn- und Seilbahnstrecken gefahren, die man mit dem Ticket fahren kann. Die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rigi#Geologie"&gt;Rigi Scheidegg&lt;/a&gt; ist mit 1.659 m der kleinere und unbedeutender Gipfel der Rigi-Berglandschaft. Trotzdem befinden sich oben Gasthäuser, eine Kapelle und eine kleine Aussichtsplattform.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das coole daran: viel weniger los als auf der Kulm, aber der eigentliche Grund war dieser &lt;a href="https://schweizmobil.ch/de/winterwandern/route-570"&gt;Rigi Panoramawanderweg&lt;/a&gt; auf der alten Bahntrasse. Im Sommer eher langweilig bzw. eine Radroute, aber im Winter eigentlich ziemlich perfekt. Zum Schlitteln ist die Steigung aber größtenteils zu gering, man braucht dann eher Langlaufski.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oben angekommen gibt in einem kleinen Hofladen erstmal einen Kaffee, den ich draußen in der Sonne genieße. Es ist zwar schon am späteren Nachmittag, aber selbst wenn ich die letzten Meter in Dunkelheit laufe ist das auch kein Weltuntergang. Die Webcam befindet sich übrigens oben auf der Aussichtsplattform. Alle 15 Minuten wird ein Bild gesichert, dessen Archiv man noch relativ lange im Rückblick abrufen kann. Wenn man sich länger dort aufhält kann man sich selbst im Archiv sehen. Die Bilder sind natürlich so gemacht, dass man keine Gesichter erkennen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 14.55.50.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 14.58.12.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 14.58.53.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein schöneres Panorama kann man sich gar nicht vorstellen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So gut wie an diesem Tag hab ich mich echt lange nicht mehr gefühlt. Als wären alle Probleme unten im Tal geblieben. Langsam muss ich los. Nochmal an der Bergstation der Seilbahn vorbei kontinuierlich nach unten. Teilweise in der Sonne, teilweise im Schatten. Es sind um die Zeit (es ist nach 15 Uhr) nur noch wenig Leute unterwegs. Dass es sich um eine Bahntrasse handelt, sie man ganz gut an einem kleinen Tunnel und an Brücken. So würde man keinen Fahrweg und schon gar keinen Wanderweg anlegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 15.07.00.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Seilbahn Bergstation&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 15.07.35.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Beschilderung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 15.58.03.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wanderweg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein kleines Highlight ist die &lt;em&gt;Brücke Unterstetten&lt;/em&gt;, die 1875 eröffnet wurde. Weil die Brücke dann nach Stillegung der Eisenbahn auch für die Fahrstraße umgebaut und benutzt wurde, erfolgte 2017/18 eine Erneuerung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 16.01.22.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 16.05.27.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 16.10.44.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Brücke Unterstetten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Sonne ist ungegegangen. Das letzte Stück ist im Schatten und wir tauchen dann ab &lt;em&gt;Rigi First&lt;/em&gt; in die Wolken ein. Hier hat man nochmal einen schönen Blick auf die Rigi Kulm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 16.14.25.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wir tauchen wieder in den Nebel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 16.33.40.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rigi Kulm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 16.57.00.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rigi Kaltbad mitten in der Wolkengrenze&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-04 16.57.40.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bergstation Kaltbad&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ab in die Pension. Trotz des tollen Tages schlafe ich schlecht. War's die Anstrengung oder dass es am nächsten Tag wieder zurückgeht, oder einfach die tollen Erlebnisse, ich weiß es nicht. Die anderen Gäste waren es jedenfalls nicht, denn von Sonntag auf Montag war ich quasi allein auf dem Stockwerk.&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/tour/2740337089/embed" width="600" height="500" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;h2&gt;Und wieder zurück&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Sehr wehmütig breche ich auf. Der Zug geht um 09:40 Uhr in Kaltbad. Kurz hoch nach &lt;em&gt;Rigi Staffel&lt;/em&gt;, dort 30 Minuten warten, umsteigen und runter nach Arth-Goldau. In Kaltbad bin ich heute in der Nebelsuppe. Aber da es erstmal noch hoch geht habe ich Glück: ein letztes Mal die Rigisonne genießen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-05 09.50.42.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-05 09.51.10.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Über den Wolken&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-05 09.49.45.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Warten mit Ausblick, beheizt und mit warmem Teewasser!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zurück dann wieder mit alten Fahrzeugen, heute rot. Nachdem nach unten am Vormittag naturgemäß Flaute ist, kann ich ein Innenfoto machen. Die Fenster lassen sich öffnen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-05 09.52.03.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-05 09.52.40.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2026_01_rigi/2026-01-05 09.55.53.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Arth-Rigi-Bahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ankunft in Arth-Goldau sogar etwas früher, ich kann also noch im Coop was für das Mittagessen besorgen. Leider kündigt sich das Bahnchaos schon an: der IC2 von Zürich nach Stuttgart fällt aus. Der Ersatzzug fährt nur bis Schaffhausen, im Endeffekt komme ich eine Stunde später an. Aufgrund verschiedener Umstände sollten es 2 Stunden und 20 Minuten Verspätung werden, bis ich zu Hause eintreffe. Wenigstens war die Fahrt dank Deutschlandticket günstig.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Man muss etwas Wetterglück haben, aber wenn man das hat ist die Rigi eigentlich immer eine Reise wert, besonders auch im Winter wie man an den Bildern sieht. Die Übernachtung oben in Kaltbad war eine hervorragende Idee. Ich finde nämlich diese tolle Landschaft viel zu schade, um einfach hochzufahren, paar Fötelis zu schießen und wieder runterzufahren.&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="wandern"/></entry><entry><title>Welterbesteig Wachau</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2024-06-welterbesteig-wachau.html" rel="alternate"/><published>2024-10-03T00:00:00+02:00</published><updated>2024-10-03T00:00:00+02:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2024-10-03:/pelican/2024-06-welterbesteig-wachau.html</id><summary type="html">&lt;h2&gt;Wie es dazu kam...&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Juni 2024, ihr erinnert Euch? Das war dieses Hochwasser. Das hat dann auch meine Urlaubsplanung durcheinandergewirbelt, wollte ich doch den &lt;em&gt;Malerweg&lt;/em&gt; im Elbsandsteingebirge gehen. Ich hatte mich tagelang nach einer Alternative umgesehen, schönes Wetter, kein Hochwasser, kurze Anreise und bin dann in der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wachau"&gt;Wachau&lt;/a&gt; in Niederösterreich ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;h2&gt;Wie es dazu kam...&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Juni 2024, ihr erinnert Euch? Das war dieses Hochwasser. Das hat dann auch meine Urlaubsplanung durcheinandergewirbelt, wollte ich doch den &lt;em&gt;Malerweg&lt;/em&gt; im Elbsandsteingebirge gehen. Ich hatte mich tagelang nach einer Alternative umgesehen, schönes Wetter, kein Hochwasser, kurze Anreise und bin dann in der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wachau"&gt;Wachau&lt;/a&gt; in Niederösterreich hängen geblieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der &lt;a href="https://www.bergwelten.com/a/der-welterbesteig-in-der-wachau"&gt;Welterbesteig Wachau&lt;/a&gt; besteht aus 14 Etappen, ich bin aber nur die ersten fünf gelaufen. Die letzte Etappe wurde dann wegen des schlechten ÖPNV am Wochenende auch etwas abgwandelt.&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/collection/2813502/embed" width="100%" height="580" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;h2&gt;Anreise&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Deutschland ächzt unter dem Hochwasser und ich fahre in den Urlaub. Schon ein komisches Gefühl, aber die Gegend rund um Nürnberg hat es nicht getroffen, und meine Familie hat auch nichts abbekommen. Spricht also nichts dagegen. Bei der Stornierung des &lt;em&gt;Malerwegs&lt;/em&gt; bin ich finanziell noch mit einem blauen Auge davongekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ironischerweise ist trotz des Donauhochwassers die Strecke nach Wien frei während nach München alle Züge ausfallen. Einige ICEs werden über Regensburg und Landshut umgeleitet, aber das ist auch nur von kurzer Dauer als es dann auch eine Sperrung zwischen München und Landshut gibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Zug nach Wien ist aber natürlich trotzdem verspätet, wie praktische alle Züge auf dieser Relation seit Monaten aus den unterschiedlichsten Gründen. Ein kleiner Trost sind die 25 % Entschädigung, die man praktisch garantiert zurückbekommt. Zunächst geht es am ersten Tag nach &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Krems_an_der_Donau"&gt;Krems an der Donau&lt;/a&gt;, in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/St._Pölten"&gt;St. Pölten&lt;/a&gt; muss ich in den Regionalzug umsteigen. Ich steige aber schon früher um, nämlich in Linz vom ICE in den Railjet, da der ICE recht voll ist und ich mir im Railjet mehr Ruhe erhoffe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-03 15-33-27 1038.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Regionalzug zwischen St. Pölten und Krems&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vom Bahnhof zu meiner Unterkunft muss ich etwas laufen, meine Unterkunft liegt in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stein_an_der_Donau"&gt;Stein an der Donau&lt;/a&gt;. Die Donau hat zwar hier mehr Wasser als sonst, befindet sich aber noch innerhalb des Flussbetts und der Weg ist auch begehbar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-03 17-02-24 1059.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Donau zwischen Krems und Stein&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von der Unterkunft bin ich dann sehr positiv überrascht: trotz des günstigen Preises ein schönes großes Zimmer, wo neben Bett und kleinem Schreibtisch sogar zwei Sessel drin sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-03 17-21-01 1067.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mein Zimmer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider gewittert es am Abend. Ich hole mir noch was zu essen und das war's dann auch für heute. Morgen soll das Wetter besser werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-03 18-51-22 1079.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Stein bei Regen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Etappe 1: Von Stein an der Donau nach Dürnstein&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;↔ 14,4 km  ⛰︎ ↗ 220 m   ↘ 230 m&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich könnte ich die Etappe praktisch von der Unterkunft aus starten, sie wäre dann aber arg kurz. Daher gehe ich erst noch nach &lt;em&gt;Krems,&lt;/em&gt; um auch die Innenstadt zu sehen und dann auf dem Weg weiter oben wieder zurück. Krems ist eine kleine Stadt mit 25.000 Einwohnern und damit die fünftgrößte Stadt Niederösterreichs.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-04 09-40-02 1094.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Landesgalerie Niederösterreich&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-04 09-41-56 1097.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://www.kunstmeile.at/de/institutionen/karikaturmuseum"&gt;Karrikaturmuseum Krems&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-04 09-55-57 1103.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Steiner_Tor"&gt;Steiner Tor&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Einkaufsstraße sind im vorderen Bereich Bauarbeiten. Ingesamt ist es ziemlich eng und damit sind die Gebäude schlecht zu fotografieren, der Gesamteindruck ist aber schon hübsch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-04 10-20-28 1107.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Einkaufsstraße Krems&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weiter oben befinden sich dann alle möglichen Kirchen und Schulen und man hat einen schönen Ausblick über die Gegend. Was auch hier schon auffällt und sich eigentlich über die ganze &lt;em&gt;Wachau&lt;/em&gt; als Weinanbaugebiet zieht, sind die vielen &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heuriger"&gt;Heurigen&lt;/a&gt;, also Lokale, in denen Wein ausgeschenkt wird. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-04 10-35-37 1116.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick über die Gegend&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Welterbesteig ist wirklich hervorragend markiert, und zwar mit einem stilisierten „W“ und einer Welle als Logo. Eigentlich überall. Auf Steinen, an Straßenlaternen, an Hydranten, natürlich auf Bäumen und auf Schildern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-04 11-07-57 1125.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Markierung Welterbesteig&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Langsam verlässt man das Stadtgebiet, befindet sich aber noch auf einer asphaltierten Straße. Es wird sonniger und man hat einen schönen Blick über die Donau, die in den nächsten Tagen allgegenwärtig sein wird. Wir kommen noch an der Hochschule vorbei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-04 11-10-40 1126.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick über die Donau nach hinten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-04 11-56-10 1135.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fachhochschule Krems&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir begegnen der Strecke der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Donauuferbahn_(Wachau)"&gt;Donauuferbahn&lt;/a&gt;. Zwischen &lt;em&gt;Krems&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Emmerndorf&lt;/em&gt; fährt heute saisonal die &lt;a href="https://www.wachaubahn.at"&gt;Wachaubahn&lt;/a&gt;, betrieben durch die &lt;a href="https://www.noevog.at"&gt;NÖVOG&lt;/a&gt;. Leider tariflich nicht wirklich integriert, so wird weder das Klimaticket anerkannt noch gibt es für Inhaber der Vorteilscard (ähnlich der Bahncard) eine Ermäßigung. Eigentlich ein rein touristisches Angebot, da die &lt;a href="https://www.niederoesterreich-card.at"&gt;Niederösterreich-Card&lt;/a&gt; eine kostenlose Fahrt ermöglicht. Parallel dazu verkehrt ein Bus deutlich günstiger an der Hauptstraße entlang der Donau. In den meisten Orten würden die Bahnhöfe sogar günstiger liegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Waldabschnitte sind heute kurz. Überwiegend geht es durch die Weinreben. Die Wege sind die Wirtschaftsstraßen für den Weinanbau, es ist kaum Verkehr. Immer mal wieder nerven allerdings die Maschinen. Zum Schluss weicht der Asphalt dem Schotter und am Wegrand befinden sich ein paar Skulpturen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-04 13-38-58 1179.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-04 13-47-04 1184.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Skulpturen am Wegrand&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bevor ich nach &lt;em&gt;Dürnstein&lt;/em&gt; den Wanderweg verlasse, komme ich am &lt;em&gt;Franzosendenkmal&lt;/em&gt; vorbei, welches an die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Dürnstein"&gt;Schlacht bei Dürnstein&lt;/a&gt; erinnert. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-04 14-32-01 1200.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Franzosendenkmal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegen 15:30 Uhr treffe ich in meiner Unterkunft &lt;em&gt;Stockingerhof&lt;/em&gt; – was mich an den gleichnamigen Kommissar der Serie &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kommissar_Rex"&gt;Kommissar Rex&lt;/a&gt; erinnert – ein. Der Checkin geht über einen Zahlencode, den man mir vorher geschickt hat. Jetzt erstmal Gepäck ablegen und duschen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-04 15-32-34 1218.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Stockingerhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei &lt;em&gt;Dürnstein&lt;/em&gt; ist die Donau leicht über die Ufer getreten. Der Weg am Fluss ist gesperrt, was es dann leider auch nicht möglich war, hier am Fluss zum eigentlichen Ort zu laufen und die berühmte Kirche von der Donau abzulichten. Ich muss den Weg entlang der Straße gehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-04 17-01-06 1228.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Überflutete Wege bei Dürnstein&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier sieht von von weitem schon die zwei berühmtesten Sehenswürdigkeiten: die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Burgruine_Dürnstein_(Niederösterreich)"&gt;Burgruine Dürnstein&lt;/a&gt; und das &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stift_Dürnstein"&gt;Stift Dürnstein&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-04 17-12-47 1233.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf Dürnstein und die Burgruine&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-04 17-18-45 1235.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ortskern von Dürnstein&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-04 17-29-30 1243.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Turm des Stifts Dürnstein im Hintergrund&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider hat der Mangel an Touristen aufgrund der gesperrten Donauschifffahrt dann noch eine konkrete Auswirkung: es gibt nichts mehr zu essen im Ort. Um 18 Uhr hat tatsächlich dann alles zu, auch der Supermarkt. Es bleibt mir nichts anderes übrig als nach Krems zurückzufahren, leider verpasse ich auch den Bus um ein paar Minuten und es bleibt mir nur die Option, entweder eine Stunde zu warten oder den Zug zu nehmen, der etwas später fährt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich entschiede mich auch aus Neugierde für den Zug, der dann auch praktisch leer ist. Das Ticket wird durch den Schaffner im Zug verkauft. Die gleichen oder ähnliche modernen Triebwagen gibt es im übrigen auch bei der &lt;a href="https://www.mariazellerbahn.at"&gt;Mariazellerbahn&lt;/a&gt;, die auch von der NÖVOG betrieben wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-04 18-31-58 1249.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-04 18-43-04 1254.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Außen- und Innenansicht der Triebwagen der Donauuferbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zurück geht's dann aber mit dem günstigeren Bus.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Etappe 2: Von Dürnstein an der Donau nach Weißenkirchen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;↔ 17,9 km  ⛰︎ ↗ 580 m   ↘ 580 m&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die erste Etappe gestern fand ich ganz nett, schön zum „Warmlaufen“. Heute kommt dann eine deutlich längere Etappe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;War es gestern eher kühl und bewölkt, wird es heute eher schwülwarm. Gewitterneigung besteht die ganze Zeit, bis auf den letzten Tag sollte es aber dann doch nicht gewittern. Trotzdem, die schwülwarme Luft macht mir die ganze Zeit dann zu schaffen weil es im Wald auch keinen kühlenden Luftzug gibt, auch wenn man der Sonne dort nicht ausgesetzt ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zunächst besorge ich mir beim Supermarkt in der Nähe der Unterkunft noch eine Brotzeit für unterwegs. Die Verkäuferin an der Fleischtheke belegt die Wurstsemmeln großzügig. Gleich am Anfang geht es steil nach oben zur Burgruine. Von dort hat man auch einen schönen Blick nach unten und sieht die Kirche besser als im Ort selbst. Dafür kann man die Burg nicht vernünftig ablichten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-05 09-48-19 1273.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick zum Stift Dürnstein&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-05 09-57-40 1279.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Burgruine Dürnstein&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-05 10-01-20 1282.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick nach unten auf die Donau&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach dem steilen Aufstieg geht es zwar weiter nach oben, aber flacher und durch den Wald.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-05 10-56-45 1301.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Etappenziel ist die &lt;a href="https://www.donau.com/de/wachau-nibelungengau-kremstal/imx/aussichtspunkt/starhembergwarte/"&gt;Starhembergwarte&lt;/a&gt;, eine zehn Meter hohe Aussichtswarte auf dem Gipfel des 584 Meter hohen Schlossberges oberhalb der Ruine Dürnstein. Die Warte wurde von der 1881/82 gegründeten Sektion Krems-Stein des Österreichischen Touristenklubs in Holzbauweise errichtet und am 16. Juli 1882 feierlich eröffnet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem der Holzbau bereits zehn Jahre danach schadhaft war, wurde ein Steinbau errichtet und im August 1895 eröffnet, nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Warte boshaft beschädigt und vernachlässigt. Die Wiederinstandsetzung konnte erst 1925 erfolgen. Zuletzt wurde die Warte in den Jahren 1987/88 einer Generalsanierung unterzogen. Im Inneren des Steinbaues befindet sich eine Metallwendeltreppe, über die man auf die Aussichtsterrasse gelangt. Ein herrlicher Rundumblick über Föhrenwälder ins Donautal bietet sich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-05 11-00-53 1303.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick von der Warte&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurz danach gelangt man zur &lt;a href="https://www.fesslhuette.at"&gt;Fesslhütte&lt;/a&gt;, einem Ausflugslokal. Dort gönne ich mir erstmal einen Cappuccino und eine Apfelschorle, oder wie man hier sagt, einen &lt;em&gt;G'spritzter Apfelsaft&lt;/em&gt;. Der Blick auf die Uhr schockiert mich aber, es ist kurz vor Mittag und ich habe praktisch noch die ganze Etappe vor mir.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein ziemlich langer und zum großen Teil auch langweiliger Waldabschnitt beginnt. Teilweise sind es nämlich einfache Forstwege. Das schwüle Wetter macht mir zu schaffen und es wird auch bewölkt und schaut regnerisch aus. Ich beeile mich. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-05 12-17-01 1317.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-05 13-08-57 1323.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Irgendwann frag ich mich, was ich hier eigentlich mache? Ich bin im Urlaub, nicht auf der Flucht. Warum beeile ich mich so? Eigentlich nur weil ich im Hotel eine Ankunftszeit angegeben habe. Ich sage mir innerlich STOPP, zücke meine Smartphone, schreibe dem Hotel, dass ich später komme und die Ankunftszeit nicht genau weiß. Jetzt geht es mir besser, deutlich besser. Dunkelheit ist Anfang Juni jetzt eher nicht das Problem, gegen das ich kämpfen muss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ab und zu hat man doch einen schönen Blick auf die Donau und die Waldabschnitte am Ende werden auch viel schöner, der Weg wird fordernder. Reine Forstwege sind auf Dauer dann doch langweilig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-05 15-40-45 1353.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-05 15-59-02 1365.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Schluss geht es nochmal durch die Weinberge und an einem kleinen Rastplatz hat man einen unfassbar schönen Blick auf &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Weißenkirchen_in_der_Wachau"&gt;Weißenkirchen&lt;/a&gt;, das Wetter wird auch wieder schöner. Meine Laune ist wieder besser.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-05 16-17-54 1383.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf Weißenkirchen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-05 17-14-43 1407.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Weißenkirchen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe im &lt;em&gt;Hotel Donauhof&lt;/em&gt; ein Zimmer gebucht, kurzfristig per E-Mail, da der Preis auf der bekannten Buchungsplattform ziemlich hoch war. Als ich das Zimmer betrete, fühle ich mich fast fehl am Platz mit meiner Wanderausrüstung. Unglaublich liebevoll alles gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-05 18-45-34 1419.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-05 17-32-35 1413.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hotel und Zimmer im Hotel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Abendessen heute im Supermarkt, ich bin einfach zu müde mir noch großartig was zu suchen. Einziger Wermutstropfen im Hotel: bei geöffnetem Fenster ist die Straße an der Donau deutlich zu hören. Überhaupt nervt die Nähe zur Donaustraße während der ganzen Wanderung, also zumindest jeweils am Anfang und am Ende. Ich finde es bitter, dass man im Urlaub, wo man eigentlich Ruhe will, oft mehr Lärm ertragen muss als zu Hause.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Etappe 3: Von Weißenkirchen nach Spitz&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;↔ 12,9 km  ⛰︎ ↗ 340 m   ↘ 330 m&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Hotel bekomme ich dann noch etwas über Buchungsgepflogenheiten mit. Diese einzelnen Nächte sind natürlich ungern gesehen, da sie ja einen längeren Zeitraum blockieren können. Daher werden sie teilweise auch länger gesperrt und kurzfristig vergeben. Wenn also vier Wochen davor „alles ausgebucht“ ist, hat man trotzdem gute Chancen, ein paar Tage davor noch etwas zu bekommen, vor allem auch in der Nebensaison.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da die Donau hier recht breit ist, gibt es wenig Brücken. Die Rolle übernehmen teilweise Fähren, die von links nach rechts pendeln. Wegen des Donauhochwassers dürfen diese Fähren nicht fahren. Man muss also teilweise lange Umwege über die bestehenden Brücken in Kauf nehmen. Ein Glück, dass ich alle Unterkünftige auf der „richtigen“ Donauseite gebucht hatte, daran habe ich nämlich überhaupt nicht gedacht (eher auf die Zeiten zu gucken, nicht jede Fähre fährt bis spät am Abend). Die Kreuzfahrtschiffe liegen alle in Krems an, die Gäste werden dann per Bus zu ihren Besichtigungen gefahren und übernachten in Krems auf dem Schiff.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Hochwasser nimmt aber schon wieder ab, mir wird gesagt dass übermorgen die Fähren wieder nach Plan fahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-06 09-48-21 1433.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;2002 war es wohl schlimmer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-06 09-49-24 1434.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Aktueller Hochwasserstand&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach der längeren Etappe gestern wird es heute wieder gemütlicher. Wie gestern wird es wieder ein „Bogen“: Start an der Donau, man entfernt sich in beiden Dimensionen vom Fluss und endet dann am Abend wieder an der Donau. Es gibt viel Weinberg und viel Wald.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-06 10-18-24 1445.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Durch den Weinberg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wirklich vielen Wanderern begegne ich nicht. Und wenn dann eher auf Tagestour, sofern man das am Gepäck abschätzen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-06 11-58-13 1456.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Durch den Wald&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein kleines Highlight sind ja auch immer Begegnungen mit Tieren. Normalerweise sind das bei mir eher Kühe, Ziegen, Schafe, Katzen und hoffentlich keine Hunde. Bei dieser Wanderung sind die interessanten Tiere aber kleiner, und so begegne ich dieser wunderschönen Eidechse die sich, als ich mich ganz vorsichtig angenähert habe, auch ablichten ließ:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-06 12-11-50 1470.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eidi&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf dem Weg finden sich auch gelegentlich Stempelboxen. Den passenden Pass kann man sich &lt;a href="https://www.donau.com/fileadmin/user_upload/Bilder_und_PDFs/Ausflug_und_Bewegen/beWEGEn/Welterbesteig_Wachau/Stempelpass_Welterbesteig_Jauerling_15122020.pdf"&gt;online&lt;/a&gt; besorgen oder bei den verlinkten Stellen mitnehmen. Ich hatte es versäumt mir eine Karte zu besorgen oder zu Hause auszudrucken. Die Fotos müssen als Erinnerung reichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-06 13-35-47 1486.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Stempelhäuser&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-06 13-38-32 1487.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Aussichtspunkt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wetter ist stabil, zwar immer noch schwül aber heute keine Gewittergefahr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-06 14-42-03 1504.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein Schmetterling&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das beste kommt auch heute wieder zum Schluss, es ist das &lt;a href="https://www.donau.com/de/wachau-nibelungengau-kremstal/imx/aussichtspunkt/rotes-tor/"&gt;Rote Tor&lt;/a&gt; vor Spitz. Es ist das letzte der sieben Befestigungstore, das im 30-jährigen Krieg von den Schweden eingenommen wurde, mit hohem Blutzoll auf beiden Seiten. Zur Mahnung an diese blutige Zeit erinnert der Name &lt;em&gt;Rotes Tor&lt;/em&gt;. Es wird auch Schwedentor genannt und ist ein beliebtes Ausflugsziel mit wunderschönem Blick auf &lt;em&gt;Spitz&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja, diese langen Abschnitte im Wald nerven mich etwas. Teilweise muss man auch durch Gestrüpp, was sich dann am Ende des Tages als Problem herausstellen sollte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-06 15-13-59 1507.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rotes Tor vor Spitz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-06 16-06-07 1523.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pfarrkirche_Spitz"&gt;Pfarrkirche Spitz&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun noch runter ins Dorf, vorbei an der Kirche und ganz hinten zu meiner Unterkunft. Diesmal nicht direkt an der Donau. Mit den Unterkünften habe ich Glück, wie man auch hier auf dem Foto sieht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-06 17-43-01 1541.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-06 16-27-38 1529.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Unterkunft&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach dem Duschen ein kleiner Schreck, die erste Zecke für diese Wanderung. Ich kann sie sofort entfernen, eine Zeckenzange befindet sich im Gepäck. Ich habe ziemlichen Respekt vor Zecken und der von ihnen übertragenen &lt;a href="https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_LymeBorreliose.html"&gt;Lyme-Borreliose&lt;/a&gt;, aber der Respekt reicht auch nicht aus als dass ich auf kurze Hosen bei der Hitze verzichten möchte. Ich suche mich gründlich nach dem Duschen ab, da die Borreliose normalerweise erst nach einigen Stunden nach dem Zeckenbiss übertragen werden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-06 18-09-59 1547.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schiffanlegestelle Spitz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Abendessen gibt es heute in einem Restaurant an der Donau in der Nähe der noch geschlossenen Schiffanlegestelle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-06 18-29-50 1552.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Knödel mit Schwammerln&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Etappe 4: Von Spitz nach Mühldorf&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;↔ 14,1 km  ⛰︎ ↗ 480 m   ↘ 250 m&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute wird es spannender. Ich verlasse nämlich die Donau und werde heute Abend in einem Seitental nächtigen. Darauf freue ich mich schon. Nach dem Frühstück gehe ich erst noch in den Ort &lt;em&gt;Spitz&lt;/em&gt; um dort einzukaufen. Von dort startet der &lt;em&gt;Welterbesteig&lt;/em&gt; direkt auf den &lt;em&gt;Burgberg&lt;/em&gt; mit Ausblick. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-07 09-55-55 1582.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick vom Burgberg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von dort führt er wieder nach unten zu einem kleinen Dorf &lt;em&gt;Radlbach&lt;/em&gt; mit hübschen Häusern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-07 10-11-28 1587.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Radlbach&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist Freitag, die üblichen landwirtschaftlichen Arbeiten finden wie gewohnt statt und nerven etwas. Dazu kommt noch eine Wegsperrung ohne Umleitung. Ich laufe einfach in die Wegsperrung und hoffe, dass man da schon „irgendwie“ durchkommt. Was sich am Ende bewahrheitet, man kann über die Weinberge quer durch laufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Novum sind mehrere Schutzhütten entlang des Weges wo man Pause machen und sich bei Regen unterstellen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-07 10-45-35 1599.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schutzhütte&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ansonsten gefällt mir der heutige Abschnitt sehr gut, weniger Abschnitte im Wald, insgesamt abwechslungsreicher, mehr Ausblick und kein Verkehrslärm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-07 10-52-25 1601.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-07 11-20-24 1606.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittagspause mache ich dann illegalerweise in einem Hochsitz. Und entdecke kurz drauf einen Kumpel von &lt;em&gt;Eidi,&lt;/em&gt; bestimmt ist es &lt;em&gt;Eidine&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-07 11-48-07 1617.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eidine&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurz vor Mühldorf kommt noch &lt;em&gt;Niederranna&lt;/em&gt; (mit Kirche und einer Schule) und schließlich die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Oberranna"&gt;Burg Oberranna&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-07 14-03-15 1643.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kirche Niederranna&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-07 14-36-52 1650.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Burg Oberranna&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach der Burg geht es wieder leicht nach unten in den Ortskern von &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mühldorf_(Niederösterreich)"&gt;Mühldorf&lt;/a&gt;, einem Dorf mit etwas über tausend Einwohnern. Dort hatte ich im &lt;em&gt;Weißen Rösl&lt;/em&gt; ein Zimmer gebucht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-07 15-10-34 1661.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-07 15-16-55 1665.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zimmer im Weißen Rössl&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viel Infrastruktur gibt es nicht, es gäbe ein Freibad, und es gibt einen ADEG-Supermarkt. Ein Novum für mich: ich habe keine Karte, um dort einkaufen zu können, man nimmt nur „Bankomatkarte“ (was wohl V-Pay oder Maestro bedeutet), zum Glück reicht mein Bargeld. In Österreich möchte ich nämlich ungern Bargeld abheben da fast alle Banken zusätzliche Gebühren erheben, die ich mir gerne spare.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Abendessen gibt es für mich im Hotelbiergarten. Endlich mal ein Ort wo nicht der Verkehrslärm dominiert. Ich bin zufrieden! Auch an diesem Tag entferne ich eine Zecke, diesmal an der Wade.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Etappe 5: Von Mühldorf über den Jauerling nach Spitz&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;↔ 17,4 km  ⛰︎ ↗ 760 m   ↘ 910 m&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die heutige Etappe wird wieder länger, und heute kommt auch der Höhepunkt, also der höchste Punkt auf der Tour: der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jauerling"&gt;Jauerling&lt;/a&gt;, mit 960 m die höchste Erhebung in der Wachau. Meine Hoffnung: dass es dort etwas kühler ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber erstmal startet die Wanderung nach dem Frühstück in der schwül-warmen Suppe direkt im Dorf im Wald.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-08 09-33-23 1686.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Start der Wanderung, wieder perfekt markiert&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein erstes Zwischenziel ist der &lt;a href="https://www.niederoesterreich.at/ausflugsziele/a-trenning"&gt;Trenning&lt;/a&gt; (628 m). Dort hat man freien Blick auf die Umgebung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-08 10-21-56 1691.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-08 10-23-32 1694.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick und Gipfelkreuz am Trenning&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach dem Gipfel geht es logischerweise wieder bergab und durch den Wald, und man durchquert das Tal um das Dorf &lt;em&gt;Thurn&lt;/em&gt;. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-08 11-06-19 1713.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-08 11-11-30 1716.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jetzt beginnt der eigentliche Aufstieg auf den &lt;em&gt;Jauerling&lt;/em&gt;, wieder überwiegend durch den Wald. Kurz davor die &lt;em&gt;Theresienhütte&lt;/em&gt;, die heute geschlossen hat. Oben begegne ich ein paar Menschen, auf dem Weg dahin war es recht ruhig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-08 12-19-07 1730.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Theresienhütte&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Gipfel ist etwas unspektakulär. Hatte ich nicht einen Aussichtsturm in Erinnerung? Stattdessen dieses Gebilde mitten im Wald. Erstmal Mittagspause. Dann ein Blick auf die Karte am Smartphone. Ah, der Aussichtsturm existiert, ist aber nicht direkt am Gipfel sondern weiter weg. Also auf den Weg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-08 12-28-53 1732.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Jauerling-Gipfel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-08 13-04-58 1740.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Aussichtsturm und der Sender Jauerling&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neben dem Aussichtsturm befindet sich der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Jauerling"&gt;Sender Jauerling&lt;/a&gt;, der 1955 bis 1958 errichtet wurde. Der 141 m hohe Antennentragmast besteht aus einem freistehenden, rund 35 m hohen Stahlfachwerkturm als Unterbau, auf dem sich auf zwei Ebenen auch die Richtfunkantennen befinden, und einen am Erdboden dreifach in drei Ebenen abgespannten Oberteil mit unter anderem UKW- und TV-Antennen. Der Oberteil ist eine rund 80 m hohe Rohrmastkonstruktion auf der ein rd. 25 m hoher GFK-Antennenzylinder montiert ist. Der Sender Jauerling ist der Hauptsender für den Großraum St. Pölten und das Waldviertel, mit Ausnahme des Gebietes um Gmünd.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für etwas Eintritt darf man den Aussichtsturm besteigen. Immerhin kann ich das Gepäck unten lassen. Oben ist es windig und kühl. Unten kann man Kaffee und Gebäck kaufen und auf der Toilette seine Wasservorräte auffüllen. Beliebt ist der Jauerling bei Rennradfahrern, die aber nicht durch den Wald sondern über die Fahrstraße kommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-08 13-13-19 1747.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick vom Aussichtsturm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-08 19-50-17 1835.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eintrittskarte&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Über die laufe ich den ersten Teil nach unten. Der &lt;em&gt;Welterbesteig&lt;/em&gt; würde weiter nach &lt;em&gt;Maria Laach&lt;/em&gt; gehen, aber dort hatte ich erstens keine Unterkunft und zweitens keinen ÖPNV am Samstag gefunden. Früher gab es wohl ein Anruftaxi, das man auf der Webseite des Nationalparks noch findet, aber das laut den aktuellen Fahrplänen nicht mehr existiert. Auf meine E-Mail habe ich nie eine Antwort bekommen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Folglich habe ich eine andere Route genommen und mich dabei an &lt;a href="https://www.bahn-zum-berg.at/waldviertel/ueber-den-jauerling-wein-und-christbaeume/"&gt;Bahn zum Berg: Über den Jauerling, Wein und Christbäume&lt;/a&gt; orientiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-08 13-36-27 1754.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fahrstraße auf und vom Jauerling&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich würde aber empfehlen, die Route von &lt;em&gt;Bahn zum Berg&lt;/em&gt; und nicht meine zu nehmen. Da ich nämlich erst der Straße gefolgt bin, musste ich an irgendeinem Punkt durch ein privates Anwesen gehen. Das Tor war offen, es war keiner da, erst hatte es auf mich gewirkt als wäre das Grundstück nicht mehr bewohnt. Als ich am Haus vorbei war, naja, irgendwann war ich jedenfalls wieder auf dem Wanderweg ohne Details zu nennen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-08 14-28-32 1764.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Christbäume&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Abstieg zieht sich dann, es geht viel durch den Wald und teilweise auch durch Gestrüpp. Der Weg scheint nicht so oft begangen zu sein. Ich bin etwas genervt und will eigentlich vor allem ankommen. Und vor allem will ich nicht schon wieder Zecken haben. Immerhin das Wetter ist stabil, keine Gewittergefahr trotz der schwülen Luft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-08 15-29-44 1780.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf die Donau&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-08 16-13-07 1792.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Weg durch den Wald&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Geschafft, ich bin in Spitz! Da war ich vor zwei Tagen, heute übernachte ich aber nicht in Spitz sondern fahre nach &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Melk"&gt;Melk&lt;/a&gt; mit dem Postbus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-08 16-30-35 1798.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Spitz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dort komme ich gegen 17:30 Uhr an. Gebucht hatte ich ein privates Zimmer das auf dem Foto besser aussieht als in echt. Es riecht relativ feucht und die Fenster sind alles andere als schalldicht, ich prüfe mehrmals, ob sie auch wirklich geschlossen sind. Gebucht hatte ich es auf Booking, letztlich war es aber mehr so eine AirBnB-Style Unterkunft. Immerhin ein sehr netter Vermieter und eine ziemlich geniale Lage in der Innenstadt und auch unweit zum Bahnhof.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-08 17-36-19 1809.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Unterkunft&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Abend bleibt dann noch etwas Zeit, durch die Innenstadt zu schlendern und auf die gegenüberliegende Donauinsel zu gehen. Dort ist auch ein schöner Campingplatz wo man einige Zelt von Radlern sieht, die den Donauradweg fahren. Leider hört man selbst dort (obwohl die Hauptstraße gegenüber der Donau ist) den Verkehrslärm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-08 18-21-12 1810.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-08 19-15-52 1821.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Innenstadt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-08 19-23-27 1830.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_06_welterbesteig_wachau/24-06-08 20-15-59 1836.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stift_Melk"&gt;Stift Melk&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Abend gewittert es dann noch. Ich bin schon in der Unterkunft, aufgrund der sehr schlecht schallisolierten Fenster nervt aber der Lärm.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Heimfahrt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich schlafe schlecht und nehme daher den Zug eher. Habe zum Glück keine Zugbindung, da ich mit einer seltsamen Kombination aus einem deutschen und österreichischen Ticket unterwegs bin. Diesmal liegt der Grund für die Verspätung des ICEs in Österreich aufgrund einer eingleisig befahrenen Strecke zwischen Linz und Passau. Immerhin, ich komme an und auf der Heimfahrt stört die Verspätung weniger.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Wachau ist wirklich eine sehr schöne Gegend. Ohne das Hochwasser wäre ich nie auf die Idee gekommen, dort eine Wanderung zu unternehmen. Wirklich gut gefallen haben mir die Unterkünfte, die, obwohl (oder weil) kurzfristig gebucht, gar nicht so teuer waren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Negativ empfand ich den Straßenlärm im Donautal, der ziemlich allgegenwärtig war. Ich hätte bei der Wahl der Unterkünfte vielleicht besser drauf achten können, andererseits war es jetzt auch nicht so heiß, man konnte gut bei geschlossenem Fenster schlafen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für meinen Geschmack war der Waldanteil etwas hoch, am besten haben mir die Etappen 1 und 4 gefallen und mit gewissen Abstrichen der &lt;em&gt;Jauerling&lt;/em&gt;. Vielleicht hätte ich am Ende noch einen Tag zur Besichtigung von &lt;em&gt;Melk&lt;/em&gt; und des Stifts einplanen sollen, es ging sich aber zeittechnisch nicht aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Etappenlänge fand ich gut, nicht zu kurz dass einem langweilig wird und nicht zu lang dass man in zeitliche Bedrängnis gerät und keine Zeit mehr hat, die Dörfer am Abend anzugucken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Achso, und die Zecken. Als ich zu Hause war habe ich dann noch ingesamt vier Zecken gefunden. Obwohl ich mich abgesucht hatte. Immerhin, ein halbes Jahr später, als ich diesen Beitrag schreibe, kann ich sagen dass ich keine Erkrankung feststellen konnte. Hundertprozentig sicher ist man nie was die Spätfolgen einer Borreliose betrifft, aber es ist doch eher selten.&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="wandern"/></entry><entry><title>Lugano Trekking in vier Tagen</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2024-07-lugano-trekking.html" rel="alternate"/><published>2024-09-30T00:00:00+02:00</published><updated>2024-09-30T00:00:00+02:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2024-09-30:/pelican/2024-07-lugano-trekking.html</id><summary type="html">&lt;h2&gt;Wie es dazu kam...&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Dieses Jahr war irgendwie schwierig. Einerseits für mich gesundheitlich, anderseits aber auch planungstechnisch wegen des Wetters. Es lag für Anfang Juli einfach zu viel Schnee, zudem sollte es dann in der ersten Juliwoche, wo ich Urlaub eingetragen hatte, recht düstere Wetteraussichten in den Nordalpen geben. Ich ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;h2&gt;Wie es dazu kam...&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Dieses Jahr war irgendwie schwierig. Einerseits für mich gesundheitlich, anderseits aber auch planungstechnisch wegen des Wetters. Es lag für Anfang Juli einfach zu viel Schnee, zudem sollte es dann in der ersten Juliwoche, wo ich Urlaub eingetragen hatte, recht düstere Wetteraussichten in den Nordalpen geben. Ich hatte eigentlich die &lt;a href="http://lechquellenrunde.com"&gt;Lechquellenrunde&lt;/a&gt; geplant, die war aber wegen der Schneeverhältnisse in der eigentlichen Variante nicht begehbar. Zwar hätte es alternative Wegmöglichkeiten gegeben, aufgrund des dann noch schlechten Wetters hatte ich keine Lust.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was also tun? Plan B war der &lt;a href="http://dolorama.it"&gt;Dolorama&lt;/a&gt; in Südtirol, der aber kurzfristig nicht mehr buchbar war. Plan C war dann schnell gefunden: das Tessin hatte passable Wetteraussichten und die &lt;a href="https://www.luganoregion.com/de/arricchimenti/OA-Hike-Detail/56749163"&gt;Lugano Trekking Tour&lt;/a&gt; hat mir auch sofort gefallen: keine schwierigen absturzgefährdeten Passagen und die kurzfristige Buchung der Hütten war auch kein Problem. Gestört hat mich die lange Anreise, die aufgrund der Sperrung des Gotthard-Basistunnels noch länger als normal war. Aber in einen sauren Apfel muss man halt beißen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die meisten Beschreibungen sehen für die Tour drei Tage vor. Die zweite Etappe ist mit 18 km und 1200 hm Aufstieg und 970 hm Abstieg aber schon recht anspruchsvoll, weshalb ich mich entschieden habe, sie aufzusplitten und in vier Etappen zu gehen. Es sollte sich als gute Idee bewahrheiten. Wie immer erstmal eine kleine Karte:&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/collection/2871451/embed" width="100%" height="580" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;h2&gt;Anreise in zwei Akten&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Zugfahren in Deutschland ist ja so eine Sache, vor allem wenn es dann in die Schweiz geht und auch noch günstig sein soll. Auf einer der drei Strecken (also über Lindau, Stuttgart oder Basel) ist eigentlich immer irgendwie was. Die Gäubahn über Stuttgart ist aufgrund der Nahverkehrsfreigabe und der übrigen Tarifgestaltung der mit Abstand günstigste Weg von Nürnberg in die Schweiz. Wenn man nach Stuttgart den Regionalexpress fährt, muss man mit Deutschlandticket erst ab Singen das Ticket in die Schweiz bezahlen. Da aber selbst ein Tag davor noch nicht ganz klar war, welche Züge überhaupt fahren, wollte ich mir den Stress der langen Fahrt an einem Tag nicht antun. Eine Woche Urlaub, vier Tage wandern, es war eigentlich ohnehin genug Zeit und so beschloss ich, das Ganze einfach zu splitten, aus der Not eine Tugend zu machen und mal dieses &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Singen_(Hohentwiel)"&gt;Singen (Hohentwiel)&lt;/a&gt; anzugucken, wo ich vorher nur den Bahnhof kannte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weiterer Vorteil: es blieb dann auch noch ein halber Tag in &lt;em&gt;Lugano&lt;/em&gt; übrig. Gesagt, getan.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Tag 1: Nürnberg – Singen (Hohentwiel)&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ich hatte am Morgen leider so lange rumgetrödelt dass ich meine S-Bahn verpasst hatte. Mit dem Auto dem Zug hinterher bis Ansbach jagen oder den gebuchten IC sausen lassen und eine Stunde später den RE nehmen? Ich stieg auf's Gas, habe es letzten Endes geschafft, war fix und fertig in Ansbach und musste knapp 25 Euro für die Woche Parkgebühren zahlen. Lesson learned, hoffentlich. Die Bahnfahrt lief ansonsten sehr entspannt und pünktlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen in &lt;em&gt;Singen,&lt;/em&gt; es regnete, lief ich erstmal zum Hotel. Es ist die ehemalige Jugendherberge etwas außerhalb, es nennt sich &lt;a href="https://www.hostel-singen.de"&gt;Hostel Art &amp;amp; Style Singen&lt;/a&gt;, ist aber zumindest teilweise ein Hotel, also sowohl preislich als auch von den Zimmern. Eine Bushaltestelle ist direkt vor der Haustüre, die wird aber nur unter der Woche bedient.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-06-30 16-41-52 2346.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hostel Art &amp;amp; Style Singen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was mir sofort ins Auge gesprungen ist? Die Ampelmännchen in Singen:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-06-30 16-51-02 2349.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://www.wochenblatt.net/singen/c-nachrichten/der-poppele-wird-ampelmaennchen_a54873"&gt;Der Poppele&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin dann noch durch die Innenstadt, habe mir was zu essen geholt und hatte dann am Bahnhof eine sehr komische Begegnung. Ein Jugendlicher wollte Geld für eine Fahrkarte. Ich hab ihm ehrlich gesagt nicht geglaubt und meinte, ich würde mit ihm an den Automaten gehen und das Ticket kaufen. Dachte damit wäre ich ihn los. Aber er ließ sich tatsächlich drauf ein, ich habe mit meiner Karte bezahlt und er hatte ein Ticket. Waren keine drei Euro, insofern war es für mich okay, ich hatte bloß nicht damit gerechnet dass er wirklich ein Ticket wollte. Gute Tat also abgehakt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit der S-Bahn dann eine Station zum ehemaligen Landesgartenschau-Gelände und von dort bin ich wieder zurückgelaufen. Es hat aufgehört zu regnen. Schönes Städtchen, hätte ich einen ganzen Tag Zeit gehabt, hätte mich die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Festung_Hohentwiel"&gt;Festung Hohentwiel&lt;/a&gt; gereizt. Ein anderes mal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein paar fotografische Eindrücke:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-06-30 16-55-46 2351.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-06-30 17-34-46 2362.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-06-30 18-25-08 2377.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ob der durchgehende Zug nach Zürich morgen fahren würde, wusste ich immer noch nicht. Eine schlaflose Nacht hat mir dieser Umstand dann doch nicht bereitet.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Tag 2: Singen (Hohentwiel) – Lugano&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Fährt er jetzt, der Zug oder fährt er nicht, das war die Frage beim Frühstück. Laut DB fährt er, laut SBB nicht. Schön. Ich bin etwas eher an den Bahnhof, ich wollte letztlich ungern den EuroCity von Zürich nach Lugano verpassen, lieber eher losfahren. Am Schalter hat man dann steif und fest behauptet, der Zug würde fahren und man hat sich geweigert, die Zugbindung am Ticket aufzuheben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe dem Braten immer noch nicht so recht getraut; warum sollte die SBB schreiben, dass er ausfällt? Und woher sollte der Zug eigentlich kommen, angeblich fiel er nämlich bis Singen aus und würde da losfahren? Mir fiel dann ein, dass bis Schaffhausen ja ohnehin mein Deutschlandticket gelten würde, insofern brauche ich die Aufhebung der Zugbindung nicht. Der Bahnsteig war voller Leute, die auf den Intercity warteten, ich fuhr mit der S-Bahn. In Schaffhausen stand dann am Bahnsteig gegenüber ein ewig langer Zug der SBB bereit, welcher den deutschen InterCity ab Schaffhausen ersetzen soll. Er war zeitlich auf die S-Bahn abgestimmt, aber wenn man den Fahrgästen halt nicht mitteilt, dass sie in die S-Bahn steigen sollen, dann tun sie das auch nicht. Der SBB-Zug fuhr also quasi leer nach Zürich. Bauchgefühl hatte also Recht. Immerhin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-01 09-25-33 2405.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;SBB-Ersatzgarnitur Schaffhausen – Zürich&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen in &lt;em&gt;Zürich HB&lt;/em&gt; gleich in den EuroCity umgestiegen, ein &lt;a href="https://www.sbb.ch/de/reiseinformationen/services-im-zug/unsere-zuege/giruno.html"&gt;SBB Giruno&lt;/a&gt; über die Gotthard-Bergstrecke. Die ist zwar schön, wenn man sie aber schonmal gefahren ist, auch nicht so wahnsinnig besonders. Ich finde sie kann es nicht mit den anderen Bergstrecken der Schmalspurbahnen aufnehmen. Aber es ist natürlich Jammern auf verdammt hohem Niveau. Irgendwie war ich auch müde und auch etwas nervös. Das wechselhafte Klima der letzten Tage und der bevorstehende Klimawechsel auf der Alpensüdseite hatten mir zusätzlich zu schaffen gemacht, das Wort &lt;em&gt;akklimatisieren&lt;/em&gt; kommt auch nicht von ungefähr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen in &lt;em&gt;Lugano&lt;/em&gt; war die Luft eine bessere, weniger feucht. Sofort fiel mir die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Standseilbahn_Lugano–Bahnhof_SBB"&gt;Standseilbahn vom Bahnhof in den Ort&lt;/a&gt; ins Auge. Ich hatte sogar schon ein Ticket dafür: bei den meisten Unterkünften im Tessin bekommt man nämlich das &lt;a href="https://www.ticino.ch/de/ticket.html"&gt;Ticcino Ticket&lt;/a&gt; gratis dazu, meistens auch schon elektronisch vor der Anreise.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Plan war erstmal durch die Innenstadt zum &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Luganersee"&gt;Luganersee&lt;/a&gt; zu gehen, dort etwas zu entspannen und schließlich die Pension aufzusuchen, die sich leider am anderen Ende der Stadt befand. Aber man muss auch etwas auf den Preis gucken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-01 13-39-39 2417.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Standseilbahn in die Innenstadt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-01 13-41-17 2419.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Deutsches Konsulat&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-01 13-49-06 2424.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kirche&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-01 14-11-41 2437.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Luganersee mit Blick auf den &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Monte_San_Salvatore"&gt;Monte San Salvatore&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin ja immer wieder begeistert über den guten ÖPNV in der Schweiz. Was mir hier wieder auffällt sind die Angaben zum Bussteig bei den Stadtbussen in &lt;a href="https://www.sbb.ch/de/reiseinformationen/apps/sbb-mobile.html"&gt;SBB Mobile&lt;/a&gt;. Jeder Bussteig hat einen Buchstaben, auch wenn es nur die üblichen Straßenhaltestellen sind (also Richtung und Gegenrichtung, dann halt A und B). Dadurch steigt man auch ohne Ortskenntnis nicht in den falschen Bus ein, die Zielangaben sind halt auch nicht immer offensichtlich, gerade wenn es verkürzte Busläufe gibt und man sich überhaupt nicht auskennt. Und man braucht eben für solche Angaben auch nicht die tausendste App der lokalen Verkehrsverbünde sondern nutzt einfach landesweit die hervorragende SBB-App. Dazu kommt, dass auch sehr viele Seilbahnen, Standseilbahnen und Schiffslinien integriert sind, so auch die, die ich morgen nutzen werde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit dem Bus fahre ich also in die Pension. Die liegt verkehrsgünstig, was leider auch heißt, dass die ganze Gegend wahnsinnig laut ist und das Fenster zwar zum Innenhof hingeht, der Verkehrslärm da aber reinkommt da der Innenhof nur zu drei Vierteln geschlossen ist und zur Straße geöffnet. Glücklicherweise gibt es aber eine Klimaanlage, so dass ich das Fenster nicht ständig öffnen muss. Ansonsten war ich nämlich mit der &lt;a href="https://www.locandadellamasseria.ch/stanze"&gt;Pension &lt;em&gt;Locanda della Masseria&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; wirklich sehr zufrieden, ein historisches Gebäude, neu renoviert und das Ganze zu einem sehr passablen Preis. Achtung: nicht unbedingt über die große Buchungsplattform buchen sondern direkt anfragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-01 17-43-46 2458.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mein Zimmer für eine Nacht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Abend bin ich dann nochmal in die Stadt. Vielleicht habe ich die schönen Orte in der Innenstadt einfach nicht gefunden, ich habe jetzt keinen Reiseführer gelesen. Aber das was ich so gesehen habe hat mich jetzt nicht vom Hocker gehauen. Die Lage am See zwischen den Bergen ist genial, keine Frage, ich meinte eher von den Gebäuden. Da hat mir &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Locarno"&gt;Locarno&lt;/a&gt; oder &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bellinzona"&gt;Bellinzona&lt;/a&gt; besser gefallen. Schick fand ich die alte Standseilbahn hoch zum Bahnhof unweit der neuen, dessen Treppe nebenan als kleine Übung für morgen dient.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-01 19-00-45 2470.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-01 19-01-11 2471.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oben hat man dann auch einen schönen Blick über die ganze Stadt. Die Wolken haben sich auch verzogen und der blaue Himmel kündigt das Wetter für morgen an. Sofort sticht die straßenbahnähnliche &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lugano-Ponte-Tresa-Bahn"&gt;Lugano-Ponte-Tresa-Bahn&lt;/a&gt; – italienisch: &lt;em&gt;Ferrovia Lugano–Ponte Tresa (FLP)&lt;/em&gt; – ins Auge. Die Station befindet sich nicht direkt im Bahnhof &lt;em&gt;Lugano SBB&lt;/em&gt; sondern gegenüber.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-01 19-04-55 2472.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick über Lugano&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-01 19-14-29 2479.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ferrovia Lugano–Ponte Tresa (FLP)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-01 19-18-53 2483.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhofsvorplatz und Bushaltestelle&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich wollte ich noch einkaufen für morgen, leider haben in der Schweiz und damit auch im Tessin, das sich so gar nicht nach Schweiz anfühlt, die ganzen Supermärkte um 19 Uhr geschlossen. Dann also morgen auf dem Weg. Wird stressig genug, ich hasse es. Ab ins Hotel, morgen wird ein lange Tag! Und dass er &lt;em&gt;so&lt;/em&gt; lange werden wird, wusste ich da noch gar nicht.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Wanderung Tag 1: Lugano – Capanna Pairolo&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Erstmal frühstücken, ich bin beeindruckt von dem Frühstücksraum. Musik kommt aus einem DAB-Radio, auch typisch für die Schweiz. In Deutschland ist das immer noch etwas exotisch, ich selbst habe zwar ein DAB-Radio in der Küche, die meisten haben aber UKW oder gleich Internetradio.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-02 07-52-27 2486.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Frühstücksraum&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider bin ich trotz der Angaben in der App in den falschen Bus gestiegen. Letztendlich habe ich es dann aber trotzdem geschafft, um 9:20 Uhr bei der &lt;a href="https://www.montebre.ch/de/standseilbahn/"&gt;Funicolare Monte Brè&lt;/a&gt; zu sein und auch meinen Einkauf noch zu erledigen. An der Station musste ich noch ein Ticket kaufen, die ermäßigte Variante mit Gästekarte wird nämlich online nicht angeboten. In schweizerischer Gründlichkeit wird noch die Scheibe geputzt, dort ist die Fahrerin, Fahrkartenverkäuferin und Reinigungskraft anscheinend eine einzige Person. Der Andrang hielt sich entgegen meiner Erwartung in Grenzen, mit mir sind es zwei Fahrgäste in der ganzen Bahn.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-02 09-18-15 2487.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Talstation der Funicolare Monte Brè&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-02 09-35-32 2492.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Funicolare Monte Brè&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oben angekommen packe ich erstmal meine Wanderstöcke aus, atme tief durch und mache mich auf dem Weg. Zunächst geht es nach unten über eine solche „Treppe“, und irgendwie sollte das dann auch zum Problem werden. Ich bekomme nämlich bald Beschwerden an meinem rechten Bein unterhalb des Knies, die ich zwar kenne („runners knee“), aber nicht in der Form und nach so kurzer Zeit. Sie sollten mich den ganzen Tag begleiten und alles irgendwie schwieriger machen als ursprünglich gedacht. Aber irgendwas ist halt immer. Oder oft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-02 10-11-50 2502.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Weg nach unten und Blick auf den Ort &lt;a href="https://www.luganoregion.com/de/uebernachten/dorfer/bre"&gt;Brè&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Innerhalb des Ortes zweigt der Weg nach links ab. Apropos Abzweigung und Beschilderung. Der &lt;em&gt;Lugano Trekking&lt;/em&gt; ist als solcher nicht beschildert und markiert, im Schweizmobil-System gehen wir einen Teil der &lt;a href="https://schweizmobil.ch/de/wanderland/route-52/"&gt;Route 52: Sentiero Lago di Lugano&lt;/a&gt; und heute die &lt;a href="https://schweizmobil.ch/de/wanderland/route-52/etappe-6"&gt;Etappe 6&lt;/a&gt; in umgekehrter Richtung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ab sofort laufe ich zum großen Teil durch den Wald auf einfachen Wegen (&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/SAC-Wanderskala"&gt;SAC-Skala&lt;/a&gt; T2). Im Sommer mit maximaler Sonneneinstrahlung finde ich diese Waldabschnitte sehr angenehm, auch wenn sie naturgemäß den Ausblick nehmen. Ab und zu hat man aber durchaus einen Blick auf den &lt;em&gt;Luganersee&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erstens Zwischenziel ist der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Monte_Boglia"&gt;Monte Boglia&lt;/a&gt;. Dort ist der Blick auf den See dann endgültig frei, herrlich. Ich genieße die Aussicht, mache mir aber Sorgen wie es mit meiner Stelle unterhalb des Knies weitergeht. Den Weg nach unten mag sie nämlich gar nicht, das Abwinkeln des Beins ist das Problem. Ich nehme mal eine Schmerztablette ein. Am Gipfel treffe ich noch einen Amerikaner auf Europareise, mit dem ich mich kurz unterhalte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-02 14-07-36 2540.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick vom Monte Boglia auf den Luganersee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stichwort Europa: der Gipfel und ein großer Teil des Weges der nächsten zwei Tage befindet sich genau auf der Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Links die Schweiz, rechts Italien. Der Weg selbst verläuft meistens auf schweizer Gebiet und ist nach schweizer Schema markiert. Ich hatte einen wilden Wechsel meines Smartphones erwartet, aber offensichtlich ist das schweizer Mobilfunknetz das bessere, ich bleibe nämlich in der Schweiz. Was natürlich wegen EU-Roaming nicht unbedingt die beste Lösung ist, ich habe immerhin einen Travel-Pass bei Vodafone erworben so dass es mir dann aber letztlich auch wieder egal ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach einem Eintrag ins Gipfelbuch gehe ich logischerweise wieder bergab. Es ist immerhin schon 14 Uhr, die Zeit vergeht, leider zu schnell denn ich habe nichtmal den halben Weg geschafft. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-02 15-23-08 2549.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bergab und durch den Wald&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-02 15-28-32 2551.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick aufs Tal und die andere Seite&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wegen den Schmerzen habe ich meine Gehtechnik anpassen müssen, und zwar so, dass ich immer nur das linke Bein anwinkle. In Verbindung mit den Stöcken geht's ganz gut, ich komme aber halt langsamer voran und ich merke dass die Schmerzen zunehmen. Eine Alternative, wie die Hütte zu erreichen, habe ich aber nicht, alles andere wäre noch mehr Abstieg  und der Abstieg ist das Problem, nicht der Anstieg. Das ganze trübt den Genuss des schönen Sommertages und des abwechslungsreichen Weges merklich, aber in solchen Momenten „funktioniere“ ich dann trotzdem ganz gut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gelegentliche Pausen sind unvermeidlich und ich versuche Abkürzungen zu nehmen, gehe rechts statt links des Kamms was aber vermutlich dann auch ungefähr gleich ist. Faktisch mache ich mir Sorgen, zu spät auf die Berghütte zu kommen. Zumindest in den Alpen sind Ankunftszeiten bis maximal 18 Uhr üblich, was immer knapper wird. Fremdsprachliche Telefonate vermeide ich normalerweise wie der Teufel das Weihwasser, in dem Fall nehme ich aber meinen Mut zusammen. Man spricht etwas deutsch aber versteht mich anscheinend nicht und holt jemand, der Englisch spricht, sie meint ich solle langsamer sprechen. Ich bin mir zwar nicht sicher ob man mich verstanden hat, aber ich glaub schon, letztlich gehe ich einfach weiter so gut es geht und versuche trotzdem gelegentlich die Landschaft und den Wald zu genießen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-02 15-28-32 2551.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-02 16-13-51 2566.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-02 16-15-27 2567.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Pausen müssen trotzdem sein&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-02 16-45-50 2573.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich erblicke die Hütte von weitem. 18:30 Uhr, geschafft. Puh!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-02 18-28-46 2590.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Capanna Pairolo von weitem...&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-02 18-38-52 2592.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;... Capanna Pairolo von nah&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erstmal einchecken. Die Hütte wird von einer Familie bewirtschaftet. Die Mutter spricht etwas Deutsch, die Tochter Englisch. In echt klappt die Kommunikation deutlich besser als am Telefon. Ich trage mich ins Hüttenbuch ein, bezahle mit Karte und kann erstmal auf mein „Zimmer“. Gebucht hatte ich ein Platz im Lager, ich bin der einzige Gast. Warum man mich dann aber ins riesige Lager lässt statt dass man mir einfach ein Platz in den ebenfalls vorhandenen Mehrbettzimmern gibt, keine Ahnung. Ich hatte bei der Buchung gar nichts angegeben, man hätte mir also auch das teure Doppelzimmer berechnen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Buchung war per E-Mail, ich hatte DeepL zum Übersetzen verwendet. An das Reservierungssystem der Alpenvereine ist die Hütte leider nicht angeschlossen. Erstmal gönne ich mir eine warme Dusche gegen Aufpreis und dann gibt es das Abendessen. Wie in der Schweiz üblich Halbpension, wobei man mich zwischen Fleisch und vegetarisch wählen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-02 19-18-34 2594.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Abendessen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-02 19-48-47 2595.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick ins Tal, es trübt sich ein&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Frage ist vor allem: wie geht's morgen weiter? Ich storniere vorsichtshalber die Nacht in der übernächsten Hütte, da es die letzte Gelegenheit für eine kostenfreie Stornierung ist. Ich bin zwar eine Stunde zu spät für das Buchungssystem, hoffe aber, dass ich mit einer E-Mail und einer Erklärung der Situation nicht wegen einer Stunde 80 CHF bezahlen muss. Zwar sind die SAC-Hütten des Schweizer Alpenclubs äußerst großzügig zwei Tage vorher kostenlos stornierbar, man bezahlt dann aber fast den vollen Preis der Halbpension obwohl man gar nichts konsumiert. Letztlich ist mir diese Regelung aber lieber als die üblichen fünf Tage und 10-20 Euro der deutschen und österreichischen Hütten, da eine so kurzfristige Stornierung halt äußerst selten vorkommt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein Plan ist folgender: da mir die Abstiege zu schaffen machen, will ich genau die vermeiden. Insofern ist der Weg zur nächsten Hütte, wenn ich den Gipfel weglasse (es soll ohnehin bewölkt werden), der einfachste. Falls der Plan klappt und es dann übermorgen besser ist, kann ich die stornierte Hütte am nächsten Tag einfach nochmal reservieren, da genug frei ist. Der Plan sollte aufgehen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Wanderung Tag 2: Capanna Pairolo – Capanna St. Lucio&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Magnesium, Pferdesalbe, guter Schlaf, die Schmerzen sind nicht weg aber deutlich besser. Ich kann wieder Treppen nach unten ohne Verrenkungen laufen. Die abgeänderte Planung ohne Gipfel mit 7 km und 350 Höhenmetern sollte machbar sein. Ich bin wieder vorsichtig optimistisch, dass ich die ganze Tour beenden kann, ohne sie vorzeitig abbrechen zu müssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Frühstück ist für italienische Verhältnisse (obwohl wir in der Schweiz sind) phänomenal. Besonders lecker ist der Kaffee und natürlich der Käse, ich liebe Käse. Ich bin weder Vegetarier noch Veganer, aber ein Leben ohne Fleisch könnte ich mir vorstellen, ohne Käse und andere Milchprodukte allerdings nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-03 08-03-38 2599.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Frühstück (ich bin immer noch der einzige Gast)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich erwerbe noch ein Lunchpaket, um 9 Uhr geht es dann los. Die Hütte kann ich jedenfalls sehr empfehlen! Die Preise habe ich nicht mehr im Kopf während ich diesen Bericht schreibe, es war aber alles sehr bezahlbar, fast ähnliches Niveau wie in Deutschland oder Österreich, von den schweizer Preisen keine Spur.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute ist Rumtrödeln angesagt. Das Wetter ist wolkenverhangen, teilweise neblig, am Vormittag noch trocken. Eigentlich genauso wie schon seit Tagen vorhergesagt. Während es sich weiter nördlich in den Alpen einregnet, scheint diese Gegend um den Luganersee besonders zu sein, dann hier kommen immer wieder Lücken in die Wolkendecke.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-03 09-10-46 2604.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Keine besondere Fernsicht wegen der Wolken&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-03 09-12-20 2607.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hütte von oben&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es sollte heute der Tag für meine neue Regenjacke werden. Ich bin ein Freund des leichten Gepäcks und schwitze tendenziell schnell. Insofern hatte ich mich im Vorfeld nach einer Ultraleicht-Regenjacke umgesehen, verschiedene Modelle angeschaut und bin letztlich bei der &lt;a href="https://www.vaude.com/de/de/45739-scopi-leichtgewichts-regenjacke-herren.html#?colour=2260"&gt;Vaude Scopi&lt;/a&gt; hängengeblieben. Sie hat nur 200 Gramm, beschränkt sich auf das Allernötigste und raschelt im Gegensatz zu anderen Modellen auch nicht stark. Nicht ganz billig, aber ich wollte es mal probieren und mir eine wirklich ordentliche Regenjacke zulegen, die ich immer dabei habe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Ende war ich zufrieden. Zwar hat es dann nach Mittag nur genieselt und nicht stark geregnet, kann also zur Wasserdichtigkeit wenig sagen, glaube ihr das aber mal. Was ich aber sagen kann: ich habe wirklich nicht stark geschwitzt, da sie eben auch sehr dünn ist. Lieber noch eine weitere Lage drunterziehen als eine Jacke, die dann noch stark wärmt und wo man innen so schwitzt dass man sich fragt ob man nicht gleich den Regen auf der Haut haben könnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste Teil des Weges verläuft wieder durch den recht abwechslungsreichen Wald.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-03 09-55-22 2623.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-03 09-55-22 2623.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-03 10-58-45 2633.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viel passiert tatsächlich nicht an diesem Tag bis zur Hütte. Bin aber auch ganz froh drum, diese langweiligen Etappen gehören genauso dazu und tun mir eigentlich ganz gut um „runterzukommen“. Auf der Hütte hatte ich dann übrigens kein Mobilfunknetz, ich hatte es außen gerade noch geschafft, diese E-Mail zur Stornierung zu schreiben und das war's dann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tatsächlich teste ich während des Weges den Demo-Modus des Satellitennotrufs des iPhones, weil mich interessiert, wie gut die Verbindung im Wald und bei Nebel klappt. Wenn man glauben darf, dass der Demo-Modus wirklich eine Satellitenverbindung aufbaut, dann tadellos. Beruhigend zu wissen, dass man auch in den Bergen ohne Empfang bei einem Notfall Hilfe holen kann. Bis jetzt ist das Ganze ja sogar kostenlos, ich werde auf jeden Fall das Abo abschließen wenn es wie geplant kostenpflichtig wird. Im nächsten Jahr soll es dann ja sogar möglich sein, SMS zu schreiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Trotzdem bin ich etwas verwundert, so lange keinen Empfang zu haben und siehe da, ich hatte eine falsche Einstellung beim Roaming vorgenommen. Wieder Netz! Fühlt sich fast an wie ein Drogenabhängiger auf Entzug, wenn er seinen ersten Stoff wiederbekommt. Vielleicht nicht ganz so. Keine besonderen Vorkommnisse, mir wurde aber die Stornierung kostenlos bestätigt. Passt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ich auf solchen Wanderungen immer schön finde sind Begegnungen. Mit Menschen aber auch mit Tieren. Meistens jedenfalls. Menschen treffe ich in den gesamten vier Tagen wenige, schon ein krasser Gegensatz zu den Nordalpen vor allem in Österreich, wo gefühlt ganz Deutschland und die ganzen Niederlande unterwegs ist. Dafür heute aber Tiere, und zwar erst diese besonderen Rinder mit diesen Haaren zwischen den Ohren. Keine Ahnung wie sie heißen. Sie lassen mich aber relativ klaglos vorbei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-03 11-24-45 2644.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rinder&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-03 11-30-11 2648.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Gipfel dahinter liegt eigentlich auf dem Weg, angesichts des Nebels und meiner Knie lasse ich ihn aber aus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-03 11-41-38 2653.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-03 11-45-21 2654.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nebel im Wald sorgt für eine schöne Stimmung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-03 12-11-54 2664.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Beschilderung hervorragend&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-03 12-34-57 2688.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ziegen mit Hirte&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der heutige Weg verläuft eigentlich fast komplett auf der Staatsgrenze, Ausnahme ist dann das Umlaufen des oben beschriebenen Gipfels.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-03 13-46-04 2714.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dieser Rinder sind etwas störrischer beim Vorbeilassen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe wirklich versucht langsam zu gehen und viele Pausen zu machen, aber um 14 Uhr bin ich dann schon da. Zum Schluss hat es leicht geregnet, man konnte aber immer noch gut wandern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Hütte steht am &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Passo_San_Lucio"&gt;Passo San Lucio&lt;/a&gt; auf 1.541 m Höhe, wo es neben einer Kapelle aus dem 14. Jahrhundert zwei Berghütten gibt: die &lt;em&gt;Capanna San Lucio&lt;/em&gt; (auf Schweizer Seite) und die &lt;em&gt;Rifugio San Lucio&lt;/em&gt; (auf italienischer Seite). Ich hatte per E-Mail bei beiden Hütten angefragt, aber nur von der kleineren Capanna San Lucio eine Antwort bekommen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-03 13-57-17 2723.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kapelle&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-03 13-59-34 2724.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Capanna San Lucio&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich betrete die Hütte, die Wirtsleute sprechen jedenfalls kein Deutsch und kein Englisch. Toll. Eine Dreiergruppe von Schweizerdeutschen versucht zu übersetzen. Der Wirt weiß nichts von einer Reservierung. Etwas schockiert suche ich die Mail, er guckt immer noch verwirrt aber meint, es wäre ohnehin was frei. Später, als er am Laptop sitzt, zeige ich ihm meine eigene Mail in seinem E-Mail-Programm, aber er schaut immer noch verwirrt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Wirtsleute sind ein älteres Ehepaar, die Hütte ist sehr klein. Ich habe noch nie auf einer so kleinen Hütte übernachtet. Unten gibt es lediglich Waschräume, die Gaststube und die Küche. Oben dann vier Zimmer wobei zwei davon Durchgangszimmer sind. Ich bekomme das zweite Durchgangszimmer, die „Endzimmer“ sind schon von der Gruppe belegt. Immerhin bin ich alleine im Zimmer. Diese Dreiergruppe bzw. eigentlich nur zwei Leute davon, reden so unglaublich laut dass ich ziemlich genervt von ihnen bin. Sie sind eigentlich akustisch auf der ganzen Hütte präsent, selbst durch die Türen hört man sie durch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ansonsten ist es aber sehr schön. Das Essen ist lecker. Eine warme Dusche ist auch möglich. Ich bin zufrieden, vor allem bin ich auch guter Dinge, morgen meine Tour antreten zu können und reserviere wieder auf der &lt;em&gt;Capanna Monte Bar&lt;/em&gt;. Zur Not gibt es nämlich noch eine Variante seitlich am Berg vorbei, die Höhenmeter sparen würde. Die geht auf alle Fälle!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Abend verschwinden die Wolken langsam wieder.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-03 19-34-12 2746.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick nach unten ins Tal nach Italien&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viel passiert trotzdem an diesem Tag nicht mehr, ich lese noch ein Buch und höre Musik oder Podcasts. Muss auch mal sein.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Wanderung Tag 3: Capanna St. Lucio – Capanna Monte Bar&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Tag beginnt wieder sonnig. Erstmal ein Frühstück und dann geht's an das Bezahlen. Während die beiden anderen Hütten eine Bezahlkarte akzeptieren, ist hier Bares Wahres. Ich hatte aber auch nicht damit gerechnet und mich vorsorglich in &lt;em&gt;Lugano&lt;/em&gt; mit Franken eingedeckt. Immerhin die schönste Rechnung, die ich je auf einer Berghütte bekommen habe, es hat einfach soviel mehr Charme als ein Ausdruck auf Thermopapier.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-03 21-08-29 2752.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Noch etwas Nebel im Tal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-04 08-46-50 2755.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rechnung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-04 08-53-16 2758.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Leider war es gestern zu kalt, um hier zu entspannen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-04 08-57-32 2761.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Welch Kontrast zu gestern&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Etappe heute ist mit 12 km Länge, 810 Höhenmeter nach oben und etwa gleich vielen nach unten wieder länger. Die Schmerzen sind aber verschwunden, und so bin ich guter Dinge. Sie verläuft am Anfang wieder auf der Grenze zu Italien und am Kamm des Berges ohne dass es ein Grat wäre. Insgesamt gut zu gehen, keine absturzgefährdeten Passagen oder ähnliches. Außerdem werde ich heute die 2.000-Meter-Grenze überschreiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-04 09-38-28 2777.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick zurück: der Pass St. Lucio schon in weiter Ferne&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-04 09-42-18 2780.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Grenzstein zu Italien&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach einiger Zeit passiere ich die &lt;a href="https://www.sac-cas.ch/de/huetten-und-touren/sac-tourenportal/rifugio-garzirola-2147437536/"&gt;Rifugio Gazzirola&lt;/a&gt;, die mir eigentlich besser als Zwischenübernachtung gepasst hätte, wo ich aber keine wirklichen Kontaktdaten fand. Ich hatte nirgends gelesen, dass sie geschlossen wäre, aber so ein Gefühl. So war es dann auch, geschlossen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-04 10-50-30 2813.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rifugio Gazzirola&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-04 10-55-53 2815.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kann mich kaum sattsehen an diesen Bergen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Gipfelkreuz treffe ich zwei Schweizerdeutsche und einen Hund. Ich bekomme mit, dass das Tal weiter hinten wegen Schießübungen der Armee gesperrt ist und sie deshalb einen Umweg gegangen sind, der Hund hat Angst wegen des Lärms. Sie versichern mir aber, dass der Weg zum &lt;em&gt;Monte Bar&lt;/em&gt; frei ist. Tatsächlich erinnere ich mich an die Wanderkarte, die ich im Vorfeld studiert hatte: da ist ein Gebiet nördlich meines Wegs als militärisches Sperrgebiet gekennzeichnet mit der Information, dass man sich hier im Vorfeld informieren muss, wann Schießübungen stattfinden. Dergleichen ist in der Schweiz üblich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-04 12-02-37 2846.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick zurück zum Luganersee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-04 12-02-44 2849.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick in die andere Richtung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen am &lt;a href="https://www.sac-cas.ch/de/huetten-und-touren/sac-tourenportal/gazzirola-6251/berg-und-alpinwandern/"&gt;Monte Gazzirola&lt;/a&gt; auf 2.115 m, der fast genau am „Eck“ der Staatsgrenze steht. Jetzt geht es wieder nach unten. Es wird windiger. Pausen gehören aber natürlich auch dazu, zum Glück findet sich eine Felsreihe wo man windgeschützt sitzen kann. Von der Hütte hatte ich mir noch ein Proviant mitgeben lassen und meine Wasservorräte aufgefüllt. Mein mich begleitender Plüschpinguin ist fotogener als ich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-04 12-56-37 2879.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-04 13-21-30 2881.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute liege ich gut in der Zeit. Kein Wunder, an der Berghütte kommt man sofort los während ich am ersten Tag erst mit der Standseilbahn fahren musste und so die Tour erst um 10 Uhr beginnen konnte. Die zwei Stunden fehlen dann. Es lag ja nicht am Aufstehen, ich hatte eh schon die erste Seilbahn genommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die eben erwähnten Schießübungen sind omnipräsent, stören aber nicht besonders weil sie doch weit entfernt sind. Nun treffe ich aber auf einen Soldaten, der die Aufgabe hat, den Weg ins Tal abzusperren, also halt die Leute zu informieren. Erstmal nichts ungewöhnliches, allerdings fällt mir sofort seine Uniform auf, es ist nicht etwa ein Soldat der Schweizer Armee mit dem Flecktarn, der sehr an die USA erinnert sondern mit dem typischen &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Flecktarn_(Bundeswehr)"&gt;Flecktarn der Bundeswehr&lt;/a&gt;. Ich spreche den Soldaten an und er erklärt mir, dass es eine gemeinsame Übung der Bundeswehr mit der Schweizer Armee ist. Also doch keine Nato-Invasion, Glück gehabt. Mein Wanderweg ist jedenfalls von der Sperrung unberührt und ich kann weitergehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An dieser Stelle trennen sich der &lt;a href="https://schweizmobil.ch/de/wanderland/route-52/etappe-5"&gt;Sentiero Lago di Lugano&lt;/a&gt; und &lt;a href="https://www.bergwelten.com/t/w/26530"&gt;Lugano Trekking&lt;/a&gt;: die Beschilderung geht weiter auf den &lt;em&gt;Monte Bar&lt;/em&gt; während wir an einer Stelle nach unten abzweigen, „zurück“ gehen bis zu einer Almhütte, um dann auf der Forststraße zum &lt;em&gt;Monte Bar&lt;/em&gt; zu gehen. Der Gipfel kommt dann morgen. Dieser kleine Verbindungsweg ist stellenweise etwas zugewachsen weil er anscheinend nicht so häufig genutzt wird, aber ansonsten gut begehbar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-04 14-34-51 2907.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Verbindungsweg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-04 14-34-51 2907.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Almhütte&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-04 14-54-33 2913.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kunst am Berg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-04 15-56-44 2928.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Capanna Monte Bar in Sichtweite&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die &lt;a href="https://capannamontebar.casticino.ch/de/home/"&gt;Capanna Monte Bar&lt;/a&gt; ist eine moderne Berghütte, die einzige SAC-Hütte auf der drei- bzw. viertägigen Tour. Die anderen waren privat. Der Vorgänger wurde 1936 errichtet, 80 Jahre später entstand dann die gegenwärtige Hütte. Neben Wanderern finden hier vor allem Mountainbiker Unterkunft. Alles ist sehr modern, die Mehrbettzimmer sind mit Steckdosen ausgestattet, es gibt eine warme Dusche und im Speisesaal ist eine riesige Glasfassade. Insgesamt versprüht die Hütte damit aber mehr den Charme einer Jugendherberge als einer Berghütte aber die Zimmer mit dem vielen Holz gefallen mir. Statt diesen Netzen am Bett wäre mir aber ein Brett lieber zum Ablegen der Brille.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nervig finde ich diese hellen LED-Beleuchtungen in den Gängen, wenn man nachts mal raus muss. Durch die Bewegungsmelder fällt sofort das ganze Licht ins Zimmer und man weckt Mitschlafende auf, wenn man das nicht eh schon getan hat. Es reicht doch das Licht einer Taschenlampe bzw. des Smartphones bzw. der Notbeleuchtung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-05 07-56-38 2952.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hütte von vorne&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-04 18-15-57 2936.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mehrbettzimmer (vier Betten, also das gleiche nochmal gespiegelt dahinter auf der anderen Seite)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-05 08-25-23 2956.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Speiseraum&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-04 20-52-54 2947.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wunderbarer Sonnenuntergang&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Abendessen gibt es wie üblich ein Drei-Gänge-Menü. Irgendeine Spezialität aus dem Tessin, dessen Name ich aber wieder vergessen habe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Zimmer befinden sich noch zwei französisch-sprechenden Frauen, das vierte Bett bleibt leer.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Wanderung Tag 4: Capanna Monte Bar – Tesserete&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Morgen ist diesig aber schön. Geschlafen hatte ich aber mäßig. Heute geht es vor allem bergab, aber davor noch auf den &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Monte_Bar"&gt;Monte Bar&lt;/a&gt; mit 1.816 m Höhe, von der &lt;em&gt;Capanna Monte Bar&lt;/em&gt; also noch rund 200 Höhenmeter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-05 09-07-55 2962.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick nach Lugano mit der Capanna Monte Bar&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-05 09-55-49 2969.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick vom Monte Bar nach Nordwesten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am letzten Tag einer Mehrtageswanderung geht es mir meistens so, dass es zwar schön war aber auch „reicht“, fast egal wie lange sie dauert. Sprich: ich will einfach nur ankommen und mich erholen. So auch dieses Mal. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beeindruckend an diesem Tag ist, wie schnell sich die Vegetation ändert. So startet man auf 1.800 m über der Baumgrenze. Irgendwann geht man durch den Wald und in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tesserete"&gt;Tesserete&lt;/a&gt;, auf nur 532 m hat man dann praktisch Mittelmeervegetation mit Palmen. Und das alles in wenigen Stunden. In den Südalpen ist der Unterschied auch krasser als in den Nordalpen, gerade hier wo man durch das Mikroklima der Seen dann eben noch dieses Mittelmeerfeeling hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich verlasse heute die offizielle Route des &lt;em&gt;Lugano Trekking&lt;/em&gt; und gehe direkt nach &lt;em&gt;Tesserete&lt;/em&gt;, befinde mich aber trotzdem auf Wanderrouten des &lt;em&gt;Wanderland Schweiz&lt;/em&gt; Systems: das letzte Stück ist dann ein Teil der &lt;a href="https://schweizmobil.ch/de/wanderland/route-7/etappe-16"&gt;Via Gottardo: Etappe 16&lt;/a&gt;. Ich liebe dieses System der nummerierten Wanderwege, die sich beliebig kombinieren lassen. Markierte Wanderwege gibt es in jedem Land, aber dieses System aus nationalen, regionalen und lokalen Routen ist schon wirklich einzigartig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf dem Weg treffe ich noch ein Paar, das ich schon auf der Hütte gesehen habe und mit denen ich kurz ins Gespräch komme: junge Leute aus Deutschland (zumindest sprechen sie hochdeutsch ohne schweizer Akzent) die Frau schwanger, Respekt vor der Bergwanderung! Ansonsten ist trotz des schönen Wetters und trotz des Wochenendes ziemlich wenig los.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-05 12-32-58 3006.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Erster Bauernhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-05 12-50-07 3015.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die ersten richtigen Bäume&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-05 13-05-43 3026.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Pause, die Bank hält auch Menschen aus, nicht nur Pinguine, auch wenn sie anders aussieht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-05 13-35-29 3033.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und schon beginnt der Wald&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-05 13-51-57 3039.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Solche Wege sind anstrengend zu gehen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der letzte Teil des Weges ist flacher und verläuft entlang eines Bachs bzw. Flusses. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-05 14-36-16 3048.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Angekommen im Tal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-05 15-14-00 3064.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zurück in der Zivilisation, ich bin offenbar in der Schweiz!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schnurstracks laufe ich ins gebuchte Hotel, um 15:30 Uhr bin ich am Ziel. Yeah! Und das ohne irgendwelche Beschwerden am Knie. Keine Ahnung was da am ersten Tag los war, heute bin ich ja viel mehr Höhenmeter nach unten gelaufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin sehr überrascht dass der Hotelier perfekt, ja fast akzentfreies Deutsch spricht. Viel los ist allerdings nicht, das schlechte Wetter hat auch den Tourismus im Tessin beeinträchtigt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-05 15-31-45 3069.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hotel Tesserete&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-05 15-30-40 3068.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bushaltestelle, ehemaliger Bahnhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ehemaliger Bahnhof, ja, auch die Schweiz hat stillgelegte Bahnstrecken. Es gab die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lugano-Tesserete-Bahn"&gt;Lugano-Tesserete-Bahn&lt;/a&gt; als Meterspurbahn, die hier ihren Endpunkt hatte und 1967 eingestellt wurde. Heute gibt es eine sehr gute Busverbindung nach Lugano.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Abendessen wird kurios. Auf der &lt;em&gt;Capanna Monte Bar&lt;/em&gt; habe ich extra das Lunchpaket mit Bargeld bezahlt damit ich es los bin. Schließlich war klar, dass das Hotel Karten akzeptiert und ansonsten hatte ich außer Einkäufen im Supermarkt nichts großartig geplant. Bis auf diese Pizza. Jedenfalls wird mir beim Bezahlen gesagt, dass er nur Bargeld akzeptiert. Ich hatte gar keinen Geldbeutel dabei (nur im Hotel), zum Glück konnte man bei der Kantonalbank nebenan auch mit Apple Pay am Geldautomaten Geld bekommen, sonst hätte ich extra zum Hotel laufen müssen. Und leider musste ich 50 Franken abheben (so teuer ist eine Pizza nichtmal in der Schweiz) und hatte jetzt wieder überflüssige Franken.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Letzter Tag: Rückfahrt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Frühstück wird im Hotel in einem sehr schönen Speisesaal serviert. Nun also noch zahlen und abreisen. Im Hotel darf ich meine Übernachtung sogar gesplittet bezahlen damit ich mein Geld von gestern loswerde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Etwas fragwürdig, ob ich heute Zugbindung habe. Ich will den Zug eher nehmen. Auf der Fahrkarte ist im Fahrkartenfeld keine Zugbindung auf der Schweiz eingetragen, unten steht dann aber im Kleingedruckten, dass die Fahrkarte nur in Zügen laut Reiseplan gilt. Das wird den SBB-Schaffnern aber bei der Kontrolle gar nicht angezeigt, so dass man de-facto keine Zugbindung hat. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2024_07_lugano_trekking/24-07-06 09-21-07 3090.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ciao, Lugano&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein Zug beginnt in Lugano und besteht aus SBB-Reisezugwagen (der gebuchte Zug wäre von Milano gekommen und wäre ein Triebzug). Es geht über die Gotthard-Bergstrecke, im Tessin herrscht Regen, auf der anderen Seite ist das Wetter heute besser. Umgekehrt als die letzten Tage. In Arth-Goldau steigt ein Freund von mir aus der Schweiz ein, der mich bis &lt;em&gt;Schaffhausen&lt;/em&gt; begleitet. Und wir verlassen Lugano mit 20 Minuten Verspätung wegen einer Türstörung. Auch in der Schweiz ist somit nicht alles perfekt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Level des Chaos wird in Zürich dann aber deutlich größer als der Zug nach Stuttgart Verspätung hat weil der Zug verspätet ankommt aus Deutschland und die Wendezeit relativ kurz ist. In Stuttgart hatte ich noch eine Übernachtung gebucht, direkt am Bahnhof, weil ich einfach keine Lust auf 10 Stunden Zugfahrt am Stück hatte und mir auch irgendwie klar war, dass dieser Anschluss dann nicht klappt. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am nächsten Morgen ging es dann entspannt nach Hause, mein Auto stand auch noch im Parkhaus in Ansbach. Die weite Reise hat sich gelohnt!&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="wandern"/><category term="berge"/></entry><entry><title>Winterwanderung zum Spitzingsee</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2023-12-spitzingsee.html" rel="alternate"/><published>2023-12-23T00:00:00+01:00</published><updated>2023-12-23T00:00:00+01:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2023-12-23:/pelican/2023-12-spitzingsee.html</id><summary type="html">&lt;h2&gt;Vorgeplänkel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Rausgehen im Winter kann Spaß machen, besonders wenn das Wetter mitspielt. Schnee, Kälte und Sonne sind ne geniale Kombination, die viel zu selten anzutreffen sind. Insofern muss man Gelegenheiten nutzen, die sich spontan bieten, wie an diesem Wochenende.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anfang Dezember fiel in diesem Jahr extrem viel Schnee und sorgte ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;h2&gt;Vorgeplänkel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Rausgehen im Winter kann Spaß machen, besonders wenn das Wetter mitspielt. Schnee, Kälte und Sonne sind ne geniale Kombination, die viel zu selten anzutreffen sind. Insofern muss man Gelegenheiten nutzen, die sich spontan bieten, wie an diesem Wochenende.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anfang Dezember fiel in diesem Jahr extrem viel Schnee und sorgte für Schneechaos in München, leider wurde es danach recht warm und so verschwand alles wieder. Ab einer gewissen Höhe ist es aber weiß geblieben, und so entschloss ich mich spontan an diesem Samstag, am nächsten Sonntag ins Bayerische Oberland zu fahren und dort zu wandern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem ich die letzten Jahre im Winter kaum unterwegs war, hatte ich auch keine entsprechende Ausrüstung. Das habe ich dieses Jahr geändert und bin mit Grödeln, warmer Hose, halblanger Unterhose und vor allem Winter-Wanderstiefeln unterwegs gewesen. So macht's gleich richtig Spaß.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Idee zur Tour hatte ich mir aus dem Sommer geborgt. Brauchte was wo man schnell mit dem Zug dort ist, schließlich sind die Tage kurz. Und da bietet sich der Schliersee an, von München aus eine gute Stunde mit der BRB zum Bahnhof „Fischhausen-Neuhaus“ am Südende des Schliersees. Hoch zum &lt;em&gt;Spitzingsee&lt;/em&gt; sind es dann rund 400 Höhenmeter und von oben gibt es gute Busverbindungen zurück.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für den besseren Überblick erstmal die Tour, den Irrweg erkläre ich später.&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/tour/1394010426/embed?share_token=awpffhY6lOvPMLA5AnwCuyJa30YCsqjSpWOhbTL3vHlWmR6I2n" width="100%" height="600" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;p&gt;Glaub den Fahrplan lass ich stecken, kurz vor Mittag war ich jedenfalls in &lt;em&gt;Fischhausen-Neuhaus&lt;/em&gt;. Kurz Kleidung anpassen und los ging's. Hatte diesmal gar keine Route geplant, wollte einfach der Beschilderung folgen und ich bin den Weg letztes Jahr im Sommer auch schon gegangen. Hab eigentlich eine ganz gute Orientierung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_12_spitzingsee/23-12-17 11-39-16 6922.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fischhausen am Schliersee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Der verlorene Handschuh&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Relativ naheliegend ist der &lt;a href="https://www.tegernsee-schliersee.de/a-bockerlbahnweg"&gt;Bockerlbahnweg&lt;/a&gt;, der auf einer ehemaligen Schmalspur-Holzbahn verläuft, insofern bin ich dem mal gefolgt. Beim Fotografieren verlor ich aber aus Versehen einen Handschuh, was ich dann erst später bemerkt hatte. Wollte nicht zurücklaufen deswegen, kam dann aber bald an eine Stelle wo man etwas über den Schneehaufen „klettern“ musste und da wären die Handschuhe schon sehr nützlich gewesen. Also doch zurück.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_12_spitzingsee/23-12-17 12-27-31 6930.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Holztransport auf der Bockerlbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_12_spitzingsee/23-12-17 12-37-03 6932.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schneehaufen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun kam mir eine Gruppe von drei Männern entgegen, der eine hatte in der Hand einen Handschuh, der so aussah als meiner. Kurz überlegt ob ich ihn anspreche, hatte ich dann gemacht, und siehe da, es war meiner. Er meinte dann, er habe gehofft, den zweiten zu finden. Naja, ich meinte bloß, dass es vielleicht netter ist, ihn einfach liegen zu lassen, weil derjenige eventuell zurückläuft. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie dem auch sei: ich hatte Handschuh. Wollte jetzt aber nicht nochmal zurück und hatte mir am Handy eine Alternative gesucht, vorbei am Wasserfall.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Josefsthaler Wasserfälle&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ein anderer Weg führt zu den &lt;a href="https://servus-schliersee.de/wandern/die-josefsthaler-wasserfaelle-am-schliersee/"&gt;Josefsthaler Wasserfällen&lt;/a&gt;. Wie man an den Bildern sieht: unten war praktisch kein Schnee, ab und zu kleine Schneefelder über die man musste und die teilweise recht glatt waren, aber kein Schnee. Die &lt;em&gt;Josefsthaler Wasserfällen&lt;/em&gt; lohnen sich definitiv, sind aber sicherlich im Sommer oder halt im Winter mit Eis und Schnee schöner. So haben sie nicht so richtig in die Stimmung gepasst, vielleicht auch bloß nicht weil ich mich auf Schnee gefreut hatte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_12_spitzingsee/23-12-17 13-36-16 6949.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wasserfälle&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach den Wasserfällen gibt's dann mal mehr, mal weniger Schnee. Je höher man kommt umso mehr natürlich, und so die letzten 100 Höhenmeter liegt eine ganze Menge und man muss auch mal in die Fußstapfen der Vorgänger treten um nicht zu tief zu sinken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_12_spitzingsee/23-12-17 14-31-44 6961.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mal weniger Schnee …&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_12_spitzingsee/23-12-17 14-49-57 6964.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;… und mal mehr Schnee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_12_spitzingsee/23-12-17 14-13-17 6957.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Warmer Tee tut gut&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_12_spitzingsee/23-12-17 15-06-25 6972.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick zurück&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Spitzingsattel&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Oben angekommen am &lt;em&gt;Spitzingsattel&lt;/em&gt; muss man kurz über die Hauptstraße und geht dann rechts am See entlang, zunächst über eine mäßig befahrene Straße (führt zu einem Tagungshotel und dem &lt;em&gt;Spitzinghaus&lt;/em&gt; des DAV), dann wieder über den Feldweg. Der Spitzingsee war zwar weiß aber noch nicht richtig zugefroren. Ein paar Wochen später wird hier Schlittschuh gelaufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_12_spitzingsee/23-12-17 15-19-12 6981.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Spitzingsee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_12_spitzingsee/23-12-17 15-45-22 6993.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Spitzingsee von der anderen Seite&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_12_spitzingsee/23-12-17 15-49-50 6998.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eisschicht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_12_spitzingsee/23-12-17 15-48-26 6997.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Spitzingsee Ort&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Mit dem Bus zurück&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Das Timing passt ganz gut, es ist kurz vor 16 Uhr. Kurz danach wird es dunkel und es gibt vor allem eine passende Busverbindung. Die Busse fahren dort im Halbstundentakt, allerdings nicht nach &lt;em&gt;Fischhausen-Neuhaus&lt;/em&gt; sondern direkt nach &lt;em&gt;Schliersee&lt;/em&gt; (das wurde vor zwei Jahren geändert). Der Bus ist auf die Anschlüsse zur Bahn abgestimmt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider war der Bus wirklich extrem voll. Die Idee, an einem schönen Sonntag hier rauszufahren hatten mehr Leute. Dazu kommt die MVV-Erweiterung, womit Inhaber eines 365-Euro-Tickets (also im wesentlichen Schüler und Azubis) aus München kostenlos hierher fahren können. Schon am &lt;em&gt;Spitzingsee Ort&lt;/em&gt; war der Bus rappelvoll, am &lt;em&gt;Spitzingsattel&lt;/em&gt; wurden die Leute dann stehen gelassen. Ich finde es ja schön wenn das Angebot genutzt wird, aber man muss dann auch die Kapazitäten bereitstellen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aufgrund der Überfüllung und der Verzögerungen beim Ein- und Aussteigen war der Bus dann auch verspätet, es hat aber für den Anschluss am &lt;em&gt;Schliersee&lt;/em&gt; noch gereicht. Gegen 21 Uhr war ich dann zu Hause, es war ein sehr schöner Tag mit Sonne und Schnee, der sich mehr als gelohnt hat.&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="wandern"/><category term="berge"/></entry><entry><title>Wochenendtour um den Achensee</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2023-08-achensee.html" rel="alternate"/><published>2023-11-25T00:00:00+01:00</published><updated>2023-11-25T00:00:00+01:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2023-11-25:/pelican/2023-08-achensee.html</id><summary type="html">&lt;p&gt;Mal wieder ein Wochenende raus ins Zelt. Aufgrund einer Zehenverletzung kam ohnehin nur eine Radtour
in Frage, zu Fuß war ich etwas gehemmt. Voralpenland ist immer gut, letztes Jahr hat mir der
&lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2022-05-plansee.html"&gt;Plansee&lt;/a&gt; ganz gut gefallen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Vorfeld hatte ich zwei Campingplätze ausgesucht, allerdings auf „gut Glück“, also nicht irgendwie ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;p&gt;Mal wieder ein Wochenende raus ins Zelt. Aufgrund einer Zehenverletzung kam ohnehin nur eine Radtour
in Frage, zu Fuß war ich etwas gehemmt. Voralpenland ist immer gut, letztes Jahr hat mir der
&lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2022-05-plansee.html"&gt;Plansee&lt;/a&gt; ganz gut gefallen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Vorfeld hatte ich zwei Campingplätze ausgesucht, allerdings auf „gut Glück“, also nicht irgendwie
reserviert. Es gab jeweils auch eine oder mehrere Alternativen, das wollte ich dann vor Ort
angucken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Route grob: von &lt;em&gt;Wolfratshausen&lt;/em&gt; an der Isar entlang die erste Übernachtung bei &lt;em&gt;Lenggries&lt;/em&gt;,
dann über den Sylvensteinspeicher rüber zum &lt;em&gt;Achensee&lt;/em&gt; und schließlich am Inn entlang bis Kufstein.
Anfahrt und Rückfahrt mit dem Zug, das &lt;em&gt;Deutschlandticket&lt;/em&gt; macht es möglich und günstig.&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/collection/2339272/embed" width="100%" height="580" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;h2&gt;Tag 1: Von Wolfratshausen nach Lenggries&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Angekommen in &lt;em&gt;Bad Tölz&lt;/em&gt; dann erstmal an einem Naturweg an der Isar entlang. Es war unglaublich
schwül an diesem Tag, gerade im Wald ist die Luftfeuchtigkeit noch höher.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfratshausen"&gt;Wolfratshausen&lt;/a&gt; ist nicht nur Endpunkt der S-Bahn,
der Wohnort von &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Edmund_Stoiber"&gt;Edmund Stoiber&lt;/a&gt;, der zu dem 
berühmten &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfratshauser_Fr%C3%BChst%C3%BCck"&gt;Wolfratshauser Frühstück&lt;/a&gt;
geführt hat, bei dem die Kanzlerkandidatur zwischen &lt;em&gt;Edmund Stoiber&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Angela Merkel&lt;/em&gt; entschieden
wurde, nein, hier beginnen auch die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%B6%C3%9Ferei_auf_der_Isar#Touristische_Fl%C3%B6%C3%9Ferei"&gt;Floßfahrten an der Isar nach München&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich selbst bin mal im Rahmen eines Betriebsausflugs mitgefahren, ich fand es eigentlich ganz schön,
wenn nicht diese unsägliche Blaßkapelle gewesen wäre. Floßfahren ist für mich Natur und Stille,
wieso manche Menschen immer diese brachialen Reize von außen brauchen um irgendwie glücklich zu sein
weiß ich nicht. Schade ist halt, dass unsere Welt von diesen Leuten regiert und geführt wird und
sich die anderen unterordnen müssen. Fakt ist auch, dass diese Isarflößerei bei den Anwohnern eben
aufgrund dieses Lärms nicht ganz so beliebt sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-18 12-29-53 2386.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Floßanlegestelle an der Isar&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-18 13-00-18 2390.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Radweg bei Geretsried, hier asphaltiert&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurz vor Bad Tölz ist der Wald dann zu Ende, es wurde auch weniger schwül und dadurch angenehmer.
Den Ort hab ich links (im wahrsten Sinn des Wortes) liegen gelassen, schließlich liegt noch
eine gewisse Wegstrecke vor mir. Die Anfahrt kostet halt Zeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-18 14-32-30 2401.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Stausee der Isar vor Bad Tölz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-18 14-43-20 2403.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bad Tölz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach Bad Tölz kommt dann ein sehr schöner, naturbelassener Teil der Isar. Richtung Lenggries fahre
ich dann aber irgendwann vom Weg abseits, um den ersten Campingplatz &lt;a href="http://www.alpen-campingplatz.de/"&gt;Alpencampingplatz
Arzberg&lt;/a&gt; in Augenschein zu nehmen.  War irgendwie nicht mein
Fall, also weiter zum &lt;a href="https://www.lenggrieser-bergcamping.de/"&gt;Lenggrieser Bergcamping&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fand ich besser, die Zeltwiese war allerdings neben der Zufahrt. Da allerdings dann spät am Abend
keine Autos mehr reinfahren, war das grundsätzlich okay. Schade trotzdem, dass man in Deutschland
die Zeltwiese (wenn überhaupt vorhanden) häufig dort platziert wo sonst keiner stehen will.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wollte grad mein Zelt aufbauen, musste dann aber feststellen dass ich die Zeltplane
vergessen hatte. Zelt direkt auf die Wiese ohne Plane wollte ich nicht, dafür war es 
zu neu (hatte mir dieses Jahr eben ein neues Zelt gekauft). Vielleicht ein Ersatz kaufen?
Oder heimfahren? War zumindest grad in der Stimmung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sportgeschäft gegoogled, dort konnte man mir aber nicht helfen, sie hatten nichts dergleichen.
Der Verkäufer hatte aber den Tipp für mich, es beim Baumarkt, einer BayWa zu versuchen
und eine Plane zu nehmen. Tatsächlich hatten sie dort eine günstige Zeltplane in passender
Größe, der Abend war gerettet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zelt aufgebaut und dann auch langsam zur Ruhe gekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-18 18-38-30 2418.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-18 20-07-51 2422.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sonnenuntergang&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Tag 2: Von Lenggries zum Achensee&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Tag startet sonnig. Der Campingplatz hat mir letztlich ganz gut gefallen, die Sanitäranlagen
waren großzügig und sauber und es gab sogar einen Aufenthaltsraum.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-19 07-26-06 2426.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick aus dem Zelt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute geht's dann zum Achensee, auf den freue ich mich total. Die Lage in einem relativ engen
Tal ist herrlich. Dafür sind aber auch einige Höhenmeter zu überwinden. Zunächst geht es flach
zum &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sylvensteinspeicher"&gt;Sylvensteinspeicher&lt;/a&gt;, einem Stausee der
Isar. Der Radweg führt weitgehend entlang der Straße, die aber zumindest am Sonntag nicht stark
befahren ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-19 09-51-45 2442.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Radweg entlang der Straße&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-19 10-21-56 2446.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kurz vorm Sylvensteinspeicher, danach kommt ein kleiner Tunnel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-19 10-39-41 2453.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fahrrad mit Gepäck vorm See&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Sylvensteinspeicher ist einerseits ganz nett, auf der anderen Seite findet man hier keine Ruhe.
Ziemlich viel Verkehr, gerade auch Motorräder. Schade eigentlich!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jetzt hat man die Wahl entweder der Straße zu folgen oder den Weg durch den Wald zu nehmen.
Ich hatte mich im Vorfeld für die Route durch den Wald entschieden, war dann aber im Nachhinein
nicht sehr glücklich damit: zumindest mit Trekkingrad mit Gepäck ist er nicht gut zu fahren,
zumindest bis zur Grenze.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-19 13-07-57 2480.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Österreich!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-19 13-37-01 2484.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Vor Achenkirch&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-19 13-49-08 2488.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Achenkirch&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich wollte auf jeden Fall am „Ende“ (also Richtung Inntal) übernachten, fuhr also noch den Achensee
entlang. Der Radweg entlang des Sees ist auch gut ausgebaut und einigermaßen frei von Fußgängern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-19 14-08-14 2497.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Achensee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-19 14-18-27 2499.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Radweg entlang des Achensees&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-19 14-30-42 2504.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick in die andere Richtung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Highight am Achensee ist natürlich die
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Achenseebahn"&gt;Achenseebahn&lt;/a&gt;: eine meterspurige Zahnradbahn von
Jenbach an den Achensee. Gefahren bin ich damit nicht, war mir zu teuer und ich bin eh kein
großer Fan von Dampflokomotiven, das Umsetzen der Lok am Ende war jedenfalls ein recht ansehnliches
Spektakel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-19 15-01-48 2510.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Achenseebahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-19 15-02-30 2512.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Lok »Theodor«&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-19 18-30-02 2525.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Topographische Karte des Achensees&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Langsam musste ich mich aber nach einem Zeltplatz umsehen. Bin zwar schon an welchen vorbeigefahren,
aber so richtig gereizt hat mich keiner, irgendwie alles ziemlich voll. Bleibt dann nur noch ganz am 
Ende hinten das &lt;a href="https://www.karwendel-camping.at/"&gt;Karwendel-Camping&lt;/a&gt;. So richtig frei war dort
auch nichts mehr, man hat mich dann letztlich am Spielplatz zelten lassen. Immerhin konnte ich
mit Barzahlung und etwas Jammern den Preis auf ein erträgliches Niveau drücken. Die Aussage, dass
selbst die Schweiz günstiger sei, hat dann glaub ich was ausgelöst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-19 18-40-42 2533.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zelten am Spielplatz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem ich das Zelt aufgebaut hatte, bin ich final nochmal zum See und etwas Schwimmen gewesen.
Die Abkühlung hat echt gut getan.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-19 17-14-10 2519.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schwimmen im See&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alles in allem hat der Spielplatz dann nicht gestört, Ende August wird es früh genug dunkel dass man
am Abend dann seine Ruhe hat. Leider sind die Österreicher in diesen Tourismusgebieten recht
feieraffin, irgendwie hat man dann die halbe Nacht Musik mit ner Lasershow gehört. Hab zwar
letztlich doch ganz gut geschlafen und war am nächsten Morgen auch fit, irgendwie stellt man sich
dann aber Zelten in einer Urlaubsregion irgendwie anders vor. Am Plansee musste ich ähnliche
Erfahrungen machen. Irgendwie ist mir die Schweiz diesbezüglich sympathischer.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Tag 3: Finale nach Kufstein&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Geschlafen habe ich ziemlich gut, trotz der eher widrigen Umstände. Etwas genervt an diesem
Campingplatz hat mich der lange Weg zum Waschhaus, das ist öfter ein Problem: Zeltwiese im letzten
Eck und man braucht fast schon das Fahrrad, nur um sich die Zähne zu putzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Morgen startet kalt und sonnig. Im Gebirge geht die Sonne bekanntlich später auf, und so
entstand das Bild um kurz vor 7 Uhr noch ohne jegliche Sonne.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-20 06-55-52 2543.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sonnenaufgang&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die kam dann aber, und die Strecke wurde heute dann sehr gemütlich. Es geht nämlich erstmal
nur bergab dass die Bremsen glühen. Das besondere der Strecke: im Winter wird diese zu einer
Schlittelbahn umfunktioniert, die bis Mitternach beleuchtet ist! Mir kamen ein paar Biker bergauf
entgegen, viele mit Motor aber einige nur mit Muskelkraft. Hut ab!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-20 09-23-11 2557.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eben am Achensee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-20 09-29-30 2559.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Beleuchtung im Wald zum Schlittenfahren nachts&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-20 09-35-55 2560.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-20 09-36-31 2561.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kurzer Tunnel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-20 09-53-41 2565.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wiesing&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unten angekommen hab ich mich dann trotz Navi irgendwie verfahren. Um auf den Innradweg zu kommen
muss man nämlich erstmal die Bundesstraße überqueren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-20 11-06-37 2584.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Innradweg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese kurzer Abschnitt des Innradwegs macht mir Lust, irgendwann mehr davon zu fahren. Am besten im
Engadin bei St. Moritz starten und dann zumindest bis Kufstein. Einen ganz kurzen, anderen Abschnitt
kenne ich bereits von der &lt;em&gt;Via Claudia Augusta&lt;/em&gt;, aber das ist jetzt auch schon länger her.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute passt auf jeden Fall das Wetter optimal, die Fotos werden mit tief blauem Himmel und dem
dadurch entstehenden Licht einfach immer sehr schön und kontrastreich, ganz ohne Nachjustierung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-20 12-04-21 2592.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Angath&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-20 12-05-28 2593.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Inn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurz nach Mittag erreiche ich dann das Ziel &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kufstein"&gt;Kufstein&lt;/a&gt;. Und
es geht auch schnurstracks an den Bahnhof, wo mein Zug dann schon wartet. Wenn man schon am
Nachmittag fährt hat man zumindest den Vorteil, dass er relativ leer ist, Fahrradmitnahme also kein
Problem.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_08_achensee/23-08-20 12-55-10 2605.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Burg in Kufstein&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Fazit&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;War ne schöne Wochenendtour. Je nach Verkehr würde ich vermutlich die Straße beim
Sylvensteinspeicher dann bevorzugen gegenüber dem Weg durch den Wald. Die Campingplätze waren okay,
habe aber auch schon bessere gesehen. Wetter war perfekt. Hat sich auf jeden Fall gelohnt und sowas
geht halt immer noch ohne jegliche Vorplanung.&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="fahrrad"/></entry><entry><title>Fernwanderung: Via Albula/Bernina in der Schweiz</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2023-09-albula-bernina.html" rel="alternate"/><published>2023-11-04T00:00:00+01:00</published><updated>2023-11-04T00:00:00+01:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2023-11-04:/pelican/2023-09-albula-bernina.html</id><summary type="html">&lt;p&gt;Die Schweiz hat ein ausgeszeichnetes Wandernetz. Besonders gut gefällt mir das System von nationalen
und regionalen Wanderwegen mit einheitlicher Beschilderung und Nummernschema. Auf &lt;a href="https://schweizmobil.ch/de/wanderland"&gt;Schweizmobil:
Wanderland Schweiz&lt;/a&gt; findet man sämtliche Wanderungen mit
Beschreibung und Karte, leider aber in der kostenlosen Version ohne GPX-Download (den findet man
dann normalerweise anderswo).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Freund ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;p&gt;Die Schweiz hat ein ausgeszeichnetes Wandernetz. Besonders gut gefällt mir das System von nationalen
und regionalen Wanderwegen mit einheitlicher Beschilderung und Nummernschema. Auf &lt;a href="https://schweizmobil.ch/de/wanderland"&gt;Schweizmobil:
Wanderland Schweiz&lt;/a&gt; findet man sämtliche Wanderungen mit
Beschreibung und Karte, leider aber in der kostenlosen Version ohne GPX-Download (den findet man
dann normalerweise anderswo).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Freund aus der Schweiz – der sich ebenfalls für Züge interessiert – hat mir die &lt;a href="https://schweizmobil.ch/de/wanderland/route-33"&gt;33: Via
Albula/Bernina&lt;/a&gt; (&lt;a href="https://www.graubuenden.ch/de/touren/33-via-albulabernina-10-etappen"&gt;Graubünden Tourismus, mit Link auf
Outdooractive und
GPX-Download&lt;/a&gt;) empfohlen. Eine
Wanderung durch das Gebirge aber nicht direkt in den Bergen mit Übernachtungen in normalen
Hotels/Gaststätten, also nicht auf Berghütten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das schien mir für Ende September genau das richtige zu sein. Ich hatte die Übernachtungen
vorgebucht, und zwar Ende August. Es war kein großes Problem Unterkünfte zu finden, wirklich günstig
ist die Schweiz natürlich nicht. Im Durchschnitt hatte ich rund 90 € pro Übernachtung im
Einzelzimmer bezahlt, teilweise mit Gemeinschaftsbädern am Gang, mindestens ein Waschbecken war aber
immer im Zimmer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hatte allerdings keine vollen 10 Tage Urlaub dafür eingeplant, folglich musste ich mich
entscheiden entweder das Anfang oder das Ende auszulassen. Ich entschied mich für den Anfang,
startete also meine Wanderung in &lt;em&gt;Filisur&lt;/em&gt; statt in &lt;em&gt;Thusis&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieser Wanderweg ist nicht irgendeine Wanderung. Man wandert nämlich mehr oder weniger entlang des
&lt;a href="https://www.rhb.ch/de/unesco-welterbe-rhb"&gt;UNESCO-Weltkulturerbe der Rhätischen Bahn&lt;/a&gt; mit
herausragenden Viadukten und Tunnels. Ich hatte mir den &lt;a href="https://www.rhb-shop.ch/de/allgemein/bucher-dvd-reisefuhrer-etc/wanderfuhrer-via-albula-bernina/"&gt;Wanderführer „Via
Albula/Bernina“&lt;/a&gt;
im Vorfeld besorgt, man findet ihn unter der ISBN 3729811703 im deutschen Buchhandel. Falls ihr
online bestellt empfehle ich den Kauf über &lt;a href="https://www.buch7.de/produkt/1040122726"&gt;Buch 7&lt;/a&gt;, damit
spendet ihr einen kleinen Betrag für soziale Projekte. Der Wanderführer enthält viele Informationen
über die Gegend und ihre Geschichte und vor allem über den Bau und Betrieb der Bahnstrecke. Einiges
findet man aber auch auf Infotafeln entlang des Weges in deutscher und englischer Sprache.&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/collection/2407572/embed" width="100%" height="580" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;h2&gt;Anreise&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich will den Abschnitt über die Anreise kurz halten. Von Nürnberg nach Filisur existierte keine
ordentliche Bahnverbindung mit vernünftigem Preis, da die Gäubahn (Stuttgart - Singen) wegen
Bauarbeiten gesperrt war. Folglich musste ich über München, Lindau, St. Gallen und Chur fahren, was
zum einen volle Züge und einen unsicheren Anschluss in München bedeutet, bei einem 2-Stunden-Takt
des EuroCity München – St. Gallen, zum anderen Schienenersatzverkehr am Rhein. Es war also klar,
dass diese Fahrt nicht unbedingt schön werden wird, und das für 100 € trotz BahnCard 25.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun gut, der Anschluss in München hat geklappt, der in St. Gallen nicht, letztlich blieb es bei
einer Verspätung von genau einer Stunde, was immerhin 25 % Geld zurück bedeutet hat. Ich hab es mit
Fassung getragen, hatte mir einen ganzen Tag für die Anreise genommen, musste also in &lt;em&gt;Filisur&lt;/em&gt; nur
noch ins Hotel einchecken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Landschaftlich reizvoll wird es ab Lindau (durch's Allgäu fährt man über die nördliche Strecke, also
Memmingen, die weit weniger reizvoll ist wie die südliche über Kempten) entlang des Rheins. Sogar
der Schienenersatzverkehr über die Autobahn bietet nette Ausblicke, wenngleich leider Stadtbusse
eingesetzt werden. In Chur steigt man in die Rhätische Bahn um, also von Normalspur auf Schmalspur
(Meterspur).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Highlight kommt ganz zum Schluss, das
&lt;a href="https://www.rhb.ch/de/blog/weltbekannt-der-landwasserviadukt"&gt;Landwasserviadukt&lt;/a&gt;. Die meisten Züge
der Rhätischen Bahn haben entweder die Möglichkeit, die Fenster zu öffnen (die alten Waggons) oder
führen einen speziellen Fotowagen mit sich, wo man die Fenster sogar elektrisch öffnen und wunderbar
fotografieren kann. All das ist ganz normale 2. Klasse, ohne Aufpreis, ohne Reservierung, und lässt
sich problemlos über die Deutsche Bahn bis zum Ende als &lt;em&gt;Sparpreis Europa&lt;/em&gt; durchbuchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-23 19-05-13 3621.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Landwasserviadukt in Filisur&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vom Bahnhof geht es noch knapp 10 Minuten zu Fuß zum Hotel bergab. Das Hotel ist mir sofort sympathisch:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-23 19-19-01 3636.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schweizer Bahnhofsuhr im Hotel an der Rezeption&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es wird langsam dunkel, wir haben bereits Ende September, und ich genieße die Ruhe nach einer langen
Zugfahrt. Gegessen habe ich bereits unterwegs.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Tag 1: Filisur – Bergün&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Wetteraussichten für die kommenden Tage sind grandios. Eigentlich nur Sonnenschein, der heutige
Tag startet aber bewölkt. Bevor ich nach dem Frühstück die eigentliche Wanderung starte, stehen
erstmal ein paar Fotos des Landwasserviadukts auf dem Programm, über das ich gestern gefahren bin.
Da ich nicht der einzige bin, der sich dafür interessiert und es sich um ein Weltkulturerbe handelt,
listet die &lt;em&gt;Rhätische Bahn,&lt;/em&gt; abgekürzt „RhB“, auf ihrer Webseite &lt;a href="https://www.rhb.ch/de/blog/der-landwasserviadukt-die-besten-fotospots"&gt;die besten
Fotospots&lt;/a&gt; auf. Ich
entscheide mich für die &lt;em&gt;Aussichtsplattform Süd,&lt;/em&gt; für alle habe ich dann doch keine Zeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-24 09-12-03 3655.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Tag startet bewölkt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Frage, die sich dann natürlich stellt: „Wann kommt der nächste Zug?“ Wenn
man Mobilfunk hat (die Schweiz ist ja kein Teil der EU, folglich kein
kostenloses Roaming) bietet die App &lt;a href="https://apps.apple.com/ch/app/swisstrains/id1082268129"&gt;Swiss Trains
(iOS)&lt;/a&gt; eine wunderbare
Hilfe. Ansonsten kann man sich vorher mit der App der tschechischen Bahn &lt;em&gt;České
dráhy&lt;/em&gt; &lt;a href="https://apps.apple.com/de/app/m%C5%AFj-vlak/id839519767"&gt;Můj vlak&lt;/a&gt; oder
auch der
&lt;a href="https://apps.apple.com/de/app/eurail-interrail-rail-planner/id579547877"&gt;Interrail-App&lt;/a&gt;
offline die Fahrpläne herunterladen, muss dann aber die Abfahrtstafel des
nächsten Bahnhofs angucken und hat das Problem, dass bei durchfahrenden Zügen
natürlich kein Halt existiert und man den nächstgrößeren Bahnhof braucht.
Aktuell fahren die Züge am Landwasserviadukt ungefähr zur vollen Stunde, man
hat dann dankenswerterweise die Gelegenheit, kurz hintereinander mehrere Züge
abzulichten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An dieser Stelle soll ein Foto des &lt;em&gt;Bernina Express&lt;/em&gt; reichen:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-24 09-56-58 3666.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bernina Express fährt über das Landwasserviadukt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich gehe einen anderen Weg zurück, nämlich oben zum Bahnhof, genieße dort noch einen Cappuccino und
starte gegen 11 Uhr die eigentliche Wanderung. Die Etappe ist mit 9,6 km und 496 hm Aufstieg kurz
genug, dass es trotzdem nicht in Stress ausartet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-24 10-54-04 3701.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Bahnhof Filisur&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Überhaupt sind die Etappen so gewählt, dass man genügend Zeit hat, sich die Landschaft anzusehen,
Pausen zu machen, mal einen kleinen Umweg zu laufen. Nachdem ich aber nicht der fitteste und
leichteste Wanderer bin, vorher quasi 6 Wochen wegen einer Zehenverletzung aus dem Training war und
außerdem mit neuen Schuhen zu kämpfen hatte, empfand ich es in der Summe trotzdem als ziemlich
anstrengend, 8 Tage in Folge zu wandern, auch wenn es kurze oder mittlere Etappen mit mäßigen
Höhenmetern waren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Weg führt nochmal vom Bahnof runter ins Dorf, von dem ich gestern nicht allzuviel gesehen hatte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-24 11-06-24 3710.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Haus in Filisur&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-24 11-08-40 3713.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Steinbock, das allgegenwärtige Wappentier des &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kanton_Graub%C3%BCnden"&gt;Kantons Graubünden&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste Abschnitt verläuft direkt im Tal entlang der
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Albula_(Fluss)"&gt;Albula&lt;/a&gt; auf einem einfachen Forstweg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-24 11-46-55 3734.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Albula&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immer wieder entdecke ich Grillplätze, wo sogar für Holz gesorgt ist, wie hier:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-24 11-52-41 3738.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Grillplatz mit Holz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun verlässt man das Tal und begibt sich aufwärts zum Bahnhof &lt;em&gt;Stugl/Stuls&lt;/em&gt;. Der Bahnhof befindet
sich unterhalb des Ortes, wird nicht mehr bedient (der Ort wird von einer Busverbindung direkt im
Ort bedient) und dient als Kreuzungspunkt der eingleisigen Strecke. Deshalb war der Bahnhof auch
früher besetzt bzw. bewohnt. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-24 13-04-37 3751.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Weg wird jetzt steiler und schmäler&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-24 13-29-30 3759.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das alte Bahnhofsgebäude, jetzt in Privatbesitz (der Verkehr wird automatisch gesteuert)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem noch genug Zeit ist, gehe ich einen kleinen Umweg über das Dorf
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stugl"&gt;Stugl/Stuls&lt;/a&gt; und verlasse den eigentlichen Weg. Ein Wort zu
den doppelten Namen: &lt;em&gt;Stugl&lt;/em&gt; ist der deutsche Ausdruck, &lt;em&gt;Stuls&lt;/em&gt; ist
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCndnerromanisch"&gt;Rätoromanisch&lt;/a&gt;, was hier in Graubünden noch
gesprochen wird. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-24 14-42-55 3776.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ortsbild mit der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Reformierte_Kirche_Stugl"&gt;Kirche St. Johannes&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit wunderschönem Ausblick auf schon schneebedeckte Berge bzw. Gletscher geht es nun auch wieder
bergab. Ich treffe auf Ziegen mit einer Hirtin. Ich frage die Hirtin, ob ich ein Foto machen darf;
was ich nicht wusste, dass ich nun in ein Gespräch über Gott verwickelt werde. Ich will da immer
nicht unhöflich sein, aber aber man wird solch missionierende Leute auch schwer los wenn man höflich
bleibt. Ich mag diese Missioniererei nicht, bin der Meinung dass jeder nach seiner Fasson selig
werden soll – leben und leben lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-24 15-21-32 3786.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ziegen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurz vor 16 Uhr erreiche ich dann mein Ziel &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bergün"&gt;Bergün&lt;/a&gt;. Für ein
Besuch des &lt;a href="https://www.berguen-filisur.graubuenden.ch/de/aktivitaeten/bahndorf/bahnmuseum-albula"&gt;Bahnmuseum
Albula&lt;/a&gt;
reicht die Zeit nicht mehr wirklich. Ich kaufe ein paar Postkarten und bestaune die Exponate am
Vorplatz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-24 15-47-07 3793.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Filisur&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-24 15-56-52 3799.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/RhB_Ge_6/6_I"&gt;«Krokodil»&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Albulabahn wurde bereits 1919 mit 11 kV, 16⅔ Hz elektrifizert. Der Strom kam aus
Wasserkraftwerken. Die Schweiz hatte keine eigenen Kohlevorkommen, war also auf Importe angewiesen,
konnte aber Strom relativ einfach mit Wasserkraftwerken herstellen. Zudem ist Dampfbetrieb bei den
vielen Tunnel aufgrund der Rauchentwicklung problematisch gewesen. Heute sind in der Schweiz alle
Bahnstrecken elektrifiziert, davon können wir in Deutschland nur träumen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch kurz durch's Dorf in mein Hotel &lt;a href="https://pizela.ch/"&gt;Piz Ela&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-24 16-47-59 3818.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hotelzimmer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste Tag ist geschafft, zum Abendessen gibt es Pizza – das Hotel gehört Italienern. Ich bin von
der Landschaft und den vielen Begegnungen mit der Rhätischen Bahn begeistert und freue mich auf
morgen. Menschen begegnet man relativ wenig, kein Vergleich zum deutschen Alpenvorland. Es ist
natürlich Ende September und irgendwie habe ich das Gefühl, dass es sich in der Schweiz anders
verteilt.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Tag 2: Bergün – Albulapass&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Laut Plan würde die heutige Etappe nur bis &lt;em&gt;Preda&lt;/em&gt; gehen, allerdings habe ich dort keine Unterkunft
gefunden und stattdessen am &lt;a href="https://www.albula2315.ch"&gt;Albula Hospiz&lt;/a&gt; ein Zimmer gebucht. Der
Albulapass liegt eigentlich nicht direkt am Wanderweg, hatte also einen kleinen Umweg geplant.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von der Albulastrecke ist dieser Tag auch der Höhepunkt. Man begeht den Abschnitt, wo die Bahn die
doppelte Steigung überwinden muss wie sie eigentlich überwinden kann, also das Gelände ist steiler
als die maximale Steigung. Um dies zu erreichen wird die Trasse künstlich in die Länge gezogen:
wechselt mehrfach die Seite des Tals über Brücken und Viadukte und wechselt auf einer Seite durch
Kehr- und Spiraltunnel die Richtung. Fährt man mit dem Zug weiß man irgendwann nicht mehr in welche
Richtung man eigentlich fährt. Auch von außen beim Wandern ist es nicht unbedingt sofort
nachvollziehbar, wo der Zug als nächstes fährt, aber man versteht das Ganze schon deutlich besser.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-25 09-33-25 3837.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Hotel Piz Ela, in dem ich übernachtete&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-25 09-34-34 3838.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bergün nochmal aus der Ferne&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-25 09-49-07 3846.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Herrlicher Sonnenschein&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-25 11-35-28 3884.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zahlreiche Viadukte&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-25 11-51-39 3901.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Auch Güterzüge fahren hier&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-25 12-03-57 3911.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein Viadukt von unten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste Teil der Wanderung geht bis &lt;em&gt;Preda&lt;/em&gt;. Ich fand ein paar Stellen etwas doof zu gehen, vor
allem den Teil wo der Bach/Wasserfall überquert wird; nicht die Überquerung an sich sondern der
Zugang. Gefährliche, ausgesetzte Stellen sind aber nicht dabei bzw. durch ein Geländer gesichert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Besonderheit ist die Passstraße: sie ist im Winter gesperrt und wird zur Schlittenbahn: man
fährt mit der Rhätischen Bahn hoch und mit dem Schlitten runter. Dafür gibt es dann auch spezielle
&lt;a href="https://tickets.rhb.ch/de/pages/schlittelwelt-preda-darlux-berguen"&gt;Tickets&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegen Mittag erreiche ich dann &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Preda"&gt;Preda&lt;/a&gt;, eine wirklich sehr
kleine Ortschaft. Dort beginnt der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Albulatunnel"&gt;Albulatunnel&lt;/a&gt;, der
einzige längere Tunnel der ganzen Strecke. Der Tunnel wird aktuell neu gebaut, d. h. statt einer
Sanierung mit langer Streckensperrung wird einfach der gleiche Tunnel daneben errichtet. Der alte
Tunnel dient dann als &lt;em&gt;Sicherheitstunnel&lt;/em&gt;. Viele Informationen dazu finden sich auf der &lt;a href="https://www.rhb.ch/de/unternehmen/projekte-dossiers/neubau-albulatunnel/der-neubau/das-projekt"&gt;Seite „Der
Neubau des
Albulatunnels“&lt;/a&gt;
sowie im dortigen Infozentrum. Es werden auch Baustellenführungen angeboten, allerdings halt nicht
zu dem Zeitpunkt, wo ich grad dort war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu dem Zeitpunkt, wo ich unterwegs war, war dann der weitere Wanderweg gesperrt aufgrund von
Fortarbeiten. Eine Umleitung war aber ausgeschildert. Danach wartet ein wunderschöner Bergsee, der
&lt;a href="https://www.berguen-filisur.graubuenden.ch/de/lai-da-palpuogna"&gt;Lai da Palpuogna&lt;/a&gt;. Der See bietet
sich an, eine kurze oder längere Pause zu machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-25 14-22-48 4002.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Palpuognasee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Hospiz – das Wort hat übrigens nichts mit Sterben zu tun sondern ist wörtlich zu nehmen und
steht lediglich für eine &lt;em&gt;Herberge&lt;/em&gt;, siehe &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hospiz_(Begriffskl%C4%A4rung)"&gt;Hospiz
(Begriffsklärung)&lt;/a&gt; – wird jetzt die
Passstraße einmal überquert und damit ändert sich auch der Charakter des Weges. War der bisherige
Weg eher durch Wald geprägt, wird jetzt langsam die Baumgrenze überschritten. Ich mag diese
Landschaft wirklich sehr, besonders wenn das Wetter so angenehm ist wie während dieser Wanderung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-25 15-28-18 4037.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wanderweg zum Hospiz, abseits von der Passstraße&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-25 15-55-37 4060.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und hier ist es dann&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen, nach 13,8 km und immerhin 950 Höhenmetern. Es war durchaus noch reger Betrieb, einige
Motorradfahrer und auch bei (Renn)radlern  ist der Pass beliebt, vor allem ist auch relativ wenig
Autoverkehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-25 15-56-57 4061.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Albulapass&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von der Unterkunft war ich ziemlich begeistert. Alles ist erneuert mit hellem Holz und einem sehr
bequemem Bett. Die anderen Zimmer haben genauso gut ausgesehen, tatsächlich stand nämlich alles
offen, da ich der einzige Übernachtungsgast an diesem Tag war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-25 16-07-56 4066.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mein Zimmer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es wird langsam dunkel, eine sehr schöne Stimmung. Abendessen war auch lecker, besonders günstig ist
es hier allerdings nicht, weder das Essen noch die Unterkunft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachts ist es wunderbar ruhig hier oben gewesen. Praktisch kein Autoverkehr, kein Licht, klarer
Sternenhimmel. Fast wie auf einer Berghütte nur mit mehr Komfort. Kann dieses Hospiz und den Umweg
wirklich sehr empfehlen. Leider kann man nicht über die üblichen Plattformen buchen sondern
lediglich per E-Mail oder telefonisch, vielleicht auch mit ein Grund warum es leer war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-25 19-43-00 4100.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nachts&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Etwas Bauchschmerzen hat mir dann noch der nächste Tag bereitet. Ich habe mir den Weg über die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fuorcla_Crap_Alv"&gt;Crap
Alv&lt;/a&gt; nämlich jetzt näher angeschaut und mir war er
nicht so ganz geheuer was die Schwierigkeit in Bezug auf abschüssige Stellen betrifft. Ich habe dann
beschlossen: ich schau ihn mir an, ggf. nehme ich aber Plan B: das ist der Wanderweg bzw. Biketrail
entlang des Albulapasses und dann am Höhenweg entlang des Inntals nach &lt;em&gt;Bever&lt;/em&gt;. Um den Weg
abzukürzen, ich muss quasi am Anfang einen Teil zurücklaufen, den ich hergelaufen bin, buche ich für
den nächsten Tag ein Ruftaxi um genau 9 Uhr.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Tag 3: Albulapass – Bever&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Hier oben habe ich sehr gut geschlafen. Als einziger Übernachtungsgast bin ich logischerweise auch
der einzige Frühstücksgast. Ich lasse mir noch ein Lunchpaket einpacken und bezahle. Etwas witzig
fand ich „da haben Sie aber glück dass das mit der Karte funktioniert“, schließlich hätte ich gar
nicht genug Bargeld dabeigehabt. Gerettet hat mich Apple Pay, da vom Kartenlesegerät der Chipleser
defekt ist und nur kontaktlose Karten funktionieren. Bei deutschen Karten führt die Anwendung der
kontaktlosen Funktion aber offenbar dazu, dass man zum Einstecken aufgefordert wird. Im Detail ist
das selbst für mich, der sich mit den Hintegründen von Kartenzahlung ganz gut auskennt, ein Buch mit
sieben Siegeln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am liebsten würde ich hier oben bleiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-26 09-01-37 4130.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Rufbus bzw. das Anruftaxi&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Busfahrt dauert keine 10 Minuten. Ich muss bar bezahlen, wurde mir am Telefon aber gesagt.
Alternative ist noch TWINT, ein schweizer Zahlungssystem mit App, was aber für Ausländer ohne
Bankkonto in der Schweiz nur mittels Prepaid-Aufladung beim Supermarkt zugänglich ist. Ich hatte es
bei meiner letzten Wanderung benutzt, mich dann aber dafür entschieden, den Account wieder zu
löschen. Ganz ohne Bargeld geht's doch nicht, und dann hebe ich lieber etwas mehr Bargeld ab als
mich mit drei Zahlungssystemen rumzuschlagen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin dann fünf Minuten den Wanderweg zur &lt;em&gt;Crap Alv&lt;/em&gt; hoch, irgendwie war mir dann aber mulmig. Ich
hatte ein ungutes Gefühl und hatte mich auch nicht hunderprozentig fit gefühlt und mich für Plan B
entschieden. Better safe then sorry. Will aber hier keinem Angst machen, ich bin wirklich sehr
vorsichtig und die meisten dürften mit dem Weg keine Probleme haben. Klassifizierung als T2 und T3.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem das Taxi weg ist, muss ich logischerweise jetzt nochmal den gleichen Weg zurücklaufen. Da ich
von der anderen Seite komme ergibt sich aber ein leicht anderer Weg am Anfang, und ich komme an
einer alten Festungsanlage vorbei, die nicht mehr militärisch genutzt wird. An bestimmten Tagen gibt
es sogar Führungen, mehr dazu auf der &lt;a href="https://www.festung-albula.ch"&gt;Webseite „Festung Albula“&lt;/a&gt;.
Militärische Anlagen in den Schweizer Alpen ist nochmal ein ganz anderes, interessantes Thema, das
mir am Gotthard beim &lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2022-09-vier-quellen-weg.html"&gt;Vier-Quellen-Weg&lt;/a&gt; schon begegnet ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-26 09-41-01 4136.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Festung Albulapass&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wieder angekommen am Hospiz gehe ich jetzt also den &lt;em&gt;Biketrail&lt;/em&gt; entlang des Albulapasses. Er ist
aber in entsprechenden Karten auch als Wanderweg verzeichnet. Hatte zuerst mit vielen Radlern
gerechnet, am Ende waren es glaub ich nichtmal fünf, denen ich während der ganzen Zeit begegnet bin.
Ließ sich gut wandern, aber mit dem Mountainbike wäre es &lt;em&gt;mir&lt;/em&gt; zu gefährlich. Aber ich bin auch kein
Mountainbiker sondern nur Trekkingradler.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-26 10-15-24 4148.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bike Trail am Albulapass&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mir hat der Teil sehr gut gefallen, man hört zwar die Straße, man läuft aber weit genug davon
entfernt, dass es nicht wirklich störend wirkt. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-26 12-22-37 4191.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Auf der anderen Seite des Passes&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das erste Mal benutze ich heute dann auch meinen Wasserfilter. Muss aber zugeben, dass ich das Wasser
hier auch ohne Filter getrunken hätte. Aber wenn man das Teil schon dabei hat, kann man es
schließlich auch verwenden, genau dafür hatte ich es gekauft, um gefahrlos Wasser trinken zu können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-26 11-02-47 4166.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ganz am Ende des Passes wechselt dann der Charakter des Weges und man läuft ein Stück durch den
Wald. Es geht abwärts und man sieht schon den Inn, den Ort &lt;a href="https://www.engadin.ch/de/la-punt/"&gt;La Punt
Chamues-ch&lt;/a&gt; und wir befinden uns im &lt;em&gt;Engadin&lt;/em&gt;. Für mich geht es
dann „rechts“ auf die &lt;em&gt;Via Engiadina&lt;/em&gt;, ein Höhenweg im Inntal. Dort warten noch ein paar schwierige
Stellen auf mich, teilweise aber auch einfache Fortswege. Gefährlich ist es aber nicht. Ich war ganz
froh, mir den &lt;em&gt;Crap Alv&lt;/em&gt; erspart zu haben, auch wenn ich es anderseits auch gerne gewagt hätte. Ich
muss wirklich mal mehr an meiner Höhenangst arbeiten, nur ist es halt auch keine irrationale Angst:
ein falscher Schritt kann im Extremfall den Tod bedeuten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-26 14-53-48 4237.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bever_GR"&gt;Bever&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon um 15 Uhr erreiche ich heute mein Etappenziel, nach 13 km, nur 230 hm nach oben aber 700 hm
nach unten. Trotzdem tun mir die Füße wegen meiner Blasen weh. Ich hatte mir neue Bergschuhe
gekauft, da mir beim letzten Mal klar war, dass meine alten ein Fehlkauf waren, da eine Nummer zu
klein. Nun waren diese neuen Schuhe aber nicht eingelaufen.  Wegen meiner Zehenverletzung im August
war das leider auch keine wirkliche Option, die ganze Wanderung hing am Schluss am seidenen Faden.
Ehrlich gesagt hatte ich an dem Tag dann auch überlegt irgendwie abzubrechen, ich hatte mich aber
auch so auf den zweiten Teil, die &lt;em&gt;Berninastrecke&lt;/em&gt; gefreut und bei den schönen Wetteraussichten
wollte ich es durchziehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Spoiler: Natürlich hatte ich mich mit Blasenpflaster versorgt, betroffen waren die großen Zehen auf
der Außenseite. An dem Abend hatte ich zudem noch die Einlagen beschnitten, um einen Millimeter
Platz an der Stelle zu gewinnen. Im Internet las ich außerdem, dass etwas Feuchtigkeit von Tauwiesen
hilft, das Leder geschmeidiger zu machen. Aber zuguter Letzt hatte ich dann am nächsten Tag
herausgefunden, dass ich die Schuhe stärker schnüren muss. Alles in allem hat das Ganze geholfen, am
nächsten Tag wurde es dann langsam besser und am Ende waren die Blasen zwar noch nicht verheilt,
aber auch kein Problem mehr. Aufgestochen habe ich sie aber nicht, da das zu Infektionen führen
kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zurück zu &lt;em&gt;Bever:&lt;/em&gt; ein kleines Bergdorf, das noch ziemlich ursprünglich ist und nicht unter dem
Tourismus leidet. Das Hotel hat mir sehr gut gefallen, das Personal bzw. die Besitzerin waren
überaus nett, die Zimmer waren mit antiken Möbeln eingerichtet. Sowas hat einfach viel mehr Charme
als die anonymen Hotelketten in den Großstädten. Anders als das Bild vermuten lässt: das Bett hatte
immerhin (geschätzt) 1,90 m, mit meinen 1,86 m konnte ich also gerade noch so ausgestreckt liegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-26 15-09-07 4239.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mein Zimmer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-26 15-54-02 4242.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hotellobby&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Abend konnte ich dann noch nutzen, um etwas im Dorf rumzulaufen. Zum Glück hatte ich meine neu
gekauften Barfußschuhe als Alternative zu den Bergstiefeln dabei, damit konnte ich dann schmerzfrei
laufen. Den Tipp hat mir ein Arbeitskollege gegeben, diese Barfußschuhe nehmen wirklich kaum Platz
im Gepäck weg und wiegen auch nicht viel und im Gegensatz zu Badeschlappen kann man damit halt auch
im Ort rumlaufen oder Zug fahren und im Gegensatz zu Flip-Flops kann man Socken tragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-26 15-54-52 4243.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hotel von außen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-26 15-58-44 4248.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kirche&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-26 16-13-31 4258.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;„Bever“ leitet sich von „Biber“ ab, wie man hier sieht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier treffe ich dann auch wieder „meine“ geliebte Rhätische Bahn wieder, die inzwischen vom anderen
Seitental kommt und den Tunnel längst verlassen hat. In &lt;em&gt;Bever&lt;/em&gt; trifft sich dann auch wieder der Weg
mit der &lt;em&gt;Via Albula/Bernina&lt;/em&gt;. Mit den Etappen bin ich aktuell eben aus buchungstechnischen Gründen
nicht ganz synchron mit den offiziellen Etappen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-26 16-17-08 4266.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-26 16-21-47 4274.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Umspannwerk&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Bever gibt's auch einen kleinen Supermarkt, den &lt;a href="https://www.volg.ch/"&gt;Volg&lt;/a&gt;, insofern spare ich
mir das Abendessen im Restaurant und kaufe hier einen Nudelsalat. Schweiz ist schließlich teuer, und
das Restaurant im Hotel hat an diesem Tag ohnehin geschlossen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von den Dörfern hat mir &lt;em&gt;Bever,&lt;/em&gt; neben &lt;em&gt;Filisur&lt;/em&gt; übrigens am besten gefallen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Tag 4: Bever – Pontresina&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Tag startet mit etwas Tau im Inntal. Heute wartet mit 18,5 km der längste aber auch der flachste Abschnitt (290 hm nach oben, 190 m nach unten) auf mich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-27 09-19-01 4301.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Inntal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Parallel zu Inn und Bahnstrecke geht es über &lt;em&gt;Samedan&lt;/em&gt; zunächst nach &lt;em&gt;St. Moritz&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-27 10-00-36 4314.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein cycletux, der Pause macht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Celerina/Schlarigna"&gt;Celerina/Schlarigna&lt;/a&gt; folgt ein sehr schöner
Abschnitt entlang der &lt;a href="https://www.engadin.ch/de/sehenswuerdigkeiten/innauen/"&gt;Innauen&lt;/a&gt;. Immer
wieder ergeben sich Gelegenheiten, einen Zug abzulichten wie hier:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-27 10-30-12 4330.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rhätische Bahn im Oberengadin vor St. Moritz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-27 10-53-03 4343.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Innauen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurz vor St. Moritz geht es dann erstmal wieder bergauf. Ich komme an diesem skurrilen Bauwerk
vorbei, ein Relikt der Olympischen Winterspiele von 1948.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-27 11-51-58 4356.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist nicht mein erstes Mal in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/St._Moritz"&gt;St. Moritz&lt;/a&gt;: ich war hier
bereits vor drei Jahren im Winter, damals war der See zugefroren. Die Innenstadt hat mir noch
gefehlt, aber um ehrlich zu sein, ich verstehe nicht was so toll sein soll hier: ein Hotel nach dem
anderen, teuer, zu viele Touristen. Einzig die Bahnhofsunterführung hat was. Ich schaue eher dass
ich wieder wegkomme und bin froh, dass ich nicht hier eine Übernachtung gebucht habe – eigentlich
wäre das nämlich Etappenende bzw. -start gewesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-27 12-00-12 4364.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schiefer_Turm_von_St._Moritz"&gt;Schiefer Turm von St. Moritz&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-27 12-04-46 4369.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Innenstadt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-27 12-12-23 4374.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rathaus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-27 12-30-47 4387.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mosaik in der Bahnhofsunterführung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-27 12-35-26 4391.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://www.engadin.ch/de/sehenswuerdigkeiten/st-moritzersee/"&gt;St. Moritzersee&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am See genieße ich die Mittagspause. Hier ist der Trubel schon viel weniger, wenngleich natürlich
auch hier noch Touristen sind. Nach einer halben Stunde erreiche ich aber schon den nächsten See,
den ich nicht auf dem Schirm hatte, den
&lt;a href="https://www.pontresina.ch/aktivitaeten/wassersport/badeseen/#"&gt;Stazersee&lt;/a&gt;. In einem Moorgebiet
gelegen ist es hier wunderbar ruhig (also nicht menschenleer). Das Wasser ist aber kalt, ein
Schwimmer trägt hier einen Neoprenanzug. Viel schöner als der &lt;em&gt;St. Moritzersee&lt;/em&gt; finde ich. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-27 13-29-54 4404.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Stazersee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es folgt ein Abschnitt durch den &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stazerwald"&gt;Stazerwald&lt;/a&gt;, einem
Gebiet mit Lärchen, Bergföhren und Arven. Neben den Bäumen gibt es hier feuchte Senken, Flach- und
Hochmoore. Durch dieses Gebiet war ursprünglich die Bahnstrecke von St. Moritz nach Pontresina
geplant, aufgrund des Widerstands von Naturschützern wurde dann die heutige Trasse quasi „außen rum“
gebaut. Auch damals gab es also bereits eine Interessenabwägung zwischen Naturschutz und
Infrastruktur.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Apropos Bahn: in St. Moritz war das Ende der &lt;em&gt;Albulabahn&lt;/em&gt; und der Beginn der
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Berninabahn"&gt;Berninabahn&lt;/a&gt;: auch wenn man sie meist in einem Atemzug
nennt, so sind es zwei getrennte Strecken mit einigen Unterschieden. Während die Albulabahn mit 11
kV, 16⅔ Hz nachträglich elektrifiziert wurde und eine maximale Steigung von 35 ‰ aufweist, wurde die
&lt;em&gt;Berninabahn&lt;/em&gt; von Beginn elektrisch gebaut, und zwar mit 1 kV Gleichstrom, unter anderem aufgrund
der Abschnitte mit hohen Steigung, maximal 72 ‰. Von der Stromversorgung her ist sie also eine
„Straßenbahn“, und nicht nur das: es gibt zwei Abschnitte am Ende wo sie als Straßenbahn fährt, weil
kein Platz für eine eigene Bahntrasse war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das letzte Stück wandere ich entlang der Gleise, die Straße hört man deutlich. Alternativ hätte
es noch den Weg im Wald gegeben, dafür sieht man die Züge nicht. Man sieht
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pontresina"&gt;Pontresina&lt;/a&gt; schon.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-27 14-55-51 4462.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Letztes Stück&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-27 15-12-56 4468.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof Pontresina&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurzer Abstecher zum Bahnhof, praktischerweise hat der Kiosk Blasenpflaster, so muss ich die nicht
in der Apotheke kaufen. Glücklicherweise ging bis jetzt alles gut, nachdem ich die Schnürung
verändert habe ließen die Schmerzen nach. Die flache Etappe half auch, die Abschnitte nach unten
waren am schmerzhaftesten für die Stelle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Pontresina&lt;/em&gt; ist wieder etwas touristisch, viele Hotels. Ich hatte im
&lt;a href="https://www.sporthotel.ch/de"&gt;Sporthotel&lt;/a&gt; gebucht, am Empfang hat mich eine Dame mit sächsischem
Akzent bedient. Ist das hier etwa die &lt;em&gt;Sächsische Schweiz?&lt;/em&gt; Vom Zimmer war ich echt angetan, nicht
das günstigste aber neben dem Albula-Hospiz das angenehmste.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-27 15-33-34 4475.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zimmer im Sporthotel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-27 17-16-45 4489.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wusste ja, dass die Schweizer rückständig sind, aber so krass?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch ein paar Eindrücke vom Ort am Abend:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-27 17-23-51 4491.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-27 18-23-35 4503.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-27 18-38-40 4509.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegessen habe ich in der Pizzeria in der Nähe des Bahnhofs, fand die Pizza aber nicht so besonders.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Tag 5: Pontresina – Ospizio Bernina&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Rein von den Bildern und von meiner letzten Zugfahrt im Winter der kompletten Strecke (bis Alp Grüm)
habe ich mich eigentlich immer auf die Berninastrecke mehr gefreut wie auf die Albulastrecke:
oberhalb der Baumgrenze, der &lt;em&gt;Lago Bianco&lt;/em&gt; und eine Bahn, die den Pass ohne Tunnel bezwingt.
Außerdem verläuft der Teil nach dem Lago Bianco dann in einem anderen Tal wie die Passstraße, also
Ruhe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Morgen nutze ich erstmal zum Einkaufen beim &lt;em&gt;coop&lt;/em&gt;-Supermarkt, wo ich prompt meine Wanderstöcke
vergesse, was ich einen Kilometer später dann merke. Glück im Unglück: sie standen noch dort, wo ich
sie zum Einpacken hingestellt hatte. Also den gleichen Weg nochmal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute steht mit 18,2 km wieder eine längere Etappe bevor, die 520 hm aufwärts verteilen sich aber
gut. Die moderate Steigung nimmt man auch am Verlauf der Bahntrasse wahr, die ohne aufwendige
Maßnahmen zur künstlichen Streckenverlängerung auskommt und sich im wesentlichen so dahinschlängelt.
Fototechnisch passt das sehr gut!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste Teil des Wanderwegs ist ein normaler, auch gut mit dem Fahrrad befahrbarer, Forstweg im
Wald. Nach vier Tagen Wandern merke ich aber auch, dass ich einfach ziemlich kaputt bin, das zieht
sich durch den ganzen Vormittag und wird dann mit der Mittagspause besser. Die Blasen an den Zehen
machen mir hingegen weniger zu schaffen. Nach einigen Tagen nur Sonne ist es heute bewölkter, aber
trocken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-28 10-14-08 4544.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wandern entlang der Bahnstrecke macht Spaß&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erstes Ziel ist der &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Morteratsch_railway_station"&gt;Bahnhof
Morteratsch&lt;/a&gt;, der eigens für Touristen
gebaut wurde, die den gleichnamigen
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Morteratschgletscher"&gt;Morteratschgletscher&lt;/a&gt; besuchen wollen. Waren es
beim Bau der Bahnstrecke vor hundert Jahren bloß ein paar Minuten zum Gletscher, so läuft man heute
über eine Stunde. Gerade in den letzten Jahren hat sich der Rückgang aufgrund des Klimawandels immer
mehr beschleunigt. Zwei Stunden kann ich natürlich nicht aufbringen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-28 11-31-29 4568.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;„Kunst in der Natur“: hier geht's zum Morteratschgletscher&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um den Bahnhof befinden sich noch eine Gaststätte sowie Hotels. Vor allem beginnt hier ein kleiner
Themen-Wanderweg &lt;a href="https://www.bernina-glaciers.ch/genussvoll/wasserfallweg-cascada-da-bernina/"&gt;Wasserfallweg Cascada da
Bernina&lt;/a&gt;, der dann
auch Teil meines Weges ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-28 11-46-30 4573.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick zum Gletscher&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-28 11-56-39 4582.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wasserfall&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weiter im Wald wird nach und nach die Vegetation dünner. Neben Wanderern hier auch Mountainbiker,
aber insgesamt wenig los, man kann das nicht mit den bayerischen Voralpen vergleichen. Die
Passstraße befindet sich hier näher am Wanderweg, der Berninapass hat auch mehr Verkehr als der
Albulapass.  Die Bahnhöfe entlang der Strecke wurden eigens für Seilbahnen gebaut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-28 12-41-15 4617.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-28 13-30-16 4642.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier in der Gegend gäbe es auch jede Menge Bergwanderwege und Berghütten. Aber alles gleichzeitig
geht leider auch nicht.  Letzte Zwischenstation ist dann die Talstation der &lt;a href="https://www.bernina-glaciers.ch/genussvoll/weitere-erlebnisse/bergstation-diavolezza/"&gt;Seilbahn
Diavolezza&lt;/a&gt;.
Würde mich natürlich schon sehr reizen, da hochzufahren, aber Geldbeutel und Uhr sagen „nein“.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-28 14-34-11 4684.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jetzt wird es endgültig alpin, kein Baum mehr weit und breit. Wie man sieht ist heute auch der Tag
mit den meisten Bahnfotos, man hat einfach ständig Blick auf die Bahnstrecke. Kurz vor dem Ziel der
&lt;a href="https://www.engadin.ch/de/sehenswuerdigkeiten/lej-nair-158819/"&gt;Lej Nair&lt;/a&gt;, der &lt;em&gt;Schwarzsee&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-28 15-21-57 4709.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Lej Nair&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurz darauf erblickt man dann den &lt;a href="https://www.engadin.ch/de/sehenswuerdigkeiten/lago-bianco/"&gt;Lago
Bianco&lt;/a&gt;, den &lt;em&gt;weißen See&lt;/em&gt;. Zwischen den
beiden Seen ist auch die Wasserscheide, die gleichzeitig die Grenze zwischen dem
italienischsprachigen Teil von Graubünden und dem deutsch-/rätoromanischsprachigen Teil von
Graubünden darstellt. Man erkennt das auch an dem Namen der Seen: &lt;em&gt;Lej&lt;/em&gt; rätoromanisch und &lt;em&gt;Lago&lt;/em&gt;
italienisch. Der &lt;em&gt;Lej Nair&lt;/em&gt; entwässert über den Inn und die Donau ins Schwarze Meer, der &lt;em&gt;Lago
Bianco&lt;/em&gt; über den Po in die Adria.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-28 15-25-21 4711.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wasserscheide&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An diesem Punkt denkt man, dass man eigentlich angekommen ist, bis hoch zum &lt;em&gt;Ospizio Bernina&lt;/em&gt; (das
vom gleichnamigen Bahnhof dann auch nochmal ein kleiner Fußweg entfernt ist) sind es dann nochmal 30
Minuten. Dummerweise gibt es oben am Pass gleich zwei Restaurants mit Zimmern, und ich muss erstmal
fragen, wo ich überhaupt reserviert habe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-28 15-32-55 4719.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Lago Bianco&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider ist die Passstraße ziemlich befahren, auch nachts. Die Zeit, wo man mit offenem Fenster
schläft, ist aber auch vorbei. Die Pizza im Restaurant ist sehr lecker, die beste auf meiner
Wanderung. Irgendwie bin ich am „Ziel“, am Höhepunkt angekommen, am vielleicht schönsten Bahnhof der
Schweiz. Das ist das dritte mal hier: einmal im Winter, als der See zugefroren war, allerdings nur
eine Stunde Aufenthalt bis zum nächsten Zug, und einmal nur durchgefahren auf dem Weg von Italien
nach Zürich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Etwas getrübt war meine Stimmung durch den Umstand, dass ich am Abend feststellte, dass ich mich
„verbucht“ hatte: morgen zwei Übernachtungen gleichzeitig und übermorgen gar keine. Ich kontrolliere
normalerweise alles dreifach, aber hier habe ich mich wohl vertan. Ich befürchte, dass ich die
Stornierung bzw. Umbuchung bezahlen muss. Ich kontaktiere über den Booking-Chat das Hotel in Le
Prese, ob vielleicht doch noch eine Änderung des Datum möglich ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-28 19-35-20 4747.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ospizio Bernina bei Nacht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-28 19-38-03 4751.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Lago Bianco bei Nacht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachts wache ich dann auf, schaue auf mein Smartphone und sehe die erlösende Nachricht: ich wurde kostenfrei umgebucht!&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Tag 6: Ospizio Bernina – Alp Grüm – Cavaglia&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Übernachtung auf 2306 m, und das nichtmal eine Berghütte. Zum Vergleich: die
&lt;a href="https://www.totalp.at/"&gt;Totalphütte&lt;/a&gt; liegt auf 2385 m nur unwesentlich höher, es fühlt sich aber ganz anders an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-29 07-52-07 4758.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;So muss das Frühstück gut schmecken&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach zwei längeren Etappen ist die heutige geplante Etappe ziemlich kurz: es geht lediglich zur &lt;em&gt;Alp
Grüm,&lt;/em&gt; ich werde sie aber kurzfristig verlängern um morgen etwas Höhenmeter im Abstieg zu sparen.
Das wird nichts an der Übernachtung ändern, ich fahre einfach eine Bahnstation wieder zurück und
morgen dann am Morgen eine Station mit dem Zug wieder vor.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesem Abschnitt verlässt die Passstraße dann die Bahntrasse. Man hat die Bahntrasse bewusst
komplizierter aber schöner gemacht, die Berninabahn war im Gegensatz zur Albulabahn von Anfang an
als touristische Bahn konzipiert. Ursprünglich nur für den Sommerbetrieb gebaut hat man ziemlich
früh erkannt, dass man die Bahn auch im Winter fahren lassen kann. Vom &lt;em&gt;Lago Bianco&lt;/em&gt; zur &lt;em&gt;Alp Grüm&lt;/em&gt;
wird die Strecke nun auch wieder steiler, was wiederum eine interessante Streckenführung mit
Kehrtunnel und Schleifen zur Folge hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vom Ospizio oben geht es wieder runter zum See, zunächst zum Bahnhof. Dort dann entlang des Sees bis
zur südlichen Staumauer, wo man nochmal einen wunderschönen Blick auf den ganzen See hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-29 09-27-03 4772.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof Ospizio Bernina&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-29 09-53-33 4796.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Bernina Express entlang des Lago Bianco&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-29 09-58-16 4804.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf den Lago Bianco&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-29 10-17-39 4824.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Staumauer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-29 10-24-30 4827.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick nach Süden in Richtung Alp Grüm bzw. Posciavo&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An dieser Stelle kann man nun direkt weiter zur &lt;em&gt;Alp Grüm&lt;/em&gt; gehen und man ist in einer Stunde dort.
Der Wanderweg 33 geht aber einen Umweg, nochmal den Berg hoch zum &lt;a href="https://www.myswitzerland.com/de-de/erlebnisse/zum-aussichtspunkt-sassal-mason/"&gt;Sassal
Mason&lt;/a&gt;, wo früher
mal ein Bergrestaurant war, das aber nicht mehr geöffnet ist (vielleicht ja mal wieder). Von dort
hat man einen wirklich wunderbaren Blick, man sollte sich diesen „Umweg“ also nicht entgehen lassen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-29 10-59-03 4844.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick vom Sassal Mason&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-29 10-47-35 4838.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;‥ in die andere Richtung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Aufstieg zum &lt;em&gt;Sassal Mason&lt;/em&gt; ist einfach, der Abstieg Richtung &lt;em&gt;Alp Grüm&lt;/em&gt; etwas schmaler und
abschüssiger aber nicht steil. Für mich so der Grenzbereich, vor dem ich Respekt habe, aber wo ich
mich gerade noch wohl fühle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-29 11-25-58 4853.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Weg nach unten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unten angekommen trifft man hier wieder auf den direkten Weg vom &lt;em&gt;Ospizio Bernina&lt;/em&gt; zur &lt;em&gt;Alp Grüm,&lt;/em&gt;
auf kleine Bäume, und auf die Rhätische Bahn.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-29 12-16-28 4879.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neben der Alp Grüm gibt es hier noch das &lt;a href="https://www.belvedere-alpgruem.ch/"&gt;Casa Alpina Belvedere&lt;/a&gt; weiter oben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-29 12-27-52 4891.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Casa Alpina Belvedere&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-29 12-32-44 4897.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Alp Grüm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bahntechnische Besonderheit auf dem Bild: die Berninabahn wird für den Abschnitt des Bahnhofs rein
rechtlich zur Straßenbahn. Das hat den Grund, dass der Bahnübergang nicht den Anforderungen einer
normalen Bahnstrecke genügt und hier quasi dann auf Sicht gefahren wird. Pragmatische Lösungen,
sowas liebe ich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dort angekommen gönne ich mir einen Eiscafé im &lt;a href="https://www.alpgrum.com/"&gt;Alp Grüm&lt;/a&gt;, was ich
allerdings nicht gemacht hätte, wenn ich gewusst hätte, wie lange Bestellung und Bezahlung letztlich
dauern. Ich verstehe ja dass es stressig ist und mache dem Personal keinen Vorwurf, allerdings
könnte man halt auch auf „Bestellen und Bezahlen am Tresen“ umstellen. Gerade in einem
Bahnhofsrestaurant will man vielleicht nicht ewig warten sondern muss zum Zug.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Egal, die Wartezeit hat sich letztlich gelohnt, denn auf der anderen Seite des Hauses stand dann
diese Schönheit bereit:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-29 13-22-01 4912.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-29 13-22-49 4915.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Museumszug der Rhätischen Bahn von hinten und vorne&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier werde ich übernachten, aber um 13 Uhr einchecken ist dann doch arg früh. Insofern setzte ich,
wie bereits erwähnt, die Wanderung fort. Von der Alp Grüm geht es teilweise sehr steil (aber alles
andere als abschüssig) nach unten zu einem kleinen See mit Wasserkraftwerk.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-29 13-58-39 4932.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von dort sieht man auch die Galerien der Bahnstrecke am Berg wie sich die Bahn langsam herabwindet und über Kehrtunnel wendet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-29 13-59-44 4933.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vom See gibt es zwei Wege nach unten ins &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Puschlav"&gt;Puschlav&lt;/a&gt;, ich
wähle den technisch einfacheren, nochmal etwas hoch und dann wieder runter. Vorteil: man sieht die
Bahn öfter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-29 15-05-04 4965.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schließlich erreiche ich um halb vier &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Cavaglia_(Schweiz)"&gt;Cavaglia&lt;/a&gt;
mit Bahnhof, wo ich dann den Zug nach oben nehme.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-29 15-27-43 4978.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Cavaglia&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-29 15-53-44 4989.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof Cavaglia&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen wieder in &lt;em&gt;Alp Grüm,&lt;/em&gt; ich checke erstmal ein. Mein Zimmer hört auf den Namen &lt;em&gt;Palü&lt;/em&gt;, der
Ausblick ist einfach wunderbar. Keine Straße weit und breit, das Hotel ist nur zu Fuß und per Zug
erreichbar. Am Abend gehe ich nochmal raus und genieße den klaren Himmel. Im Gebirge geht die Sonne
um diese Zeit schon sehr früh unter, gerade in Nord-Süd-Tälern wie hier. Dieses Bild ist von 18:10
Uhr, zu Hause ist der Sonnenuntergang um 19 Uhr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-29 18-10-07 5010.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Alp Grüm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf Anraten meines Schweizer Freundes Lukas gibt's heute dann auch mal keine Pizza sondern was
bündnerisches, hab den Namen aber schon wieder vergessen von dem Gericht. Die Portion ist etwas
übersichtlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-29 18-34-09 5016.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Abendessen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Tag 7: – Cavaglia – Le Prese&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Beim morgentlichen Blick aus dem Fenster sehe ich einen normalen RhB-Triebzug mit einem Anhänger der
Supermarktkette &lt;em&gt;coop&lt;/em&gt;. So wird also hier das Frühstück transportiert. Überhaupt schafft die
Rhätische Bahn all das was mir immer in Deutschland erklärt wird was angeblich nicht gehen kann.
Dazu gehören eben auch Triebwagen an die man herkömmliche Personen-, Gepäck- oder Fahrradwagen
anhängen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-30 07-45-16 5023.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;RhB-Triebzug mit Güteranhänger&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-30 07-49-50 5024.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick aus dem Fenster&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Begeistert bin ich auch von dieser „Bahnhofsuhr“ (für das SBB-Design hat's dann nicht gereich) im
Restaurant. Das besondere: kurz vor Abfahrt der Züge leuchtet der Name der jeweiligen Richtung, in
der der Zug fährt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-30 08-32-51 5027.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhofsuhr im Restaurant Alp Grüm mit Richtungsanzeige&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um 8:47 fährt mein Zug nach unten ein. Ich verabschiede mich von der Alp Grüm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-30 08-47-52 5030.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein erstes Ziel ist der &lt;a href="https://ggc.swiss/de/"&gt;Gletschergarten Cavaglia&lt;/a&gt;, der auch direkt am Weg
liegt. Die speziellen Gletscherformationen sind das Resultat eines Naturphänomens: durch den
kraftvollen, ständigen Druck des Gletscherwassers haben rotierende Steine und Sand im Laufe der
Jahrtausende Gletschermühlen in den Felsen gegraben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-30 09-31-06 5054.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Direkt im Anschluss kommt dann die Schlucht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-30 09-45-37 5065.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute liegen wieder 750 hm nach unten vor mir. Anstrengend für die Gelenke, mit Stöcken aber
eigentlich kein Problem. Technische Schwierigkeiten oder abschüssiges Gelände erwarten mich nicht
mehr. Hinten sieht man dann bereits den &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Puschlav"&gt;Puschlav&lt;/a&gt;, das &lt;em&gt;Val
Poschiavo&lt;/em&gt;, also das Tal des &lt;em&gt;Poschiavo&lt;/em&gt; (sowohl der Ort als auch der Fluss tragen diesen Namen).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-30 10-20-25 5085.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick ins Puschlav&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Wegrand ein paar alte Häuser, von Siedlung würde ich noch nicht sprechen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-30 10-48-42 5093.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-30 11-04-56 5099.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf Posciavo&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Poschiavo"&gt;Posciavo&lt;/a&gt; gehe ich erstmal Einkaufen und
anschließend an den Bahnhof, um mir die Reservierung für den Panoramawagen des &lt;em&gt;Bernina Express&lt;/em&gt; zu
kaufen. Der Aufpreis sind 25 CHF und die Kombination mit einem Sparpreisticket der Deutschen Bahn
ist möglich. Man kann aber auch zuschlagfrei im normalen Wagen reisen. Der Aufpreis lässt sich auch
online kaufen, allerdings nicht übrer die SBB-App sondern nur über die &lt;a href="https://tickets.rhb.ch/de/pages/bernina-express"&gt;Seite der Rhätischen
Bahn&lt;/a&gt;, die etwas umständlich am Smartphone zu
bedienen ist. Der Kauf am Schalter geht schneller wenn man ohnehin vorbeikommt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-30 13-17-28 5127.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Marktplatz von Poschiavo&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-30 13-17-48 5128.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Uhrturm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Poschiavo fand ich echt schön, man merkt den italienische Flair schon deutlich. Der letzte Abschnitt
der Etappe verläuft dann wiederum flach im Tal, oft englang des Flusses. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-30 13-33-21 5136.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hinter einer Friedhofsmauer wartete diese süße Miezekatze auf mich:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-30 13-54-47 5153.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-30 14-05-30 5162.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Fluss Poschiavo&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Ende dann der Puschlaversee&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lago_di_Poschiavo"&gt;&lt;/a&gt;, italienisch &lt;em&gt;Lago
di Poschiavo&lt;/em&gt;. Die Wassertemperatur habe ich nicht überprüft. Angekommen in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Le_Prese"&gt;Le
Prese&lt;/a&gt;, wo ich dann übernachte. Wie bereits angekündigt fährt
hier die Rhätische Bahn als Straßenbahn:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-30 15-30-55 5187.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Perfekter Ausblick vom Zimmer:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-30 18-18-55 5196.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Hotel war man übrigens sehr nett. Die Dame sprach perfekt deutsch (hier nicht selbstverständlich,
schließlich sind wir im italienischen Teil von Graubünden), nur wollte sie mir für morgen quasi den
Höhenweg „einreden“ weil der andere Weg nicht schön wäre, nur an der Straße. Nach 7 Tagen hatte ich
aber genug vom Bergauf und wollte entspannt bergab wandern, insofern lehnte ich ab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Abend noch einen kleinen Spaziergang. Es war Samstag, die Geschäfte hatten bereits zu.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-09-30 19-12-17 5205.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Tag 8: Le Prese – Tirano&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Auf zum Finale! Etwas wehmütig, dass der letzte Tag ist, aber eigentlich auch froh, dass es nun bald
geschafft wird. Es war mit Abstand meine längste Wanderung, das Maximum waren bisher vier Tage am
Stück, allerdings dann mit Berghütten statt Hotels.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Tag beginnt diesig, was durchaus recht schöne Fotos beschert hat. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 07-48-52 5220.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Morgendlicher Ausblick aus dem Hotel in Le Prese&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Anfang läuft man tatsächlich direkt zwischen Straße, Bahnstrecke und See. Heute am Sonntag morgen
morgen ist aber auch nicht viel Verkehr, und die Möglichkeit, nochmal Züge ablichten zu können,
ist ja nicht negativ. Umso mehr Verkehr ist am Fußweg, wundere mich über die ganzen motivierten
Läufer am frühen Sonntagmorgen, bis ich dann später sehe, dass es mit einer Laufveranstaltung zu tun
hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 09-01-49 5239.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Lago Poschiavo am Morgen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 09-05-14 5241.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die RhB darf auch hier nicht fehlen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 09-32-59 5250.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick nach Norden&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Teil an der Straße ist nun auch schon wieder zu Ende, es geht wieder durch den Wald. Von wegen „langweilig“!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 09-55-33 5264.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 10-26-56 5272.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sogar noch ein Geröllfeld, mit dem hätte ich hier nicht mehr gerechnet&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das spannende an diesem letzten Abschnitt ist der schnelle Wechsel der Vegetation. Aber viel mehr
freue ich mich nun auf &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Brusio"&gt;Brusio&lt;/a&gt; und das dortige &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kreisviadukt_von_Brusio"&gt;Kreisviadukt
von Brusio&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 10-49-16 5276.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Brusio&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neben der Fotostelle des &lt;em&gt;Landwasserviadukts&lt;/em&gt; war dies auch die einzige Stelle wo ich aktiv auf den
Zug gewartet habe. Die ganzen anderen Bilder sind nebenbei entstanden. Hatte zwar keinen Fahrplan,
glücklicherweise stand aber ein anderer Eisenbahnfotograf, der wusste, wann die Züge kommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 11-16-21 5298.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 11-21-48 5310.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kreisviadukt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Irgendein Scherzbold hat sich wohl vom Kreisviadukt inspireren lassen und sein kleines gebaut als Auffahrt:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 11-45-10 5322.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Weg verläuft nun auf einer kleinen Straße neben der Bahnlinie, auf der anderen Seite der
Hauptstraße. Mein Mittagessen fiel praktisch aus, die eingeplante Tankstelle hatte praktisch nur
Schokoriegel und Getränke. Der letzte schweizer Ort ist nun
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Campocologno"&gt;Campocologno&lt;/a&gt;. Es ist alles schon sehr italienisch, die
Tankstellen haben Preise in Euro und Franken, je nach Richtung. Deutsch spricht man dort auch nicht.
Einzig der Bahnhof der Rhätischen Bahn strahlt noch Schweiz aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 12-20-19 5345.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 12-20-53 5347.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhofscafé&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mental war das für mich jetzt das Ende, bald werde ich in Tirano sein. Es geht nochmal durch den
Wald, ich überquere die Grenze.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 12-51-27 5363.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Grenze nach Italien&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun könnte ich meiner Planung in Komoot folgen und abwärts gehen ins Hotel, könnte aber auch der
Markierung folgen und nochmal aufwärts gehen. Ich bin irgendwie neugierig und folge der Markierung.
Ich werde für die Mühen belohnt: am Ende wartet ein herrlicher Ausblick über &lt;em&gt;Tirano&lt;/em&gt; und das ganze
Tal oben bei der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Santa_Perpetua_(Tirano)"&gt;Kirche Santa Perpetua&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 13-18-45 5380.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Tirano&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 13-21-50 5386.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Santa Perpetua&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 13-32-27 5398.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mitten in den Weinbergen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 13-32-37 5399.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Tirano etwas näher&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 13-50-44 5415.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wallfahrtskirche Madonna di Tirano&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach dem Abstieg von den Weinbergen, der nochmal erstaunlich steil ist, geht der weitere Weg über
den Piazza vor der Kirche entlang einer stark befahrenen Straße. Nachdem das auch der einzige Weg
vom Hotel zum Bahnhof ist, werde ich diese Straße noch verfluchen. Verkehrstechnisch ist das hier
eine Katastrophe, der ganze Verkehr im Tal geht durch die Stadt und diese eine Straße.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die beiden Bahnhöfe sind direkt nebeneinander, ein Anschluss der Gleise existiert nicht. Würde
aber auch wenig Sinn machen, die Strecke der italienischen Bahn ist schließlich Normalspur,
die Rhätische Bahn Schmalspur (Meterspur).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 14-03-05 5422.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof der italienischen Bahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 14-03-07 5423.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof der Rhätischen Bahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ziemlich hungrig gibt's endlich was zu Essen, gegenüber vom Bahnhof ist ein Burgerladen, aber keine
Kette sondern was einheimisches. War echt lecker! Ich laufe zum Hotel, checke ein. Ziemlich
rudimentär, aber es kostet halt auch nur 40 €. Dieses Zimmer hat den Durchschnitt gerettet!
Ausblick auf die Bahn hat man auch hier:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 17-04-30 5446.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bin zwar schon müde und kaputt, aber irgendwie hab ich's mir dann doch nicht nehmen lassen am Abend
nochmal eine kleine Tour durch die Innenstadt zu machen. Seht selbst, sehr schönes Städtchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 17-57-42 5458.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 18-27-20 5480.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 18-33-01 5483.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-01 18-36-22 5486.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Heimreise&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Alles hat ein Ende. Nun geht es nach Hause. Der &lt;em&gt;Bernina Express&lt;/em&gt; fährt um 8 Uhr vom Bahnhof ab. Mit
Fußweg ist das jedenfalls früh genug, um das Frühstück zu verpassen, was aber kein Problem war: das
Hotel hat angeboten ein Frühstück in einer Kühltasche am Vorabend ins Zimmer zu bringen. Kaffee
kaufe ich dann noch am Bahnhof.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hatte mich ja für den Panoramawagen entschieden. Nachteil der Reservierungspflicht: das System
hat mich natürlich im leeren Zug direkt neben eine Reisegruppe aus Asien gesetzt. Ich ignoriere das
allerdings und setze mich woanders hin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_09_albula_bernina/23-10-02 07-53-35 5505.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Panoramawagen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun habe ich Gelegenheit, in vier Stunden die letzten acht Tage Revue passieren zu lassen. Man sieht
die Landschaft wirklich mit ganz anderen Augen, wenn man da vorher durchgewandert ist. Alles ist
viel intensiver. Ich verzichte auch auf Fotos, davon habe ich schließlich die letzten acht Tage
genug.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unterwegs immer mal wieder Verspätung durch die vielen Begegnungsstellen der ansonsten eingleisigen
Stelle erreiche ich pünktlich um kurz nach 12 Uhr Chur. Dort noch ein Mittagessen beim &lt;em&gt;Brezelkönig&lt;/em&gt;
wartet auch schon der ICE, der mich nach Karlsruhe bringt. Dort habe ich mich für eine
Zwischenübernachtung entschieden, weil ich am nächsten Tag ohnehin frei habe und ich der
Pünktlichkeit nicht getraut habe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese AirBnB-style-Unterkunft war nicht so das wahre, am nächsten Tag dann schließlich mit dem IC2
(Stadler) nach Hause.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die vielleicht einfachste Alpenüberquerung, aber bestimmt nicht die schlechteste. Es war wirklich
eine wunderbar intensive Erfahrung. In Hotels statt Berghütten zu übernachten war natürlich
viel komfortabler, etwas habe ich die Atmosphäre auf den Hütten und die Gemeinschaft aber auch
vermisst. Das hat mir beim 4-Quellen-Weg ganz gut gefallen, die Mischung aus Hotels und Hütten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit dem Wetter hatte ich riesiges Glück, wenn alles neblig ist macht das sicher viel weniger
Spaß dort oben.&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="wandern"/><category term="berge"/></entry><entry><title>Bergwochenende mit Übernachtung am Kreuzeckhaus</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2023-10-kreuzeck.html" rel="alternate"/><published>2023-11-03T00:00:00+01:00</published><updated>2023-11-03T00:00:00+01:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2023-11-03:/pelican/2023-10-kreuzeck.html</id><summary type="html">&lt;h2&gt;Nicht-Planung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Es muss nicht immer eine lange Tour sein. Manchmal genügt auch ein Wochenende und manchmal geht es auch spontan, vor allem im Herbst, wenn die Hütten nicht mehr voll sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während die meisten Berghütten je nach Lage Ende September bis Mitte Oktober schließen gibt es einige, die bis Anfang ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;h2&gt;Nicht-Planung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Es muss nicht immer eine lange Tour sein. Manchmal genügt auch ein Wochenende und manchmal geht es auch spontan, vor allem im Herbst, wenn die Hütten nicht mehr voll sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während die meisten Berghütten je nach Lage Ende September bis Mitte Oktober schließen gibt es einige, die bis Anfang November bewirtschaftet sind, meist am Alpenrand in niedrigen Lagen, wo noch kein Schnee um diese Zeit liegt. Nachdem ich letztes Jahr an Allerheiligen auf der &lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2022-11-radlsee.html"&gt;Radlseehütte&lt;/a&gt; war und das als Jahresabschluss sehr schön fand, wollte ich das dieses Jahr quasi wiederholen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der DAV hat unter &lt;a href="https://www.alpenverein.de/artikel/last-minute-huettenbuchung_5e154190-2c02-47a0-80fe-2cd4da0ba550#/"&gt;Last-Minute-Hüttenbett&lt;/a&gt; ein Portal wo man noch für ein spontanes Wochenende freie Hüttenbetten finden kann. Da fand ich dann das &lt;a href="https://www.kreuzeckhaus.de"&gt;Kreuzeckhaus&lt;/a&gt; und habe eine kleine, kurze Tour „darum“ geplant:&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/collection/2455300/embed" width="100%" height="580" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;h2&gt;Tag 1: Hinfahrt und Aufstieg&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Bergtour und Anfahrt mit dem Zug an einem Tag ist immer etwas stressig, zumindest wenn man nicht allzu früh aufstehen muss. Es soll aber ja auch Spaß machen und keine Strapaze werden, daher nehme ich nach Möglichkeit immer den München-Nürnberg-Express mit Abfahrt kurz nach 9 Uhr in Nürnberg. Ich wohne ja nicht in Nürnberg, alles in allem läuft es für mich da auf Aufstehen um 7 Uhr raus, was mir am besten passt. In Garmisch war ich dann um 13 Uhr. Mit dem ICE geht es eine Stunde schneller, aber kurzfristig ist das normalerweise finanziell für mich keine Option.&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Nürnberg Hbf                   ab 09:09    RE 1
München Hbf                    an 10:54
München Hbf                    ab 11:32    RB 6
Garmisch-Patenkirchen          an 12:55
Zugspitzbahnhof, GAP           ab 15:15    BZB RB 64
Kreuzeck/Alpspitzbahn, GAP     an 13:24
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Ein kleines Highlight ist der letzte Zug: die Bayerische Zugspitzbahn. Der Abschnitt bis Grainau ist nämlich im Deutschlandticket enthalten, da er als öffentlicher Nahverkehr gilt. Man kann aber zumindest in Garmisch nicht direkt einsteigen, da Drehkreuze am Bahnhof den Zugang behindern: stattdessen geht man an den Schalter und kann gegen Vorlage des Deutschlandtickets ein kostenloses Ticket für den Talabschnitt eintauschen. Enttäuschend für Fans von Zahnradbahnen: der Talabschnitt ist noch ohne Zahnradbahn, der Zahnradabschnitt kostet dann Geld.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_10_kreuzeck/2023-10-28_13-07-01.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bayerische Zugspitzbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen am Bahnhof „Kreuzeck/Alpspitzbahn“ war ich dann im Stress, weil ich mich irgendwie verrechnet hatte. Ich wollte unbedingt bis kurz vor 17 Uhr oben sein, da ich mir noch als Plan B die Rückfahrt mit der Seilbahn vorbehalten hatte. Ich habe nämlich nicht reserviert sondern wollte spontan sein: aber eigentlich standen genug Plätze laut Portal zur Verfügung. Naja, es war eigentlich völliger Unsinn mich zu stressen, da ich mich eben um eine Stunde verrechnet hatte. Spoiler: ich war um dreiviertel 4 oben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hatte für den Aufstieg dann die direkte Route gewählt, man läuft mehr oder weniger durch den Wald, teilweise entlang der Skipiste. Der Weg lässt sich gut gehen (im Prinzip T1), ist aber teilweise wirklich sehr steil, als Abstieg würde ich ihn nicht empfehlen. Etwas schöner aber auch etwas schwieriger dürfte der &lt;a href="https://www.outdooractive.com/de/route/trailrunning/garmisch-partenkirchen/zum-kreuzeckhaus-ueber-jaegersteig/54358458/"&gt;Jägersteig&lt;/a&gt; sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_10_kreuzeck/2023-10-28_13-47-19.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Unverkennbar dass hier die Skipiste ist: Schneekanonen überall&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_10_kreuzeck/2023-10-28_14-36-17.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Neben steilen Abschnitten gibt es auch Abschnitte, die normale Forstwege sind&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_10_kreuzeck/2023-10-28_15-30-30.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kurz vor dem Ziel: das ist nicht das Kreuzeckhaus sondern ein Berggasthof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen dann nach knapp 2 Stunden. Die Zeit zu prognostizieren fällt mir immer noch schwer: wenn es technisch schwieriger wird, vor allem dann beim Abstieg, bin ich deutlich langsamer als die beschilderten Zeiten oder Komoot. Nach oben dann kam mir die Prognose von Komoot arg lang vor, und ich war dann auch schneller.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim DAV gibt's den &lt;a href="https://services.alpenverein.de/Gehzeitrechner/"&gt;Gehzeitrechner&lt;/a&gt;, aber da muss man eben auch seine individuellen Werte kennen (oder den Standard nehmen), und bei mir kommt es eben stark auf die Schwierigkeit des Weges an, da ich sehr vorsichtig bin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_10_kreuzeck/2023-10-28_15-53-25.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Talblick von der Bergstation der Kreuzeck-Seilbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem ich mich kurz oben umgesehen habe, wollte ich mir erstmal den Schlafplatz sichern. Bekam für 23 € einen Platz im „Mehrbettzimmer“, was dann lediglich ein Zweibettzimmer (mit Stockbett) war. Hatte ja gehofft evtl. alleine zu bleiben, es kam dann allerdings doch noch jemand, was sich aber im Nachhinein dann sogar als positiv herausgestellt hat: hab mich mit ihm ganz gut unterhalten und nachts praktisch nicht bemerkt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Abendessen gab es laut Auskunft der Hüttenwirte nur die Halbpension, was es relativ teuer gemacht hat: mit Frühstück 35 €, das Frühstück kostet einzeln 12 €. War aber lecker und reichhaltig, 3 Gänge mit Suppe und Nachspeise. Für die letzte Hüttenübernachtung dann schon okay.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;War etwas fotofaul an dem Abend, auch sehr müde, was sich dann im Nachhinein auch damit begründet dass ich wohl schon gegen eine Erkältung angekämpft habe: leichtes Halskratzen und in der nächsten Woche dann krank. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Mondfinsternis an dem Abend hat man leider wegen aufziehender Schleierwolken nicht wirklich gesehen obwohl der Mond noch genug durchschien um alles hell zu erleuchten. Am schönsten war der abendliche Talblick:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_10_kreuzeck/2023-10-28_20-24-49.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nächtlicher Talblick&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Tag 2: Osterfelderkopf und Abstieg&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Als Wanderer war ich ein ziemlicher Exot auf der Hütte: praktisch alles waren junge, sportliche Kletterer, die die Klettersteige zum Alpspitz bezwungen haben oder bezwingen. Auch mein Zimmergenosse war klettern – sieht man im übrigen sofort an der Ausrüstung: Helm und Klettersteigset statt Wanderstock. Wer sich dafür interessiert: die &lt;em&gt;Alpspitze&lt;/em&gt; hat sogar eine &lt;a href="https://www.alpspitze.org/"&gt;eigene Webseite&lt;/a&gt; und der bekannteste Klettersteig ist die &lt;a href="https://www.alpspitze.org/alpspitz-ferrata.html"&gt;Alpspitz Ferrata&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Berghütte ist relativ groß, die Zimmer sind in einem schon etwas älteren Nebenhaus. Die Duschen werden grad renoviert so dass nur drei Duschen zur Verfügung standen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Geschlafen hatte ich mäßig. Eigentlich hatte ich ja geplant, über einen anderen Weg (etwas länger und flacher und direkt nach Garmisch) abzusteigen, mich hat dann aber der Weg nach oben zum &lt;em&gt;Osterfelderkopf&lt;/em&gt; mehr gereizt. Hatte mich noch beim Hüttenwirt erkundigt, mich erwartet ein einfacher Forstweg. Und so war es dann auch, wenn auch meist steiler als auf dem Foto und teilweise sogar mit ganz wenig Schnee.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_10_kreuzeck/2023-10-29_08-42-40.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Weg zum Osterfelderkopf über die Hochalm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_10_kreuzeck/2023-10-29_08-56-15.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick zurück: hinter den Bäumen sieht man das Kreuzeckhaus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_10_kreuzeck/2023-10-29_09-37-20.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wunderbare Ausblicke, wenngleich die Wolken den Wetterwechsel ankündigen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was man auf dem Bild nicht sieht: es war teilweise sehr windig, wenn auch für Ende Oktober auf 2000 m Höhe sehr warm (um die 5 °C).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_10_kreuzeck/2023-10-29_09-43-22.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Felsig&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_10_kreuzeck/2023-10-29_09-44-48.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Durch das „Tor“ wieder auf die andere Seite&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Osterfelderkopf angekommen stechen dann erstmal die Menschenmassen (naja, etwas übertrieben) ins Auge: viele fahren nur mit der Seilbahn hoch, um den Ausblick zu genießen und/oder starten von dort den Klettersteig. Man kann auch im Restaurant einfach was essen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber erstmal zu dieser Aussichtsplattform. Obwohl ich ziemliche Höhenangst habe wenn auf einer Seite der Hang steil runtergeht machen mir solche Plattformen wenig aus. Ich kann auch direkt nach unten durch's Gitter schauen ohne dass mir schwindlig wird, lediglich die Bewegungen der Plattform im Wind empfinde ich als etwas unangenehm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_10_kreuzeck/2023-10-29_10-11-52.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Aussichtsplattform&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_10_kreuzeck/2023-10-29_10-14-32.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick ins Höllental&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_10_kreuzeck/2023-10-29_10-18-25.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Seilbahn Bergstation mit Restaurant&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_10_kreuzeck/2023-10-29_10-22-09.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Alpspitz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Restaurant hab ich mir dann noch einen Cappuccino mit Muffin gegönnt und auch die Seilbahnkarte für die Talfahrt erworben, immerhin 20,50 €. Kartenzahlung (VISA Debit) war möglich, genauso in der Hütte. In der Hütte allerdings erst ab 15 €, so dass man Getränk und Dusche dann doch bar zahlen musste. Wenn man gar kein Bargeld dabei hat kann man sicherlich den Wirt bequatschen erst im Nachhinein zusammen mit der Übernachtung zu zahlen oder alternativ einfach mehr konsumieren. Aufgrund der Lage über dem Tal hat man auch perfekten 4G-Mobilfunkempfang. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wirklich abgelegener Hüttenflair kam also nicht auf, fand die Übernachtung aber trotzdem sehr angenehm, jedenfalls schöner als in einem x-belibigen Hotel im Tal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun gut, gegen 11 Uhr also wieder runter, nochmal die Zugspitzbahn ablichten:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_10_kreuzeck/2023-10-29_11-25-00.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zugspitzbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun also die Rückfahrt. Hatte den etwas längeren Zuglauf des &lt;em&gt;München-Nürnberg-Express&lt;/em&gt; über Treuchtlingen-Roth erwischt, war mir eigentlich ganz Recht war: es werden statt der störanfälligen Fahrzeuge von Skoda die Doppelstocktriebwagen &lt;em&gt;Twindexx&lt;/em&gt; von Bombardier eingesetzt, die weniger Probleme verursachen und bequemer sind. Dabei handelt es sich um ein Ersatzkonzept wegen der Fahrzeugprobleme, welches im Sommer 2023 bis zum Fahrplanwechsel im Dezember eingeführt wurde. Ich kam dann mit 10 Minuten Verspätung an, mit anschließender U-Bahn und Autofahrt war ich um 17 Uhr zu Hause und konnte noch in Ruhe auspacken.&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Kreuzeck/Alpspitzbahn, GAP     an 11:37    BZB RB 64
Zugspitzbahnhof, GAP           ab 11:50
Garmisch-Patenkirchen          an 12:07    RB 6
München Hbf                    an 13:26
München Hbf                    ab 14:04    RE 1
Nürnberg Hbf                   ab 16:09
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Hatte auf der Hütte noch die Diskussion ob sich der lange Weg wegen einem Wochenende „rentiert“. Nunja, ich hab auch schon Tagestouren gemacht ins Alpenvorland. Alles ist relativ. Stressiger ist es jedenfalls schon, vor allem weil einem eine Zugverspätung von einer Stunde schon die Tour kaputtmachen kann, zumindest im Winter wenn man gegen die Dunkelheit kämpft oder auf Seilbahnen bis 17 Uhr angewiesen ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Klar, mit dem Deutschlandticket ist die Kostenseite dann neutral, es lohnt sich die Übernachtung umso mehr. Vorher wären zwei Bayerntickets, also insgesamt 54 €, fällig gewesen, das ist mehr als das Deutschlandticket im Monat kostet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hab's nicht bereut die letzte Bergtour (ohne Schneeschuhe oder Grödel) gemacht zu haben, verlängern hätte aufgrund des Wetterwechsels dann auch keinen Spaß gemacht. Letztlich ist es aber schon entspannter einen Tag anzureisen, dann im Tal zu übernachten und entspannt ohne Zeitdruck die Bergtour zu beginnen. Dann kann man aber auch weiter rein nach Österreich oder gar in die Schweiz fahren wo meistens auch weniger los ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch ein Wort zur Ausrüstung: auf Berghütten bekommt man meistens Hüttenschuhe gestellt, aber halt auch nicht immer. Ein Kollege hat mir, als ich mich drüber beklagt habe auch beim Zugfahren die Bergschuhe tragen zu müssen, den Tipp gegeben, mir Barfußschuhe zu kaufen. Die hatte ich nun dabei und auf der Hütte benutzt. Fand ich deutlich angenehmer die eigenen Schuhe zu haben, und diese Barfußschuhe nehmen auch weniger Platz weg als die üblichen Badeschlappen oder Clogs aus Plastik. Gewichtsmäßig sind sie in etwa gleich. Flipflops sind zwar auch flach, dafür kann man darin halt nicht mit Socken laufen was dann um die Jahreszeit schon ein KO-Kriterium ist.&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="wandern"/><category term="berge"/></entry><entry><title>Cammino Kalabria Coast to Coast</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2023-03-kalabrien.html" rel="alternate"/><published>2023-08-04T00:00:00+02:00</published><updated>2023-08-04T00:00:00+02:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2023-08-04:/pelican/2023-03-kalabrien.html</id><summary type="html">&lt;h2&gt;Planung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Irgendwann Ende Januar war ich frustriert vom Dauergrau und wollte meine letzte Woche Resturlaub,
die im März genommen werden musste, etwas wärmer verbringen. Schnell möglichst weit in den Süden
mit dem Zug in den Süden, da lag Italien auf der Hand. Auf &lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2016-sizilien.html"&gt;Sizilien&lt;/a&gt;
war ich bereits, daher wollte ich ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;h2&gt;Planung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Irgendwann Ende Januar war ich frustriert vom Dauergrau und wollte meine letzte Woche Resturlaub,
die im März genommen werden musste, etwas wärmer verbringen. Schnell möglichst weit in den Süden
mit dem Zug in den Süden, da lag Italien auf der Hand. Auf &lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2016-sizilien.html"&gt;Sizilien&lt;/a&gt;
war ich bereits, daher wollte ich mal das Festland im Süden erkunden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach etwas Internetrecherche bin ich auf &lt;a href="https://www.travelbook.de/news/wanderweg-italien-kalabrien"&gt;diesen Artikel über den „Cammino Kalabria Coast to Coast“&lt;/a&gt; gestoßen, hier die &lt;a href="https://www.kalabriatrekking.it/il-cammino-coast-to-coast/"&gt;offizielle Webseite&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Wanderweg führt in drei Etappen von insgesamt 55 km bei moderaten Höhenmetern vom &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ionisches_Meer"&gt;Ionischen Meer&lt;/a&gt; im Osten zum &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tyrrhenisches_Meer"&gt;Tyrrhenisches Meer&lt;/a&gt; im Westen. Wie das halt in der Praxis so ist, der real gelaufene Weg ist dann doch etwas länger, insgesamt 68 km bei 1840 Höhenmetern.&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/collection/2005881/embed" width="100%" height="580" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;h3&gt;Unterkünfte&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die oben angegebene Webseite ist leider nur auf Italienisch, allerdings kann man sie mit &lt;em&gt;Google Translate&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;DeepL&lt;/em&gt; ganz gut lesen. Dort kann man auch die GPX-Tracks nach kostenloser Registrierung per E-Mail bekommen. Am problematischsten gestaltet sich eigentlich die Buchung der Unterkünfte dazwischen: die bekannten Portale haben wenig zu bieten, es bleibt einem ohne Italienischkenntnisse nichts anderes übrig als die Liste auf der Webseite per E-Mail abzugrasen, teilweise sind die Unterkünfte im Winter geschlossen, teilweise wird auch nicht auf E-Mails geantwortet obwohl ich die Mails ohnehin mit &lt;em&gt;DeepL&lt;/em&gt; zusätzlich zu Englisch auch auf Italienisch geschickt hatte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Letztlich hat es dann aber doch geklappt eine Unterkunft nach der ersten Etappe zu finden. Die zweite dann über Airbnb, dazu dann aber später mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man selbst Italienisch spricht oder jemanden kennt ist man klar im Vorteil.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Jahreszeit&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ich bin die Tour im März gelaufen und hatte Glück mit dem Wetter, es war schon ziemlich warm und ich bin durchgehend mit T-Shirt unterwegs gewesen. Sicherlich kann man da auch Pech haben. Im Hochsommer würde ich aber davon abraten, denke so bis Mai und ab September sind sicherlich die besten Zeiten. Mit Schnee muss man vermutlich auch im Winter hier nicht rechnen.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Anreise und Abreise&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ich bin mit dem Zug gefahren und zwar aus einer Kombination aus Tages- und Nachtzüge und mit Zwischenstopps. Bei der Anreise bin ich zunächst nach &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lecce"&gt;Lecce&lt;/a&gt; in der benachbarten Region &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Apulien"&gt;Apulien&lt;/a&gt; gefahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Grundsätzlich findet die Verbindungsauskunft der DB passable Verbindungen. Bei der Buchung muss man allerdings irgendwo in Norditalien splitten:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Bei einer Fahrt über den Brenner (Innsbruck) empfiehlt es sich, irgendwie in &lt;em&gt;Verona&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;Bologna&lt;/em&gt; zu splitten, da die DB bis dahin Tickets ausstellen kann. Den italienischen Teil bucht man dann bei der &lt;a href="https://trenitalia.com/"&gt;italienischen Trenitalia&lt;/a&gt;, die sogar eine Buchungsseite auf Deutsch aufweist und keine größeren Schwierigkeiten bereitet.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Bei einer Fahrt durch die Schweiz, also über den Gotthardpass, bucht man am besten bis &lt;em&gt;Chiasso&lt;/em&gt;, dem letzten Bahnhof der Schweiz. Durchgehende Sparpreise nach Italien gibt es über diese Route nämlich leider nicht, dafür sind die Preise bis &lt;em&gt;Chiasso&lt;/em&gt; (vor allem wenn man über die &lt;em&gt;Gäubahn&lt;/em&gt;, also &lt;em&gt;Singen(Hotentw)&lt;/em&gt; fährt und nicht über den &lt;em&gt;Rhein&lt;/em&gt; bzw. über &lt;em&gt;Bregenz&lt;/em&gt;), recht moderat. Von &lt;em&gt;Chiasso&lt;/em&gt; dann wieder über die Trenitalia.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Alternativ dazu gibt's auch den Nachtzug nach &lt;em&gt;Rom&lt;/em&gt;, welchen man problemlos über &lt;a href="https://nightjet.com"&gt;Nightjet.com&lt;/a&gt; der ÖBB &lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h3&gt;Nachtzüge&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Dazu noch ein Wort über Nachtzüge. Ich persönlich habe diese jetzt erstmal nach dieser Reise beerdigt. Ich kann nicht wirklich gut schlafen, zu laut, zuviel Bewegung. Grad die italienischen Nachtzüge habe ich als extrem unruhig empfunden was das Fahrverhalten betrifft, in Frankreich war ich da viel glücklicher. Mit Ohrstöpseln kann ich wenig anfangen, da mich da mein Tinnitus sehr plagt und um den Schlaf bringt. Ohne wirklich erholsamen Schlaf bin ich am nächsten Tag wie gerädert und auch hier ist mein Tinnitus extrem belastend.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es muss jeder selbst beurteilen, wie gut er im Nachtzug schlafen kann und ob es den „gesparten“ Tag dann Wert ist. Man muss es ausprobiert haben. Die italienischen Nachtzüge sind auch im Schlafwagen teilweise günstig zu haben, beim NightJet nach Rom muss man aber eher froh sein, überhaupt noch ein Ticket zu bekommen. Tatsächlich war meine Erfahrung aber dass ich im Liegewagen auch nicht schlechter schlafe als im Single-Abteil des Schlafwagens; tatsächlich war mein Schlaf auf einer Berghütte im Matratzenlager um Welten besser als in einem Single-Abteil eines Nachtzuges, aber auch das muss man einfach probieren. Jeder reagiert da anders.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Trotzdem kann man auch ohne Nachtzüge ganz gut nach Kalabrien anreisen indem man die Reise im Norden von Italien splittet und eine Übernachtung einlegt. Hier muss man sehen wo man günstige Hotels findet und wo die Ticketpreise passen, Milano ist da sicherlich nicht das günstigste Pflaster.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier ein Beispiel für die Anreise mit Zwischenübernachtung in &lt;em&gt;Bologna&lt;/em&gt; von &lt;em&gt;Nürnberg&lt;/em&gt; aus:&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Nürnberg Hbf              ab 08:12    ICE 501
München Hbf               an 16:19
München Hbf               ab 09:34    EC 83
Bologna Centrale          an 16:19
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Bologna Centrale          ab 10:27    FR 9583
Lamezia Terme Centrale    an 17:28
Lamezia Terme Centrale    ab 18:40    R 21959
Soverato                  an 19:58
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Bei dieser Verbindung bleibt dann auch noch etwas Zeit, sich am Abend Bologna anzusehen. Im Nachhinein würde
ich eher so fahren und mir die Strapazen des Nachtzuges sparen.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Flüge&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Als Flughäfen bieten sich wohl &lt;em&gt;Crotone&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Reggio Calabria&lt;/em&gt; oder auch &lt;em&gt;Lamezia Terme&lt;/em&gt; an. Theoretisch kann man auch einfach nach Rom fliegen, vom &lt;em&gt;Fiumicino Aeroporto&lt;/em&gt; nach &lt;em&gt;Soverato&lt;/em&gt; sind es aber auch nochmal knapp 8 Stunden mit dem Zug. Italien ist sehr lang!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit Flügen kenne ich mich aber weniger aus, bei den drei kleinen Flughäfen im Süden muss man wohl schauen wo es die besten Direktverbindungen von einem deutschen Flughafen aus gibt.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Dienstag: Anreise&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nun hatte ich mich ja, wie bereits erwähnt, für den Nachtzug entschieden. Gebucht im Februar hatte ich für die Fahrt nach Chiasso nur 24,70 € bezahlt, das Anschlussticket nach Milano schlug mit 10,90 € zu Buche und schließlich musste ich lediglich 80,90 € für den Nachtzug nach &lt;em&gt;Lecce&lt;/em&gt; berappen, also 116,50 € von zu Hause zur Südspitze Italiens. Da kann man jetzt wirklich nicht klagen!&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Nürnberg Hbf         ab 09:42      IC 2160
Stuttgart Hbf        an 11:53
Stuttgart Hbf        ab 12:28      IC 187
Zürich Hbf           an 15:23
Zürich Hbf           ab 15:33      EC 321
Milano C             an 18:50
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Der Zug hatte dann vor Stuttgart Verspätung so dass zeitweise der Anschluss in Gefahr war, schließlich hat es dann aber gut geklappt und ich war pünktlich in &lt;em&gt;Mailand&lt;/em&gt;. Naturgemäß war es schon dunkel, und ich war eigentlich ziemlich fertig. Dazu kommt dass die Wochen davor gesundheitlich herausfordernd waren, in normalen Zeiten wäre es weniger ein Problem gewesen. Lieber hätte ich mir ein Hotel genommen, aber der Nachtzug war schließlich gebucht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwischen &lt;em&gt;Zürich&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Milano&lt;/em&gt; fährt das Flaggschiff der SBB, der &lt;a href="https://www.sbb.ch/de/bahnhof-services/waehrend-der-reise/unsere-zuege/giruno.html"&gt;Giruno&lt;/a&gt;: ein Triebzug von Stadler, der bis zu 250 km/h schafft. Ich finde die Innenausstattung sehr angenehm, rein akustisch sind mir an der ein oder anderen Stelle störende Geräusche aufgefallen. Das ist etwas der Nachteil von Triebzügen gegenüber lokbespannten Zügen wo am ehesten die Klimaanlage nervt, die reinen Fahrtgeräusche hat man eigentlich mittlerweile schon sehr gut im Griff.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nichtsdestotrotz durfte ich zwischen Chiasso und Milano die erste Klasse ausprobieren, das Ticket der Trenitalia hat das gleiche gekostet wie in der zweiten Wagenklasse. Nett. Und fast leer. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-14 18-01-12 6893.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der SBB Giruno in der 1. Klasse&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-14 19-04-39 6899.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Milano Centrale&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Mailänder Hauptbahnhof ist wirklich eine Kathedrale von Bahnhof. Leider fehlt auch hier, wie in so vielen Bahnhöfen, ein ruhiger Wartebereich wenn man kein Premium-Statuskunde irgendeiner Bahn ist sondern ein schnödes Ticket hat. Die ÖBB erlauben den Zutritt zu diesen &lt;em&gt;Lounges&lt;/em&gt; ja immerhin Kunden mit Nachtzugticket im Schlafwagen ganz unabhängig von sonstigen Sammelaktionen, leider nicht so die Trenitalia.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Insofern hatte ich die Zeit damit vertrödelt am Vorplatz schlechtes Fastfood zu essen und dann Züge anzugucken bis irgendwann dann auch schon der ersehnte Nachtzug einfuhr.&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Milano C            ab 21:25     ICN 765
Lecce               an 10:02
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Es gibt von Milano zwei Nachtzüge nach &lt;em&gt;Lecce&lt;/em&gt; mit unterschiedlichen Laufwegen und Zeitlagen. Ich hatte mich für den früheren entschieden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-14 20-08-37 6908.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Nachtzug außen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-14 21-09-30 6929.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Schlafwagenabteil innen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich empfand das Abteil als angenehm, leider schlecht akustisch gedämmt. Es gab etwas Zubehör (Wasserflache, Einwegschuhe, Ohrstöpsel, Orangensaft, Schokolade), ansonsten aber etwas schnörkelloser als im NightJet. Duschen sind keine vorhanden, lediglich ein Waschbecken existiert im Abteil und auf dem Gang sind natürlich Toiletten.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Mittwoch: Lecce&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ich hatte es bereits erwähnt dass der Schlaf sehr schlecht war. Immer wieder etwas geschlafen, letztlich war ich aber wie gerädert mit quälendem Tinnitus und konnte den Morgen nicht genießen obwohl der Ausblick aus dem Fenster durchaus vielversprechend war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-15 08-24-11 6938.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Frühstück im Nachtzug&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-15 08-36-08 6939.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick aus dem Fenster&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-15 09-58-28 6945.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Alter italienischer Triebwagen am Bahnhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich wollte ich ja sofort mit der Besichtigung von &lt;em&gt;Lecce&lt;/em&gt; beginnen, letztlich kümmerte ich mich aber erstmal drum ob ich bei der gebuchten Unterkunft möglichst früh einchecken konnte. Ich hatte Glück im Unglück: ich durfte sofort mein Zimmer beziehen und konnte mich da noch etwas ausruhen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nebensaison sei dank, das Zimmer hat über Booking keine 50 € gekostet und war mitten in der Innenstadt!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-15 10-29-54 6951.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Zimmer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-15 10-30-00 6952.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick aus dem Fenster auf den Piazza Sant'Oronzo&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Nachmittag war dann recht verregnet, ich bin aber natürlich nicht die ganze Zeit im Zimmer geblieben sondern konnte noch einige Eindrücke von der sehr schönen barocken Stadt mitnehmen. Etwas aufpassen muss man allerdings beim Regen, der Boden kann glatt werden!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier ein paar Eindrücke der sehr schönen Stadt, im übrigen mit vielen Katzen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-15 11-39-42 6958.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-15 11-43-13 6960.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-15 11-50-19 6965.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-15 14-15-12 6985.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Donnerstag: Zugfahrt nach Kalabrien&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Nach einer Nacht schaut die Welt schon wieder ganz anders aus. Ich war gut erholt und nun fit für die nächste Zugfahrt, welche ein Higlight werden sollte: von der Ferse des Stiefels zur Spitze mit einem längeren Abschnitt direkt an der Küste.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber erstmal noch Briefmarken für Postkarten kaufen, bin da sehr analog unterwegs. In Italien gibt's die nicht in Schreibwarenläden sondern nur auf Postämtern (Schreibwarenläden verkaufen einem gerne Briefmarken für private Postdienste, die aber noch viel unzuverlässiger sind als die eh schon langsame italienische Post).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Briefmarken sind in Italien allerdings deutlich weniger üblich als hierzulande: ich musste erst den Postbeamten mittels einer Übersetzungs-App überhaupt überzeugen, was ich wollte und der musste erst einen Kollegen in einen anderen Raum schicken um überhaupt an meine gewünschten Marken zu kommen. Dafür ist die Post sehr schön.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-16 09-12-35 7014.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Innenansicht der Post in Lecce, leider war die Uhr defekt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-16 09-25-47 7017.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein echter, alter FIAT 500&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zunächst in einem alten Regionalzug nach &lt;em&gt;Brindisi&lt;/em&gt;, dann in einem modernen Triebwagen nach &lt;em&gt;Taraanto&lt;/em&gt;, dort dann etwas Wartezeit auf den schönen Abschnitt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-16 10-50-41 7043.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Moderner Triebwagen der italienischen Staatsbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-16 12-10-16 7057.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhofsgebäude in Taranto&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie man auf den Bildern sieht hat sich der Regen verzogen, es scheint die Sonne. Nach dem Dauergrau zu Hause eine wohltuende Abwechslung, die Sonnenstrahlen sind viel wärmer auch wenn die Luft natürlich durchaus frisch ist. Am Bahnhof konnte ich dann die Bereitstellung des InterCity nach &lt;em&gt;Reggio di Calabria Centrale&lt;/em&gt; verfolgen, der letzte InterCity mit einer Diesellokomotive in Italien! Leider ist die Strecke auf der östlichen Küste der Südspitze von Kalabrien nämlich nicht elektrifiziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-16 12-31-44 7066.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der InterCity&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Zug war zunächst praktisch leer und hat sich auch im Verlauf nur mäßig gefüllt. Der Ausblick aus dem Zug auf der linken Seite wunderschön, leider kann man aus Zügen mit geschlossenen Fenstern halt immer schlecht fotografieren, so dass es bei diesem Bild bleiben soll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-16 14-18-09 7086.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Abend dann in &lt;em&gt;Soverato&lt;/em&gt; angekommen, dem Startpunkt der Wanderung. Das Hotel war ein Relikt der 80er Jahre, was man auch an der Technik beobachten konnte: die Rechnung wurde etwa noch mit einem Nadeldrucker gedruckt, immerhin wurden Kreditkarten nicht mehr per Abdruck eingelesen sondern kontaktlos.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-16 17-59-09 7115.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Angekommen in Soverato&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-16 18-00-46 7117.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sonnenuntergang an der Küste: es hat sich also doch gelohnt!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-16 18-30-15 7130.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Zimmer: schaut schrecklich aus, das Bett ist aber bequem&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jetzt hatte ich aber noch eine wichtige Aufgabe und zwar den Pass besorgen. Steht alles auf der Webseite: man bekommt in diversen Läden, Bars einen Pass für die Wanderung gegen eine Gebühr von 10 € wo man sich an diversen Stellen Stempel holen kann. Ich hatte mich in &lt;em&gt;Soverato&lt;/em&gt; für die Buchhandlung entschieden, einfach weil ich davon ausgegangen bin dass man in einer Buchhandlung eher Englisch spricht wie in einer Bar, was dann auch gestimmt hat. Dazu registriert man sich auf der Webseite, damit man die Zahlencodes für Vorhängeschlösser bekommt, die man am dritten Tag braucht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Spoiler: man bekommt die Zahlencodes nicht per E-Mail sondern man wird per What's App angeschrieben. Eine Eigenheit in Italien, die mir auch bei der Buchung von BnBs aufgefallen ist. Sobald die die Handynummer haben schreiben sie einen gerne per What's App an. Da ich eigentlich diese Apps normalerweise im Urlaub stummschalte habe ich es erst gar nicht mitbekommen.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Freitag: Wanderung von Soverato nach San Vito sullo Ionio&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Vorweg: mit dem Wetter hatte ich Glück. Drei Tage blauer Himmel stehen an. Zunächst decke ich mich in einem Supermarkt mit Proviant ein. Man war dort sehr streng, ich durchte nicht mit Rucksac rein sondern musste ihn auf einem Regal ablegen. Das Regal war aber bewacht, insofern hatte ich ein Problem damit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber nun los bzw. ein kleines Stück zurück zum Startpunkt der Wanderung an die Küste. Die Wanderung ist recht gut beschildert und markiert, man findet den Weg auch ohne GPS.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 08-41-55 7139.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Los geht's&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 09-00-40 7145.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nochmal die Küste, schaut aber wärmer aus als es ist, zum Baden zu kalt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 09-47-56 7154.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nochmal so ein Triebwagen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Anfang ist der Wegverlauf sehr verwirrend, da es einen etwas überfluteten Abschnitt gibt wo keine wirkliche Umleitung beschildert ist. Ich finde dann aber trotzdem über das Smartphone einen Weg, sind aber um die 2 km Umweg. Das war dann aber das einzige Problem auf der Route, ansonsten alles bestens. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zunächst laufe ich auf einer sehr wenig befahrenen Straße den Berg hoch. Der Blick nach unten ist natürlich spannender.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 11-07-39 7177.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nach oben&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 11-14-36 7182.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick nach Soverato&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Irgendwann dann eine Gruppe von Ziegen, begleitet von Hunden, begleitet von einem Auto. Hunde
sind ein Problem auf der Wanderung: gelegentlich Schafherden mit Hunden aber ohne Menschen. Bin da leider etwas ängstlich, passiert ist aber natürlich zum Glück nichts.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 11-33-12 7195.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ziegen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 12-08-27 7205.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Solch excellente Schilder begegnen einem immer wieder&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie das halt so ist auf einer Wanderung durch das Niemandsland: es passiert wenig worüber man schreiben könnte. Man läuft so dahin, genießt die Aussicht, das Wetter, ist auch in Gedanken zu oft woanders, aber außer Bilder gibt es wenig Stoff zum Schreiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 12-31-23 7208.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Manchmal sind die Wege auch schmäler&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wanderstöcke hatte ich im übrigen keine dabei. Kann man machen wenn man die Gelenke schonen möchte, aber rein für die Balance beim Bergabgehen (wofür ich sie normalerweise verwende), braucht man keine.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 12-45-19 7215.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kurz vor Petrizzi&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 13-22-41 7230.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kakteen sieht man auch überall&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 13-28-12 7236.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein cycletux&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun die erste Ortschaft auf dem Weg, &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Petrizzi"&gt;Petrizzi&lt;/a&gt;. Hier wäre die erste Etappe zu Ende, allerdings hatte ich hier keine Unterkunft gefunden. Somit hatte ich die erste Etappe etwas verlängert, was aber kein Problem ist: es ist erst 13:30 Uhr. Was dann auch heißt dass sämtliche Stellen geschlossen haben, wo ich mir den ersten Stempel hätte holen können. Muss dann leider ausfallen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 13-36-06 7242.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sehr angenehm in Italien: öffentliche Brunnen mit Trinkwasser&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 13-49-41 7247.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ortskern von Petrizzi&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 13-51-50 7248.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wegweiser: ich bin noch richtig!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mehr gibt es nicht zu entdecken, also weiter des Weges.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 14-13-42 7253.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 14-25-35 7260.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider ist das Foto nichts geworden wegen der Spiegelung, es dürfte sich aber um einen Überrest der 1969 stillgelegten &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Soverato%E2%80%93Chiaravalle_Centrale"&gt;Bahnstrecke Soverato–Chiaravalle Centrale&lt;/a&gt; handeln. Falls man im übrigen abbrechen möchte oder muss: bis auf Sonntag existiert hier in den Ortschaften eine Busverbindung zweimal täglich. Die Fahrpläne gibt es &lt;a href="https://web.ferroviedellacalabria.it/orari-dei-trasporti/#bus"&gt;hier&lt;/a&gt; als Excel-Tabelle. Leider hat Italien keine zentrale Fahrplanauskunft wie &lt;a href="https://www.bahn.de"&gt;bahn.de&lt;/a&gt; in Deutschland, am ehesten findet man noch über &lt;a href="https://www.rome2rio.com"&gt;rome2rio.com&lt;/a&gt; geeignete Verbindungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 14-30-47 7265.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 14-55-17 7278.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ruine am Wegrand&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/San_Vito_sullo_Ionio"&gt;San Vito sullo Ionio&lt;/a&gt;, einem Dorf mit 1629 Einwohnern. Dort soll sich meine Unterkunft befinden. Erstmal ein wenig umsehen, ich ahne nämlich schon dass es kompliziert wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 15-33-15 7293.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rathaus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 15-33-41 7294.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fluss&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 15-28-04 7292.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kirche&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 15-46-22 7296.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Unterkunft&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun gut, es soll kompliziert werden. Die Unterkunft hatte ich per Mail gebucht und seitdem nichts mehr gehört. Es war keiner da. Am Telefon meldet sich jemand der kein Englisch spricht und auch irgendwie nichts organisieren kann. Meine paar Brocken Italienisch scheinen ihn nicht zu beeindrucken, er redet in einer Tour. Mehrmals probiert. So komme ich nicht weiter. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun gehe ich in die Bar des Ortes, in der Hoffnung dass mir jemand weiterhelfen kann. Die junge Dame zwar nicht aber ein Gast, der dann wiederum jemand anders, der mir dann wiederum weiterhilft. Wenn man auf eines vertrauen kann dann auf die Hilfsbereitschaft der Italiener. Irgendwie geht es ja doch immer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Letztlich stellt sich heraus dass der Besitzer der Unterkunft wohl doch da war (ich hatte mehrfach geklingelt!). Der Checkin gestaltet sich trotz Übersetzungs-App maximal umständlich. Der Besitzer verwechselt „kein Italienisch“ mit „schwerhörig“ und redet einfach lauter. Hilft mir aber auch nicht weiter. Statt bei der Bezahlung einfach einen Zettel zu nehmen und mir den Betrag hinzuschreiben oder einfach die Zahlenwörter zu zerlegen, also statt „dreißig“ dann „drei null“ zu sagen (soviel Italienisch kann ich), wiederholt er einfach nur die Zahlen. Statt mir auf die 30 € einfach die 5 € rauszugeben sagt er einfach immer dieses Wort für „dreißig“. Sowas hab ich in meinem Leben wirklich noch nicht erlebt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immerhin günstig, da kommt dann aber auch der Pferdefuß: schreckliche Matratze und vor allem unbeheizt. Dicke, alte Mauern, es ist einfach saukalt am Abend und in der Nacht. Ich hole mir vom anderen Bett (es ist ein Vierbettzimmer) eine zweite Decke und kann dann eigentlich ganz gut schlafen letztlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 16-11-55 7299.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Zimmer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Naja, shit happens, der Ort ist jedenfalls schön und die Umgebung sowieso.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 17-36-12 7307.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-17 18-12-39 7311.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Samstag: San Vito sullo Ionio nach Monterosso Calabro&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Für die Umstände habe ich ganz gut geschlafen eigentlich. Der Tag startet wieder sonnig. Der Sonnenaufgang relativ früh, der Untergang aber auch relativ früh. Im Kopf hat man die Landkarte so dass es „gerade runter“ geht bis Kalabrien, tatsächlich ist das aber ungefähr die geographische Höhe von Wien, also schon deutlich weiter im Osten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-18 09-15-25 7322.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Weg heute ist relativ belanglos: es geht einen Waldweg hoch und wieder runter. Gestern war tatsächlich spannender. Die Landschaft unterscheidet sich gar nicht so sehr von Mittelfranken irgendwie, die Vegetation natürlich schon etwas. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-18 09-51-48 7331.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-18 10-34-24 7340.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wasserstelle im Wald&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den höchsten Punkt hätten wir dann auch überschritten:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-18 11-25-20 7355.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Passo Napoli&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-18 12-30-39 7370.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein Felsen, fast wie in der Fränkischen Schweiz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-18 12-52-08 7378.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ich mag die Bäume ohne Laub&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-18 13-44-08 7395.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Wald ist zu Ende&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-18 13-56-55 7399.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf den See und die andere Seite der Küste&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-18 14-07-04 7407.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und jetzt noch die Straße runter&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-18 14-33-35 7416.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Monterosso_Calabro"&gt;Monterosso Calabro&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Drama von gestern sollte sich in veränderter Form wiederholen. Es war kurz vor 16 Uhr, ich hatte eine Unterkunft über AirBnB gebucht und dafür sogar 75,92 € bezahlt. Im Verhältnis zu den anderen Zimmern recht teuer. 
Leider war die Anschrift in AirBnB nicht angegeben und in Google falsch. Die Dame konnte am Telefon kaum Englisch, mir gelang es dann aber mit dem Foto und Passanten das Gebäude zu finden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-18 15-59-03 7426.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Gebäude der Pension von außen („Uhrturm“)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-18 15-12-43 7424.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zimmer von innen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es sollte sich dann aber als recht schön herausstellen. Die Dame war nett, die Unterkunft sehr schön, großes Zimmer mit Bad, Heizung, mir wurde sofort Kaffee angeboten. Ich traf auch auf zwei Italiener aus Rom, die die Wanderung ebenfalls gingen. Es waren eigentlich die einzigen Wanderer die ich traf. März scheint wohl doch recht unüblich zu sein obwohl das Wetter gut gepasst hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl es heute nur 20 km waren bei moderaten 700 Höhenmetern war ich doch recht müde. Es war halt Winter, ich war in den letzten Monaten wenig unterwegs und schlecht trainiert. Zum Glück aber kein Muskelkater. Den Abend nutzte ich noch, um mir den Ort etwas anzusehen und zum Essen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tatsächlich ist Essen in Italien für mich ein Problem. Alleine in ein Restaurant gehe ich ohnehin nicht so gerne, aber, aber das größere Problem sind eigentlich die Zeiten. Vor 20 Uhr kann man das Abendessen vergessen, eher so 20:30 bis 21 Uhr, und das ist mir einfach viel zu spät. Insofern begnüge ich mich auf dem Land mit Einkäufen im Supermarkt. In Städten ist es dann ja weniger schwierig, zumal es da auch Pizza zum Mitnehmen gibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ganz im Gegensatz dazu mag ich den Rhytmus auf Berghütten im deutschsprachigen Raum: Abendessen 18 Uhr, 22 Uhr Hüttenruhe, Frühstück um 7 Uhr. Genau mein Rhythmus!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-18 15-58-31 7425.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kirche gegenüber des Uhrenturms&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-18 14-37-06 7420.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sehr enge Gassen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-18 14-35-23 7418.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Irgendein wichtiger Mensch&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-18 16-37-34 7436.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hier kauft man gerne!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-18 18-15-22 7442.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wundervoller Sonnenuntergang um 18:15 Uhr (noch vor der Zeitumstellung)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Sonntag: Monterosso Calabro an die Küste&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Seltsamerweise hab ich in diesem bequemen schönen Zimmer schlechter geschlafen als im kalten unbequemen. Man muss nicht alles verstehen. Nach einem durchaus guten Frühstück (Italien ist diesbezüglich ja immer sehr schwierig) führt der Wanderweg erstmal bergab aus dem Dorf raus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-19 08-47-17 7462.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-19 10-02-20 7483.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man merkt an den Schleierwolken, dass das Wetter den nächsten Tag schlechter wird. Jetzt am See unten gibt's zwei Abschnitte, die man nur begehen kann, wenn man das Schloss öffnen kann. Am ersten Schloss scheitere ich und gehe einen riesigen Umweg über die Straße. Erst beim zweiten Schloss bemerke ich dann, was der Fehler gewesen war: es gibt zwei Schlösser an dieser Kette: das eine ist ein Schloss mit Schlüssel, und nur das hatte ich gesehen. Auf der anderen Seite dann aber das Zahlenschloss mit dem Code, den ich per What's App erhalten hatte. Lesson learned.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-19 11-55-32 7520.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der See&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-19 12-15-22 7532.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wald in diesem Naturschutzgebiet am See, wo man nur mit Code hinein darf&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schließlich noch einmal den Berg hoch und runter, dann bin ich an der Küste. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-19 13-01-43 7545.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-19 13-13-21 7550.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-19 13-24-14 7555.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick zurück&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-19 13-54-31 7566.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Meer ist bereits sichtbar&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-19 13-59-48 7569.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Noch besser&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unfair wenn man die ganze Zeit denkt, dass man „fast da“ ist, aber noch ein paar Kilometer vor sich hat. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-19 14-20-35 7577.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pizzo_(Kalabrien)"&gt;Pizzo&lt;/a&gt; von oben&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-19 15-10-42 7598.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rein nach Pizzo&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-19 15-17-03 7606.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Piazza della Repubblica in Pizzo&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pizzo_(Kalabrien)"&gt;Pizzo&lt;/a&gt;, einer Ortschaft mit knapp 9000 Einwohnern, kann man sich an der Burg mit dem gestempelten Pass jetzt die Urkunde abholen:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-19 17-02-33 7628.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Unterkunft hatte ich auf booking.com gebucht. Es hängt etwas mit der Nebensaison zusammen: es gibt Unterkünfte in Hülle und Fülle. Weil wenig los ist, ist keiner anwesend. Stattdessen bekommt man Instruktionen, bestenfalls per Booking, teilweise auch mit What's App. Wo der Schlüssel ist, welcher Zahlencode etc. Teilweise etwas umständlich und anonym, allerdings halt auch praktisch weil man letztlich anreisen kann wann man will. Meistens gibt's auch in irgendeiner Form ein Frühstück das man sich selbst zubereiten kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-19 15-34-02 7611.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bett ganz in rot&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-19 16-42-59 7621.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Küche wiederum ganz IKEA-style nordisch, gefällt mir aber sehr gut!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Schluss runter ans Meer. Dort treffe ich dann zufällig die beiden Herren aus der letzten Unterkunft. Man sieht sich eben doch zweimal im Leben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-19 17-18-38 7636.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-19 17-24-44 7644.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-19 18-04-39 7668.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kurz noch zum Bahnhof gelaufen, um zu sehen wo ich morgen weg muss&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-19 18-37-43 7676.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-19 18-44-53 7677.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schön es geschafft zu haben, allerdings steht noch die Rückreise bevor. Finde ich irgendwie fast anstrengender als die Wanderung.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Montag: Die Heimreise beginnt&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ja, auch bei der Heimreise hab ich mich etwas verplant. Wollte heute nach &lt;em&gt;Salerno&lt;/em&gt; und dann am nächsten Tag in einem Rutsch zurück. Der Zug heute geht erst gegen Mittag, daher noch etwas Zeit, mir &lt;em&gt;Pizzo&lt;/em&gt; anzuschauen. Aktuell ist ja wenig los, ich denke im Sommer ist hier alles mit Touristen gefüllt. Der Ort liegt am Hang wie man auf den Bildern schon erkennen konnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hab mittlerweile aufgehört, zu versuchen, mir die Namen der Kirchen zu merken oder im Nachhinein zu recherchieren. Kann sich eh keiner merken. Stattdessen versuche ich einfach die Stadt als Ganzes, die Architektur, die Menschen aber auch kleine Details auf mich wirken zu lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Detail, das mir aufgefallen sind, sind die vielen terrestrischen Antennen auf Dächern, die man hier sieht. In Deutschland ist ja alles zugunsten von Satellitenantennen verschwunden, scheint hier nicht der Fall zu sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-20 10-14-09 7698.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-20 10-20-12 7700.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-20 10-26-51 7704.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-20 12-00-24 7729.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie man auf den Bildern auch sieht: es ist bewölkt und langsam zieht Regen an. Das Zeitfenster für die Wanderung war daher perfekt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Bahnhof in &lt;em&gt;Pizzo&lt;/em&gt; ist leider sehr weit ab vom Schuss und knapp 2 km vom Ort entfernt. Ein Teil der Erklärung ist die Hanglage und der Verlauf der Strecke innerhalb des Ortes, etwas weiter vorne wäre aber eigentlich schon möglich gewesen. Der Fahrplan ist auch eher übersichtlich. An der Küste existiert neben dieser Regionalstrecke noch die Strecke für den Fernverkehr, wie man hier auf der Karte erkennen kann:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/pizzo-orm.png"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen in &lt;em&gt;Lamezia Terme Centrale&lt;/em&gt;, dem Umstiegsbahnhof auf den Zug nach &lt;em&gt;Salerno&lt;/em&gt;. Dort habe ich etwas Aufenthalt. Leider zu wenig um in den Ort zu fahren (der sich einige Kilometer von diesem Bahnhof weiter innen befindet). Der Bahnhof ist ein reiner Umstiegsbahnhof und Zubringer zum nahegelegenen Flughafen (wo man dann aber auch wieder einen Bus braucht).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-20 13-22-41 7743.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Zug, der mich hierher brachte&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dementsprechend trostlos und hässlich ist die Gegend auch während &lt;em&gt;Lamezia Terme&lt;/em&gt; von weitem sehr schön aussieht, vor allem die Lage im Mittelgebirge. Am Bahnhof findet man hier neben einer Bushaltestelle, wo neben Flixbusse eben die Zubringer zum Flughafen stehen, auch noch ein paar Hotels für Leute, die direkt am Flughafen übernachten um möglichst früh loszukommen oder spät angekommen sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-20 13-29-41 7749.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Bahnhofsgebäude&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-20 13-40-49 7752.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Umgebung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Fahrt nach &lt;em&gt;Salerno&lt;/em&gt; verbringe ich dieses Mal in einem &lt;a href="https://www.italotreno.it/en"&gt;.italo&lt;/a&gt;, einem Hochgeschwindigkeitszug eines privaten italienischen Anbieters. Im Gegensatz zu Flixbus fährt man hier nicht mit „altem Schrott“ durch die Gegend sondern mit modernen Hochgeschwindigkeitszügen, die ebenso wie die Hochgeschwindigkeitszüge der italienischen Staatsbahn &lt;em&gt;Trenitalia&lt;/em&gt; von &lt;em&gt;Alstom&lt;/em&gt; gefertigt wurden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider sind auch hier die Sitze innen aus Leder (oder Kunstleder), so ein italienisches Ding. Ich mag Leder überhaupt nicht gerne, man rutscht irgendwie ständig. Außerdem wirken Teppich und Textilsitze im Gegensatz zu Kunstoffboden und Ledersitzen viel mehr schalldämpfend.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-20 14-57-48 7774.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Innenansicht eines .italo in der 2. Klasse&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-20 17-37-37 7792.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Zug außen dann in Salerno&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider haben italienische Schnellfahrstrecken sehr viele Tunnel, was zu ständigen Druckunterschieden führt, gerade bei den hohen Geschwindigkeiten. Die Fahrzeuge sind offenbar auch ziemlich schlecht dafür ausgerüstet. Ich habe mir dann mal die Mühe gemacht und mit der excellenten &lt;a href="https://phyphox.org/de/home-de/"&gt;PhyPhox&lt;/a&gt; App, die sehr viele Sensoren des Smartphones direkt für physikalische Experimente zugänglich macht, das Ganze zu messen. Leider habe ich die Diagramme gelöscht. Jedenfalls ergibt sich im Vergleich zum ICE4 zwischen München und Nürnberg ein sehr viel schnellerer Druckabfall bzw. -ansieg. Es macht den Eindruck dass die italienischen Fahrzeuge den Druckunterschied quasi ungefiltert an die Passagiere weitergeben während die ICE4 besser druckertüchtigt sind und den Druckabfall stark verlangsamen. Dazu muss man dann allerdings auch erwähnen dass mir die ICE4 diesbegzüglich immer schon als sehr positiv aufgefallen sind, ältere Fahrzeuge (gerade auch die alten IC-Wagen des alten &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnchen-N%C3%BCrnberg-Express"&gt;München-Nürnberg-Express&lt;/a&gt;) sind da schlechter. Außerdem hat man in Deutschland keine stundenlangen Fahrten auf Schnellfahrstrecken mit ständigen Tunneln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Vermessen der Druckunterschiede macht sie zwar nicht angenehmer, allerdings weiß ich jetzt immerhin dass meine Organe richtig liegen und es ist auch ein netter Zeitvertreib gewesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein Zimmer liegt direkt am Bahnhof, es soll morgen früh losgehen. Leider ist hier weniger die Druck- sondern die Schalldämmung das Problem: selbst mit geschlossenem Fenster hört man die Eisenbahngeräusche und sogar die Ansagen. Checkin wieder kontaktlos über What's App. Irgendwie schon sehr anonym alles, aber Hotels sind mir halt im Vergleich dann einfach zu teuer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider wird es langsam dunkel, trotzdem reicht die Zeit noch für einen Stadtrundgang in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Salerno"&gt;Salerno&lt;/a&gt;, der knapp 130000 Einwohner großen Hauptstadt der Provinz &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kampanien"&gt;Kampanien&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-20 17-48-22 7797.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Zimmer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-20 18-12-00 7803.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Piazza della Concordia&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-20 18-15-27 7808.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Hafen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-20 18-20-55 7812.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf die Stadt und die Burg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-20 19-27-38 7825.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für die Burg reicht es natürlich zeitlich nicht mehr und von der Innenstadt ergeben sich auch keine schönen Fotos bei Dunkelheit. Die Stadt wäre definiv einen Zwischenstopp von 1-2 Tagen wert gewesen!  Aber es hilft nichts.&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Pizzo                      ab 12:58  R 5476
Lamezia Terme Centrale     an 13:23
Lamezia Terme Centrale     ab 14:52  italo 8158
Salerno                    an 17:19
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;h3&gt;Dienstag: über die Alpen&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich wollte ich ja komplett nach Hause heute, hab mich dann aber spontan für eine Zwischenübernachtung in Innsbruck entschieden. Das Ticket war dann zwar schon gebucht, aber der Preis von 40 € ab Padova geht auch bis Innsbruck noch in Ordnung. &lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Salerno                    ab 07:13  Frecciarossa 9414
Padova                     an 13:04
Padova                     ab 14:03  EC 82
Innsbruck Hbf              an 18:36
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Dieses Mal hatte ich die Trenitalia gebucht, in der ersten Klasse für 40 €. Schnäppchen! Leider halt wieder alles Leder, einen 4er Sitz, der zwar irgendwie elektrisch verstellbar aber doch wegen dem Leder nicht wirklich bequem ist, dazu die ganzen Tunnel. Kann mich an keine Zugfahrt erinnern die ich als so unangenehm empfunden habe wie diese lange Fahrt. Ich war daher froh, als ich in Padova war und durchatmen konnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-21 07-02-12 7870.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-21 07-03-30 7871.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Ausblick aus dem Fenster war zumindest in der Toskana durchaus nett:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-21 10-23-12 7896.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Padova fühlt sich dann schon viel vertrauter an. Norditalien und Süditalien trennen halt irgendwie Welten. Insgesamt mag ich zwar Italien, einige Dinge sind mir aber zu laut und hektisch, vor allem eben im Süden. Südtirol/Trentino oder das Tessin sind für mich die richtige Mischung aus beidem.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-21 13-07-17 7907.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Haupthalle des Bahnhofs in Padova&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-21 13-27-57 7909.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Burg in Padova&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-21 14-02-18 7917.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der vertraute Brenner-EC&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen in &lt;em&gt;Innsbruck&lt;/em&gt;. Ich bin froh, die Zwischenübernachtung gewählt zu haben. Es reicht einfach für heute. Die Zugfahrt war bei weitem anstrengender als die Wanderung. Vielleicht sollte ich doch mal Noise-Cancelling-Kopfhörer probieren. Gegen die Druckunterschiede hilft das aber auch nicht. Alleine deshalb fand ich die Fahrt mit dem EuroCity über die Alpen eine Erholung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-21 18-47-22 7945.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Innsbruck Hbf&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-22 09-33-42 7955.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Zimmer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Mittwoch: jetzt ganz nach Hause&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Tja, am Morgen genieße ich noch kurz den Ausblick in Innsbruck und fahre mit der Straßenbahn zum Hauptbahnhof&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-03-22 09-47-15 7963.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Innsbruck Hbf          ab 10:40   EC 286
München Hbf            an 12:27
München Hbf            ab 12:42   ICE 506
Nürnberg Hbf           ab 13:49
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;h3&gt;Fazit&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Tja, was soll ich sagen: tolle Wanderung aber die Zugfahrt war strapaziös. Ich würde es rückblickend daher anders gestalten: kein Nachtzug, die Fahrt in Norditalien splitten und ein paar Tage mehr unten verbringen damit es sich lohnt. Bis an die Südspitze fahren, ein, zwei Tage an der Küste verbringen und entspannen, irgendwie so. Auf jeden Fall der richtige Ort, um dem mitteleuropäischen Winter zu entfliehen. Mitte März hat sich angefühlt wie Ende April.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und ganz zum Schluss: die Stempelkarten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-08-05 10-01-25 2068.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_03_kalabrien/23-08-05 10-01-54 2069.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="bahn"/></entry><entry><title>Tagestour zum Hochgrat</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2023-07-hochgrat.html" rel="alternate"/><published>2023-07-29T00:00:00+02:00</published><updated>2023-07-29T00:00:00+02:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2023-07-29:/pelican/2023-07-hochgrat.html</id><summary type="html">&lt;h2&gt;Anreise&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich wollte mal wieder eine Tagestour ins Allgäu machen, nachdem ich letztes
Jahr eine Wanderung zur Bergstation der Nebenhornbahn gemacht hatte.
Tatsächlich lässt sich das auch als Zweitagestour mit Übernachtung
am &lt;a href="https://www.staufner-haus.de"&gt;Staufner Haus&lt;/a&gt; machen, leider waren
an diesem Samstag bereits alles ausgebucht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zur Talstation der Hochgratbahn existiert eine gute ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;h2&gt;Anreise&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich wollte mal wieder eine Tagestour ins Allgäu machen, nachdem ich letztes
Jahr eine Wanderung zur Bergstation der Nebenhornbahn gemacht hatte.
Tatsächlich lässt sich das auch als Zweitagestour mit Übernachtung
am &lt;a href="https://www.staufner-haus.de"&gt;Staufner Haus&lt;/a&gt; machen, leider waren
an diesem Samstag bereits alles ausgebucht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zur Talstation der Hochgratbahn existiert eine gute Busverbindung,
deren Fahrplan auf die Zugverbindung aus Richtung Buchloe abgestimmt 
ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt im Prinzip zwei gute Verbindungen am Morgen im Nahverkehr:&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Nürnberg Hbf                       ab 07:16      RE 7
Oberstaufen                        an 10:20
Oberstaufen                        ab 10:45      Bus 95
Steibis Hochgratbahn, Oberstaufen  an 11:06
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Nürnberg Hbf                       ab 08:38      RE 16
Augsburg Hbf                       an 10:29
Augsburg Hbf                       ab 10:42      RE 7
Oberstaufen                        an 12:20
Oberstaufen                        ab 12:40      Bus 95
Steibis Hochgratbahn, Oberstaufen  an 13:01
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Ich hatte mich für die spätere Anreise entschieden, einfach weil ich nicht
direkt in Nürnberg wohne und es dann sehr früh wird. Außerdem fahren die Züge
mit der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/DB-Baureihe_612_(1998)"&gt;Bahnreihe 612&lt;/a&gt;, die
ich nicht sonderlich mag, da sehr laut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der 20-Minuten-Anschluss in &lt;em&gt;Oberstaufen&lt;/em&gt; war dann auch nötig.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Und los&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_hochgrat/23-07-22 13-06-48 1810.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Endlich angekommen an der Talstation&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Weg ist einfach. Zunächst geht's auf Asphalt, dann auf gut begehbarem Schotter,
aber dennoch steil den Berg hoch. Herrliche Ausblicke nach unten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_hochgrat/23-07-22 13-35-27 1815.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Mix aus Wolken und Sonne macht den Himmel noch schöner&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_hochgrat/23-07-22 14-04-59 1830.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Herrlicher Blick nach hinten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_hochgrat/23-07-22 15-17-51 1849.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mit dieser Seilbahn geht's am Ende wieder nach unten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oben angekommen ein herrlicher Ausblick. Leider schaffe ich es zeitlich nicht mehr auf's Hochgrat,
die letzte Talfahrt und der letzte Bus setzen ein Limit, und ich möchte ungern dann bergab
in Zeitdruck geraten!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_hochgrat/23-07-22 16-19-54 1858.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick oben an der Bergstation in die andere Richtung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Trotzdem reicht die Zeit dann noch in der Gastronomie der Bergstation (das ist nicht das
&lt;em&gt;Staufner Haus,&lt;/em&gt; welches man auf dem Foto oben erkennen kann und welches etwas abseits liegt).&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Die Seilbahn&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hochgratbahn"&gt;Hochgratbahn&lt;/a&gt; wurde 1972 eröffnet. Die Einzelfahrt
hat 14,40 € gekostet, was ich in Ordnung finde. Und mit diesen schicken Vierergondeln geht
es dann auch schon wieder nach unten. Es war selbst Schluss kein Andrang, kenne das bei anderen
Seilbahnen tatsächlich anders.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_hochgrat/23-07-22 16-34-48 1866.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Rückfahrt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Auch für die Rückfahrt ein Fahrplan. Diesmal war der durchgehende &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/DB-Baureihe_612_(1998)"&gt;612er&lt;/a&gt;
unumgänglich. Hat dann auch mit einer halben Stunde Verspätung funktioniert.&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Steibis Hochgratbahn, Oberstaufen  ab 17:05      Bus 95
Oberstaufen                        an 17:29
Oberstaufen                        ab 17:47      RE 7
Nürnberg Hbf                       ab 20:39
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Echt schöne Gegend, lädt aber vor allem ein, länger dort zu bleiben. Für eine Tagestour war es mir irgendwie
im Nachhinein zu stressig weil es vor allem viel Zugfahren war. Wusste ich vorher, hängt auch immer etwas
vom persönlichen Zustand ab, ob man es als stressig oder angenehm empfindet.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Die Tour&lt;/h2&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/tour/1224986712/embed?profile=1" width="100%" height="700" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_hochgrat/23-07-22 13-13-09 1811.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Überblick über die Wanderwege&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="wandern"/><category term="berge"/></entry><entry><title>Hüttenwanderung im Rätikon/Montafon</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2023-07-montafon.html" rel="alternate"/><published>2023-07-13T00:00:00+02:00</published><updated>2023-07-13T00:00:00+02:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2023-07-13:/pelican/2023-07-montafon.html</id><summary type="html">&lt;h2&gt;Planung und Anreise&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Es war Sommer und ich wollte endlich mal wieder ins Gebirge. Im Portal des
&lt;a href="https://www.alpenverein.de"&gt;Deutschen Alpenvereins&lt;/a&gt; fand ich eine 4-tägige
Hüttentour, die mir nicht zu anspruchsvoll erschien, was Länge und Technik
betrifft: &lt;a href="https://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/huettentour-luenersee-raetikon-leicht/52229049/#dmdtab=oax-tab3"&gt;Hüttentour Lünersee/Rätikon
"Leicht"&lt;/a&gt;
– allerdings muss man „leicht“ und „familienfreundlich“ schon auch immer im
Kontext ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;h2&gt;Planung und Anreise&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Es war Sommer und ich wollte endlich mal wieder ins Gebirge. Im Portal des
&lt;a href="https://www.alpenverein.de"&gt;Deutschen Alpenvereins&lt;/a&gt; fand ich eine 4-tägige
Hüttentour, die mir nicht zu anspruchsvoll erschien, was Länge und Technik
betrifft: &lt;a href="https://www.alpenvereinaktiv.com/de/tour/huettentour-luenersee-raetikon-leicht/52229049/#dmdtab=oax-tab3"&gt;Hüttentour Lünersee/Rätikon
"Leicht"&lt;/a&gt;
– allerdings muss man „leicht“ und „familienfreundlich“ schon auch immer im
Kontext von Bergtouren sehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die drei Hütten lassen sich jeweils über das Portal der Alpenvereine auf den
jeweiligen Webseiten buchen. Ich hatte die Tour relativ kurzfristig gebucht und
so gelegt, dass ich nicht am Samstag übernachten musste, einfach weil
schon alles ausgebucht war.  Insofern bekam ich sogar jeweils einen Platz im
Mehrbettzimmer, was ich doch als angenehmer empfinde wie in diesen großen
Matratzenlagern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erstmal die gewanderte Tour auf Komoot:&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/collection/2243190/embed" width="100%" height="580" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;p&gt;Zur Einordnung: Das &lt;em&gt;Rätikon&lt;/em&gt; liegt in &lt;em&gt;Montafon&lt;/em&gt; im Bundesland &lt;em&gt;Vorarlberg&lt;/em&gt; in Österreich
an der Grenze zur Schweiz südlich von Liechtenstein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anreise war dann am Samstag, ich fuhr mit dem Zug eine relativ unspektakuläre
Verbindung über Lindau mit ein paar Umstiegen. Aus Komfortgründen, also weil
ich diese lauten Dieseltriebwagen der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/DB-Baureihe_612_(1998)"&gt;Baureihe
612&lt;/a&gt; nicht so lange
ertrage, fuhr ich zwischen Ansbach und Buchloe im IC »Nebelhorn« (so heißt der
Zugteil nach Oberstdorf, er fährt bis &lt;em&gt;Augsburg&lt;/em&gt; zusammen mit dem »Königsee«,
der logischerweise dann in &lt;em&gt;Berchtesgaden&lt;/em&gt; endet), der angenehm leer war und
kurzfristig noch günstig für 13 € zu buchen. Der Rest dann mit
Deutschlandticket im Nahverkehr bzw. in Österreich mit einer Streckenfahrkarte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für die Anreise nahm ich mir einen Tag Zeit. Mit Mühe und Not hätte man zwar
die Anreise mit dem Aufstieg kombinieren können, ich hab allerdings lieber
etwas Puffer und am Samstag war ja eh nichts frei auf der Hütte. Ich habe also
einen Tag im Tal übernachtet, und zwar in &lt;em&gt;Tschaguns&lt;/em&gt;. Von dort ist man in ca.
20 Minuten zu Fuß in Schruns, dem Endpunkt der
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Montafonerbahn"&gt;Montafonerbahn&lt;/a&gt;, die allerdings
mittlerweile mit ÖBB-Zügen durchgehend von Lindau befahren wird und somit sich
nicht von einer anderen Bahnstrecke in Österreich unterscheidet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-08 19-12-59 1153.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schruns&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-08 19-23-22 1164.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Ill&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-08 19-34-26 1167.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Tschaguns&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Hotel in Tschaguns war ganz nett, aber mit 100 € schon auch fast auf
schweizer Preisniveau. Nachdem aber die nächsten drei Übernachtungen dann auf
Berghütten waren, relativiert sich das dann aber.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Tag 1: Von der Seilbahn zur Heinrich-Hueter-Hütte&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Vom Hotel zur Talstation der Seilbahn hätte es einen Bus gegeben, ich bin dann
aber zu Fuß hoch. Es war eine sehr schweißtreibende Angelegenheit, da es
bereits am Morgen schwülheiß war. Ich freute mich auf die Kühle oben am Berg.
Es geht zum Glück viel durch den schattigen Wald.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-09 09-13-52 1171.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nochmal der Blick zurück&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nanu? Mitten im Wald ein Turm?  Das Ganze wird auf einer Tafel erklärt: es
handelt sich um einen Messpfeiler, für den ein Turm gebaut wurde, weil man
ansonsten die Bäume hätte fällen müssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-09 10-27-36 1178.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen am Stausee, wo zugleich die Talstation der Seilbahn ist. Wobei
es noch eine Talstation weiter unten gibt, deren Sinn mir nicht so ganz klar ist,
da man hier auch mit dem Bus fahren kann und der halt deutlich günstiger ist
als diese Seilbahn. Eventuell hängt es mit der Sommerrodelbahn zusammen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-09 10-43-45 1181.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Bergfahrt bis ganz nach oben kostet 24 €, was ich angesichts der Karte
für Hin- und Rückfahrt mit 28,50 € schon übertrieben finde. Man zieht halt dadurch
Leute an, die nur hochfahren zum Essen oder um kurz auf den Golm zu steigen.
Mir wurde aber auch bewusst dass so ein Familienurlaub in den Bergen vor allem 
eine teure Angelegenheit ist wenn man nicht nur wandern möchte sondern solche
Dinge wie diese Bobbahn macht. Können sich im Prinzip nur Akademiker leisten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-09 11-08-16 1188.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Gondel der Golmbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oben angekommen war's dann bereits Mittag und ich hab erstmal was zu Essen
gekauft. Am Sonntag waren ja unten alle Läden geschlossen. Leider war es
ziemlich voll so dass ich tatsächlich bei diesem schönen Wetter innen sitzen musste.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-09 12-33-06 1196.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bergstation und Restaurant&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Golmgipfel hab ich dann irgendwie „verpennt“, bin nämlich gleich der Wanderung
entlang. Der Trubel war dann auch schon weg, die meisten Leute sind bloß hoch zum Essen
und zum Golm oder um die Rutsche nach unten (von der Mittelstation der Bergbahn)
zu nehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es war himmlisch kühl. Alles richtig gemacht!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-09 12-42-33 1205.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kühe und Ausblick bei schönem Wetter, was will man mehr im Urlaub&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Wanderweg führt dann erstmal nur bergab, teilweise durch den Wald. An manchen Stellen
unangenehm steil (bergab laufen fällt mir immer schwer), allerdings nichts wirklich
wildes und gut zu gehen. Vor allem erstaunlich wenig los an einem Sonntag. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-09 12-46-41 1208.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-09 13-44-36 1229.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Beschilderung und Markierung sind insgesamt klasse. Ich hätte weder
GPS noch eine Karte gebraucht, um den Weg zu finden. Je weiter runter ins Tal
es geht, desto wärmer wird es. Verdammt, ich hatte mich auf eine kühle Wanderung
gefreut, ja im Vorfeld überlegt welche wärmenden Sachen ich einpacken soll
und mir Sorgen gemacht, dass die Isolationsweste reicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unten im Tal in &lt;em&gt;Rellstal&lt;/em&gt; angekommen – dort gäbe es sogar einen
&lt;a href="https://www.montafon.at/de/Bergerlebnisse/Wandern/Wanderbus"&gt;Wanderbus&lt;/a&gt;, der
in den Sommermonaten fährt. Jedenfalls ist jetzt die Hütte schon fast in
Sichtweite, nur noch ein paar Höhenmeter wieder hoch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-09 16-30-59 1258.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://hueterhuette.at/"&gt;Heinrich-Hueter-Hütte&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dort angekommen erstmal „eingecheckt“. Leider waren im Mehrbettzimmer schon
die unteren Betten vergeben. Ich mag die vor allem deshalb lieber, weil es nachts
kühler ist. So ein Mehrbettzimmer heizt sich halt doch immer schnell auf, selbst
im kühlen Gebirge.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Hütte war relativ modern: man bekam eine Chipkarte für Essen und Getränke
und konnte sogar mit Karte bezahlen. Die Übernachtung im Mehrbettzimmer hat bei
allen DAV/ÖAV-Hütten als Mitglied 20 € gekostet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jetzt aber erstmal „abschalten“, die Ruhe genießen, noch was lesen und
lecker essen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-10 08-21-57 1277.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bett im 4-Bett-Zimmer (belegt mit drei Leuten)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-10 08-22-13 1278.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Hütte innen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-09 17-34-37 1266.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zimba&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-09 18-06-12 1270.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Spintatknödel mit Salat&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Tag 2: Über den Lünersee zur Totalphütte&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nachts habe ich nicht ganz so gut geschlafen: die Damen sind irgendwie ständig
auf die Toilette gegangen und tatsächlich haben die Kuhglocken auch etwas
gestört. Geschlossenes Fenster sind aber auch keine Option.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist bewölkt, ich bin mir nicht sicher, ob nicht doch Regen aufzieht. Aber
auch mal angenehm nicht in der prallen Sonne laufen zu müssen. Aber erstmal
draußen frühstücken. Es gibt kein Buffet (haben wohl Angst, dass die Leute
was einpacken) sondern man konnte vorher zwischen Varianten wählen. Kaffee,
Tee und O-Saft gibt's aber am Buffet. Während Übernachtung günstig ist
und das Abendessen preislich in Ordnung, wird beim Frühstück kräftig kassiert:
über 16 € für Getränke, zwei Scheiben Brot und etwas Wurst und Käse finde
ich schon etwas übertrieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warm Duschen kostet im übrigen 1 € für zwei Minuten, was ich für eine Berghütte,
die mit einem Gastank versorgt wird, schon günstig finde. Campingplätze
verlangen teilweise das gleiche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-10 08-27-11 1284.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick am Morgen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt zwei Wege von der &lt;em&gt;Heinrich-Hueter-Hütte&lt;/em&gt; zum &lt;em&gt;Lünersee&lt;/em&gt;: ein
einfacher südlich und ein als „alpiner Steig“ gekennzeichneter nördlich.
Die geplante Tour führt natürlich südlich am &lt;em&gt;Gipsköpfle&lt;/em&gt; vorbei.
Der Weg ist gut zu gehen, nur am Ende ist er dann etwas steil.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-10 08-48-27 1296.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-10 09-55-23 1306.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick zurück&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-10 10-51-21 1320.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und hier kann man den Lünersee schon erspähen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCnersee"&gt;Lünersee&lt;/a&gt; ist ein künstlicher
Stausee und einer der größten Seen im österreichischen Bundesland Vorarlberg.
Sein Pumpspeicherkraftwerk, das Lünerseewerk, war mit seiner Leistung von 280
MW lange Zeit das leistungsstärkste Pumpspeicherkraftwerk der Welt. (Quelle:
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCnersee"&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber erstmal runter. Just in der halben Stunde verschwinden dann die Wolken
für den restlichen Tag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-10 11-19-20 1329.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-10 11-54-45 1347.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hier sieht man die Staumauer ganz gut&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf dem Foto ist dann auch die &lt;a href="https://www.douglasshuette.at"&gt;Douglashütte&lt;/a&gt; zu
erkennen, daneben die Talstation der Seilbahn. Ich nutze die Hütte für eine
Kaffeepause.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-10 11-59-32 1351.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick von der Staumauer zur Talstation der Lünerseebahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-10 13-00-51 1371.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Panorama&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Langsam kommen mir Zweifel, ob die Tour zur &lt;em&gt;Totalphütte&lt;/em&gt; das richtige war.
Komoot zeigt 30 % Steigung an, es schaut schon schwierig aus irgendwie. Hoch
ist ja nicht das Problem aber runter. Hatte verschiedene Alternativen überlegt, also
auf der Douglashütte übernachten, mich dann aber entschieden, es zu probieren.
Und nur soweit zu gehen wie ich wieder zurück kann. Also mehrmals die Gegenprobe
gemacht (Stück zurück). Zum Schluss noch ein Altschneefeld, das man aber umgehen
kann, und schon ist die Hütte in Sicht. Ging eigentlich. Puh.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-10 15-08-19 1391.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-10 16-00-31 1396.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Materialseilbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Hütte selbst ist nur ein paar Jahre alt, da die alte wegen Staub/Geröll eingestürzt
ist. Alles aus Holz, wirkt sehr wohnlich und modern. Vor allem aber ist es hier
sehr ruhig und angenehm kühl auf knapp 2400 m. Bin beeindruckt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-10 16-37-44 1406.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Totalphütte&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diesmal war ich der erste am 8-Bett-Zimmer und konnte mir den Platz aussuchen. Unten
am Fenster. Toll hier oben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-11 08-05-22 1433.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-10 20-03-06 1419.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir sind hier ca. ein Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt. Es wurde
empfohlen, Roaming zu deaktivieren und WLAN zu buchen (1 €), allerdings kann
man ja auch einfach die manuelle Providerwahl nutzen. In Österreich habe ich
ohnehin immer A1.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim Abendessen hat man die Wahl zwischen Halbpension (mit Suppe und
Nachspeise) und dem Bergsteigeressen, wo man das Frühstück dann extra bucht.
Hatte mich etwas geärgert weil die Käsespätzle ziemlich salzig waren und das
günstige Bergsteigeressen – in dem Fall Spaghetti Bolognese – besser
ausgeschaut hat. Was soll's.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Tisch saß ein deutsch-schottisches Paar und eine junge Frau, die auf der
Nachbarshütte arbeitet und ihren freien Tag nutzt. Wie in der Schweiz
wurden die Plätze vom Personal per Schild eingeteilt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-10 18-37-47 1417.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Käsespätzle&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die meisten Leute verbringen den ganzen Abend in der Gaststube, ich gehe 
manchmal gerne aufs Zimmer und lese etwas. Schön ruhig. Wenn ich bis 22 Uhr
da sitze und rede ist das die Garantie, dass ich nicht schlafen kann. Zumindest
nicht sofort. Mir geht dann zuviel durch den Kopf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im übrigen habe ich die komplette Zeit auf Social Media und Nachrichtenkonsum
verzichtet. Die Welt ist nicht untergegangen. Am besten lässt man die Probleme
unten im Tal, sie laufen unter Garantie nicht weg. Und wenn: umso besser!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Körperlich ging's mir gut, hatte aber einen leichten Muskelkater vom Vortag (also
vom bergab laufen). &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Zimmer kam dann noch eine 5er-Gruppe. Der eine Herr wollte mich dann erst
nicht reinlassen, weil er dachte, dass die Gruppe das Zimmer für sich hätte
(waren ursprünglich 6 Leute, einer abgesprungen). Auf meinen Hinweis dass das
ja sowieso 8 Betten sind, also selbst in diesem Fall zwei andere da sein könnten,
war er dann freundlicher.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dazu kommt, dass auch eine ausreservierte Hütte nicht unbedingt voll ist, da ein
bestimmtes Kontingent nicht reserviert werden darf und kurzfristig ankommenden
Gästen zur Verfügung stehen muss. Gibt ja immer Gründe dass man es nicht so
weit schafft wie geplant und man notübernachten muss. Jedenfalls blieben die
zwei verbleibenden Betten dann leer.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Tag 3: Totalphütte zur Lindauer Hütte&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich schlief die Nacht so gut wie lange nicht. Das Bett war super bequem.
Zwar benutzt man trotzdem einen Hüttenschlafsack, da die Bettwäsche nicht
täglich gereiigt wird, ansonsten war es aber komfortabel wie im Hotel.
Solange die anderen Leute ruhig sind, kann ich das ganz gut ausblenden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Frühstück gab's hier vom Buffet. Um 22 Uhr ist normalerweise Hüttenruhe bis 6
Uhr, Frühstück von 7 bis 8 Uhr. Mir persönlich passt das alles besser als im
Hotel wo es oft erst ab 8 Uhr Frühstück gibt. Auf Berghütten weiter „drin“ im
Gebirge, die Leute Hochtouren gehen, wird aber häufig sehr viel früher
aufgestanden, da die Leute teilweise schon im Dunkeln losgehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Tag startet sonnig. Die Wettervorhersagen waren gemischt, manche gingen
von Gewittern aus, manche nicht. Mein Bauchgefühl sagt mir dass heute nichts kommt,
im Prinzip hatte ich dann auch Recht: es gab zwar ein Gewitter, aber dann
erst um 21 Uhr. Es war jedenfalls heiß ohne übermäßig schwül zu sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-11 06-57-29 1427.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tatsächlich fand ich den Abstieg einfacher als befürchtet. Vielleicht
half es mir dass ich den Weg kannte und wusste wo die etwas schwierigen Stellen
sind, aber eben auch wusste, dass nichts schlimmes kommt, also vor allem
keine seilversicherten Passagen, wo man einen Abhang runterblicken muss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es kamen doch einige entgegen, die dann vermutlich von der Douglashütte
gestartet sind oder über die Seilbahn kamen. Überholer hatte ich keine, die
meisten gingen entweder weiter den schwierigen Weg den Berg hoch oder
waren schon vorher unterwegs. Hab mir auch bewusst Zeit gelassen, um kurz
nach 8 Uhr zu starten reicht locker und auf 10 Minuten kommt's nicht an. Nerviger
ist wenn ständig Leute vorbei wollen; ich weiß dass ich langsam bin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-11 08-49-56 1442.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unten angekommen fiel mir erstmal ein Stein vom Herzen in den See. Nochmal der
Blick zurück wo man den Weg gut erkennt. Ich war sogar ein kleines bisschen
stolz auf mich, obwohl das für fast alle anderen total einfach ist. Man muss
aber ja auch immer dran denken dass die meisten, denen es schwerer fällt, dann
nicht in die Berge gehen. Aber gerade auch die Konzentration auf das Gehen mag
ich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-11 10-21-20 1456.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf der &lt;em&gt;Lünerseealpe&lt;/em&gt; (es war so gegen 10 Uhr) hab ich dann Pause gemacht.
Einen leckeren Kuchen mit Holundersaft, zwei Käsebrote hab ich mir einpacken lassen
für später. Gebirge heißt für mich auch immer gutes Essen und der Preis ist mir
letztlich auch egal. Das ist fast immer handgemacht mit guten, regionalen Zutaten,
dafür gebe ich gerne mal 20 € aus statt für mit viel Marketing verkauftes
hippes Mikrowellenessen im Speisewagen des ICE.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bin mehr oder weniger Allesesser ohne bekannte Allergien. Mag Fleisch, muss es
aber nicht jeden Tag haben. Man sieht mittlerweile auch Hafermilch oder
Mandelmilch auf Berghütten – meine Sache ist es (geschmacklich) nicht. Soll
einfach jeder halten wie er mag. In der Realität wird das alles nicht so heiß
diskutiert wie in den sozialen Medien, wo man geschützt vor den eigenen Wänden
giftige Tweets und Tröts raushaut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Frisch gestärkt geht es den Berg auf der anderen Seite hoch. Sogar Murmeltieren
begegne ich, leider lassen sie sich schlecht fotografieren ohne Zoom.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-11 11-15-05 1473.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-11 11-15-10 1475.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-11 11-46-29 1493.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mal ein Selfie, leider ziemlich verschwitzt. Die Daunenweste hätte ich im 
Schrank lassen können. Aber better safe than sorry!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-11 12-00-07 1496.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oben angekommen sieht man jetzt ungefähr wo es hingeht: nochmal runter
in ein „Zwischental“ wo dann rechts das &lt;em&gt;Schweizer Tor&lt;/em&gt; weggeht (und links
ins &lt;em&gt;Rellstal&lt;/em&gt;). &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-11 12-17-06 1503.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unten angekommen das &lt;em&gt;Schweizer Tor&lt;/em&gt; dann in groß:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-11 12-45-52 1515.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schweizer Tor&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-11 12-58-25 1520.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Ziel ist die Lindauer Hütte&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-11 13-01-18 1525.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick zurück&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-11 13-02-44 1526.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dann nochmal hoch zum &lt;em&gt;Öfapass&lt;/em&gt;. Aufstieg wie immer einfach. Oben angekommen
sieht man in der Ferne dann schon das Ziel: die &lt;a href="https://lindauerhuette.com/"&gt;Lindauer
Hütte&lt;/a&gt;. Leider sind es bis dahin aber noch rund
700 Höhenmeter Abstieg, ingesamt heute 1100 m nach unten, was ziemlich
anstregend war. Die Gelenke verkraften es ganz gut, aber meine Muskeln
entwickeln einen Kater und mein Nacken tut weh (ähnlicher Effekt wie
Handynacken durch das ständige abwärts gucken).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-11 13-27-27 1535.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An manchen Stellen fand ich es nervig zu gehen, ich wurde dann auch schlicht müde.
Es war gegen halb vier. Aber das Wetter ist ja noch perfekt, keine Eile also.
Rechts an den Wänden wird geklettert, einige auf der Hütte nutzen sie auch
als Basislager zum Klettern. Außerdem ist die Hütte per Mountainbike erreichbar.
Die letzten 2 Kilometer wird es auch flacher und man läuft auf einer Fahrstraße.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-11 15-34-07 1563.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier nutze ich dann auch mein neuestes Utensil, einen &lt;a href="https://www.unterwegs.biz/katadyn-befree-wasserfilter-519316.html?groesse=0%2C6%20Liter"&gt;Katadyn BeFree
Wasserfilter&lt;/a&gt;.
Damit kann man Wasser aus Bächen und Seen trinken. Zwar werden „nur“ Bakterien
und keine Viren gefiltert, in der Praxis reicht das aber aus solange man kein
Wasser aus einem Klärwerk oder so trinken will.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erstmal kleiner Schock beim Checkin: mein Name fehlt in der Liste.
Mit der Reservierungsbestätigung schauen sie aber dann nochmal ins System
und finden sie. Alles richtig gemacht, aber es wären eh noch Betten frei meinte
die Dame.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Anbau der Hütte ist ziemlich neu, auch wieder alles aus Holz. Ich bin
in einem Achtbettzimmer. Zwei junge Pärchen, eines davon englisch sprechend,
ich und ein einzelner Herr aus England. Gut gefallen mir das Brettchen
und die Steckdosen an den Betten, fast wie in einem Hostel. Dafür
sind ausgerechnet hier die Duschen mit 2 Euro pro 2 Minuten am teuersten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-11 16-01-34 1567.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute gibt's das Bergsteigeressen, Nudeln mit Pilzsoße für knapp 10 €. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-11 17-38-00 1568.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-11 20-09-55 1571.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Alpengarten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tatsächlich hab ich Rückenschmerzen und daher lege ich mich am Abend ins Bett
statt draußen zu sitzen. Gegen 21 Uhr kommt dann auch das Gewitter, das drüben
im Allgäu - wie ich am nächsten Tag erfahre - den kompletten Zugverkehr lahmgelegt hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Internet hab ich hier gar keines. Zwar zwei Striche bei 3G, es gehen aber keine
Daten durch. Die meisten anderen haben schwaches Netz, evtl. sind es
Roamingprobleme bei Vodafone. Ich wollte eigentlich ein Hotel für morgen
buchen, aber gut, wird schon morgen noch was geben.  Als Alternative checke ich
schonmal über die Interrail-App (offline!) Rückfahrmöglichkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am schwarzen Brett hängt ein Bergwetterbericht und der verheißt viel Regen und
Gewitter am nächsten Tag. Der Abstieg ist aber safe, ein Fahrweg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alles in allem aber ein wahnsinnig toller Tag, der absolute Höhepunkt der
Wanderung.  Aber auch froh es geschafft zu haben, nach drei Tagen bin ich
einfach müde.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Tag 4: Abstieg von der Lindauer Hütte&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Morgen verheißt Regen. Hab auch nur mäßig geschlafen aber den Weg nach
unten werde ich schon schaffen. Spontan hab ich mich dann auch für die
Heimfahrt entschieden. Hatte überlegt den EuroCity von Lindau nach München zu
nehmen mit einer bahnjbonus Freifahrt. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber erstmal frühstücken. Leider drinnen und es war mir auch etwas zu voll.
Die Hütte wurde durch einen Anbau erweitert aber die Gastronomie ist fast
schon zu klein für die vielen Gäste, zumindest beim Frühstück wo alles zeitgleich
stattfindet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Glück hat's dann erstmal aufgehört zu regnen als ich gegen 8:30 Uhr dann los
bin. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-12 08-12-39 1576.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ins Tal gibt es eine Fahrstraße (also nicht asphaltiert) und einen Wanderweg. Hab eine
Kombination aus beidem genommen, einfach weil mir der reine Wanderweg zu glitisch
erschien, sollte es dann nochmal regnen. War müde und hatte einfach keine Lust aufzupassen
sondern wollte einfach runter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-12 08-36-05 1583.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_07_montafon/23-07-12 09-36-16 1593.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Netter Weg aber nach den drei spektakulären Tagen dann fast schon langweilig.
Als Alternative gäbe es noch einen Höhenweg wieder zur Bergstation der Golmbahn.
Bei trockenem Wetter hätte ich das vermutlich dann so gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurz vor 11 Uhr dann an der Talstation der Golmbahn, wo auch die Bushaltestelle
ist. Während des Wanderns hatte ich schon die Fahrplanlage gecheckt und
gesehen, dass die EuroCitys (bzw. eigentlich alles) zwischen Lindau und München
wegen Unwetterschäden ausflielen. Letztlich lag der ganze Zugverkehr im Allgäu
darnieder.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das war dann die Gelegenheit für Plan B: die Arlbergbahn von Bluzenz nach
Innsbruck. Zufällig fuhr gerade ein passender RJX von Zürich nach Budapest,
der bis Kufstein fährt. Von dort Umstieg in die BRB nach München und mit dem
RE1 nach Hause. Dank Deutschlandticket und VorteilsCard 66 (so ähnlich wie die
BahnCard 50, d. h. man bekommt in Österreich 50 % Ermäßigung auf alle Tickets
zum Normalpreis, nur dass die eben nur 66 Euro kostet) hat mich die Rückfahrt
dann nur 25 € gekostet.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ja, was soll ich sagen: eine ziemlich geniale Bergtour die ich jederzeit wieder
machen würde. Und zwar einfach genau so, mit der einzigen Abweichung dass ich
Daunenweste und Grödel zu Hause lassen würde. Aber halt nur mit dem Wissen
danach.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und warum immer in die Ferne schweifen wenn das gute liegt so nah. Letztes
Jahr war ich in Schweden, hatte mich lange auf die Tour im Fjäll gefreut,
ewig lange Anreise, schlechtes Wetter, bekam dann auf der Hütte Corona
(also hatte mich aber vorher vermutlich im Zug angesteckt) und musste
letztlich den Rückzug antreten. Irgendwann sicher mal wieder Schweden
oder Schottland, aber es muss auch nicht jedes Jahr sein. Der deutschsprachige
Raum hat wirklich sehr viel zu bieten, und vieles ist doch einfacher
wenn man die Sprache der Menschen spricht, wo man unterwegs ist.&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="wandern"/><category term="berge"/></entry><entry><title>Von Italien bis zu den Pyrenäen</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2023-01-cote-d-azure.html" rel="alternate"/><published>2023-01-13T00:00:00+01:00</published><updated>2023-01-13T00:00:00+01:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2023-01-13:/pelican/2023-01-cote-d-azure.html</id><summary type="html">&lt;h2&gt;Planung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Winter ist nicht meine Jahreszeit. Ich mag durchaus Schnee (aber keinen Wintersport),
aber eben nicht dieses Schmuddelwetter und vor allem nicht die kurzen Tage. Eigentlich
hatte ich überlegt, mal Polarlichter zu gucken und etwas nach Finnland zu fahren,
aber dann wurde mir bewusst: die Tage sind einfach zu kurz ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;h2&gt;Planung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Winter ist nicht meine Jahreszeit. Ich mag durchaus Schnee (aber keinen Wintersport),
aber eben nicht dieses Schmuddelwetter und vor allem nicht die kurzen Tage. Eigentlich
hatte ich überlegt, mal Polarlichter zu gucken und etwas nach Finnland zu fahren,
aber dann wurde mir bewusst: die Tage sind einfach zu kurz. Was die ganze Zeit tun?
Im Hotel hocken? Nee, dann kam mir ne andere Idee.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf meiner Fahrradtour nach Marseille hatte mir &lt;code&gt;@_Hemmschuh&lt;/code&gt; die Zugfahrt
an der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/C%C3%B4te_Bleue"&gt;Côte Bleue&lt;/a&gt;, empfohlen,
leider ging es sich dann zeitlich nicht mehr aus. In die Pyrenänen wollte ich
auch immer schonmal, dort gibt's auch eine kleine Schmalspurstrecke
mit dem &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ligne_de_Cerdagne"&gt;Petit train jaune&lt;/a&gt;
und außerdem wurde erst der NightJet von München nach Mailand nach &lt;em&gt;Genua&lt;/em&gt;
und &lt;em&gt;La Spezia&lt;/em&gt; verlängert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Corona-Beschränkungen waren weg (bis auf Deutschland), und im Sommer würde
ich eh wieder nicht Zug fahren sondern was draußen machen wollen, insofern,
habe ich an meine &lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2020-01-schweiz.html"&gt;Bahnreise 2020 durch die
Schweiz&lt;/a&gt; angeknüpft und wieder die Woche
zwischen Neujahr und Dreikönig gewählt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Route also:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Nightjet nach La Spezia&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Genua&lt;/em&gt; angucken&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;weiter nach &lt;em&gt;Nizza&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;weiter nach &lt;em&gt;Marseille&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Fahrt an der &lt;em&gt;Côte Bleue&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Fahrt zu den Pyrenäen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Fahrt mit dem kleinen gelben Zug&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Nachtzug nach Paris, dann zurück&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Hatte lange gerechnet ob sich Interrail lohnt: leider sind die Reservierungen
im NightJet teuer, im französischen Nachtzug schwer zu bekommen, im TGV braucht
man auch Reservierungen und ansonsten geht es eh mit Regionalzügen ganz gut. Insofern
hab ich mich dagegen entschieden, einzelne Tickets gekauft (mehr dazu im Verlauf).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vor der Reise gebucht hatte ich Anfang Dezember die Hinfahrt nach &lt;em&gt;La Spezia&lt;/em&gt; und
die Rückfahrt. Den Rest hatte ich dann vor Ort bzw. auf dem Smartphone gebucht.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Sonntag: von Nürnberg im NightJet nach La Spezia&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Tagsüber noch gepackt und die Wohnung auf Vordermann gebracht war es nun soweit:&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Nürnberg Hbf         ab 18:27      ICE 881
München Hbf          an 19:41
München Hbf          an 20:09      NJ 40295
La Spezia Centrale   an 11:10
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Der ICE hat 20,90 € gekostet, der NJ 74,90 € im Schlafwagen T3. Kann man nicht meckern.
Vorteil der Nebensaison, im Sommer wird der über Wochen ausgebucht sein. Trotzdem war 
meine Stimmung mau, hatte ich aber schon öfter, das ist in gewisser Weise so ein Effekt
bei mir dass wenn erstmal Stress weg ist dass ich dann in so ein gewisses Loch falle.
Geht aber auch schnell wieder vorüber wenn man unterwegs ist und so war es auch dieses Mal dann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bin normalerweise nicht der große Fan von Speisewagen, aber zeitlich hat es grad gepasst,
ich hatte eh wegen Neujahr nichts großartiges zu Hause, insofern hab ich mir mal das vegane 
Chili gegönnt. Die Portion könnte etwas größer sein aber ansonsten war's lecker. Lobenswert
finde ich dass man mit Porzellangeschirr, echtem Besteck aus Metall und Glas serviert. Das ergibt
einfach ein ganz anderes Ambiente als Plastik. Der Zug wurde trotzdem nicht
entführt sondern fuhr nach München.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-01 18-36-49 4787.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Pünktlich in München Hbf angekommen steuerte ich also den grad einfahrenden Nachtzug 
nach Italien ab und fand das Schlafwagenabteil auch ganz hinten im Zug; der Zugteil nach
Rom ist offensichtlich vorne. An die Lok kann ich mich daher gar nicht erinnern,
vermutlich war's aber eine Taurus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-01 19-45-54 4792.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schlafwagenateil des NightJet&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Abteil „T3“ heißt dass man (potentiell) mit zwei anderen Reisenden des gleichen
Geschlechts sein Abteil teilt. Quasi ein Hostel auf Rädern und kein Hotel. Neben den
normalen Abteilen gibt es noch die „Deluxe“-Variante wo sich im Abteil noch eine kleine
Dusche befindet. Hier versteckt sich links noch ein Waschbecken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zunächst befindet sich das Abteil in Sitzstellung wie abgebildet, man vereinbart dann
mit dem Schlafwagenbetreuer einen Zeitpunkt wo es umgebaut wird. Nachdem noch ein anderer
jüngerer Herr zugestiegen ist und der Steward angekündigt hat, dass in Salzburg noch
jemand kommt, einigten wir uns auf den Umbau kurz vor Salzburg gegen 22 Uhr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Abteil ist vor allem eines: unfassbar eng. Im Grunde empfinde ich es enger als
ein Liegewagenabteil (vor allem wenn man es in 4er-Belegung bucht). Ich hatte die Liege
oben, die ist ziemlich lang (weil der Teil über der Tür dazuzählt), allerdings etwas
komisch versetzt so dass ich es auch irgendwie nicht wirklich bequem fand. Lobenswert
ist allerdings die Klimaanlage, die verrichtet ihren Dienst wirklich leise.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider gibt es auch nur eine Steckdose im Abteil (die beim Waschbecken für den Rasierer
hat nicht gut funktioniert). Wäre wirklich wünschenswert wenn bei jedem Bett neben der
Leseleuchte eine Steckdose wäre, sowas lässt sich eigentlich auch relativ leicht
nachrüsten. Die Schlafwagen haben ja schon einige Zeit auf dem Buckel und sind noch von
der Deutschen Bahn und &lt;em&gt;CityNightLine&lt;/em&gt; gekauft worden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Schlaf war dann auch nicht besonders. Wirklich eingeschlafen bin ich erst nach dem
Rangieren in Villach, immerhin konnte ich per GPS die Fahrt verfolgen und hab dann auch in
den Ohren den Höhenunterschied rund um die Tauernschleuse gemerkt. Erinnert hat mich
das Ganze an den &lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2022-08-alpe-adria-radweg.html"&gt;Alpe-Adria-Radweg&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kann den Schlafwagen insofern nur bedingt empfehlen: besser geschlafen als im Liegewagen
hab ich nämlich auch nicht, insofern lohnt es sich meiner Meinung nach nicht wirklich,
dafür Geld auszugeben. Das nächste Mal würde ich dann auch den Liegewagen in der 4-er
Belegung buchen. In diesem Fall war's aber auch egal, es wäre kaum günstiger gewesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Norditalien angekommen ging es dann auch nochmal richtig schnell zur Sache, wir
erreichten Mailand. Ab da hatte ich dann auch das Abteil für mich da der eine Reisende
ausstieg und der andere in das Abteil von seiner Frau zog: er hatte kurzfristig gebucht,
es war kein privates Abteil mehr verfügbar und aufgrund der Geschlechtertrennung mussten
sie getrennt reisen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der schönste Abschnitt war dann entlang der &lt;em&gt;Cinque Terre&lt;/em&gt;, allerdings geht es ziemlich
häufig durch Tunnel so dass man doch weniger sieht als erhofft.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Montag: La Spezia&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Angekommen in &lt;em&gt;La Spezia&lt;/em&gt; war ich vor allem eines: müde. Im Zug hab ich das gar nicht so
gemerkt, trotzdem ging ich kurz durch die Stadt und war eigentlich in einer „ich will nur
noch nach Hause“-Stimmung. Erst an der Küste mit etwas Ruhe und frischer Luft ging es dann
wieder. Es war bewölkt aber trocken und – wie überall in Europa zu dieser Zeit – mild.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-02 13-08-09 4847.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Castello_San_Giorgio"&gt;Castello San Giorgio&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-02 12-45-15 4837.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Küste in La Spezia&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-02 12-46-45 4839.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Leuchtturm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-02 13-24-44 4853.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Innenstadt von La Spezia&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-02 13-12-36 4850.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick von der Burg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie schon geschrieben war ich ziemlich müde und das Hotel hatte ich ohnehin in &lt;em&gt;Genua&lt;/em&gt;
gebucht. Insofern ging es dann relativ schnell wieder zurück zum Bahnhof und mit diesem
Zug wieder nach &lt;em&gt;Genua&lt;/em&gt;. Das Ticket am Automaten hat 9,30 € gekostet. Etwas nervig
dass fast alle Regionalzüge nur bis &lt;em&gt;Genova Brignole&lt;/em&gt; fahren und man für einen Bahnhof
noch einmal umsteigen muss.&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;La Spezia Centrale        ab 13:50      RV 3270
Genova Brignole           an 15:15
Genova Brignole           ab 15:20      R 12052
Genova Piazza Principe    ab 15:26
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;In Genua dann erstmal in das &lt;a href="https://www.hotel-bb.com/de/hotel/genova"&gt;B&amp;amp;B Hotel Genua&lt;/a&gt;
direkt gegenüber dem Bahnhof &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Genova_Piazza_Principe"&gt;Genova Piazza
Principe&lt;/a&gt;, ein sehr schönes
Exemplar von Bahnhof.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-02 15-28-02 4865.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-02 15-45-24 4870.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof Genova Piazza Principe&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-02 15-56-00 4872.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;B&amp;amp;B Hotel gegenüber des Bahnhofs&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun war es schon 16 Uhr, noch ne Stunde bis Sonnenuntergang. Eine Stadt wie Genua
anzugucken ist im Grunde unmöglich. Mich hätten die Standseilbahnen auch gereizt, aber
es ist wie es ist. Hab mir also ein Tagesticket für die Metro für 4,50 € gekauft und
bin losgezogen, einfach quer durch die Stadt gelaufen. Man muss dazu sagen dass die
Stadt direkt am Berg gebaut ist, insofern muss man die dritte Dimension dazurechnen.
Hat mich etwas an Lausanne erinnert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier ein paar Eindrücke. Omnipräsent an der Küste auch der
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hafen_Genua"&gt;Hafen&lt;/a&gt;, ein bedeutender Wirtschaftsfaktor vor
allem in der Geschichte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-02 16-39-43 4877.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-02 16-51-15 4885.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-02 16-52-10 4886.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-02 17-16-03 4901.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-02 17-20-53 4903.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-02 17-23-07 4905.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Abendessen gab's am Bahnhof beim McDonald's (Asche auf mein Haupt), ich war einfach müde
nach der Nachtzugfahrt, die ja dann auf Silvester folgte, insofern wollte ich einfach nur
früh ins Bett.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Dienstag: Nizza&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Am Abend kam dann noch überraschend die Nachricht dass ich &lt;code&gt;@_Hemmschuh&lt;/code&gt; in Nizza sehen
werde, was so nicht geplant war, aber mich sehr gefreut hat. Aber erstmal hinkommen. Nach
Nizza fahren leider keine direkten Züge. Man fährt mit dem Regionalzug oder dem IC nach
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ventimiglia"&gt;Ventimiglia&lt;/a&gt; und steigt dort auf einen
französischen Regionalzug um, der im Halbstundentakt fährt. Ich wollte dort allerdings
eine kurze Pause einlegen:&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Genova Brignole      ab 08:58    IC 633
Ventimiglia          ab 11:54
Ventimiglia          ab 12:45    TER 86038
Nice Ville           an 13:40
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Ich hatte ein paar Tage davor, als ich schließlich die Hotels gebucht hatte, auch den IC
am Morgen gebucht, einfach weil der Preisunterschied zum Regionalzug marginal war, die
italienischen ICs aber halt schon deutlich komfortabler sind. Ich mag die modernisierten
IC-Wagen ganz gerne: recht bequeme Textilsitze statt Leder in der zweiten Klasse
und vernünftige Abstände. Leider waren die Fenster alles andere als fototauglich,
was angesichts der schönen Küstenstrecke immer schade ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-03 08-52-16 4919.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-03 09-45-52 4924.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen in Ventimiglia, nur noch wenige Kilometer bis zur französischen Grenze.
Erstmal eine kurze Pause, bin zur Küste gelaufen, sind nur ungefähr 10 Minuten Fußweg.
Herrlich ruhig, schöne Aussicht auch auf der anderen Seite bis ins Gebirge.
Am liebsten hätte ich da mein Zelt aufgebaut (das ich natürlich nicht dabei hatte, aber
man wird ja noch träumen dürfen...).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-03 11-19-32 4938.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-03 11-35-49 4946.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-03 11-38-02 4950.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Fahrkarte hatte ich dann am Fahrkartenautomat der Trenitalia für 8,20 € erworben, was
günstiger ist als in der SNCF-App: es fehlt die Mehrwertsteuer für Frankreich. In der App
verkauft Trenitalia die Fahrkarte allerdings nicht, nur am Automaten (und vermutlich am
Schalter). Der Ausblick während der Fahrt war wunderschön, das Wetter hat mittlerweile
auch gepasst, leider spiegeln die Scheiben halt stark so dass Fotos immer ne schwierige
Angelegenheit sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-03 13-09-20 4963.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für kurze Zeit fährt man durch den Kleinstaat &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Monaco"&gt;Monaco&lt;/a&gt;,
allerdings fast komplett unter der Erde. Wichtig ist das vor allem deshalb weil Monaco ein
eigenes Mobilfunknetz besitzt, aber nicht in der EU ist. Daher ist das Roaming nicht
kostenlos und man sollte in dieser Zeit am besten die mobilen Daten komplett deaktivieren.
WLAN gab's im Zug nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen in Nizza habe ich erstmal den schönen Bahnhof bewundert und bin dann zum Hotel
gelaufen, um mein Gepäck loszuwerden. Einchecken war noch zu früh. Ich hatte ein
Zimmer im &lt;a href="https://hotel-ozz.com/"&gt;Hotel Ozz&lt;/a&gt; gebucht, an der Rezeption sprach der junge
Herr sogar Deutsch. Soviel zu Sprachproblemen in Frankreich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-03 13-56-02 4979.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie es sich für einen Eisenbahner gehört hatte &lt;code&gt;@_Hemmschuh&lt;/code&gt; Verspätung. Der Zug aus
Marseille kam dann aber mit 10 Minuten doch an und wir sind durch die Stadt und
anschließend auf einen Hügel gelaufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-03 14-58-12 4985.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
Basilika &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Notre-Dame-de-l%E2%80%99Assomption_(Nizza)"&gt;Notre-Dame-de-l’Assomption&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-03 15-12-08 4990.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kathedrale_von_Nizza"&gt;Cathédrale Sainte-Réparate de Nice&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-03 15-52-17 5006.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Straßenbahn, hier mit Akku und ohne Stromabnehmer und Oberleitung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-03 16-05-02 5009.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nanu, ein Fiat 500 in Frankreich?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Gang zum Leuchtturm musste sein, allerdings war es dann doch weiter als gedacht
und mein Reisebegleiter hat mich vermutlich dafür verflucht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-03 16-17-33 5015.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun also auf diesen Hügel, der Aufzug war leider außer Betrieb. Sind rund 100 Höhenmeter
in Form von Stufen. Der Ausblick ist aber wundervoll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-03 16-50-23 5023.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-03 16-50-41 5025.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dass @_Hemmschuh verrückt ist wusste ich, aber ich hab's nun mit eigenen Augen gesehen: er
ist bei diesen kalten Temperaturen ins Mittelmeer gegangen. Ich hab auf das Gepäck
aufgepasst. 😀&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Suche nach passendem Abendessen gestaltete sich schwierig, zum einen weil es um 18 Uhr
für französische Verhältnisse früh ist (der Nachtzug aber um kurz vor 19 Uhr abfuhr), zum
anderen weil Nizza durchaus ein teures Pflaster ist. Für eine Pizza mit Getränk hat jeder
um die 18 € bezahlt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun also zum Bahnhof, @_Hemmschuh verabschieden und anschließend in mein Hotel zum
Checkin. Gesamteindruck von Nizza: schon sehr schön aber auch nicht übermäßig
überwältigend. Marseille hat mir jedenfalls besser gefallen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Mittwoch: Im legendären Corail nach Marseille&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Schon um 08:25 Uhr ging mein Zug, also musste ich mich am Morgen etwas beeilen und nicht
lange rumtrödeln. Ich war schon gespannt auf die Fahrt im legendären
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Corail-Wagen"&gt;Corail-Wagen&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Nice Ville             ab 08:25    TER 17478
Marseille St. Charles  ab 11:07
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Das Ticket auf der Strecke ist mit 37,20 € relativ teuer weil es nur das klassische
Streckenticket ohne Ermäßigung gibt. Aber was soll's.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-04 08-13-47 5055.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-04 08-14-54 5060.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Züge sind innen sehr schön, laufruhig, die Sitze auch bequem allerdings sind die
Sitzabstände grenzwertig; ich stoße jedenfalls mit den Knien vorne an was den
Gesamteindruck doch merklich schmälert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Marseille bestaune ich wiederum den Bahnhof &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Marseille-Saint-Charles"&gt;Saint
Charles&lt;/a&gt;, den ich von
meiner Fahrradtour bereits kenne. Was ich allerdings damals nicht geschafft habe: die
Stadt anzugucken, es war bereits dunkel. Das hole ich jetzt nach. Mein Reiseberater
&lt;code&gt;@_Hemmschuh&lt;/code&gt; hat mir die Fahrt zu dem Hügel mit dieser Kirche empfohlen, die man bereits
vom Bahnhof aus sieht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aufgrund von Umbauarbeiten war es etwas schwierig den Eingang zur Metro zu finden,
immerhin war der Ticketkauf umso einfacher. Die Tageskarte war dann mit 5,20 € auch wieder
sehr günstig. Man bekommt eine Papierkarte aber mit Transponder drin womit man diese
Bahnsteigsperren ganz normal überwinden kann.  Erstmal mit der Metro zum Hafen:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-04 12-14-01 5099.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im übrigen hat die Kartenanwendung von Apple mittlerweile eine sehr gute ÖPNV-Ansicht
bekommen wo die ganzen Metro- und Straßenbahnlinien eingezeichnet sind. Das hat mir gut
geholfen während dieser Reise.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vom Hafen nimmt man die Linie 60, die mit einem Kleinbus fährt, was aber auch notwendig
ist um die engen Straßen hochzukommen. Schwangeren oder Leuten mit Herzschrittmacher sei
empfohlen diese Linie nicht zu nehmen, denn es gleicht einer Achterbahnfahrt. Das ganze
lohnt sich aber wirklich, weniger wegen der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Notre-Dame_de_la_Garde"&gt;Notre-Dame de la
Garde&lt;/a&gt;, mehr wegen des phänomenalen
Ausblicks auf die Stadt, das Hinterland und die &lt;em&gt;Côte Bleue&lt;/em&gt;. Wie man an den Bildern sieht
hat Petrus auch mitgespielt und perfektes Wetter geliefert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-04 12-58-15 5125.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Kirche ist wegen der Weitwinkeleinstellung stark verzerrt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-04 12-53-44 5121.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf die Stadt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-04 12-59-52 5126.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;... und die Küste&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-04 13-00-33 5127.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dieser Möwe gefällt es offensichtlich auch hier&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wieder unten bin ich dann erstmal biss vom Hafen an der Festung &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fort_Saint-Jean"&gt;Fort Saint Jean&lt;/a&gt; rumgelaufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-04 13-39-43 5132.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick von der Festung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-04 13-48-17 5139.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kathedrale_von_Marseille"&gt;Cathédrale Sainte-Marie-Majeure de Marseille&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-04 13-55-09 5143.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Einfach wunderschön hier&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-04 14-14-00 5148.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Auf den ersten Blick fand ich das sehr verstörend&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sehr schön fand ich die Straßenbahnen von außen, es handelt sich um [Bombardier Flexity Outlook](https://de.wikipedia.org/wiki/Cityrunner]. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-04 15-04-14 5158.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Straßenbahn in Marseille&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach dem Checkin im Hotel – ich hatte ein Zimmer im
&lt;a href="https://www.meininger-hotels.com/de/hotels/marseille/hotel-marseille-centre-la-joliette/"&gt;Meininger&lt;/a&gt;
gebucht, was irgendwo zwischen Hafen und Bahnhof liegt, nicht wirklich an einer
Haltestelle der Tram oder Metro aber auch nicht weit zu laufen - fuhr ich zum &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Palais_Longchamp"&gt;Palais
Longchamp&lt;/a&gt;. Die Franzosen scheinen
künstliche Wasserfälle zu lieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-04 16-10-08 5165.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Palais Longchamp&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-04 16-13-55 5169.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick vom Paials Longchamp auf die Stadt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hinter dem Palais befindet sich eine Art Zoo von Plastiktieren. Kann man mal gesehen
haben, muss man nicht, scheint etwas aus der Zeit gefallen zu sein und ist auch schlecht
gepflegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-04 16-26-07 5181.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Plastikzoo, selbst meine Lieblingstiere wirken hier eigenartig&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-04 16-40-28 5186.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Metro&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man dann einfach der Nase lang läuft landet man auch in Stadteilen, wo man sonst nie
hingekommen wäre. Das kann durchaus bereichernd sein und schöne Stimmungen erzeugen, wie
dieses Bild hier:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-04 16-51-05 5189.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-04 17-09-15 5195.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
Kirche &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/St-Vincent-de-Paul_(Marseille)"&gt;Église des Réformés&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Abend nochmal zum Hafen und dann geht auch dieser Tag zu Ende. Morgen den ganzen Tag
Zugfahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-04 17-34-34 5201.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Donnerstag: die Côte Bleue&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Der Fahrkartenkauf und der Fahrplan an diesem Tag ist etwas schwierig. Ich möchte
unbedingt die Strecke entlang der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/C%C3%B4te_Bleue"&gt;Côte Bleue&lt;/a&gt; fahren,
was ein Umweg ist. Daher gibt es keine durchgehende Fahrkarte und auch der Fahrplan ist
aufgrund von Bauarbeiten ausgedünnt. Es ergibt sich:&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Marseille St. Charles  ab 10:46   TER 79720
Miramas                an 12:14
Miramas                ab 12:56   TER 76558
Nîmes                  an 13:48
Nîmes                  ab 14:38   IC 4762
Narbonne               an 15:59
Narbonne               ab 16:06   TER 86987
Perpignan              an 16:47
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Gekauft hatte ich zwei einzelne Fahrten mit Splitt in Nîmes für insgesamt 43,60 €.
Rausgepurzelt sind aber dann vier einzelne Tickets aus dem Buchungssystem, Frankreich ist
da schon etwas speziell. Immerhin hat &lt;a href="https://www.sncf-connect.com/app/de-de/"&gt;SNCF Connect&lt;/a&gt;
ein Warenkorbsystem so dass man nur einmal auf &lt;em&gt;Bezahlen&lt;/em&gt; drücken muss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem der Zug erst um kurz vor elf fährt bleibt nochmal Zeit für einen Spaziergang im
immer noch sonnigen Marseille.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-05 09-52-28 5224.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Leuchtturm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-05 09-52-56 5226.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Kathedrale nochmal von einer anderen Perspektive&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-05 10-03-35 5232.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/St-Laurent_(Marseille)"&gt;St. Laurent&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ingesamt hat mir &lt;em&gt;Marseille&lt;/em&gt; wirklich sehr gut gefallen. Eine Städtereise dorthin lohnt
sich auf jeden Fall und es gibt einmal am Tag einen direkten TGV ab Frankfurt, den man
auch direkt über die DB als Sparpreis buchen kann und der spät genug fährt dass man von
weiten Teilen Deutschlands am gleichen Tag hinkommt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieser in Bahnkreisen als „Staubsauger“ bezeichnete Zug soll mich entlang der &lt;em&gt;Côte Bleue&lt;/em&gt;
begleiten:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-05 10-32-14 5239.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-05 10-33-09 5240.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Strecke ist phänomenal, man fährt durch kurze Tunnel und häufig direkt am Meer
entlang. Es gibt keine parallele Straße; die Orte sind stattdessen von „hinten“ (Norden)
erreichbar; die Nordseite der Insel ist flacher.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer die Strecke virtuell fahren möchte findet in &lt;a href="https://www.ardmediathek.de/video/eisenbahn-romantik/mit-dem-zug-entlang-der-cote-bleue/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzEyODI2MDA"&gt;Eisenbahnromantik: Mit dem Zug entlang
der Côte
Bleue&lt;/a&gt;
eine sehr schöne Folge. Dort wird auch die Drehbrücke vorgestellt, von der man während der
Bahnfahrt im Prinzip nichts merkt, also zumindest nicht dass man sie drehen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Zug ist zweitweise ziemlich gut besetzt, leert sich aber langsam. Leider spiegelt die
Scheibe dermaßen dass ich alle Fotos hinterher wieder lösche. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In &lt;em&gt;Miramas&lt;/em&gt; hat der Anschlusszug leider Verspätung, die sich langsam addiert. Sonst hätte
ich vielleicht gleich einen kurzen Abstecher in die Stadt gemacht. Der nächste Zug ist ein
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Autorail_%C3%A0_grande_capacit%C3%A9"&gt;ACG&lt;/a&gt;, den ich als
sehr bequem empfinde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-05 13-23-19 5265.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-05 13-25-49 5268.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In &lt;em&gt;Nîmes&lt;/em&gt; reicht die Zeit für nen kurzen Spaziergang zum Springbrunnen, der erste
Eindruck ist ausgesprochen positiv.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-05 14-20-19 5285.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_N%C3%AEmes"&gt;Gare de Nîmes&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-05 14-24-31 5288.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Springbrunnen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-05 14-24-39 5289.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eine Kirche&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-05 14-24-45 5290.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Amphitheater_von_N%C3%AEmes"&gt;Amphitheater aus der Römerzeit&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Fahrt im IC hatte dann den Nachteil dass ich wegen der obligatorischen Reservierung
neben jemand anders Platz nehmen musste (am Fenster), obwohl eigentlich noch ziemlich viel
Platz war. Besser hat mir dann der ACG nach Perpignan gefallen, wo ich in der
deklassierten ersten Klasse Platz genommen habe. Auch der Ausblick war hier am besten:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-05 16-33-03 5315.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-05 16-49-19 5317.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein ACG von außen in Perpignan&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Perpignan"&gt;Perpignan&lt;/a&gt;, Hauptstadt des &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%A9partement_Pyr%C3%A9n%C3%A9es-Orientales"&gt;Departements
Pyrénées-Orientales&lt;/a&gt;,
immerhin mit knapp 500&amp;nbsp;000 Einwohnern so groß wie Nürnberg, hat einen sehr schönen
Bahnhof mit Ausgängen in beide Richtungen wo auch auf beiden Seiten Läden und
Wartebereiche zu finden sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-05 16-50-40 5319.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof Perpignan&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-05 17-04-33 5328.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Westseite des Bahnhofs&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein Hotel befand sich direkt am Bahnhof auf der Westseite. Dies hatte ich bewusst so
gebucht, da mein Zug am nächsten Tag um kurz nach 7 Uhr ging. Da wollte ich nicht noch
ewig laufen oder auf Stadtbusse angewiesen sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es war schon gegen 17 Uhr, glücklicherweise geht hier die Sonne Anfang Januar wegen der
Süd- und Westverschiebung deutlich später unter bei gleichem Sonnenaufgang. Daher blieb
noch etwa eine Stunde Zeit für einen kurzen Stadtrundgang; der Bahnhof ist dabei etwa
einen Kilometer von der Stadt entfernt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-05 17-30-46 5336.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-05 17-33-52 5339.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-05 17-34-18 5340.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-05 17-40-41 5344.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-05 17-41-55 5346.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-05 17-56-00 5351.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das letzte Bild zeigt
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Palast_der_K%C3%B6nige_von_Mallorca"&gt;den Palast der Könige von Mallorca&lt;/a&gt;,
den sich noch gerne näher besichtig hätte, der aber dann schon geschlossen war. Die Stadt
Perpignan war interessanterweise eine Zeit die Hauptstadt des &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigreich_Mallorca"&gt;Königreichs Mallorca&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Freitag: Petit train jaune&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Heute kommt der Höhepunkt: die Fahrt mit dem „kleinen gelben Zug“ («Petit train jaune»).
Aber leider muss man da erstmal hinkommen und die Fahrpläne sind etwas, naja, suboptimal.
Es gibt im Prinzip nur eine Verbindung am Tag, die sich wie folgt darstellt.&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Perpignan                       ab 07:11   TER 77651
Villefranche Vernet les Bains   an 08:01
Villefranche Vernet les Bains   ab 09:36   TER 17301
Latour-de-Carol - Enveitg       an 12:31
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Für das Frühstück zu früh, immerhin bekomme ich noch einen Kaffee und ein Croissant am
Bahnhof und immerhin ist der Dreikönigstag in Frankreich kein Feiertag. Gekostet hat der
erste Zug 1 € und der zweite 5 €. Ich hab keine Ahnung wieso die Franzosen diesen gelben
Zug zu diesem Preis verramschen (vermutlich auch nur außerhalb der Saison), aber ich hab
nicht nein gesagt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein ACG begrüßt mich und ich nehme in der deklassierten ersten Klasse Platz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 07-03-00 5372.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-05 16-49-19 5317.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;der Zug in Villefranche&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Villefranche hat es Minusgrade, zum Glück habe ich eine Mütze und einen Schlauchschal
dabei. Es gibt aber einen beheizten Bahnhof, nur will ich nicht 90 Minuten dort rumsitzen.
Wäre ich gleich losgegangen hätte ich noch die Burg geschafft, so hab ich mir erstmal 
eine halbe Stunde den Bahnhof, den gelben Zug und die Umgebung angeschafft und ich bin
nur bis zu einem Aussichtspunkt hoch. Das hat sich aber schon gelohnt!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 08-11-34 5384.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 08-55-16 5397.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 08-55-28 5398.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 09-17-52 5402.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aufgrund des schmalen Tals in Nord-Süd-Richtung geht hier die Sonne erst gegen 11 Uhr auf
um diese Jahreszeit. Nun aber los zur eigentlichen Fahrt, hier ist auch schon der Zug, der
so klein gar nicht ist:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 08-28-12 5390.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;«Petit train jaune», der „kleine gelbe Zug“&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieser Zug hat eine Besonderheit (neben der Tatsache dass es Meterspur ist, aber das ist
bei Bergbahnen jetzt nicht so ungewöhnlich): er wird mit einer Stromschiene mit Energie
versorgt statt mit Oberleitungen. Mehr dazu findet man auf &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ligne_de_Cerdagne"&gt;Wikipedia: Ligne de
Cerdagne&lt;/a&gt;. Ein schöner schon etwas
älterer Blogeintrag: &lt;a href="https://rail.cc/de/blog/kleiner-gelber-zug-video"&gt;rail.cc: Le Petit Train Jaune in den
Pyrenäen&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Sommer fährt auch ein Cabriowagen, die Fenster kann man öffnen und zwischen den Wagen
befindet man sich ohnehin im Freien. Die Heizung funktioniert hervorragend, sie ist
direkt unter dem Sitz. Die Wagen sind im übrigen von Anfang des 20. Jahrhunderts, also
immer noch die, die für den Bau der Strecke bestellt wurden. Die neuen Stadler-Garnituren
sind hingegen kaum im Einsatz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Strecke ist einfach nur wunderschön und die Bauwerke beeindruckend:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 10-02-02 5419.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 10-37-49 5436.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 10-40-17 5440.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 11-03-57 5444.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 11-07-57 5450.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 11-25-53 5458.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen in &lt;em&gt;Latour-de-Carol&lt;/em&gt;:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 12-28-35 5478.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Bahnhof &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Latour-de-Carol_%E2%80%93_Enveitg"&gt;Latour-de-Carol –
Enveitg&lt;/a&gt; könnte
abgelegener nicht sein: zwischen den beiden Dörfern &lt;em&gt;Latour-de-Carol&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Enveitg&lt;/em&gt;, einen
Katzensprung nach Spanien, auf 1231 m Meereshöhe. Er hat drei Spurweiten: die Normapspur
für die Züge nach &lt;em&gt;Toulouse&lt;/em&gt;, die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Breitspurbahn#Iberische_Breitspur"&gt;Iberische
Breitspur&lt;/a&gt; für die Züge
nach Barcelona und die Meterspur für den kleinen gelben Zug.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als einzige aber sehr wichtige Einrichtung gibt es direkt gegenüber ein Café. Ich bestelle
ein Thunfischsandwich, welches sich als Baguette entpuppt – ich hab in meinem Leben
noch nie soviel Thunfisch auf einem Baguette gesehen, normalerweise bekommt man da ja
so Thunfischcreme.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 12-40-32 5485.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 13-08-51 5487.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof von außen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im übrigen darf man sich durch die Bilder nicht täuschen lassen: normalerweise befinden
wir uns in einem Skigebiet wo im Winter Schnee liegt. Klimawandel und dem besonders
milden Wetter sei Dank fühlt es sich wie im Frühjahr an, außerhalb von der direkten
Sonneneinstrahlung ist aber mit knapp 10 °C durchaus kühl.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich könnte jetzt mit der Bahn in die Pyrenäen reinfahren (Richtung Barcelona) und
auf den knappen Anschluss zum Nachtzug zurück hoffen. Mir war das aber zu waghalsig, zumal
das schöne Wetter in dieser schönen Gegend zu einer kleinen Wanderung einlädt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer mit der Bahn fahren will: die spanischen Züge sind leider nicht in der
Fahrplanauskunft der SNCF und den europäischen Fahrplanauskünften (Deutsche Bahn,
Interrail, etc.) enthalten. Stattdessen muss man auf der Seite 
&lt;a href="https://rodalies.gencat.cat/en/horaris/"&gt;🇬🇧 Rodalies de Catalunya&lt;/a&gt; gucken und
dort die Schreibweise „La Tor de Querol-Enveig“ für „Latour-de-Carol – Enveitg“ verwenden.
Fahrkarten gibt's im Zug. Ohne &lt;code&gt;@_Hemmschuh&lt;/code&gt; hätte ich das nie rausgefunden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 13-14-29 5491.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zug nach Spanien&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die kleine Wanderung geht erstmal nach &lt;em&gt;Latour-de-Carol&lt;/em&gt; (also den Ort) und von dort
dann in Richtung Spanien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 13-44-47 5499.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Latour-de-Carol&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 14-25-18 5517.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Grenze nach Spanien, ohne GPS wäre mir das nicht aufgefallen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 14-45-56 5519.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;In Spanien: sehr wenig Verkehr&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 14-47-18 5520.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Muh!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 15-11-54 5523.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Brücke kurz vor Puigcerdà&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 15-24-31 5528.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof Puigcerdà außen...&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 15-26-25 5533.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;... und innen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angelang in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Puigcerd%C3%A0"&gt;Puigcerdà&lt;/a&gt;, einem Ort mit
knapp 10&amp;nbsp;000 Einwohnern, gibt's hier eine kleine kostenlose Standseilbahn.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 15-34-37 5536.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Standseilbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Spanien scheint Feiertag zu sein. Supermärkte haben aber offen. Endlich hat's
auch mein Mobiltelefon geschafft, sich mit dem spanischen Vodafone-Netz zu verbinden.
Der kleine Ort gefällt mir, alles schön ruhig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 15-58-11 5539.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 16-04-33 5542.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 16-14-46 5548.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 16-19-17 5552.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 16-35-04 5562.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und wieder zurück:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 17-01-15 5574.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 17-14-28 5580.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Grenze zu Frankreich&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 17-21-39 5585.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sonnenuntergang&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 17-33-17 5589.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der kleine gelbe Zug auf nem Trafohäuschen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 17-39-11 5591.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Enveitg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 17-45-16 5594.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wanderwege&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Wanderung hab ich natürlich aufgezeichnet:&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/tour/1006461829/embed?profile=1" width="100%" height="700" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;p&gt;Der Nachtzug steht auch schon bereit aber wie in Frankreich üblich darf man nicht sofort
einsteigen sondern wird am Bahnsteig abgefertigt. Die Abfertigung (Ticketkontrolle)
fand dann im Bahnhofsgebäude statt, ungefähr eine halbe Stunde vor Abfahrt.&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Latour-de-Carol - Enveitg    ab 18:50      IC 3974
Paris Austerlitz             an 06:50
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Gebucht hatte ich einen Liegewagen der ersten Klasse; Schlafwagen gibt es bei der SNCF
nicht mehr. Im Unterschied zur zweiten Klasse sind es nicht einfach nur weniger Leute
sondern andere Wagen: die Liegen sind breiter, es gibt gar keine dritte Liege.
Die Türen sind dicht (keine Vorhänge), ebenso haben die Fenster richtige Rolläden zur
Verdunkelung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt keine Bettwäsche stattdessen einen Schlafsack (ungefähr sowas wie einen
Hüttenschlafsack nur dicker) und ein Kopfkissen. Zudem gibt's eine Schlafmaske, Wasser,
eine Zahnputztablette und Ohrenstöpsel. Im modernisierten Liegewagen befindet sich
bei jeder Liege eine Steckdose und auch so ein Brettchen zum Ausklappen, sehr praktisch
etwa um die Brille oder Kopfhörer nachts sicher abzulegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gekostet hat mich die Fahrt bis Paris 68 €; der Preis variiert stark nach Belegung,
teilweise kann man die Abteile auch privat buchen. In meinem Fall war ich mit drei
anderen Leuten, die dann nach und nach zustiegen, in dem Abteil.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-06 18-32-41 5599.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Modernisierter Liegewagen 1. Klasse&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine ganz gute Übersicht über die französischen Nachtzüge mit Video findet man auf
unter &lt;a href="https://www.seat61.com/trains-and-routes/intercites-de-nuit.htm"&gt;🇬🇧 The Man in Seat 61: A guide to Intercités de
Nuit&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Rangiert wird in Toulouse gegen 22 Uhr, danach fährt der Zug einfach nur durch. Das fand
ich angenehmer. Leider ist halt der Zug während des Rangierens ohne Strom, also ohne
Klimaanlage.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Samstag: nach Hause&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Zug war pünktlich um kurz vor 7 Uhr in
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Paris-Austerlitz"&gt;Paris-Austerlitz&lt;/a&gt;. Geschlafen
hatte ich diesmal ganz gut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-07 06-40-37 5612.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nachtzug in Paris&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-07 06-42-12 5613.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof Austerlitz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit einem
Ticket der ersten Klasse darf man am Bahnhof die Duschen benutzen (siehe &lt;a href="https://www.sncf.com/fr/offres-voyageurs/voyager-en-train/intercites/service-douche-train-de-nuit"&gt;🇫🇷 Notre
Service Douche pour les trains de
nuit&lt;/a&gt;).
Die waren auch tatsächlich sehr komfortabel, besser wie in allen Hotels, wo ich
übernachtet habe und besser als zu Hause.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-07 07-00-27 5617.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Duschen in Paris Austerlitz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um nun zu meinem TGV nach Frankfurt zu kommen muss ich erst den Bahnhof wechseln. Paris
hat keinen Hauptbahnhof sondern sechs Kopfbahnhöfe, jeder mit seinem Einzugsgebiet, siehe
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Bahnh%C3%B6fe_in_Paris"&gt;Bahnhöfe in Paris&lt;/a&gt;.
Während die Nachtzüge in den Süden alle von
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Paris-Austerlitz"&gt;Austerlitz&lt;/a&gt; abfahren, erreicht
man Frankfurt über den &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Paris-Est"&gt;Gare de l’Est&lt;/a&gt;
(„Ostbahnhof“).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Fahrt mit der Metro der Linie 5 ist kein Problem, schwieriger war schon der Kauf des
Tickets. Während die Pariser alle eine aufladbare NCF-Karte hat und die meisten
Ticketautomaten auch nur diese Karte laden können, gab es immerhin einen Automaten, der
Einzelfahrkarten verkauft hat. Leider sind diese Einzelkarten nur mit Magnetstreifen
und nicht mit einem Transponder ausgestattet und man muss dann erstmal wissen, wie man
damit durch die Bahnsteigsperren kommt (vorne reinschieben und nicht auflegen).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warum man keine Einweg-NFC-Karten verkauft (wie in Marseille) bleibt mir ein Rätsel.
Immerhin soll die iPhone-App irgendwann auch Einzeltickets verkaufen können womit man dann
mit der NFC-Funktion des iPhones dann direkt die Bahnsteigsperren überwinden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Selbst wenn man über die SNCF durchgehend bucht muss man sich um den Bahnhofswechsel
in Paris selbst kümmern, und selbst das Ticket für 2,10 € kaufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-07 07-46-11 5624.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Metro in Paris&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Bahnhof&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-07 07-48-24 5625.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Gare de l’Est von außen...&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-07 07-49-14 5626.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-07 08-22-09 5632.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;... und innen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2023_01_cotetux/23-01-07 08-27-07 5633.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;TGV nach Frankfurt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Paris Est                    ab 08:54   TGV 9551
Frankfurt (Main) Hbf         an 12:59
Frankfurt (Main) Hbf         ab 13:53   ICE 627
Nürnberg Hbf                 an 15:59
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Im TGV hatte ich – obligatorischer Reservierung sei dank – einen Platz am Vierer gehabt,
was die Beinfreiheit etwas einschränkt. Von den Sitzen fand ich die Doppelstock-TGVs aber
bequem. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwischen Forbach und Saarbrücken fanden dann im rollenden Zug Grenzkontrollen statt,
ansonsten verlief die Fahrt angenehm. Bemerkenswert der Kontrast zwischen
Schnellfahrstrecke mit 310 km/h in Frankreich und dem Schleichen im Pfälzerwald.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Fazit&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ein schöner kurzer Urlaub. Besonders die Pyrenäen haben mir gefallen, vielleicht gibt's
da ja mal eine Wanderung oder eine Radtour. 🥺&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="bahn"/></entry><entry><title>Zur Radlseehütte an Allerheiligen</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2022-11-radlsee.html" rel="alternate"/><published>2022-11-04T00:00:00+01:00</published><updated>2022-11-04T00:00:00+01:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2022-11-04:/pelican/2022-11-radlsee.html</id><summary type="html">&lt;h2&gt;Planung und Anreise&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Allerheiligen fiel dieses Jahr auf einen Dienstag und es war sehr schönes,
warmes Wetter vorhergesagt. Grund genug spontan einen Tag Urlaub zu nehmen und
nochmal die Berge zu besuchen, bevor es endgültig Schluss ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich hatte ich vorher überlegt nach Frankreich zu fahren, war mir dann
alles ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;h2&gt;Planung und Anreise&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Allerheiligen fiel dieses Jahr auf einen Dienstag und es war sehr schönes,
warmes Wetter vorhergesagt. Grund genug spontan einen Tag Urlaub zu nehmen und
nochmal die Berge zu besuchen, bevor es endgültig Schluss ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich hatte ich vorher überlegt nach Frankreich zu fahren, war mir dann
alles zu teuer. Die Schweiz schied auch aus, da mal wieder die Gäubahn gesperrt
war und mir die Anreise über München oder Basel ebenfalls zu teuer war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Etwas planlos entdeckte ich dann irgendwann eine 2-Tages-Wanderung zur
&lt;a href="https://www.radlseehuette.it/"&gt;Radlseehütte&lt;/a&gt; und wieder zurück, die noch offen
hatte und genug freie Plätze. Die Anreise war zudem mit Zug und Bus einfach
möglich, also perfekt, siehe auch die &lt;a href="https://www.radlseehuette.it/de_DE/howtoreachus.html"&gt;Anreise auf der Webseite der
Hütte&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erstmal die gewanderte (nicht geplante, dazu dann später mehr) Tour auf Komoot:&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/collection/1843047/embed" width="100%" height="580" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;p&gt;Am ersten Tag fuhr ich lediglich mit dem EC nach Brixen, um dort zu übernachte
und am nächsten Tag zu starten. Ich fand es ganz angenehm, genug Puffer zu
haben und nicht zuviel Stress. Für die Hinfahrt hatte ich eine BahnBonus-Freifahrt
geopfert, leider waren für die Verbindung am Vormittag keine Kontingente mehr vorhanden,
so dass es auf die folgende Verbindung hinauslief:&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Nürnberg Hbf         ab 12:02      ICE 529
München Hbf          an 13:08
München Hbf (tief)   ab 13:23      S3
München Ost          an 13:31
München Ost          ab 13:44      EC 87
Brixen (I)           an 16:55
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Normalerweise eine sehr schöne Verbindung, leider diesmal aufgrund von Bauarbeiten
nicht direkt vom Hauptbahnhof in München sondern vom Ostbahnhof. Im Kufstein dann
endlich Normalität, Maske kann abgenommen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Frühjahr was diesbezüglich noch volles Programm: FFP2-Pflicht in Österreich und Italien
(im deutschen Fernverkehr hat da noch eine OP-Maske ausgereicht), Zertifikatspflicht und
Mitführen einer Selbsterklärung der Symptomfreiheit in Italien. Das wurde auch von der
Polizei kontrolliert und es gab sogar in Kufstein eine Vorkontrolle. Zum Glück entfällt
das alles und man kann entspannt über den Brenner reisen. Speziell bei den ÖBB-IC-Wagen fällt
mir in dem Zusammenhang aber wieder die stickige Luft auf wenn's voll ist. Aber gut,
die werden eh demnächst alle durch RailJets ersetzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Zug war dann auch nicht so stark ausgelastet wie befürchtet, es war kein
Problem hinten noch einen Sitzplatz zu bekommen, ab Innsbruck wurde es dann
sogar eher leer. Speisewagen gab's leider keinen, man hat Getränke und Snacks
verkauft aber ausgerechnet bei der Durchsage (wo ich mich vier Wagen weiter
begeben habe) war dann keiner da. Am Brenner haben die Räume mit den Automaten
jetzt wohl dauerhaft geschlossen, ich fand es immer praktisch, in der
20-minütigen Pause noch eine Flasche Wasser kaufen zu können. Immerhin gibt's
aber auf der Toilette kostenloses Leitungswasser, was mir vorher gar nicht
bewusst war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen pünktlich um 16:55 in Brixen. Es ist merklich kühler als in München,
was aber nicht an der Höhe liegt: Brixen liegt mit 560 m erstaunlich niedrig
dafür dass es doch noch „mitten in den Alpen“ ist, München mit 520 m kaum niedriger.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-29_16-54-20.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der EC in Brixen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dort angekommen zum „Hotel“: die katholische &lt;em&gt;Cusanus-Akademie&lt;/em&gt;, die ihre überflüssigen
Zimmer über Booking vermietet. War mit 72 € inkl. Frühstück und Kurtaxe einfach das günstigste,
war auch angenehm, sauber und mitten in der Stadt zwei Minuten zum Dom.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-29_17-24-38.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zimmer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dann noch das übliche: Abendessen und kurz durch Brixen laufen. Uhr umstellen, noch
bissl twittern und lesen und dann gute Nacht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-29_17-37-00.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dom zu Brixen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Den Berg hoch&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Durch einen lieben Twitterer hatte ich gestern schon erfahren dass der Bus leider
nicht nach &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Latzfons"&gt;Latzfons&lt;/a&gt; fährt wegen einer Veranstaltung
sondern nur bis &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Feldthurns"&gt;Feldthurns&lt;/a&gt;. Das hat die
Wanderung etwas verlängert weswegen ich aus Sicherheitsgründen dann den Bus um 8:30 nehmen wollte.
Es wird ja schon um 17 Uhr dunkel und etwas Puffer schadet nie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;War dann am Morgen doch stressig: Frühstück leider erst um 7:30 Uhr, dann halt noch zum 
Bahnhof laufen und idealerweise Mittagsproviant kaufen, was sich aufgrund der geschlossenen
Läden auf zwei süße Croissant von der Bahnhofsbar beschränkte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-30_08-52-04.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Feldthurns&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Anfang war die Wanderung eher langweilig, teilweise an der Straße, teilweise
im Wald und ganz schön warm. Stöcke blieben dann auch beim ganzen Weg im Rucksack,
waren nicht notwendig. Ziemlich früh hat mich dann aber der Ausblick auf die Dolomiten 
in den Bann gezogen, hier ging's los:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-30_09-04-17.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Man kann die Dolomiten erspähen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An einer Kirche im letzten Dorf gibt's zum Glück frisches Trinkwasser.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-30_12-58-32.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Herbst&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurz nach 13 Uhr endet die besiedelte Gegend und die Baumgrenze wird überschritten. Es wird etwas
kühler, windiger, aber immer noch sehr angenehm. Ich habe mittlerweile meine Hosenbeine abgemacht
und bin also mit kurzen Hosen unterwegs. Über der Baumgrenze ist dann auch die Landschaft,
die mich so fasziniert, weswegen ich so gerne in den Bergen bin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-30_13-17-25.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-30_13-28-52.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jetzt wird's ziemlich steil und man trifft auf einen befahrbaren Weg mit vielen
Mountainbikern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-30_13-41-08.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon um 14:30 Uhr erreiche ich den &lt;em&gt;Radlsee&lt;/em&gt;, ein sehr kleiner See.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-30_14-35-17.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erstmal was essen, trinken, ausruhen und „einchecken“. Ich hatte aus Sparsamkeitsgründen
nur einen Platz im Lager reserviert und darauf spekuliert, dass es ziemlich leer sein wird.
So war's dann auch, ingesamt 4 Leute (bei 14 Plätzen), dafür hat die Übernachtung
mit Halbpension auch nur 43 Euro gekostet. Da kann man wirklich nicht klagen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-30_15-45-56.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Schlafplatz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bin dann noch rüber zum &lt;em&gt;Hundskopf&lt;/em&gt; gelaufen (ca. 15 Minuten) und habe die Aussicht
bewundert. Ein echter Traum bei traumhaftem Wetter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-30_16-02-53.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick über Brixen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-30_16-21-09.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dolomitenblick&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-30_16-20-19.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sonnenuntergang&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-30_16-32-17.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Radlseehütte und Radlsee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-30_17-38-27.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Es wird dunkel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Essen war sehr lecker, ein Drei-Gänge-Menü mit Schnitzel und
Kartoffelspalten als Hauptgericht.  Hatte mich noch nett mit den Leuten am
Tisch unterhalten, alles aus München. Italienisch hat auf der Berghütte
übrigens niemand gesprochen während der Busfahrer kein einziges Wort deutsch kannte.
Das Busticket musste man im Übrigen bar beim Fahrer kaufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dusche hat im Übrigen drei Euro zusätzlich gekostet, was für eine Berghütte
eher günstig ist. War's mir dann aber halt wert zumal es zum Waschen nur kaltes
Wasser gab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Bett dann noch etwas gelesen und gut eingeschlafen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Sonnenaufgang und wieder runter&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nachdem ich dann schon gegen 6:30 Uhr wach war bin ich direkt aufgestanden um
den Sonnenaufgang zu bewundern. Frühstück gab's übrigens dann um 7:15 Uhr. Es war kühl,
leider unten kein Nebel, aber wirklich wunderherrlich. Auf den Bildern kommt die Stimmung
nicht so rüber aber ich denke sie sind auch sehr schön geworden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-31_06-48-24.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Morgenstimmung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-31_07-02-32.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sonnenaufgang&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-31_07-02-49.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick Richtung Osten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurz vor 9 bin ich dann losgegangen. Fast schon wehmütig. Diesmal auch keine AirPods vergessen 🙈.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-31_07-16-33.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jetzt in die andere Richtung, nochmal einen schönen Blick auf den Radlsee und die Hütte:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-31_09-01-08.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-31_09-22-20.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick vom Königsanger&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich wollte ich jetzt schnurstracks zur &lt;a href="https://www.klausnerhuette.it/"&gt;Klausner Hütte&lt;/a&gt;.
Auf dem Weg noch zwei Herren getroffen mit denen ich beim Frühstück am Tisch saß. Die
erzählten mir erstens dass die Hütte geschlossen hat. Also leider kein Mittagessen.
Und hatten mir dann einen Umweg über das &lt;em&gt;Latzfonser Kreuz&lt;/em&gt; schmackhaft gemacht.
Zeit hatte ich im Prinzip. Ich hatte extra noch gefragt ob es irgendwelche abschüssigen
Stellen gibt aber die verneinten das. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also erstmal weiter des Weges.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-31_09-38-29.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-31_10-20-25.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-31_10-56-09.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-31_12-23-24.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider kam dann eine Stelle wo ich mir zu unsicher war. Zwar nicht schwierig aber
abschüssiges Gelände, sogar ohne Seil zum Einhalten. Leider kurz vor dem Gipfel.
Auch keine Leute die entgegen kamen, die mir sagen konnte ob es danach so weitergeht
oder es wirklich nur kurz ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bin dann umgekehrt, dachte schon den ganzen Weg zurück. Zum Glück gab es eine Abkürzung
die in der Karte nur gestrichelt war aber sich gut gehen ließ.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-31_13-40-56.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dann ein befahrbarer Weg. Ab jetzt war's einfach.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-31_13-59-23.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich war echt hungrig, hätte wenigstens ein paar Müsliriegel einpacken sollen.
Die Hütte hatte wie befürchtet geschlossen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-31_14-13-36.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Klausner Hütte&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bin dann ziemlich zielstrebig durch den Wald und am Ende über eine Straße nach &lt;em&gt;Latzfons&lt;/em&gt;,
wo ich gegen 16 Uhr ankam und die erste Bäckerei dann auch was essbares hatte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-31_15-30-11.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-31_16-24-08.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Latzfons&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Tag darauf hatte ich nen echt fetten Muskelkater, 1500 Höhenmeter nach unten
sind verdammt anstrengend. Immerhin: keine Knieprobleme mehr wie noch im Sommer
(vom Fahrradunfall). 🙂&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-10-31_17-01-56.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick von der Bushaltestelle&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es wird schon dunkel, um 17:30 Uhr dann wieder in die &lt;em&gt;Cusanus-Akademie&lt;/em&gt;, diesmal ohne Frühstück.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Nach Hause&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich schlafe unglaublich schlecht und weiß nichtmal warum. Aber zum Glück „muss“
ich ja nur Zugfahren heute. Hatte die erste Verbindung gebucht, einfach weil sie
am günstigsten war und ich den RailJet mit Umstieg in Innsbruck ganz attraktiv fand:&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Brixen (I)           ab 08:18      RJX 154 «Dolomiten»
Innsbruck Hbf        an 09:56
Innsbruck Hbf        ab 10:40      EC 286
München Ost          an 12:15
München Ost          ab 12:29      S3
München Hbf (tief)   an 12:37
München Hbf          ab 12:50      ICE 626
Nürnberg Hbf         an 13:54
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-11-01_08-17-30.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;RailJet «Dolomiten» in Brixen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der RailJet ist die einzige Direktverbindung von Bozen nach Wien und war auch
überraschenderweise recht gut gefüllt. Gleich mal die Fahrradabteile ins Visier
genommen, die neuen hatte ich nämlich noch nicht gesehen. Gefällt mir prinzipiell
gut, deutlich geräumiger als beim ICE4, leider halt nur eines pro Zug.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-11-01_08-18-46.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_11_radlsee/2022-11-01_08-19-15.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Pünktlich um 13:54 war ich dann in Nürnberg Hbf. War echt ein schönes
verlängertes Wochenende auf einer sehr angenehmen Berghütte mit perfektem
Wetter.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Ausrüstung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Auf meiner &lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2022-06-rotwand.html"&gt;ersten Hüttentour dieses Jahr&lt;/a&gt;  war
ich noch mit meinem kleinen 18-Liter-Rucksack unterwegs. Das ging im Sommer
grad so, war aber für den Herbst keine wirkliche Option, schließlich wollte ich
eine Regenjacke und Fleecepullover einpacken. &lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2022-09-vier-quellen-weg.html"&gt;In der
Schweiz&lt;/a&gt; war ich dagegen mit dem
45-Liter-Trekkingrucksack unterwegs, was ich mir für die vier Tage ersparen wollte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dementsprechend suchte ich einen mittelgroßen Rucksack im Bereich 30 Liter, war
gar nicht so einfach zu finden war. Zwei Modelle hatte ich zurückgeschickt weil
es irgendwie nicht gepasst hat. Bin dann in aller Verzweiflung noch ein einen
Outdoorladen (&lt;a href="https://www.travelundtrek.de/"&gt;Travel &amp;amp; Trek in Nürnberg&lt;/a&gt; und
dort wurde mir tatsächlich sofort was passendes gezeigt, was mir gut gepasst
hat: der &lt;a href="https://www.ortovox.com/de-de/shop/rucksacke/p67800-bergsteigen-traverse-30"&gt;Ortovox TRAVERSE
30&lt;/a&gt;.
Das war meine erste Tour damit und ich war sehr zufrieden, Hüftgurt in
passender Höhe, schön schmal und man kann ihn sogar seitlich per Reißverschluss
öffnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ingesamt bestand meine Ausrüstung (inkl. der Kleidung, die ich anhatte):&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;2 Outdoor-Hosen (eine leichtere zum Zugfahren, eine zum Wandern mit Zip-Off)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;1 Baumwoll-Shirt kurz&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;2 Merino-Shirt kurz&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;2 Fleecepullover (eines etwas dünner und etwas dicker)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Regenjacke&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Mütze, Handschuhe&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Handtuch, Hüttenschlafsack&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Powerbank und Kabel&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Smartphone, AirPods&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;E-Book-Reader (Pocketbook)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Trinkflasche, Taschenmesser&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Waschzeug (also Duschgel, Shampoo, Hautcreme, Zahnpasta, Rasierer)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Masken zum Zugfahren, Ohrstöpsel, Schmerztabletten&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Das zweite Merinoshirt hätte ich mir schenken können, paar Müsliriegel wären
noch sinnvoll gewesen. Und ein Erste-Hilfe-Set, was ich normalerweise mitnehme
aber vergessen hatte.&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="wandern"/><category term="berge"/></entry><entry><title>Wochenend-Trip zum Plansee</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2022-05-plansee.html" rel="alternate"/><published>2022-10-02T00:00:00+02:00</published><updated>2022-10-02T00:00:00+02:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2022-10-02:/pelican/2022-05-plansee.html</id><summary type="html">&lt;p&gt;Frühjahr, endlich schönes Wetter, endlich mal das Zelt wieder auspacken. Kann man auch an einem
Wochenende ohne Verlängerung. Hatte Lust auf Berge, daher ging es in die &lt;em&gt;Ammergauer Alpen&lt;/em&gt; von
Deutschland nach Österreich und wieder zurück an den
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Plansee_(Tirol)"&gt;Plansee&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/collection/1545738/embed" width="100%" height="580" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;h2&gt;Murnau — Plansee&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Meine Tour sollte in &lt;em&gt;Murnau&lt;/em&gt; starten weil man da ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;p&gt;Frühjahr, endlich schönes Wetter, endlich mal das Zelt wieder auspacken. Kann man auch an einem
Wochenende ohne Verlängerung. Hatte Lust auf Berge, daher ging es in die &lt;em&gt;Ammergauer Alpen&lt;/em&gt; von
Deutschland nach Österreich und wieder zurück an den
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Plansee_(Tirol)"&gt;Plansee&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/collection/1545738/embed" width="100%" height="580" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;h2&gt;Murnau — Plansee&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Meine Tour sollte in &lt;em&gt;Murnau&lt;/em&gt; starten weil man da ganz gut mit dem Zug hinkommt. Die Tour war
komplett selbst geplant, also keine ausgeschilderte Radroute. Aber natürlich waren ab und zu
ausgeschilderte Radwege dabei. Bei der Planung auf der Karte hat mir der Weg am &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Linderhof"&gt;Schloss
Linderhof&lt;/a&gt; vorbei zum &lt;em&gt;Plansee&lt;/em&gt; gut gefallen:
mäßige Steigung und eben am Schloss vorbei. Genau das richtige zum „Warmwerden“.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_05_plansee/22-05-14 13-57-46 5352.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bad Kohlgrub&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_05_plansee/22-05-14 14-37-13 5359.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bei Saulgrub&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_05_plansee/22-05-14 14-55-54 5366.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Windows XP, »Bavaria Edition«&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oberammergau"&gt;Oberammergau&lt;/a&gt;, bekannt durch die
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oberammergauer_Passionsspiele"&gt;Passionsspiele&lt;/a&gt;, zweigt sich der Weg
auf: die Hauptstraße geht nach Osten in Richtung &lt;em&gt;Ettal&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Oberau&lt;/em&gt;, eine etwas kleinere Straße
dann nach Westen in Richtung &lt;em&gt;Linderhof&lt;/em&gt;. Es gibt keinen richtigen Radweg, teilweise fahre
ich auf der Straße, teilweise auf Feldwegen, teilweise auf Nebenstraßen parallel dazu.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_05_plansee/22-05-14 15-25-37 5377.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Richtung Linderhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In &lt;em&gt;Graswang&lt;/em&gt; dann ein Kuriosum: hier wehrt man sich gegen die Aufstellung eines Mobilfunkmasten.
Die Gemeinde hat es damit sogar in die &lt;a href="https://www.teltarif.de/bayern-netzausbau-telekom-graswang-ausgetrickst/news/80970.html"&gt;überregionale
Presse&lt;/a&gt;
geschafft. Fakt ist: man hat hier wirklich keinen Empfang. Schon etwas seltsam dass ein
Mobilfunkmast die Leute mehr zu stören scheint als diese Durchgangsstraße, die wegen dem Schloss
durchaus einigen Verkehr anzieht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen am &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Linderhof"&gt;Schloss Linderhof&lt;/a&gt;. Es wurde wie die
bekannten Märchenschlösser &lt;em&gt;Herrenchiemsee&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Neuschwanstein&lt;/em&gt; vom &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_II._(Bayern)"&gt;König Ludwig
II.&lt;/a&gt; in Auftrag gegeben. Es wurde in mehreren
Bauabschnitten von 1870 bis 1886 im Stil des Neorokoko errichtet. Schloss Linderhof  ist das
kleinste der drei Schlösser Ludwigs II. und das einzige, das noch zu seinen Lebzeiten vollendet
wurde. Linderhof gilt als das Lieblingsschloss des „Märchenkönigs“, in dem er sich mit großem
Abstand am häufigsten aufhielt. (Quelle:
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Linderhof"&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Parkanlagen sind öffentlich ohne Eintritt zugänglich. Mir gefällt das kleine Schloss sehr gut,
ich kann den König da gut verstehen. Ich würde mich auch gerne hier aufhalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_05_plansee/22-05-14 16-12-18 5397.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_05_plansee/22-05-14 16-13-41 5401.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schloss Linderhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weiter geht's entlang der Straße: die Steigung nimmt zu allerdings der Verkehr ab: die meisten
wollen ja lediglich zum Schloss und nicht weiter nach Österreich und umgekehrt fahren die meisten
zum Plansee von der anderen Seite (also &lt;em&gt;Reutte in Tirol&lt;/em&gt;) hoch statt über Linderhof.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_05_plansee/22-05-14 17-07-16 5421.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Straße&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja, irgendwann dann ein Schild dass die Straße an einem bestimmten Datum komplett gesperr ist und
man nicht durchkommt. Ziemlich hektisch auf's Handy geschaut welcher Tag heute ist: zum Glück war
es bereits Vergangenheit und ich konnte beruhigt weiterfahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hatte bereits im Vorfeld beim &lt;a href="https://www.camping-plansee.com/camping-sennalpe.html"&gt;Campingplatz
Seenalpe&lt;/a&gt; gebucht und sogar gezahlt, einfach
zur Sicherheit. Es wäre nicht nötig gewesen, auf der Zeltwiese waren glaub ich insgesamt drei Zelte.
Also erstmal das Zelt aufgebaut, den Campingkocher angeworfen und die Gegend genossen. Wirklich
wunderschön, wenn auch etwas frisch.  Ich habe aber vorausschauend den Winterschlafsack eingepackt,
der bis −2 °C Komforttemperatur aushält.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_05_plansee/22-05-14 19-29-53 5449.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_05_plansee/22-05-14 20-22-28 5455.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_05_plansee/22-05-15 06-56-48 5482.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Etwas nervig fand ich das in der Nähe befindliche Wirtshaus mit relativ lauter Musik. Es
war aber irgendwann vorbei und ich schlief tief und fest.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Plansee – Murnau&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Natürlich fahre ich jetzt nicht den gleichen Weg wieder zurück, sondern den längeren über Ehrwald
und Garmisch. Heute ist ja mehr Zeit. Aber erstmal den wunderschönen Sonnenaufgang genießen
und frühstücken. Es ist kalt und bekannterweise geht die Sonne im Gebirge meistens später auf
weil der Horizont durch Berge verdeckt wird. Das Zelt ist logischerweise patschnass, und es lohnt
sich auch nicht, zu warten bis es trocken ist. Das hätte Stunden gedauert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider bin ich irgendwie am Morgen immer ziemlich langsam. Zum einen Rumtrödeln, zum anderen packe
ich das Zeug eher langsam und sauber ein. Andere schaffen das irgendwie schneller. 🙃&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_05_plansee/22-05-15 08-17-56 5494.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sonnenaufgang am See&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_05_plansee/22-05-15 09-58-34 5498.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Straße am See&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_05_plansee/22-05-15 10-13-26 5504.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Brücke über den Plansee zum Heiterwanger See&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine weitere Brücke ist dann gesperrt und ich muss auf der „falschen“ Seite des &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heiterwanger_See"&gt;Heiterwanger
Sees&lt;/a&gt; fahren. Was sich am Anfang als gute
Alternative entpuppt wird in weiten Teilen eine (mit meinem Fahrrad und Gepäck) Schiebestrecke.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_05_plansee/22-05-15 11-34-20 5516.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Im Tal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Tal fahre ich weiter an einem gut ausgebauten und ausgeschilderten Radweg über 
Bichlbach, Lermoos, Ehrwald nach Garmisch. An der deutschen Grenze wird der Weg dann schlagartig
zu Schotter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_05_plansee/22-05-15 12-55-12 5542.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hier sieht man die Zugspitze ganz links&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_05_plansee/22-05-15 14-15-18 5560.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Garmisch&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Garmisch kaufe ich am Bahnhof etwas Proviant und fahre weiter entlang der Loisach nach
Murnau. Ganz am Ende geht's nochmal den Berg hoch, ziemlich knapp erreiche ich noch den Zug
gegen 16:30 Uhr. Natürlich gäbe es auch spätere Verbindungen, aber die wären schlechter.
Grad so komme ich noch rein mit meinem Fahrrad, ich stehe im Türbereich, zum Glück kommt
kein Schaffner zum Nörgeln und alles läuft wie geplant.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_05_plansee/22-05-15 15-24-03 5576.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_05_plansee/22-05-15 16-06-14 5590.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Entlang der Loisach&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_05_plansee/22-05-15 16-32-49 5593.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zug in Murnau&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Manchmal sind diese Kurztrips schöner wie ein zweiwöchiger Urlaub wenn's einfach passt.
Das hier war so einer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einziger Kostenpunkt waren die zwei Bayerntickets mit je 25 € plus 6 € für das Rad, also
insgesamt 62 €. Die Übernachtung am Campingplatz waren glaub ich 15 € und was zu Essen hätte
ich zu Hause auch gebraucht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachahmung empfohlen!&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="fahrrad"/></entry><entry><title>Mit dem Fahrrad in die alte niederbayerische Heimat</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2022-07-niederbayern.html" rel="alternate"/><published>2022-10-01T00:00:00+02:00</published><updated>2022-10-01T00:00:00+02:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2022-10-01:/pelican/2022-07-niederbayern.html</id><summary type="html">&lt;h2&gt;Wie es dazu kam?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich wohne zwar schon seit gefühlten Ewigkeiten in Mittelfranken, stamme aber aus Niederbayern,
einem kleinen Ort zwischen Landshut und Regensburg. Im Sommer wollte ich mal wieder meinen Vater
besuchen, aber irgendwie auch das schöne Wetter am Wochenende nutzen. Insofern kam mir ein
naheliegender Gedanke: warum nicht ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;h2&gt;Wie es dazu kam?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich wohne zwar schon seit gefühlten Ewigkeiten in Mittelfranken, stamme aber aus Niederbayern,
einem kleinen Ort zwischen Landshut und Regensburg. Im Sommer wollte ich mal wieder meinen Vater
besuchen, aber irgendwie auch das schöne Wetter am Wochenende nutzen. Insofern kam mir ein
naheliegender Gedanke: warum nicht einfach mit Fahrrad und Zelt statt mit Zug anreisen? Natürlich
nicht in einem Tag sondern in einem verlängerten Wochenende.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Entfernung auf der Straße oder per Bahn sind ziemlich genau 150 km. Das wäre auf zwei Etappen
problemlos machbar, mit dem Fahrrad nimmt man aber eher eine andere Route als über die fränkische
Alb, außerdem wollte ich ja nicht erst am Abend ankommen und sofort wieder fahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Insofern hatte mir eine Route auf drei Etappen gesucht, außerdem musste ich auf die Verfügbarkeit
von Zeltplätzen Rücksicht nehmen. Am meisten findet man entlang der Altmühl und entlang der Donau.
Ich hatte mir dann selbst eine Route zusammengebastelt mit Komoot und dabei Teile des wunderschönen
&lt;a href="http://altmuehl-radweg.de"&gt;Altmühlradwegs&lt;/a&gt;, einen kurzen Teil des
&lt;a href="https://www.deutsche-donau.de"&gt;Donauradwegs&lt;/a&gt; sowie des
&lt;a href="https://www.radlland-bayern.de/routen/laber-abens-radweg/"&gt;Laber-Abens-Radwegs&lt;/a&gt; eingebaut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl es auf der Karte nicht nach soviel Umweg aussieht waren es dann doch 207 km statt 150 km.&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/collection/1700064/embed" width="100%" height="580" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;h2&gt;Samstag: zur Altmühl&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Sehr entpannt mal eine Radtour von zu Hause zu starten. Keine stressige Zugfahrt im Zeitalter
des 9-Euro-Tickets, wo man zwar günstig unterwegs war aber nie wusste, ob man mit Rad noch mitkommt.
Ich fuhr erst kurz vor Mittag los, musste noch packen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Gegend und im Prinzip der Weg waren mir natürlich bestens bekannt. Das Wetter war noch relativ
kühl und windig, für Sonntag und Montag war dann aber Sommerwetter prognostiziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-07-30 13-19-53 9354.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wendelstein&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-07-30 15-17-26 9380.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bei Allersberg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-07-30 15-36-17 9385.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Freystadt: der alte Bahnhof an der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Greißelbach–Freystadt"&gt;Bahnstrecke Greißelbach–Freystadt(-Neumarkt)&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-07-30 16-02-53 9386.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Main-Donau-Kanal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neben dem schönen &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Freystadt"&gt;Freystadt&lt;/a&gt; war die nächste größere Stadt
dann &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Berching"&gt;Berching&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-07-30 17-25-26 9398.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An der Altmühl angekommen war ich nun also auf der Suche nach einem Zeltplatz. Der erste
hatte irgendwie kein Platz für Zelte weil grad was umgebaut wurde und so fuhr ich ein Stück
in die falsche Richtung, also flussaufwärts, und wurde bei &lt;a href="https://kratzmuehle.de/"&gt;Camping Kratzmühle&lt;/a&gt;
fündig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Preis war recht fair, um die 10 € wenn ich mich richtig erinnere, allerdings fand
ich die Zeltwiese nicht besonders toll: etwas in Hanglage und recht nah zum Kinderspielplatz,
außerdem fuhren „ständig“ Autos vorbei. Das beste am Platz war der See in Laufweite. Schade
dass man um den See nicht zelten darf, das wäre richtig schön geworden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-07-30 18-41-14 9405.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eingang&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-07-30 18-40-47 9404.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mein Zelt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-07-30 19-35-22 9411.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Kratzmühle&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-07-30 20-01-30 9417.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Badesee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Von der Altmühl zur Donau&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Heute war wegetechnisch der schönste Tag. Eine lange aber auch (vermeintlich) flache Etappe steht
bevor. Ich fahre im schönsten Teil des Altmülhtals bis zur Mündung. Zwar viel Schotter aber ein
herrlicher Fluss und einige Burgen entlang der Strecke.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-07-31 10-42-04 9428.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Radweg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-07-31 10-45-02 9429.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Altmühl&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-07-31 11-41-24 9440.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dietfurt_an_der_Altmühl"&gt;Dietfurt an der Altmühl&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-07-31 12-01-34 9443.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und weiter...&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-07-31 13-21-18 9462.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Riedenburg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-07-31 13-39-51 9469.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nochmal die Altmühl&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-07-31 13-50-51 9473.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Burg Prunn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-07-31 14-03-44 9474.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die längste Holzbrücke in irgendwo&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-07-31 14-09-24 9485.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Essing&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-07-31 15-05-43 9496.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kelheim"&gt;Kelheim&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-07-31 15-17-53 9499.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Befreiungshalle"&gt;Befreiungshalle&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegen 15 Uhr also an der Donau angekommen. Ich peile heute einen Campingplatz bei Neustadt an.
Zwar hätte es auch einen direkteren Weg gegeben, aber ich wollte ja auch nicht schon um 15 Uhr
am Campinplatz ankommen, insofern kam mir der Umweg über die Donaumündung und Kelheim gerade Recht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Allerdings hatte ich im Vorfeld nicht wirklich die Route genauer angeschaut. Der offizielle
Donauradweg nimmt nämlich an dieser Stelle eine Fähre. Aus zwei Gründen: damit man den
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Donaudurchbruch_bei_Weltenburg"&gt;Donaudurchbruch bei Weltenburg&lt;/a&gt; auch
sieht und um Steigung zu sparen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hatte jetzt aber keine Lust auf die Fähre zu warten, insofern folgte ich dann der alternativen
Beschilderung, die leider eine heftige Steigung hatte wo ich dann am Ende schieben musste (die
Straße parallel wäre flacher gewesen und wäre meine Empfehlung). Dafür dann eine schöne Abfahrt
bei Weltenburg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-07-31 15-45-55 9501.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bei Weltenburg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe während meiner Fahrt getwittert, und so ergab es sich, dass ich ziemlich
in der Nähe von &lt;code&gt;@zglstein&lt;/code&gt; vorbeifuhr ohne es zu wissen und wir uns sogar kurz zu einem
Treffen verabredeten. Besonders mein plüschiger, mich begleitender Pinguin war hocherfreut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-07-31 16-49-13 9511.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;@&lt;code&gt;PinguPaul_&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;@zglstein&lt;/code&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-07-31 16-41-43 9509.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Donau&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-07-31 17-07-34 9513.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wie im Bilderbuch&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegen 18 Uhr erreichte ich dann den &lt;a href="https://campingfelbermuehl.wixsite.com/start"&gt;Campingplatz Felbermühle&lt;/a&gt;
bei Neustadt an der Donau. Zum Glück war noch was frei, die Betreiberin war sehr nett. Es gab eine
große Zeltwiese wo auch mehrere Radler waren, der Donauradweg ist eben sehr populär. Mein
Zeltnachbar hatte eine Tour bis zur franösischen Atlantikküste geplant, ich war ja dezent neidisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Sonntag ist das mit dem Einkaufen immer schwer, immerhin gab's in der Nähe eine Tankstelle
und ich hatte ohnehin eine Tüte Campingnahrung dabei, die ich mit meinem Gaskocher zubereitete.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-08-01 07-40-26 9528.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Campingplatz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-08-01 07-58-45 9532.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sanitäranlagen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Das Finale&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die zweite Nacht ist bei Radtouren immer die bessere was den Schlaf betrifft
und so war es auch hier. Die Straße hat man zwar gehört aber wirklich gestört hat sie auch nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-08-01 08-02-28 9536.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Enten am Morgen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-08-01 08-05-19 9538.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nochmal der Campingplatz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste Ort war &lt;em&gt;Bad Gögging&lt;/em&gt;. Kannte den Ort irgendwie weil meine Mutter mal dort auf Reha war,
allerdings konnte ich mich nur noch an die Kurklinik und nicht mehr an den Ort erinnern. 
Seltsamerweise gibt es in diesem Ort keien einzige Einkaufsmöglichkeit. Der nächste Supermarkt
war in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Abensberg"&gt;Abensberg&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-08-01 09-34-18 9546.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Abens&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-08-01 09-37-56 9550.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Abensberg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und dann wird's etwas hügeliger:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-08-01 10-33-42 9558.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-08-01 10-48-41 9562.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rohr in Niederbayern&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_07_niederbayern/22-08-01 11-14-44 9569.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und gegen Mittag bin ich dann „zu Hause“ angekommen. Erstmal Duschen. Und am Abend nach Hause
mit dem Zug.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;War eine coole Idee, in meine alte Heimat mit dem Fahrrad zu fahren. Hätte ich auch
früher draufkommen können. Am besten war der Altmühlradweg und der Zeltplatz in Neustadt.
Der Donauradweg steht ja auch auf der TODO-Liste.&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="fahrrad"/></entry><entry><title>Wetterstation: die Dritte</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2022-10-wetterstation.html" rel="alternate"/><published>2022-10-01T00:00:00+02:00</published><updated>2022-10-01T00:00:00+02:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2022-10-01:/pelican/2022-10-wetterstation.html</id><summary type="html">&lt;p&gt;Tja, eigentlich ist meine &lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2019-01-wetterstation.html"&gt;Wetterstation&lt;/a&gt;
noch nicht so alt gewesen. Ich war allerdings nie so richtig mit dem Teil
zufrieden. Messtechnisch okay aber die Hardware war ziemlich „windig“. Die
vielen Kabel hässlich. Und bei nem Sturm im August ging das Windrad kaputt.
Ersatzteile sind keine erhältlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anfang dieses Jahres kaufte ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;p&gt;Tja, eigentlich ist meine &lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2019-01-wetterstation.html"&gt;Wetterstation&lt;/a&gt;
noch nicht so alt gewesen. Ich war allerdings nie so richtig mit dem Teil
zufrieden. Messtechnisch okay aber die Hardware war ziemlich „windig“. Die
vielen Kabel hässlich. Und bei nem Sturm im August ging das Windrad kaputt.
Ersatzteile sind keine erhältlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anfang dieses Jahres kaufte ich für meinen Vater die &lt;a href="https://de.elv.com/elv-wifi-wetterstation-ws980wifi-inkl-funk-aussensensor-868-mhz-app-pc-auswertesoftware-250408"&gt;ELV WiFi-Wetterstation
WS980WiFi&lt;/a&gt; und war ziemlich zufrieden damit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Hardware ist sehr robust und besteht aus einem einzigen Block, der nur noch
auf einen Masten besfestigt werden muss. Ersatzteile sind verfügbar und
zumindest bei meiner ersten Wetterstation von ELV waren die es auch noch sehr
lange nachdem das Produkt nicht mehr verkauft wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als ich dann zufällig sah, dass die Station Ende September im Sonderangebot für 115 € war,
griff ich spontan zu. Zwei Tage später war die Wetterstation dann auch bei mir zu Hause.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_10_wetterstation/aussen.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;So schaut die fertig aufgebaute Station auf meinem Balkon aus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_10_wetterstation/display.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und so das WLAN-Display&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Vor- und Nachteile&lt;/h2&gt;
&lt;h3&gt;Pro&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Hier mal aus meiner Sicht die Pluspunkte dieser Station:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;robuste Hardware&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Verfügbarkeit von Ersatzteilen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Stromversorgung per Solarzelle mit Stützbatterie&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;viele Messdaten&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Temperatur&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Luftfeuchtigkeit&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Luftdruck&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Taupunkt (zwar errechnet aber direkt am Display angezeigt)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Niederschlag&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Windrichtung und -geschwindigkeit mit Windböen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Sonnenstrahlung (W/m²) und UV-Index&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Display mit WLAN, Daten werden in verschiedene Wetter-Clouds (beispielsweise &lt;a href="http://wunderground.com"&gt;Weather Underground&lt;/a&gt;) geladen, die man konfigurieren kann&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Protokoll im Internet verfügbar, lokale Abfrage im LAN möglich (dazu später mehr)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h3&gt;Contra&lt;/h3&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;App ziemlich schlecht gemacht&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;PC-Software noch schlechter&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;es gibt schönere Displays&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fazit:&lt;/strong&gt; wer auf die mitgelieferte Software Wert legt oder das Display für mehr als nur das Anzeigen der aktuellen Werte verwenden möchte, findet sicher bessere Produkte. Darum ging's mir aber nicht.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Ersteinrichtung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Einrichtung funktioniert folgendermaßen:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;Man verbindet sein Smartphone zu dem WLAN-Hotspot, welche die Wetterstation bereitstellt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Man konifguriert in der App &lt;a href="https://www.google.com/search?client=safari&amp;amp;rls=en&amp;amp;q=ws+view&amp;amp;ie=UTF-8&amp;amp;oe=UTF-8"&gt;WS View&lt;/a&gt; die Daten zum WLAN-Netzwerk, also SSID und Passwort. Eigentlich sollte man dafür &lt;a href="https://apps.apple.com/de/app/ws-tool/id1125344077"&gt;WS Tool&lt;/a&gt; verwenden, die funktioniert aber nicht.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Daraufhin verschwindet der Hotspot wieder, die Wetterstation verbindet sich zum WLAN und die Einrichtung ist erstmal abgeschlossen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;In der App kann man die Zugangsdaten zu Wetter-Clouds konfigurieren damit die Wetterdaten dann hochgeladen werden.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Man sollte noch den Luftdruck kalibrieren. Entweder man verwendet die Daten von Wetterseiten und sucht sich eine Station in der Nähe oder eine entsprechende Smartphone-App wie &lt;a href="https://apps.apple.com/de/app/barometer-altimeter-pro/id923043780"&gt;Barometer &amp;amp; Altimeter Pro für iOS&lt;/a&gt;, die über GPS die Höhe kennen und über die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Barometrische_Höhenformel"&gt;Barometrische Höhenformel&lt;/a&gt; den &lt;em&gt;relativen Luftdruck auf Meereshöhe&lt;/em&gt; (nur der ist für das Wetter von Belang) direkt berechnen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Wetter-Clouds&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Mittlerweile gibt's eine ganze Reihe von Clouds, wo man eigene Messdaten
hochladen kann, die die Daten dann aufbereiten und wo jeder sie zur Verfügung
gestellt bekommt. Ich lade meine Daten zu &lt;a href="http://wunderground.com"&gt;Weather
Underground&lt;/a&gt;, im wesentlichen weil ich da mit
&lt;a href="https://apps.apple.com/app/mypws/id1467639867?l=en&amp;amp;ls=1"&gt;myPWS&lt;/a&gt; eine sehr
gute, wenn auch teilweise kostenpflichtige, App für iOS gefunden habe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um die Daten bei der &lt;em&gt;WS980WiFi&lt;/em&gt; dort hochzuladen konfiguriert man &lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Lokale Abfrage&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Glücklicherweise kann man die Wetterdaten auch direkt im LAN abfragen, was die
PC-Software macht.  Dadurch konnte ich die Station sehr einfach in meine
&lt;a href="https://github.com/bwalle/vetero"&gt;eigene Software „vetero“&lt;/a&gt; integrieren, mit
der ich die Daten seit 10 Jahren erfasse und aufbereite.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Protokollbeschreibung gibt's nicht vom Hersteller, man findet sie aber
in einem &lt;a href="https://de.elv.com/forum/protokolldefinition-zum-datenaustausch-ws980-zum-pc-6430?p=2"&gt;Thread im ELV-Forum&lt;/a&gt; wenn man nach &lt;em&gt;WS980_protokoll.docx&lt;/em&gt; sucht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dadurch ist man auch unabhängig von den Cloudanbietern und von Software vom
Hersteller. Lediglich für die Erstkonfiguration des WLANs benötigt man zwingend
die App vom Hersteller.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Recht verbreitet ist im übrigen die OpenSource-Software
&lt;a href="https://www.weewx.com"&gt;WeeWX&lt;/a&gt;, die die Station ebenfalls unterstützt und
ebenfalls eine lokale Abfrage vornimmt.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Meine Wetterdaten&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die gibt's &lt;a href="http://vetero.bwalle.de"&gt;hier&lt;/a&gt;. Schaut alles ziemlich altbacken
aus, besteht aus statischen HTML-Seiten die generiert werden aber ich komme
damit eigentlich deutlich besser klar wie mit den Alternativen, die ich so
gefunden habe. Macht der Gewohnheit.&lt;/p&gt;</content><category term="Computer"/><category term="computer"/><category term="wetterstation"/></entry><entry><title>Vier-Quellen-Weg</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2022-09-vier-quellen-weg.html" rel="alternate"/><published>2022-09-25T00:00:00+02:00</published><updated>2022-09-25T00:00:00+02:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2022-09-25:/pelican/2022-09-vier-quellen-weg.html</id><summary type="html">&lt;p&gt;Über meine erste missglückte Trekkingtour dieses Jahres habe ich keinen Blogeintrag geschrieben, weil sie nach dem ersten Tag auf der schwedischen Berghütte wegen Krankheit abgebrochen werden musste. Letztlich war das aber auch der Grund, warum ich noch Urlaub übrig hatte und unbedingt nach der schönen &lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2022-06-rotwand.html"&gt;Rotwand-Tour&lt;/a&gt; nochmal eine Mehrtageswanderung in ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;p&gt;Über meine erste missglückte Trekkingtour dieses Jahres habe ich keinen Blogeintrag geschrieben, weil sie nach dem ersten Tag auf der schwedischen Berghütte wegen Krankheit abgebrochen werden musste. Letztlich war das aber auch der Grund, warum ich noch Urlaub übrig hatte und unbedingt nach der schönen &lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2022-06-rotwand.html"&gt;Rotwand-Tour&lt;/a&gt; nochmal eine Mehrtageswanderung in diesem Jahr machen wollte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei der Planung war ich eher kurzfristig dran. Ich hatte was gesucht was mit Höhenangst machbar ist, trotzdem in den Alpen, Übernachtung auf Hütten, Anreise mit dem Zug und am besten noch online buchbar. Beim bekannten &lt;em&gt;Meraner Höhenweg&lt;/em&gt; fehlten mir die Hütten und ich hatte die Befürchtung dass ich kurzfristig keine Zimmer mehr finde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So stieß ich auf den &lt;a href="https://www.myswitzerland.com/de-de/erlebnisse/route/vier-quellen-weg/"&gt;Vier-Quellen-Weg&lt;/a&gt; (&lt;a href="https://www.vier-quellen-weg.ch/home/"&gt;offizielle Webseite&lt;/a&gt;), der mir sofort zugesagt hat. Schweiz ist eh immer eine Reise wert, man kommt überalle mit Öffentlichen hin – wenn nicht mit dem Zug dann mit dem &lt;a href="https://www.postauto.ch"&gt;PostAuto&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Vorbereitung endlich noch eine Mitgliedschaft beim &lt;a href="https://www.alpenverein.de"&gt;DAV&lt;/a&gt; abgeschlossen, um die günstigen Hüttenpreise zu bekommen. Und ich hab mir mal ordentliche Bergstiefel gekauft. Dumm war natürlich dass ich vorher keine Zeit hatte, sie „einzulaufen“, daher hatte ich dann die normale Wanderschuhe noch dabei. Praktisch zum Zugfahren und Stadt angucken, aber dafür hätten es leichtere Sneakers auch getan.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja, und warum aus den vier Quellen dann doch nur zwei wurden, das erfahrt ihr beim Lesen. Man kann auf der Karte erahnen dass da noch ein Zwischenstück vom Gotthardpass nach Oberwald unten fehlt damit die Wanderung komplett geworden wäre.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Spoiler:&lt;/em&gt; es war trotzdem toll und ich kann die Wanderung wirklich sehr empfehlen!&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/collection/1802132/embed" width="100%" height="580" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;h2&gt;Samstag: Zugfahren&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Tja, die Schweiz ist nicht allzu weit von Nürnberg weg, trotzdem geht eigentlich immer ein ganzer Tag ins Land wenn man nicht nur an den Bodensee will sondern „weiter rein“. Nachdem die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gäubahn"&gt;Gäubahn (Bahnstrecke Stuttgart-Singen)&lt;/a&gt; immer noch wegen Bauarbeiten gesperrt war musste ich über München fahren. Was vor allem den Nachteil hat dass man mehr bezahlt da einfach weniger günstige Sparpreise verfügbar sind als über Stuttgart.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hab mich für die Anreise nach &lt;em&gt;Disentis&lt;/em&gt; entschieden, aus zwei Gründen: zum einen gab's dort ein günstiges &lt;a href="https://www.catrina-experience.com/catrina-hostel"&gt;Hostel&lt;/a&gt;, zum anderen kann man über die &lt;a href="https://www.bahn.de"&gt;DB&lt;/a&gt; keine Sparpreise buchen bei denen in der Schweiz die &lt;a href="http://matterhorngotthardbahn.ch"&gt;Matterhorn-Gotthard-Bahn&lt;/a&gt; beteiligt ist. Die &lt;a href="https://www.rhb.ch"&gt;Rhätische Bahn&lt;/a&gt; geht aber zum Glück und &lt;em&gt;Disentis&lt;/em&gt; ist der Endpunkt der &lt;em&gt;Rhätischen Bahn&lt;/em&gt; auf der Rheinstrecke.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Morgen wieder Chaos, der ICE hatte Verspätung wodurch ich eher an den Bahnhof gefahren bin um den vorhergehenden ICE zu erwischen. Der EuroCity von München nach Zürich fährt nur im Zweistundentakt, und ich wollte den nicht verpassen, weil's auch mit dem Checkin schwierig geworden wäre.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immerhin, war dann in München pünktlich bzw. zu früh, der EC stand aber schon bereit und ich konnte meine Premiere im &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Alstom_ETR_610"&gt;ETR 610&lt;/a&gt; feiern. Fand den Zug ganz nett, speziell von der Laufruhe, innen finde ich die ICEs dann aber noch einen Tick eleganter, vor allem wegen des Teppichbodens. In Bregenz dann endlich maskenfrei unterwegs. Darauf hatte ich mich schon die ganze Zeit gefreut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-10_12-19-52.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;ETR 610 in München Hbf&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/St._Margrethen"&gt;St. Margrethen&lt;/a&gt;, einem kleinen Dorf das eigentlich nur wegen des Grenzbahnhofs eine gewisse Bedeutung hat. Dort ist auch &lt;em&gt;Stadler Rail&lt;/em&gt; ansässig, eigentlich der größte Hersteller von Zügen und anderen Schienenfahrzeugen in der Schweiz. Entlang des Rheins führt die Strecke nach &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chur"&gt;Chur&lt;/a&gt;, der Hauptstadt des &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kanton_Graubünden"&gt;Kanton Graubünden&lt;/a&gt; und von dort steige ich sofort in die &lt;em&gt;Rhätische Bahn&lt;/em&gt; nach &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Disentis/Mustér"&gt;Distentis&lt;/a&gt;, auf Rätoromanisch &lt;em&gt;Mustér&lt;/em&gt; genannt. Die Schilder sind dort zweisprachig wobei Romanisch tatsächlich die Hauptsprache ist. Die Aussicht auf der Fahrt ist wieder mal herrlich, die Wolken verschwinden langsam, es ist aber sehr kalt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-10_17-19-10.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rheinschlucht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-10_18-09-43.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fenster zum Öffnen der Rhätischen Bahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Pünktlich gegen 18:30 Uhr erreiche ich &lt;em&gt;Distentis&lt;/em&gt;. Erstmal den Berg hochlaufen und dieses Hostel suchen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-10_18-55-04.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Disentis&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-11_08-42-58.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hotelanlage&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mehrbettzimmer war ganz okay für den Preis. Keine Stockbetten sondern so eine zweite Ebene mit zwei Betten oben. Zwei andere Herren etwa in meinem Alter. Was mich etwas genervt hat dass die erst nach Mitternacht aufgetaucht sind. Finde das auf Berghütten ganz angenehm: Hüttenruhe um 22 Uhr. Naja, dafür war's mit 45 CHF günstig, das Frühstück hätte aber 20 CHF gekostet, darauf hab ich dann verzichtet. Ein kleiner Dorfladen (&lt;a href="https://www.volg.ch"&gt;Volg&lt;/a&gt;) hatte zum Glück auch am Sonntag geöffnet. &lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Sonntag: der erste halbe Abschnitt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich hab's mir bequem gemacht und die erste Etappe aufgeteilt. Einfach weil in der Mitte eine Hütte lag und ich mir dachte: zum Warmwerden mit den neuen Schuhen, warum nicht. Aus dem Grund hatte ich aber auch massig Zeit und bin erstmal durch bis &lt;em&gt;Andermatt&lt;/em&gt; mit dem Zug gefahren, nur um von dort wieder zurück zu fahren. Neben der Bernia-Strecke ist der &lt;em&gt;Oberalppass&lt;/em&gt; eigentlich das Highlight in der Schweiz. Die meisten Züge der &lt;em&gt;Matterhorn-Gotthard-Bahn&lt;/em&gt; haben ein Fenster zum Öffnen, auch wenn man den Fenstern das nicht direkt ansieht weil man die Scheibe direkt nach unten versenkt und es keine geteilten Fenster sind wie bei alten Wagen in Deutschland üblich gewesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-11_09-50-37.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fotografieren aus dem offenen Fenster&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei der Hinfahrt ist es noch ziemlich neblig, die Aussicht mäßig. Immer mal wieder aber Lücken im Nebel. Am Ende der bekannte Blick auf &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andermatt"&gt;Andermatt&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-11_10-12-32.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Andermatt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-11_10-51-05.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fallblattanzeige in Andermatt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das beste an &lt;em&gt;Andermatt&lt;/em&gt; ist die Lage im Schnittpunkt zwischen &lt;em&gt;Gotthardpass&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Oberalpass&lt;/em&gt; bzw. &lt;em&gt;Furkapass&lt;/em&gt;. Hier als topographische Karte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/Andermatt.png"&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-11_11-04-47.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Andermatt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Andermatt konnte ich etwas Reiseproviant im Supermarkt am Bahnhof einkaufen, von dort also dann mit dem nächsten Zug zum &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oberalppass"&gt;Oberalppass&lt;/a&gt;. Der Nebel ist verschwunden, es steht ein herrlicher Herbsttag an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-11_11-40-39.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick aus dem Fenster in Richtung Oberalppass&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen gegen Mittag am Oberalppass. Los geht's. Wanderstiefel anziehen, nochmal durchatmen. Die nächsten zwei Nächte werde ich im Gebirge verbringen, bin etwas aufgeregt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-11_12-06-52.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein Leuchtturm mitten im Gebirge&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Leuchtturm mitten im Gebirge? Hab ich mich verlaufen? Die Erklärung steht auf einer Tafel oder auch auf &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtturm_Rheinquelle"&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;: „Der zehn Meter hohe Turm wurde 2010 im Rahmen eines touristischen Marketings in der Nähe der Rheinquelle errichtet und soll als originelle Aktion für die Attraktivität der Ferienregion werben. Er ist eine Nachbildung des ehemaligen Unterfeuers Hoek van Holland (niederländisch Lage licht van Hoek van Holland), das 70 Jahre lang die Mündung des Rheins in die Nordsee bezeichnete und seit 1990 im Maritiem Museum in Rotterdam aufgestellt ist.“ Die Schweizer wieder, kopieren alles. 🙈&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem nun meine Sinne also funktionieren kaufe ich noch eine Apfelschorle im Kiosk und probiere das erste mal meine frisch geladenes &lt;a href="https://www.twint.ch"&gt;Twint&lt;/a&gt;-Guthaben aus. Dazu ein kleiner Exkurs in die schweizer Zahlungswelt. Meistens werden dort Kreditkarten genommen, allerdings halt nicht in sehr kleinen Läden, Hofständen oder auch auf manchen Berghütten. Neben Bargeld hat man dann noch die Chance, Twint nutzen zu können. Eine App wo man sich registrieren muss und wo man mit schweizer Bankkonto direkt zahlen kann. Immerhin hat man als Ausländer eine Möglichkeit, wenn man sich vorab registriert (was zwei Tage dauert, da der Personalausweis geprüft wird), eine Prepaid-Version herunterzuladen und diese aufzuladen. Zum Aufladen kauft man bei &lt;a href="https://www.coop.ch"&gt;coop&lt;/a&gt;-Supermärkten eine Guthabenkarte, ähnlich wie bei Prepaid-Mobiltelefonen. Diese kann man dann direkt laden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man kann das Guthaben allerdings nicht mehr auf ein ausländisches Konto zurücküberweisen. Das geht nur bei schweizer Konten, man kann Bargeld bei &lt;a href="https://www.kkiosk.ch"&gt;kkiosk&lt;/a&gt; abheben oder halt einfach einkaufen. &lt;em&gt;Twint&lt;/em&gt; wird über einen QR-Code in der Regel überall in der Schweiz akzeptiert, wo auch Kreditkarten gehen. Da der Schweizer Franken aber auch nicht die schlechteste Geldanlage ist, kann man einfach warten bis man wieder in die Schweiz kommt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Wanderung ist gut markiert, es handelt sich um den Weg &lt;em&gt;49&lt;/em&gt; im &lt;a href="http://schweizmobil.ch"&gt;SchweizMobil&lt;/a&gt;-System. Schilder gibt's aber natürlich selten, meistens folgt man der üblichen rot-weiß-roten-Markierung an Felsen. Wir befinden uns ja am Oberalppass schon auf über 2000 m, sind also über der Baumgrenze. Man hört noch die Straße, der Pass schlängelt sich den Berg hinauf oder hinab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-11_13-35-27.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Oberalppass&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Weg ist durchweg gut zu gehen, hier wird es etwas felsiger wo man dann seine Stöcke gut gebrauchen kann, vor allem wenn's dann dahinter etwas runter geht. Es ist aber auch kein Spazierweg und „familienfreundlich“ ist auch immer relativ zu sehen. Wenn man mit Kindern noch nie in den Bergen war würde ich damit jetzt nicht gleich anfangen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-11_14-04-21.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Felsigerer Abschnitt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und nun sind wir auch schon an der ersten Quelle, der &lt;em&gt;Rheinquelle&lt;/em&gt;, dem &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tomasee"&gt;Tomasee&lt;/a&gt;. Zeit, hinter den See zu gehen und durchzuatmen. Welch herrlicher Ort. Während der Wanderweg bis dahin noch recht überlaufen ist (es war Sonntag), gehen viele offensichtlich nur zur Rheinquelle und wieder zurück oder steigen hoch zur &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Badushütte"&gt;Badushütte&lt;/a&gt;. Der Vier-Quellen-Weg geht allerdings in die andere Richtung zur &lt;a href="https://www.maighelshuette.ch"&gt;Maighelshütte&lt;/a&gt;, es wird wesentlich ruhiger und sehr angenehm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein klarer Herbsttag, einfach wundervoll die vielen Bilder. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-11_14-44-35.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Tomasee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-11_15-14-38.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Engstelle&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Weg wird breiter, und man kann die Hütte auch schon erspähen:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-11_15-41-19.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kleinere Seen machen das Landschaftsbild perfekt. Mücken gibt's um diese Zeit auch keine mehr. Um 16:30 Uhr erreiche ich die Hütte. Nicht viel los, die Nachmittagsgäste sind schon weg, die Abendgäste noch nicht da. Neben dem Wanderweg gibt's auch einen befahrbaren Weg direkt im Tal, den man nutzen kann um die Wanderung zu verkürzen, was ich aber nicht empfehlen würde: man verpasst die Rheinquelle. Als Rückweg für nen Tagesausflug aber eine gute Wahl.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-11_15-50-52.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich verfüge über sehr wenig Hüttenerfahrung und habe eben dieses Jahr im &lt;em&gt;Rotwandhaus&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Taubensteinhaus&lt;/em&gt; übernachtet. Mir fehlt der Vergleich. Jedenfalls ist hier einiges anders. Speisen und Getränke werden auf die Rechnung geschrieben, die man dann am Abend vor dem Schlafen bezahlt. Entweder bar oder mit Twint. Die Buchung erfolgt direkt als Halbpension (man kann auch nur übernachten, muss dann aber einen kleinen Zuschlag als Selbstversorger zahlen).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt keine Mehrbettzimmer sondern nur Lager, also größere Zimmer. Da es aber sehr leer ist (dürfte um die 15 Schlafgäste sein) bin ich nur mit einer Familie mit insgesamt 6 Personen im Zimmer. Was identisch ist: es werden Badelatschen bereitgestellt, man darf also mit Bergschuhen nicht in die Gasträume. Und man bringt einen Hüttelschlafsack mit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf dieser Hütte hat man leider kein warmes Wasser. Die Katzenwäsche mit kaltem Wasser bleibt spärlich. Vor dem Abendessen mache ich nochmal einen kleinen Spaziergang. Die Sonne verschwindet hinter dem Berg, ohne direkte Sonneneinstrahlung ist es bereits recht kalt und ich ziehe meinen Fleecepullover an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-11_18-15-40.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Sonne verschwindet (und ich entschuldige mich für den Blaustich)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-12_07-13-02.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sonnenuntergang&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das &lt;em&gt;Abendessen&lt;/em&gt; oder – &lt;em&gt;Nachtessen&lt;/em&gt;, wie es in der Schweiz heißt – gibt's um 18:30 Uhr. Und da ist auch schon der nächste Unterschied. Während es auf den beiden DAV-Hütten eher wie im Restaurant mit Selbstbedienung war, man bestellt aus einer kleinen Auswahl und wird dann gerufen, wenn es fertig ist, gibt es hier genau ein Menü. Wobei man vorher zwischen vegetarischem und fleischaltiger Kost wählen kann. Und man sitzt nicht irgendwo sondern es gibt ein Schild wo die Sitzordnung festgelegt ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für mich als Alleinwandernden hat das vor allem den Vorteil: ich sitze nicht allein im Eck oder muss fragen, ob ich mich wo dazusitzen kann, sondern ich sitze mit anderen Leuten am Tisch. Während ich am Berg sehr gerne allein bin und die Natur genieße und vor allem auch das Tempo der Wanderung bestimmen kann und an schwierigen Stellen ohne Druck mein eigenes Tempo laufen kann, fand ich die Gesellschaft am Abend wiederum sehr angenehm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute sitze ich mit einem jungen und einem mittelalten Paar am Tisch. Lauter Schweizer, die mich zwar fragen ob sie hochdeutsch reden sollen, ich dann aber ablehne weil ich meistens Schweizerdeutsch ganz gut verstehe, bei denen aber eigentlich nur die Hälfte verstehe, aber sei's drum. Durchweg aber sehr angenehme Leute.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Essen gibt's mit Suppe, Salat, Hauptgericht und Nachspeise, wobei man beim Hauptgericht noch einen Nachschlag bekommt. Alles sehr lecker. Gegen 21 Uhr zahle ich und verziehe mich langsam in mein Bett und verbringe noch Zeit am Smartphone und mit Lesen bis ich dann nach 22 Uhr schlafe. Zum Glück ist es recht kalt, trotz der vielen Leute heizt sich das Zimmer nachts nicht unangenehm auf. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-11_21-05-15.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-12_08-58-19.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Betten im „Lager“&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Montag: der erste Pass&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich schlafe gut aber fühle mich irgendwie doch überhaupt nicht fit. Manchmal ist das halt so, teilweise liegt es sicher daran, dass man sich erst akklimatisieren muss. Zum Glück ist die heutige Etappe wegen der Teilung der ersten Etappe recht kurz. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Frühstückstisch bekomme ich noch den Tipp hinter der Hütte den Berg hochzugehen. Die junge Frau hat das gleiche Problem wie ich: Höhenangst. Aber es gibt wohl einen Aussichtspunkt zu dem man trotzdem laufen kann. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-12_09-28-36.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf den &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lai_da_Curnera"&gt;Lai da Curnera&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute steht der &lt;em&gt;Maighelspass&lt;/em&gt; an. Der Weg ist einfach, man kann sogar mit dem Mountainbike fahren. Damit der Tag nicht ganz so kurz wird habe ich ihn noch mit einem Abstecher zu seinem einsamen Bergsee erweitert, der kommt aber erst nach dem Pass. Es geht langsam den Berg hoch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-12_10-14-29.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-12_11-41-54.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Oben angelangt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Scheitelpunkt des Passes hat man dan den Blick auf einen herrlichen See, ich mache erstmal etwas Mittagspause. Da ich mich nicht so fit fühle, ruhe ich mich etwas aus mit einem kleinen Schläfchen, für den Rest des Tages geht's dann deutlich besser.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-12_11-48-06.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der See&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-12_12-49-34.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf die andere Seite&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Abstecher zu dem Bergsee war nett zu wandern, der See war aber kleiner als gedacht. Das Haus unbewohnt, allerdings kein Mensch weit und breit. Eine herrliche Ruhe mitten in den Bergen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-12_14-48-43.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bergsee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viele Seen beginnen hier mit „Lai“, was Rätoromanisch einfach „See“ heißt: kann man sich von „Lago“ herleiten. Nun wieder zurück auf den Hauptweg und runter ins Tal. Während ich seit dem Oberalpass kein größeres Tier mehr gesehen habe, begegne ich nun wieder Kühen:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-12_15-39-49.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Muh&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-12_15-44-19.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wegmarkierung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegen 16 Uhr erreiche ich die &lt;a href="http://vermigelhuette.ch"&gt;Vermigelhütte&lt;/a&gt; und stärke mich erstmal mit einer &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rivella"&gt;Rivella&lt;/a&gt;, einem schweizer Softdrink. Auf der Hütte ist weit mehr los als bei der vorherigen, sie ist quasi ausgebucht. Dementsprechend enger geht's auch in den Schlaflagern zu, ich habe aber wenigstens das Glück außen liegen zu dürfen, also nicht zwischen zwei anderen Personen. Hier hat man sogar heißes Wasser, gegen 5 CHF eine warme Dusche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-12_17-29-50.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Esel vor der Berghütte&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Procedere ist in etwa gleich: gegen 18:30 Uhr Nachtessen, feste Tischordnung. Eine Dreiergruppe von jungen Damen aus Deutschland, einem älteren Paar aus der Schweiz und zwei (getrennten) jungen Männern aus der Schweiz und aus Deutschland. Die Tischordnung hat den Vorteil dass Hochdeutsch gesprochen wird. Das Essen ist heute köstlich: selbstgemachte Spätzle, Blaukraut, Maronen, Fleisch. Vorher Suppe und hinterher eine Nachspeise, noch dazu mit Nachschlag. Hab selten so gut gegessen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kostenpunkt alles in allem, also mit Essen, Getränke, Dusche und Lunchpaket waren 90 CHF als DAV-Mitglied. Bei den Alpenvereinsmitgliedschaften gilt das sogenannte &lt;em&gt;Gegenrecht:&lt;/em&gt; egal ob man beim deutschen, österreichischen, französischen, schweizerischen, slowenischen, italienischen oder südtirolischem Alpenverein Mitglied ist, man hat auf den jeweiligen Hütten der anderen Vereine die gleichen Rechte, also die gleichen Rabatte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Betreiber der Hütte waren auch wirklich sehr freundlich. Es gab übrigens bestes WLAN, ich hab mir erlaubt das Update auf iOS 16 einzuspielen und gleich die neuen Funktionen zu testen. Irgendwie bleibt man halt doch ein IT-Nerd, auch in den Alpen. 🤓&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Dienstag: Höhepunkt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Heute ist das Wetter nochmal schön, die Vorhersage für die zweite Wochenhälfte ist aber sehr verhalten. Ich bin am Überlegen, die Tour abzubrechen, aber vertage die Entscheidung erstmal bis zum Gotthard. Heute steht nämlich der höchste Abschnitt bevor, der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Giübin"&gt;Giübin&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-13_07-20-52.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sonnenaufgang&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-13_08-25-41.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Vermigelhütte&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es geht immer weiter hinter ins Tal bis man den Pass und den Berg dann recht gut erkennen kann. Von unten schaut es allerdings wilder aus als es ist, obwohl es oben felsig wird kann man den Weg doch recht gut gehen. Abschüssige Stellen gibt es keine. Ich mache nur eine kürzere Pause, weil ich den Anstieg hinter mir haben will.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-13_09-15-40.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick zurück&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-13_10-57-48.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Letzte Etappe&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oben wird man durch eine phänomenale Aussicht belohnt. Leider wird es immer trüber, dadurch sind die Fotos nicht ganz so schön geworden wie am ersten Tag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-13_11-25-51.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-13_11-41-01.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-13_11-51-13.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Abstieg gestaltet sich nun weniger schweißtreibend aber eigentlich sogar anspruchsvoller. Meine Füße tun langsam weh und ich freue mich schon auf das Hotel am Gotthardpass, nach drei Tagen im Mehrbettzimmer mal wieder ein privates Zimmer. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-13_14-15-29.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Gotthardstraße und der Stausee sind klar erkennbar&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-13_14-37-07.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Weg über die Staumauer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-13_15-38-42.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Gotthard&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-13_17-44-07.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hotel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Relativ wenig los, das hier ist ja die alte Passstraße, die kaum benutzt wird. Am ehesten noch mit dem Fahrrad. Es gibt ein paar Verkaufsstände, wo ich mir erstmal ein Brötchen und eine Apfelschrole gönne, das Lunchpaket war etwas dürftig. Dann der Checkin, mal das Gepäck loswerden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Hotel checke ich dann nochmal die Wettervorhersage. Hatte mich oben am Berg mit einem Paar aus Würzburg unterhalten, die mich um ein Foto gebeten hatten, und die es durchziehen wollen. Letztlich hab ich mich dann für den Abbruch entschieden, mir war es einfach zu unsicher über glitische Bergwege zu gehen. Stattdessen musste eine Alternative her. Die Pension in Oberwald konnte ich nicht stornieren. Zunächst habe ich mir eine Wanderung im Tessin ausgedacht, nach einiger Überlegung stand dann aber fest:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Am Mittwoch nach &lt;em&gt;Bellinzona&lt;/em&gt; und Stadt angucken.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Am Donnerstag die Zugfahrt vorgezogen an den Genfer See mit der &lt;em&gt;coop Tageskarte&lt;/em&gt;, die ich eigentlich am Samstag geplant hatte. Dadurch konnte ich letztlich die Pension in Oberwald „wiederverwenden“.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Was danach kommt, wird sich zeigen. In &lt;em&gt;Bellinzona&lt;/em&gt; die Jugendherberge gebucht, Privatzimmer mit Frühstück für 69 CHF war okay. Berghütte storniert, was mich dann noch 40 CHF gekostet hat - leider hatte ich im Vorfeld die Bedigungen falsch gelesen. Über Twint bezahlt, sei's drum. Man kann nur zwei Tage vorher kostenlos stornieren, bei schlechtem Wetter nur bei offiziellen Unwetterwarnungen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem das alles erledigt war wollte ich noch was essen, im Prinzip war aber nach 18 Uhr alles geschlossen außer das Hotelrestaurant. Shit happens. Wir befinden uns schon im Tessin, dementsprechend italienisch war alles.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine Stimmung am Abend war schon etwas wehmütig, eigentlich hatte ich mich auf die ganze Wanderung gefreut. Andererseits war ich auch etwas fertig von den letzten Tagen, insofern hab ich mich auf zwei entspannte Tage gefreut.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Mittwoch: nach Bellinzona&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Vom Gotthard gibt es eine Postauto-Verbindung (also ein Bus) nach &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Airolo"&gt;Airolo&lt;/a&gt;, von dort kommt man dann gut mit der Bahn weiter nach &lt;em&gt;Bellinzona&lt;/em&gt;, der Hauptstadt des &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kanton_Tessin"&gt;Kanton Tessin&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Morgen war in der Tat neblig, später hat's dann geregnet. Insofern war die Entscheidung vermutlich richtig. Am Bus traf ich dann noch ein Paar aus Schweden, das aber in der Schweiz lebt, welches die gleiche Entscheidung getroffen hat und nach Hause gefahren ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-14_08-56-53.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Denkmal am Gotthard&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-14_10-58-31.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Häuser am Gotthard&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich schaue mir noch etwas die Verteidigungsanlagen von außen an. Hätte Lust reinzugehen, aber für ne halbe Stunde lohnt sich der Eintritt nicht. Da muss man sich mal nen halben Tag Zeit nehmen. Und die hab ich heute nicht. Der Postbus bringt mich zuverlässig nach &lt;em&gt;Airolo&lt;/em&gt;. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dort steige ich gleich in den &lt;a href="https://unterwegs.sob.ch/de/pages/trenogottardo"&gt;Treno Gottardo&lt;/a&gt; ein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-14_12-56-37.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Treno Gottardo&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bellinzona"&gt;Bellinzona&lt;/a&gt; musste ich mir erstmal zwei Lagen meiner Kleidung entfernen, es das deutlich wärmer als im Gebirge. Also T-Shirt-Wetter, aber sehr schwül, der Wetterumschwung ist auch hier spürbar. Gefühlt ist man in Italien nur dass alles teurer und ordentlicher ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-14_14-09-39.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bellinzona Bahnhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich gehe erstmal zur Jugendherberge zum Checkin. Man bekommt nämlich über die Kurtaxe ein kostenloses ÖPNV-Ticket und einige Ermäßigungen. Das Ganze Verfahren wird einem per E-Mail erklärt, die man vorher bekommt. Nett gemacht über eine Web-App aber irgendwie auch ziemlich umständlich, ich musste erst explizit nach dem Code fragen. Vermutlich machen es nur die wenigsten. Außerdem bin ich mein Gepäck losgeworden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Bellinzona&lt;/em&gt; ist bekannt durch die drei Burgen:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Castelgrande_(Bellinzona)"&gt;Castelgrande&lt;/a&gt; liegt direkt in der Stadt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Castello_di_Montebello"&gt;Castello di Montebello&lt;/a&gt; liegt auf einem felsigen Vorsprung östlich der Altstadt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Castello_di_Sasso_Corbaro"&gt;Castello di Sasso Corbaro&lt;/a&gt; auf einem felsigen Vorsprung rund 600 Meter östlich der Altstadt und ist einzige ist sie nicht mit den übrigen Wehranlagen verbunden&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Aufgrund der Nähe zur Stadt schaue ich erstmal &lt;em&gt;Castelgrande&lt;/em&gt; an:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-14_14-21-44.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Castelgrande und der Piazza del Sole&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-14_15-41-02.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick auf die beiden anderen Burgen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-14_15-46-53.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick von der Burg ins Tal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem ich ohnehin kostenlos mit dem Bus fahren konnte, hab ich mich den Berg zum &lt;em&gt;Castello di Sasso Corbaro&lt;/em&gt; hochchauffieren lassen. Von dort oben hat man erstmal einen herrlichen Ausblick bis zum &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lago_Maggiore"&gt;Lago Maggiore&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-14_16-34-21.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick vom Berg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-14_16-40-46.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Castello di Sasso Corbaro&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-14_16-56-05.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf Chiesa di S. Sebastiano&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dann runter zur „dritten“ Burg, die mir am besten gefällt:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-14_17-13-49.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-14_17-17-03.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Castello di Montebello&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und von hier hat man wiederum den besten Blick auf die „erste“ Burg &lt;em&gt;Castelgrande&lt;/em&gt;:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-14_17-31-29.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf Castelgrande&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und dann noch ein paar Eindrücke dieser schönen Innenstadt:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-14_14-34-01.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Municipio&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-14_14-31-34.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhofstraße&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-14_14-46-44.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Piazza Indipendenza&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-14_14-49-53.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Jugendherberge&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Eintritte hab ich mir gespart, mir hat der Kurzrundgang außen gereicht. Bin nicht so der Museumsgänger, der sich die ganzen Exponate anschaut. Die Geschichte dazu kann man sich meistens auch auf Tafeln oder in Apps lesen. Was anderes sind natürlich Führungen, die sind normalerweise ihr Geld wert, aber das muss man vorher planen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hat mir sehr gefallen diese Stadt wo ich vor Jahren mal umgestiegen bin und ganz kurz die Innenstadt zum Einkaufen gesehen habe, mal näher anzusehen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Donnerstag: schweizer Züge&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Am Donnerstag also nun die eigentlich am Samstag geplante Zugfahrt. Durch einen Zufall ergibt sich, dass &lt;code&gt;@niklas_net&lt;/code&gt; den ersten Abschnitt mitkommt, den ich schon letztes Jahr in der Schweiz bei der Anreise getroffen habe. Aber erstmal frühstücken, auschecken und rechtzeitig zum Bahnhof kommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Finanziert habe ich mir das Ganze über eine coop-Tageskarte für 49 CHF, die mir &lt;code&gt;@jetztdochschau&lt;/code&gt; freundlicherweise besorgt und im Vorfeld zugeschickt hat. Die gibt es immer mal wieder und man muss sich beim Kauf nicht auf einen Tag festlegen sondern kann sie direkt vor der Fahrt entwerten. Fur 20 CHF mehr reist man sogar in der ersten Klasse.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste Abschnitt geht mit dem &lt;a href="https://www.sbb.ch/de/bahnhof-services/waehrend-der-reise/unsere-zuege/giruno.html"&gt;Giruno&lt;/a&gt; durch den &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthard-Basistunnel"&gt;Gotthard-Basistunnel&lt;/a&gt; nach &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Luzern"&gt;Luzern&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-15_08-17-28.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Giruno, das Flagschiff der SBB&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vom &lt;em&gt;Giruno&lt;/em&gt; bin ich recht angetan. Laufruhig, Teppichboden, angenehme Sitze, nicht so eng wie der &lt;em&gt;ETR 610&lt;/em&gt;. Kann es durchaus mit dem ICE aufnehmen, schafft aber natürlich keine 300 km/h. Die Fahrt durch den Tunnel ist unspetakulär. In &lt;em&gt;Luzern&lt;/em&gt; geht's dann in den &lt;a href="https://www.bls.ch/de"&gt;BLS&lt;/a&gt; nach &lt;em&gt;Bern&lt;/em&gt; durch's &lt;em&gt;Emmental&lt;/em&gt; (ja, das mit dem Käse 🧀). Dort trennen sich die Wege von Niklas und mir und von &lt;em&gt;Bern&lt;/em&gt; weiter nach &lt;em&gt;Zweisimmen&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-15_11-10-20.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Im Emmental&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-15_11-32-14.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nach Zweisimmen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jetzt kommt das eigentliche Highlight des Tages: die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Montreux-Berner_Oberland-Bahn"&gt;Montreux-Berner Oberland-Bahn&lt;/a&gt; von &lt;em&gt;Zweisimmen&lt;/em&gt; nach &lt;em&gt;Montreux&lt;/em&gt;. Eine schöne Dokumentation findet man auf &lt;a href="https://www.3sat.de/dokumentation/reise/traumhafte-bahnstrecken-der-schweiz-2-100.html"&gt;3sat: Traumhafte Bahnstrecken der Schweiz: Im Goldenpass Belle Époque von Montreux ins Berner Oberland&lt;/a&gt;. Für den historischen Wagen passt es zeitlich nicht, aber die Strecke ist auch in „normalen“ Wagen schön.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-15_13-24-37.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick aus dem Fenster&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-15_15-09-20.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Genfer See&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich macht mir diese Fahrt vor allem Lust, das Ganze mit dem Fahrrad nochmal zu fahren. Man erlebt es einfach nochmal sehr viel intensiver wie wenn man durch das Zugfenster blickt. Anbieten würde sich die &lt;a href="https://www.schweizmobil.ch/de/veloland/routen/nationale-routen/route-09.html"&gt;Seen-Route (9)&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Geplant war eine Fahrt mit der Zahnradbahn nach &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rochers_de_Naye"&gt;Rochers de Naye&lt;/a&gt;, aber wegen der Wolken macht es keinen Sinn. Dort oben ist einfach Nebel, was ich auf der Webcam leicht prüfen konnte. Als Alternativprogramm hat mir &lt;code&gt;@domkept&lt;/code&gt; eine Fahrt mit der Fähre empfohlen, die ist auch in der Tageskarte inkludiert. Im Gegensatz zu Interrail gilt diese nämlich nicht nur in Zügen sondern in allen öffentlichen Verkehrsmitteln im Geltungsbereich des &lt;a href="https://www.sbb.ch/de/abos-billette/abonnemente/ga.html"&gt;Generalabonnements&lt;/a&gt;, also auch in Bussen, im innerstädtischen ÖPNV und auf vielen Schiffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-15_15-16-32.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zahnradbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dann mal runter an den &lt;em&gt;Genfer See&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-15_15-36-31.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Montreux&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-15_15-45-08.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Genfer See&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-15_16-25-59.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Schiff 😍&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich genieße vor allem auch die frische Luft auf dem Schiff. Selbst ohne Maske finde ich diese wechselnden Luftverhältnisse in den Zügen als anstrengend und bekomme da teilweise leichte Kopfschmerzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-15_17-01-31.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-15_17-30-16.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick vom Schiff in Richtung Osten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-15_18-00-59.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Chillon"&gt;Schloss Chillon&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja, und das war's dann auch schon. Einkaufen und zum Zug so dass ich die Pension in &lt;em&gt;Obergesteln&lt;/em&gt; noch erreiche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-15_18-33-41.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zug der MOB, die einen erstaunlich abwechslungsreichen Fuhrpark hat&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist schon fast dunkel. Bis &lt;em&gt;Brig&lt;/em&gt; fahre ich im Einheitswagen der SBB, dort steige ich am Bahnhofsvorplatz in die &lt;em&gt;Matterhorn-Gotthard-Bahn&lt;/em&gt; um. Püntlich um 21:45 bin ich in dere Pension, dort hat man auf mich gewartet. Ein schönes Einzelzimmer, eine sehr nette Wirtin. Hat sich gelohnt das Geld nicht verfallen zu lassen. Am nächsten Tag will ich wieder wandern, wenn es das Wetter zulässt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-15_21-43-09.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zimmer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Freitag: Rhonequelle&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;In der Gegend kenne ich mich ganz gut aus, da ich den Grimselpass &lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2020-tux-de-suisse.html"&gt;im Sommer 2020&lt;/a&gt; mit dem Fahrrad gefahren bin. Insofern habe ich kein Problem damit, die Tour bei zweifelhaften Wetterverhältnissen zu starten, da ich weiß dass es ein paar Punkte gibt, wo ich abbrechen kann. Ich spare mir aber die paar Kilometer nach &lt;em&gt;Oberwald&lt;/em&gt; und fahre eine Station mit dem Bus der den Stundentakt der Bahn ergänzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-16_08-41-18.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kühe queren die Bahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-16_09-24-47.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof der Dampfbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Wanderweg ist am Hang wo man auf der anderen Seite die alte Bahnstrecke und die Straße sieht. Die neue Bahnstrecke verschwindet in Oberwald in den Tunnel. Hinten sehe ich den Zeltplatz, wo ich damals übernachtet habe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-16_10-40-01.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Start des Wanderwegs&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun beginnt es zu regnen. Kalt, windig, der Weg ist ohnehin recht matschig. Dies ist tatsächlich der schwierigste Teil des Wanderwegs, Teile sind auch als „T3” auf der SAC-Skala markiert. Wenn die Steine nicht wegen des Regens etwas rutschig wären, würde ich aber sagen dass es überhaupt kein Problem ist. Und es geht ja doch ganz gut auch wenn ich vorsichtig bin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-16_11-35-35.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Vom Wanderweg hat man einen ganz guten Blick auf die Dampfbahnstrecke&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-16_11-55-56.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Manchmal sieht man auch den Zug&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-16_11-58-57.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und hier in groß&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-16_12-12-59.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Angekommen in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gletsch"&gt;Gletsch&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun, &lt;em&gt;Gletsch&lt;/em&gt; kannte ich von meiner Radtour. Da die Dampfbahn ja derzeit ist der Bahnhof besetzt. Ich erwartete eigentlich dass auch das Café besetzt ist, leider war es geschlossen. Immerhin der Fahrkartenschalter war offen und der Warteraum zugänglich. Dort traf ich die Frauengruppe von der Berghütte, die ich auch schon auf der Berghütte getroffen habe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-16_12-56-36.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Warteraum der DFB&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich wollte ich nun abbrechen. Durch die Wolken würde man am Berg ohnehin nichts sehen, also macht es keinen Sinn. Nun lichteten sich aber just in dem Moment die Wolken, was ich mehr oder weniger als Zeichen betrachtet hatte, doch weiterzugehen. Ich sollte es nicht bereuen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Wolken kamen von Norden, wurden also vom Grimselpass reingedrückt wodurch sich irgendwie ein gewisser Schatten ergibt. Jedenfalls war es ab da die ganze Zeit trocken und sogar zumeist sonnig! Ab hier war die Wanderung auch sehr einfach wenn auch durch die vielen Höhenmeter durchaus anstrengend.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-16_12-57-11.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick zurück auf Gletsch&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-16_12-57-33.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhofsgebäude in Gletch&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-16_13-04-29.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kirche am Ende&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Ortschaft &lt;em&gt;Gletsch&lt;/em&gt; hat ihren Namen nicht durch Zufall sondern weil in den 1850er Jahren der Rhonegletscher bis hierhin reichte. An der Stelle trennt sich der Grimselpass vom Furkapass und der Straßenpass nimmt auch einen anderen Weg als der Wanderweg, der im wesentlichen eher der Bankstrecke folgt, die dann aber hinten in einem Tunnel endet während der Wanderweg in die andere Richtung kehrt, den Berg hoch, bis man die Passstraße kreuzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-16_13-15-59.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick zurück&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-16_13-35-05.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und noch weiter zurück&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-16_13-52-14.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zahnstangen der Bahnstrecke&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-16_14-21-23.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnstrecke verschwindet in den Furkatunnel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der letzte Abschnitt ist steil und schweißtreibend, am Ende wird's kurz neblig und der Furkapass ist erreicht. Man kreuzt die Straße, und dann geht's nochmal weiter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-16_15-06-43.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nebel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-16_15-10-53.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Furkapass&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurz nach dem Pass lichtet sich der Nebel aber schon wieder, und es wird noch schöner. Ein phänomenaler Abschluss der Wanderung steht bevor.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-16_15-19-01.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich sehe sogar mal ein Kreuz, habe ich bisher vermisst als jemand, der Gipfelkreuze gewohnt ist:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-16_15-34-25.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nochmal ein Blick auf Wolken und Straße, dann wird's feslig und Beschilderung und GPS passen nicht so ganz zusammen. Ich folge dem GPS. Langsam erspähe ich den Rhonegletscher, aber der Wanderweg geht irgendwie nicht weiter. Ich bekomme etwas die Panik, weil mir die Zeit davonläuft, der Bus fährt gegen 17:30 Uhr und es ist der einzige. Trotzdem, der Ausblick ist phänomenal und ich beruhige mich: notfalls per Anhalter runter, es ist noch lange genug hell. Nicht hetzen, ich will unversehrt ankommen statt zu stolpern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-16_16-32-15.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rhonegletscher&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-16_16-43-20.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;See&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Panik ist nicht angebracht gewesen, ich finde den Weg wieder, es geht unten und ich komme 40 Minuten vor Abfahrt des Busses unten am Infocenter an. Das Hotel ist mittlerweile geschlossen. Das Infocenter ist schon geschlossen, öffnet aber morgen natürlich wieder.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-16_16-58-49.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hotel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Infocenter treffe ich die Dreiergruppe wieder. Der Postbus kommt pünktlich. Ich fahre nach &lt;em&gt;Hospental&lt;/em&gt;, wo ich in der Jugendherberge ein Bett gebucht habe. Ziemlich müde von den vielen Höhenmetern. Der Busfahrer betätigt auf mein Bitten das &lt;a href="https://www.postauto.ch/de/dreiklanghorn"&gt;Dreikalanghorn&lt;/a&gt; extra nochmal, und noch öfter. Ich erfahre dass morgen Schnee vorhergesagt ist, der Pass gesperrt wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Busse fahren auch nicht zum Gotthard, was eigentlich alle Alternativen zusammenbrechen lässt. Ich hatte die Rückfahrt am Sonntag geplant. Überlegt die Wanderung am Sonntag und Montag abzuschließen, aber nun, wenn's am schönsten ist soll man aufhören. Ich buche die Rückfahrt für 40 Euro am Samstag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die &lt;a href="https://www.jugendherberge-hospental.ch"&gt;Jugenherberge Hospental&lt;/a&gt; gehört nicht zum Verband sondern ist privat. Im Zimmer sind nur zwei weitere Personen, es ist recht leer. Netter Besitzer, gefällt mir sofort, fast wie auf der Berghütte. Ich bin über Andermatt gefahren und hab mich dort noch mit Essen eingedeckt.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Rückfahrt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nun, es ist Samstag, und ich war skeptisch was die Wettervorhersage betrifft, aber ein Blick aus dem Fenster hat mir gesagt: richtig, heimzufahren. Es hat bis auf 1500 m runtergeschneit. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-17_09-23-32.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Am Bahnhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sehr wehmütig steige ich in den Zug. Zunächst nach Andermatt, dann nach Göschenen (Verbindungsstrecke zwischen Furka- und Gotthardstrecke). Von dort mit dem &lt;em&gt;Treno Gottardo&lt;/em&gt; nach Zürich, wo ich am Bahnhof meine letzten Franken in Ovo Rocks und einem Mittagessen tausche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_09_vier_quellen_weg/2022-09-17_13-30-41.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;EuroCity nach Singen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im EuroCity geht's nach Singen, von dort nach Stuttgart und im Regionalexpress nach Hause. Schade dass ich es nicht geschafft habe, den Weg komplett zu wandern, aber es wird mit Sicherheit nachgeholt. Die Strecke kann man gut in einem verlängerten Wochenende laufen.&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="trekking"/></entry><entry><title>Ciclovia Alpe Adria Radweg</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2022-08-alpe-adria-radweg.html" rel="alternate"/><published>2022-09-01T00:00:00+02:00</published><updated>2022-09-01T00:00:00+02:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2022-09-01:/pelican/2022-08-alpe-adria-radweg.html</id><summary type="html">&lt;p&gt;Von Salzburg an die Adria: klingt gut. Also habe ich mich relativ spontan dazu
entschlossen, Ende August nochmal eine Woche Urlaub zu nehmen und loszufahren.
Glücklicherweise gestaltet sich der Transport im Zug relativ einfach: bis
Salzburg kommt man gut im Nahverkehr, und für die Rückreise gibt es großzügige
Fahrradkapazitäten, aber ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;p&gt;Von Salzburg an die Adria: klingt gut. Also habe ich mich relativ spontan dazu
entschlossen, Ende August nochmal eine Woche Urlaub zu nehmen und loszufahren.
Glücklicherweise gestaltet sich der Transport im Zug relativ einfach: bis
Salzburg kommt man gut im Nahverkehr, und für die Rückreise gibt es großzügige
Fahrradkapazitäten, aber dazu dann später mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier erstmal der Weg, wobei die Nummer 3 ein Abstecher ins Gailtal ist, der
recht spontan war. Die &lt;a href="https://www.alpe-adria-radweg.com"&gt;offizielle Webseite&lt;/a&gt;
sieht acht Etappen vor, die relativ kurz sind, aber auch so ausgelegt dass man
in größeren Städten übernachtet und so noch genug Zeit hat. Wenn man mit
Zelt an Campingplätzen übernachten möchte muss man teilweise längere Etappen fahren.
Meine Empfehlung für das Zelten kommt am Ende.&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/collection/1754966/embed" width="100%" height="580" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;h2&gt;Salzburg&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich wollte ich am Freitag nachmittag noch nach Salzburg. Nachdem es am
Freitag ganztägig geregnet hat und auch am Samstag nur Regen angesagt war, habe
ich das schnell verworfen und bin erst Samstag Mittag los und habe für diesen Tag
ein Hotel gebucht. War schwer kurzfristig was zu finden, auf Booking gab's nur
recht teure Angebote, immerhin auf &lt;a href="https://www.salzburg.info/de"&gt;salzburg.info&lt;/a&gt;
war noch was brauchbares, ein Tagungshotel gar nicht so weit weg vom Radweg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;War zufrieden, aber günstig war's halt nicht, knapp 80 € mit Frühstück.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-20_17-18-41.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hotel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Sonntag: die erste Etappe&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wettervorhersage für die nächsten Tage war etwas schwierig. Der Regen zieht langsamer
ab nach Osten wie zunächst gedacht. War grad so im Grenzgebiet. Aktuell war's aber trocken
und die Sonne kam durch, ich lasse mich überraschen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hatte keinen konkreten Campingplatz eingeplant sondern im Kopf dass es auf der
Strecke genug gibt. Also mal los, dank Hotelübernachtung war ich früh dran und saß vor
9 auf dem Sattel. Zunächst führt der Weg entlang der Salzach, also ziemlich flach. Dank
der frühen Stunde ist auch ziemlich wenig los, eher gassigehende Spaziergänger als Radfahrer.
Es ist herrlich entspannend.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-21_08-58-28.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Salzach&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurze Pause in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hallein"&gt;Hallein&lt;/a&gt;. Als ich das Schild zum
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Keltenmuseum_Hallein"&gt;Stille Nacht Museum&lt;/a&gt; gesehen habe, wusste
ich auch woher mir die Stadt bekannt war: dort wurde 1818 von &lt;a href="Franz Xaver Gruber"&gt;https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Xaver_Gruber_(Komponist)&lt;/a&gt; das bekannte Weihnachtslied komponiert.
Erinnerungen an die Kindheit werden wach, an die Christmette wo am Ende bei verdunkelter Kirche
dieses Lied gesungen wird, und wo man ab der 2. Stophe unsicher wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun wird es hügeliger, der Weg verläuft aber immer noch entlang des Tals, also keine starken
Steigungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-21_10-16-01.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf die Berge&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Nähe von Kuchl ist ein herrlicher kleiner Badesee, wo ich kurz Pause mache.
Wenn's mir nicht zuviel Aufwand gewesen wäre, mich umzuziehen, wäre ich gerne reingesprungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-21_10-22-44.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Badesee bei &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kuchl"&gt;Kuchl&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die erste größere Steigung ist jetzt der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pass_Lueg"&gt;Pass Lueg&lt;/a&gt;.
Man fährt nach dem kurzen Tunnel (theoretisch gibt's auch einen Radweg vorbei, aber ich bin zu
faul, der Straßentunnel ist kurz, Radfahren ist nicht verboten) ein Stück auf der Straße. Das
Tal ist hier recht eng, man bleibt aber im Salzachtal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-21_11-27-59.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Straße nach dem Pass Lueg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Wetter bleibt stabil. Nach &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Werfen"&gt;Werfen&lt;/a&gt;
und &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pfarrwerfen"&gt;Pfarrwerfen&lt;/a&gt; – leider ist kein schönes Foto von
der Burg entstanden, es hat die passende Perspektive gefehlt – führt der Radweg längere
Zeit entlang der Bahnstrecke und ich konnte einen Railjet mit Motivlock und einen Cityjet
ablichten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-21_12-50-24.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Railjet der ÖBB mit der &lt;a href="https://lokfinder.oebb.at/#oebb-lokfinder-overview"&gt;Signatur 22&lt;/a&gt; Lok&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-21_13-42-33.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Cityjet&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sonntags ist immer nervig was zum Mittagessen zu finden. Ich will mittags eigentlich nicht
essen gehen, dauert mir zu lange und liegt meist schwer im Magen, stattdessen irgendwie belegte
Brötchen. Für den Abend hab ich ja meinen Campingkocher. Leider hatte in &lt;em&gt;Werfen&lt;/em&gt; keine
Bäckerei offen, auch die Tankstelle in &lt;em&gt;Pfarrwerfen&lt;/em&gt; hatte zu, ich wurde dann aber 
in der Tankstelle an der Haupstraße fündig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-21_13-28-01.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Entfernter Blick auf die Burg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste größere Ort war dann &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bischofshofen"&gt;Bischofshofen&lt;/a&gt;, hatte
mir den aber auch größer vorgestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-21_14-02-01.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bischofshofen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So gegen 15 Uhr in Schwarzach wollte ich mich dann mal nach Campingplätzen umsehen. Leider
war ich bereits zu weit gefahren. Entweder 5 km zurück oder die Flucht nach vorne antreten, rund
20 km und ettliche Höhenmeter. Nach kurzer Überlegung habe ich mich für die zweite
Alternative entschieden, schließlich habe ich mich noch fit gefühlt und hatte
auch aufgrund der späten Anreise einen Tag „aufzuholen“.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erstmal ein kräftiger Anstieg, teilweise mehr als 10 % Steigung, der dann aber auch
mit einem grandiosen Ausblick belohnt wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-21_16-11-16.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick über das Tal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun wird's interessant. Der Radweg benutzt die Infrastruktur der Straßen, also Brücken und 
Tunnel. Es geht vom &lt;em&gt;Salzachtal&lt;/em&gt; ins &lt;em&gt;Gasteinertal&lt;/em&gt;. Der größte Tunnel ist 1,6 km lang. 
Zwar ist der Radweg getrennt aber es ist sehr laut, Ohrenstöpsel sind empfohlen (ich hatte keine dabei).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-21_16-49-34.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Radweg im Straßentunnel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-21_16-59-53.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Radweg mit eigenem Tunnel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist wieder flach, die Campingplätze sind alle ziemlich am Ende des Tals bei Hofgastein,
aber glücklicherweise noch unten im Tal. Nette Gegend, ich bin aber mittlerweile müde
und will einfach noch ans Ziel. Das Wetter hat gehalten. Hab mir die Orte angesichts dessen
dass hier Fernverkehrszüge halten alle größer vorgestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-21_17-30-00.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Gasteinertal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-21_18-04-17.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf die Bahnstrecke&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hab dann den erstbesten Campinplatz &lt;a href="https://camping-bertahof.at"&gt;Camping Bertahof&lt;/a&gt; am Fuß
in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Hofgastein"&gt;Bad Hofgastein&lt;/a&gt; angefahren.
Man hört die Straße etwas, ansonsten recht nett: eigener Zeltbereich und sehr luxuriöse
Sanitäranlagen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-21_19-48-31.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zelt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-21_19-52-04.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sanitäranlagen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Ende des Tages 105 km gefahren und 1020 Höhenmeter, das ist mein persönlicher
Rekord. Sitzt mir auch insofern in den Knochen als dass ein paar Sehnen/Muskeln am
rechten Knie weh tun (nicht das Gelenk), was ich sonst nur beim Wandern kenne
was mir in den nächsten Tagen etwas zu schaffen macht.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Montag: Tauernschleuse&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Heute steht eine kleine Zugfahrt auf dem Programm, aber erstmal muss ich was zum Frühstücken
finden. Hab leider versäumt noch einzukaufen am letzten Tag. Am Campingplatz gibt's nur
vorbestellte Brötchen, was mir aber nicht gesagt wurde. Schließlich hat mir jemand
anders seine Brötchen verkauft, der eh zur Tankstelle musste, und es gab für mich
trockenes Brot und Kaffee aus dem Campingkocher. Besser als nichts.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste Teil des Wegs ist ziemlich steil (teilweise über 15 %, wo ich dann kurze
Etappen schieben muss), es geht hoch nach &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Gastein"&gt;Bad Gastein&lt;/a&gt;,
einem ziemlich malerischen Kurort, der direkt in den Berg gebaut wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-22_10-04-22.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bad Gastein&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Bad Gastein fülle ich meine Vorräte noch im Supermarkt auf, danach ist der Weg
wieder flacher (leichte Steigung) und man fährt nach &lt;em&gt;Böckstein&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-22_11-05-35.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof in Böckstein&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider wird die Mitnahme von Fahrrädern im ersten Zug verweigert mit dem
Verweis dass viele Autos da wären und die Plätze für Personen gebraucht werden. Es
wird auf den Zug in einer halben Stunde mit Fahrradgepäckwagen geliefert. Der Zug
war halb leer und es wären genügend Plätze frei gewesen, insofern war das für mich
nicht nachvollziehbar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-22_11-30-31.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zug mit Gepäckwagen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Ticket kostet 6 € (in der App etwas günstiger), man fährt keine 20 Minuten.
Sehr unspektakulär. In Mallnitz gibt's dann am Bahnhof ein kleines Café,
das hat mir während der Wartezeit in Böckstein gefehlt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-22_12-18-32.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof Mallnitz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Abfahrt macht mega Spaß. Da das Tal hinten quasi menschenleer ist und der Autoverkehr nur
jede Stunde vom Autoverlad gebracht wird, hat man zwischendrin praktisch seine Ruhe und kann die
Abfahrt genießen. Sofort merke ich den Temperaturunterschied, und es ist windiger hier: klassischer
Fön, der von Norden auf die Berge drückt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-22_12-25-32.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Abfahrt von Mallnitz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-22_12-45-20.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Bahnstrecke befindet sich noch hoch am Berg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-22_14-11-55.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ich mag Holzbrücken wie diese&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In &lt;em&gt;Möllbrücke&lt;/em&gt; mündet das Tal in das &lt;em&gt;Drautal&lt;/em&gt; und der &lt;em&gt;Alpe-Adria-Radweg&lt;/em&gt; ist mit
dem &lt;a href="https://www.drauradweg.com/de/"&gt;Drauradweg&lt;/a&gt; identisch. Diesen bin ich
&lt;a href="https://cycletux.de/pelican/2019-drauradweg.html"&gt;2019 an Pfingsten&lt;/a&gt; bereits gefahren,
daher kenne ich Teile der Strecke.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz zum ersten Tag ist der Rest weniger spektakulär. Ich erreiche
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spittal_an_der_Drau"&gt;Spittal an der Drau&lt;/a&gt;. Der
Campingplatz &lt;a href="http://www.drauwirt.com/Drauwirt-GER/index2.htm"&gt;Draufluss
Camping&lt;/a&gt; gefällt mir zunächst
nicht so gut (da keine Zeltwiese), aber bis Villach weiter ist mir heute auch
zu anstrengend, also bleibe ich. Auf den zweiten Blick gefällt's mir aber sehr
gut: ruhig am Fluss gelegen, sehr wenig Verkehr an der Straße dahinter, keine
Beleuchtung. Supermarkt ist auch nicht weit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An der Stelle möchte ich anmerken dass kostenloses Geld abheben in Österreich
schwierig ist. Fast alle Banken berechnen direkte Automatenentgelte, zwischen 2
€ (BankAustria, also UniCredit) und 5 € (Sparkasse). Beim Spar findet sich
hingegen ein Automat ohne zusätzliche Entgelte. Nicht dass die 2 € jetzt ein
riesiges Problem wären, mir geht's eher um das Prinzip. Die Banken bekommen
von VISA oder MasterCard Geld, das muss reichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-22_15-03-43.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Drautal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-23_08-35-13.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zelt direkt an der Drau&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Dienstag: ins Gailtal&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das Wetter bleibt eine Zitterpartie was die Vorhersage betrifft. Allerdings, soviel
darf ich an dieser Stelle spoilern, bleibt es auch heute trocken. Nur der Gegenwind
nervt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute ist im Prinzip der langweiligste Tag. Es geht entlang des Drautals bis Villach.
Die Campingplatzverteilung ist etwas doof auf dem Weg: ich hab die Option in Villach
zu zelten und dann am nächsten Tag eine 120-km-Etappe zu fahren. Oder, und dafür entscheide
ich mich dann, ins Gailtal seitlich reinzufahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sehr gut geschlafen heute, für Frühstück hatte ich dank Supermarktnähe schon am Vortag
gesorgt. Erstmal noch kurz durch Spittal und an den Bahnhof. So ein „richtiger“ Cappucino
statt einer aus dem Campingkocher lockt dann doch. Und ich interessiere mich
bekanntermaßen für Züge und auch Bahnhöfe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-23_10-06-37.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof in Spittal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-23_10-01-35.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Innenbereich des Bahnhofs in Spittal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Spittal ist leider ziemlich zugebaut, es gibt keinen verkehrsberuhigten Bereich. Das
schöne Schloss und der Stadtpark davor werden quasi umzingelt von Durchgangsstraßen.
Schade eigentlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-23_10-15-40.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Porcia"&gt;Schloss Porcia Villach&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-23_10-20-59.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eisenbahnbrücke nach Spittal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der jetzt folgende Teil ist landschaftlich schön aber auch etwas fad. Der Weg führt
teilweise auf Nebenstraßen aber dann ziemlich lange auf Schotterwegen entlang der Drau.
Der Gegenwind nervt etwas und macht einem den Vorteil, dass dieser Abschnitt praktisch
flach ist, wieder zunichte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-23_11-40-54.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rastplatz entlang der Drau&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist natürlich Jammern auf hohem Niveau. Insgesamt befindet man sich in
einer sehr schönen Gegend, umringt von herrlichen Bergen und einem doch
schon ziemlich breiten Fluss, der gelegentlich aufgestaut wird, um daraus
Energie zu gewinnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-23_13-33-57.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Alpenlandschaft im Drautal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um 14 Uhr erreiche ich dann Villach, obwohl ich heute ziemlich spät gestartet bin und
noch Zeit in Spittal „vertrödelt“ habe. Es wäre zu früh, jetzt schon den Zeltplatz
anzufahren, also fahre ich schnell weiter gen Süden. Das Wetter wird jetzt auch schöner.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-23_14-21-25.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Villach Innenstadt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-23_14-22-02.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kirche in Villach&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zunächst sind der Gailtalradweg und der Alpe-Adria-Radweg noch parallel, irgendwann trennen sie
sich auf: Alpe-Adria in Richtung &lt;em&gt;Arnoldstein&lt;/em&gt; im Süden, das Gailtal dann in den Westen
(parallel zum Drautal nur eine Gebirgskette dazwischen). &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-23_16-03-37.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Im Gailtal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider meldet sich langsam mein Knie (also diese Muskeln). Ging es an den vorigen
Tagen einigermaßen, so fahre ich die letzten 10 km unter Schmerzen. Schieben ist aber
auch nicht viel besser, ab und zu eine Pause. Leider sind am Ende zu den Plätzen
dann noch 150 Höhenmeter zu überwinden, aber hilft ja nichts. Ich bin durchaus
am Überlegen, die Tour abzubrechen, aber erstmal schlafen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es stehen zwei Zeltplätze in &lt;em&gt;Semering&lt;/em&gt; direkt nebeneinander zur Auswahl. Nachdem die Zeltwiese
in &lt;em&gt;Camping Alpenfreunde&lt;/em&gt; (den ich eigentlich ausgesucht hatte) total schief ist, frage
ich im drüberliegenden &lt;em&gt;Camping am Bauernhof&lt;/em&gt;. Dort begrüßt mich der Junior,
zeigt mir den Platz und ich kann mich hinstellen wo ich will. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-23_19-22-06.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Camping am Bauernhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittlerweile achte ich drauf, am letzten Supermarkt alles für den nächsten Morgen
einzukaufen. Meistens gibt's zwar irgendwie die Möglichkeit, Brötchen vorzubestellen,
aber teilweise ist das auch zu spät und man sollte sich nicht drauf verlassen.
An Sonntagen greift man am besten auf Tankstellen zurück. Als Abendessen kaufe
ich meistens irgendwas, was sich gut mit dem Campingkocher warm machen lässt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit dem Zelt bin ich ein ziemlicher Exot. Viele Familien hier, ziemlich viele Niederländer.
Allerdings ist die Atmosphäre hier ausgesprochen nett, jeder grüßt einen am Morgen, 
mir wird gleich angeboten die Wäscheleine der Nachbarn zu nutzen. Kann den Platz wirklich
empfehlen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Glühen der Berggipfel am Abend ist wunderbar. Man sieht auf der anderen
Seite bis zu den julischen Alpen in Slowenien, sogar der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Triglav"&gt;Triglav&lt;/a&gt;
ist erkennbar. Da hätte ich gleich Lust, umzuplanen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-23_19-53-54.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sonnenuntergang&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Mittwoch: im Gailtal&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nachdem ich nun festgestellt habe, dass ich quasi einen Tag „gut“ habe (Abreise am Samstag steht)
und um meinem Knie was gutes zu tun, beschließe ich, den Tag im Gailtal zu bleiben und lediglich
weiter nach hinten zu fahren. Am Morgen dann mit der S-Bahn nach Arnoldstein zurück.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Idee ist gut, die Umsetzung allerdings weniger. Erstens fährt die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gailtalbahn"&gt;Gailtalbahn&lt;/a&gt; nur noch bis &lt;em&gt;Hermagor&lt;/em&gt;, was schonmal verhindert dass ich wirklich weit
ins Tal fahre, sonst wird der Rückweg zu aufwendig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zweitens verbringe ich am Nachmittag viel zuviel Zeit, den „besten“ Campingplatz zu finden,
wodurch ich nichtmal Zeit zum Baden am See habe. Und drittens komme ich Idiot auf die
Idee, eine Wanderung durch die Klamm zu machen, was natürlich kontraproduktiv für
meine Knieprobleme ist. Am Ende ist es schlimmer wie vorher, und ich wollte doch im Prinzip
mich ausruhen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun gut, bestes Wetter, schöne Bilder und Spaß hat's ja doch gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-24_10-15-30.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kirche in Gailtal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-24_10-29-26.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Junge Schafe&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-24_12-46-42.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hermagor&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-24_13-34-07.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://www.garnitzenklamm.at"&gt;Garnitzenklamm&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-24_13-41-09.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-24_14-03-38.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schließlich lande ich bei &lt;a href="http://www.flaschberger.at"&gt;Camping Flaschberger&lt;/a&gt;,
ich finde es eigentlich ganz okay wenn auch mit knapp über 20 € der teuerste
Aufenthalt. Genug Zeit um meine Wäsche zu waschen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Donnerstag: das Finale&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Tja, nachts habe ich ziemliche Schmerzen - also nicht so stark dass es den Schlaf
beeinträchtigt, aber halt merkliche Zweifel dass ich heute die letzte Etappe fahren
kann. Dennoch, in dem Wissen, parallel zu einer Bahnstrecke zu sein und dass
es nach 300 Höhenmeter Aufstieg nur noch abwärts geht, fahre ich los. Und seltsamerweise
hab ich nichtmal beim Aufstieg Schmerzen, die Sache hat sich für den Urlaub mehr oder
weniger erledigt. Ich merke es noch leicht, fahre vorsichtig, aber es beeinträchtigt
mich nicht mehr. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diesen Morgen muss ich das Trödeln lassen, denn um dreiviertel neun will ich die
S-Bahn erreichen, um nach Arnoldstein zu fahren. Ich hab letztlich sogar 10 Minuten
Puffer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-25_08-47-46.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;S-Bahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Wetter ist heute perfekt. Sonnig, nicht zu heiß, keine Gewitter in Sicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-25_09-25-15.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Angekommen in Arnoldstein&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Arnoldstein nutze ich noch den letzten Supermarkt für Einkäufe, wer weiß wann der nächste kommt.
Immerhin ist die Etappe wieder 85 km lang, wenn auch nach dem ersten Drittel mit
Gefälle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Steigung ist gleichmäßig, meistens zwischen 3 % und 5 %, also sehr gut zu fahren. Nur
kurz sind steilere Abschnitte, wobei es auch hier im einstelligen Bereich bleibt.
Der Grenzübergang ist schnell erreicht, bis auf die Tatsache dass sich das Handy
dann in Italien einbucht, ändert sich aber nichts. Die Schilder sehen auch anders aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-25_10-09-24.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Grenzübergang&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immer noch bergauf geht's durch den Wald.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-25_10-19-03.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die alte Bahnstrecke beginnt. Was man spätestens daran sieht, dass die alten
Bahnhöfe noch existieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-25_10-39-31.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof Tarvisio Centrale&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-25_10-47-00.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof Tarvisio Citta&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tarvis"&gt;Tarvis&lt;/a&gt; wäre sicher einen Blick näher wert,
ich bleibe eisern und beschließe, die erste Pause einzulegen wenn der Scheitelpunkt
erreicht ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-25_11-00-50.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieser ist unspektakulär, nichtmal irgendwie markiert. Ich sehe es lediglich
auf meinem Garmin. Nun gut, Pause wird trotzdem gemacht. Und jetzt beginnt
das Highlight der ganzen Woche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Aussichten vorher waren nett, jetzt wird es wirklich spektakulär.
Man fährt durch einige Tunnel, teilweise beleuchtet, teilweise stockdunkel.
Leichtes Gefälle, der irgendwann durch Gegenwind „gestört“ wird. Man
kann einfach nur genießen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-25_11-59-39.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Weitgehend ausgetrockneter Fluss&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-25_12-37-32.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rathaus Pontebba&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es wimmelt nur so vor Radfahrern. An einem Rastplatz versuche ich einer
Dreiergruppe von österreichischen Rennradlern vergeblich mit meiner Luftpumpe
zu helfen. Der junge Mann muss anschließend 5 km schieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-25_12-54-16.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eisenbahntunnel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-25_13-02-30.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zu viele Straßen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-25_13-04-46.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Altes Bahnhofsgebäude&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-25_13-13-08.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dorf mit Kirche&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-25_13-22-30.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Katze mit Eichhörnchen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-25_13-24-24.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Einfach nur fahren&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-25_13-25-31.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Metall-Eisenbahnbrücken mit Gitter&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-25_13-55-39.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;H2O macht den Radler froh&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-25_14-09-36.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick zurück&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine sehr verwirrende Umleitung führt dazu, dass ich ein paar Kilometer umsonst und wieder
zurück fahre. Ich war nicht der einzige, der verwirrt war. Dank Umleitung geht's ein
paar Kilometer an der Straße entlang.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die erste richtige Gemeinde ist &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Venzone"&gt;Venzone&lt;/a&gt;. Dort
will ich kalte Getränke kaufen, und just sitzen am Café am Eck zum Marktplatz
die österreichischen Ralder mit der Panne vorher. Wir unterhalten uns kurz, sie
machen nur einen Tagesausflug und fahren anschließend mit dem Zug zurück.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-25_15-23-05.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Venzone&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-25_15-51-11.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Venzone von außen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Stadt hat eine komplett erhaltene Mauer. Wunderschön. Trotzdem, ich will nicht zu lange
bleiben, im Zweifel bin ich für „ankommen“ und fahre nach einem Einkauf und einer kurzen Pause
schnurstraks zu &lt;a href="https://www.aipioppi.it/de/"&gt;Camping Ai Pioppi&lt;/a&gt;. Es gibt ohnehin
keine wirkliche Alternative in der Gegend.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Platz ist super gelegen, auch sehr günstig (11 Euro für Radler mit Zelt). Man
findet dort sehr viele Radfahrer. Die Wiese ist leider größtenteils schief, allerdings
bin ich gewissermaßen auch selbst schuld, weil ich mich nicht getraut habe, oben im 
leeren Bereich aufzubauen - andere Leute machen das dann nach mir.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Getrübt wird die Freude eigentlich nur von einer tschechischen Reisegruppe,
die es für eine gute Idee gehalten haben, bis 10 Uhr irgendwelche Lieder zu singen.
Der Platz hat ein kleines Restaurant wo ich für Pizza mit Cola keine 10 € zahle
(plus Trinkgeld). Würde jederzeit wieder kommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-25_17-32-32.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Aufgebautes Zelt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Freitag: Ans Meer&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nun muss ich noch knapp 100 km ans Meer fahren. Steigungen nur noch marginal, auch kein Gefälle
mehr, nach Udine ist es komplett flach. Campingplatz existiert keiner mehr dazwischen. Udine
kannte ich schon, daher habe ich es vorgezogen, direkt weiterzufahren und nicht noch einen
Tag im Hotel in Udine zu bleiben. Würde es wenn dann auf der Rückfahrt empfehlen, man kommt 
wegen der Bahnverbindung ohnehin durch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Tag beginnt wieder bei bestem Wetter, noch sieht man die Berge.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-26_09-45-30.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nebenstraßen mit wenig Verkehr prägen das Bild hier. Ich habe die Strecke
mit Hilfe von Komoot aber etwas abgekürzt, wenn man stur dem Radweg folgt sind
es nochmal 15 km mehr. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-26_11-26-49.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittag erreiche ich Udine.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-26_12-39-39.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Udine&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-26_12-55-28.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Stadttor Udine&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ungefähr in der Mitte von &lt;em&gt;Udine&lt;/em&gt; und der Adria liegt &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Palmanova"&gt;Palmanova&lt;/a&gt;,
eine kleine sternförmige Plansatz, die mich an &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Neuf-Brisach"&gt;Neubreisach&lt;/a&gt;
im Elsass erinnert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-26_14-52-34.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Palmanova innerhalb der Stadtmauer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-26_14-59-39.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Palmanova außerhalb der Stadtmauer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-26_15-03-05.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Landschaft&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch ein paar Worte zur Vegetation: während Flüsse und Bäche teilweise ausgetrocknet sind
erscheint mir die Vegetation viel grüner als zu Hause. Woran das liegt: ich habe ehrlich
gesagt keine Ahnung. Kurzer Halt bei einem Lidl, dankenswerterweise mit Toilette,
und dann Endspurt ans Meer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-26_16-29-25.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Endspurt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-26_16-47-03.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Adria&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Grado ist noch einen Damm entfernt, ich hatte allerdings den
&lt;a href="https://isoladelparadiso.com"&gt;Campingplatz Isola del Paradiso&lt;/a&gt; angepeilt,
eine kleine Insel davor in der Lagune. Zelte haben da eine eigene „Nebeninsel“.
Man sprach an der Rezeption sogar deutsch und bezahlt habe ich 18 €, für die
Lage am Meer war ich zufrieden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-26_18-25-07.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zelt steht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bin ziemlich zufrieden hier. Kleiner Shop ist vorhanden, Pizza wird auch verkauft
wenngleich ich meinen Kocher benutze, da ich schon eingekauft hatte. Ich komme mit
meinen Zeltnachbarn (alles deutsche bzw. Österreicher) ins Gespräch. Gut baden kann
man hier allerdings nicht, dafür gibt's einen kleinen Pool.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-26_19-31-00.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sonnenuntergang&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Samstag: Rückzug&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wer würde nich gerne so aufwachen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-27_06-47-43.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute habe ich Zeit, ich muss den Platz erst mittags verlassen und die Etappe
bis &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Monfalcone"&gt;Monfalcone&lt;/a&gt; ist auch nicht mehr
lang. Immerhin: das Zelt ist komplett trocken, was mir sehr entgegenkommt, da
ich ja eine Nacht im Hotel verbringen werde und keine Lust habe, alles auspacken
zu müssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Etwas wehmütig verlasse ich den Ort und fahre auf den Damm nach &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Grado_(Friaul-Julisch_Venetien)"&gt;Grado&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-27_10-17-53.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zeltinsel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-27_10-32-23.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Damm nach Grado&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich folge nun dem &lt;a href="https://de.eurovelo.com/ev8"&gt;Eurovelo 8: Mittelmeer-Route&lt;/a&gt;. Der Radweg ist gut
ausgebaut, teilweise aber auch schlecht zu fahrender Schotter. Der Isonzo ist hier recht gut
mit Wasser gefüllt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-27_11-38-33.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Radweg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-27_12-24-02.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Isonzo&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-27_13-09-50.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Badestrand vor Monfalcone&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute ist es sehr schwülwarm, die Luft ist nach dem gestrigen Tag auch
irgendwie raus.  Die Gegend um Grado ist mir eh zu touristisch. Ich fahre also
mehr oder weniger schnurstraks nach &lt;em&gt;Monfalcone&lt;/em&gt; zum Bahnhof. Erstmal was im
Bahnhofscafé essen, dann beschließe ich noch ein frisches T-Shirt zu kaufen
nachdem die vorhandenen etwas riechen und ich nicht mehr gewaschen habe. Leider
haben die Läden in der Innenstadt alle zu, fündig werde ich bei einem NKD im
Industriegebiet wo ich dann auch im Schlussverkauf zwei Shirts für insgesamt
10 € erstehe. Sicher nicht nachhaltig, andererseits werden solche Waren dann
eh vernichtet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-27_14-17-20.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rathaus Monfalcone&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-27_14-53-41.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ziemlich ausgetrocknet&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun gut, Proviant habe ich auch besorgt, noch eine knappe Stunde am Bahnhof
warten und dann kommt der Zug auch schon: der
&lt;a href="https://www.obb-italia.com/de/ab-italien/micotra"&gt;MICOTRA&lt;/a&gt;, ein Reginalzug,
der zweimal am Tag fährt und speziell auf diesen Radweg ausgerichtet ist, man
fährt mit ein oder zwei großen Gepäckwagen. Tickets gibt's bei den ÖBB oder im
Zug, nicht an den Schaltern oder Automaten der Trenitalia.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-27_16-10-19.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mein Zug&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es fängt sogleich an zu gewittern. Aufgrund der vielen Tunnel sieht man nach Udine
nicht mehr viel von der eigentlichen Strecke, welche ja der Ersatz für die alte,
geradelte Strecke ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-27_19-14-18.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausladen der Räder in Villach&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hab das B&amp;amp;B Hotel gebucht, relativ nah zum Bahnhof und vernünftige Fahrradstellplätze
(überdacht und videoüberwacht). Nach einer Woche also ein richtiges Bett. Trotzdem
mag ich das Zelten, ich fühle mich danach gut erholt auch wenn ich nachts öfter
aufwache wie im Bett zu Hause.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-27_19-43-34.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Zimmer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Sonntag: die Zugfahrt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich muss früh aufstehen: der gebuchte RailJet fährt um 7:15 in Villach los. Leider
merke ich am Bahnhof, meine AirPods im Hotel vergessen zu haben. Ich rufe sofort
dort an und mir werden sie zugeschickt, ich hätte sonst den Zug verpasst. Es
sollte die richtige Entscheidung sein, der Versand kostet 10 €, ein neues Ticket
wäre teurer und ob ich mit dem Fahrrad an diesem Tag noch mitgekommen wäre, ist 
auch fraglich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-28_07-14-53.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fahrrad im RailJet&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Fahrt führt entlang der gleichen Strecke wie der Radweg, insofern
finde ich es interessant, nochmal die Orte zu sehen. Es hängt noch Nebel in der Luft.
Ich genieße auch das maskenfreie Zugfahren, nur sehr wenige tragen eine Maske,
der Schaffner auch nicht. Der Zug ist sehr mäßig gefüllt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-28_07-53-42.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Salzburg hätte ich mit dem 9-Euro-Ticket heimfahren können, ich hatte aber aus
Interesse die Westbahn genommen. Die Fahrradstellplätze sind sehr gewöhnungsbedürftig,
man steht quasi im Türbereich. Die Halterungen sind zwar gut, aber ein Teil der Treppe
wird blockiert. Man hat fast den Eindruck als wäre das nachträglich gemacht worden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-28_10-41-25.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fahrrad in der Westbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aufenthalt in Freilassing, die Grenzpolizisten kontrollieren jeden einzelnen Ausweis
inkl. Herabnehmen der Maske, um auch ja das Gesicht zu verifizieren. Ich halte
das dann doch für übertrieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_08_alpe_adria/2022-08-28_11-43-08.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;In der Westbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die restliche Fahrt mit dem München-Nürnberg-Express verläuft unspektakulär. Voll
aber pünktlich. Ich erreiche wie geplant mein Zuhause gegen 16 Uhr.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Perfekte Radtour innerhalb einer Woche. Speziell die alte Bahnstrecke war ein Highlight,
würde ich jedem empfehlen. Die Campingplätze waren alle in Ordnung, am besten hat
mir der Bauernhof und die Insel am Schluss gefallen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Preislich auch alles im Rahmen, immer zwischen 10 und 20 €. Damit ein sehr
günstiger Urlaub. Die Verpflegung war kaum teurer als zu Hause, die Zugtickets
auch sehr günstig (MICOTRA 16 €, RailJet mit Rad keine 20 €), einzig die beiden
Hotelübernachtungen am Anfang und Ende mit jeweils 80 € etwas teurer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um die lange erste Etappe (mit vielen Höhenmetern) zu vermeiden empfielt es sich,
vormittags anzureisen so dass man noch einen halben Tag fahren kann. Entlang
der Salzach gibt es genug Campingplätze. Damit passt die Aufteilung wieder.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man meinen Pausentag im Gailtal abzieht bin ich ja die Tour in 5 Tagen
statt der vorgeschlagenen 8 Tagen gefahren. Sportliche Radler mit etwas weniger
Gepäck (Gravelbike) schaffen es sicher in gut in vier Tagen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Stromversorgung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Noch ein Wort zur Stromversorgung. Ich hatte eine 20000 mAh-Powerbank dabei und die
&lt;a href="https://www.solarbrother.com/de/kaufen/solar-ladegerat-sunmoove-65-watt/"&gt;SUNMOOVE® Solarzelle 6,5 Watt&lt;/a&gt;.
Mein &lt;a href="https://www.garmin.com/de-DE/p/802162"&gt;Garmin Tour Explorer 2&lt;/a&gt; hat jeweils
drei Tage gehalten ohne nachzuladen. Die Powerbank war dann am Ende leer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man sich mit der Smartphone-Nutzung zurückhält (was ich nicht getan habe,
viel getwittert und teilweise auch Videos geschaut) kommt man aber bei sonnigem 
Wetter durchaus mit der Solarzelle aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwar kann man im Prinzip immer an Campingplätzen irgendwo Strom zapfen, aber
es war einfach ein Versuch, ohne externen Strom auszukommen.&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="fahrrad"/></entry><entry><title>Hüttenwanderung um die Rotwand (Mangfallgebirges)</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2022-06-rotwand.html" rel="alternate"/><published>2022-06-28T00:00:00+02:00</published><updated>2022-06-28T00:00:00+02:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2022-06-28:/pelican/2022-06-rotwand.html</id><summary type="html">&lt;h2&gt;Wie es dazu kam&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Tatsächlich war diese Dreitageswanderung meine erste Übernachtung auf einer
Berghütte. Hatte ich zwar lange vor aber irgendwie nie gemacht. Mich nie
getraut. Berge und ich sind eh so eine Geschichte: mag sie wahnsinnig gerne aber
hab Höhenangst. Da ist man etwas eingeschränkt, aber es gibt immer ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;h2&gt;Wie es dazu kam&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Tatsächlich war diese Dreitageswanderung meine erste Übernachtung auf einer
Berghütte. Hatte ich zwar lange vor aber irgendwie nie gemacht. Mich nie
getraut. Berge und ich sind eh so eine Geschichte: mag sie wahnsinnig gerne aber
hab Höhenangst. Da ist man etwas eingeschränkt, aber es gibt immer noch genug
Wanderungen, die ohne Probleme gehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Arbeitskollege von mir ist beim &lt;a href="https://www.alpenverein.de"&gt;Deutschen Alpenverein
(DAV)&lt;/a&gt;, von dem kenne ich zwar einige Geschichten.
Halt jemand der Hochtouren macht, klettert, letztlich hat mich das eher davon
abgehalten als motiviert, einfach weil es eine andere Liga ist. Aber wie dieser
Bericht zeigt: es geht auch als „Normalo“.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Tour sollte als Vorbereitung für mein Trekking in Schweden dienen. Bin
relativ kurzfristig auf die Idee gekommen, das am verlängerten
Fronleichnamswochenende noch zu machen, daher war die Auswahl dann auch
begrenzt: die Anreise sollte innerhalb eines halben Tages mit der Bahn gehen,
damit ich nicht zuviel Zeit verliere. Außerdem musste noch was frei sein und der
Aufstieg nicht zu schwer. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach etwas Recherche fiel die Wahl auf das &lt;em&gt;Rotwandhaus&lt;/em&gt; und das
&lt;em&gt;Taubensteinhaus&lt;/em&gt; in der Nähe vom
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spitzingsee"&gt;Spitzingsee&lt;/a&gt;. Aufgrund der
Wettervorhersage und einer Stornierung hat sich dann das Ganze vertauscht, so
dass die Wanderungen etwas komisch geworden sein. Das tat dem Spaß aber
keinen Abbruch.&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/collection/1613812/embed" width="100%" height="580" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;h2&gt;Vorbereitung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Reserviert hatte ich die Hütten über das Onlineformular auf den jeweiligen
Webseiten. DAV-Mitglied bin ich (noch) keines, was aber nur heißt dass man mehr
bezhalt. Es gibt keine „Zwangsmitgliedschaft“ wie bei den Jugendherbergen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ausrüstungstechnisch hatte ich mir noch einen Hüttenschlafsack besorgt: im
wesentlichen ein Stück Baumwolle, das wie ein Schlafsack genäht ist und die
Bettwäsche ersetzt: man bekommt auf der Hütte eine Decke und ein Kissen, diese
werden aber nicht überzogen, stattdessen nimmt man seinen eigenen
Hüttenschlafsack mit. Im Vergleich zu einem normalen Schlafsack sind diese
kleiner, leichter, und können auch einfacher gewaschen werden. Mein Exemplar ist
von
&lt;a href="https://www.cocoon.at/produkte/travelsheet-5191da15ad78994d3f488978b59b8fc9-2"&gt;Cocoon&lt;/a&gt;,
es sollte aber relativ egal sein.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Zum Rotwandhaus&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Tag 1 war am Freitag: erstmal mit dem Zug, der &lt;a href="https://www.brb.de"&gt;Bayerischen
Regiobahn&lt;/a&gt; nach &lt;em&gt;Fischhausen-Neuhaus&lt;/em&gt; an der Südspitze des
wunderschönen &lt;a href="https://www.schliersee.de/sommer/"&gt;Schliersee&lt;/a&gt;. Von dort gibt's
eine Busverbindung zum Spitzingsee, ich bin aber den Weg gelaufen. Hatte ja
genug Zeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Weg von Neuhaus zum Spitzingsee verläuft teilweise entlang der Trasse einer
ehemaligen Schmalspurbahn, der &lt;em&gt;Bockerlbahn&lt;/em&gt;, die zum Abtransport von Holz
gebaut wurde. Tafeln erinnern daran.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-17 12-03-50 7199.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Weg zum Spitzingsee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vom sog. &lt;em&gt;Spitzingsattel&lt;/em&gt; sieht man dann den See bereits:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-17 12-40-46 7211.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Spitzingsattel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kleine Mittagspause am wunderschönen, überhaupt nicht überlaufenen See. Zum
Baden scheint er aber zu kalt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-17 13-17-05 7220.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Spitzingsee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Wanderweg, den ich mir ausgesucht hatte, war der Zufahrtsweg zur Hütte, also
mehr oder weniger ein steiler Feldweg. Langweilig zum gehen, trotzdem
anstrengend wegen der Höhenmeter und der Hitze, aber mit der schönen Aussicht
und dem Ziel vor Augen wird man entschädigt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-17 14-04-09 7232.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Aussicht Richtung Süden&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-17 15-22-07 7257.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kühe am Wegrand&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-17 15-35-44 7268.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Rotwandhaus bereits in Sichtweite&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am &lt;a href="http://rotwandhaus.de"&gt;Rotwandhaus&lt;/a&gt; angekommen gucke ich mich erstmal um.
Hinter dem Haus gibt's so ein Teil das irgendwie eine Mischung zwischen Windrad
und Wetterstation ist, dort hat man dann auch etwas Mobilfunkempfang. Ansonsten
hier hier nämlich kein Netz. Das Tal dahinter ist nicht bewohnt, zwischen dem
Haus und der Alpennordseite ist noch die Rotwand. Wird dann wohl eine Nacht ohne
Twitter. Digital Detox ist aber auch nicht verkehrt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist gegen 16 Uhr, Einchecken erscheint mir noch etwas früh, also geh ich
erstmal auf den Gipfel hoch. Ab jetzt ist es ein Bergwanderweg, die Stöcke lasse
ich aber noch im Rucksack, werden hier noch nicht gebraucht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-17 15-43-52 7272.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hoch zur Rotwand&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die &lt;em&gt;Rotwand&lt;/em&gt; heißt übrigens deshalb so, weil sie einen gewissen Rotschimmer an
manchen Stellen hat. Auf den Fotos sieht man das schlecht, steht man davor fällt
es einem aber schon direkt auf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oben am Gipfel steht man auch mit Höhenangst gut, das übliche Gipfelkreuz
und ein herrlicher Ausblick bis zum &lt;em&gt;Großglockner&lt;/em&gt;. Es befindet sich so ein
„Teller“ dort mit Beschriftungen, allerdings finde ich es doch schwierig zu
finden. Ich benutze immer die App &lt;a href="https://www.peakfinder.org/de/mobile/"&gt;PeakFinder&lt;/a&gt;
(4,99 € für iOS), die einem per Augmented Reality die Gipfelnamen direkt am
Smartphone einblendet. Das funktioniert auch Offline, wenn man sich die Daten
vorher heruntergeladen hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-17 16-21-38 7297.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-17 16-51-56 7324.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wieder runter zur Berghütte. Der Checkin ist etwas hakelig, da eine Gruppe vor
mir ist, die irgendwas anbezahlt hat und es ewige Diskussionen gibt, wer jetzt
noch was bezahlen muss. Bei mir ist es einfacher.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich soll den Schlafsack zur Bettwanzenbekämpfung in die Mikrowelle tun – bei
einem Hüttenschlafsack ist das okay, bei nem Daunenschlafsack hätte ich da so
meine Probleme. Ansonsten darf ich nur Sachen in eine große Box tun und muss den
Rucksack im Gepäckraum lassen. Wenn's hilft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gebucht hatte ich ein Bett im 6-Bett-Zimmer, ich teile es mir mit einer Familie
und einem Pärchen. Alternative wäre ein Bett im Lager gewesen, dass sind so
Matratzenlager mit 20 oder mehr Betten. Etwas günstiger. Ich zahle als
Nicht-DAV-Mitglied 29 € die Nacht, ich finde das in Ordnung. Duschen kostet hier
aber 4,50 € extra. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So eine Berghütte hat keinen Strom- oder Gasanschluss. Es gibt natürlich
Solarzellen und Solarthermie, der Rest wird hier mit einem Blockheizkraftwerk
erzeugt. Ein &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=9CoFF1sB4pA"&gt;Video des DAV&lt;/a&gt;
erklärt die typische Hüttentechnik, konkret ist es natürlich immer anders. Das
Rotwandhaus kann ja per Kfz erreicht werden, andere haben nur eine
Transportseilbahn. Trotzdem finde ich 4,50 € für drei Minuten duschen happig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich genieße das leckere Essen, den Sonnenuntergang und widme den Abend einem
Buch, meinen E-Book-Reader habe ich natürlich dabei. Ab 22 Uhr herrscht „Ruhe“,
letztlich sind die meisten auch müde und stehen früh auf, es geht jeder so
langsam schlafen. Finde ich auch ganz angenehm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-17 17-48-11 7327.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Gulasch auf der Hütte&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-17 20-33-28 7356.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sonnenuntergang&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Von Hütte zu Hütte&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Nacht hatte ich nicht gut geschlafen. Die Familie in meinem Zimmer meinte
das Fenster nur kippen zu müssen damit die Kuhglocken weniger laut sind. Es war
natürlich stickig und viel zu warm, zumal ich das obere Bett hatte. Ich bin dann
um halb 2 Uhr irgendwann aufgestanden, auf die Toilette, hab das Fenster aufgerissen
und kurz drauf bin ich endlich eingeschlafen. Hat dann aber für einen erholsamen
Schlaf nicht mehr wirklich gereicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Frühstück gab's ab 7:30 Uhr, für 10,50 € fand ich einen Teller mit zwei Scheiben
Brot, Wurst, Käse, einem Mini-Glas Orangensaft und einen Kaffee aber etwas viel.
Wenigstens Getränke hätte ich mir gewünscht dass man sich noch was holen darf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die schöne Landschaft entschädigt aber für vieles. Es ist einfach so entspannt,
viel angenhemer als in irgendwelchen hektischen Hotels. Und man kann draußen
frühstücken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-17 20-39-14 7362.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf die Wanderwege&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zur anderen Hütte, dem &lt;em&gt;Taubensteinhaus&lt;/em&gt; wären es keine 2 Stunden. Das ist mir
natürlich zu kurz, stattdessen hab ich mir einen Weg rausgesucht, der einmal
„herum“ geht, in Richtung Bayrischzell aber dann wieder hoch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste Teil des Weges geht durch ein unbewohntes Tal zum &lt;em&gt;Soinsee&lt;/em&gt;. Es ist
praktisch menschenleer, nur ein, zwei Wanderer kommen mir entgegen. Die
Tagesausflügler sitzen noch in ihren Zügen und Autos.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-18 08-39-08 7381.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Weg zum Soinsee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-18 09-04-58 7395.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Später kommt eine unbewirtschaftete Alm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-18 09-11-53 7396.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick zurück – allein diese Grüntöne finde ich sehr schön&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-18 09-52-21 7409.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Soinsee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ab jetzt ist der Wandwerweg wieder eine „Waldautobahn“. Es geht runter bis auf
900 m, daher ist es leider auch wieder schwülheiß. Zum Glück finde ich eine Alm
für etwas Brotzeit, außer noch einem Müsliriegel habe ich nämlich nichts dabei.
Immerhin ist es im Gebirge kein Problem, Wasser zu finden. Es schmeckt auch sehr
gut, viel besser als was was hier aus der Leitung kommt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-18 13-49-41 7441.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wanderweg durch den Wald, immerhin Schatten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-18 15-19-16 7455.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf die Rotwand von hinten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegen 16 Uhr bin ich schon am
&lt;a href="https://www.alpenverein-muenchen-oberland.de/taubensteinhaus"&gt;Taubensteinhaus&lt;/a&gt;
angekommen, das zwei Jahre geschlossen war und erst am Tag davor durch neue
Pächter wiedereröffnet wurde. Ich gönne mir erstmal einen Eiskaffee, frage, ob
ich das Zeug gleich da lassen kann. Man bietet mir an, gleich den „Checkin“
durchzuführen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das hat immerhin den Vorteil, dass ich mir im Mehrbettzimmer das Bett aussuchen
kann, ich nehme das untere Bett gleich neben dem Fenster und spekuliere auf eine
kühlere Nacht. Die Dusche kostet hier nur 50 Cent.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jetzt aber hoch zum Gipfel. Es sind fünf Minuten bis zur &lt;em&gt;Taubensteinbahn&lt;/em&gt;
(Seilbahn) mit sehr hübschen, etwas älteren Kabinen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-18 16-18-40 7467.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Taubensteinbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von dort sind es noch rund 15 Minuten zum Gipfel. Am Ende muss man etwas
klettern. Hoch ist ja immer leicht aber vor dem Abstieg graut mir schon. Erst
hinterher erfahre ich, dass ich einfach weitergehen hätte müssen statt wieder
zurück. Es klappt aber, leider kann ich die Aussicht am Gipfel nicht wirklich
genießen, da es doch sehr abschüssig ist und bin dann erst unten wieder
entspannt. Trotzdem ein gutes Gefühl, es gewagt zu haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-18 16-48-29 7478.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Am Gipfel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Selfie gibt's dann erst unten an einem großen Stein:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-18 17-12-08 7492.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-18 17-33-52 7495.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Taubensteinhaus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Wirtsleute sind wirklich sehr nett. Es gibt leckeres Essen. Die Aussicht ist
hier nicht ganz so gut wie beim Taubensteinhaus, man sieht eigentlich vor allem
die Rotwand. Hier gibt's dann aber sogar einigermaßen funktionierenden
Mobilfunkempfang. Leider doch zu schlecht um die Tour für morgen vernünftig
planen zu können, irgendwann klappt's aber doch. Was die Einteilung der
Wanderwege nach Schwierigkeit betrifft sind die Online-Karten nämlich
mittlerweile besser als die Wanderkarten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meistens wird nach der
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/SAC-Wanderskala"&gt;SAC-Skala&lt;/a&gt; klassifiziert, ich
bevorzuge Wege mit T2 auch wenn es da auch abschüssige Stellen geben kann, die
technisch problemlos zu meistern sind aber der Kopf verrückt spielt. Umgekehrt
hatte ich mit dem Hochklettern zum Taubenstein (als T4 klassifiziert) kein
Problem.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-18 21-22-02 7509.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rotwand in der Dämmerung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-18 21-56-18 7513.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mehrbettzimmer mit insgesamt 7 Betten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Abstieg&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Diese Nacht blieb das Fenster offen. Ich schlief wie ein Murmeltier durch ohne
nachts wach zu werden. Dementsprechend erholt war ich dann auch am Morgen. Hier
gab es leckeres Frühstücksbuffet für 9,50 €. Fand ich deutlich angenehmer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegen 8 Uhr also der Aufbruch. Ich wollte gegen 14 Uhr im Zug sitzen, zum einen
um der Hitze wenigstens etwas aus dem Weg zu gehen, zum anderen um die vollen
Abendzüge (Ende des verlängerten Wochenendes, der Pfingstferien und
9-Euro-Ticket) zu umgehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Tag beginnt mit wunderschönem Wetter und glücklichen Kühen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-19 08-20-48 7519.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute steht eine echte Bergwanderung bevor, also kein befahrbarer Weg sondern
eher schmal aber gut zu gehen. Mein Trekkingstock leistet hier gute Dienste.
Wunderschöne Ausblicke – und es ist noch angenehm von der Temperatur.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-19 08-58-59 7531.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-19 09-40-34 7552.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Gipfelkreuz am &lt;a href="https://www.alpenverein-muenchen-oberland.de/mitgliederservice/alpine-beratung-dav/tourentipps/bayerische-voralpen-mitte/jaegerkamp_bergwanderung"&gt;Jägerkamp&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-19 09-37-37 7547.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick vom Jägerkamp auf den Schliersee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-19 09-39-57 7550.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick in die andere Richtung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bergab geht's dann erstmal durch's Gebüsch, teilweise steiler nach unten,
teilweise angenehm. Eine abschüssige Stelle wo ich mir etwas schwer tun (reine
Kopfsache, war einfach zu gehen). Aber insgesamt gut zu gehen, tolle Ausblicke,
und nicht so langweilig wie die ersten Tage. So macht's Spaß.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-19 10-16-24 7565.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-19 10-53-50 7580.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eine Alm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-19 11-33-19 7590.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Durch den Wald&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Irgendwann ist dann der Berg vorbei, es geht durch den Wald, es wird unangehm
warm und ich freue mich auf was zu essen und einen klimatisierten Zug. Aber bis
dahin sind es noch drei Kilometer in der Ebene bis zum Bahnhof &lt;em&gt;Geitau&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2022_06_rotwand/22-06-19 12-14-35 7601.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein LINT&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider ist das mit dem Essen nicht so einfach. Es ist Sonntag, auf Gasthaus hab
ich keine Lust, Tankstelle keine in der Nähe. Und ich hab kein Bargeld mehr.
Hatte die Kosten der ganzen Verpflegung leicht unterschätzt und bin auch nicht
mehr gewohnt, alles bar zu bezahlen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In &lt;em&gt;Fischbachau&lt;/em&gt; fuhr ich erstmal mit dem Zug in die andere Richtung, &lt;em&gt;Bayrischzell&lt;/em&gt;.
Dort leider keine VR-Bank, meine Kreditkarte und meine SparkassenCard hatte ich
zu Hause gelassen. Fremdgebühren wollte ich auch nicht zahlen, eine Bäckerei
hatte offen, die nahmen zwar keine Karte aber ein paar Euro hatte ich noch für
zwei Brezen und eine Cola.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Park von Bayrischzell genoss ich also die Erfrischung, wartete dort auf den
Zug und fuhr dann gegen 14 Uhr nach Hause. Am Sonntag fahren zwei Triebzüge,
daher ging es mit der Belegung. Auch im Regionalzug von München nach Nürnberg
war es zwar durchaus voll aber jeder hatte einen Sitzplatz.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ein sehr schönes Wochenende, der Schrecken vor Berghütten ist komplett weg.
Werde bestimmt noch einige Touren machen, bin auch am Überlegen DAV-Mitglied zu
werden. Spart einiges an Geld: knapp 10 Euro pro Übernachtung, zusätzlich gibt
es ein vergünstigtes „Bergsteigeressen“ für 9 Euro und Karten kann man auch
ausleihen. Die DAV-Karten (die jeweils an den Berghütten hingen) sind doch um
einiges detaillierter als die Kompass-Karte, die ich mir gekauft habe.&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="wandern"/><category term="berge"/></entry><entry><title>Trekkingtour zum Tag der Deutschen Einheit</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2021-frankenwald-trekking.html" rel="alternate"/><published>2021-12-05T00:00:00+01:00</published><updated>2021-12-05T00:00:00+01:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2021-12-05:/pelican/2021-frankenwald-trekking.html</id><summary type="html">&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_10_doebraberg/17c45e188a5.jpeg"&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich wollte dieses Jahr noch meinen warmen Schlafsack ausprobieren, den ich mir
für die &lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2021-tux-de-france.html"&gt;Herbst-Tour&lt;/a&gt; gekauft hatte, aber
dann doch nicht gebraucht habe, weil die Wettervorhersage warmes Wetter
prognostiziert hat. Außerdem wollte ich unbedingt mal einen Trekkingplatz in
Deutschland probieren. Im Sommer sind die zumindest kurzfristig ausgebucht,
warum also nicht ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_10_doebraberg/17c45e188a5.jpeg"&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich wollte dieses Jahr noch meinen warmen Schlafsack ausprobieren, den ich mir
für die &lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2021-tux-de-france.html"&gt;Herbst-Tour&lt;/a&gt; gekauft hatte, aber
dann doch nicht gebraucht habe, weil die Wettervorhersage warmes Wetter
prognostiziert hat. Außerdem wollte ich unbedingt mal einen Trekkingplatz in
Deutschland probieren. Im Sommer sind die zumindest kurzfristig ausgebucht,
warum also nicht mal im Herbst?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wild zelten ist in Deutschland &lt;a href="https://www.bergzeit.de/magazin/wildcampen-in-deutschland-wo-erlaubt/"&gt;bis auf einige
Ausnahmen&lt;/a&gt;
verboten, allerdings entstehen in den letzten Jahren zunehmend Trekkingplätze,
die einem legal ein Naturerlebnis abseits von mit Wohnmobilen überlaufenen
Campingplätzen ermöglichen. Corona hat der Entwicklung sicherlich einen
gewissen Schub verleiht. Kostenlos sind sie allerdings nicht, teilweise zahlt
man sogar mehr wie auf Campingplätzen – ich habe aber sogar ein gewisses
Verständnis dafür, da die meisten Campingplätze die paar Zelte sicherlich mehr
oder weniger quersubventionieren mit teureren Stellplatzgebühren für
Wohnmobile.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Infrastruktur auf den Trekkingplätzen ist zumeist relativ ähnlich: es gibt
neben den Stellen, wo man sein Zelt aufbauen darf, eine Naturtoilette
(„Plumpsklo“), oft eine Feuerstelle, teilweise Mülleimer und Brauchwasser.
Manchmal gibt es auch eine Getränkebox (wo man einfach Geld in eine Kasse
legt). Was es nicht gibt: eine Wasserleitung. Trinkwasser zum Kochen muss man
also selbst mitbringen wenn kein sauberer Bach, See oder eine Quelle in der
Nähe ist.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Frankenwald&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die zu Nürnberg am nächsten gelegenen Trekkingplätze gibt es im Frankenwald
Richtung Hof (&lt;a href="https://www.frankenwald-tourismus.de/draussen/trekking"&gt;Trekking im
Frankenwald&lt;/a&gt;). Ich
hatte erst am Donnerstag davor gebucht. Man bezahlt einfach per Überweisung.
Das ist bei kurzfristigen Buchungen zwar problematisch, meinem Eindruck nach
wird es aber auch akzeptiert, wenn man im Nachhinein überweist. Ich selbst habe
eine SEPA-Echtzeitüberweisung gemacht, da es bei meiner Bank ohnehin kostenlos
ist.  Zu den Kontrollen komme ich später.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf der Webseite werden Tourenvorschläge gelistet, ich hatte mir darauf
basierend eine Wanderung von &lt;em&gt;Bad Steben&lt;/em&gt; nach &lt;em&gt;Helmbrechts&lt;/em&gt; geplant, von
Bahnendhaltestelle zu Bahnendhaltestelle mit einer Übernachtung am
Trekkingplatz &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Döbraberg"&gt;Döbraberg&lt;/a&gt;, dem mit
794,6 m höchsten Berg im Frankenwald.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_10_doebraberg/karte.png"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://www.komoot.de/collection/1341852/-einheitstrekking"&gt;Tour in Komoot&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Packliste&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich bin ja normalerweise eher mit dem Fahrrad unterwegs, da hat man etwas mehr
Spielraum was das Gepäck betrifft. Insofern war ich minimalistischer unterwegs
als sonst:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;mein Vaude Lizzard Trekkingzelt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;aufblasbare Isomatte&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Schlafsack&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;aufblasbares Kissen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Zahnputzzeug&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Powerbank&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Stirnlampe&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;E-Book-Reader&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Taschentücher/Toilettenpapier&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Hygienetuch zum Waschen (Sea to Summit Wilderness Wipes)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Müllbeutel&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;T-Shirt zum Schlafen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Wassersack mit 2 Liter und Trinkflasche (der Wassersack ist praktischer wie zusätzliche Flaschen, da er beim Rücktransport kleiner wird und weniger wiegt)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Trekkingnahrung, Systemkocher, Frühstück&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Läppert sich ganz schön, am Schluss war ich bei 12 kg wenn ich mich richtig
erinnere. Ansonsten halt noch die Kleidung, die ich getragen habe (die dann
teilweise im Rucksack war, wenn's wärmer war), Handy und Kopfhörer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ich noch hätte mitnehmen sollen: eine Mütze.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Hin ...&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Anreise nach &lt;em&gt;Bad Steben&lt;/em&gt; erfolgte mit dem Zug: RE Nürnberg – Hof, agilis Hof – Bad Steben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_10_doebraberg/E6B8670F-73A1-4C8E-95F7-E7A3AF6B894F_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die agilis in Bad Steben&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zunächst läuft man durch den Kurpark, dann geht's über Wald und Wiesen. Es
scheint noch durch einen milchigen Himmel die Sonne, leider ist es doch
merklich kälter und windiger als im Nürnberger Raum.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zunächst läuft man durch den Kurpark, dann geht's über Wald und Wiesen. Es
scheint noch durch einen milchigen Himmel die Sonne, leider ist es doch
merklich kälter und windiger als im Nürnberger Raum.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_10_doebraberg/C2B5282A-3374-40B8-B604-E062DA48FE13_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kurpark&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_10_doebraberg/B61DBBA9-224D-43B5-BE93-14BC027D4D47_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_10_doebraberg/150E960B-BF3B-47ED-8E40-5A8417993A19_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Lippertsgrün, einziger Ort auf der Wanderung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_10_doebraberg/0A40ED9F-AE39-4B06-8442-EC91DC101564_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Milchiger Himmel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Vor“ dem Trekkingplatz liegt der 18 m hohe &lt;em&gt;Prinz-Luitpold-Turm&lt;/em&gt;. Bevor ich da
hochlaufe will ich aber erstmal mein Zelt aufbauen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_10_doebraberg/8F0AFE0F-AFB7-4947-AC89-904909DD20CE_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Prinz-Luitpold-Turm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun also etwas runter und das Zelt aufbauen. Ein wirklich sehr schöner
Trekkingplatz: es gibt vier abgetrennte Zeltplätze. Ansonsten eben
Toilettenhäuschen, Feuerstelle, Holz dafür und eine Box mit Getränken, deren
Code man bei der Buchung erhält. Darin sogar ein Hammer zum einfacheren
Zeltaufbau. Sehr liebevoll gestaltet, dafür sind die 15 Euro pro Platz (für 1-3
Personen) dann auch okay.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_10_doebraberg/0F70A3C2-D750-4D7D-B28B-E2ADC79E925F_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zeltplatz, mein Zelt is das hintere&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neben mir treffe ich noch zwei Herren auf einer Wanderung, einen
Mountainbikefahrer und einen Vater mit Sohn. Alles nette Leute, man sitzt am
Abend zusammen am Lagerfeuer, ganz anders wie auf diesen Campingplätzen.
Getrübt wird meine Freude nur von der fehlenden Mütze, trotz Feuer ist es
tatsächlich etwas kalt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_10_doebraberg/DABCE9B4-BB61-47C3-A155-082698056FB3_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick vom Aussichtsturm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_10_doebraberg/8D6701C8-FFAB-4056-894E-9CAE266AD2F4_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Immer noch aktiv genutzte &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Döbraberg#Radarstation_Döbraberg"&gt;Radarstation&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_10_doebraberg/9E8BE5B9-F92D-4C41-9897-E5341587D764_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Lagerfeuer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;... und zurück&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Nacht wahr ruhig, man hat eigentlich nur den Wind gehört. Leider ist der
Morgen bewölkt, die Nacht war nicht wirklich kalt aber durch die fehlende Sonne
ist es dann beim Frühstück ziemlich frisch. Eine warme Dusche ist schon was
schönes, aber die Katzenwäsche war auch in Ordnung. :-) Lieber wäre mir eine
knackig kalte Nacht und Sonnenschein am Morgen gewesen. Mein Schlafsack hat
jedenfalls warm gehalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_10_doebraberg/21BBE80E-C56A-48A7-8133-57287274E8E4_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Besagte Box mit Getränken. Darin auch stilles Wasser, insofern hätte ich mir das Schleppen auch erleichtern können&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Direkt unterhalb des Trekkingplatzes befindet sich eine alte Hütte der
Bergwacht. Dort hat auch ein junger Mann übernachtet. Scheint aber nicht
öffentlich zugänglich zu sein, evtl. für Mitglieder der Bergwacht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_10_doebraberg/90E3E5B5-7561-4E21-993C-61B58DE74488_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hütte der Bergwacht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Achso: Kontrolliert wurde nicht. Allerdings haben mir die anderen erzählt dass
am vorherigen Platz kontrolliert wurde. Man muss also schon damit rechnen. :-)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich gehe schnurstracks den Weg zum Bahnhof zurück. Das eigentliche Erlebnis was
der Trekkingplatz, insofern wollte ich eigentlich relativ zügig nach Hause.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_10_doebraberg/6D6D15B1-AEF0-460A-AE1A-F714440F8915_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick in die Landschaft&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_10_doebraberg/1E34E0D0-026B-4E65-AA46-A5159469A028_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Über Wald ...&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_10_doebraberg/E452B40D-3BB6-4020-9C63-9103DB28FBBC_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;... und Wiesen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_10_doebraberg/2449E966-B304-4C2C-8A4D-1F12BE9E2EE1_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Altes Kurheim in Helmbrechts&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zweistundentakt ist nervig: Entweder man beeilt sich oder man wartet ewig. Ich
hab mich für ersteres entscheiden, grad noch den Zug erreicht, dann noch eine
Auseinandersetzung mit dem Schaffner, weil er mir trotz des komplett leeren
Zuges Essen und Trinken verboten hatte, weil ich dann meine Maske absetzen
müsste. Könnte mich heute noch drüber aufregen über den Unsinn.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Trekkingplätze sind eine schöne Möglichkeit, legal in der Natur zur
übernachten. Werde definitiv im nächsten Jahr versuchen, sowas nochmal zu
machen. Ich hoffe ja immer noch darauf, dass Corona vorbei ist, die Leute
wieder nach Mallorca fliegen und dadurch die Situation hier entspannter wird,
also dass man auch einigermaßen kurzfristig im Sommer mal die Gelegenheit hat,
einen zu buchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was mir ganz gut gefallen hat: dass man Leute trifft aber dass es auch nicht zu
voll ist.&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="trekking"/></entry><entry><title>Von der Schweiz ans Mittelmeer</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2021-tux-de-france.html" rel="alternate"/><published>2021-11-14T00:00:00+01:00</published><updated>2021-11-14T00:00:00+01:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2021-11-14:/pelican/2021-tux-de-france.html</id><summary type="html">&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/17be843f2b7.jpeg"&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine zweite 14-tägige Radreise in diesem Jahr? Warum nicht. Ich wollte schon
länger mal nach Frankreich – auch wenn ich etwas Angst wegen nicht vorhandener
Französischkenntnisse hatte. Meine Hoffnung: die letzten Sonnenstrahlen im
September am Mittelmeer genießen. Ausgangspunkt sollten die Schweizer Alpen
irgendwo im Wallis sein. Ursprünglich wollte ich den &lt;a href="https://de.eurovelo.com/ev17"&gt;Rhoneradweg ...&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/17be843f2b7.jpeg"&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine zweite 14-tägige Radreise in diesem Jahr? Warum nicht. Ich wollte schon
länger mal nach Frankreich – auch wenn ich etwas Angst wegen nicht vorhandener
Französischkenntnisse hatte. Meine Hoffnung: die letzten Sonnenstrahlen im
September am Mittelmeer genießen. Ausgangspunkt sollten die Schweizer Alpen
irgendwo im Wallis sein. Ursprünglich wollte ich den &lt;a href="https://de.eurovelo.com/ev17"&gt;Rhoneradweg (EuroVelo
17)&lt;/a&gt; fahren, hatte mir dann aber eine Variante
durch’s Gebirge über Grenoble überlegt, die abwechslungsreicher sein könnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die wichtigste Vorbereitung war die Rückfahrt: Fahrradmitnahme ist in
französischen TGVs extrem rar, es gibt zwar die Möglichkeit, ein verpacktes Rad
überall mitzunehmen, das ist am Bahnhof aber deutlich umständlicher, da man ja
das Fahrrad zusätzlich zum Gepäck rumtragen muss und auch die Demontage noch
notwendig ist. Wenn es irgendwie geht, wollte ich das also vermeiden. Zum Glück
existiert einmal am Tag eine TGV von Marseille nach Straßburg mit vier
Fahrradplätzen. Den habe ich dann auch schon Anfang August (stornierbar)
gebucht. Von Straßburg schafft man es dann am gleichen Tag noch nach Hause, zur
Verbindung dann aber am Ende mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wertvolle Tipps zur Anreise mit dem Zug und Fahrradtransport findet man
übrigens auf &lt;a href="https://www.wirsindanderswo.de/anreise/detail/beitrag/frankreich/"&gt;Anderswo → Frankreich&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Samstag: Anreise&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Am Freitag noch Sommerfest im Betrieb, bin spät nach Hause gekommen, aber ich
hatte auch eine Zugverbindung gebucht, wo es erst kurz vor Mittag losgeht. Nach
der ganzen Corona-Geschichte mit sehr viel Homeoffice wollte ich tatsächlich
mal einige Kollegen wieder persönlich sehen – normalerweise sind solche
Betriebsfeste nämlich eher nicht so mein Ding. Gepackt war ohnehin schon
größtenteils. Wegen Bauarbeiten war die Gäubahn über Singen gesperrt, ich
musste also einen Umweg über Karlsruhe fahren. Alternativ wäre auch München
möglich gewesen, da sind die Mitnahmekapazitäten für Räder aber geringer.&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Nürnberg Hbf      ab 11:41      IC 2068
Karlsruhe Hbf     an 14:53

Karlsruhe Hbf    ab 15:11       ICE 75
Basel SBB        an 16:55

Basel SBB        ab 18:28       IC 1083
Thun             an 20:03

Thun             ab 20:26       IC 830
Brig             an 21:11
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Immerhin war die Fahrkartenkombination echt günstig. Dazu kam dann noch eine
Velo-Reservation für 2 Franken direkt bei der SBB.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-12_08-01-49_8513.jpg"&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem ich in Anwanden gestartet bin, hatte ich noch einen knappen Umstieg in
Ansbach, der aber funktioniert hat. Leider war, wie fast immer, mein
Fahrradstellplatz durch jemand anders belegt, der sich im Wagen geirrt hat,
aber etwas unbeholfen war. Mit dem Schaffner habe ich dann vereinbart, dass ich
in Crailsheim „umziehe“, und für mein Entgegenkommen bekam ich einen
Getränkegutschein. Sehr nett. In Crailsheim saß ich dann endlich, im (leeren)
Kinderabteil, und endlich ohne FFP2-Maske.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-11_13-05-01_8467.jpg"&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Umstieg in Karlsruhe, im ICE dann sehr eng wegen vieler Koffer und einer
zusätzlichen Velofahrerin im Türbereich, die aber die Erlaubnis hatte. Nun gut,
Zugfahren mit Fahrrad ist halt meistens nicht so entspannt, aber wichtig ist
das Ankommen und bisher hatten sich die Strapazen auch immer mehr als gelohnt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-11_17-26-05_8483.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Herrlicher Sonnenschein in Basel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-11_18-16-14_8489.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Bahnhofshalle in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Basel_SBB"&gt;Basel SBB&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Basel hat übrigens bahntechnisch eine Besonderheit, nämlich den Bahnhof &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Basel_Badischer_Bahnhof"&gt;Basel
Badischer Bahnhof&lt;/a&gt;:
obwohl vollständig in der Schweiz gelegen handelt es sich um deutsches
Zollgebiet. Außerdem kann man bis &lt;em&gt;Basel Bad Bf&lt;/em&gt; innerdeutsche Fahrkarten
buchen, da es sich um einen Grenztarifpunkt handelt. Das kennt man aber auch
von Salzburg oder (umgekehrt, also aus österreichischer Sicht) Passau, wo es
aber diese staatsrechtliche Besonderheit nicht gibt (auch nicht gab als
Österreich kein Teil der EU war).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Zug von Basel war fahrradtechnisch dann quasi leer, ich bin ja auch „gegen“
die Ausflügler gefahren: man fährt normalerweise morgens ins Gebirge und abends
wieder zurück, ich bin ja abends ins Wallis gefahren. Von Bern bis Brig
begleitet mich noch &lt;code&gt;@niklas_net&lt;/code&gt;, der gerade in der Schweiz unterwegs ist. Immer
interessant, Leute von Twitter persönlich zu sehen: Oft ist der Eindruck ganz
anders wie in elektronischer Form. In Brig ärgere ich mich noch über einen
Snackautomaten, der zwar das Geld für mein Frühstück verspeist hat, dasselbe
dann aber nicht ausgespuckt hat. Was soll’s.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warum überhaupt Brig? Nun, von der Rhonequelle inkl. Oberalppass wäre ich gerne
gestartet, hatte aber Bedenken, dass das in zwei Wochen klappt. Nachdem ich das
obere Rhonetal ja schon kenne, dachte ich mir, ich starte einfach dort wo ich
das &lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2020-tux-de-suisse.html"&gt;letzte Mal&lt;/a&gt; losgefahren bin, nur eben
in die andere Richtung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei einer Ankunft um 21 Uhr wollte ich nicht zelten, stattdessen eine günstige
Unterkunft gebucht, so ähnlich wie eine Jugendherberge. Checkin war ein
hinterlegter Schlüssel, den ich zunächst nicht gefunden hatte und daher schon
die leichte Panik, vor der Tür schlafen zu müssen. Im September ist es um 21
Uhr längst dunkel und es war auch etwas frisch. Zelt aufbauen wollte ich nicht
mehr. Es hat sich dann aber schnell geklärt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-11_21-33-50_8505.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Mein Bett: einfach aber völlig ausreichend&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hat also alles gut geklappt, ich freue mich auf den nächsten Tag, bin aber hundemüde.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Sonntag: Nach Martigny&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Heute stand eine längere Etappe an, am Ende sollten es 106 km werden, geplant
waren aber etwas weniger. Das Wetter ist perfekt, sonnig, nicht zu warm. Aber
erstmal Checkout und dann ein Frühstück am Bahnhof. Dafür muss ich nur das Velo
den Berg runterrollen lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-12_08-57-48_8527.jpg"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich verfahre ich mich erstmal (trotz Garmin) in die falsche Richtung. Obwohl
mir bewusst war, dass es die falsche Richtung ist, bin ich trotzdem erstmal dem
Weg gefolgt, aber bin dann doch noch umgedreht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-12_09-07-00_8529.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Die &lt;strong&gt;Rhone,&lt;/strong&gt; oder, wie sie hier heißt, &lt;strong&gt;Rotten&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-12_09-24-29_8532.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Die Bahnstrecke der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Matterhorn-Gotthard-Bahn"&gt;Matterhorn-Gotthard-Bahn&lt;/a&gt; – zwischen Visp und Brig verlaufen die SBB-Normalspurstrecke und die Schmalspur-Zahnradstrecke der MGB parallel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-12_11-29-05_8550.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Oben sieht man die Antennen des &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Onyx_(Abhörsystem)"&gt;Abhörsystem »Onyx«&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-12_12-45-00_8570.jpg"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aufgrund der langen Etappe bleibt wenig Zeit für Pausen, in
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sitten"&gt;Sitten&lt;/a&gt; nehme ich mir aber die Zeit, mir
die Festung anzugucken. Von dort hat man einen wunderschönen Blick über das
ganze Rhonetal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-12_14-41-40_8589.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Innenstadt von Sitten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-12_15-02-14_8612.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Festung von Sitten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-12_15-07-41_8618.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Kapelle vor der Festung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch der Weg passt: Meistens fahre ich auf asphaltierten Wirtschaftswegen wie
diesem hier. Die Beschilderung ist in der Schweiz ohnehin perfekt: der Weg ist
als &lt;a href="https://www.schweizmobil.ch/de/veloland/route-01.html"&gt;Rhone-Route 1&lt;/a&gt;
ausgeschildert. Bald passiere ich dann auch die Sprachgrenze, die Schilder sind
jetzt französisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-12_16-03-17_8631.jpg"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-12_16-28-41_8641.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;An den Farben erkennt man den baldigen Abend&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der &lt;a href="https://www.tcs.ch/de/camping-reisen/camping-insider/campingplaetze/tcs-campingplaetze/campingplatz-martigny.php"&gt;Campingplatz Martigny&lt;/a&gt; liegt etwas ungünstig zwischen Straßen, der Verkehr
ist allgegenwärtig. Ansonsten passt aber alles, die TSC-Campingplätze sind halt
etwas teurer; ich bin noch im Computersystem vorhanden vom letzten Jahr. Die
Radfahrer und Motorradfahrer sind zusammen gelegen direkt beim Eingang, man
kann die Steckdosenkästen mit normalen (schweizer) Steckdosen benutzen, also
keine Campingstecker.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich schaue mir noch den Bahnhof und speziell die
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Martigny-Ch%C3%A2telard-Bahn"&gt;Martigny-Châtelard-Bahn&lt;/a&gt;
an.  Bin noch etwas unentschlossen, ob ich morgen den Pass fahre oder mir vom
Zug etwas helfen lasse, bei der Planung habe ich mir beide Optionen offen
gelassen und wollte vor Ort entscheiden. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-12_20-11-40_8658.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Martigny-Châtelard-Bahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-12_20-00-07_8651.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof Martigny – hier fahren auch „normale“ Züge der SBB&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Montag: Auf nach Frankreich&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Für die nächsten Tage ist eher schlechtes Wetter angekündigt, aber heute wird's
nochmal richtig sonnig. Ich hatte mir zu Beginn der Reise mehrere Varianten
offen gehalten:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Der Rhoneradweg über Genf, die einfachste Variante. Eigentlich hatte ich die
  schon beerdigt und nur für „Notfälle“ (zum Beispiel schlechtes Wetter) auf
  der Agenda.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die Variante über &lt;em&gt;Grenoble&lt;/em&gt; und dann Richtung Rhone und zum Mittelmeer.
  Entweder die Pässe fahren oder eben mit der Bahn.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Über Grenoble, dann aber nicht zur Rhone sondern im Gebirge bleiben über &lt;em&gt;Gap&lt;/em&gt;.
  Diese Variante wäre ich am liebsten gefahren, allerdings waren mir die Wetteraussichten zu schlecht und leider ist auch wegen Bauarbeiten Schienenersatzverkehr auf der Bahnstrecke von Gap nach Marseille, daher keine Mitnahmemöglichkeit von Fahrrädern. Wenn ich es also zeitlich nicht schaffen würde oder aus anderen Gründen abbrechen müsste, wäre das sehr doof.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Im Prinzip war mir daher klar dass es die mittlere Variante werden wird, die
Frage war bloß noch: mit dem Zug oder in die Pedale treten. Angesichts des
schönen Wetters habe ich mich dann am Morgen spontan für die Pedale
entschieden, ein bisschen Ehrgeiz hab ich schließlich auch. Ausgeschilderten
Radweg gab es nicht, ich hatte mir eine Route nördlich rausgesucht, im Prinzip
parallel zur Bahnstrecke. Leider ist es keine durchgängige Straße sondern ein
Abschnitt über Schotter, der sich als schlecht zu fahren herausstellte. Vorteil
war dann aber: kaum Verkehr, da es kein Durchgangsverkehr ist sondern eben bloß
zu den Dörfern jeweils von der einen oder anderen Richtung. Und: viele
Gelegenheiten, die Bahn zu fotografieren und notfalls auch auf diese
umzusteigen. Es war absolut die richtige Wahl, würde ich auch jedem empfehlen,
der eine ähnliche Idee hat. Wenn man eher bikepacking-mäßig unterwegs ist, kann
man auch durchfahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-13_10-26-35_8670.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_La_B%C3%A2tiaz"&gt;Burg La Bâtiaz&lt;/a&gt; in Martigny&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und dann geht's auch schon den Berg hoch. Um die 6 bis 8 % Steigung (laut
meinem Tacho, was die Steigung betrifft ist der barometrische Messer besser als
GPS-basierte).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-13_10-32-35_8672.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Wunderbarer Ausblick auf das Rhonetal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erst durch den Tunnel, dann dann über die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pont_de_Gueuroz"&gt;Pont de
Gueuroz&lt;/a&gt; über das &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vall%C3%A9e_du_Trient"&gt;Vallée du
Trient&lt;/a&gt;. Leider ließ sich
die Brücke nirgends wirklich gut fotografieren. Neben der alten 1932 bis 1934
errichteten Brücke befindet sich seit 1993–1994 eine neue Sprengwerkbrücke. Die
alte ist nun exklusiv für Fußgänger und Radfahrer reserviert was angesichts
dessen, dass man den übrigen Weg auf der Straße radeln muss, eigentlich auch
nichts bringt. Man wollte im Prinzip die alte Brücke erhalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-13_10-54-39_8676.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Tunnel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste kleinere Ort mit Bahnhof ist dann &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Salvan_VS"&gt;Salvan&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Straße geht noch ein Stück weiter, dann kommt aber eine Schotterstrecke,
teilweise durch den Wald. War mir dann zu schlecht zum fahren (Kombination aus
Steigung, schlechtem Untergrund und Kurven, ich würde sagen man braucht da ein
Mountainbike und/oder weniger Gepäck), ich war aber eigentlich auch ganz froh.
Hab dann ein paar Kilometer geschoben, dann war wieder Straße und den Rest
konnte man super fahren. Unter Zeitdruck könnte man auch die Bahn nehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegen 14:30 Uhr bin ich dann an der französischen Grenze. Kontrollen keine. Und
ich habe wieder Internet. Denn leider bin ich schon in Basel in eine Falle
getappt: mein Provider &lt;em&gt;Mobilcom&lt;/em&gt; hatte horrende Roaminggebühren, so dass ich für
5 MB 60 € gezahlt hatte und dann in die Kostensperre gelaufen bin. Stand leider
wirklich so in den AGBs, habe dann hinterher gekündigt. Trotzdem hieß das
erstmal eben für 1 1/2 Tage keine Daten. Am Campingplatz gab's aber WLAN.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-13_14-22-41_8729.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Grenzübergang nach Frankreich&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-13_14-50-35_8734.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Erster Bahnhof in Frankreich&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Berge werden höher, links von der Strecke befindet sich immerhin die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mont-Blanc-Gruppe"&gt;Mont-Blanc-Gruppe&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-13_15-32-36_8748.jpg"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier ist es sehr touristisch, man will natürlich vom höchsten Berg Europas
profitieren. Am touristischsten empfinde ich
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chamonix-Mont-Blanc"&gt;Chamonix-Mont-Blanc&lt;/a&gt;. Ich
fahre noch ein Stück weiter und bleibe schließlich am &lt;a href="https://camping-lesmarmottes.com/?lang=en"&gt;Camping Les Marmottes&lt;/a&gt; kleben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-13_16-36-30_8749.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Chamonix-Mont-Blanc&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-13_16-54-44_8754.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Camping Les Marmottes&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-13_17-25-11_8755.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Blick auf die Bahn direkt vom Zelt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Campingplatz ist die Verständigung kein Problem. Man spricht englisch, nimmt
aber nur Bargeld. Mit Euro hab ich ja kein Problem, in der Schweiz bin ich
durchgekommen ohne Franken abzuheben. Das Zelt ist schnell aufgebaut, ich muss
aber nochmal ein paar Kilometer fahren zum Einkaufen und wieder zurück.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es wird schnell kühl und ich bin auch müde. Im Schlafsack hab ich dann,
ausgelöst durch das Anwinkeln der Beine mehrere heftige Krämpfe. Das Ganze
beruhigt sich dann aber schnell indem ich diese Bewegung vermeide. Das
Radfahren war wohl doch anstrenger als gedacht. Ich beschließe, am nächsten Tag
Magnesium zu kaufen. Ob es dann gelöst hat, weiß ich nicht, hatte das Problem
dann aber in der Heftigkeit auf der Reise nicht mehr.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Dienstag: Auf und ab&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Heute steht so eine Zwischenetappe an. Ich fahre weiter entlang des Tals. Jeder
Ort versucht, von der Nähe zum Mont Blanc zu profitieren. Es ist ein auf und
ab, aber kein richtiger Pass. Insgesamt etwas weniger Höhenmeter und weniger
Strecke als am letzten Tag, ich bleibe wieder unter 50 km. Die Luft ist halt
irgendwie auch raus nach zwei anstrengenden Tagen. Das Wetter ist so lala,
bewölkt aber es bleibt erstmal trocken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erstmal noch ein Bild Campingplatz. Es ist frisch geworden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-14_09-43-37_8777.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Leider keine echten Murmeltiere&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-14_11-19-22_8792.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Blumen an Brücken sieht man in Frankreich hier sehr oft&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-14_12-25-12_8803.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Echt schöne Gegend hier – für mich aktuell mehr „Alpen“ wie „Frankreich“&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-14_12-54-59_8810.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Bahnbrücken auch hier&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste größere Ort ist Saint-Gervais-les-Bains. Beim Reinfahren sticht mir
grad diese „Straßenbahn“ ins Auge:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-14_13-00-52_8814.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tramway_du_Mont-Blanc"&gt;Tramway du Mont-Blanc&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier dann der Bahnhof:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-14_13-06-48_8816.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
Bahnhof der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tramway_du_Mont-Blanc"&gt;Tramway du Mont-Blanc&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich überlege kurz, einen Tag hier zu bleiben um die Bahn auch benutzen zu
können. Allerdings ist das Wetter heute schon relativ schlecht, am nächsten Tag
soll's vermutlich regnen, insofern entscheide ich mich dagegen. Es hätte sich
nicht gelohnt. Stattdessen noch einen Blick auf den Bahnhof:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-14_13-02-30_8815.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof Saint-Gervais-Le Fayet&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Bahnhof Saint-Gervais-Le Fayet ist ein Knotenpunkt zwischen drei
verschiedenen Bahnstrecken. Die normalspurige Bahnstrecke La
Roche-sur-Foron–Saint-Gervais endet hier, und zwei verschiedene meterspurige
Strecken führen in die Hochtäler der Arve. Die Bahnstrecke nach Vallorcine
folgt dem Verlauf der Arve und garantiert den Zugang in das Tal von Chamonix.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Nachmittag komme ich dann durch &lt;em&gt;Sallanches,&lt;/em&gt; ein Ort mit schachbrettartigen
Straßen. Ich erledige meinen Einkauf und mache mich dann aber auf dem Weg, zum
Schluss steht noch eine längere Steigung an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-14_14-12-58_8827.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Platz in Sallanches&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider relativ viel Verkehr, meistens gibt es aber eine rechte Spur wo man ganz
gut fahren kann. Es wird immer trüber, ich befürchte Regen. Ich finde einen
relativ kleinen Campingplatz, der auch fast leer ist. Immerhin etwas abseits
von der Straße.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-14_17-56-19_8852.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Mein Zelt ziemlich einsam am Campingplatz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-14_17-56-16_8851.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Sanitätshaus am Campingplatz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-14_17-08-15_8846.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Tierischer Besuch&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Mittwoch: Regen, Regen, Regen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Morgen beginnt diesig, es riecht nach Regen. Erstmal ist es aber nach einem
Schauer noch trocken, ich kann mein Zeug ganz gut abbauen und einpacken. Kühl
ist es geworden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-15_11-33-51_8869.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Kirche&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-15_11-54-36_8877.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Schöne Aussicht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-15_12-10-22_8882.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Man beachte das Fahrrad&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem mir klar war, dass es nichts bringt, den Regen „auszusitzen“, bin ich
dann weitergefahren. Es regnete auch nicht besonders stark, man konnte ganz gut
fahren. Im Prinzip geht es erstmal auch nur bergab. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-15_11-57-01_8880.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;So wie dieser Esel gucke ich ungefähr&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Straße führt durch eine Schlucht, es geht bergab, lässt sich aber gut
fahren mit wenig Verkehr. Der Regen wird leider langsam stärker. Bei
Sonnenschein wäre das ne wunderschöne Strecke.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-15_12-24-47_8883.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Die Straße war wenig befahren&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ugine"&gt;Ugine&lt;/a&gt;, ziemlich
industriell geprägt. Es gibt einen Bahnanschluss aber nur für Güterverkehr. Und
es regnet jetzt heftig. Ich stelle mich bei einer Schule unter bis das gröbste
vorbei ist. Normalerweise würde ich jetzt weiter im Tal Richtung Faverges
fahren. Bin auch am Überlegen mir schon dort ein Hotel zu nehmen. Am
Wetterradar sehe ich dass es vor allem im Tal in Ost-West-Richtung regnet und
weniger im Norden. Spontan entschließe ich mich daher, nach Annecy zu fahren,
in der Hoffnung, dass es dort trocken ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von Ugine nach Annecy gibt es einen sehr gut ausgebauten und beschilderten
Radweg. Es ist tatsächlich kurz trocken, allerdings verfolgt mich quasi der
Regen. Zwar habe ich Regenjacke und Outdoor-Hose, aber eben keine Regenschuhe
und auch keine Überschuhe und langsam wird's wirklich ungemütlich. An Zelten
will ich heute nicht denken, stattdessen wird es ein Hotel werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-15_14-49-02_8901.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Richtung Annecy&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Radweg verläuft auf einer stillgelegten Bahntrasse. Ein paar Relikte am
Rand und Hinweistafeln erinnern daran. Irgendwann taucht rechts der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lac_d%E2%80%99Annecy"&gt;Lac
d’Annecy&lt;/a&gt; auf. Wunderschön,
wäre bloß der Regen nicht. Mittlerweile hab ich auch ein Hotel gebucht, ein
Ibis Budget am Stadtrand.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-15_15-17-00_8905.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
_Altes Bahnhofsgebäude&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-15_15-31-53_8908.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Blick auf den See&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-15_15-36-51_8911.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Château de Duingt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-15_16-47-24_8922.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Annecy"&gt;Annecy&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Annecy"&gt;Annecy&lt;/a&gt;, es regnet, ich
will einfach nur ins Hotel. Die Innenstadt schaut echt nett aus. Annecy ist
übrigens Partnerstadt von Bayreuth. Leider ist das Hotel weiter außerhalb als
gedacht und leider ist dieses außerhalb auch etwas höher gelegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses Hotel liegt in einem Gewerbegebiet, man spricht nur französisch aber es
klappt mit Händen und Füßen und Google Translate. Ich durfte mein Rad mit ins
Zimmer nehmen und war am Abend vor allem mit dem Trocknen und Reinigen meiner
Ausrüstung beschäftigt. Im Fernsehen finde ich immerhin ein deutsches Programm
– einen Infokanal – und gucke noch eine Dokumentation zur Amtszeit Merkels.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Donnerstag: Von See zu See&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich muss gestehen, dass ich gestern einen Tiefpunkt hatte und am liebsten nach
Hause gefahren wäre. Aber sowas gehört halt auch dazu. Leider waren meine
Schuhe trotz günstiger Lagerung immer noch nicht trocken. Das Wetter heute war
dann aber besser. Nicht sonnig sondern größtenteils wolkig, aber trocken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Morgen hab ich mir dann aber erstmal die Stadt angeguckt und mich beim
&lt;em&gt;Decathlon&lt;/em&gt; noch mit Campingnahrung versorgt. Eines der Dinge, die mir in
Frankreich gefallen: in jeder mittelgroßen Stadt gibt's einen Decathlon mit
mehr oder weniger standardisiertem Sortiment. Anderseits gibt es kaum andere
Outdoor-Läden und auf den Zeltplätzen erkennt man Franzosen eigentlich immer
sofort anhand der Eigenmarken von &lt;em&gt;Decathlon&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-16_09-29-21_8939.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof in Annecy&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-16_12-52-41_8952.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Frankreich hat sehr viele Kreisverkehre, die häufig sehr schön dekoriert sind&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eines der wichtigsten Wörter, die ich auf meiner Reise lerne, ist boulangerie
(Bäckerei), schließlich macht Radfahren hungrig. In Frankreich gibt es keine
Brötchen, dafür aber sehr gute Baguettes, teilweise auch halb verkauft (und
belegt). Die Versorgung mit hochwertigen Nahrungsmitteln war tatsächlich kein
Problem.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider hatte ich an diesem Tag andere technische Probleme: meine linkes Pedal
hat gestreikt, was sich durch Knacken und Blockieren bemerkbar gemacht hat.
Immerhin hat viel Öl das Problem erstmal gelöst. Ich hatte mich dann zwar drauf
eingestellt, den nächsten Fahrradladen aufzusuchen, allerdings das dann so
lange erfolgreich hinausgezögert dass es nicht mehr notwendig war. Die Pedale
waren aber trotzdem im Prinzip defekt und ich habe mir dann zu Hause neue
gekauft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Außerdem hatte ich wieder (wie auf der Kopenhange-Reise) Probleme mit einem
defekten iPhone-Kabel, die durch Nässe am letzten Tag entstanden waren.
Insofern stand ein Besuch im Handyladen auf dem Programm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-16_15-17-06_8962.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Innenstadt Aix-les-Bains&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-16_16-17-22_8970.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Lac du Bourget&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es schaut nach Regen aus und ich entschließe mich wieder zu einem Hotel, zumal
es hier relativ günstig war. Im Nachhinein die falsche Wahl, es blieb praktisch
trocken und in der Nähe des Sees hätte es schöne Campingplätze gegeben.
Immerhin habe ich die erste Schlechtwetterperiode nun überstanden, für den
nächsten Tag schaut es wieder besser aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine Befürchtungen bzgl. Frankreich ohne Französischkenntnisse haben sich
bislang nicht bestätigt: ja, es sprechen bei weitem nicht alle Englisch, aber
man kommt schon irgendwie durch. Unfreundlich waren die Leute jedenfalls nicht
und ich hatte eigentlich auch nicht den Eindruck, dass man erwartet, dass jeder
Französisch spricht. In Deutschland ist es ja auch nicht viel anders.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Freitag: Bis kurz vor Grenoble&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Heute wird ein interessanter Tag: mir ist nämlich klar, dass ich bis kurz vor
Grenoble fahren möchte, aber noch nicht, wo ich übernachte. Die Zeltplätze um
Grenoble sind etwas seltsam verteilt und der schönste liegt 700 Höhenmeter über
der Stadt. Etwas verrückt nur zum Übernachten sich das anzutun, daher weiß ich
noch nicht, wo ich lande und fahre einfach los. Das Wetter hat sich beruhigt,
es scheint die Sonne.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Durch meinen Abstecher nach Annecy, der mich vor dem Regen bewahren hätte
sollen aber es nicht tat, habe ich einen Tag verloren. Erst fahre ich einen
ziemlich komischen Weg (eine Mischung aus Navigation und Beschilderung) nach
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chambéry"&gt;Chambéry&lt;/a&gt;. Dort sticht mir der
Bahnhofs ins Auge und ich gucke mich erstmal dort um. Ich bin beeindruckt: so
einen Bahnhof habe ich in Deutschland noch nicht gesehen. Angenehme
Wartebereiche, total sauber, ein Piano und sogar eine Kletterwand gibt's dort.
Da würde ich gerne auf einen Zug warten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-17_10-18-24_9004.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Wartebereich&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-17_10-22-01_9008.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Piano am Bahnhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-17_10-32-40_9018.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Abfahrts- und Ankunftstafeln im SNCF-Design&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-17_10-49-33_9028.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Außenansicht des Bahnhofs in Chambéry&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anschließend gucke ich mir dann die Innenstadt an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-17_10-59-12_9031.jpg"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-17_11-00-09_9033.jpg"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-17_11-08-20_9039.jpg"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Stadt gefällt mir gut. Kurz danach befinde ich mich wieder auf dem
ursprünglich geplanten Weg im Tal der &lt;em&gt;Isère&lt;/em&gt;. Der Weg ist gut beschildert und
führt auf wenig befahrenen Straßen und Wirtschaftswegen und durch Dörfer, genau
nach meinem Geschmack.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-17_12-21-08_9056.jpg"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-17_14-25-18_9074.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Zwar nicht mehr das Mont Blanc Massiv aber die Berge sind deutlich zu erkennen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Meylan kurz vor Grenoble muss ich mich dann entscheiden: hoch zum
Campingplatz &lt;em&gt;Camping La Virette&lt;/em&gt; oder was anderes suchen? Es ist schon 17:45
Uhr, die Rezeption hat aber bis 20 Uhr offen, außerdem war ich ziemlich sicher,
dass um die Jahrezeit noch genug frei ist. Ich fühle mich noch fit, insofern
entschließe ich mich tatsächlich, die 700 Höhenmeter hochzufahren, nur um dort
oben zu übernachten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-17_16-32-12_9082.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Meylan&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-17_17-47-08_9090.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Blick auf Grenoble&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Endlich oben, ziemlich kaputt, die Betreiberin spricht englisch und ist sehr
nett. Der Preis wieder mal günstig, auf französischen Plätzen zahle ich häufig
nur einstellige Eurobeträge. Duschmarken gibt's auch keine.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-17_19-27-33_9097.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Nicht viel los&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-17_19-41-08_9101.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Mein Zelt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Samstag: Durch Grenoble&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Grenoble"&gt;Grenoble&lt;/a&gt; ist die erste größere Stadt
(um die 160 000 Einwohner) in meinem Urlaub. Tatsächlich ist es – noch vor
Innsbruck mit 130 000 Einwohnern – die größte Stadt „in“ den Alpen. Aber
erstmal ein ausgiebiges Frühstück am Berg und in der Sonne, die Fahrt nach oben
hat sich wirklich gelohnt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-18_10-43-07_9122.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Kirche in dem kleinen Dorf beim Campingplatz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bis &lt;em&gt;Grenoble&lt;/em&gt; ist eigentlich nur Rollen angesagt. Genauso anstrengend wie die
Auffahrt war, genauso entspannt ist die Abfahrt. Die Bremsen glühen etwas. ;-)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-18_10-51-47_9123.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Aussicht auf Grenoble&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Langsam löst sich unten auch der „Nebel“ auf und es scheint die Sonne. Heiß ist
es aber nicht mehr, dafür ist der September schon zu fortgeschritten. Wir
befinden uns immerhin noch in den Alpen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-18_11-26-59_9130.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Blick auf die &lt;strong&gt;Isère&lt;/strong&gt; in Grenoble&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Grenoble macht auf mich einen lebenswerten Eindruck, wahnsinnig tolle
Sehenswürdigkeiten fallen mir aber nicht auf. Der Radverkehr ist ganz gut
organisiert. Ansonsten fahren viele Straßenbahnen. Es gibt auch eine Seilbahn
auf den Berg, nachdem ich aber von oben (wenn auch von woanders) komme,
verzichte ich auf die Fahrt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-18_11-42-27_9143.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Straßenbahnen dominieren den öffentlichen Nahverkehr in Grenoble&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-18_11-52-18_9149.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Platz in Grenoble&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich fahre zu einem Einkaufzentrum, wo es einen Decathlon geben soll, um noch
eine Packung Campingnahrung zu kaufen. In dem gleichen Einkaufzentrum gibt es
aber noch einen anderen, gut sortierten Outdoorladen, wo ich dann auch noch so
ein schickes Klappmesser kaufe – die Baguettes lassen sich mit dem Essbesteck
aus Titan nicht wirklich gut schneiden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittagessen gibt's beim &lt;a href="https://www.paul-bakeries.com/en/"&gt;Paul&lt;/a&gt;, einer
landesweiten Bäckereikette. Dort wird auch das erste Mal mein
Corona-Impfnachweis kontrolliert, zwar gescannt aber ohne Ausweiskontrolle.
Insofern auch nicht wirksamer als hierzulande.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-18_13-44-28_9163.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Gebäude der Universität&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-18_13-47-36_9165.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Innenstadt mit Straßenbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-18_13-49-46_9167.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Cathedrale de Notre Dame in Grenoble&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-18_13-53-53_9169.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Collegiate_Church_of_Saint-André,_Grenoble"&gt;Collegiate Church of Saint-André, Grenoble&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegen 14 Uhr verlasse ich die Stadt leider schon wieder, ich will ja noch ein
Stückchen vorankommen heute. Der Weg führt weiter entlang der Isère (nationale
Radroute V63). Das Tal ist relativ klein, außer Fluss, Radweg und Straße findet
man teilweise nicht viel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-18_14-15-08_9173.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Stadttor&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-18_15-20-33_9183.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Radweg entlang des Flusses&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-18_15-32-16_9186.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Toilettenhäuschen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Abend mache ich mich auf Campingplatzsuche. Dafür fahre ich etwas abseits
des Weges, das Tal ist auch breiter geworden, allerdings ist ein gewisser
Höchenunterschied zwischen Fluss und restlichem Tal zu überwinden. Leider
ergibt sich zwischen Grenoble und meinem Campingplatz überhaupt keine
Einkaufsmöglichkeit. Das Abendessen ist dank des Campingladens zwar gesichert,
aber ich würde auch gerne frühstücken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen an einem kleinen Campingplatz versuche ich mich in Englisch,
woraufhin mir ein „Sprechen Sie deutsch?“ entgegenschallt. Die Dame spricht
astreines Deutsch. Ich bin total verwirrt, erfahre aber, dass es sich um eine
Deutschlehrerin handelt. Nachdem ich meine Not über die fehlenden
Einkaufsmöglichkeiten erzähle verkauft sie mir etwas Brioche, damit bin ich
dann zufrieden. Die Zeltwiese ist ganz hinten, es ist wenig los und es scheint
noch die Sonne. Ich bin glücklich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-18_19-38-46_9217.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Campingplatz in Cognin-les-Gorges&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Sonntag: Richtung Rhone&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Leider beginnt es gegen Mitternacht relativ stark zu regnen, die Regentropfen
trommeln auf mein Zelt und ich kann durch den Lärm schlecht schlafen.
Vermutlich auch eine Gewöhnungssache. Gegen Morgen hört dann der Regen
wenigstens auf. In der Nacht ist durch den Wind auch noch mein Fahrrad
umgefallen, es ging aber nichts kaputt. Meine Laune ist etwas eingetrübt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf den Bildern schaut das Wetter übrigens besser aus als es sich angefühlt
hat, einfach weil der nervige Wind fehlt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-19_11-29-17_9225.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Gegenverkehr&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Weg quert mehrmals den Fluss mit entsprechenden An- und Abstiegen. Nette
Gegend! Lässt sich auch gut fahren, wenig Verkehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-19_11-40-39_9228.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;La Sône&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-19_11-46-57_9233.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Brücke bei La Sône&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-19_12-35-14_9239.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;... und noch eine Brücke&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-19_13-05-38_9243.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Kanal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es schaut zwar ständig nach Regen aus, aber es regnet nicht (bis auf ein paar
Tropfen). Die erste Stadt auf dem Weg ist
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bourg-de-Péage"&gt;Bourg-de-Péage&lt;/a&gt;, ich hatte schon
überlegt, mir dort ein Hotel zu nehmen, fahre dann aber schließlich doch
weiter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-19_14-16-06_9256.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Irgendwas muss Bourg-de-Péage mit Schuhen zu tun haben...&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-19_14-19-10_9258.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Bahnhofsgebäude, wieder mit nem Schuh&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weite Teile der Innenstadt empfinde ich als hässlich (viele parkende Autos), am
Schluss finde ich dann aber die schönen Teile weiter unten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-19_14-53-05_9265.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Schöne Teile der Innenstadt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-19_14-57-25_9268.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Brücke über die Isère&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich wollte ich zelten, der anvisierte Platz hatte dann aber leider schon
geschlossen (nur bis 15.9.2021 offen). Der nächste war mir dann zu weit weg,
insofern habe ich mich entschlossen, in
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Valence"&gt;Valence&lt;/a&gt; ein Hotel zu suchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-19_16-27-51_9279.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;... auf dem Weg zum Campingplatz ...&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-19_17-40-24_9293.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Valence&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Checkin verläuft sehr hakelig, die Dame spricht kein Wort einer
Fremdsprache. Glücklicherweise saß im Foyer eine junge Frau, die vermittelt
hat. Das Fahrrad konnte ich in einem Kellereingang einschließen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Abend nutze ich, die vielbeschworenen
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Corail-Wagen"&gt;Corail-Wagen&lt;/a&gt; der französischen
Eisenbahn zu testen. Erstmal zum Bahnhof.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-19_17-45-46_9297.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof Valence&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-19_19-25-04_9304.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Zug mit Corail-Wagen von außen, zusammen mit einer &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/SNCF_BB_22200"&gt;Lok mit gebrochener Nase&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Züge sind tatsächlich total bequem, ich kann aber leider kein Foto posten
von innen hinzufügen weil einfach zuviel los war um zu fotografieren. Leider
hatte ich mich beim Fahrkartenkauf am Automaten verbucht, ich hatte für die
Rückfahrt versehentlich einen Bus ausgewählt. In Frankreich finde ich das Ganze
sehr verwirrend, da es für den Fernverkehr und Nahverkehr getrennte Automaten
gibt. Man kann zwar am Fernverkehrsautomaten eben auch Karten für den
Nahverkehr kaufen, hat dann aber teilweise Zugbindung oder zumindest
Streckenbindung. Genau verstanden habe ich es nicht.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Montag: Schnell gen Süden&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Am Anfang der Reise hatte ich ja so meine Bedenken, ob ich es wirklich schaffe
nach &lt;em&gt;Marseille&lt;/em&gt;. Mittlerweile bin ich guter Dinge. Angelangt an der Rhone geht
es jetzt eigentlich nur noch flach dahin. Die Wetteraussichten sind nach den
wechselhaften oder regnerischen Tagen auch ganz gut. Allerdings wird das Wetter
umso besser, je weiter südlich man ist, insofern möchte ich möglichst schnell
ans Mittelmeer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Morgen gucke ich noch kurz &lt;em&gt;Valence&lt;/em&gt; an, am Abend war es leider zu dunkel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-20_09-23-46_9330.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Einen solchen überdachten Bereich findet man hier in jeder kleineren bis größeren Stadt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-20_09-25-36_9332.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Schmale Gassen gibt's hier ebenso&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-20_10-23-40_9344.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Ich auch ...&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-20_10-27-10_9349.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Blick vom Parc Jouvet über die Rhone&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-20_10-27-18_9350.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;... und in die andere Richtung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und nun endlich nach Süden, auch wenn ich irgendwie schwer von dieser Stadt loskomme.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-20_10-47-41_9354.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Die Rhone ist ganz schön groß hier&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-20_12-34-35_9363.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Eisenbahnbrücke&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-20_12-59-43_9369.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Brücken können sie, die Franzosen...&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-20_13-40-05_9380.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Die Berge schauen hier anders aus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-20_14-03-03_9388.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Enten sieht man hier öfter&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich komme am &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Cruas"&gt;Kernkraftwerk
Cruas&lt;/a&gt; vorbei, das aus vier
Druckwasserreaktoren mit je 915 MW Leistung besteht. Die Abschaltung ist 2025
geplant. Hier wird also der umweltfreundliche Strom für den TGV produziert :-).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-20_15-00-47_9397.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Kernkraftwerk Cruas&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Langsam kommt immer mehr die Sonne raus, auch wenn's noch windig ist. Der
Rhoneradweg ist gut beschildert, teilweise excellent ausgebaut, man fährt aber
auch lang am Fluss entlang ohne viel zu sehen. Ab und zu sieht man aber kleine
Dörfer, die Gegend ist dünn besiedelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-20_15-35-11_9409.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Die Rhone&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine Route war ja bisher mehr oder weniger frei gewählt. Dementsprechend wenig
Radreisende sind mir begegnet. In Frankreich ist das eher nicht üblich, dafür
sieht man natürlich viele Rennrad- und Mountainbikefahrer. Vor allem Rennräder
sind deutlich verbreiteter als hierzulande. Am Rhoneradweg ändert sich das
etwas, ab und zu sieht man Radreisende mit Taschen. Den Marken zu Urteilen eher
aus dem deutschsprachigen Raum. In Frankreich sind ja eher die
Decathlon-Eigenmarken (bei Fahrradzubehör &lt;em&gt;Btwin&lt;/em&gt;, bei Zelten &lt;em&gt;Forclaz&lt;/em&gt; oder
&lt;em&gt;Quechua&lt;/em&gt;) üblich, hieruzlande bei Taschen entweder &lt;em&gt;Ortlieb&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;Vaude&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um 16 Uhr erreiche ich &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Montélimar"&gt;Montélimar&lt;/a&gt;,
eine Kleinstadt mit 40 000 Einwohnern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-20_16-08-48_9419.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Montélimar&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-20_16-12-50_9424.jpg"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-20_16-19-53_9431.jpg"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-20_16-51-30_9438.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Obligatorischer Blick zum Bahnhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Langsam wird's Zeit, aufzubrechen. Angesteuert habe ich den &lt;em&gt;Camping Municipal
de la Graveline,&lt;/em&gt; allerdings war da schon geschlossen (Ende September scheint
schwierig zu sein). Auf gut Glück bin ich dann seitwärts in Richtung &lt;em&gt;Aire
naturelle Le Moulinas&lt;/em&gt; gefahren. Am Platz waren ein paar Zelte, allerdings war
die Rezeption zunächst geschlossen, es gab allerdings eine Klingel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die ältere Dame sprach wirklich kein Wort einer Fremdsprache aber mit ein paar
Wörtern Französisch meinerseits, einem Stift und Papier für die Zahlen ging es
auch ohne Apps. Was sollte jemand mit Fahrrad auf einem Campingplatz auch
anders wollen als ein Zelt aufbauen und übernachten? Immerhin wurde mir jetzt
der tiefere Sinn des Wortes egal bewusst (gleich).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Platz war riesig, ich konnte mich erst nicht entscheiden, wo ich das Zelt
aufbauen wollte, fand dann aber ein schönes, windgeschütztes Plätzchen. Der
Lärm von der nahen Autobahn hat aber etwas gestört, ansonsten war es einer der
schönsten Plätze auf meiner Frankreichtour.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-21_09-16-46_9461.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;In diesem Häuschen waren die Sanitäranlagen untergebracht. Auf dem Bild schaut es kleiner aus als es ist.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-20_20-05-23_9454.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Zelt mit Licht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittlerweile bin ich gut vorangekommen, mein Plan: am nächsten Tag nach
&lt;em&gt;Avignon,&lt;/em&gt; dann ans Mittelmeer, einen Tag dort bleiben und schließlich am
Freitag rüber nach Marseille, wo ich am Samstag mit dem Vormittagszug dann die
Rückreise antrete. Wetteraussichten sind gut, es könnte ein schöner Abschluss
werden nach den eher trüb-windigen Tagen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Dienstag: Sur le pont d’Avignon&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Heute soll's bis Avignon gehen, ich möchte möglichst früh ankommen damit noch
Zeit für die Stadtbesichtigung bleibt. Es befinden sich mehrere Campingplätze
auf einer Rhoneinsel vor Avignon, hier lässt sich also Zeltübernachtung mit
Stadtbesichtigung wunderbar kombinieren. Oft liegen die Campingplätze ja weit
außerhalb des Stadtzentrums und mit schlechter ÖPNV-Anbindung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Tag beginnt sonnig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-21_09-45-08_9475.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Groß ist sie geworden, die Rhone&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bourg-Saint-Andéol"&gt;Bourg-Saint-Andéol&lt;/a&gt; erledige ich ein paar Einkäufe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-21_10-46-55_9485.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Hotel in Bourg-Saint-Andéol&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Frankreich ist man stolz, wenn irgendwo die &lt;em&gt;Tour de France&lt;/em&gt; durchgeführt
hat, dementsprechend findet man oft irgendwelche Hinweistafeln oder
entsprechende Symbolik. In Deutschland würde man sich vermutlich beschweren,
dass eine Woche das Parken verboten war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-21_10-51-29_9488.jpg"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-21_10-53-38_9492.jpg"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einen Bahnhof hat die Stadt leider nicht mehr, auf der rechtsrhonischen
Bahnstrecke findet derzeit kein Personenverkehr statt. Die Städte links der
Rhone sind anscheinend größer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Weg verläuft wieder viel abseits von Dörfern auf Wirtschaftswegen oder
direkt als Radweg. Im Übrigen fast alles Asphalt, Schotterwege sind hier
selten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-21_14-44-53_9525.jpg"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem ich in Avignon direkt zur Insel fahren möchte, also von der anderen
Seite reinfahre, wähle ich die letzten Kilometer einen komplett anderen Weg als
beschildert und lande auch auf Schotter. Insgesamt verändert sich die
Vegetation.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-21_15-05-20_9531.jpg"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich nehme den ersten Campingplatz – nach den eher kleinen Plätzen bisher ist
der wirklich riesig. Ich soll mir erst einen Standplatz aussuchen und dann die
Nummer nennen und einchecken. Immerhin, um 17 Uhr ist mein Zelt aufgebaut und
ich bin geduscht. Also noch etwas Zeit, um die Stadt anzugucken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-21_17-10-46_9539.jpg"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von der Insel gibt's eine Fähre rüber zur Stadt, was gegenüber der Brücke eine
deutliche Abkürzung ist. Letzte Fahrt kurz nach 18 Uhr, man darf das Fahrrad
mitnehmen, die Fahrt ist eh kostenlos. Also auf in die Stadt. Von der Fähre
sieht man wunderbar die bekannte (halbe, nicht fertig gebaute) Brücke.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-21_17-57-51_9541.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pont_Saint-Bénézet"&gt;Pont Saint-Bénézet&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Avignon"&gt;Avignon&lt;/a&gt; ist echt der Hammer. Es ist mit Abstand die schönste Stadt auf meiner Reise durch Frankreich. Viel Zeit bleibt für die Besichtigung nicht mehr, man könnte ohne Probleme zwei Tage dort verbringen. Ich fahre durch die Stadt, esse eine Pizza und konzentriere mich zum Schluss auf den Park bei der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kathedrale_von_Avignon"&gt;Kathedrale&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-21_19-02-25_9556.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Glockenturm der Augustinerkirche&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-21_19-05-08_9557.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Bewachsenes Parkhaus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-21_19-14-41_9566.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Kathedrale&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-21_19-21-06_9577.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Blick auf die Brücke Pont Saint-Bénézet&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bin zum Schluss noch um die Stadtmauer zum Bahnhof geradelt – bin ja großer Fan
von erhaltenen Stadtmauern, wie sie Nürnberg hat. Auf dem Weg konnte ich dann
auch eine Straßenbahn ablichten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-21_19-45-37_9598.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Stadtmauer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-21_19-56-30_9611.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Bahnhofsgebäude von Avignon&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-21_20-07-21_9622.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Straßenbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hundemüde erreiche ich den Zeltplatz, es war zum Glück noch alles da.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Mittwoch: ans Mittelmeer&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Heute will ich unbedingt die letzte Etappe zum Mittelmeer schaffen. Ich habe
gut geschlafen, das Wetter passt, insofern sollten den 100 km nichts im Weg
stehen. Eigentlich, denn der Tag wird ereignisreich. Ganz am Ende befindet sich
ein vielversprechender Campingplatz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-22_11-56-06_9656.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Alles flach hier&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Stück verläuft der Weg (vermutlich) auf einer alten Bahntrasse. Dieser
Tunnel ist für mich unzweifelhaft der Beweis, man hätte für einen Radweg keinen
solchen Tunnel gebaut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-22_13-01-17_9672.jpg"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-22_13-38-30_9678.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Bei Tarascon&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegen 14 Uhr treffe ich in der Römerstadt
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Arles"&gt;Arles&lt;/a&gt; ein. Eigentlich nicht viel Zeit,
aber ganz entgehen lassen will ich mir dieses Prachtstück dann auch nicht. Die
Einfahrt verläuft über ein Wohngebiet mit unsäglich schlechten Straßen. Dann
fährt man durch das Mittelteil einer Brücke, es stinkt fürchterlich obwohl
eigentlich genug Belüftung da sein sollte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-22_14-53-12_9690.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Radweg unter der Fahrbahn einer Autobahn bei einer Brücke&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-22_15-00-57_9700.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Ob Julius Caesar hier persönlich übernachtet hat? Man weiß es nicht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-22_15-09-29_9709.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Gehry-Turm in Arles&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-22_15-17-26_9711.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Der Bahnhof ist etwas runtergekommen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immerhin kommt man vom Bahnhof ganz gut in den eigentlich historischen Kern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-22_15-33-21_9714.jpg"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Maskenpflicht in der Innenstadt hat man in Frankreich noch öfter als
hierzulande, wo das im Sommer eigentlich überall abgeschafft wurde. Ich halte
es folgendermaßen: Gucke mir die Einheimischen an, und wenn ich das Gefühl
habe, dass mehr als ein Drittel Maske trägt, dann krame ich meine auch raus.
Praktisch überall, wo diese Schilder stehen, tut das keiner, also bleibt meine
auch in der Tasche. Probleme bekomme ich keine. :-)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider ist hier alles ziemlich dicht bebaut, weswegen sich schlecht Fotos
machen lassen wegen der Perspektive. Auffallend oft wird hier von Touristen
deutsch gesprochen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-22_15-35-44_9716.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Amphitheater_von_Arles"&gt;Amphitheater von Arles&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-22_15-42-17_9725.jpg"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Durch sehr schmale Gassen geht's zu einem Hauptplatz. Dort gönne ich mir ein Eis. Hier in der Innenstadt ist es fast schon zu warm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-22_15-44-40_9730.jpg"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bzgl. Bargeld vs. Kreditkarte empfinde ich Frankreich wie Deutschland: Die
meisten Läden und Supermärkte akzeptieren Kreditkarte aber man kann auch mit
Bargeld zahlen, ohne – wie in Skandinavien – seltsam angeguckt zu werden. An
Campingplätzen kommt man aber ohne Bargeld nicht weit. Ansonsten bekomme ich an
französischen Geldautomaten problemlos Geld mit meiner MasterCard-Kreditkarte
ohne zusätzliche Betreiberentgelte. Manchmal fällt es mir etwas schwer, Banken
zu finden, einfach weil die Logos unbekannt sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um 16:20 Uhr verlasse ich die Stadt, jetzt noch knapp 30 km schurgeradeaus,
sollte machbar sein. Leider geht meinem hinteren Reifen die Luft aus. Fuck!
Gleich hält ein schweizer Eherpaar an und fragt mich, ob sie mir helfen können.
Ich sage, dass ich eigentlich alles dabeihabe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider hatte ich die Mantelheber vergessen. Normalen Schraubenzieher habe ich
auch nicht dabei, nur so ein Steckset. Und ich schaffe es tatsächlich nicht,
mit dem Messer (das sich verbiegt) und Fingern diesen verdammten Mantel
runterzubekommen. Immerhin identifiziere ich den Metallsplit, der sich seitlich
durch den Mantel gebohrt hat. An der Stelle ist die Pannenschutzverstärkung
nicht mehr wirksam, es lag wohl an diesen sehr schlechten und dementsprechend
schlecht gereinigten Straßen in Arles.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-22_17-29-40_9740.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Rhone-Radweg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immerhin ein vielbefahrener Radweg. Kurz darauf hält ein Franzose an, der kein
Wort einer Fremdsprache spricht, und „frägt“ mich, ob er mir helfen könne. Ich
zeige ihm meine Not, er packt drei Mantelheber aus seinem Rucksack, lässt es
sich nicht nehmen mir noch ein Flickzeug zu schenken, lehnt Geld ab und wir
tauschen zusammen den Mantel. Der Tag ist gerettet. Ich bin glücklich.
Hilfsbereitschaft und Sprachkenntnisse sind definitiv zwei verschiedene Dinge,
ich hatte jetzt nicht dein Eindruck, dass er mich besser behandelt hätte, wenn
ich Französisch gesprochen hätte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein Rad ist also wieder fahrtauglich, dummerweise hat das Ganze fast eine
Stunde gekostet. Erst beim Blick auf die Route wird mir klar, dass da noch eine
Fährfahrt involviert ist, die hat Komoot ohne zu murren da einfach mit
eingebaut (es gibt ohnehin keine Alternative zur Fähre).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zunächst fahre ich was das Zeug hält, dann wird mir aber klar dass das ohnehin
nicht bis 19 Uhr, wo der Campingplatz laut Google schließt, zu machen ist. Also
gebe ich auf, irgendwo werde ich schon am Feld einen Platz finde, wo ich wild
zelten kann. Oder ich baue einfach mein Zelt auf und checke am nächsten Tag
ein. Bringt ja nichts. Zurück ist keine Option für mich. Während der Fahrt
freue ich mich sogar etwas auf's wild zelten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-22_18-44-30_9745.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Windräder sieht man in Frankreich relativ selten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun gut, die Fährfahrt gestaltet sich stressfreier wie gedacht. Als Radfahrer oder Fußgänger braucht man nichtmal bezahlen, die Überfahrt kostet nur für Autos.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-22_19-12-33_9749.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Blick von der Fähre&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegen 19:40 Uhr treffe ich dann am Zeltplatz ein. Es ist noch ein Platz frei,
die Rezeption hat noch offen. Moral von der Geschichte: nicht aufgeben, auch
wenn es aussichtslos erscheint, aber auch nicht in Panik geraten.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Donnerstag: Pause&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Leider hat dieser wunderschöne Campingplatz (&lt;a href="https://www.camping-les-bois-flottes.fr/de/"&gt;Camping les bois flottés de
Camargue&lt;/a&gt;) einen ganz großen
Haken: Mücken. Es gibt anscheinend Leute, die da immun sind. Solche sind meine
Zeltnachbarn, zwei junge Frauen aus Deutschland. Die sitzen am Abend noch vor
dem Zelt während ich nach dem Aufbauen sofort ins Innere flüchte. Es gibt aber
auch andere am Platz, die fluchen. Diverse chemische Mückenbekämpungsmittel
zeigen bei mir keine Wirkung, ich werde trotzdem zerstochen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei meinem Zelt ist es besonders schlimm, sowohl am Morgen als auch am Abend.
In der Sonne geht's besser. Der Grund für die Mückenplage sind umliegende
Felder und Landwirtschaft (Pferde etc.) mit Mist. Ich kann diesen Platz daher
nur bedingt empfehlen, andererseits gibt es keinen anderen in der Nähe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-23_08-54-26_9760.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Frühstück&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute ist also Ruhetag. Ich fahre in den Ort einkaufen und erkunde dann die
Gegend und fahre an den Strand. Perfektes Herbstwetter. Wären die Mücken nicht
gewesen dann wäre es wirklich perfekt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/Bildschirmfoto_2021-11-28_um_14.04.24.png"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es handelt sich um ein Salzgewinnungsgebiet und es gibt hier wahnsinnig viele
Vögel. Man sieht viele Naturbeobachter mit riesigen Objektiven, ich spreche
einmal ein Paar aus Deutschland (erkennbar an der Autonummer) an, die mir dann
auch erklären, dass viele Vögel auf dem Weg nach Afrika hier vorbeikommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-23_11-37-03_9775.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Vögel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-23_12-27-51_9794.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Das Meer ist noch warm genug zum Baden&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-23_14-31-53_9812.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Blick auf die Salinen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Ort gibt's dann sogar noch Spuren einer Eisenbahn:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-23_18-16-36_9822.jpg"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Rest des Tages verbringe ich lesend am Pool. Aktuell geht's noch mit den Mücken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-24_07-55-42_9826.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Pool am Campingplatz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider wird mir jetzt noch meine Powerbank gestohlen, die ich im Waschhaus
geladen habe. Klar, ich bin selbst schuld dass ich sie da unbeaufsichtigt
lasse, allerdings ist das durchaus üblich an Campingplätzen und es gibt auch
nicht so viele Alternativen (von Solarzellen mal abgesehen, die aber nur bei
direkter Sonnenstrahlung tagsüber gut funktionieren). Immerhin ist es nur eine
Powerbank, andere Leute lassen hier ihr Handy oder ihren Garmin zum Laden
liegen. Ich bin zwar mit zwei Powerbanks unterwegs, habe aber nur ein Netzteil
dabei, und das ist natürlich auch weg. Hier gibt es auch kein Netzteil zum
Kaufen, also muss die Ladung der restlichen, kleinen Powerbank reichen, um
morgen nach Marseille zu kommen. Das wird sportlich. Okay, den Weg finde ich
auch so, ich würde aber schon sehr gerne den kompletten Weg zu Ende
aufzeichnen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Freitag: Nach Marseille&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Tja, nun heißt es Abschied nehmen vom Mittelmeer. Leider gibt es keinen
wirklichen Radweg nach Marseille von hier. Die Alternative wäre der Zug
gewesen, allerdings müsste ich ohnehin erstmal nach &lt;em&gt;Miramas&lt;/em&gt;. Ich habe mich für
den direkten Weg mit dem Rad entschieden. Die Route habe ich mir von Komoot
raussuchen lassen. Das entpuppte sich als Problem.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zunächst geht's entlang stark befahrener Straßen durch ein Industriegebiet. Es
gibt aber immer sehr breite Standstreifen, wo man zwar aufpassen muss wegen dem
Geröll und allem möglichen Zeug (man will ja keinen Platten riskieren),
ansonsten aber gefahrlos fahren kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-24_13-16-54_9838.jpg"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dummerweise lande ich letztlich an einer Stelle, wo man nur durch ein
Werksgelände weiterkommt. Oder auf einem unbefahrbaren Schotterweg. Oder zurück
über eine Schnellstraße, wo man irgendwie nicht in die richtige Richtung per
Auffahrt kommt. Seltsamerweise sagt sogar Google Maps, man solle durch dieses
Werksgelände fahren. Ich bin irgendwie in einem Dilemma. Ich will jetzt keine
riesigen Umwege fahren und ich entscheide mich mit einem mulmigen Gefühl für
das Werksgelände.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich mogle mich hinter einem Auto durch die Schranken durch. Sind bloß ein paar
Kilometer, ich denke mir, wird schon klappen. Eigentlich bin ich schon relativ
weit (an den ganzen Gebäuden vorbei), da werde ich von einem Auto angehalten.
Mir war durchaus klar dass ich illegalerweise hier bin, ich stelle mich aber
etwas blöd, zeige dem Menschen Google Maps, entschuldige mich und frage, was
ich jetzt tun soll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Mitarbeiter der Firma spricht zumindest etwas Englisch, und er sagt mir,
ich solle warten, er holt jemanden, der mir weiterhilft. Immerhin war er
freundlich. Ich habe irgendwie nicht den Eindruck, dass ich mit Polizei rechnen
muss, zwar ein mulmiges Gefühl aber ich bleibe erstaunlich ruhig. Ich denke mir
dass denen schon klar ist dass ich keine bösen Absichten habe. Fahrradfahrern
aus dem Ausland unterstellt man in der Regel nichts böses.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach einiger Zeit kommt die Werksfeuerwehr. Ich werde nochmal befragt (einer
spricht etwas Englisch, der andere probiert es mit seiner App, man merkt aber
dass er sich über sich ärgert dass er kein Englisch kann). Sie verlangen von
mir den Ausweis, letztlich soll ich das Fahrrad in das Auto verladen (ein
Transporter), einsteigen, und man fährt mich raus. Man wünscht mir noch eine
Fahrt, das Ganze war erstaunlich entspannt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Nachhinein betrachtet war's wohl trotzdem noch das beste, durch's
Werksgelände zu fahren. Sicher hätte es aber einen vernünftigen Weg gegeben,
wenn ich von Anfang an anders geplant hätte. Der Feuerwehrmann meinte noch dass
der Weg jetzt sehr gefährlich sei, das Gegenteil war dann der Fall. Der
gefährliche Teil – und das war vor diesem Firmengelände – lag hinter mir.
Trotzdem hatte ich Zeit verloren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-24_13-20-57_9840.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Vor Fos-sur-mer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-24_13-36-46_9845.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Kirche Saint Sauveur in &lt;a href="Fos-sur-Mer"&gt;https://de.wikipedia.org/wiki/Fos-sur-Mer&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Port-de-Bouc"&gt;Port-de-Bouc&lt;/a&gt; fahre ich an
einer interessanten Brücke vorbei, der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pont_de_Caronte"&gt;Pont de
Caronte&lt;/a&gt;. Was mir nicht bewusst
ist: dieses Mittelteil lässt sich drehen. Einmal am Nachmittag wird für eine
Stunde die Bahnstrecke unterbrochen und es können Schiffe durchfahren, die
höher sind als die Brücke sonst zulassen würde. Dies erfahre ich erst hinterher
beim Gucken der Dokumentation „Mit dem Zug entlang der Côte Bleue“.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-24_14-39-59_9861.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Pont de Caronte&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurz nach &lt;em&gt;Port-de-Bouc&lt;/em&gt; kommt die Hafenstadt &lt;em&gt;Martigues&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-24_14-53-11_9863.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Hafen in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Martigues"&gt;Martigues&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-24_15-00-04_9870.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Panoramablick&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Gegend ist teilweise noch industriell geprägt (Abbau von Kies?).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-24_15-23-55_9874.jpg"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neben der Autobahn gibt's eine alte Nebenstraße, auf der man gut fahren kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-24_16-44-47_9882.jpg"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um von der Nordseite der Halbinsel nach Marseille zu kommen, muss man einen
Berg überwinden. Die Südseite der Halbinsel ist die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Côte_Bleue"&gt;Côte
Bleue&lt;/a&gt;, eine Steilküste.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-24_16-53-41_9888.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Auf geht's&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dummerweise kommt bald ein Schild, dass die Durchfahrt gesperrt sei weil
Privatgelände. Leichte Panik macht sich breit, immerhin ist es schon 17 Uhr und
es gibt keine wirkliche alternative Route für's Fahrrad. Glücklicherweise
bleibt es bei den Schildern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-24_17-05-15_9894.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Die Aussicht ist wunderschön&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-24_17-25-57_9912.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Blick auf die Bahnstrecke an der Côte Bleue&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin schon in Marseille, aber um von dort zum Bahnhof zu gelangen sind es
noch knapp 10 km. Ich fahre durch „Problemviertel“, die Straßen sind schlecht,
der Verkehr ist stark. Kein Wunder am Freitagnachmittag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-24_18-04-50_9922.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Ausblick&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-24_18-09-59_9926.jpg"&gt; &lt;br/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Marseille hatte ich ein Hotel gebucht, direkt gegenüber vom Bahnhof mit dem
passenden Namen &lt;a href="https://www.hotelterminusmarseille.com"&gt;Hotel Terminus&lt;/a&gt;. Mein
Fahrrad durfte in den Innenhof, es war günstig und das Zimmer wahr sehr schön.
Und ich konnte eben am nächsten Tag direkt starten ohne noch großartig durch
die Stadt zu irren. Kann das Hotel empfehlen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-24_18-50-18_9933.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Zimmer im Hotel Terminus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich nutze den Abend noch für einen kleinen Stadtrundgang inkl. Fahrt mit der Metro und Straßenbahn.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-24_19-38-36_9936.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Blick vom Bahnhof &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Marseille-Saint-Charles"&gt;Marseille-Saint-Charles&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-24_19-39-23_9937.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Bahnhofsgebäude&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-24_19-42-40_9944.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Farblich sehr stimmig&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim Benutzen der Metro scheitere ich zunächst fast an der Bedienung der
Fahrkartenautomaten. Man muss dieses Teil unten drehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-24_20-27-20_9956.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Fahrkartenautomat&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-24_20-35-27_9960.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Eine Metro&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachts sieht man leider nicht mehr viel von der Stadt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-24_20-39-58_9964.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Hafen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Samstag: Rückfahrt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Es wird eine straffe Verbindung um mit Fahrrad in einem Tag von Marseille nach
Nürnberg zu kommen. Fahrkarte für den TGV zurück hatte bereits im August
gebucht, für den Rest der Fahrt irgendwann online während der Reise (von Kehl
statt von Straßburg, da nur innerdeutsche Fahrradkarten online gebucht werden
können).&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Marseille-St-Charles   ab 09:44    TGV 2242
Strasbourg             an 15:57

Strasbourg             ab 16:20    SWE 87443
Offenburg              an 16:52

Offenburg              ab 17:02    RE 4728
Karlsruhe Hbf          an 17:49

Karlsruhe Hbf          ab 18:06    IC 2269
Stuttgart Hbf          an 18:49

Stuttgart Hbf          ab 18:57    RE 88645
Nürnberg Hbf           an 21:20
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Etwas Sorgen macht mir der Übergang in Straßburg, da ich eben zwei getrennte
Fahrkarten habe und beim Verpassen keine Fahrgastrechte. Aber irgendwie wird es
schon klappen. Mehr gespannt bin ich auf die Fahrradabstellplätze im TGV.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Letztere befinden sich vorne (oder eigentlich hinten) im TGV-Kopf. Da zwei TGV
gekoppelt fahren, ist er auf jeden Fall ungefähr in der Mitte. Leider wird in
Frankreich das Gleis erst 20 Minuten vor Abfahrt bekannt gegeben, ich muss also
erstmal in der Haupthalle warten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesen „Fahrrad-TGVs“ befinden sich vier Stellplätze vor Klappsitzen zum
seitlich stellen, also wie bei Nahverkehrszügen in Deutschland. Wegen der
Reservierungspflicht wird man zwangsweise an einen 4er-Tisch neben diese
Fahrräder reserviert. Das ist für die Schaffner sicher praktisch, da sie immer
wissen wo die Leute sind, die zu den Rädern gehören. Allerdings ist es auch
etwas eng.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Endausbaustufe sieht das dann so aus:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_09_frankreich/21-09-25_11-44-16_0003.jpg"&gt; &lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Vier Fatbikes möchte ich hier nicht hinstellen müssen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Glück hat das alles reibungslos geklappt. Alle drei anderen Reisenden mit
Fahrrad waren deutsche, alle mussten in Straßburg aussteigen. Es war leider
etwas warm hier vorne und mit Maske schon sehr anstrengend, zum Glück in
Frankreich keine FFP2-Maskenpflicht sondern nur eine OP-Maske.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Reisender hat mich noch bis Stuttgart begleitet (er musste nach München),
war ganz nett direkt neben anderen Radfahrern zu sitzen, das hat für etwas
Unterhaltung gesorgt. Alle Anschlüsse haben geklappt, ich war pünktlich um kurz
vor 22 Uhr zu Hause.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Zusammenfassung und Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich hab's geschafft, in 12 Etappen von Brig im Schweizer Wallis ans Mittelmeer
nach Marseille. Dazu einen Tag Pause und zwei Tage für die An- und Abreise mit
dem Zug.&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/collection/1315369/embed" width="100%" height="580" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;p&gt;War eine wunderschöne Tour, wenn auch das Wetter besser sein hätte können.
Dadurch sind es auch etwas weniger Zeltübernachtungen geworden wie ursprünglich
geplant. Ansonsten hatte ich einen sehr positiven Eindruck von Frankreich. Man
kann gut Radfahren ohne ständig von Autofahrern belehrt zu werden. Und man
kommt auch ohne Französisch irgendwie durch, auch wenn es sicherlich
vorteilhaft ist, die Sprache zu sprechen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Epilog&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ziemlich müde komme ich zu Hause an und leere den Briefkasten. Mir fällt ein
Brief aus der Schweiz auf, von irgendeiner Firma, mit irgendwas „dickem“ drin.
Neugierig öffne ich den Brief. Ihr erinnert Euch an die Sache mit dem
Snackautomaten? Die Firma hatte mir tatsächlich den verlorenen Betrag als
Bargeld geschickt, also Franken und Rappen in Münzform. Die wollen wohl, dass
ich wieder in die Schweiz komme.&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="fahrrad"/></entry><entry><title>Von Berlin nach Kopenhagen mit dem Fahrrad</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2021-berlin-kopenhangen.html" rel="alternate"/><published>2021-10-20T00:00:00+02:00</published><updated>2021-10-20T00:00:00+02:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2021-10-20:/pelican/2021-berlin-kopenhangen.html</id><summary type="html">&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/17b024aedd4.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch 2021 war Corona noch nicht vorbei und hat meine Reisepläne beeinflusst. Lange sah es in dem Jahr fast so aus, als wären Urlaubsreisen gar nicht möglich. Impfstoffe waren knapp, Inzidenzen im Frühjahr hoch, die Menschen müde von den Maßnahmen. Im Mai/Juni sanken dann aber die Zahlen rapide, und ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/17b024aedd4.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch 2021 war Corona noch nicht vorbei und hat meine Reisepläne beeinflusst. Lange sah es in dem Jahr fast so aus, als wären Urlaubsreisen gar nicht möglich. Impfstoffe waren knapp, Inzidenzen im Frühjahr hoch, die Menschen müde von den Maßnahmen. Im Mai/Juni sanken dann aber die Zahlen rapide, und durch eine glückliche Fügung erhielt ich meine erste Impfdosis Anfang Mai. Aus diesem Grund hatte ich dann auch beschlossen, den ersten Urlaub in den Juli zu verschieben, mit vollständiger Impfung spielten die RKI-Risikogebiete keine Rolle mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wegen dem Juli entschloss ich mich dann auch für Skandinavien. Der Süden war mir im Hochsommer zu heiß. Der ]&lt;a href="http://www.bike-berlin-copenhagen.com/de/content/bike-berlin-copenhagen"&gt;Berlin-Kopenhangen-Radweg&lt;/a&gt; erschien mir als logische Fortsetzung des &lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2020-rad-am-spree.html"&gt;Spreeradwegs&lt;/a&gt;, den ich im Jahr zuvor gefahren bin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zeit hatte ich diesmal satte 14 Tage. Meine längste Tour bisher.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Planung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Erstmal sollte es unbedingt wieder eine Zelttour werden. In der &lt;em&gt;Mecklenburgischen Seenplatte&lt;/em&gt; gibt es einige gute Campingplätze und in Dänemark gibt es neben den normalen Campingplätzen eine sehr große Anzahl an &lt;a href="https://www.visitdenmark.de/explore/unterkuenfte-cid19/shelters-naturlagerplaetze-cid31"&gt;Shelter- und Naturcampingplätzen&lt;/a&gt;, die man entweder kostenlos oder für geringes Entgelt nutzen kann. Das macht es unkomplizierter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Daher hatte ich nicht viel geplant. Die Route stand grob fest, gebucht hatte ich lediglich das Zugticket für die Hinfahrt und die erste Hotelübernachtung in Berlin. Das sollte sich als Fehler erweisen da es die Rückfahrt verkompliziert hat, aber dazu dann später mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine Ausrüstung hat sich leicht verändert. Statt der selbstaufblasbaren Isomatte, die sehr viel Platz weggenommen hat, hatte ich dieses Mal eine viel kompaktere, aufblasbare dabei. Dafür kam dann ein Campingkocher dazu, den ich mir im Prinzip wegen Corona gekauft hatte – in meinem Fatalismus im Winter hatte ich mich schon auf eine Wildzelt-Tour eingestellt. Obwohl es zum Glück nicht so kam war der Kocher ein sehr nützliches Utensil, auf den ich auf Zelttouren nicht mehr verzichten möchte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und dann kam dann noch ein Stuhl dazu, den ich im Frühjahr gesehen hatte, der nur ein Kilogramm wiegt und der schon sehr nützlich ist, wenn man am Campingplatz oder in der Natur keine Sitzgelegenheiten hat. Ihr werdet ihn öfter auf den Fotos sehen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Samstag: Anreise&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der stressigste Tag sollte der erste sein. Eigentlich eine sehr enspannte Zugverbindung: mit dem RE nach Coburg, von dort mit dem ICE nach Berlin und in Spandau ein Hotel um von dort gleich am nächsten Tag die erste Etappe starten zu können. Das Hotel lag direkt am Radweg an der Havel. Es ging erst nach Mittag los, da dies die einzige Verbindung war, wo ich noch einen Stellplatz im ICE ergattern konnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon im DB Navigator erhielt ich schreckliche Nachrichten: Massive Verspätung des Zugteils aus Wien. Dann die Entscheidung, den Zug in Nürnberg enden zu lassen, der Teil aus München fährt alleine nach Berlin, natürlich ohne meinen Stellplatz. Im RIS stand: &lt;em&gt;Keine Fahrradmitnahme&lt;/em&gt;. Was also tun? Ich entschied mich auf gut Glück doch in den RE nach Coburg zu steigen, notfalls halt irgendwo übernachten. Eine andere kurzfristige Alternative gab es nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bevor ich in den Zug steigen konnte aber die nächste Katastrophe: mein Radweg in Zirndorf nach Fürth wurde wegen Hochwasser gesperrt. Leider hatte ich nicht wahnsinnig viel Puffer, der Umweg ist etwas größer, ich dachte eigentlich dass es damit gelaufen ist. Trotzdem fuhr ich wie in Trance die erstbeste Umleitung die mir einfiel, bei kirschgrün über die Ampeln, und wie durch ein Wunder stand ich sogar drei Minuten vor Abfahrt am Bahnsteig samt meines Fahrrades. Geschafft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Bekannter auf Twitter hat mir derweil auch verraten, dass ich mich um die Mitnahme meines Fahrrades keine Sorgen machen soll, im internen System der Bahn wurde für den Zug eingetagen in welchen Wagen die Räder steigen sollen. Der ICE-T nimmt zum Glück nur drei mit, wodurch ein „Ersatzkonzept“ leichter zu realisieren ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/BC1AAAA7-A6A4-4564-8A37-D0BB695AF771_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ersatzstellplatz für mein Fahrrad im ICE&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja, und wie man am Foto sieht hat alles geklappt. In Halle kamen dann noch zwei weitere Räder dazu, den ich aus purem Selbstnutzen (damit mein Rad nicht zerkratzt wird), beim Einladen half. Das hat dann zu der kuriosen Situation geführt, dass mich die beiden Rentner für einen Mitarbeiter der Bahn hielten. Der Zug war sehr voll, da ja der anderen Zugteil ausfliel. Trotzdem waren wir am Ende pünktlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/hotel_spandau.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hotel in Spandau&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Hotel war dann schnell gefunden. Am Abend traf ich mich in Berlin noch mit @_laugengebaeck, und vor allem trafen sich unsere tierischen Begleiter:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/pi_paul.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;code&gt;@PinguPaul_&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;@_bluepi&lt;/code&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Reise kann man auch auf Twitter unter dem Hashtag &lt;code&gt;#skanditux&lt;/code&gt; nachlesen.Hier ein paar Eindrücke aus Berlin:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Berliner_Dom.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Berliner Dom&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Berlin_Spree.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Spree&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Sonntag: Von Berlin zum Großen Wentowsee&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Heute stand eine relativ lange Etappe an. Ich hatte den einzigen Campingplatz vorher reserviert, einfach weil die Campingplatzdichte nach Berlin klein ist und ich am Sonntag Abend mit einer höheren Auslastung gerechnet hatte wie an anderen Tagen. Los geht's bei wunderschönem Wetter in Berlin-Spandau entlang der Havel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Spandau_Havel.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Havel in Spandau&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Havelbruecke.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Havelbrücke in Spandau&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Radweg verläuft ein Stück an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze, also der Außengrenze von West-Berlin zu Brandenburg. In &lt;em&gt;Nieder-Neuendorf&lt;/em&gt; ist ein kleines Museum in einem Turm untergebracht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Nieder_Neuendorf.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ehemaliger Wachturm in Nieder-Neuendorf&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In &lt;em&gt;Henningsdorf&lt;/em&gt; fährt man an Bombardier vorbei, dort stehen viele Züge rum. Hier Talente für die ÖBB, die evtl. nicht abgenommen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Bombardier.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bombardier&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Havel wird mehrmals überquert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Havel.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Havelbrücke&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittagspause in &lt;em&gt;Oranienburg&lt;/em&gt;. Ich fahre einen kurzen Abstecher zum Schloss, die Perspektive des Fotos ist mir aber nicht sonderlich gut geglückt wie ich im Nachhinein feststellen muss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Schloss_Oranienburg.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schloss Oranienburg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Radwege in Brandenburg sind bis jetzt hervorragend. Hier verläuft eine Fahrradstraße mitten durch einen Wald. Perfekt asphaltiert, sowas hab ich in Bayern noch nie gesehen. Kleines Highlight ist anschließend diese Zugbrücke.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Waldautobahn.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Waldautobahn in Brandenburg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Zugbruecke.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zugbrücke&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Langsam würde ich gerne das Ziel erreichen. Aber es sind noch einige Kilometer. Als nächstes fahre ich an einer alten Klosterruine vorbei, die ich mir kurz anschaue.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Kloster_Zehendick.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kloster Zehendick&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich fahre weiter durch ein Naturschutzgebiet – diese Eule wird mir noch oft begegnen – und dann durch den &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ziegeleipark_Mildenberg"&gt;Ziegeleipark Mildenberg&lt;/a&gt;. Mir war bisher noch nicht bewusst dass in dieser Gegend so viele Ziegel produziert wurden. Gerne hätte ich das Museum angeschaut, aber es war schon zu spät.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Eule.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Naturschutzgebiet&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Ziegeleipark.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ziegeleipark_Mildenberg"&gt;Ziegeleipark Mildenberg&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach 95 km erreiche ich schließlich den &lt;a href="https://campingplatz-am-grossen-wentowsee.de"&gt;Campingplatz am Großen Wentowsee&lt;/a&gt;. Ich kannte ihn aus dem Buch &lt;a href="https://www.globetrotter.de/camping-glueck-prestel-verlag-1240395/"&gt;Camping-Glück&lt;/a&gt;, als „Alleinstellungsmerkmal“ werden dort keine Familien mit Kindern unter 14 aufgenommen damit es ruhig bleibt. Ich persönlich muss allerdings sagen dass mich Kinder auf Campingplätzen noch nie gestört haben, eher Autos, Motorräder und größere Gruppen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Wetter hat sich langsam eingetrübt. Einkaufsmöglichkeiten gibt es hier keine, zum Glück hatte der Kiosk am Campingplatz noch Nudeln mit Pesto, so dass ich mir mit meinem Kocher ein schmackhaftes Mahl zubereiten konnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/F5329375-5C74-4454-A92A-125D11244DE7_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Abendessen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ansonsten gefällt mir der Platz gut. Direkt am See, nicht zu voll, bei dem Sandboden gehen die Heringe rein wie Butter, es gibt „Sommerduschen“ (mit warmem Wasser) und es bleibt trocken. Die Betreiberin ist auch nett, der Kiosk/Rezeption ist in einem Bauwagen untergebracht. Bezahlung am nächsten Morgen (man schreibt die Sachen, die man aus dem Kiosk entnommen hat, einfach auf eine Karte). Trotzdem muss ich sagen, dass ich den Hype übertrieben finde, ich habe schon andere Plätze erlebt, die genauso gut sind und nicht in irgendwelchen Büchern erwähnt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Campingplatz_Kiosk.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kiosk/Rezeption des Campingplatzes&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Zeltwiese.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Auf der „ausgebuchten“ Zeltwiese wäre durchaus noch Platz für das eine oder andere Zelt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Montag: Vom Großer Wentowsee zum Gebenowsee&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Am Ufer des Sees befindet sich eine Gänsefamilie, total süß. So macht das Frühstücken am Campinplatz Spaß. Das Wetter weiß nicht so recht was es will. Hat kurz geregnet beim Abbauen des Zelts, aber nichts wildes und es schaut auch nicht danach aus, dass es mehr wird. Also los!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Gaense.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Gänsefamilie am Ufer des Großen Wentowsees&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegen Mittag wird's dann auch wieder sonniger. Ich fahre durch Wald, Feld und durch kleinere Dörfer. Hübsche Gegend, aber mehr oder weniger „belanglos“.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Waldautobahn2.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wieder eine Waldautobahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Himmelpfort.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelpfort"&gt;Himmelpfort&lt;/a&gt; – Weihnachten kann aber noch gerne etwas warten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die erste und einzige Stadt heute ist &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fürstenberg/Havel"&gt;Fürstenberg an der Havel&lt;/a&gt;. Die Stadt liegt eingebettet in eine Fluss- und Seenlandschaft. Direkt hinter dem Rathaus befindet sich eine Bootsanlegestelle mit Rastplatz. Es gibt dort auch einen &lt;em&gt;Draisinenpark,&lt;/em&gt; der relativ gut beschildert ist, und weswegen ich dorthin einen kurzen Abstecher mache. Ist aber geschlossen, es gibt nichts zu sehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Stadtkirche_Fuersenberg.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Stadtkirche Fürstenberg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/997A1AC9-FE45-44BB-964A-DCE3F788E24F_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick von der Bootsanlegestelle&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Parkhaus.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das etwas andere Parkhaus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Schluss wird nochmal etwas hügeliger durch den Wald. Ich hab den &lt;a href="https://www.gobenowsee.m-vp.de"&gt;Campingplatz am Gobenowsee&lt;/a&gt; angesteuert. Mit 64 km ist mein heutiger Abschnitt deutlich kürzer, nach den knapp 100 km am Tag davor war das aber auch nötig. Ich hatte zuerst Bedenken, ob die Plätze spontan noch was frei haben, aber bei diesem war es kein Problem. Ziemlich großer Platz, neben den ganzen Wohnmobilen gab es aber einen abgetrennten Zeltbereich wo vorwiegend Wasserwanderer waren, darunter auch eine Gruppe von Jugendlichen – wo ich erst befürchtet hatte dass das ziemlich laut wird, aber im Gegenteil, die waren total nett.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/2848D50F-FA13-4EB3-BE03-D203C18FC1DA_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf den Gobenowsee – das Wasser war angenehm warm zum Schwimmen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Dienstag: Gobenowsee zum Leppinsee&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Mittlerweile befinden wir uns im Gebiet der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mecklenburgische_Seenplatte"&gt;Mecklenburgischen Seenplatte&lt;/a&gt;. Hatte mir das immer flach vorgestellt, aber nein, es ist hügelig. Also nicht wie im Gebirge, aber eben auch nicht flach. Eigentlich auch logisch – wie sollten sich schließlich Seen in einer flachen Landschaft bilden? Das Wasser würde ja ablaufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wettermäßig passt es wieder, der Himmel ist blau. Grundsätzlich war ich von den Radwegen und der Straßenqualität total positiv überrascht. Umso schlechter sind aber teilweise die Ortsdurchfahrten. Wer lockere Zahnfüllungen hat sollte zunächst den Zahnarzt seines Vertrauens aufsuchen bevor er hier fährt. Oder einfach schieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Userin.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Userin – katastrophale Straßen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Etwas verwirrt war ich hier in Mecklenburg als ich einen anderen &lt;em&gt;Netto Supermarkt&lt;/em&gt; gesehen habe. Teilweise auch direkt nebeneinander wie hier auf dem Foto. Hinten der bekannte &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Netto_Marken-Discount"&gt;Netto Marken-Discount&lt;/a&gt;, vorne der scherzhaft „Hunde-Netto“ genannte Netto. Der eine gehört zum Edeka-Konzern, der andere hat seine Wurzeln in Dänemark. Aber diese wirtschaftlichen Verflechtungen der ganzen Handelsketten sind ohnehin eine Sache für sich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Nettos.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zwei Nettos im Norden&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In &lt;em&gt;Wesenberg&lt;/em&gt; hab ich dann mal einen Blick zum Bahnhof gewagt und einen sehr schönen Triebwagen der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hanseatische_Eisenbahn"&gt;Hanseatischen Eisenbahn&lt;/a&gt; erblickt. Gerne wäre ich eingestiegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Hanseatische_Eisenbahn.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hanseatische Eisenbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für die Mittagspause hab ich ein schönes Plätzchen gefunden:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Wasser.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Es kamen sowohl Enten als auch Boote vorbei&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun war ich ziemlich hin- und hergerissen, ob ich den Abstecher nach &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Neustrelitz"&gt;Neustrelitz&lt;/a&gt; machen soll oder nicht. Hab mich dann letztendlich für den Umweg entschieden und es nicht bereut. Schönes kleines Städchen (20 000 Einwohner), interessanter Hafen und leckeres Eis.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Neustrelitz1.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick vom Schlosspark&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Neustrelitz2.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hafen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Neustrelitz3.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Marktplatz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Langsam mache ich mich auf die Suche nach einem Campingplatz. Aber erstmal Einfahrt in den Nationalpark. Echt eine schöne Landschaft. Wetter ist perfekt, nicht zu warm, nicht zu kalt, sonnig, ich bin positiv überrascht von Mecklenburg. Losgefahren bin ich irgendwie mit der Einstellung dass der Mecklenburger Teil was „zum warm werden“ ist und das eigentliche Ziel Dänemark ist, aber meine Meinung hat sich dann geändert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Nationalpark.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Im Nationalpark Blankenförde&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste Campingplatz, an dem ich mehr oder weniger (kleiner Abstecher notwendig) vorbeikam, hieß „Zum Hexenwäldchen“. Hat mir überhaupt nicht gefallen, zu sandig irgendwie und total voll. Insofern bin ich weiter und am &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Leppinsee"&gt;Leppinsee&lt;/a&gt; gelandet. Grad noch rechtzeitig bevor die Rezeption geschlossen hat, allerdings kamen dann nach mir noch Leute die am nächsten Tag gezahlt hatten. Übrigens der erste Platz wo ein Coronatest bzw. Impfnachweis gefordert wurde. Die große Zeltwiese war ganz schön voll, hab nette Leute dort getroffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Zeltwiese_WWW.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zeltwiese am &lt;a href="https://www.haveltourist.de/campingplatz-mecklenburgische-seenplatte/campingplatz-am-leppinsee.html"&gt;Campingplatz am Leppinsee&lt;/a&gt; – das „WWW“ steht für „Wasser Wanderer Wiese“&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Sonnenuntergang_Leppinsee.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sonnenuntergang am Leppinsee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Mittwoch: Leppinsee nach Jabel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Am nächsten Morgen wurde ich während des Frühstücks von einem heftigen Regenschauer überrascht. Grad noch konnte ich ins Zelt flüchten und musste die Zeltplane etwas hochheben damit das Wasser nicht reinläuft. Es war aber genauso schnell vorbei wie es kam und blieb dann auch im Laufe des weiteren Tages trocken. Trotzdem war die Luft erstmal unangenehm schwül.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Zeltwiese_Regen.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zeltwiese nach dem Regen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Radweg verläuft weiter durch kleine Dörfer. Meistens gibt's am Tag nur eine Stadt mit Supermärkten, so dass ich da dann gleich die Gelegenheit nutze, und für das Abendessen einkaufe. Manchmal haben die Campingplätze zwar Shops, aber man weiß auch nicht was man bekommt und ob es einen gibt. Diese Gaskartuschen würde ich übrigens fast überall bekommen, allerdings reicht mein Vorrat. Der Kocher ist erstaunlich sparsam.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An diesem Tag ist mir allerdings ein Missgeschick passiert: durch den Regen wurde mein Smartphone nass. Ich wollte es laden, daraufhin kam dann die bekannte Warnung bei Apple-Geräten, dass der Lightning-Stecker feucht sei und das Laden deshalb nicht möglich. Allerdings ging das Laden auch nicht mehr als es trocken wurde. Zum Glück hat sich hinterher herausgestellt (am Nachmittag konnte ich in einem Rossmann ein neues Ladekabel kaufen), dass weder die Powerbanks noch das iPhone kaputt waren sondern lediglich das Kabel. Diese Kabel haben ja eine aktive Komponente, daher kann es gut sein, dass diese durch die Feuchtigkeit kaputtging. Trotzdem ärgerlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Kirche_Kratzeburg.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kirche in Kratzeburg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Ruine_Wegrand.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ruine am Wegrand&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/0C95623B-9F13-4727-930E-119BBCC4DEAA_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Häuser mit Reetdächern&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch heute liegt wieder eine Stadt an meiner Route: &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Waren_(Müritz)"&gt;Waren an der Müritz&lt;/a&gt;. Diese Stadt versprüht ein Hauch von Ostsee obwohl sie noch ganz schön weit vom Meer entfernt ist. Möwen gehören genauso dazu wie leckere Fischbrötchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Moewe_Mueritz.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eine Möwe an der Müritz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Fischbroetchen.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mein tierischer Reisebegleiter freut sich über ein leckeres Fischbrötchen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/9544D81E-2683-4FC9-A308-28F5C6FD6992_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf die Innenstadt von Waren&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Campingplatz vor Waren war mir dann zu früh, ich fahre den Weg weiter und lande schließlich am &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jabelscher_See"&gt;Jabelschen See&lt;/a&gt;. Netter Platz dort, etwas windig und damit kühl und keine Einkaufsmöglichkeiten. Das wird mir am nächsten Tag dann noch etwas zum Verhängnis, für heute habe ich genug dabei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist auch der erste Campingplatz an den Mecklenburgischen Seen wo keine Wasserwanderer unterwegs sind. Vermutlich ist dieser See nicht mit anderen verbunden. Ich muss zugeben, dass mir das bislang gar nicht so bewusst war, dass eben die meisten Seen in Mecklenburg irgendwie über Flüsse und Kanäle verbunden sind. Das ist auch recht gut „ausgeschildert“, inkl. Anlegestellen und Zeltplätze. Als Radfahrer habe ich ganz gut von dieser Infrastruktur profitiert. Mag Campingplätze, die total von Wohnmobilen dominiert sind, nämlich nicht so gerne.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Zelt.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mein Zelt mit dem oben schon erwähnten, sehr bequemen Campingstuhl&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Jabelscher_See.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jabelscher_See"&gt;Jabelscher See&lt;/a&gt; – weiter vorne gibt es aber auch einen Badestrand&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Duschmarke.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hier ist die Zeit stehen geblieben: Statt 1-DM-Münzen gibt es natürlich Duschmarken zum Preis von 1 €, Inflation lässt grüßen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Donnerstag: Von Jabel nach Schwaan&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das Wetter passt heute wieder, eigentlich hat es ja die ganze Zeit gepasst. Am Fahrrad noch kein einziges Mal nass geworden. Im Gegensatz zur Schweiz wo es morgends immer gut abgekühlt hat, konnte ich das Zelt fast immer trocken einpacken weil wenig Kondenswasser vorhanden ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich hätte ich gerne gefrühstückt, leider blieb es erstmal bei einem Kaffee und einem Müsliriegel für Notfälle. Der nächste Supermarkt oder die nächste Bäckerei wären in Waren (also 10 km zurück), ansonsten gäbe es hier am Platz nur Brötchen gegen Vorbestellung. Immerhin hab ich's geschafft einem Hotel, das groß „Brötchenverkauf“ außen stehen hat, den restlichen Bestand von drei Brötchen abzukaufen, erst wollten sie nicht. Nun gut, Problem gelöst. Ich glaub in meiner Richtung hat es 20 km bis zur nächsten Einkaufsmöglichkeit gedauert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/5095C235-1A23-4972-A6DA-A675C142A899_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;So macht Radfahren Spaß&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Muh.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Muh ... oder so ähnlich&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Schaeferbuche.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schäferbuche bei Dobbin, leider krank, 300 Jahre alt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/0B1F5419-8CDC-4F56-9A9D-CA6226A8D26C_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Backsteinkirche bei Serrahn am Serrahner See&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste größere Ort ist &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Krakow_am_See"&gt;Krakow am See&lt;/a&gt; (4000 Einwohner). Immerhin gibt es dort eine Eisdiele, Einkaufsmöglichkeiten, Rathaus, Schule und Bahnhof.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/F0732394-A684-4B1A-B803-0FE6F1024768_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Enten am Krakower See bei Krakow&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/21ADFF2F-5DFB-4AD4-B3AA-516AC025D6FF_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kirche in Krakow&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/11F024FE-2DD0-4ED3-B2D1-E20CFF56A443_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rathaus in Krakow am See&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die erste größere Stadt heute ist aber &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Güstrow"&gt;Güstrow&lt;/a&gt;, immerhin 40 000 Einwohner. Das Schloss ist leider eingerüstet. Nettes Städtchen mit einer hübschen Innenstadt. Muss aber weiter weil ich noch einiges vor habe heute.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/EE73D710-B5E8-4A00-B026-1C86CEF7B29D_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schloss Güstrow&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/7C7F7BDE-9D5E-4278-B13E-A6A808211DF1_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Innenstadt Güstrow&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Radweg läuft jetzt entlang eines Kanals. Ging es in den letzten Tagen eher so im Zickzackkurs (wenn man die Karte betrachtet) an den Seen entlang, so fahre ich ab jetzt relativ direkt in den Norden nach Rostock. Wird langsam auch Zeit, dass ich Dänemark erreiche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/C849A62F-BD88-4965-9236-0E0081C4B63F_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Brücke am &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bützow-Güstrow-Kanal"&gt;Bützow-Güstrow-Kanal&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bützow"&gt;Bützow&lt;/a&gt;, es ist schon halb sechs. Zeit zum Aufsuchen des Campingplatzes, was ich auch getan habe, aber irgendwie hat er mir nicht gefallen. Da ich noch gut in Form war, das Wetter perfekt und ich dann einen Tag sparen würde, habe ich mich entschieden, zum nächsten zu fahren. Aber erstmal kurz einkaufen und kurz durch die Stadt fahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/D36B90F5-60D2-45D3-AF74-FFE42B080F79_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bützow&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um 19 Uhr war ich dann da am &lt;a href="http://www.campingplatz-schwaan.de"&gt;Campingplatz Schwaan&lt;/a&gt;. Heute 110 km gefahren, die längste Etappe auf der Tour. War aber ziemlich flach, perfektes Wetter, kein Wind, also ideale Bedingungen. Es gibt Tage da „läuft“ es einfach. Netter Platz mit zwei großen Zeltwiesen, eine direkt am Wasser (auch hier sind Wasserwanderer die anlanden) und eine unter Bäumen. Ich entscheide mich für die am Wasser.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/33A29FCD-3699-4555-9A8C-7C5B7F3882E1_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Campingplatz ist direkt an der Warnow&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Freitag: Nach Dänemark&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Heute steht die letzte Etappe in Deutschland an. Es ist nicht mehr weit bis Rostock, dort wollte ich noch ein paar Sachen erledigen (dazu später) und die Fähre um 15:30 Uhr nehmen. Auf dänischer Seite sind direkt nach der Grenze mehrere Campingplätze und andere Übernachtungsmöglichkeiten, so dass es gut klappen sollte. Bei Rostock gibt's ohnehin keine Campingplätze, insofern hat das super gepasst dass ich noch bis Schwaan gefahren bin. Auch heute ist mir das Wetter wohlgesonnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Überhaupt, wettertechnisch war es eine gute Wahl in den Norden zu fahren. Während im Westen das Hochwasser getobt hat und im Süden ein Regengebiet nach dem anderen durchgezogen ist war es hier weitgehend trocken. Und angenehm warm und nicht so schwül. Aber erstmal durch den kleinen Ort &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schwaan"&gt;Schwaan&lt;/a&gt;, der Zeltplatz war ja ein paar Kilometer davor.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/419DA75E-7CB0-41AA-AE8B-4D81E8F102DA_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kirche in Schwaan&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/4E9E25DA-36DF-4B48-B6D5-14666B413AC8_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nur noch 297 km, ja dann&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Rostock war ich schonmal, insofern kannte ich mich einigermaßen aus. Bin kurz vor Mittag eingetroffen, hab erstmal meine Sachen in ein Schließfach am Bahnhof verschlossen, ich wollte noch was einkaufen, und zwar ordentliche Badelatschen, in einem Outdoor-Laden noch eine Gaskartusche und dann noch in einer Packstation ein Paket abholen. Mein Campingstuhl hatte nämlich einen Haken: er sank ständig ein. Als Zubehör gibt es vom Hersteller noch so eine Art „Bodenplane“, die ich damals aber nicht mitbestellt habe. Am Mittwoch kam mir dann die Idee dass ich mir einfach das Teil an eine Packstation in Rostock liefern lasse. Das hat dann auch gut geklappt aber es war zeitlich insofern knapp als dass ich bei der Bestellung dachte, dass ich erst am Samstag in Rostock bin und das Paket erst im Laufe des Vormittags zugestellt wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/18314D79-5AA8-413B-B4DE-679E51CF71DB_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rostock Kröpelinger Tor&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/C5493483-3A4B-49C3-B5A1-5BA4C352B9D8_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Universität Rostock&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Fahrt zum Seehafen hat sich dann aber noch gezogen – es wurde auch ziemlich windig. Die Straßen waren auf diesem Abschnitt eher schlecht aber es war gut ausgeschildert. Der Hafen ist riesig und natürlich überhaupt nicht auf Fahrräder sondern auf Pkws und vor allem Lkws ausgelegt. Dadurch dass die Fähre aber ein Teil des Berlin-Kopenhangen-Radwegs ist, ist das Ganze gut ausgeschildert. Man fährt auch direkt am Schalter der Rederei Scandlines vorbei, das Ticket kostet knapp 30 €.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sobald man das Ticket hat, fährt man weiter die Beschilderung, auf dem Ticket steht dann die Nummer der Spur bzw. Schranke. Da es meine erste Fährfahrt war (also mit einer „richtigen“ Fähre, nicht über einen Fluss oder Binnensee) war ich etwas nervös. Im Prinzip verhält man sich als Fahrrad wie als Auto, man steht also dann am Ende auch so ca. 15-30 Minuten rum bis die Fähre anlegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Warten.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Warten auf die Fähre mit anderen Leuten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Faehre_Fahrrad.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein Fahrrad auf der Fähre&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Ausfahrt_Rostock.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausfahrt aus Rostock Seehafen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Fahrt hat um 15:45 Uhr begonnen, um 17:30 Uhr waren wir dann in Gedser. Fand es echt sehr entspannt und angenehm. Während der Rostocker Fährhafen riesig ist, ist der Hafen in Gedser viel kleiner, schaut nach einem reinen Fährhafen für Autos und Personen aus und weniger nach Güterverladung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Gedser.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gedser"&gt;Gedser&lt;/a&gt; auf der Insel &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Falster"&gt;Falster&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider zieht sich der Weg dann doch noch etwas. Der angepeilte Campingplatz liegt auf der Insel im Osten während die Bundesstraße im Westen ist. Der Weg, den ich herausgesucht hatte, geht über sandige Feldwege. Und ich habe leichte Panik dass der Campingplatz dann schon geschlossen ist oder ausgebucht ist – aber immerhin gäbe es hier noch ein paar alternative Übernachtungsmöglichkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Daenemark.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Windräder, Feld und Sonne&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Sandige_Feldwege.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sandiger Feldweg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine Befürchtungen sollten sich allerdings in Luft auflösen. Angekommen in &lt;a href="https://www.ostersoparken.dk/home-de"&gt;​Østersøparken Camping&lt;/a&gt; in einem Feriendorf südlich von Marielyst bin ich schließlich um kurz vor 19 Uhr. In der Rezeption sprach man – wie in Dänemark üblich – perfekt englisch. Erstmal war ich über die fehlenden Masken irritiert, dazu dann aber im Verlauf der Reise noch mehr. Es gab zwei Zeltwiesen, eine für Leute mit Auto und eine ohne. Und das beste, die Zeltwiese war ganz hinten mit Zugang zum Strand. Vom Zelt zum Strand waren es nur wenige Schritte, dennoch waren die Zelte windgeschützt hinter Bäumen. Viel besser geht's eigentlich nicht und mit knapp 16 € hat auch der Preis gepasst, immerhin sind wir im teuren Dänemark.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Osterparken_Camping.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zelt in Østersøparken Camping&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Sonnenuntergang_am_Strand.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sonnenuntergang am Strand&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Samstag: Ruhetag&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nachdem ich nun also heil in Dänemark angekommen bin war es höchste Zeit, mir mal ernsthaft Gedanken um meine Rückreise zu machen. Zur Auswahl standen mehrere Varianten, die ich zu Hause schon recherchiert hatte:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Rückfahrt mit dem Zug von Kopenhagen: Es gibt eine Verbindung, die man in einem Tag schafft. Haken: es wird knapp mit den Umstiegen und man muss im EuroCity einen von vier Fahrradplätzen ergattern. Dazu kann man das Ganze nur an einem Schalter buchen. Das hätte ich wohl Wochen vorher tun müssen, daher fiel das aus.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Mit Flixbus von Kopenhangen. Flixbus nimmt die Fähre, trotzdem wollte ich mir das eigentlich nicht antun so lange im Bus zu sitzen. Vorteil gegenüber der Bahn: Onlinebuchung kein Problem und natürlich mehr Fahrradplätze pro Sitzplatz.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die Nachtfähre von Trelleborg nach Rostock und mit dem Zug von Rostock nach Nürnberg.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die Tagfähre von Trelleborg nach Rostock, eine Übernachtung in Rostock und dann mit dem Zug nach Nürnberg.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die Nachtfähre von Trelleborg nach Travemünde und dann mit dem Zug nach Nürnberg. Gegenüber der Variante über Rostock hat diese Fähre vor allem den Vorteil dass sie länger braucht, daher später ankommt und man ausschlafen kann. Bei Rostock muss man schon um 6 Uhr von der Fähre.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Schön und gut, ich hab gefühlt vor und nach dem Frühstück eine Ewigkeit im DB Navigator gesucht und keine Verbindung gefunden, die noch freie Plätze für Fahrräder hat. Wirklich keine, und ich kenne durchaus einige Züge (bspw. auch den &lt;em&gt;IC Königsee/Nebelhorn&lt;/em&gt; von Hamburg nach Ansbach, der deutlich mehr Kapazitäten hat wie die ICEs von Berlin aus). Leider halt Wochenende, Sommerferien und Corona. Ziemlich frustriert, ich war eh schon spät dran und irgendwie auch müde von den letzten Tagen. Dazu superschönes Wetter, mir kam dann spontan der Gedanke: ich bleib hier einen Tag. Zur Rezeption gegangen, glücklicherweise noch frei, bezahlt und meine Laune hat sich spontan deutlich verbessert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erstmal also zum Einkaufen in den Ort gefahren, Wäsche gewaschen, Touren auf Komoot sortiert. Dann bin ich ins Gespräch mit einer jungen Dame gekommen die ich schon auf dem Campingplatz einen Tag zuvor gesehen hatte. Nachmittag an den Strand, etwas gelesen, geschwommen und am Abend dann nach Marielyst zum Essen. Heute gab's mal keine Nahrung aus dem Campingkocher sondern eine Pizza. War echt eine super Idee, einen Tag Pause gemacht zu haben zumal am nächsten Tag das Wetter dann etwas schlechter geworden ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Pinguin_Strand.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Meinem tierischen Begleiter hat's auch gefallen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Achso, und die Rückfahrt: in aller Verzweiflung hatte ich den Flixbus von Berlin nach Nürnberg gebucht und als Zubringer den IC von Rostock nach Berlin. Besser als eine Umsteigeorgie im Nahverkehr. Ob ich tags oder nachts die Fähre nehme, entscheide ich später noch. Die Abfahrtszeit (gegen 8 Uhr) gibt beides her.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An dieser Stelle muss ich dann doch mal auf das Thema „Corona“ kommen. Hier wurde bis auf den ÖPNV beim Ein-/Aussteigen (also nicht am Sitzplatz) die Maskenpflicht aufgehoben. Als vorbildlicher Deutscher bin ich am Anfang in den Supermarkt noch mit Maske gegangen, irgendwann hab ich's dann gelassen. Ich dachte erst, dass man sich so dran gewöhnt hat, dass es einem fehlt, aber nein. Ja, ich fand es ungewohnt, aber ich fand es sehr angenehm. Auch dass man nicht erst die Maske suchen muss (im Gegensatz zu Geldbeutel und Handy weiß ich nie so richtig wohin damit) und nicht ständig die Brillengläser beschlagen. Kontaktdatenerfassung gibt's auch keine, 3G-Nachweis nur in Innenräumen aber bspw. nicht auf dem Campingplatz. Sehr entspannt alles.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Sonntag: Von Insel zu Insel&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;An dieser Stelle erstmal eine kleine Exkursion in die dänische Geographie. Während der Weg von Berlin nach Rostock dem geneigten Leser zumindest ungefähr klar sein dürfte (die genaue Karte gibt's wie immer am Ende), hat man Dänemark normalerweise ja nicht so im Kopf. Daher hier mal eine Karte mit den wichtigsten dänischen Inseln:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Denmark_location_map.png"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Inseln Dänemarks&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Fähre kam in &lt;em&gt;Gedser&lt;/em&gt; an, das liegt an der Südspitze der Insel &lt;em&gt;Falster&lt;/em&gt;. Etwas weiter östlich hatte ich die ersten zwei Tage in Dänemark verbracht. Heute geht's zunächst quer durch Falster, dann über eine Fähre über &lt;em&gt;Bogø&lt;/em&gt; nach &lt;em&gt;Møn&lt;/em&gt;. Zwischen Bogø und Møn existiert eine Brücke bzw. ein Damm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider ist es heute etwas trüber und sehr windig. Es herrscht Westwind, im Groben fahre ich von Süden nach Norden, daher weitgehend Seitenwind. Nervt aber trotzdem tierisch. Es fühlt sich auch komisch an, bei uns im Süden hat man so starken Wind abgesehen von Herbststürmen eigentlich nur wenn Regen naht. Aber nicht den ganzen Tag. Aber gut, daran werde ich mich jetzt gewöhnen müssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/ED188F69-3799-4642-82FB-66DE370BA805_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Reetdächer auch in Dänemark&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/FDA1EA05-6C55-41E8-A2BB-9D0F827D1F7A_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sehr idyllisch hier&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich komme an einem sog. &lt;em&gt;Shelterplatz&lt;/em&gt; vorbei, der mich brennend interessiert. Neben den normalen Campingplätzen gibt es hier in Dänemark (abhängig von der Insel) sehr viele Naturlagerplätze. Es hängt im Detail ab, was man dort genau darf. Entweder ist die Übernachtung kostenlos oder kostet wenige Euro, meistens gibt es eine Naturtoilette, oft einen Abfalleimer, eine Feuerstelle, eine Bank und häufig auch einen offenen Holzverschlag wenn man kein Zelt dabei hat. Was es nicht gibt: Sanitäranlagen und Frischwasser. Man muss sein Wasser also mitbringen, einen Wasserfilter benutzen oder einfach das Wasser so benutzen. Bei Salzwasser geht das aber ja nicht so einfach. Eine Beschreibung findet man unter &lt;a href="https://de.naturstyrelsen.dk/naturerlebnisse/uebernachten-in-der-natur/"&gt;Übernachten in der Natur&lt;/a&gt; (auf Deutsch), von dort kann man sich durchklicken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/E6B051E9-0E10-4F95-B9BD-2A399FE32D69_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Shelterplatz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/4D6CC143-D062-4AAE-ADE4-F9E9EAFFDD6A_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ostsee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die erste Stadt ist &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nykøbing_Falster"&gt;Nykøbing Falster&lt;/a&gt;, die Hauptstadt der Insel. Hier war ich schonmal, und zwar auf meiner &lt;em&gt;Abschiedsfahrt auf der Vogelfluglinie&lt;/em&gt; vor zwei Jahren. Konnte mich dunkel an die Innenstadt und den Bahnhof erinnern, war aber damals sehr verregnet. Heute ist es glücklicherweise trocken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/491D1389-E2F3-4220-BF7C-B3704F5F4470_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kirche in Nykøbing Falster&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/31E4B8D3-D462-4BF8-A7E5-99C2C207205F_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Turm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Bahnhof ist leider mehr oder weniger leer, aktuell fahren keine Züge, da der Fährbetrieb eingestellt ist und der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fehmarnbelttunnel"&gt;Fehmarnbelttunnel&lt;/a&gt; gebaut wird. Von Nykøbing geht's erstmal gen Osten und dann entlang der Küste nach Norden. Dort führt der Weg größtenteils durch den Wald, was ich wegen des Windes sehr angenehm finde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/Wolle.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wolltiere&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stubbekøbing"&gt;Stubbekøbing&lt;/a&gt;, einer kleinen Hafenstadt. Von dort gibt es eine Fähre nach &lt;em&gt;Bogø&lt;/em&gt;. Diese Fähre verkehrt allerdings nur im Sommer. Im Winter muss man auch mit dem Fahrrad den Umweg über die Brücke nehmen. Nachdem die Fähre erst in knapp einer Stunde fährt bleibt etwas Zeit zum Einkaufen. In Dänemark haben nämlich normale Supermärkte auch sonntags offen, was auf einer solchen Tour sehr angenehm ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/B8B1777D-A342-4FD9-B876-983201F11536_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Innenstadt von Stubbekøbing&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/6A6834F5-0BB7-43CA-8CC9-297AF23925F9_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Apotheke in einem alten Gebäude Stubbekøbing&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/44BD4B7C-D387-4BA0-B92B-091182AFFB9E_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ticketverkauf für die Fähre&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/0FD4DD3B-CDF3-4C33-BFF7-B428CE9160CD_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fährfahrt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Fähre ist eher überschaubar, die Fahrt dauert auch nicht lange. Von Bogø fahre ich entlang der Straße auf die nächste Insel, &lt;em&gt;Møn&lt;/em&gt;. Dort suche ich gleich den ersten Campingplatz, es ist schließlich schon 17 Uhr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/0FCDD455-E5CF-40AA-A53A-C48A56B421D9_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hier sieht man den Wind sogar&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf dem Campingplatz stand ein großes Schild, dass alles ausgebucht sei. Glücklicherweise galt dies nicht für Zelte, und die Betreiber mögen anscheinend Fahrradfahrer, deshalb gibt's einen Superspezialpreis. Beim Schreiben des Blogs von 30 Kronen, das sind 4 Euro. Ich würde da von einem Selbstkostenpreis für die Benutzung der Sanitäranlagen sprechen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/05797590-9C37-4591-B36B-81FDEE455F59_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mein Zelt steht (diese Hütte ist leer und ohne Boden, keine Ahnung wofür die gedacht ist)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/AD651BA1-88D8-4AED-A272-E32E6CCB6AB4_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Strand ist zum Glück auch nicht weit, der Wind hat sich am Abend etwas beruhigt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Montag: Møn&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Diesen Tag verbringe ich auf der Insel. Der Radweg verläuft quasi um die Insel herum, allerdings nicht als Selbstzweck sondern um die Kreidefelsen &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Møns_Klint"&gt;Møns Klint&lt;/a&gt; zu sehen. Im Gegensatz zu Falster ist Møn ziemlich wellig (höchste Erhöhung 143 m). Wenig Verkehr, und das Fahrradfahren ist hier sowieso sehr angenehm, die Autofahrer sind rücksichtsvoller und es herrscht eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h auf Landstraßen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/A9991057-E2E4-408E-9AE4-58FBD867F295_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hügelige Landschaft auf Møn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An diesem Rastplatz fühle ich mich irgendwie ziemlich müde und mache tatsächlich auf der Bank ein kleines Powernapping. Hat Wunder bewirkt, ich fühle mich danach fit wie ein Turnschuh.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/251E3E90-25CF-4813-88FD-45D216409B42_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rastplatz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Møns Klint ist eine ziemlich touristische Angelegenheit. Halb Dänemark ist gefühlt dort, es gibt ein Besucherzentrum (mit Museum, Shop, und Kantine mit leckerem Essen). Runter zur Küste gibt es eine Holztreppe und mehrere Rundwege. Schon ganz nett aber so wahnsinnig toll dass ich deswegen von halb Dänemark hierher fahren würde um Schlagen zu stehen finde ich's ehrlich gesagt auch nicht. Wenn man aber hier ist sollte man das schon mitnehmen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/E4B31229-2B95-41EC-BD5A-22E547FE1B2A_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kreidefelsen von Møn (Møns Klint)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/0630A9C9-9DAD-4A07-BBD4-8CCEE7B1678A_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick von oben auf den Kreidefelsen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/2802C7E7-ABA5-4D38-815C-4404E4D6AE49_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein Teil der Wanderung geht auch durch den Wald&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier im Westen der Insel gibt's auch einen Campingplatz, der passt aber nicht so gut in meine Planung, schließlich ist es erst 15 Uhr, also wieder zurück nach Osten durch ein paar Dörfer. Die Kirchtürme haben hier alle so „Treppen“ am Giebel, ich kennen den Fachausdruck leider nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/8F833D90-5973-4E1A-9B96-FD7809206DBD_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kirche auf Møn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/34A9F1FD-9D81-4969-8D3D-71EBC82E6469_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Stege&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Durch Stege fahre ich noch, mein Ziel ist der Campingplatz kurz vor der Brücke, &lt;a href="https://moenbroen.com"&gt;Camping Mønbroen&lt;/a&gt;. Es gibt dort neben vielen Wohnmobilstellplätzen eine Zeltwiese und – an einer „Zunge“ – Plätze die jeweils von einer Hecke vom anderen abgetrennt werden. Mir wurde empfohlen, diese zu nehmen weil weniger Mücken. Ansonsten wieder mal eine gute Wahl. In der Rezeption sprach man sogar deutsch. Highlight ist aber hier der Blick auf die im Jahre 1943 gebaute &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dronning_Alexandrines_Bro"&gt;Dronning Alexandrines Bro (Königin-Alexandrine-Brücke)&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/EEEB731A-927F-434B-929F-9EF55DEFA9F0_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die große Zeltwiese&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/8B1009EE-B620-4018-A9EA-1E3B77929E37_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf die Dronning Alexandrines Bro vom Zelt aus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Blöderweise ist mir mein Fahrrad komisch umgefallen, dachte erst es sei wirklich was kaputt, aber es war nur die Aufhängung für das vordere Schutzblech etwas verbogen. Immerhin hat das im Nachgang dann mal dazu geführt, mir einen vernünftigen Hinterradständer zuzulegen statt diesem Ständer in der Mitte – keine Ahnung was sich der Hersteller dabei gedacht hatte. Der nächste Fahrradladen wäre übrigens nach der Brücke gewesen, insofern hätte ich da sogar schieben können wenn wirklich was gewesen wäre.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Dienstag: Seeland&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Tja, die Zeit vergeht schneller als man denkt. Weit ist es nicht mehr bis Kopenhagen. Ich mache mir langsam ernsthaft Gedanken um die Rückfahrt. Aber zuerst muss ich sehen, wie weit ich heute komme und wo ich übernachte. Es gibt keinen passenden Campingplatz auf halber Strecke nach Kopenhagen, insofern peile ich die Übernachtung auf einem Shelterplatz an, also – wie vorhin erwähnt – legales Wildcampen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/97060F1F-1EF1-412A-BEB2-8AC92A6E342D_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Dronning Alexandrines Bro&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/D8BE34CE-BE66-47DB-A647-5775D96BE397_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste Ort heute heißt &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Præstø"&gt;Præstø&lt;/a&gt;, eine kleine Hafengemeinde mit knapp 4000 Einwohnern. Wetter passt soweit, zwar wieder etwas windig aber damit muss man sich dort oben offenbar abfinden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/92F32782-9E73-490E-A7B4-5F04A0884861_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Innenstadt von Præstø&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/8C181B0F-6FC6-4897-A601-7FDF0780458C_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hafen von Præstø&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/CC5B4940-02E0-41CD-BDDF-0C171F5748DB_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Umgebauter Mini&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich fahre weiter und komme an einer Baustelle für die &lt;em&gt;Baltic Pipeline&lt;/em&gt; vorbei. Im Urlaub interessieren mich teilweise die Nebensächlichkeiten. Ich bin ja überhaupt nicht sprachbegabt, aber was mich durchaus interessiert sind die Zusammenhänge zwischen Sprachen. Dänisch ist – neben Deutsch, Englisch, Niederländisch, Norwegisch und Schwedisch – eine germanische Sprache. Und so erkennt man viele Wörter aus dem Deutschen oder englischen wieder. Als Sonderzeichen gibt es hier Æ/æ, Ø/ø und Å/å. Mir fiel dieses Schild auf, auf dem „Æg“, also „Ei“ (englisch „egg“) stand. Speziell in dieser Schriftart schaut das aber irgendwie aus wie „AEG“, ohne die Bildchen hätte ich da also eher Trockner und Waschmaschinen erwartet als Eier.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/97C553ED-35DF-464E-9783-6CFD7D2E0E98_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Æg heißt Ei&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In &lt;em&gt;Gedser&lt;/em&gt; gab es ja noch eine stillgelegte Bahnstrecke und in &lt;em&gt;Nykøbing Falster&lt;/em&gt; eine reguläre, die grad ohne Verkehr ist wegen Bauarbeiten. Und so war ich die letzten Tage ohne echten Bahnanschluss unterwegs, Zug habe ich in Dänemark also noch gar keinen gesehen. Insofern bin ich sehr erfreut, dass in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rødvig"&gt;Rødvig&lt;/a&gt; endlich wieder Züge fahren. Ich begebe mich an den Bahnhof und werde auch fündig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/5B6AE0B6-C1A8-42E9-BE26-1280FC2C53E7_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dieseltriebwagen in Rødvig&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun aber hurtig weiter, ich will noch etwas &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stevns_Klint"&gt;Stevns Klint&lt;/a&gt; angucken. Stevns Klint ist eine Steilküste im Südosten der dänischen Ostseeinsel Seeland. Das Kliff hat eine Länge von etwa 15 Kilometern und erhebt sich bis zu 41 Meter über den Meeresspiegel, und markiert die südliche Begrenzung des Öresund auf dänischer Seite. Im Jahr 2014 verlieh die UNESCO dem Kliff den Status eines Weltnaturerbes. (Zitat Wikipedia).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Interessant ist aber nicht nur die Natur (eine gewisse Ähnlichkeit zur Küste von Møn besteht) sondern auch die Geschichte. Eigentlich fast schade dass ich nicht einen Tag geblieben bin und mir die Museen angeguckt habe, aber man kann halt auch nicht alles haben. Die Rede ist von &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stevnsfort"&gt;Stevnsfort&lt;/a&gt;, einer größtenteils unterirdischen Festung aus dem Kalten Krieg. Auf &lt;a href="https://www.danischeostseeinseln.de/Die-Festung-von-Stevns"&gt;Die Festung von Stevns - Das Museum über den Kalten Krieg&lt;/a&gt; gibt es nähere Details dazu. Rein geographisch lag dieser Teil Dänemarks innerhalb der Nato äußerst günstig (Schweden ist nicht Teil der Nato). Die Festung sollte den südlichen Eingang zum Öresund kontrollieren. Zusammen mit dem Langelands Fort am Langelandsbelt sollte es verhindern, dass Schiffe des Warschauer Pakts aus der Ostsee in Richtung Nordsee oder Atlantik passierten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fast noch spannender finde ich allerdings diese alte Kirche. Sie wurde gebaut von einem Schiffer in Seenot, er gelobte das er die Kapelle errichten würde, wenn er erlöst würde. Die Kirche liegt auf dem 30 m hohen Steilufer. Sie wurde 1357 eingeweiht; das Meer hat das Steilufer untergegraben und 1928 stürzte der Chor ins Wasser ein. Der Rest der Kirche wurde untermauert. Der Sage nach soll sich die Kirche einen Hahnenschritt in jeder Weihnachtsnacht weiter ins Landinnere hineinschieben. Der letzte Gottesdienst wurde im Jahre 1910 gehalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/A99D342F-2566-49BC-923C-7E0373AC1794_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://www.danischeostseeinseln.de/urlaub/planen-sie-ihre-reise/hojerup-alte-kirche-gdk1058636"&gt;Højerup Alte Kirche&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/5CFE227D-657A-4093-9A08-660D716A8096_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://www.danischeostseeinseln.de/urlaub/planen-sie-ihre-reise/der-leuchtturm-von-stevns-gdk1058598"&gt;Leuchtturm von Stevns&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Etwas weiter war dann der Lagerplatz. Eingezeichnet auf der Karte war das Ganze direkt neben dem Toilettenhäuschen, wo es immerhin frisches, kaltes Wasser gibt. Daneben auch ein Shelter, den man benutzen kann und eine Feuerstelle. Was mir nicht gleich bewusst war: auf dem ganzen Areal ist Zelten erlaubt, und so war ich dann doch nicht alleine sondern fand noch vier andere Zelte. Irgendwie beruhigend dass noch andere Menschen da sind. Irgendwie fand ich es tatsächlich komisch, hier zu zelten, aber mit der Zeit ging es dann. Es wurde etwas kühl und vor allem windig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch ein kleiner Rundgang. Auch dieser Teil wurde militärisch genug und zwar als Abhöranlage. Heute wird einer der Türme als Vogelbeobachtungsplattform genutzt. Man sieht sogar von hier die Öresundbrücke.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/2753C852-D362-429F-A906-4C266D427B1C_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ehemalige Abhöranlage&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/A517D6AB-1400-4F69-89DE-AD45D9FBE046_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Aussichtsplattform&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/4E7196E9-84AB-4DD8-83BB-F0F9F57351BC_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die anderen Zelte&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/C0FF220E-318A-45AD-BC88-E225AB79E007_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Steilküste&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun wollte ich endlich mal die Rückfahrt buchen, also den zweiten Teil, nämlich die Fähre. Leider war die Nachtfähre nach Rostock schon ausgebucht und es gab tatsächlich praktisch keine Unterkunft in Rostock mehr. Das hat mir dann tatsächlich dan Abend verdorben, auf booking.com lediglich was über 150 €. Ich hatte dann in aller Verzweiflung ein Hotel Greifennest direkt angeschrieben (über Bed &amp;amp; Bike gefunden), aber eigentlich nicht mit einer Zusage gerechnet. Parallel hatte ich dann noch im &lt;a href="https://www.prizeotel.com/de/"&gt;prizeotel&lt;/a&gt; ein Zimmer für 140 € reserviert um wenigstens irgendwas zu haben. Corona ist wirklich ein Fluch, alle machen an der Küste oder in den Bergen Urlaub. Ich bin froh wenn die „normalen“ Leute wieder nach Mallorca und in die Türkei fliegen, dann ist es hier wieder entspannter.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Mittwoch: Nach Kopenhangen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Fast am Ziel angekommen zu sein ist ein gutes Gefühl. Der weitere Plan: Donnerstag entspannt Kopenhagen angucken und Freitag ist im Prinzip schon Teil der Rückreise (nach Malmö und dann die Fähre). Samstag steht dann die Zugfahrt von Rostock nach Hause an und Sonntag ist dann mein „Karenztag“.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In meiner Mailbox befindet sich als positive Überraschung eine Bestätigung des &lt;em&gt;Hotel Greifennest&lt;/em&gt; für 90 €, damit kann ich die teure Übernachtung stornieren. Immerhin, zwar kein Schnäppchen aber in Ordnung. Auch ansonsten beginnt der Tag wunderbar ruhig, ich höre Vögel zwitschern, die ich von zu Hause nicht kenne. Naturzelten gefällt mir, auch wenn ich durchaus eine warme Dusche vertragen könnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ansonsten ist es trüb und trocken aber kalt und windig. Im Laufe des Tages wird es aber besser. Gegen Mittag komme ich im am &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Vallø"&gt;Schloss Vallø&lt;/a&gt; vorbei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/6C215CEA-3E01-4D3E-AF9B-A551FFDC4EE4_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schloss Vallø&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/1CF026B1-AC71-4464-AF8D-04462904FF8E_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Brücke am Schloss Vallø&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die erste Stadt ist &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Køge"&gt;Køge&lt;/a&gt;, erstmal am Bahnhof die charakteristischen Kopenhagener S-Bahnen angucken. Auch die Innenstadt gefällt mir auf Anhieb. Es ist mittlerweile auch recht sonnig geworden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/3CCA4FCB-A3AD-4391-AF71-A5CEF94FFDA6_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;S-Bahn Kopenhagen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/4C176C53-6244-4922-9B86-A41CE6CC0207_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Innenstadt Køge&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/D32B3137-95BE-450D-AD23-F591B9C63120_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nicht mehr weit bis Kopenhagen, zumindest bis zum Campingplatz, den ich reserviert hatte. Wäre gerne bis &lt;a href="https://campingcopenhagen.dk/de/"&gt;Charlottenlund Fort Camping&lt;/a&gt; gefahren, aber der hatte ausgebucht. Daher habe ich mich für &lt;a href="https://ishojstrand.dk/de/camping/"&gt;Danhostel Ishøj Strand&lt;/a&gt; entschieden, eine Jugendherberge mit Campingplatz. War nicht eine ganz so glückliche Wahl, würde eher das nahegelegene &lt;a href="https://tangloppencamping.dk"&gt;Tangloppen Camping&lt;/a&gt; empfehlen, einfach weil es besser gelegen ist. Das Danhosel ist irgendwie so dazwischen, nicht am Strand aber auch nicht direkt bei der S-Bahn-Station. Vorteil ist dass man auch die Einrichtungen der Jugendherberge nutzen kann, wenn's regnet dann ein Vorteil.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/67CA855C-7CF9-4242-9C5C-1B8BD4E1C0AF_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eine dänische „Gumminase“&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/1B1882E5-873D-4943-A29D-800F5B2FE7A8_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wieder mal eine Kirche mit „Treppen“ am Turm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/C6C4019F-A5EE-40DF-B310-8C9D23C366E6_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Strand&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/9E09D89F-3269-4A35-9CC5-75DA55C2DCE6_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Platz – Zelte leider neben der „Straße“&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Donnerstag: Kopenhagen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Heute steht Kopenhagen auf dem Programm. Aber obwohl ich „fast“ da bin sind es dann doch noch knapp 30 km. Das Wetter passt aber und der Weg ist sehr schön quasi entlang der Küste bzw. etwas hinterhalb. Ich war vor einigen Jahren schonmal in Kopenhagen, insofern kenne ich die bekannten Sehenswürdigkeiten. Denke ich zumindest.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/A7893B42-E7E4-4794-9EAD-50A59F0CB489_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Vallensbæk Strand&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit dem Fahrrad fährt man dann doch einen anderen Weg „rein“ in die Stadt als man so kennt. Von dem her war ich dann schonmal etwas überrascht dass mir restmal gar nichts bekannt vorkam.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/DD2CA9C1-FD88-4549-9E0E-0554DBED1FDF_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/347E33A1-8FBC-4DAA-986F-3424A6ADD6BB_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/0779C08B-6E34-4D0B-B8B2-843FA3654DFA_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/40C8F09C-C258-4B51-9E8D-A7497C695D94_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kopenhagener Rathaus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/E8EA79AF-382F-439E-83C2-5F1C84C42151_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof erkunden&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/5C465A05-B65F-49F3-B8BA-48031CF1C30A_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kanal in Kopenhagen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kopenhagen hat viele Kanäle, was bietet sich da an einem schönen, warmen Sommertag mehr an wie eine Kanalrundfahrt zu machen? Das habe ich dann auch getan. Leider kann man vom Boot aus schlecht fotografieren, daher gibt's an dieser Stelle weniger Bilder. Hat sich aber gelohnt, man kommt in Ecken, die man sonst bei einem Stadtrundgang zu Fuß nicht sieht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/84D6066A-EA60-46DB-A33B-9613EC52B6EE_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Verteidigungsanlagen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Abend treffe ich mich noch mit &lt;code&gt;@gamma_37&lt;/code&gt; bei einem dänischen Hot Dog. Im Übrigen ist Corona hier definitiv vorbei. Man merkt nichts mehr davon außer ein paar Masken beim Einsteigen in die S-Bahn oder am Bahnhof. Ohne Impfung würde ich mich unwohl fühlen – auch angesichts der hohen Inzidenzen und der Tatsache, dass die Hauptstadtregion kurz vor meiner Reise zum RKI-Risikogebiet erklärt wurde. So allerdings empfinde ich es sehr angenehm, in Bayern müsste ich noch ständig eine FFP2-Maske mit mir rumschleppe und aufsetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zurück bin ich dann mit der S-Bahn gefahren. Die haben hier sehr viele Stellplätze für Räder und die Fahrradmitnahme ist sogar kostenlos. Was allerdings dazu geführt hat, dass sich die am Automaten nicht buchen lassen wenn man ein Fahrrad auswählt. Ich musste erstmal einen Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe um Rat bitten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Radfahren in Kopenhagen fand ich jetzt gar nicht so phänomenal wie immer angepriesen. Klar, die Radwegführung ist ganz gut, was mich aber wirklich genervt hat war das Fehlen vernünftiger Fahrradständer wo man den Rahmen gut anschließen kann. Es gab eigentlich nur die Vorderradständer, ansonsten war man auf Laternen angewiesen. Da ist Nürnberg definitiv besser aufgestellt mit vielen Bügeln. Dass in Kopenhagen keine Räder gestohlen werden, kann ich mir nicht vorstellen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Nach Schweden&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nach dem sommerlichen Tag gestern wird's heute wieder etwas kühler, aber wieder trocken. Bis auf das kurze Intermezzo am Campingplatz in Mecklenburg war es tatsächlich die ganzen zwei Wochen trocken, wenn auch der Wind manchmal genervt hat. Da hatte ich großes Glück, vor allem angesichts der Tatsache dass der Sommer bisher sehr mau war und es sehr viel geregnet hat, zumindest in Franken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute steht die Rückreise an, aber dafür muss ich erstmal nach Schweden, da ich mich eben für die Fähre aus Trelleborg entschieden hatte. Also erstmal mit der S-Bahn nach Kopenhagen, mit dem Öresundståg nach Malmö und dann, je nachdem wie es zeitlich aussieht, entweder mit dem Zug oder mit dem Fahrrad weiter nach Trelleborg. Ich wäre natürlich gerne über den Öresund geradelt, aber das geht leider nicht, also es ist zumindest nicht erlaubt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/363802DC-B6D8-4FD0-93D9-B54CC149349D_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;So schauen die S-Bahnen innen aus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/062FB6B8-AB32-44C7-A462-D6FBD87796A9.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Tickets für mich (voksen = Erwachsener) und mein Rad (cykel), die man übrigens zumindest über die DSB nicht online bekommt sondern nur am Automaten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf der Fahrt kann man wenig fotografieren, die Züge sind innen aber sehr bequem (definitiv Fernverkehrs-Standard) und auch genügend Stellplätze für Räder sind vorhanden. Angekommen in Malmö im Tiefbahnhof, leider habe ich kein besseres Foto vom Zug.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/1F0A1030-5278-45BF-91B0-5FA9156BFEC0_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erinnerungen an meine erste Interrail-Reise werden wach als ich diese Abfahrtstafel sehe. Bin damals den Nachtzug von &lt;em&gt;Snälltåget&lt;/em&gt; Berlin – Malmö gefahren als er noch über die Fähre fuhr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/6078BA2A-9609-43A9-AD30-FBE1124AE6B4_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Malmö Central&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/54A9753D-35A1-45E1-8A8D-2FF0970C45CF_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;In so einen X2000 nach Stockholm wäre ich gerne eingestiegen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erstmal kaufe ich mir am Bahnhof innen eine hervorragend schmeckende Zimtschnecke. Die gibt's eben doch nur in Schweden. Ich entscheide mich für das Fahrrad nach Trelleborg, der Wind steht gut, ich habe Rückenwind. Trotzdem muss ich mich beeilen, so bleibt für Malmö nur der schnellste Weg den mir Komoot raussucht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/99C65CC6-6297-47C3-8525-FFD121E424B3_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/298D93BA-B048-46B6-BD9B-ADE11D9AAAA3_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/298D93BA-B048-46B6-BD9B-ADE11D9AAAA3_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hyllie Wasserturm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was mir in Schweden positiv aufgefallen ist: die Bordsteine der Radwege sind sehr gut abgesenkt bzw. es sind gar keine Bordsteinkanten vorhanden. Das ist nämlich ein Punkt, der mich bei deutschen Radwegen am meisten stört, gerade wenn man etwas Gepäck auf dem Gepäckträger hat: man muss bei jeder Kreuzung um seine Zahnfüllungen bangen weil die Bordsteine so schlecht abgesenkt sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich musste mich etwas beeilen, die Fähre fuhr um 14:30 Uhr. Aber immerhin, 13:23 Uhr und ich war in Trelleborg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/EBCA445C-8DEC-4AD9-B82A-0516B8D49643_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserturm_Trelleborg"&gt;Wasserturm Trelleborg&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber erstmal muss ich noch Postkarten abschicken. In Dänemark waren mir nämlich die Preise zu teuer, stolze 3,60 € kostet eine Postkarte ins Ausland (bzw. ein Brief, vergünstigte Postkarten gibt es nicht). In Schweden sind es dann „nur“ 2,10 €, immer noch viel wenn man bedenkt dass eine Auslandspostkarte in Deutschland nur 95 Cent kostet. Ich finde dann aber schnell einen passenden Kiosk und werfe die Karten ein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/CC1B4FA1-C375-4244-975B-81EE588761EA_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Innenstadt von Trelleborg ist auch nett, aber ich hab's eilig&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Hafen ist schnell gefunden, aber ich bin etwas verwirrt wie ich da reinfahren soll. Ich folge letztlich der Beschilderung für Autos, man wird dann quasi einmal eine lange Straße vorgeleitet, nur um dann „dahinter“ die gleiche Strecke wieder zurückzufahren. Das ist vermutlich dafür gedacht wenn sich viele Autos stauen. Jedenfalls hat das dann alles gepasst, das Ticket hatte ich schon online gekauft. Die Fahrt inkl. Fahrrad kostet schlappe 17,50 €, das sind immerhin um die 6 Stunden auf der Fähre. Ein wahres Schnäppchen, zumal das kein Sparpreis ist sondern der reguläre Preis wenn man online bucht. Man fährt ganz normal an die Schranke, bekommt sogar einen Zettel für die „Windschutzscheibe“, es gibt dann sogar „Fahrradständer“ auf der Fähre. Insgesamt ist der Hafen viel kleiner wie in Rostock.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Thema „Fähre“ hat damit den Schrecken für mich verloren, man sollte nur wirklich genügend Zeit einplanen wenn man den Hafen nicht kennt. Es ist alles für Autos ausgelegt und nicht für Räder. Für Fußgänger gibt es übrigens eine Abkürzung (und der Hafen ist ohnehin direkt beim Bahnhof) und in Rostock sogar einen Shuttlebus zu einer Haltestelle des Stadtverkehrs, insofern kann ich die Route durchaus auch für Fußgänger empfehlen, zumal eine Kabine oder Koje viel einfacher und günstiger zu haben sind wie beim Nachtzug ein Privatabteil.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/FC73EB55-88D1-4F51-9866-905C2D1FAA96_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Auf zur Fähre&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ob auf der Fähre Maskenpflicht herrscht weiß glaub ich niemand so genau. Auf internationalem Gewässer dürfte ohnehin weder die deutsche noch die schwedische Gesetzgebung gelten sondern nur das Hausrecht der Rederei. Ich persönlich benutze sie am Gang aber nicht am Platz, bin aber eh viel draußen bei dem herrlichen Wetter und gönne mir auch eine Mahlzeit im Restaurant.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/8A2F94FA-82E4-49F8-B0D1-B0C043189A3D_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Steilküste von Møn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/2A32BEB9-D31A-417F-B3F5-C33668A9AF69_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Leuchtfeuer Warnemünde&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Fähre hat etwas Verspätung. Ich muss 22 Uhr im Hotel sein sonst wird ein Spätzuschlag fällig. Als sparsamer Schwabe lege ich mich ins Zeug, den Weg kenne ich ja im Prinzip, um 22:03 bin ich dort, man ist aber gnädig und verlangt nichts zusätzlich. Fahrrad kommt in eine Garage, auf das Frühstück verzichte ich aus Zeitgründen, das Zimmer schaut etwas seltsam aus aber ist ansonsten einwandfrei. Nach fast zwei Wochen nur im Zelt schraub man seine Ansprüche ohnehin etwas runter, aber ich könnte jetzt auch nicht wirklich sagen dass ich da besser geschlafen hätte als im Zelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/73F4C778-C041-4202-AF21-4A06D0A0897B_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zimmer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immerhin, man verlangt meinen Impfnachweis. Nichtmal auf der Fähre hat man sich dafür interessiert, diese ganzen Regeln sind nicht nur verwirrend, in der Praxis spielt es ohnehin fast keine Rolle. Weniger ist manchmal durchaus mehr.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Samstag: ab nach Hause&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der KISS-IC2 fährt kurz nach 8 Uhr in Rostock ab. Es sind die „alten“ Westbahn-Züge von Stadler, die die DB vor zwei Jahren gekauft und ans DB Design angepasst hat. Die Fahrradplätze sind im Nahverkehrs-Stil (aber reservierungspflichtig), Ledersitze in der 2. Klasse, insgesamt gefallen mir die Züge recht gut. Nettes Detail sind die Reservierungsanzeigen als E-Paper statt als (O)LED.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/900B51E5-DB56-4BC7-90B9-A488FB206439_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fahrradplatz im KISS IC2&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/A3A68CD7-429D-487C-B7CB-0E8B0C93D0BC_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ledersitze&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Umstieg in &lt;em&gt;Berlin-Südkreuz&lt;/em&gt; auf Flixbus (dies erspart den Weg vom Hauptbahnhof zum ZOB mit dem ÖPNV). Dort treffe ich mich noch mit @spmrider und sehe mal sein Liegerad in echt. Schönes Teil.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2021_07_berlin_kopenhagen/67363B8C-CC5E-421E-8961-EDBF423D7426_1_105_c.jpeg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fahrradträger von Flixbus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Räder kommen bei Flixbus hinten dran, und das ist auch das große Manko. Beim Einhängen ist der Busfahrer nicht zimperlich und so entsteht am Bügel beim Getränkehalter eine kleine Schramme (an dieser Stelle sind die Aufhängungen nicht gummiert). Außerdem regnet etwas kurz während der Fahrt in Franken und so ist das Fahrrad dadurch schmutziger wie nach zwei Wochen Urlaub. Vor allem handelt es sich ja nicht um normalen Regen sondern um diesen dreckigen Staub/Sand, der von der Straße und den Auspuff direkt aufs Fahrrad gewirbelt wird. Der Bus ist ansonsten ziemlich leer, bequem finde ich Busfahren nicht, die Fahrt zieht sich dann auch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist wirklich nur eine Notlösung. Ich glaube wenn ich nochmal fahren würde, hätte ich den IC2 bis Dresden gebucht und würde dann im Nahverkehr über Hof zurückfahren. Dauert zwar noch länger, aber die Umstiege wären verkraftbar und mein Rad wäre in sicheren Händen gewesen. Sowohl der Fahrer als auch die Begleitperson, die die Tickets kontrolliert hat, sprachen kein Wort deutsch. Flixbus ist schon ein sehr zwielichtiges Unternehmen das nur auf Gewinnmaximierung setzt. Und so günstig fand ich die 35 € von Berlin nach Nürnberg jetzt auch nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immerhin: pünktlich in Nürnberg, noch nach Hause geradelt und wohlbehalten angekommen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Zusammenfassung und Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wer sich für die Strecke interessiert: bin ich relativ konsequent den &lt;a href="http://www.bike-berlin-copenhagen.com/de/content/bike-berlin-copenhagen"&gt;Berlin-Kopenhagen-Radweg&lt;/a&gt; gefahren. Wie bei fast allen touristischen Radfernwegen gibt es auch dafür ein &lt;a href="https://www.esterbauer.com/bikeline/radfernweg-berlin-kopenhagen/"&gt;Tourenbuch&lt;/a&gt;, das auch ein gutes Unterkunftsverzeichnis hat. Gerade in Dänemark sind die Unterkünfte eher mau, wenn man nicht zelten möchte, man sollte also etwas planen.&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/collection/1245831/embed" width="100%" height="580" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;p&gt;Die Tour ist ideal zum Zelten: neben einer großen Campingplatzdichte auf der Mecklenburgischen Seenplatte findet man in Dänemark neben den Campingplätzen auch noch viele Naturzeltplätze. Die Straßen sind gut, fast nur Asphalt. Oft fährt man auf wenig befahrenen Landstraßen, teilweise mitten durch den Wald auf Fahrradstraßen. Wer allerdings viele Sehenswürdigkeiten in Städten sucht, wird enttäuscht sein. Zwar hat man am Anfang und Ende Berlin bzw. Kopenhagen, aber eine Städtereise kann man auch ohne Fahrrad machen. Es findet sich die eine oder andere schöne Stadt auf dem Weg (beispielsweise Waren, Rostock, Oranienburg, Køge), aber insgesamt ist es eher ein Naturerlebnis mit vielen Seen, endlosen Feldern und Strand.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während der Mecklenburger Teil hügeliger war als gedacht war es in Dänemark – bis auf Møn – total flach aber umso windiger. Das stört beim Vorankommen eigentlich mehr als Hügel, vor allem, wenn man es nicht gewohnt ist. Der Wind ist quasi „unsichtbar“ und ständig da während man die Hügel sieht und zu jedem Anstieg auch ein Abstieg gehört.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Fahrt mit der Fähre (und Fahrrad) war für mich komplettes Neuland. Hat man sich aber mal an die etwas umständliche Prozedur am Hafen, die halt für Autos, Busse und Lastwagen ausgelegt ist, gewöhnt, schätzt man umso mehr die Vorteile gegenüber einer Bahnfahrt: großer Außenbereich ohne Maskenpflicht, keine Kapazitätsengpässe für Fahrräder und nicht zuletzt ein etwas breiteres gastronomisches Angebot als im Speisewagen. Internet hat man logischerweise auf dem offenen Meer keines.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Ausblick&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Auch der kleine Abstecher in Schweden hat mir gut gefallen. Die logische Fortsetzung wäre der &lt;a href="https://kattegattleden.se/de"&gt;Kattegattleden&lt;/a&gt; von Trelleborg nach Göteborg. In Schweden ist Fahrradmitnahme in der Bahn zwar ein Kapitel für sich (die Fernzüge nehmen fast alle keine mit), es gibt allerdings eine direkte Nachtfähre von Kiel nach Göteborg, insofern wäre die Anreise und Heimreise kein Problem.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Berlin-Kopenhagen-Radweg ist auch Teil der &lt;a href="https://de.eurovelo.com/ev7"&gt;EuroVelo Route 7&lt;/a&gt; („Sonnenroute“) von Sizilien bis zum Nordkap. Hätte man bloß mehr Urlaubstage. :-)&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="fahrrad"/></entry><entry><title>Mit dem Fahrrad durch die Schweiz</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2020-tux-de-suisse.html" rel="alternate"/><published>2020-11-14T00:00:00+01:00</published><updated>2020-11-14T00:00:00+01:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2020-11-14:/pelican/2020-tux-de-suisse.html</id><summary type="html">&lt;p&gt;2020 wird als das Corona-Jahr in die Geschichte eingehen, wo alle Pläne auf den
Kopf gestellt wurden. Nun, ich hatte für den Sommer gar keine richtigen Pläne,
aber hatte eigentlich eher was in Richtung Ostsee (Polen) oder
Berlin-Kopenhagen vor. Aber nachdem mir Polen irgendwie zu weit weg war, also
wegen ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;p&gt;2020 wird als das Corona-Jahr in die Geschichte eingehen, wo alle Pläne auf den
Kopf gestellt wurden. Nun, ich hatte für den Sommer gar keine richtigen Pläne,
aber hatte eigentlich eher was in Richtung Ostsee (Polen) oder
Berlin-Kopenhagen vor. Aber nachdem mir Polen irgendwie zu weit weg war, also
wegen Grenzschließung und Dänemark lange die Grenzen für Touristen geschlossen
hielt und ich außerdem nach der Spreeradweg-Tour Lust auf Gebirge hatte, und es
mir zudem im Winter sehr in der Schweiz gefallen hat, entschloss ich mich
relativ spontan für eine Tour in der Schweiz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses Jahr wollte ich mir unbedingt einen Traum erfüllen, nämlich im Zelt
übernachten. Ich hab das nie gemacht, als 18-jähriger haben wir in meiner
Clique einmal draußen übernachtet und ich fand's mega toll, aber die andern
empfanden das als zu „unkomfortabel“ – und dann hat sich das irgendwie
zerschlagen. Irgendwie fühlte ich mich trotz Ü35 als nicht zu alt das zu wagen.
Also hab ich mir im Laufe des Winters und Frühjahrs die Ausrüstung ausgesucht
und gekauft und auf zwei Wochenendtouren mal ausprobiert, damit's nicht der
komplette Sprung ins kalte Wasser wird. Zur Ausrüstung dann am Ende noch mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Letztlich hat die Geschichte mit dem Zelt zwei praktische Vorteile: es ist
gerade in der Schweiz deutlich günstiger und auch viel flexibler, da kleine
Zelte eigentlich auf einem Campingplatz fast immer noch Platz haben. Das
besondere an dieser Reise war also: Ich hatte nur einen Startpunkt und eine
Idee, keinen Endpunkt und keine Rückfahrkarte. Schließlich habe ich mich
ausreichend informiert wie ich auch an der Schweiz an eine Fahrkarte komme.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die einzige Aktion davor war also beim Chef Urlaub zu beantragen und im Fürther
Video-Reisezentrum eine Fahrradkarte von Nürnberg über Stuttgart nach Brig zu
kaufen. Dort wollte ich dann erstmal übernachten, am nächsten Tag mit dem Zug
bis nach Oberwald fahren und weiter mit dem Postauto nach Gletsch. Von dort
sollte die Tour über den Grimselpass entlang der Aaare gehen, also die
&lt;a href="https://www.schweizmobil.ch/de/veloland/route-08.html"&gt;Aare-Route (8)&lt;/a&gt;.
Nachdem die Routen vorbildlich ausgeschildert sind, wollte ich auf
GPS-Navigation auch verzichten und bloß aufzeichnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es kam anders, aber ich verzichte jetzt auf eine Karte am Anfang und schreibe
einfach wie sich das ergeben hat. Die Karte kommt dann am Ende.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Samstag: Zugfahrt nach Brig&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Tja, bahntechnisch ist die Schweiz relativ weit von Nürnberg weg, so dass die
Anfahrt einen ganzen Tag in Anspruch nimmt. Nachdem ich bis Freitag arbeiten
musste, wollte ich nicht zu früh aufbrechen so dass ich am Morgen noch die
letzten Dinge erledigen konnte. Los ging's dann aber letztlich doch schon um
8:30 Uhr, erst mit dem Fahrrad zum Bahnhof nach Anwanden, dann mit der S-Bahn
nach Ansbach und im IC2 nach Stuttgart. Es war ein schwül-heißer Tag mit
angekündigten Gewittern am Abend.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Ansbach musste ich mich dann erstmal mit einer Radfahrerin über die
Reservierung streiten, sie hat aber dann zum Glück ihren Fehler schnell erkannt
und wir haben uns noch nett unterhalten. Hat man auch nicht oft, meistens ist
die „Bahn“ ja an allem Schuld. Die Klimaanlage im IC2 funktioniert gut, leider
war der Ausstieg in Stuttgart dann wie gegen eine Wand zu laufen. Noch etwas
Reiseproviant besorgt, der Zug nach Zürich stand schon bereit. Ich hatte für
den Abend noch keine Unterkunft, nur eine Zusage per E-Mail dass auf dem
Campingplatz noch was frei wäre und auf booking.com ein paar Hotels deutlich
unter 100 Euro gesehen, auf die ich ausweichen könnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach Stuttgart fahren die alten SBB-Wagen mit mäßiger Klimatisierung.
Fahrradplätze befinden sich jeweils 2 am Anfang des Wagens, man muss das Rad
aufhängen:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-01_121055.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mein aufgehängtes Fahrrad&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Fahrt durch's Neckartal ist zwar ganz nett, aber sie zieht sich. Ich hatte
dann meinen ersten Tiefpunkt, bevor die Reise überhaupt angefangen hat. Müde,
leichte Kopfschmerzen, viel zu schwülwarm (die Klimaanlage ist in diesen Zügen
eben nicht besonders gut), mir macht die Maske da zusätzlich zu schaffen auch
wenn es angeblich keinen Unterschied macht. In Zürich konnte ich das Ding dann
endlich ablegen, in der Schweiz herrscht in den Bahnhöfen auch offiziell keine
Tragepflicht. Erstmal Franken aus dem Automaten gezogen und dann den
Tiefbahnhof gesucht bzw. den Fahrstuhl dorthin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-01_152542.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Uhrenvergleich in Zürich HB...&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der letzte Teil der Fahrt verbrachte ich dann im SBB-Doppelstockwagen. Die
Klimaanlage ist besser, aber zumindest in dem Fahrradabteil auch nicht
besonders gut. Um 18:30 Uhr dann in Brig, ziemlich kaputt. Noch schnell den
Campingplatz gesucht (geht etwas den Berg hoch) und das Zelt aufgebaut.
Besonders gefallen hat er mir irgendwie nicht, das Personal war etwas
unfreundlich und mir war der Wasserfall zu laut. Ich bat die Zeltnachbarn (eine
französische Familie) etwas auf mein Zelt acht zu geben während ich mich im
Dorf noch mit dem @K1ngdaKa88 und der @gleisturbine traf. War echt nett.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-01_201654.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kloster in Brig&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-01_203157.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Unter dieser Brücke war mein Schlafplatz (das grüne Zelt)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-01_204548.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Besagter Wasserfall&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Sonntag: Was nun?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ursprünglich wollte ich ja an diesem Tag den &lt;em&gt;Grimselpass&lt;/em&gt; fahren, aber das
Wetter war nicht danach, also die Vorhersage. Insofern hab ich den Plan B
konstruiert: Die Rhone aufwärts und so lange aussitzen bis Anfang der nächsten
Woche das Wetter besser wird. Erstmal startet der Tag aber sonnig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-02_101836.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Rotten (so wird die Rhone hier genannt) kurz vor Brig&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Rhonetal gefällt mir gut, der Radweg ist aber durchaus anstrengend zu
fahren, sowohl was die Steigungen als auch was die Wegqualität betreffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-02_122500.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Grengiols&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-02_134437.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Brücke in einem Seitental&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sehr gut gefallen hat mir das Dorf &lt;em&gt;Ernen&lt;/em&gt; mit den vielen alten noch erhaltenen
Holzhäusern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-02_143742.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ernen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-02_143848.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dorfplatz in Ernen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf dem Weg lerne ich dann ein neues Verkehrsschild kennen, das mir auf Twitter
erklärt wird: &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bergpoststrasse"&gt;Bergpoststraße&lt;/a&gt;:
„Eine &lt;em&gt;Bergpoststraße&lt;/em&gt; ist eine besondere Verkehrsstraße in der Schweiz. Auf
diesen Bergpoststraßen haben Linienbusse der schweizerischen Post immer
Vortritt und dürfen dort das Dreiklanghorn verwenden.“.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-02_145339.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bergpoststraße&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegen 15 Uhr treffe ich ich &lt;em&gt;Fiesch&lt;/em&gt; ein und beziehe mein Zimmer in der
Jugendherberge. Es soll ja am Abend regnen und da hatte ich keine Lust auf
Zelten. Ich bin mit dem Zimmer sehr zufrieden, zumal es nur 53 CHF kostet!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-02_160733.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zimmer in der Jugendherberge Fiesch&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Bahnhof der Matterhorn-Gotthard-Bahn &lt;em&gt;Fiesch Feriendorf&lt;/em&gt; befindet sich
direkt vor der Haustür! Den Abend verbringe ich noch mit Essen in einer
Pizzeria, Wäsche waschen und Filme gucken und schaue mir noch kurz das Dorf an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-02_174612.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof und Talstation der Seilbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Montag: Wandern in Fiesch&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Am nächsten Tag soll es nun endgültig regnen, daher beschließe ich, noch einen
Tag hier zu bleiben. Leider lässt sich der Aufenthalt in der Jugendherberge
nicht verlängern, ich buche ein etwas teureres Hotel und stelle dort mein
Gepäck und auch mein Fahrrad ab. Im Tourismusbüro lasse ich mich bzgl.
Wanderungen beraten und gehe einen Teil des &lt;a href="https://www.valais.ch/de/aktivitaeten/wandern/wanderungen"&gt;Gommer
Höhenwegs&lt;/a&gt;. Zunächst
geht's mit der &lt;em&gt;Matterhorn-Gotthard-Bahn&lt;/em&gt; nach &lt;em&gt;Münster&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-03_103956.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Münster&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-03_124339.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-03_141025.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Gluringen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In &lt;em&gt;Gluringen&lt;/em&gt; beende ich dann auch die Wanderung. Angesichts des schlechten
Wetters verliere ich die Lust. Den Rest fahre ich mit der
&lt;em&gt;Matterhorn-Gotthard-Bahn&lt;/em&gt; zurück.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-03_143601.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Matterhorn-Gotthard-Bahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Hotel &lt;em&gt;Fiesch&lt;/em&gt; heißt „Hotel Du Glacier“, ist relativ alt (also auf
historisch gemacht), leider heißt das auch Holzdielenboden wo der Schrank
wackelt wenn man aus dem Bett aufsteht. So richtig begeistert war ich also
nicht. Überhaupt, durch das schlechte Wetter und auch die ungewisse Vorhersage
am nächsten Tag war meine Stimmung wieder ziemlich unten. Eigentlich wollte ich
ursprünglich am Sonntag den Pass fahren und jetzt ist nichtmal klar, ob ich ihn
am Dienstag fahren kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-03_183009.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hotel du Glacier&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Dienstag: Kein Pass&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der nächste Tag beginnt mit Regen, auf der Alpennordseite sieht es noch
schlechter aus. Der Regen hört langsam auf, ich beschließe zu starten aber
nicht wie geplant mit dem Zug bis &lt;em&gt;Oberwald&lt;/em&gt; sondern weiter im Rhonetal aufwärts.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-04_094344.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Leider noch wolkenverhangen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das erste Highlight ist die Hängebrücke &lt;em&gt;Goms Bridge,&lt;/em&gt; die natürlich geschoben
werden muss. Mir ist ganz schön mulmig dabei, da sie sich natürlich bewegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-04_102518.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hängebrücke&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich fahre also die ganze Zeit die &lt;a href="https://www.schweizmobil.ch/de/veloland/route-01.html"&gt;Rhone-Route
(1)&lt;/a&gt; flussaufwärts. Das
Wetter wird besser.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-04_125400.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bei Reckingen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-04_130250.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Militärflugplatz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alles in allem gefällt mir das Rhone-Tal schon sehr gut: Die sich wandelnde
Landschaft, die Möglichkeit mit den Seilbahnen bis zum Gletscher hochzufahren,
leider hat halt das Wetter nicht ganz gepasst. Ich komme vorbei an kleinen
Dörfern, hatte eigentlich vor, nochmal in einer Pension zu übernachten, habe
aber nichts preislich überzeugendes gefunden. Gegen Nachmittag wird es sehr
windig – Gegenwind. Ich beerdige endgültig den Plan, heute einen Teil des
Passes zu fahren und fahre schließlich bis zum Ende des Tals &lt;em&gt;Oberwald.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-04_144008.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Glacier-Express der Matterhorn-Gotthard-Bahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen in Oberwald sticht dann als erstes der Bahnhof ins Auge, der aus
zwei Teilen besteht: Der normale Bahnhof der &lt;em&gt;Matterhorn-Gotthard-Bahn&lt;/em&gt; mit
Autoverlad, der die Strecke durch den Furka-Basistunnel bedient. Daneben
befindet sich der Bahnhof der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dampfbahn_Furka-Bergstrecke"&gt;Dampfbahn
Furka-Bergstrecke&lt;/a&gt;,
der eben von jener Museumsbahn bedient wird (neben Dampfzügen fahren auch
Dieselzüge). Die Museumszüge fahren lediglich an bestimmten Tagen im Sommer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-04_145449.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof Oberwald, rechts die Gleise der Museumsbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-04_173003.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf den Bahnhof, rechts sieht man die Autotransportzüge (im Furka-Basistunnel findet Autoverlad statt)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-04_175711.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnübergang mit Zahnrädern (wenn die Übergang geschlossen ist, werden die Zahnräder hochgefahren)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Dorf Oberwald gibt es wenig zu sagen, ein paar Häuser, eine kleine Kirche,
ein Fahrradladen, Rathaus, Post und ein kleiner Supermarkt. Tatsächlich habe
ich in der Schweiz in jedem kleinen Dorf einen Supermarkt gefunden, wenn auch
etwas teurer als die großen Ketten. Sehr angenehm, hätte ich in Deutschland
auch gerne!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als erstes checke ich aber den Zeltplatz, nachdem auf E-Mails nicht reagiert
wurde weiß ich nichtmal, ob noch was frei ist. Der Campingplatz nennt sich
&lt;a href="https://www.forest-lodge.ch"&gt;Forest Lodge &amp;amp; Camping&lt;/a&gt;, neben einem Stellplatz
für Wohnmobile Zelten gibt es auch viele Zimmer, Aufenthaltsräume etc. Viel ist
nicht los, ich rufe die in der Rezeption angegebene Telefonnummer an und der
Herr meinte, ich soll mir einfach was aussuchen. Ich stelle mein Zelt etwas
geschützt am Haus neben ein anderes Zelt und neben einen Baum und fahre dann
Einkaufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-04_154857.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Camping&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Bahnhofscafé gönne ich mir einen Kaffee und angesichts der Kälte mache ich
mir etwas Sorgen um die Nacht. Was sind eigentlich diese Angaben
Grenztemperatur, Komforttemperatur und Extremtemperatur. Ich stoße auf den
Artikel &lt;a href="https://www.bergfreunde.de/basislager/temperaturangaben-bei-schlafsaecken-und-was-sie-bedeuten/"&gt;Temperaturangaben bei
Schlafsäcken&lt;/a&gt;?
Was bedeuten sie wirklich? eines Outdoor-Versenders. Ich lerne dass sich das
Ganze auf den Norm-Mann bezieht, der 25 Jahre alt, 70 kg schwer, 1,73 m groß
ist. Nun, ich bin älter, größer und vor allem schwerer, habe aber im
Fichtelgebirge mit meiem Aldi-Schlafsatz trotzdem gefroren. Aber vielleicht
waren die Angaben einfach falsch und passen auf dem jetzigen, teuren
Daunenschalfsatz. Wird schon werden, ich habe eh keine Alternative.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nochmal zu Oberwald: Man befindet sich quasi am Ende der Welt. Das Rhone-Tal
„endet“ hier, gäbe es nicht den Pass (der im Winter geschlossen ist) und den
Tunnel (der erst seit 1984 existiert) müsste man zum Erreichen der Zivilisation
wieder Richtung Brig zurückfahren. Aber genau deshalb gefällt es mir hier so
gut, ich mag Täler, ich mag Ecken. Die beiden anderen Zelte gehören zu vier
Studierenden aus Deutschland, die zum Klettern hier sind. Die Nacht wird
ungefähr 5 °C kalt, ich schlafe aber gut, die Angaben auf dem Schlafsack
scheinen zu passen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-04_213945.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Es ist einfach wunderbar, so einzuschlafen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Mittwoch: Der Pass&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nun also endlich: Die Wolken haben sich verzogen, ich kann guten Gewissens den
Pass in Angriff nehmen. Das ist der erste Pass, den ich ohne E-Bike fahre. Aber
wird schon werden, es gibt ja immer noch das Postauto und vor allem: Schieben
und warten. Der erste Teil geht nach Gletsch, dort trennt sich dann die Strecke
in &lt;em&gt;Furkapass&lt;/em&gt; (nach Andermatt ins Rheintal) und den Grimselpass zur Aare.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-05_104359.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Pässe offen, Steigung bekannt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-05_112610.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Da muss ich hoch...&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-05_113317.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Oben sieht man den Pass, in der Mitte die Strecke der Furka-Bergstrecke&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-05_115928.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein müder cycletux nach der Mittagspause&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Entschädigung für die Mühen ist der herrliche Ausblick, das schöne Wetter
(angenehm trocken, nicht schwül) und fährt mir in Form einer Dampflok dann vor
die Linse.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-05_121117.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Furka-Dampfbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Extrem nervig ist der Verkehr, und vor allem die Motorräder, die laut und
teilweise rücksichtslos an einem vorbeiziehen. Natürlich hätten die gerne, man
würde als Radfahrer ganz rechts fahren, damit sie schön eng überholen können.
Aber wenn rechts der Abhang ist – die niedrigen Leitplanken helfen einem da als
Radfahrer auch nicht, man würde drüberfliegen – werde ich den Teufel tun und
ganz rechts fahren. Lieber noch eine Körperlänge Abstand damit ich im Fall des
Falles bloß auf die Straße fliege und nicht den Abhang runter. Wenn rechts der
Felsen ist, gestaltet sich die Fahrt entspannter. Ich wäre für eine
Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h auf solchen Pässen. Ich gönne jedem
seinen Spaß, aber die Grenze ist da, wo die Sicherheit und damit das Leben der
anderen beeinträchtigt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erster Zwischenstopp ist dann &lt;em&gt;Gletsch&lt;/em&gt;, ein kleines Bergdorf. Im Bahnhoffshop
kaufe ich einen Kaffee und Postkarten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-05_121822.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof Gletsch der Furka-Bergstrecke&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-05_123925.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Postauto mit Fahrradträger&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-05_124342.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;... wenn die ganzen Autos nicht wären ...&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-05_125335.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hotel Glacier Du Rhone&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie schon erwähnt trennen sich in &lt;em&gt;Gletsch&lt;/em&gt; die Pässe. Auf dem Grimselpass war
deutlich weniger Verkehr, aber die ganze Fahrt war schon sehr schweißtreibend
und anstregend.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-05_133820.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf die Rhone und den Furkapass&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um 14:15 Uhr bin ich dann endlich angekommen. Angenehm frisch dort oben,
herrlichstes Wetter, keine einzige Wolke sichtbar. Das Glücksgefühl war nur
etwas getrübt von der Tatsache, dass ich dort feststellte, dass ich meine
relativ neue Softshell-Jacke verloren habe. Wohl irgendwo liegenlassen? Aber
deshalb jetzt den ganzen Pass nochmal runter auf Verdacht war mir die Sache
dann doch nicht wert, der Wiederbeschaffungswert lag letztlich bei knapp 50 €
dank Schlussverkauf. Erstmal Fahrrad anschließen, Eis und Getränk kaufen und
etwas am am Totesee spazieren gehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-05_141503.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Endlich, der Grimselpass&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anschließend ging ich zum &lt;em&gt;Murmeltierpark&lt;/em&gt; und einmal um den See. Es ist wirklich
herrlich, alleine diese klare Luft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-05_142440.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Murmeltierpark&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-05_151109.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick über den Totesee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-05_152634.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kapelle&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So schön's oben war, irgendwann muss ich runter. Übernachtungsmöglichkeiten
gibt's zwar oben, aber die waren ohnehin heute ausgebucht. Was mich aber auch
noch gereizt hätte wäre die &lt;em&gt;Oberaarstrasse&lt;/em&gt; und dann im Berghaus übernachten,
das allerdings weniger ein Hotel und mehr eine Berghütte ist, also mit
Matratzenlager.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-05_160556.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Links der Grimselsee, rechts der Räterichsbodensee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-05_161342.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Grimsel-Hospiz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zur Abfahrt gibt's wenig zu sagen. Die Bremsen glühen, das Tal ist eng, es ist
wenig Verkehr. Das erste Dorf ist &lt;em&gt;Guttannen,&lt;/em&gt; ich fahre bis &lt;em&gt;Innertkirchen,&lt;/em&gt; dort
befinden sich mehrere Campingplätze. Und es gibt wieder einen Bahnanschluss mit
der sog. &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Meiringen-Innertkirchen-Bahn"&gt;Meiringen-Innertkirchen-Bahn&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-05_180533.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Meiringen-Innertkirchen-Bahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-05_181903.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Aare in Innertkirchen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich entscheide mich für den zweiten Campingplatz, &lt;em&gt;Camping Grund,&lt;/em&gt; war im
Nachhinein mit der Wahl aber nicht ganz so zufrieden, einfach weil auf der
Zeltwiese auch Autos standen und ausgerechnet an dem Tag Leute meinten, um 3
Uhr in der Früh mit dem Auto losfahren zu müssen. Bei vielen anderen Plätzen
gibt es eine getrennte Zeltwiese ohne Autos.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Insgesamt aber ein wirklich schöner Tag, an den ich mich noch lange erinnern
werde. Die Berge sind so schön!&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Donnerstag: Die Aare und der See&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich hatte ich einen super entspannten Tag geplant. Ab jetzt ist alles
flach, die Aare entlang. Tja, man sollte vorher das Höhenprofil anschauen, aber
dazu später mehr. Zunächst wollte ich die &lt;em&gt;Aareschlucht&lt;/em&gt; anschauen, wurde mir
vom @K1ngdaKa88 empfohlen. Nach Innertkirchen geht es zunächst den Berg hoch,
da die Aareschlucht so schmal ist, dass keine Straße mehr durchpasst. Irgendwie
logisch, sonst wäre es keine Schlucht. Für die Bahn wurde ein Tunnel gebaut.
Vorbei kam ich dann am &lt;a href="https://www.camping-aareschlucht.ch"&gt;Campingplatz
Aareschlucht&lt;/a&gt;, den ich eigentlich von der
Lage her empfehlen würde, einfach weil er direkt an der Aare liegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die „Passfahrt“ ist natürlich nichts im Vergleich zum Grimselpass, trotzdem hat
mich ein ungarischer Bus so eng gestreift dass ich richtig Angst bekommen habe.
Hätte es sich um ein Schweizer Kennzeichen gehandelt, hätte ich wohl Anzeige
erstattet. Aber die Aussichten gegen ein ungarisches Kennzeichen sind ja
praktisch nicht vorhanden. Bis die Bürokratie ihren Lauf nimmt ist der Bus
sicherlich schon über alle Berge (im wahrsten Sinne des Wortes).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-06_110145.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Aare bei Meiringen, kann man gar nicht genug ablichten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-06_134728.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof Meiringen, betrieben durch die Zentralbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zunächst geht's zum Bahnhof, das Gepäck in ein Schließfach verfrachten. Leider
nimmt das Schließfach nur 5-Franken-Münzen, die ich erstmal am Schalter
wechseln muss. Wurde aber sehr freundlich erledigt. Von dort fahre ich mit dem
gepäcklosen Fahrrad zum Bahnhof &lt;em&gt;Aareschlucht West,&lt;/em&gt; wo man dann in 5 Minuten am
Eingang der Schlucht ist. Dort löst man ein Ticket, welches gleichzeitig als
Rückfahrt für die Bahn gilt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Schlucht hat mir gut gefallen, leider war's doch arg voll, man hätte in der
Pandemie das Ganze als Einbahnstraße ausweisen sollen. An die Maskenpflicht hat
sich auch nur ungefähr die Hälfte gehalten und ich empfand sie angesichts der
hohen Luftfeuchtigkeit und des damit verbundenen ständigen Beschlagens meiner
Brille als störend.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-06_115948.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eine der engsten Stellen der Schlucht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-06_115521.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ich liebe einfach dieses milchige Wasser der Aare&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Rückweg startet dann am Bahnhof &lt;em&gt;Aareschlucht Ost,&lt;/em&gt; der sich im Berg
befindet. Leider war die Bahn wirklich sardinenbüchsenmäßig voll, nicht gut in
der Pandemie. Zum Glück hatten wenigstens alle Masken auf. Hier fasste ich auch
den Entschluss, mich nach der Rückkehr auf SARS-CoV-2 testen zu lassen. Sicher
ist sicher.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-06_130738.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof Aareschlucht Ost&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach einer Station steige ich aus, finde mein Fahrrad, radle zurück zum Bahnhof
und hole mein Gepäck. Nach einer kurzen Mittagspause und Besichtigung des Orts
geht's nun also endgültig los entlang der Aare Richtung
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Brienzersee"&gt;Brienzersee&lt;/a&gt;, dem östlichen der
beiden Seen, wo zwischen denen Interlaken liegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-06_132126.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Englische Kirche in Meiringen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-06_132104.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Statue von Sherlock Holmes&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;In den grössten Kaskaden der Reichenbachfälle soll die von Arthur Conan Doyle
geschaffene Romanfigur Sherlock Holmes mitsamt Professor Moriarty am 4. Mai
1891 hinabgestürzt sein. Holmes überlebte jedoch und nutzte die Gelegenheit, um
seinen eigenen Tod zu inszenieren und später den erfolglosen Todesschützen
Moran zur Strecke zu bringen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-06_135136.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Zentralbahn hat auch schöne lokbespannte Züge&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erst bin ich Trottel ziemlich steil den Berg hochgefahren bis ich irgendwann
kapiert habe, dass es die falsche Route ist. Es ging dann bis zum See total
flach entlang von wenig befahrenen Nebenstraßen, also genau so wie ich es mag.
Es war warm aber nicht zu heiß und vor allem nicht schwül.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-06_150250.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Landschaft im Tal der Aare&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am &lt;em&gt;Brienzersee&lt;/em&gt; ging es dann allerdings ziemlich steil den Berg hoch. Die
Radroute führt entlang der alten (leider doch verhältnismäßig stark befahrenen)
Straße südwärts. Als flache Alternative kann man aber auch vom Weg abweichen
und den See auf der flachen Nordseite entlang fahren, der Weg trifft sich dann
in Interlaken. Entschädigt wird man auf der steilen Südroute, auf der ich
durchaus auch geschoben habe, mit einem herrlichen Ausblick über den See und
vor allem den &lt;em&gt;Giessbachfällen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-06_161758.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Brienzersee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-06_164028.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Giessbachfälle&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-06_163529.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hotel bei den Giessbachfällen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider war's da schon 16:30 Uhr. Und ich hatte noch keine Unterkunft. Ich fuhr
vorbei an &lt;em&gt;Istelwald&lt;/em&gt;, aber da war nichts mehr frei. An einem anderen
Campingplatz hätte es noch ein Platz gegeben, allerdings ziemlich schief
gelegen und ohne Einkaufsmöglichkeit in der Nähe. Bin dann nach Interlaken
weiter, der Campingplatz, also die Rezeption hat gerade schon geschlossen, aber
ich durfte mich noch reinquetschen. Ich war ziemlich erleichtert. Mein Vorteil
war dann auch dass ich im Winter schonmal in Interlaken war, also mich
einigermaßen auskannte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Campingplatz liegt direkt an der Aare in der Nähe der Standseilbahn zum
&lt;em&gt;Harder Kulm&lt;/em&gt; an der Nordseite. Meine Zeltnachbarn, ein älteres Ehepaar aus der
italienischen Schweiz gab mir noch die Empfehlung in der Jugendherberge zu
essen, für knapp 20 Franken gab's dort ein Menü mit Nachspeise, ich war sehr
froh mal wieder was „richtiges“ (warmes) zu essen ohne gleich arm zu werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-06_210126.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Aare bei Interlaken&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Freitag: Entlang des Thunersees&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wettermäßig begann der heutige Tag so schön wie der letzte aufgehört hat.
Frühstück direkt am Seeufer, was gibt es schöneres?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-07_074604.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Frühstück mit Enten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem es mit der Kurtaxe 10 Franken Ermäßigung für die Harder-Kulm-Seilbahn
gab (30 Franken statt 40 für hoch und runter), hat's mich doch gejuckt damit
mal hochzufahren und den Blick über das Tal zu genießen. Es war eine gute Idee,
so früh zu fahren, denn zwei Stunden später war auch die Seilbahn richtig voll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-07_095827.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick vom Harder Kulm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;War zwar schön aber für die knappe Stunde hat sich das dann auch irgendwie
nicht gelohnt. So, nun also zum Campingplatz, Zelt abbauen, und aufsatteln.
Gegen 11 Uhr fahre ich dann los Richtung Bern, entscheide mich aber schon,
nicht bis Bern zu fahren sondern zwischen Thun und Bern zu übernachten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-07_113616.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fallschirmspringen in Interlaken&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-07_122214.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Interlaken-Unterseen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-07_122254.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kirche in Unterseen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-07_122456.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die rote schweizer Plastikkuh&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Radweg ist heute flach, führt dafür aber teilweise auf einem gelb
gezeichneten Streifen entlang der Bundesstraße. Für mich etwas verwirrend dass
Bundesstraßen in der Schweiz blau beschildert werden, also wie in Deutschland
Autobahnen – die dort grün sind. Den &lt;em&gt;Thuner See&lt;/em&gt; bekommt man aber oft genug zu
Gesicht, und wo Dörfer sind, fährt man auch dann durch diese statt entlang der
Bundesstraße.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-07_132644.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Thuner See&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es geht durch ein Waldstück bis ich &lt;em&gt;Thun&lt;/em&gt; erreiche. Die Stadt habe ich bereits
im Winter angeschaut, aber was mir da natürlich nicht klar war, dass man in dem
Fluss baden kann und dass von der Möglichkeit auch rege Gebrauch gemacht wird.
Vor allem Kinder und Jugendliche stehen auf den Brücken in Badebekleidung und
springen von dort in die Aare. Auf dem Weg zum Campingplatz entdecke ich noch
das &lt;em&gt;Schloss Schadau.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-07_160525.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schloss Schadau&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-07_162134.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Flussbad in Thun&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Campingplatz in Thun hat leider nichts mehr frei, also wieder zurück. Man
verweist mich nach &lt;em&gt;Wydeli.&lt;/em&gt; Dort muss mein Zelt neben zwei große Campingbusse,
dafür gibt's ein Naturbad welches von einem Bach gespeist wird und immerhin
einen kleinen Dorfladen! Der Schlaf ist wie immer erholsam.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Überhaupt, dachte ich am Anfang noch dass ich vielleicht eine Nacht abwechselnd
in einer Pension und im Zelt übernachte so habe ich mittlerweile das Gefühl,
dass ich im Zelt besser schlafe. Klar, man hat keine Matratze sondern bloß eine
Isomatte, dafür eine herrlich frische Luft und Naturgeräusche. Das gleicht es
dann wieder aus.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Auf nach Bern&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Dass ich die Wochentage im Reisebericht weglasse liegt einfach daran dass ich
sie auf der Reise auch vergessen habe. Einzig dass am Sonntag die Geschäfte
nicht offen haben nervt, aber ansonsten verliere ich langsam das Zeitgefühl.
Zunächst muss ich wieder auf die Hauptroute (der Campingplatz lag abseits), und
von da an folge ich wieder der „8“. Die Route ist heute flach, zumindest bis
Bern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-08_102043.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eisenbahnbrücke über die Aare&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-08_104135.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Yeah, ein ICE (der Linie Interlaken – Berlin)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin etwas erstaunt als ich den Flughafen Bern sehe, ich dachte erst es wäre
ein Flugplatz für Hobbyflieger, dabei ist es ein richtiger Verkehrsflughafen
mit zugegebenermaßen sehr wenig Betrieb.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-08_115632.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Flughafen Bern&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-08_114616.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Terminal, man beachte die große Breitling&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Bern landet man dann zunächst in &lt;em&gt;Wabern,&lt;/em&gt; ich bin aus Interesse direkt zum
Campingplatz gefahren, wo eine wirklich sehr große Zeltwiese war, da wäre noch
genug frei gewesen. Auf der einen Seite hatte ich schon Lust dort gleich zu
bleiben, auf der anderen Seite war's von der Route her geschickter, auf dem
anderen Campingplatz nach Bern zu übernachten einfach weil das am nächsten Tag
eine Stunde Zeit spart. Auch in Bern schwimmt man in der Aare, die hier eine
starke Strömung aufweist so dass man nicht zurückschwimmen kann sondern am Weg
zurückläuft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-08_122254.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Aare in Bern-Wabern&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das geniale an der Wegführung des 8er-Wegs innerhalb Berns: Man kommt an vielen
Sehenswürdigkeiten direkt vorbei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-08_124858.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kornhausbrücke_(Bern)"&gt;Kornhausbrücke&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-08_130115.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Untertorbrücke"&gt;Untertorbrücke&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-08_130146.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nydeggkirche"&gt;Nydeggkirche&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-08_132616.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zytglogge"&gt;Zytglogge&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-08_135536.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bundeshaus_(Bern)"&gt;Bundeshaus&lt;/a&gt; vom Bundesplatz aus gesehen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach einem Eis und nachdem ich die wichtigsten Teile der Innenstadt gesehen
habe, folge ich dem Weg weiter, ungefähr 7 km flussaufwärts, und dann bin ich
angekommen beim Campingplatz &lt;em&gt;Bern-Eymatt&lt;/em&gt;. Wie in Interlaken ein
TSC-Campingplatz, also relativ teuer aber eigentlich auch relativ komfortabel,
WLAN inklusive und auch Stromboxen auf dem Zeltplatz wo ich meine ganzen
Powerbanks mal aufladen kann. Außerdem wasche ich meine ganze Kleidung mal,
anschließend geht's endlich in die Aare zum Schwimmen. Hier ist die Strömung
nicht so stark, aber ich hab tatsächlich Mühe gegen die Strömung
zurückzuschwimmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Zeit vergeht einfach wie im Flug. Mir ist nie langweilig, das Radfahren,
Twittern, und die ganzen organisatorische Dinge (also Zelt aufbauen, abbauen,
Einkaufen, essen, fotografieren) füllen den Tag. Als Abendessen gönne ich mir
einen Burger am Campingplatz, der auch sehr lecker ist. Keine Ahnung ob die
Pommes wirklich selbstgemacht waren, aber sie waren definitiv besser als das
was man normalerweise als Fertigpommes aus der Friteuse so bekommt!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An diesem Tag treffe ich in der Innenstadt dann auch den @janjungen, hierzu
fahre ich aus Bequemlichkeit mit dem Bus in Form eines Postautos in die Stadt.
Der Bus ist nämlich in der Kurtaxe inkludiert, und ich bin begeistert über die
Komfort (Klimaanlage!) und den 10-Minuten-Takt. Jan hat mir dann noch ein paar
Ecken gezeigt und wir haben den Tag bei einem Kaltgetränk in der Innenstadt
ausklingen lassen. Kurz vor 22 Uhr war ich dann wieder zurück – das Zelt stand
noch :-)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-08_195950.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-08_200451.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Drahtseilbahn_Marzili-Stadt_Bern"&gt;Marzili-Bahn&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Zu den Seen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das Wetter bleibt schön, es wird aber langsam heißer und schwüler. Für die
kommenden Tage soll es dann gewittrig werden, davon ist heute aber noch nichts
zu spüren. Die Route startet flach durch den Wald entlang des &lt;em&gt;Wohlensees&lt;/em&gt;, bald
geht's dann aber hügeliger durch den Wald und man muss ab und zu das Fahrrad
über eine Brücke schieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-09_102158.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wasserkraftwerk&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-09_103228.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Mühleberg"&gt;(Stillgelegtes) Kernkraftwerk Mühleberg&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Langsam wird's flach, ich durchquere ein Naturschutzgebiet und erreiche gegen
Mittag Aaarberg. Leider gibt's nichtmal eine Bäckerei in der Innenstadt, die
mir was zum Mittagessen verkauft. Letztlich kommt mir der Gedanke dass
vielleicht am Bahnhof was offen hat und siehe da, ein kleiner Supermarkt. Na
also! Der recht junge Verkäufer an der Kasse trägt übrigens eine Maske und war
wohl auch ganz angetan, mal wieder einen der seltenen Kunden mit Maske zu
sehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-09_105249.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Naturschutzgebiet Niederried-Oltigenmatt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-09_123836.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aarberg"&gt;Aarberg&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jetzt wird's endgültig flach wie in Norddeutschland. Der Plan ist, zum Bieler
See zu fahren, den südlich zu umrunden und im Süden zu übernachten um dann am
nächsten Tag auf der Westseite am Fuße des Jura wieder nördlich der Aare zu
folgen. Leider haben alle Campingplätze schon voll. Ich google etwas und finde
am &lt;em&gt;Neuenburgersee&lt;/em&gt; einen Campingplatz mit Kapazität von 94 Zelten, den ich zwar
telefonisch nicht erreiche, aber ich war mir sicher dass da noch was frei sein
muss. Also folge ich meiner Intuition.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Hitze ist trocken und irgendwie fühle ich mich an dem Nachmittag total gut,
total frei, einfach irgendwie beschwingt, wie so ein Jugendlicher der zum
ersten Mal auf großer Reise unterwegs ist, schwer zu beschreiben. Gleichzeitig
komme ich mir komisch vor, wie wenn dieses Gefühl irgendwie „falsch“ ist, weil
es nicht der Realität und den gesellschaftlichen Erwartungen entspricht. Man
merkt tatsächlich die Sprachgrenze, nicht nur dass die Leute französisch
sprechen, die Gebäude schauen irgendwie „französischer“ aus, fast wie am
Mittelmeer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Letztlich werden's an dem Tag dann 77 km, obwohl ich weniger eingeplant hatte,
aber ja, es war noch was frei und eigentlich ist es sogar wie ein 6er im Lotto:
Ich darf mein Zelt direkt am See aufstellen. Der Campingplatz ist riesig, viele
Wohnmobile aber die Zeltwiese ist abgetrennt. Man bekommt eine Nummer und soll
sich genau auf den eingezeichneten Platz stellen. Das mit der Nummer verstehe
ich, schließlich müssen sie ja wissen ob jemand bezahlt hat. Es ist glaube ich
sogar der günstigste Campingplatz, er wird von der Kommune betrieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-09_134450.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wasserkraftwerk am Bielersee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-09_142938.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Erlach&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-09_144840.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Le Landeron&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-09_154118.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kanal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-09_181049.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zelt am See&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-09_194659.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eine Schwanenfamilie&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-09_195026.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Neuenburgersee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;In den Süden&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Heute ist Montag, langsam muss ich mir Gedanken um die Rückfahrt machen.
Spontan entscheide ich, weiter in den Süden bis Lausanne zu fahren und die
Rückfahrkarte am Abend zu kaufen. Zumindest auf dem deutschen Streckenabschnitt
scheint die Reservierung zu klappen, ich bin verhalten guter Dinge. Der Tag
beginnt genauso schön wie der gestrige aufgehört hat, für heute sind aber
Gewitter vorhergesagt. Daher will ich mein Etappenziel bis 15 Uhr erreichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-10_101816.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Cudrefin&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-10_122518.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der See&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Größtenteils führt der Weg eher durch die Natur, ich komme aber durch eine
richtig schöne Stadt
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Estavayer-le-Lac"&gt;Estavayer-le-Lac&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-10_133143.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Estavayer-le-Lac&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-10_132949.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Innenstadt in Estavayer-le-Lac&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für den heutigen Campingplatz habe ich sogar eine Reservierung, es kann also
nichts schiefgehen. Er liegt in der Stadt
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Yverdon-les-Bains"&gt;Yverdon-les-Bains&lt;/a&gt; am See,
allerdings nicht so dass man sein Zelt direkt am See aufstellen könnte wie
vorher.  Dazwischen befindet sich noch eine Hecke und ein Weg. Dafür ist er
recht luxuriös ausgestattet, es gibt sogar eine Küche. Ich baue schnell mein
Zelt auf, es schaut nach Regen aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danach geht's zum Bahnhof die Rückfahrkarte kaufen, was letztlich problemlos
klappt, allerdings kostet die Fahrradkarte 35 Franken statt 9 €, weil jede
einzelne Reservierung 5 Franken kostet und auch der innerschweizerische IC
reservierungspflichtig ist. Aber ich bin froh dass es überhaupt so kurzfristig
klappt, etwas Angst und Bange bereitet mir nur der 7-Minuten-Umstieg in Zürich,
aber dazu später mehr. Noch ein kurzer Stadtrundgang, und dann ab ins Zelt, ich
will trocken bleiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-10_163720.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-10_165557.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Theater&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-10_170838.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Innenstadt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-10_171101.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schloss von Yverdon&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schickes kleines Städtchen, ich bin echt angenehm überrascht von der
französischen Schweiz. Entspricht so gar nicht dem Bild, das man im Kopf hat,
wenn man an die Schweiz denkt. Ich schaff's noch bis zum Regen zum Zeltplatz.
Das Zelt übersteht sowohl den Wind als auch den Regen, und am Abend gehe ich
noch in den See schwimmen (warm und flach) und lese etwas.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-10_173851.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nach dem Gewitter&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-11_072534.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sonnenuntergang&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Das Finale&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Tja, der letzte Tag ist angebrochen. Wehmut kommt bei mir langsam auf. Die
letzte Etappe führt über ein paar Hügel nach
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lausanne"&gt;Lausanne&lt;/a&gt; am Genfer See. Es ist
nochmal schwülheiß ohne richtige Gewitterneigung, zumindest sagt mir das mein
Bauchgefühl, und es sollte Recht behalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-11_092407.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Yverdon-les-Bains&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-11_093707.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kornfeld&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-11_114739.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;La Sarraz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Woran ich nicht gedacht hatte, dass man am Genfer See wieder die Alpen sieht.
Aber klar, auf der anderen Seite ist Frankreich und damit sind auch die
Französischen Alpen wieder präsent! Bis zum Zeltplatz sind es aber noch 5 km
mehr oder weniger am See entlang.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-11_142134.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Genfer See&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich war wieder auf gut Glück unterwegs, aber der Zeltplatz in Lausanne hat zum
Glück zwei große Zeltwiesen so dass es kein Problem war, noch was zu bekommen.
Auch in Lausanne war in der Kurtaxe ein Tagesticket für den ÖPNV inkludiert, so
dass ich dann doch nochmal in die Stadt geschaut hab, obwohl ich eigentlich
ziemlich müde war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-11_182352.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hafen von Lausanne&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lausanne ist die einzige Stadt in der Schweiz mit „richtiger“ U-Bahn, im Stil
einer französischen Metro, also mit Bahnsteigtüren. Die Stadt ist direkt am
Berg gebaut, folglich sehr steil, insofern ist die U-Bahn eine große
Erleichterung, da sämtliche Wege in der Stadt recht schweißtreibend sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-11_182409.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Lausanne Bahnhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-11_191101.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Innenstadt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_08_schweiz/2020-08-11_193431.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zum Abschluss nochmal der Genfer See&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Mit dem Zug zurück&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Am Mittwoch war's schon am Morgen recht schwül, es gab kaum Abkühlung in der
Nacht. Das war der einzige Grund warum ich mich irgendwie gefreut habe, dass
der Urlaub zu Ende geht, ansonsten hätte ich schon noch ein paar Tage Lust
gehabt, einfach weiterzufahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Zugfahrt an sich verlief belanglos, die ICN (mit Neigetechnik) zwischen
Lausanne und Zürich fand ich ganz bequem. Einzig der Umstieg in Zürich, in 7
Minuten vom Tiefbahnhof zum Kopfbahnhof, war problematisch. Da ich den Bahnhof
schon kannte, am Vortag nochmal den Plan studiert habe, zusätzlich noch meinen
Experten auf Twitter und den Schaffner im Zug gefragt hatte, bin ich sofort mit
Fahrrad zum Aufzug gestürmt und war letztlich mindestens 3 Minuten vor Abfahrt
des Zuges im Zug. Die zwei anderen Radfahrer im Zug hatten genau den gleichen
Umstieg, haben die Treppe genommen (sie hatten keine Taschen) und haben es auch
geschafft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Zug von Zürich nach Stuttgart bestand aus älteren SBB-Wagen mit schlechter
Klimaanlage, ich hatte mich richtig auf die IC2 gefreut. Zu meinem Leidwesen
fuhr dann aber in Stuttgart ein klassischer IC ein, es gab noch eine Diskussion
mit dem Schaffner weil meine Reservierung nicht auf seiner Liste stand, die
Klimaanlage im Steuerwagen war defekt. Dafür hat die Klimaanlage drei Wagen
weiter sehr gut informiert, es war ruhig, eine sehr entspannte Fahrt, ich wäre
am liebsten bis München sitzen geblieben. Pünktlich auf die Minute in Ansbach,
noch mit der S-Bahn und nach Hause. Ein sehr schöner Urlaub ging zu Ende!&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Es war eindeutig mein schönster Radurlaub. Das Wetter hat mitgespielt obwohl es
am Anfang zu regnerisch und am Ende zu heiß war, trotzdem, ich war zufrieden,
ich konnte meinen Plan gut anpassen. Zwischendrin habe ich drei nette Leute von
Twitter getroffen und das Highglight war das Zelten. Auch nach 7 Nächten im
Zelt hab ich mich sehr gut gefühlt und würde es jederzeit wieder so machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und hier noch wie versprochen die Karte:&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/collection/998127/embed" width="100%" height="580" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;h3&gt;Ausrüstung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Viel Zeit und Geld hatte ich in die Ausrüstung investiert. Ich bin irgendwie
jemand der weniger auf Tipps von anderen hört und sich selbst informiert.
Menschen sind nunmal verschieden und ich mache irgendwie gerne mein eigenes
Ding und meine eigenen Fehler.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Zelt&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Als Zelt wollte ich ein 1-Mann-Zelt, welches vor allem leicht und klein ist,
welches ich auch mal zum Trekking verwenden kann wo die Größe noch wichtiger
ist als beim Radfahren. Und ich wollte unbedingt vermeiden, noch mit
Lenkertaschen unterwegs sein zu müssen. Mir ist auf meiner Recherche relativ
früh das VAUDE Lizard SUL 1-2 p ins Auge gesprungen, und nach langem Zögern
habe ich mich dann auch dafür entschieden. Im Ausverkauf (das Modell wird wo
nicht mehr produziert) habe ich es dann für 350 € bekommen. Alles in allem bin
ich damit sehr zufrieden, habe allerdings jetzt auch keinen Vergleich da es
mein erstes Zelt ist. Eines kann ich aber sagen: Es ist ein Einmannzelt, das
1-2 Personen ist irreführend. Genau diese Aussage liest man auch oft in
Testberichten im Internet.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Isomatte&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Als Isomatte hatte ich mich für eine selbstaufblasende von Term-a-rest
entschieden. Mit dem Schlafkomfort war ich zufrieden, nervig ist allerdings das
relativ große Packmaß und dass das Zusammenrollen etwas aufwendig ist. Daher
habe ich mir für die nächste Tour auch eine leichtere, rein aufblasbare
zugelegt, eine Vaude Performance 7 L, die ist deutlich kompakter, liegt sich
aber auch etwas anders. Ich bin gespannt! (Die von Vaude wurde es letztendlich
weil sie laut Testberichten weniger knistert.)&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Schlafsack&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Den Schlafsack hatte ich anfangs massiv unterschätzt. So hatte ich auf meiner
ersten Zelttour dieses Jahr (coronabedingt leider erst im Juli) nur eine für 20
€ von Aldi dabei. Damit hatte ich dann die Nacht ziemlich gefroren. Ersatz
musste her. Wie beim Zelt war mir ein kleines Packmaß wichtig und dass man
zumindest bis 10 Grad komfortabel schlafen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es wurde letztlich eine &lt;em&gt;Yeti Tension Mummy 300 L&lt;/em&gt; für knapp 200 €. Im
Kompressionssack lässt sie sich wirklich klein zusammenpacken, hat eine
Komforttemperatur von 6 Grad. Ausschlaggebend für mich war dann auch, dass sie
in verschiedenen Größen erhältlich ist, und (im Gegensatz zu einem recht oft
erwähnten polnischen Herstellern) ganz gut und schnell in deutschen
Online-Shops lieferbar ist. Ich bin 1,85 cm groß und damit liegt man bei den
typischen Einheitsgrößen so ziemlich an der Grenze oder sogar darüber. Ich war
auf der Tour mit dem Schlafsack sehr zufrieden, schön kuschelig, ausreichend
groß, ich habe weder gefroren noch geschwitzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zusätzlich zum Schlafsack habe ich ein Campingkissen, welches natürlich etwas
Luxus ist (weniger vom Gewicht, mehr von der Größe), aber auf welches ich nicht
wirklich verzichten wollte.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Kleidung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Kleidung hatte ich recht wenig dabei, eine lange Wanderhose, eine kurze
Fahrradhose, drei T-Shirts (eines aus Merinowolle wobei ich jetzt nicht so
begeistert war wie viele es sind), etwas Unterwäsche. Statt für jeden Tag
Unterwäsche mitzunehmen habe ich ab und an am Campingplatz mit &lt;em&gt;Rei in der
Tube&lt;/em&gt; gewaschen, das spart viel Gepäck.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Elektronik und Stromversorgung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ich hatte lediglich mein iPhone SE, meine AirPods und einen Tolino
E-Book-Reader dabei. Außerdem zwei Powerbanks mit 20000 mAh. Ich hatte lange
mit diversen Solarpanels experimentiert aber letztlich wieder zurückgeschickt,
da sie eigentlich nur mit direkter Sonne gut funktionieren und direkt am
Fahrrad zu unhandlich sind. Letztlich findet man zumindest alle paar Tage, wenn
man am Campingplatz übernachtet und nicht wild zeltet, einen Stromanschluss.
Vermutlich hätte mir eine Powerbank auch gereicht, die Idee war einfach, dass
ich in der Nacht eine Powerbank weggeben kann und mit der anderen Powerbank
mein Handy auflade.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Packtaschen&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Das Ganze hat dann in zwei Vaude Seitentaschen gepasst und am Gepäckträger
hatte ich noch einen wasserdichten Packsack mit dem Schlafsack und dem Kissen.
Am Fahrrad selbst dann noch eine dreieckige Tasche zwischen Stange und
senkrechtem Rohr wo Geldbeutel, Taschentücher, Luftpumpe, Handy und Powerbank
ganz gut und griffbereit reinpassen. Lenkertaschen mag ich irgendwie nicht.&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="fahrrad"/></entry><entry><title>In die Hauptstadt an der Spree entlang – #RadAmSpree</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2020-rad-am-spree.html" rel="alternate"/><published>2020-06-29T00:00:00+02:00</published><updated>2020-06-29T00:00:00+02:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2020-06-29:/pelican/2020-rad-am-spree.html</id><summary type="html">&lt;p&gt;Diese Tour hätte es ohne Corona wohl so nicht gegeben. Nachdem seit März
sämtliche Reisen und Hotelübernachtungen nicht möglich waren, kam nun die Zeit
der sogenannten &lt;em&gt;Lockerungen&lt;/em&gt;. Unter Auflagen durfte man wieder in Hotels
übernachten, Restaurants waren wieder offen und Bahnfahren innerhalb
Deutschlands war auch kein Problem mehr, wenn auch ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;p&gt;Diese Tour hätte es ohne Corona wohl so nicht gegeben. Nachdem seit März
sämtliche Reisen und Hotelübernachtungen nicht möglich waren, kam nun die Zeit
der sogenannten &lt;em&gt;Lockerungen&lt;/em&gt;. Unter Auflagen durfte man wieder in Hotels
übernachten, Restaurants waren wieder offen und Bahnfahren innerhalb
Deutschlands war auch kein Problem mehr, wenn auch mit Maskenpflicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Insofern hatte ich eine Tour gesucht in einem Gebiet mit möglichst niedrigen
Infektionszahlen und auch wo möglichst nicht alle hinfahren, so dass man
problemlos noch kurzfristig ein Zimmer bekommt. Warum also nicht in den von
Corona weitgehend verschonten Osten? Eine Route war schnell gefunden, der
&lt;a href="https://www.spreeradweg.de"&gt;Spreeradweg&lt;/a&gt; vom Erzgebirge in die Hauptstadt
durch Sachsen, Brandenburg und eben Berlin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es war nicht meine erste Radreise aber die erste mit Drahtesel ohne
Elektroantrieb, meinem (wegen der grünen Farbe) sog. &lt;em&gt;Grashüpfer&lt;/em&gt;. Um flexibel
zu bleiben hatte ich nur die Hinfahrt gebucht und keine Übernachtungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Reise sollte unter dem Hashtag #RadAmSpree stattfinden, schuld war der
@gruenversiffter, der den Hashtag vorgeschlagen hat.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Samstag: Hinfahrt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Los ging's am Samstag im ICE nach Leipzig, von dort dann nach Dresden – das ist
angenehmer als über Hof im 612er zu fahren, wenn auch zeitlich ungefähr gleich.
In Dresden folgt dann eine Übernachtung, am nächsten Tag nochmal mit dem Zug
nach &lt;em&gt;Ebersbach-Neugersdorf&lt;/em&gt; zur Spreequelle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weil ich eh erst am Nachmittag losgefahren bin hatte ich noch genug Zeit direkt
nach Erlangen zu radeln um mir die S-Bahn und den Umstieg zu sparen. Dann kam
der Schock: Es fährt eine Ersatzgarnitur ohne Fahrradplätze. Die Bahn hatte
aber Abteile für die Fahrräder vorgesehen, ich wurde gleich in Empfang genommen
und mein Fahrrad durfte Platz nehmen. Es sollte – entgegen der
Reservierungliste – das einzige Fahrrad bleiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-05-30_162018.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fahrrad im Abteil&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Leipzig gab's noch ein kurzes Twitter-Treffen mit @ichbinreis, der Ausstieg
dann in Dresden-Neustadt, ein sehr schöner Bahnhof.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-05-30_202923.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dresden-Neustadt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieser Ortsteil hat gar nicht so recht in mein bisheriges, konservatives Bild
von Dresden gepasst. Aber irgendwie von Bayern dann ein kleiner Corona-Schock:
Reges Kneipenleben. Erstmal ins &lt;a href="https://www.mondpalast.de"&gt;Hostel Mondpalast&lt;/a&gt;,
wo ich ein Zimmer reserviert hatte. Etwas chaotisch, die erst hat sie ewig
gebraucht, dann kannte sie sich nicht aus, dann erfuhr ich dass es das
Frühstück erst um 9 Uhr gibt – zu spät, ich lasse es mir zurückerstatten.
Immerhin das Zimmer ist in Ordnung. Danach ging ich in Richtung Elbe, wo auch
schon die Sonne unterging.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-05-30_213150.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Elbe in Dresden&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Sonntag: Zur Spree&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Am Sonntag – das Wetter ist trüb aber immerhin trocken – geht's also erstmal
mit dem Zug zur Spreequelle. Da noch etwas Zeit ist fahre ich direkt an den
Hauptbahnhof und komme dabei an diesem Gebäude, der
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Yenidze"&gt;Yenidze&lt;/a&gt; vorbei – keine Moschee, keine
Synagoge sondern eine ehemalige Tabakfabrik. Anfang des 20.  Jahrhunderts
bestand in Dresden die Vorschrift, im Weichbild des Zentrums, zu dem dieses
Areal gehörte, kein Fabrikgebäude zu errichten, das als solches erkennbar war.
Auch deswegen wollte Zietz auf dem Grundstück direkt an der Eisenbahntrasse
unweit der Dresdner Innenstadt ein orientalisierendes Gebäude errichten, das
einerseits dieser Forderung entsprach und gleichzeitig auch ein einprägsames
Werbemonument für seine Orientalische Tabak- und Zigarettenfabrik „Yenidze“
sein sollte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-05-31_084237.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Yenidze"&gt;Yenidze&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Fahrt nach Ebersbach erfolgt im &lt;em&gt;Trilex,&lt;/em&gt; der Dreiländerbahn (Deutschland,
Tschechien, Polen). Eberbach selbst ist dann aber schon ein wenig trostlos.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-05-31_103926.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhofsgebäude in Ebersbach&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zur Spreequelle geht's in den Wald, erstmal kräftig bergauf. Es sollte die
einzige stärkere, längere Steigung auf der ganzen Tour werden. Sonderlich
beeindruckend finde ich diese Flussquellen irgendwie trotzdem nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-05-31_113047.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Spreequelle in Ebersbach&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-05-31_113158.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Spreequelle aus der Ferne&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider befinden wir uns noch in der Zeit der geschlossenen Grenzen in Europa.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-05-31_122017.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Geschlossene Grenze zu Tschechien&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider gelingt es mir nicht, etwas Nahrung zu beschaffen. Bäckerein sind
sonntags hier geschlossen, Tankstellen gibt es wegen der Nähe zur tschechischen
Grenze keine. Im Gepäck habe ich noch zwei Müsliriegel. Das Wetter ist trüb,
die Landschaft trist, meine Stimmung ziemlich mau. Am Nachmittag lockern die
Wolken auf, die Landschaft wird abwechslungsreicher und mit ihr dann meine
Stimmung auch besser.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-05-31_143543.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die noch junge Spree&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-05-31_144906.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Himmelsbrücke&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-05-31_150746.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Stausee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-05-31_153051.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schirgiswalde&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurzer Zwischenstopp in &lt;em&gt;Schirgiswalde,&lt;/em&gt; dort buche ich dann auch telefonisch ein
Zimmer in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bautzen"&gt;Bautzen&lt;/a&gt;, meinem heutigen Zwischenstopp.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-05-31_163907.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Stillgelegte Eisenbahnbrücke&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-05-31_171225.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Noch ein kurzer Weg durch den Wald und es ist geschafft&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine Pension &lt;em&gt;Zum Handtuch&lt;/em&gt; liegt mitten in der Stadt am Marktplatz in einem
sehr schmalen Haus, daher auch der Name.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-05-31_182139.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Pension „Zum Handtuch“&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erstmal eine Stunde ausruhen und dann eine kleine Stadtbesichtigung. Das was
ich bis jetzt von der Stadt gesehen habe ist entzückend, ich bin gespannt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-05-31_182325.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hauptmarkt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-05-31_194254.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dom St. Petri&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-05-31_194921.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nicolaifriedhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-05-31_200057.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sorbisches Museum&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Nicolaifriedhof denke ich mir dass die Sicht von der anderen Spreeseite ja
noch viel schöner sein muss. Etwas beschwerlich der Weg dorthin, Bautzen ist
ziemlich hügelig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-05-31_201334.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Spree&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-05-31_203115.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick von der anderen Spreeseite&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-05-31_205433.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick von der Friedensbrücke&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-05-31_205615.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sonnenuntergang&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-05-31_210121.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rathaus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zufrieden und vor allem hundemüde schlafe ich ein. Bautzen ist wirklich schön,
ich bin absolut positiv überrascht. Auch die Menschen sind nett, wie eigentlich
überall auf meiner Reise im Osten.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;In der Oberlausitz&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Genauso sonnig wieder Tag zu Ende ging beginnt er wieder. Frühstück gibt es in
der Pension leider keines – wegen Corona – aber da ich mitten in der Innenstadt
bin ist es kein Problem, ein Café zu finden und draußen zu frühstücken. Bevor
ich die Stadt verlasse komme ich noch am
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Haftanstalt_Bautzen_II"&gt;Stasi-Gefängnis&lt;/a&gt; vorbei,
weswegen die Stadt leider auch bekannt ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-01_092940.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Gedenkstätte Bautzen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach dem Verlassen der Stadt fährt man an einem Stausee vorbei. Anschließend
kommt eine Mischung aus Wald und Seen, ingesamt eine sehr schöne,
abwechslungsreiche Landschaft, wenn natürlich auch nicht so spektakulär wie im
Gebirge. Aber auch nicht so anstrengend, es ist recht flach. Ich fahre einen
kleinen Umweg über den Olbasee, einfach weil ich dort einen Imbiss vermute und
ich hunger hatte. Was mir auffällt: Man geht ungezwungener mit FFK- und
Nicht-FFK um.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-01_101922.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Stausee nach Bautzen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-01_104117.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Allee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-01_134318.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Lavendelfeld&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-01_145827.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ehemaliges Schloss&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Besonderheit der ganzen Lausitz: Die Bildschilderung ist zweisprachig:
Deutsch und &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sorbische_Sprache"&gt;Sorbisch&lt;/a&gt;. Ich
wusste zwar dass es diese Sprache gibt, aber dass das zweisprachige Gebiet so
groß ist war mir dann doch neu. Am Nachmittag komme ich noch am &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bärwalder_See"&gt;Bärwalder
See&lt;/a&gt; vorbei, dem drittgrößten des
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lausitzer_Seenland"&gt;Lausitzer Seenlandes&lt;/a&gt;. Es
handelt sich um künstliche Seen, die durch den Braunkohletagebau entstanden
sind. Dort habe ich eine kleine Pause eingelegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-01_151031.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bärwalder See&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-01_163729.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kapelle am Friedhof in Sprey&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die letzten 20 Kilometer fährt man an einem Truppenübungsplatz vorbei: Radweg
an einer Bundesstraße, ziemlich viele Äste und daher holprig, kein
Handyempfang, man kommt sich vor wie im Niemandsland. Zum Schluss geht's dann
aber durch den Wald bis nach
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spremberg"&gt;Spremberg&lt;/a&gt; – ich befinde mich nun
nicht mehr in Sachsen sondern in Brandenburg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-01_182444.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Spree&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Pension hatte ich telefonisch gebucht, ich hatte wieder mal totales Glück.
Für unter 50 € ein superschönes Einzelzimmer unterm Dach mit neu renoviertem
Bad, direkt in der Innenstadt. Frühstück gibt's dort auch. Am Abend gucke ich
mir natürlich wieder die Stadt an, obwohl ich von der heutigen Etappe mit 88 km
Länge mehr als müde bin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-01_183035.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Spremberg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-01_201254.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mühlenwerk&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-01_203821.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bismarckturm in Spremberg – leider schon geschlossen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-01_210456.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof, ziemlich außerhalb gelegen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-02_074539.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mein Zimmer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Cottbus und Gewitter&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die heutige Route wird zweigeteilt werden: Zunächst nach Cottbus, dort ein
längerer Aufenthalt und dann hatte ich geplant, bis Burg zu fahren. Der erste
markante Punkt ist die &lt;em&gt;Talsperre Spremberg&lt;/em&gt;. Bis jetzt zeigt sich meine Radreise
erstaunlich ereignislos: Keine Panne, keine Katastrophe, einfach ein ruhiges
Fahren in schöner Landschaft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-02_104116.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Talsperre Spremberg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Cottbus kündigt sich ein Gewitter an. Mein Plan: Zum Bahnhof, Rad abstellen,
Gepäck einschließen, was essen, das Gewitter abwarten und etwas die Stadt
erkunden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-02_125230.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Cottbus Hauptbahnhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich ziehe mir ein Tagesticket für die Straßenbahn und düse in die Stadt. Die
alten Straßenbahnen gefallen mir sofort.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-02_125633.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Tatra-Straßenbahn in Cottbus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Cottbus hat ne echt nette Innenstadt, leider ist das Fotografieren immer etwas
schwierig wenn die Gebäude so eng aneinander stehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-02_141059.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kirche in Cottbus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-02_141412.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spremberger_Turm"&gt;Spremberger Turm&lt;/a&gt; in Cottbus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-02_142316.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Altes E-Werk&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-02_143028.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schloss&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich muss die Stadt wieder verlassen, es ist mittlerwiele wieder sonnig, aber
schwül. Ich fahre durch die Spreeauen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-02_154937.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Spreeaue&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider zieht grad ein Gewitter auf. Ich schaff's gerade noch, mich in einen
Unterstand zu flüchten. Dieser befindet sich am Rande des &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Cottbuser_Ostsee"&gt;Cottbusser
Ostsees&lt;/a&gt;, der gerade im
Entstehen ist. Obwohl es auch am Unterstand regnet, so bleibe ich doch von
größeren Wassermassen verschont. Meinen Plan, noch nach Burg zu radeln, begrabe
ich aber und buche mir eine Unterkunft in &lt;em&gt;Peitz im Spreewald&lt;/em&gt; am Rande von
Teichen. Die letzte Etappe geht dann mitten durch die Teiche über super
asphaltierte Wege.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-02_174707.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Spreewald&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als mir das Zimmer gezeigt wird, bin ich erstmal entzückt. Man achte auf die
Fahrrad-Details.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-02_182054.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zimmer in der &lt;a href="https://www.ostsee-radlerpension-peitz.de"&gt;Ostsee Radlerpension Peitz&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie immer noch ein kleiner Abendspaziergang durch die Gegend. Das Gewitter ist
längst vorbei, die Luft ist sehr angenehm frisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-02_184448.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Braunkohlekraftwerk&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-02_193241.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Festung mit Fischereimuseum&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-02_195435.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Diese Straßen mit Betonplatten werden wohl auch Honeckerparkett genannt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-02_202356.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Leider kann man auf einem Bild keine Gerüche transportieren&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-02_205714.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof wieder aus Backstein, links der Wasserturm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Durch den Spreewald&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Tag beginnt wieder sonnig, das erste Ziel ist Burg. Ich befinde mich nun im
Spreewald, durchaus ein Urlaubsgebiet. Verbreitet sind hier die Kanutouren über
die vielen Kanäle, die angelegt wurden, um das Gebiet trockenzulegen – siehe
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Biosphärenreservat_Spreewald"&gt;Biosphärenreservat Spreewald&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste Zwischenfall: Ich merke 10 km später dass ich den Schlüssel vom
Zimmer noch in der Hosentasche habe. Das Problem ist schnell telefonisch
gelöst: Der Besitzer hat in Burg eine weitere Pension wo ich den Schlüssel
einfach abgeben kann. Den Weg nochmal zurückfahren wäre jetzt unpraktisch
gewesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zunächst fahre ich kurz auf einer ehemaligen Bahntrasse bis ich dann den
&lt;em&gt;Bismarckturm in Burg&lt;/em&gt; entdecke und auch erklimme. Die Aussicht ist aber nicht
wirklich was besonderes, man sieht eigentlich vor allem Wald.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-03_111430.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bismarckturm in Burg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-03_113419.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hafen in Burg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-03_122840.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Arm der Spree&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und weil hier Kanus fahren sind die ganzen Brücken über die vielen Kanäle und
Äste der Spree alle mit Treppen versehen, was für Radfahrer etwas unpraktisch
ist. Ab und zu trifft man auf Schleusen. Aber ne nette, entspannte Gegend.
Spreewaldgurken werden auch üíerall verkauft. Corona ist hier nicht so präsent,
aber die Fallzahlen sind auch deutlich niedriger. In Cottbus, einer Stadt mit
über 100000 Einwohnern, kein einziger Toter, ca. 50 Fälle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-03_150435.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schloss Lübbenau&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-03_151536.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Innenstadt in Lübbenau&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lübbenau ist mir dann tatsächlich etwas zu touristisch, zu voll. Aber das
ändert sich sofort wieder, sobald man aus der kleinen Stadt wieder draußen ist.
Leider muss ich eine Umleitung fahren der zudem noch sehr grob geschottert ist,
zu grob für ein Trekkingrad. Nicht schön. Hätte ich es gewusst wäre ich wohl
etwas anders über normale Straßen gefahren, aber wegen der vielen Kanäle ist
das teilweise gar nicht so leicht, es gibt nicht so viele Wege weil jeder Weg
Brücken braucht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegen 17 Uhr komme ich endlich in
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lübben_(Spreewald)"&gt;Lübben&lt;/a&gt; an, habe aber noch
keine Unterkunft.  Ich rufe in der Jugendherberge an, die etwas außerhalb, aber
direkt am Radweg (auf der anderen Seite der Spree, deshalb bin ich auf der
Hinfahrt nicht vorbeigekommen) liegt. Es ist noch was frei, perfekt. Mein
Zimmer geht direkt zur Spree hin, es gibt sogar eine Bootsanlegestelle. Zelten
könnte man auch.  Gefällt mir gut hier, auch wenn das Gebäude irgendwie nach
70er Jahre aussieht und auch riecht. Die Möbel sind aber neuer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-03_163742.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Lübben (nicht zu verwechseln mit Lübbenau)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-03_202249.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Stadtpark auf einer der vielen Inseln&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich muss sagen, mir gefällt's wirklich. Sehr entspannt, die Leute sind freundlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-03_203627.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das war mal ein Freibad, man hat die Becken einfach so gelassen – hat was von „lost places“&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;In the middle of nowhere&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Damit ich mein Ziel &lt;em&gt;Berlin&lt;/em&gt; doch noch erreiche – ich bin etappemäßig hintendran
–, beschließe ich, eine Abkürzung zu fahren. Statt an der Spree entlang geht's
ziemlich direkt nach Fürstenwalde, das spart ungefähr 20 Kilometer ein.
Zunächst befinde ich mich aber noch am Spreeradweg, der in diesem Teil sehr gut
ausgebaut ist und wird. Kein Vergleich zu dem Schotterumweg im Spreewald.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachteil: Ich fahre mitten durch's Niemandsland. Es ist ziemlich windig, was
auf Dauer mehr nervt als Hügel. Es ist noch trocken, aber bewölkt und am
Nachmittag soll's regnen. Insgesamt der schlechteste Tag meiner Tour was meine
Stimmung betrifft. Es ist einfach langweilig hier zu fahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-04_121225.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Alt-Schadow&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Wendisch-Rietz wird's dann aber wieder interessanter, ich komme am See
entlang an einer Bahnstrecke vorbei. Ich fühle mich wieder wie in der
Zivilistation angekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-04_145258.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein Zug!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-04_150445.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Alpakas&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-04_151852.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schaut sehr nach einer alten Bahntrasse aus – leider sieht man vom See kaum was&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fürstenwalde/Spree"&gt;Fürstenwalde&lt;/a&gt; angekommen
beginnt es zu regnen. Ich brauche ein Zimmer, leider hat booking.com nicht
wirklich was günstiges. Ich gehe in die Touristeninformation, die günstigen
sind leider tatsächlich ausgebucht aber die Dame kann mir einen Sonderpreis im
einzigen Hotel verhandeln, eine sog.  Radlerpauschale.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-04_163611.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Zimmer – das Bett ist so bequem wie es aussieht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es regnet am Abend, aber nicht sehr stark. Abendessen gibt's heute was
indisches, wirklich sehr lecker und ein netter Wirt. Trotz Regen sitze ich
draußen, Corona, sicher ist sicher. Ich treffe noch zwei Radler aus Nürnberg,
die aber schon weggehen wenn ich komme. Hätte mich interessiert was sie für ne
Strecke fahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-04_172818.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rathaus Fürstenwalde&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-04_190018.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Reste der Stadtmauer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich entscheide mich für eine Rückfahrt am Samstag und buche telefonisch über
BahnTix eine Fahrradkarte. Leider gibt es im ICE keine freien Plätze mehr, ich
muss irgendwie stückeln oder auf gut Glück fahren. Unbefriedigend. Aber
wenigstens die Fahrradkarte hab ich schonmal&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Auf nach Berlin&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das Wetter ist wieder bewölkt, kalt, windig aber erstmal trocken. Ich gehe noch
zum Bahnhof um vielleicht doch für eine Teilstrecke eine Reservierung zu
ergattern. Es gibt kein DB Reisezentrum sondern eine private DB-Agentur, aber
die Dame stellt eindeutig die meisten Reisezentren in den Schatten. Die
Software schaut anders aus, aber funktioniert nach meinem Eindruck sogar
schneller. Ich bekomme wenigstens noch eine Teil-Reservierung von Berlin nach
Leipzig, muss aber dort in den Nahrverkehr umsteigen. Immerhin gibt es ja einen
direkten Regionalzug, der aber ewig braucht. Nun buche ich auch dort das
eigentliche Ticket. Die Rückfahrt ist damit in trockenen Tüchern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste Teil der Strecke ist ziemlich belanglos. Man fährt auf guten Wegen
viel in der Natur, es ist flach. Auf dem ganzen Weg komme ich auch auf vielen
Plätzen vorbei, wo man legal „wild“ zelten kann, wenn man mit dem Rad oder per
Boot unterwegs ist. Großartige Sanitäranlagen gibt es natürlich keine. Trotzdem
bekomme ich wieder Lust auf eine Zelttour, das Zelt habe ich ja sogar schon,
aber das wird sich später im Laufe des Sommers dann ergeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-05_120356.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ich find's immer schön auf dem Weg Pferde, Schafe oder auch Alpkas zu entdecken&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-05_124244.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Spree ist ganz schön angewachsen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-05_130457.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rathaus in Erkner&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste größere Ort heißt &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erkner"&gt;Erkner&lt;/a&gt;, es
ist unglaublich viel (Auto)verkehr. Es folgt ein größerer Wald vor Berlin um
den &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Müggelsee"&gt;Müggelsee&lt;/a&gt;. Die Wege im Wald sind
unglaublich gut ausgebaut (Asphalt).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-05_135024.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Haus mit Bootanschluss – arme Leute wohnen hier bestimmt nicht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-05_143050.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Müggelsee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun erblicke ich Köpenick, ich bin also in Berlin angekommen. Sehr schöner
Stadtteil! Ich muss sofort an den &lt;em&gt;Hauptmann von Köpenick&lt;/em&gt; denken. Ein kurzer
Schauer, aber der ist gleich wieder vorbei. Leider weiß ich jetzt noch nicht,
dass ich noch einige Kilometer bis zum Hauptbahnhof vor mir habe, wo meine
Unterkunft sich befindet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-05_151255.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Berlin-Köpenick&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-05_151539.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schloss Köpenick, leider etwas schief geworden&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-05_152726.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf Köpenick – der Fluss ist nicht die Spree sondern die Dahme, die hier in die Spree fließt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich folge der offiziellen Beschilderung des D3-Wegs, der durch Berlin führt.
Plötzlich bin ich verwirrt – ich stehe an der Spree und ich sehe keine Brücke.
Habe ich mich verfahren? Nein, es gibt eine Fähre! Nett gemacht! Ich dachte
eigentlich dass ich ein Ticket bei der Fahrerin lösen kann, doch wegen Corona
werden Tickets nicht verkauft. Ich soll die App benutzen? App – welche App? Ich
installiere mir doch nicht bevor ich in eine Stadt komme die jeweilige App des
ÖPNV prophylaktisch. Allerdings gab mir dann die Fahrerin den Tipp dass der DB
Navigator auch BVG-Tickets verkauft, damit war das Problem gelöst und alle
waren glücklich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-05_161242.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Spree-Überfahrt als Teil des D3-Radwegs&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von der &lt;em&gt;Oberbaumbrücke&lt;/em&gt; hat man einen wunderbaren Ausblick in beide Richtungen.
Wie man sieht ist das Wetter wieder besser geworden, kein Regen mehr in Sicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-05_164206.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Berlin&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-05_164400.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und die andere Seite mit dem Fernsehturm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-05_164654.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Reste der Berliner Mauer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist schon nach 17 Uhr, ich will langsam ankommen. Zimmer ist aber
reserviert, insofern noch entspannt. Ich folge nicht mehr sklavisch der
Beschilderung sondern fahre nach Handy, aber ungefähr den Weg entlang der
Spree. Ich komme an einigen der bekannten Sehenswürdigkeiten vorbei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-05_171157.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Marienkirche und Fernsehturm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-05_171617.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Berliner Dom&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-05_172324.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Durch's Brandenburger Tor mit dem Fahrrad&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich beziehe mein Zimmer im &lt;a href="https://www.jgh-hauptbahnhof.de"&gt;Jugendgästehaus
Berlin-Hauptbahnhof&lt;/a&gt; – habe ich bei der &lt;em&gt;Bett &amp;amp;
Bike&lt;/em&gt; Liste des ADFC gefunden und kann ich empfehlen. Ich durfte sogar das
Fahrrad mit aufs Zimmer nehmen. Noch sicherer kann man es nicht abstellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anschließend hatte ich einen mächtigen Hunger und habe am Hauptbahnhof eine
Currywurst vertilgt. Frisch gestärkt noch ein kleiner Spaziergang.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-05_190403.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Berlin Hauptbahnhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-05_190016.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Spree und Kanzleramt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-05_204726.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;In der Nähe der Stasi-Gedenkstätte Moabit&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Und zurück&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der nächste Tag startet wird wieder sonnig, allerdings geht es ja leider schon
wieder nach Hause. Davor treffe ich mich noch mit einem Twitterer bei der
Gedenkstätte der Berliner Mauer, die ich sehr empfehlen kann. Leider haben sich
unsere Sichtweisen auf die DDR-Geschichte nicht vertragen.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Als Westtdeutscher wird einem ja sofort abgesprochen, dazu eine Meinung zu
haben. Dazu muss ich aber sagen dass ich schon mit verschiedenen Ostdeutschen
über dieses Thema gesprochen habe. Und wenn mir eins augefallen ist: Je jünger
die Leute waren, also je weniger sie überhaupt die DDR erlebt haben und sie
selbst auch nur aus Erzählungen kannten, desto positiver haben sie die DDR
gesehen. Das sagt mir dass meine kritische Sicht vielleicht doch nicht so
falsch sein kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich spreche in keinster Weise den DDR-Bürgern ihre Lebensleistung ab. Aber es
war nunmal eine Diktatur, und daran gibt es nichts schönzureden. Ein Staat,
welcher die Bürger einsperren muss, welcher sie notfalls mit Waffengewalt daran
hindert, das Land zu verlassen, kann eigentlich nur scheitern. Jugoslawien hat
ja durchaus gezeigt dass es möglich ist, einen etwas anderen Kommunismus mit
Reisefreiheit unter einen Hut zu bringen, auch wenn das Modell letztlich auch
gescheitert ist und es auch eine Diktatur war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin der letzte der den Kapitalismus mit seinen Auswüchsen gut heißt, aber
ich bin auch ein freiheitsliebender Mensch. Ich möchte mir von keinem
vorschreiben lassen, wie ich mein Leben zu leben habe – weder vom Staat, noch
von einer Religionsgemeinschaft, noch von der eigenen Familie. Insofern kann
ich mir eigentlich nicht vorstellen, woanders als in „westlichen Demokratien“
wie in Europa oder Kanada freiwillig zu leben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe nichtmal ein Problem damit, dass andere Leute es anders sehen. Ich
habe nur ein Problem damit, dass andere Leute mir mein Recht absprechen, die
Dinge so zu sehen wie ich sie sehe – denn das ist respektlos. Und letztlich
auch genauso wie die DDR agiert hat – Meinungsdiktatur.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-06_091203.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Reste der Berliner Mauer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/2020-06-06_100722.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wachturm an der Berliner Mauer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit dem Fahrrad fahre ich dann zum Bahnhof &lt;em&gt;Berlin-Gesundbrunnen,&lt;/em&gt; erstens ist
das von der Mauergedenkstätte näher und zweitens beginnt dort mein ICE, der
Einstieg ist also etwas entspannter als im Berliner Tiefbahnhof.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Leipzig endet meine Fahrt im ICE, dort fahre ich noch kurz in die Stadt und
eine Stunde später geht's dann im Regionalexpress mit gefühlt 50 Zwischenhalten
durch das Saaletal nach &lt;em&gt;Fürth(Bay) Hbf,&lt;/em&gt; von wo ich die letzten 5 Kilometer nach
Hause radle.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Was soll ich sagen? Es hat alles gut geklappt, ich habe eine sehr
abwechslungsreiche Landschaft erlebt. Am besten gefallen haben mir die beiden
Städte &lt;em&gt;Bautzen&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Cottbus&lt;/em&gt; gefallen – Bautzen aufgrund der hügeligen Lage noch
etwas besser. Durch die Badeseen hat die Region finde ich auch einen hohen
Freizeitwert. Lust hätte ich, irgendwann mal den Froschradweg zu fahren –
alleine schon weil mir die Beschilderung gefällt. Und weil ich diese
Rakotzbrücke in Kromlau unbedingt mal sehen will.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer einen falchen Radweg sucht und noch nie im Osten war, dem kann ich diese
Tour nur wärmstens empfehlen. Und Berlin ist auf jeden Fall ein schönes Ziel,
auch wenn ich jetzt nicht unbedingt in dieser großen Stadt wohnen möchte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_05_spree/Bildschirmfoto_2020-08-30_17-38-06.png"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="fahrrad"/></entry><entry><title>Einmal durch die Schweiz – #FerriviaHelvetia</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2020-01-schweiz.html" rel="alternate"/><published>2020-01-23T00:00:00+01:00</published><updated>2020-01-23T00:00:00+01:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2020-01-23:/pelican/2020-01-schweiz.html</id><summary type="html">&lt;p&gt;Meine Sommerurlaube hatte ich ja auf dem Fahrrad verbracht. Sie waren alle sehr
schön. Allerdings wollte ich jetzt auch im Winter mal was unternehmen, und
nachdem ich mich auch für das Thema Eisenbahn interessiere, zog es mich in das
Eldorado von Gebirgsbahnen: In die schöne Schweiz. Ich nahm mir dafür ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;p&gt;Meine Sommerurlaube hatte ich ja auf dem Fahrrad verbracht. Sie waren alle sehr
schön. Allerdings wollte ich jetzt auch im Winter mal was unternehmen, und
nachdem ich mich auch für das Thema Eisenbahn interessiere, zog es mich in das
Eldorado von Gebirgsbahnen: In die schöne Schweiz. Ich nahm mir dafür die Woche
nach Dreikönig frei, nur vier Urlaubstage für eine ganze Woche sind
vielversprechend. Außerdem konnte ich dann Weihnachten und Silvester bei der
Familie verbringen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine erste (und einzige) Gebirgsfahrt durch die Schweiz war damals die
Heimreise von Mailand über einen »kleinen« Umweg über die Bernia-Route,
inspriert vom Blogartikel &lt;a href="https://rail.cc/de/blog/zuerich-mailand-albula-bernina-bahn"&gt;Von Zürich nach Mailand mit der Albula und Bernina
Bahn [rail.cc]&lt;/a&gt;.
Nun wollte ich also diese Strecke größtenteils nochmal fahren, und zwar im
Winter bei Schnee. Und viele mehr!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich besorgte mir ein Interrail-Ticket (5 Tage in einem Monat) für 198 € im DB
Reisezentrum. Inbesondere wollte ich die Strecken der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rhätische_Bahn"&gt;Rhätischen
Bahn&lt;/a&gt; erkunden, aber auch einen
Teil der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthardbahn"&gt;Gotthard-Route&lt;/a&gt;, den
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lötschberg-Bergstrecke"&gt;Lötschberg&lt;/a&gt;, einen
Schwenk durch Italien mit der
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Centovallibahn"&gt;Centovalli-Bahn&lt;/a&gt; – wenn man
schonmal mit einem One-Country-Pass ein anderes Land bereisen darf, aber seht
selbst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/FerriviaHelvetica.png"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was bei dieser Reise neu war, ich habe währenddessen unter dem Hashtag
&lt;a href="https://twitter.com/hashtag/FerriviaHelvetia?src=hashtag_click&amp;amp;f=live"&gt;#FerriviaHelvetia&lt;/a&gt;
getwittert. Dadurch hat sich es auch ergeben, dass mich der
&lt;a href="https://twitter.com/K1ngdaKa88"&gt;@K1ngdaKa88&lt;/a&gt; virtuell begleitet hat und mich
auch einige Tipps als Kenner des schweizer Eisenbahnverkehrs gegeben hat. Eine
weitere Inspirationsquelle war der Twitterer
&lt;a href="https://twitter.com/calandamountain"&gt;@calandamountain&lt;/a&gt;, ein Lokführer der
Rhätischen Bahn, der jeden Tag ein Foto von den schönen Strecken in die
Timeline stellt. Mit ein Grund warum ich fast das ganze Netz der RhB abgefahren
habe, inbesondere auch den Abstecher nach Scuol-Tarasp ins Unterengadin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Übernachtet habe ich in Jugendherbergen sowie günstigen Unterkünften. Rein von
den Übernachtungspreisen hat sich das Ganze dann auch finanziell im Rahmen
gehalten, problematisch ist eher die Verpflegung.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Anreise&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Eine Anreise von Fürth bis Klosters ist eine längere Geschichte, einfach weil
beide mögliche Eisenbahnrouten nicht so richtig schnell sind. Die Route über
München ist derzeit auf drei Zugpaare beschränkt wenn man den IC-Bus
ausklammert, hier wird sich die Situation nach der Elektrifizierung im Jahr
2021 dann verbessern. Meistens einen Tick schneller und vor allem eigentlich
immer günstiger ist die Route über Stuttgart, also Nürnberg – Stuttgart –
Singen(Hohentw) – Zürich – Chur – Klosters. Da ich nicht direkt in Fürth wohne
hat es sich ergeben mit dem Auto nach Anwanden zu fahren, selbiges dort
stehenzulassen und dann direkt loszufahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Los geht's also mit der S-Bahn, in Roßtal muss ich auf den Regionalexpress nach
Stuttgart umsteigen. Nach dem Umstellung auf &lt;em&gt;Go Ahead&lt;/em&gt; fahren derzeit sehr alte
n-Wagen, da die bestellten Stadler FLIRT Züge noch nicht zugelassen sind. Ich
habe im Prinzip nichts gegen n-Wagen, sie lösen bei mir sogar Nostalgiegefühle
aus. Aber sie sollten gut erhalten sein. Das hier war einfach nur Schrott, auf
der Toilette ist es kalt, die Türen klappern. Und das Zugpersonal läuft in
Bauarbeiterkleidung rum. Da ist also noch Luft nach oben für Go Ahead.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach einem knappen Übergang in Stuttgart Hbf geht's weiter in einem IC2 nach
&lt;em&gt;Singen am Hohentwiel.&lt;/em&gt; Leider tritt fähren der Fahrt durch eine technische
Störung am Fahrzeug (jaja, IC2 und Bombardier) eine Verzögerung auf, wir
erreichen Singen mit einer etwa 20-minütigen Verspätung, der Anschluss nach
Zürich ist futsch. Glücklicherweise ist kurz vor Singen die Wolkendecke
aufgerissen und es scheint die Sonne. Ich schaue mich in Bahnhofsnähe um,
entdecke das deutsche Werk von &lt;em&gt;Maggi,&lt;/em&gt; trinke einen letzten Kaffee auf deutschem
Boden und steige sodann in den IC nach Zürich ein, bestehend aus schweizer
Großraumwagen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bis jetzt war ich der Meinung dass ich in der Schweiz kein (kostenloses)
Internet habe, da Congstar – anders als die Telekom – die Schweiz nicht in das
EU-Roaming integriert hat. Während dieser Fahrt stellt sich aber heraus, dass
diese Information auf der Webseite falsch ist, faktisch funktioniert es doch.
Das Social Media Team von Congar auf Twitter bestätigt mir auch dann, dass es
bei Prepaid-Tarifen kostenloses Datenroaming gibt. Eigentlich wollte ich diesen
Trip ja als digitale Auszeit benutzen, nunja, dann halt nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-05_150158.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Überquerung des Rhein&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir befinden uns mittlerweile auf schweizer Staatsgebiet. Durch den Zug laufen
kurz Beamte von der Zollkontrolle, ansonsten läuft es nun wie am Schnürchen.
Zürich wird pünktlich erreicht, ich besorge mir am Geldautomat einen frischen
50-Franken-Schein und steige in den Anschlusszug nach &lt;em&gt;Chur,&lt;/em&gt; einen
Doppelstock-IC. Ungewohnt finde ich, dass der Durchgang oben ist, dadurch aber
ohne diese bei Wagenübergängen üblichen Türen. Vom Komfort her würde ich den
zwischen einem ICE und einem IC2 einordnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-05_153514.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schweizer IC von innen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-05_160116.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Vorbei geht's an den Schweizer Seen, hier dem Obersee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Chur verlasse ich das Normalspurnetz und steige in das Meterspurnetz der
&lt;a href="https://www.rhb.ch/de/home"&gt;Rhätischen Bahn&lt;/a&gt; ein. Dort begrüßt mich bei
bereits begonnener Dämmerung ein moderner Wagenzug (ich musste nochmal sehen ob
ich in der ersten Klasse bin). In Klosters komme ich kurz nach 17 Uhr an, eine
Stunde später als geplant wegen der »Verspätung im Ausland«. Die Jugendherberge
ist schnell gefunden, liegt allerdings etwas oben auf dem Berg was an sich sehr
schön ist, wegen des Gepäcks aber leicht beschwerlich. Dort werde ich auch
gleich nett empfangen und beziehe mein Zimmer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-05_164948.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Moderner Wagen der Rhätischen Bahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-05_174534.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zimmer in der Jugendherberge Klosters&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Zimmer ist mit 60 CHF ein Schnäppchen, die Gemeinschaftsdusche ist ohnehin
direkt daneben, einzig das WLAN funktioniert nur im Aufenthaltsraum. Der Hunger
zieht mich nochmal ins Dorf, des Preises wegen bleibt’s dann allerdings bei
einem Thunfischbrötchen und einer Packung Chips aus dem Bahnhofskiosk. Das kann
ja heiter werden.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Ferrovia retica&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;An dieser Stelle muss ich dann mal mein Hashtag erklären und drifte etwas ab in
Sprachenkunde. #FerriviaHelvetia steht für »Eisenbahn« und »Schweiz«, und zwar
auf Lateinisch. Nun gab es natürlich zur Zeit der Römer noch keine Eisenbahn,
allerdings gibt es halt Wörterbücher, die auch moderne Begriffe beinhalten, die
dann später hinzugefügt wurden. In Graubünden, dem Knaton, in dem die Rhätische
Bahn unterwegs ist, spricht man neben Deutsch und Italienisch auch das sog.
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rätoromanische_Sprachen"&gt;Rätoromanisch&lt;/a&gt;, eine
romanische Sprache, welche näher mit dem in den Dolomiten gesprochenen
&lt;em&gt;Ladnisch&lt;/em&gt; und dem in Venetien gesprochenen &lt;em&gt;Friaulisch&lt;/em&gt; verwandt ist.  Und
genau deshalb heißt die Rhätische Bahn auf Romanisch eben &lt;em&gt;Ferrovia retica&lt;/em&gt;.
Die Eisenbahn eben auf Lateinisch »ferrivia«, auf Romanisch »ferrovia«. Die
Schweiz heißt allerdings auf Romanisch »Svizra«, ein alternatives Hashtag wäre
also #FerroviaSvizra gewesen. Mir gefällt der Begriff »Helvetia« allerdings
ganz gut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der heutige Tag ist dann auch fast ganz der Rhätischen Bahn gewidmet. Zunächst
erkunde ich Klosters bei Tageslicht, anschließend lege ich einen kurzen
Umstiegsstopp in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Davos"&gt;Davos&lt;/a&gt; ein, jenem Ort,
welcher regelmäßig wegen des im Januar abgehaltenen Weltwirtschaftsforums in
die Schlagzeilen gerät. Schnee liegt im Übrigen nicht viel. Von Davos aus fahre
ich etwas in Richtung Norden, nur um über das berühmte
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Landwasserviadukt"&gt;Landwasserviadukt&lt;/a&gt; zu fahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-06_082141.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kirche in Klosters&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-06_091304.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Davos&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das &lt;em&gt;Landwasserviadukt&lt;/em&gt; lässt sich aus dem Zug schwer fotografieren. In
&lt;em&gt;Tiefencastel&lt;/em&gt; steige ich aus dem Zug, warte den Gegenzug ab und fahre gen Süden.
Es herrscht strahlender Sonnenschein – ganz im Gegensatz zur Heimat, wo alles
unter einer grauen (Hoch)nebelsuppe verschwunden ist. Alleine schon deshalb
war’s wert, in die Schweiz gefahren zu sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-06_095205.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das berühmte Landwasserviadukt aus dem Zugfenster&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von &lt;em&gt;Tiefencastel&lt;/em&gt; geht’s über die
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Albulabahn"&gt;Albulabahn&lt;/a&gt; erstmal nach
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Samedan"&gt;Samedan&lt;/a&gt;, dort wartet bereits der Zug
nach Pontresina. Die &lt;em&gt;Albulabahn&lt;/em&gt; beeindruckt vor allem durch die Streckenführung
mit ihren vielen Tunneln und Kehrtunneln. Es kommt keine Zahnradtechnik zum
Einsatz! Dadurch verliert man irgendwann die Orientierung, weil sich ständig
die Fahrtrichtung ändert. Die Bahnlinie wurde 1903 eröffnet, seit 2008 befindet
sie sich zusammen mit der Berniabahn auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.
Für mich die schönste Alpenüberquerung auf Schienen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Durch die vielen Umstiege füllt sich auch mein Interrail-Pass rasch. Zu meiner
Überraschung werde ich fast jedesmal kontrolliert, die Schaffner der Rhätischen
Bahn kennen sich auch damit aus und setzen ihre Zangenabdrücke korrekt.
Andernorts weiß man ja teilweise nichts mit den Interrail-Tickets anzufangen,
aber ich denke dass aufgrund der touristischen Bedeutung der Strecke und des
Preises der Einzeltickets das Interrail-Ticket häufig zum Einsatz kommt. Mit
Interrail kann man im Übrigen »nur« die Regionalzüge benutzen, der
durchgehende, touristische &lt;em&gt;Bernia-Express&lt;/em&gt; mit den Panoramafenstern ist
zuschlagspflichtig. Muss jeder selbst wissen ob es einem das Wert ist, da ich
mich auch für die Eisenbahn interessiere, reizen mich die normalen Züge
eigentlich mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-06_112348.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Typische Aussicht, man sieht, worüber man vorher gefahren ist oder noch fährt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schnee liegt immer noch nicht viel. In &lt;em&gt;Pontresina&lt;/em&gt; steige ich in die Bahn nach
&lt;em&gt;Tirano,&lt;/em&gt; die sog, Berninabahn. Ich fahre lediglich bis &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Alp_Grüm"&gt;Alp
Grüm&lt;/a&gt;, einfach weil sich die ganze
Strecke zeitlich dann nicht ausgeht und ich auch nicht nur Zug fahren möchte.
Der höchste Bahnhof ist &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Ospizio_Bernina"&gt;Ospizio
Bernia&lt;/a&gt; mit 2253 m ü. M.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An dieser Stelle wieder etwas Klugscheißerwissen: Die Höhenangaben
unterscheiden sich je nach Land, da unterschiedliche Referenzpunkte verwendet
werden. In Deutschland verwendet man das
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Normalhöhennull"&gt;Normalhöhennull&lt;/a&gt;, im
Wesentlichen der Pegel von Amsterdam. Österreich verwendet hingegen &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Meter_über_Adria"&gt;Meter über
Adria&lt;/a&gt; und die Schweiz &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Meter_über_Meer"&gt;Meter
über Meer&lt;/a&gt;, basierend auf dem
Pegel von Marseille.  Der Unterschied beträgt 32 bzw. 34 cm, ist also bei
Meterangaben ohne Komma nicht relevant.  Einen ganz guten Überblick über die
Meterangaben verschiedener europäischer Länder findet man auf
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Höhe_über_dem_Meeresspiegel"&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-06_125249.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Alp Grüm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-06_130356.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rhätische Bahn bei Alp Grüm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In &lt;em&gt;Alp Grüm&lt;/em&gt; liegt tatsächlich einiges an Schnee, daher kommt man auch vom
Bahnhof nicht so recht weg. Die Wanderwege sind zugeschneit. Ich genieße die
Sonne, fotografiere Züge und fahre mit dem nächsten Gegenzug eine Station
zurück, zu &lt;em&gt;Ospizio Bernia,&lt;/em&gt; wo ich fast eine Stunde bleibe. In der Sonne fühlt
es sich trotz Winters sehr warm und angenehm an, der naheliegende See &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lago_Bianco"&gt;Lago
Bianco&lt;/a&gt; ist komplett zugefroren und
von Schnee bedeckt. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-06_132902.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof Ospizio Bernia&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-06_132239.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zugefrorener Lago Bianco&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl ich es so gar nicht geplant habe, beschließe ich nicht direkt nach
&lt;em&gt;Scuol-Tarasp&lt;/em&gt; zu fahren sondern einen Abstecher in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/St._Moritz"&gt;St.
Moritz&lt;/a&gt; einzulegen. Ein sehr schöner
Kurort, der (zugefrorene) &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/St._Moritzersee"&gt;St.
Moritzersee&lt;/a&gt; wird vom Inn
durchflossen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-06_153836.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;St. Moritzsee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von St. Moritz fahre ich nun an zu meinem heutigen Tagesziel,
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Scuol-Tarasp"&gt;Scuol-Tarasp&lt;/a&gt;, im
Unterengadin, ziemlich am Rand der Schweiz. Es geht gemächlich durch das
Inntal, die Strecke beinhaltet weniger Highlights als die Albula- oder
Bernia-Linie, aber vielleicht gefällt sie mir gerade deshalb auch gut. Es wird
langsam dunkel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-06_165043.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Irgendwo im Inntal vor Scuol&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Scuol erreichen wir mit ca. 7 Minuten Verspätung, praktisch die einzige
nennenswerte Verspätung am ganzen Tag mit zig Umstiegen. Das Bahnwesen in der
Schweiz hat mich schon jetzt beeindruckt. Alles funktioniert wie ein Uhrwerk.
Die Züge sind sauber, das Personal nett, auch alte Wagen sehr gepflegt und in
gutem Zustand. Bahnhöfe auch in kleineren Orten mit Schalter und Warteraum. Was
man speziell bei der Rhätischen Bahn auch gesehen hat: Genügend Gepäckwagen,
auch für Fahrräder. Es scheint dass hier die Bahn die Bedürfnisse der Menschen
erfüllt und sich nicht die Beförderungsfälle an die Bahn anpassen sollen. Dafür
sind die Schweizer dann anscheinend auch bereit, zu bezahlen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jedenfalls stehen direkt am Bahnhof Anschlussbusse bereit, einer davon nach
Martina. Und hier schließt sich quasi der Kreis zu meinem Sommerurlaub &lt;a href="https://cycletux.de/serendipity/archives/15-Via-Claudia-Augusta-in-zwei-Teilen-Teil-1.html#extended"&gt;Via
Claudia
Augusta&lt;/a&gt;,
es sind nur 20 km bis nach Martina und dann entsprechend zur &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Norbertsh%C3%B6he"&gt;Norbertshöhe&lt;/a&gt; und zum &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Reschenpass"&gt;Reschenpass&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Scuol habe ich ein Bett in der Jugendherberge gebucht. Meine Hoffnung, dass
das Zimmer ansonsten leer ist, tritt ein. Somit hat sich das Pokern gelohnt und
ich habe für knapp 40 Franken ein eigenes Zimmer inkl. Frühstück bekommen. Die
Jugendherberge ist sehr neu und praktisch direkt am Bahnhof. Ansonsten liegt
der Ort etwas abseits (bzw. eigentlich liegt natürlich der Bahnhof abseits),
insofern ist die Nahrungssuche mit einem längeren Fußweg verknüpft. Ich werde
aber fündig, es gibt eine leckere Pizza inkl. Getränk für 18 Franken. Ich bin
zufrieden. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-06_174629.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zimmer in der Jugendherberge&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;In den Süden&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Tag beginnt mit einem klaren Himmel, so wie er aufgehört hat. Ich genieße
die Morgenstimmung und das reichhaltige Frühstück.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-07_081756-1.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Morgenstimmung in Scuol&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-07_081751.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Scuol-Tarasp"&gt;Bahnhof Scuol-Tarasp&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der letzte Tag war ja sehr durch Zugfahren geprägt. Das wird sich an diesem Tag
nicht ändern. Es geht über Chur nach &lt;em&gt;Göschenen,&lt;/em&gt; dort durch den
&lt;em&gt;Gotthardtunnel&lt;/em&gt; nach Locarno an den &lt;em&gt;Lago Maggiore&lt;/em&gt;. Aber zunächst fahre ich
durch den &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vereinatunnel"&gt;Vereinatunnel&lt;/a&gt; nach
Klosters zurück und von dort nach &lt;em&gt;Chur&lt;/em&gt;. Die Strecke kenne ich bereits vom
zweiten bzw. ersten Tag. Von Chur geht es schießlich nach
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Disentis/Must%C3%A9r"&gt;Disentis/Mustér&lt;/a&gt; (&lt;em&gt;Disentis&lt;/em&gt;
ist die deutsche Bezeichnung, &lt;em&gt;Mustér&lt;/em&gt; die romanische).  Während es im Rheintal
fast frühlingshaft aussieht, erkennt man in Disentis dann schon, dass es Winter
wird. Dies war dann auch die letzte Fahrt mit der Rhätischen Bahn, ich fand sie
echt klasse.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-07_112501.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Im Rheintal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-07_122226.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kirche in Disentis&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-07_123417.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kloster in Disentis&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-07_124144.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eine sehr schöne Lokomotive der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Matterhorn-Gotthard-Bahn"&gt;Matterhorn-Gotthard-Bahn&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach einem kleinen Aufenthalt in Disentis steige ich nun also in die dritte
schweizer Bahn ein, die
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Matterhorn-Gotthard-Bahn"&gt;Matterhorn-Gotthard-Bahn&lt;/a&gt;,
ebenfalls Meterspur. Die Wagen der MGB sind etwas älter, sehr gut geheizt,
allesamt mit Fenster zum Öffnen (und damit super zum Fotografieren). Das
Personal ebenfalls sehr nett, ich werde aber etwas weniger kontrolliert als bei
der Rhätischen Bahn. Was allerdings dazu kommt:
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Matterhorn-Gotthard-Bahn#Zahnstangenabschnitte"&gt;Zahnstangenabschnitte&lt;/a&gt;!
Nach &lt;em&gt;Disentis&lt;/em&gt; wird es dann relativ schnell winterlich, es kommt der
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oberalppass"&gt;Oberalppass&lt;/a&gt;. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-07_140731.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;In der Nähe des Oberalppasses&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich muss sagen, müsste ich von meiner ganzen Reise ein Highlight auswählen wäre
es vermutlich diese Fahrt von &lt;em&gt;Disentis&lt;/em&gt; nach &lt;em&gt;Andermatt&lt;/em&gt;. Es war einfach ein
Winter-Wonderland. Die Gegend ist im Winter vom Skitourismus geprägt, im Zug
befinden sich also auch Skifahrer wie überall in Berggebieten in der Schweiz.
Der Tourismus-Zug auf dieser Strecke, der wieder nicht vom Interrail-Pass
abgedeckt ist, wäre der Glacier Express. Er fährt aber dann direkt von Chur
weiter nach Zermatt über Brig. Ich »biege« ja dann ab in den Süden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-07_142049.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf Andermatt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Zug hat tatsächlich eine Verspätung von 3 Minuten, wodurch der Umstieg in
&lt;em&gt;Andermatt&lt;/em&gt; knapp wird. Ich steige in die
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6llenenbahn"&gt;Schöllenenbahn&lt;/a&gt; – ebenfalls
von der MGB betrieben – nach
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6schenen"&gt;Göschenen&lt;/a&gt;. Die Strecke ist sehr
durch Tunnel und Galerien geprägt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-07_143318-1.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schöllenenbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In &lt;em&gt;Göschenen&lt;/em&gt; selbst habe ich dann einen Aufenthalt von etwa einer halben
Stunde, bis mein Anschlusszug gen Süden fährt. Mein Reiseweg ist etwas
ungewöhnlich, so dass die Anschlüsse nicht aufeinander abgestimmt sind.
Göschenen ist eigentlich nur ein kleines Bergdorf, geprägt durch den Bau des
Gotthardtunnels. Die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthardbahn"&gt;Gotthardbahn&lt;/a&gt;
wurde 1882 eröffnet, also deutlich vor der Bernia-Albula-Linie. Im Gegensatz zu
ihr ist es eine Normalspurbahn, ebenfalls ohne Zahnradbetrieb. Bei seiner
Eröffnung 1882 war der Gotthard-Scheiteltunnel mit 15 Kilometer Länge der
längste Tunnel der Welt; diesen Platz nahm 1906 der knapp 20 Kilometer lange
Simplontunnel ein. Der &lt;em&gt;Gotthardtunnel&lt;/em&gt; darf nicht verwechselt werden mit dem
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthard-Basistunnel"&gt;Gotthard-Basistunnel&lt;/a&gt;, der
ja erst in diesem Jahrhundert gebaut und in Betrieb genommen wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-07_144257.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Einfahrt Gotthardtunnel von Norden&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-07_145202.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof Göschenen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun wird es ziemlich unspektakulär. Ich fahre mit einem modernen
Stadler-Triebzug durch den Gotthard-Tunnel bis
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bellinzona"&gt;Bellinzona&lt;/a&gt;, der Hauptstadt des
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kanton_Tessin"&gt;Tessin&lt;/a&gt;. Es liegt kein Schnee, um
die Tageszeit ist es leider auch schon etwas dunkel, da wegen der
Nord-Süd-Ausrichtung des Tals die Sonne schon hinter dem Berg verschwunden ist.
Der Zug würde noch weiter bis Mailand fahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In &lt;em&gt;Bellinzona&lt;/em&gt; merke ich nun sofort, dass ich in der italienischen Schweiz
angekommen bin: Am Jingle der Bahnhofsansage. Mehr dazu in einem &lt;a href="https://sbbcffffs-community.sbb.ch/t5/Service/Es-B-B-C-F-F-F-F-Es/ba-p/18586"&gt;Blogeintrag
der SBB CFF
FFS&lt;/a&gt;.
Aber nicht nur daran merke ich es, ich komme mir vor wie in Italien. Die
Menschen sprechen nicht nur eine andere Sprache als in der Deutschschweiz, sie
verhalten sich »italienischer«, etwas fröhlicher, lebendiger. Überhaupt eine
Sache die mich an der Schweiz sehr beeindruckt, vier Sprachen und trotzdem ein
Nationalgefühl in allen Landesteilen ohne dass ständig irgendein Teil raus
will. Heutzutage ist sicher der wirtschaftliche Wohlstand ein Grund, aber das
war auch nicht immer so.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun, Bellinzona hätte ich mir gerne noch länger angeschaut. Aber erstens wurde
es dunkel, zweitens wollte ich irgendwann meine Übernachtung beziehen und
drittens hatte ich dann ein dringendes Bedürfnis. Trotzdem, für einen Rundgang
durch die Stadt hat's gereicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-07_164630-1.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eine der beiden Burgen, verschwunden hinter einem Baum&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-07_164624.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein Migros&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieser &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Migros"&gt;Migros-Supermarkt&lt;/a&gt; soll jetzt
Anlass sein, zu einem ganz anderen Thema zu kommen. Meine schweizer
Twitter-Followerschaft hat mich die ganze Zeit bearbeitet, bloß nicht bei
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Coop_(Schweiz)"&gt;coop&lt;/a&gt; sondern eben bei &lt;em&gt;Migros&lt;/em&gt;
einzukaufen. Das hat sich schwierig gestaltet, weil in Graubünden zumindest auf
dem »Land« fast nur Migros vertreten ist. Was hat es mit dieser Geschichte auf
sich? Würde ein deutscher einem Schweizer raten, statt bei Edeka nur bei Rewe
zu kaufen? Eher nicht. Es hat eher damit zu tun, dass Migros der Supermarkt der
»kleinen Leute« ist und coop des »Bürgertums«.  Angenehmer Nebeneffekt von dem
Ganzen: Migros ist schlicht billiger, da er viele Eigenmarken hat. Daneben gibt
es in der Schweiz mitterweile auch die deutschen Discounter Aldi und Lidl, aber
wirklich nur in den Städten. Davon abgesehen würde ich Migros jetzt auch mit
den Discountern nicht in einen Topf werfen, da das Unternehmen zumindest
urprünglich auch einen ehtischen Kompass hatte (beispielsweise wird kein
Alkohol verkauft) und es sich um eine Genossenschaft handelt, während es bei
Aldi und Lidl eigentlich von Anfang an nur um Gewinnmaximierung und Ausbeutung
ging. Nicht umsonst gehören beide Inhaber zu den reichsten Deutschen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach diesem Exkurs in die Problematik des Schweizer Einzelhandles steige ich in
die S-Bahn nach &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lugano"&gt;Lugano&lt;/a&gt;. Viel sehe ich
nicht, es ist bereits dunkel. Mein Hotel liegt in der Innenstadt, die Dame an
der Rezeption spricht Deutsch. Das Mobiliar meines Zimmers ist etwas in die
Jahre gekommen, aber ansonsten völlig in Ordnung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-07_180156.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Hotelradio – ich benutze es tatsächlich, es läuft auf Kanal 6 &lt;a href="http://www.radioswisspop.ch/de"&gt;Radio Swiss Pop&lt;/a&gt; (den ich gelegentlich auch zu Hause höre, den Sender kenne ich noch aus meiner &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Astra_Digital_Radio"&gt;Astra Digital Radio&lt;/a&gt;-Zeit als Jugendlicher)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Abendessen gibt es eine Spaghetti Bolognese im Hotelrestaurant, lecker und
günstig.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Durch Italien&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Plan für heute: Von Locarno mit der Centovallibahn durch Italien und dann
über &lt;em&gt;Brig&lt;/em&gt; nach &lt;em&gt;St. Niklaus&lt;/em&gt; in der Nähe von &lt;em&gt;Zermatt&lt;/em&gt;. Aufgrund von Bauarbeiten
starte ich die Bahnfahrt aber erst am Nachmittag – Schienenersatzverkehr kann
ich nun wirklich keinen brauchen. Diese Strecke durch Italien ist im Übrigen in
das Tarifsystem der Schweiz integriert, der Interrail-Pass gilt ebenfalls.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Tag startet klar – das Wort »sonnig« ist immer so eine Sache, da wegen der
Berge die Sonne tatsächlich erst spät zum Vorschein kommt. Es dürfte um 0 ºC
haben, eine leichte Reifbildung hat eingesetzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-08_084315.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lago_Maggiore"&gt;Lago Maggiore&lt;/a&gt; am Morgen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Durch Zufall entdecke ich die Standseilbahn &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Funicolare_Locarno%E2%80%93Madonna_del_Sasso"&gt;Funicolare Locarno–Madonna del
Sasso&lt;/a&gt;.
Übrigens eine der wenigen Orte wo tatsächlich nur Bargeld angenommen wird,
ansonsten leisten mir meine Kreditkarte und Apple Pay gute Dienste, vor allem,
da ich keine Fremdwährungsgebühren zahle und per Push-Nachricht sofort sehe,
was der Gegenwert in Euro ist. Oben angekommen laufe ich etwas rum, schaue mir
diese Wallfahrtskirche an und gehe auf der anderen Seite langsam den Berg
runter. Durch die Sonneneinstrahlung fühlt es sich fast wie im Frühling an.
Wirklich eine sehr gute Idee, auf die Südseite der Alpen gefahren zu sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-08_094253.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Standseilbahn &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Funicolare_Locarno%E2%80%93Madonna_del_Sasso"&gt;Funicolare Locarno–Madonna del Sasso&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-08_095145.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick von oben auf den See&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-08_100014.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Palmen und Wallfahrtsort&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danach erkunde ich noch die Innenstadt inkl. Burg. Sehr schön, &lt;em&gt;Bellinzona&lt;/em&gt;
gefällt mir trotzdem spontan besser. Mittags esse ich ausnahmsweise bei 
&lt;em&gt;McDonald’s&lt;/em&gt;, mich interessiert der &lt;em&gt;McRaclette&lt;/em&gt;. Und ja,lecker, mal was anderes.
Allerdings total voll, lauter Jugendliche. Gegen 13 Uhr starte ich dann die
Fahrt mit der &lt;em&gt;Centovallibahn&lt;/em&gt; – los geht’s unterirdisch direkt neben dem
eigentlichen Bahnhof.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-08_112610.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Großer Platz in Locarno – irgendwas wird hier grad auf- oder abgebaut&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-08_120522.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Castello_Visconteo_(Locarno)"&gt;Castello Visconteo (Locarno)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-08_124423.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Unterirdischer Bahnhof. Dieser wurde aber erst 1990 eröffnet. Der Tunnel wurde 1983 bis 1990 gebaut. Vorher verlief die Bahn in Locarno oberirdisch&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-08_124842.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Innenansicht der Triebwagen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hatte das Glück einen Panoramawagen erwischt zu haben. Dieser kostet zwar
einen geringen Aufpreis (ich glaub es waren zwei Franken), aber die Fenster
sind größer. Leider konnte man sie nicht öffnen und sie waren etwas schmutzig,
zum Fotografieren keine guten Ausgangsbedingungen. Außerdem war die Klimaanlage
sehr, sehr laut, was mich wirklich gestört hat. Obwohl es genauso wie die
Rhätische Bahn oder die Matterhord-Gotthard-Bahn eine Meterspurbahn ist, sind
die Wagen innen viel enger.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Strecke ist ein Highlight. Anders als die Alpenbahnen, aber nicht weniger
schön. Im Sommer wenn alles grün ist – oder im Winter wenn wirklich mal Schnee
liegt – vielleicht noch schöner. Allerdings ist die Aussicht dann natürlich
schlechter wenn alles durch Blätter bedeckt ist. Die ganzen kleinen Dörfer sind
auch nett, das Tal wäre sicher eine schöne Radtour wert. Im Zug werden
Fahrräder aber nicht transportiert, für die Schweiz eher unüblich. Die Strecke
wurde übrigens erst 1923 eröffnet. Dem Betrieb liegt ein Staatsvertrag zwischen
dem Schweizer Bundesrat und dem König von Italien, Vittorio Emanuele III., vom
12. November 1918 zugrunde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-08_130643.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-08_142847.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Vor &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Domodossola"&gt;Domodossola&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Zug hat ca. 10 Minuten Verspätung (wir sind ja nicht mehr in der Schweiz),
ich erreiche aber noch den direkten Anschlusszug in Domodossola direkt nach
Brig. Es geht im Wesentlichen durch den
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Simplontunnel"&gt;Simplontunnel&lt;/a&gt;, insofern wenig
spektakulär. Außerdem ist es ein
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Alstom_ETR_610"&gt;Astoro&lt;/a&gt;, die ich innen irgendwie
nicht mag.  Fühle mich da im Vergleich zu einem ICE etwas beengt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Brig"&gt;Brig&lt;/a&gt; wieder in der
Deutschschweiz. Es ist wieder winterlich. Ich nutze die Stunde Aufenthalt für
einen Stadtrundgang und Einkauf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-08_153109.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Einkaufsstraße in Brig&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-08_153835.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Rhone in Brig&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-08_154448.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kloster St. Ursula in Brig&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Brig-Visp-Zermatt-Bahn"&gt;Brig-Visp-Zermatt-Bahn&lt;/a&gt;
startet – fast wie eine Straßenbahn – am Bahnhofsvorplatz in Brig, was ich als
sehr ungewöhnlich empfinde. Für mich ein Highlight sind die
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fallblattanzeige"&gt;Fallblattanzeiger&lt;/a&gt;.  Der Teil
im Rhonetal von Brig nach Visp wird auch parallel von der normalspurigen
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Simplonstrecke"&gt;Simplonstrecke&lt;/a&gt; befahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-08_162300.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Brig Bahnhofsvorplatz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ab jetzt begleitet mich dieser neue Freund, erstanden in einem &lt;em&gt;coop&lt;/em&gt;-Supermarkt
(ja, Asche auf mein Haupt) auf der Reise. Meine Twitter-Bubble hat mir ein paar
Namensvorschläge unterbreitet, ich entscheide mich für Urs.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-08_162714.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Urs&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Strecke nach Zermatt wird wieder teilweise mit Zahnstangen befahren, um die
doch sehr starken Steigungen zu überwinden. Den Ort &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/St._Niklaus_VS"&gt;St.
Niklaus&lt;/a&gt; habe ich mir natürlich
wegen der Nähe zu Zermatt ausgesucht, vor allem weil mich ein Hotel sehr
angesprochen hat. Mit 88 Franken zwar das teuerste meiner Reise, mir hat es auf
den Bildern aber sofort zugesagt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-08_171805.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ich glaube ich bin richtig in St. Niklaus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-08_173034.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mein Hotelzimmer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Vom Matterhorn in die Stadt zwischen zwei Seen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Obwohl das Zimmer wirklich super war, habe ich schlecht geschlafen. Ich vermute
dass es an der Temperatur lag, es war doch ziemlich warm. Zum Glück ist das
heutige Programm eigentlich eher entspannt. Zunächst fahre ich nach Zermatt,
das &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Matterhorn"&gt;Matterhorn&lt;/a&gt; anschauen. Im Zug
sind viele Skifahrer, das Gepoltere von den Schuhen nervt mich. &lt;em&gt;Zermatt&lt;/em&gt; ist
übrigens autofrei! Dort fahren lediglich elektrisch betriebene Transportwagen
rum. Mit dem Auto kann man lediglich bis &lt;em&gt;Täsch&lt;/em&gt; fahren, dort muss man dann in
die Bahn umsteigen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/img_1298.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Pfarrkirche St. Mauritius von Zermatt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/img_1320.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mattervispa&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/img_1323.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Da ist es nun, das &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Matterhorn"&gt;Matterhorn&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit der Matterhorn-Gotthard-Bahn fahre ich nun zurück nach Brig, wo ich auch
nun den Einflussbereich dieser Bahn verlasse und in die
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/BLS_AG"&gt;BLS&lt;/a&gt; umsteige, deren grüne Farbgebung
mir spontan gefällt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/img_1346.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;irgendeine Brücke auf der Zermatt-Strecke&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/img_1348.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Im Rhonetal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/img_1359.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Moderner Triebzug der BLS&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Verglichen mit den anderen Strecken ist die
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6tschberg-Bergstrecke"&gt;Lötschberg-Strecke&lt;/a&gt;
nicht ganz so spektakulär, was aber vielleicht auch daran liegt, dass ich mich
langsam sattgesehen habe. Mittlerweile existiert natürlich auch hier der
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6tschberg-Basistunnel"&gt;Lötschberg-Basistunnel&lt;/a&gt;,
der den Großteil des Fernverkehrs aufnimmt. Meine Fahrt endet dann in
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spiez"&gt;Spiez&lt;/a&gt;, wo ich mich erstmal umschaue,
bevor es zu meinem heutigen Tagesziel
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Interlaken"&gt;Interlaken&lt;/a&gt; geht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/img_1376.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nördlich des Lötschbergtunnels&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Spiez&lt;/em&gt; liegt am Südufer des
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Thunersee"&gt;Thunersees&lt;/a&gt;, also jenem See, welcher
sich westlich von Interlaken befindet. Am besten gefällt mir die &lt;em&gt;Schlosskirche&lt;/em&gt;
etwas auf dem Berg gelegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/img_1421.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schlosskirche Spiez&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für die 20-minütige Fahrt nach Interlaken benutze ich im Übrigen einen
InterCity-Zug, der dann auch noch in &lt;em&gt;Interlaken West&lt;/em&gt; und in &lt;em&gt;Interlaken Ost&lt;/em&gt;
hält. Kaum habe ich mir ein schönes Plätzchen oben gesucht, sind wir auch schon
angekommen. Ich suche erstmal mein Hotel, das sich ungefähr 10 Gehminuten vom
Bahnhof befindet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/img_1439.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Abendstimmung am Thunersee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Hotel gefällt mir, es ist recht nobel, hat aber im obersten Stockwerk ein
paar günstigere Zimmer mit Gemeinschaftsbad, von denen ich eines gebucht habe.
So hat man die Vorteile eines Hotels (ständig besetzte Rezeption, gutes
Frühstück) zum Preis einer Pension. Das Abendessen gibt’s in einem Migros
Restaurant, wo aber leider nicht mehr viel Auswahl ist, da schon um 19 Uhr
geschlossen wird.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Thunfisch und Twitter-Treffen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Interlaken ist sehr schön gelegen, bietet aber nicht wirklich viel außer
Hotels. Es ist quasi das Sprungbrett ins Gebirge, zum höchsten Bahnhof Europas,
dem &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jungfraujoch"&gt;Jungfraujoch&lt;/a&gt; oder nach
&lt;em&gt;Grindelwald&lt;/em&gt;. Eigentlich wollte ich zumindest bis Grindelwald fahren, aber es
hat sich dann anders ergeben. Die ganzen Schmalspurbahnen um Interlaken sind
nicht im Interrail-Pass inbegriffen, es gibt lediglich eine Ermäßigung von 25
%. Die Fahrt zum &lt;em&gt;Jungfraujoch&lt;/em&gt; ist ohnehin schweineteuer, im Bereich 200
Franken. Und da ich auf der Reise schon so viel schönes gesehen habe, empfand
ich es als Verschwendung, für ein paar Stunden soviel Geld auszugeben. Wer sich
trotzdem dafür interessiert findet im Artikel &lt;a href="https://www.zugreiseblog.de/jungfraujoch-bahn-anreise/"&gt;Mit der Jungfraubahn zu Europas
höchstem Bahnhof
[Zugreiseblog]&lt;/a&gt;
wertvolle Tipps. Die Berge sehen auch morgen noch. Ich beschließe, ein Stück
zurück nach &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Thun"&gt;Thun&lt;/a&gt; zu fahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Thun&lt;/em&gt; ist eine Kleinstadt im Berner Oberland und besticht durch die schöne
Altstadt sowie das am Berg gelegene Schloss. Hatte ich eigentlich schon erwähnt
dass das Wetter wunderschön war? Und das, obwohl für den heutigen Tag Woken
vorhergesagt waren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-10_103059-1.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf den Thunersee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-10_102818.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Brücke&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-10_112450.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schloss Thun&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-10_102042-1.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Stadtbild&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hatte mir die Frage gestellt, ob ein Fisch in Thun dann automatisch ein
Thunfisch ist? Nach dieser schönen Stadtbesichtigung bin ich etwas unschlüssig,
was ich mit dem restlichen Tag anfangen soll. Ich entscheide mich, zurück nach
&lt;em&gt;Interlaken&lt;/em&gt; zu fahren und mich dort noch umzusehen. Es gibt dort auch ein paar
schöne Stellen zum Züge gucken und fotografieren. Im Übrigen fährt dort alle
zwei Stunden ein ICE aus und nach Berlin. Ich fühle mich gleich heimisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-10_125547.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zwei Kirchen in Interlaken&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-10_131818.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Brücke über die Aare, die sowohl den Thunersee als auch den Brienzersee (östlich von Interlaken) durchfließt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun endet auch meine letzte Fahrt mit der &lt;em&gt;BLS&lt;/em&gt; und ich lerne die nächste
Bahngesellschaft kennen, die
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zentralbahn"&gt;Zentralbahn&lt;/a&gt;, die aber zur SBB
gehört. Die Strecke von &lt;em&gt;Interlaken&lt;/em&gt; nach &lt;em&gt;Luzern&lt;/em&gt; ist aussichtsreicher als
gedacht, wieder mit Zahnradanteil. Bei aller Begeistung für schweizer Bahnen
muss man aber auch sagen: Schnell ist was anderes. Aber natürlich sind das auch
Strecken, wo keine Autobahnen gebaut sind. Vermutlich ist man mit dem Auto
schneller, aber auch nicht so wahnsinnig schnell.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-10_150502.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zentralbahn bei Brünig-Hasliberg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Luzern"&gt;Luzern&lt;/a&gt; treffe ich mich an diesem
Abend mit Lukas, der extra für dieses Treffen anreist. Zunächst bringe ich aber
mein Gepäck in das Kapsel-Hostel, auf das ich schon gespannt bin. Leider
erweist sich das Hostel als Reinfall, sowohl in den Kapsel als auch außerhalb
ist es brütend heiß. Ich bin etwas unschlüssig, wie ich hier die Nacht
verbringen soll. Zu allem kommt noch dazu dass ich meine Mütze irgendwo habe
liegen lassen. Ein Sportgeschäft liegt aber auf dem Weg, so dass sich das
Mützenproblem zumindest schnell aus der Welt schaffen lässt. Schlimmer wäre es,
ich hätte Urs irgendwo vergessen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lukas und ich essen eine leckere (bzw. zwei leckere) Pizzen, unterhalten uns
über die schweizer und deutsche Bahnwelt – leider ist man da irgendwie als
Deutscher in der Defensive. Ich begleite ihn noch zum Bahnhof und beschließe,
als feststeht, dass der Nachhauseweg von Lukas einen Giruno beinhaltet, eine
Station mitzufahren. Ich habe ja heute den letzte Tag noch das
Interrail-Ticket! Den Giruno finde ich nett, spontan würde ich ihn jetzt aber
einem ICE auch nicht vorziehen. Auf jener Fahrt hat mich übrigens der Schaffner
gefragt, ob er mein Interrail-Ticket fotografieren darf. Natürlich durfte er
es! Hat ohnehin gepasst da es wie gesagt der letzte Tag war und der Reiseplan
somit vollständig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen im Kapselhostel wurde mir klar dass ich da kein Auge zudrücken
werde. Ich unterhielt mich dort mit einem netten Brasilianer, der meinte, er
hätte das Problem schon gemeldet aber der Besitzer könne nichts machen.
Insofern habe ich spontan ein anderes Zimmer gesucht, wurde in Rothenburg (ein
paar S-Bahn-Stationen weiter) auch fündig, hab also meine sieben Sachen gepackt
und bin dann dort um 23 Uhr aufgeschlagen. Mir wurde später die Übernachtung
erstattet, es scheint sich wirklich um eine Ausnahme gehandelt zu haben.
Insofern würde ich jetzt keinem empfehlen, das Hostel nicht zu nehmen, aber
vielleicht vorher die Temperatur prüfen. Prinzipiell finde ich die Idee der
Kapseln nämlich nicht verkehrt, vor allem wenn es wirklich nur damit geht, eine
Nacht zu verbringen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Ende gut, alles gut&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Den Vormittag nutze ich noch, um Luzern anzusehen. Heute ist der erste graue
Tag, daher wirken die Fotos nicht ganz so schön. Im Sommer soll hier übrigens
die Hölle loß sein was Tourismus betrifft, insofern ist der Winter eigentlich
eine gute Reisezeit für Luzern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-11_093348.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Luzern Bahnhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-11_093833.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kapellbrücke und Wasserturm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-11_101319.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;In der Innenstadt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und damit beginnt schließlich die Heimfahrt. Ich habe mich für den Umweg über
München entschieden, der schönen Strecke wegen durch’s Allgäu. Außerdem hat mir
Lukas die 1. Klasse im SOB Traverso empfohlen. Da ich das Ganze recht günstig
als Sparpreis bei der DB bekommen habe, habe ich schließlich zugeschlagen. Die
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schweizerische_S%C3%BCdostbahn_(2001)"&gt;Schweizerische
Südostbahn&lt;/a&gt;
ist die letzte Bahngesellschaft in der Schweiz, die ich fahren werde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-11_102845.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Stadler FLIRT »Traverso« der SOB – mir gefällt explizit auch die Farbgebung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-11_102957.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;1. Klasse in der SOB&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die 1. Klasse ist tatsächlich sehr schön und bequem, auch optisch. Es gibt zwar
keinen Speisewagen allerdings einen Kaffee- und Getränkeautomaten. Finde ich
für einen Zug dieser Gattung auch völlig ausreichend, schade, dass man in
Deutschland nicht auf so eine Idee kommt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-11_103505.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Urs hat sich’s auch bequem gemacht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In St. Gallen dann nach einem kurzen Aufenthalt der Umstieg in den EuroCity
nach München, dank erster Klasse im SBB Panoramawagen. Das Wetter passt auch.
Wir sind pünktlich in München, auch der ICE nach Nürnberg kommt pünktlich an.
Es war eine schöne entspannte Fahrt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-11_150356-1.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;SBB Panoramawagen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/2020-01-11_152002-1.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Zusammenfassung und Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die beste Zusammenfassung ist das Ticket selbst mit den eingetragenen Strecken.
Größtenteils habe ich das Aufüllen im Zug erledigt, deshalb ist meine Schrift
etwas kragelig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2020_01_schweiz/interrail.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
_Kompletter Streckenverlauf _&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es war wirklich sehr schön, das Wetter hat gepasst, die Schweiz hat mir als
Gesamtbild sehr gut gefallen, die Züge sowieso. Twittern war nett, ich hab’s im
Rückblick allerdings etwas übertrieben, ab und zu »abzuschalten« ist auch nett.
Das ist auch der Vorteil am Radfahren: Man ist gezwungen nichts zu tun außer zu
fahren, und genau deshalb tut mir das vermutlich auch so gut. Weil das Gehirn
da am besten abschalten kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber rein von der Route her würde ich es eigentlich wieder so machen. &lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="bahn"/></entry><entry><title>Abschiedsfahrt auf der Vogelfluglinie</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2019-11-vogelflug.html" rel="alternate"/><published>2019-11-02T00:00:00+01:00</published><updated>2019-11-02T00:00:00+01:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2019-11-02:/pelican/2019-11-vogelflug.html</id><summary type="html">&lt;h2&gt;Vorwort&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Die Vogelfluglinie ist die direkte Bahn- und Straßenverbindung zwischen den Großräumen Kopenhagen
und Hamburg, die über die Inseln Fehmarn, Lolland, Falster und Seeland verläuft und nur zwischen
Puttgarden und Rødbyhavn eine 19 km lange Fährverbindung über den Fehmarnbelt einbezieht.&lt;/em&gt;
(&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vogelfluglinie"&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Konkret geht es um die Eisenbahnverbindung, die Ende 2019 ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;h2&gt;Vorwort&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Die Vogelfluglinie ist die direkte Bahn- und Straßenverbindung zwischen den Großräumen Kopenhagen
und Hamburg, die über die Inseln Fehmarn, Lolland, Falster und Seeland verläuft und nur zwischen
Puttgarden und Rødbyhavn eine 19 km lange Fährverbindung über den Fehmarnbelt einbezieht.&lt;/em&gt;
(&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vogelfluglinie"&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Konkret geht es um die Eisenbahnverbindung, die Ende 2019 eingestellt wird. Da ich die noch nie
gefahren bin, wollte ich sie wenigstens einmal nutzen bevor sie von der Landkarte verschwindet.
Grund für die Einstellung ist der Bau des
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fehmarnbelttunnel"&gt;Fehmarnbelttunnels&lt;/a&gt;. Nach Kopenhangen geht es 2020
allerdings weiterhin per Zug über Jütland, sogar eine halbe Stunde schneller und elektrisch.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Der Plan&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich wollte das verlängerte Allerheiligen-Wochenende nutzen. Geplant hatte ich am Freitag nach
Fehmarn zu fahren, dann am Samstag die Vogelfluglinie zu überqueren und dann weiter mit Bus nach
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gedser"&gt;Gedser&lt;/a&gt;, von dort mit der Fähre nach Rostock, am Sonntag die
Stadt anschauen und am Montag mit dem Zug über Berlin wieder zurück nach Fürth.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_11_vogelflug/Bildschirmfoto_2019-11-04_16-37-35.png"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Geplante Route im Norden (ungefähr, bis Nykøbing Falster auf Schienen)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für die Hinfahrt hatte ich eine BahnBonus-Freifahrt 1. Klasse für 1500 Punkte eingelöst. Die
Vogelfluglinie dann als eigenes Ticket (dank PayDirekt-Coupon faktisch für 20 €, Flexpreis) und die
Rückfahrt dann per Sparpreis für günstige 32 €.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Anreise an Allerheiligen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Allerheiligen ist in Süddeutschland frei während die meisten norddeutschen Länder arbeiten müssen,
dafür dann allerdings einen Tag davor den Reformationstag feiern. In jedem Fall ein langes
Wochenende, ob mit oder ohne Brückentag und dementsprechend viel los. Ich freute mich schon auf
meine erste längere Fahrt in der ersten Klasse. Nun, der ICE fuhr pünktlich um halb zwölf in
Nürnberg ab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Großen und Ganzen verlief die Reise unproblematisch, wir waren in Hamburg pünktlich. Alles in
allem wäre es mir den Aufpreis für die 1. Klasse nicht wert, hätte ich keine Freifahrt gehabt.
Ledersitze finde ich ohnehin weniger gemütlich, die Beinfreiheit der zweiten Klasse reicht mir auch.
Im Gegenteil: Durch die größeren Abstände sind die Klapptische zum Arbeiten mit dem Laptop meiner
Meinung nach zu weit weg. Klar, es ist nicht so voll. Etwas enttäuscht war ich dann allerdings schon
dass auch in der ersten Klasse viel Lärm ist, das wäre mir am ehesten noch den Aufpreis wert wenn
man wirklich Ruhe hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Hamburger Hauptbahnhof fand ich grässlich. Es war dunkel und regnerisch, aber die Bahnhofshalle
ist sehr ungemütlich, es zieht kalt durch. Natürlich musste ich auch die DB-Lounge ausprobieren,
wenn man schonmal 1. Klasse unterwegs ist. Kostenlose Getränke sind nett, es ist angenehm ruhig,
allerdings gibt es in &lt;a href="https://www.oebb.at"&gt;anderen Ländern&lt;/a&gt; auch für normale Reisende einen
vernünftigen, beheizten, ruhigen Wartebereich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dann kam es, wie es kommen musste: Aufgrund von Personen im Gleis hatte der EC nach Kopenhagen über
20 Minuten Verspätung, da er nicht rechtzeitig bereitgestellt werden konnte (Personen im Gleis).
Dummerweise musste ich in Puttgaden die Regionalbahn nach
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_auf_Fehmarn"&gt;Burg&lt;/a&gt; bekommen, die praktisch einen Bahnhof wieder
zurückfuhr, und das nur alle zwei Stunden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erstmal gefiel mir aber der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/DSB_MF"&gt;dänische IC3&lt;/a&gt;, auch »Gumminase«
genannt, ein Dieseltriebwagen. Die Strecke ist schließlich eingleisig, nicht elektrifiziert und auf
das Schiff können ohnehin keine elektrischen Züge fahren – mangels Oberleitung, sonst müsste man
zeitaufwendig rangieren. Die erste Klasse ist dort auch textil und unterscheidet sich von der
zweiten lediglich durch die 2+1-er statt 2+2-er Bestuhlung. Das Publikum war hauptsächlich
skandinavisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die beiden Zugbegleiter waren sehr nett, wiesen in den ausführlichen Durchsagen auf die erreichten
und nicht erreichten Anschlüsse hin, aber leider wartete der Anschluss nach Burg nicht. Ich könnte
höchstens noch in Oldenburg aussteigen und dann in die andere Richtung fahren, was aber immer noch
über eine Stunde zu spät ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Übernachtung an diesem Tag hatte ich per AirBnb gefunden, und das war letztlich auch mein Glück:
Die Dame war sehr nett und holte mich in Puttgaden ab. Sie meinte das wäre für sie ohnehin besser
weil sie um 20 Uhr schon wieder weg auf eine Geburtstagsfeier wollte. Und so blieb es bei 30 Minuten
Verspätung. Auf dem Papier waren es aber natürlich trotzdem über 60 Minuten; mal sehen ob ich
Bonuspunkte im Rahmen der Fahrgastrechte zurückbekomme.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit der Unterkunft hatte ich jedenfalls Glück, ein sehr sauberes, ruhiges Zimmer in einer sehr neuen
Wohnung in einem schönen Backsteingebäude.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Einmal Dänemark und zurück&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der erste EuroCity des Tages fuhr leider erst nach 11 Uhr in Puttgarden ab, zu spät wie ich finde.
Ich nutzte die Zeit noch für ein Frühstück in einer nahegelegenen Bäckerei und zum Besichtigen von
&lt;em&gt;Burg&lt;/em&gt;. Nettes Städtchen, nette Gegend, freundliche Menschen. November ist jetzt nicht die allerbeste
Reisezeit, vor allem war es an dem Tag dann regnerisch. Aber im Sommer, am besten dann noch mit dem
Fahrrad, ich denke ich werde mir den Ostseeküstenradweg mal genauer ansehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider hat es vormittags schon geregnet, trotzdem hatte ich noch Zeit für einen Rundgang durch die
kleine Stadt:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_11_vogelflug/2019-11-02_084340.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rathaus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_11_vogelflug/2019-11-02_094735.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/St._Petri_(Burg)"&gt;St.-Petri-Kirche&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Regionalbahn, die mich von Burg nach Puttgarden bringen sollte, hatte 5 Minuten Verspätung, der
EuroCity fuhr ihr aber hinterher, also keine Panik. Grundsätzlich ist die Strecke auf Fehmarn
eingleisig, nach Burg führt allerdings ein Abzweig als Kopfbahnhof. Bemerkenswert dass sogar ein
InterCity ins Rheinland direkt von Burg startet, die touristische Relevanz ist vorhanden. Der
Umstieg in Puttgarden klappt problemlos, und dann geht's auch schon direkt los.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Spektakel ist unspektakulär, man sieht fast nichts, eine Minute später ist man auf der Fähre und
muss aus Sicherheitsgründen während der Überfahrt den Zug verlassen. Der Zug wird aber verschlossen,
das Gepäck kann man also getrost drinlassen. Die Überfahrt selbst dauert 45 Minuten. Währenddessen
kann man an entweder ins Freie oder nach drinnen, es gibt auch Läden, ein Restaurant und eine
Kantine. Leider ist es ziemlich verregnet so dass ich mich nach drinnen verziehe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_11_vogelflug/2019-11-02_111751_unkenntlich.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Gumminase im Bauch des Schiffes&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jetzt muss ich vor allem mal den restlichen Tag planen. Ich habe nämlich erfahren, dass die Schiffe
Rostock – Gedser wegen eines Unfalls nicht fahren. Es wird empfohlen über Rødby und Puttgarden zu
fahren, na toll. Die Spätverbindung mit Ankunft 19 Uhr Rostock fährt zwar angeblich, aber irgendwie
war mir das zu unsicher. Das Naheliegende wäre gewesen, den gleichen Weg mit dem Zug wieder zurück
zu fahren, aber erstens war mir das zu teuer (Flexpreis nach Rostock 60 €) und zweitens hatte ich
keine Lust drauf. Glücklicherweise fand ich eine Flixbus-Verbindung direkt von Nykøbing Falster nach
Rostock, normalerweise über Gedser, aber heute eben über Rødby. Für schlappe 9 €!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Fahrt von Rødby nach Nykøbing Falster dauerte eine knappe Stunde. Es schüttete aus Kübeln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_11_vogelflug/2019-11-02_125109.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_11_vogelflug/2019-11-02_125800.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Innenstadt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Innenstadt hat mir spontan gefallen, bei Regen war mir ein Kaffee im Trockenen dann aber lieber.
In Dänemark kann man ja überall mit Kreditkarte zahlen so dass das Geldumtauschen wegen eines
Kaffees entfallen kann. Der Bus kommt pünktlich, und so geht's über die Landstraße wieder zurück zum
Hafen. Dort müssen wir 20 Minuten warten bis die nächste Fähre kommt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Nachhinein betrachtet ein Glücksfall, den Bus genommen zu haben, dann da bekommt man von der
Überfahrt mehr mit. Die Fähre hat zwei Fahrzeugdecks, die Lkws, Züge und Busse unten, die Pkws oben.
Die Zufahrt geht parallel über eine Rampe. Die Schiffe fahren alle 30 Minuten. Es sind insgesamt
vier Doppelendfähren (es muss nicht gewendet werden) im Einsatz, zwei deutsche
(&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schleswig-Holstein_(Schiff,_1997)"&gt;»Schleswig-Holstein«&lt;/a&gt; und
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland_(Schiff,_1997)"&gt;»Deutschland«&lt;/a&gt;) und zwei dänische
(&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Prins_Richard_(Schiff)"&gt;»Prins Richard«&lt;/a&gt; und &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Prinsesse_Benedikte_(Schiff)"&gt;»Prinsesse
Benedikte«&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_11_vogelflug/2019-11-02_144038.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der grüne Bus an Deck&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_11_vogelflug/2019-11-02_154357.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schöneres Wetter auf der Rückfahrt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein paar Worte noch zur &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahnfährverbindung"&gt;Trajektierung&lt;/a&gt;. Bis
1995 wurde auch die Strecke &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Nykøbing–Gedser"&gt;Gedser –
Rostock&lt;/a&gt; (also so wie ich eigentlich
fahren wollte) mit Zügen befahren. Die Bahnstrecke ist mittlerweile stillgelegt, die Gleise wurden
beim Umbau des Hafens entfernt. Güterverkehr auf Schiene ist halt nicht mehr so gefragt und alleine
für den Personenverkehr hat sich's wohl auch nicht gelohnt. In Europa gibt es aktuell drei, bald nur
noch zwei trajektierte Strecken mit regelmäßigen Personenzügen:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Die eben beschriebene &lt;em&gt;Vogelfluglinie&lt;/em&gt;.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Königslinie"&gt;Königslinie&lt;/a&gt; von Sassnitz (Rügen) nach Trelleborg
  (Schweden), derzeit saisonal im Sommer von einem privaten Nachtzug befahren, dem &lt;a href="https://www.snalltaget.se/de/destinationen/skandinavien"&gt;Berlin Night
  Express&lt;/a&gt; von Berlin nach Malmö. Der Zug
  wurde bis Anfang der 2000er Jahre von der DB und SJ (Schwedische Staatsbahn) betrieben und stand
  letztlich kurz vor der Einstellung. Nur mit viel Engagement konnte sie noch betrieben werden.
  Aufgrund des »Greta-Effekts«, der im Norden für steigende Passagierzahlen im Bahnverkehr sorgt,
  sollen 2020 im Sommer sogar wieder täglich Züge fahren!&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die Linie nach Sizilien von Villa San Giovanni nach Messina auf Sizilien. Ein 
  &lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2016-sizilien.html"&gt;Reisebericht&lt;/a&gt; gibt's von mir auch dazu. Die Strecke wird von
  zwei Nachtzugpaaren und mehreren Tagzügen bedient.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Sowohl auf der Königslinie als auch nach Sizilien gestaltet sich die Trajektierung viel aufwendiger,
da keine Triebzüge sondern Wagenzüge verwendet werden und aufgrund der Länge rangiert werden muss.
Die Rangierarbeiten auf Sizilien dauern länger als die Überfahrt auf der Vogelfluglinie. Man stellt
sich dort wirklich die Frage ob es nicht einfacher wäre, auszusteigen, auf die Fähre zu steigen und
drüben wieder einzusteigen. Auf Fehmarn geht das alles ratz-fatz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die restliche Fahrt nach Rostock verlief unspektaktulär. Die erste Flixbus-Fahrt wo ich wirklich
zufrieden war, Doppelstockbus, wenig los, allerdings hatte ich nach der dreistündigen Fahrt dann
trotzdem leichte Rückenschmerzen. Die Züge im IC(E) sind erstens bequemer und zweitens kann man da
auch mal aufstehen und rumlaufen, und wenn man sich nur einen Kaffee im Speisewagen kauft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Rostock bezog ich dann mein Zimmer im &lt;a href="https://bluedoorshostel.de"&gt;Jellyfish Hostel&lt;/a&gt;, das auf den
Bildern zwar besser aussieht als in echt aber trotzdem absolut in Ordnung war.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Rostock und Warnemünde&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Sonntag war der Stadtbesichtigung vorbehalten. Leider wird im November an Sonntagen keine
Stadtführung angeboten so dass ich mich auf eigene Faust auf den Weg machte. Das Wetter war
insbesondere am Nachmittag sehr schön, angenehm mild und sonnig. Eine wirklich schöne Stadt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_11_vogelflug/2019-11-03_090247.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Universität, die in diesem Jahr das 600-jährige Bestehen feiert&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_11_vogelflug/2019-11-03_085233.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Steintor&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_11_vogelflug/2019-11-03_091443.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kröpeliner_Tor"&gt;Kröpeliner Tor&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_11_vogelflug/2019-11-03_091726-1.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Reste der Stadtmauer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_11_vogelflug/2019-11-03_093512.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schön bemalte Trafohäuschen, überall in der Stadt mit unterschiedlichen Motiven, gefällt mir!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_11_vogelflug/2019-11-03_094207.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rostock Hbf&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_11_vogelflug/2019-11-03_121236.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Innenstadt von der anderen Seite der Warnow&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachmittag fuhr ich dann mit der S-Bahn nach Warnemünde, der Hafenstadt mit dem Seehafen. Es war
schönes Wetter, die Bilder sprechen für sich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_11_vogelflug/2019-11-03_140737.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Warnemünde Bahnhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_11_vogelflug/2019-11-03_143337.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Molenfeuer_Warnemünde"&gt;Molenfeuer Warnemünde&lt;/a&gt; &lt;br /&gt; (grün: Westmole, rot: Ostmole)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_11_vogelflug/2019-11-03_154921.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtturm_Warnemünde"&gt;Leuchtturm&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_11_vogelflug/2019-11-03_160323-1.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kirche_Warnemünde"&gt;Kirche Warnemünde&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Rückfahrt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Zur Rückfahrt am Montag gibt es wenig zu sagen: Mit dem InterCity im modernisierten
InterRegio-Steuerwagen geht's von Rostock nach Berlin Hbf, dort gibt es einen 4-Minuten-Übergang
(leider nicht bahnsteiggleich wie geplant) in den ICE nach Bamberg und von dort im Regionalexpress
nach Fürth. Der ICE verkehrt als Ersatzzug mit ICE-T statt ICE1 wegen ungeklärten ETCS-Problemen.
Letztlich kappt aber alles wie am Schnürchen.&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="bahn"/></entry><entry><title>Via Claudia Augusta in zwei Teilen – Teil 1</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2019-vca-1.html" rel="alternate"/><published>2019-10-26T00:00:00+02:00</published><updated>2019-10-26T00:00:00+02:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2019-10-26:/pelican/2019-vca-1.html</id><summary type="html">&lt;h2&gt;Vorgeschichte&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nun habe ich dieses Jahr ja schonmal eine Radtour absolviert, den
&lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2019-drauradweg.html"&gt;Drauradweg&lt;/a&gt;.  Sollte es also nochmal eine
Radtour sein? Oder was ganz anderes? Und nochmal in die Alpen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Via_Claudia_Augusta"&gt;Via Claudia Augusta&lt;/a&gt;
ist eine Alpenüberquerung von Donauwörth nach Venedig.  Eine andere Variante
führt nach Verona bis zum Gardasee. Die ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;h2&gt;Vorgeschichte&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nun habe ich dieses Jahr ja schonmal eine Radtour absolviert, den
&lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2019-drauradweg.html"&gt;Drauradweg&lt;/a&gt;.  Sollte es also nochmal eine
Radtour sein? Oder was ganz anderes? Und nochmal in die Alpen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Via_Claudia_Augusta"&gt;Via Claudia Augusta&lt;/a&gt;
ist eine Alpenüberquerung von Donauwörth nach Venedig.  Eine andere Variante
führt nach Verona bis zum Gardasee. Die Strecke geht durch das Voralpenland, an
Füssen vorbei, über den Fernpass, durch das Inntal weiter über den Reschenpass
vorbei am Reschensee in das Vinschgau bis ins Eisacktal nach Bozen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das erste mal gelesen von der habe ich zufällig in &lt;em&gt;Imst&lt;/em&gt; auf einem Schild in der
Nähe des Bahnhofs. Außerdem war ich dort ein paar Tage wandern und habe in
einer Jugendherberge übernachtet wo ich ein paar Radler getroffen habe, die
eben diese Tour absolviert haben. Damals hatte ich noch kein E-Bike und eine
Alpenüberquerung war jenseits jeglicher Vorstellungskraft für mich. Ich habe
die Jungs schlicht bewundert und beneidet, die das schaffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jedenfalls hat mir ein Arbeitskollege dann die Tour vorgeschlagen, der selbst
mal den Weg vor einigen Jahren gefahren ist. Als ich mich dann im Internet
genauer über die Strecke informiert habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen,
dass ich es wage. Ging alles ziemlich spontan. Als Einstimmung habe ich mir
noch das Buch
&lt;a href="https://www.buch7.de/produkt/alpenradler-holger-nacken/1026118005?ean=9783944365855"&gt;Alpenradler&lt;/a&gt;
als E-Buch. Ganz nett zu lesen, auch wenn der Autor was gegen E-Bikes hat. ;-)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier erstmal die Tour:&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/collection/1624454/embed" width="100%" height="580" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;h2&gt;Vorwort&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich bin Ende Juli gefahren, also in der Hauptsaison, daher habe ich als
vorbereitende Maßnahme alle Zimmer im Voraus reserviert. Eigentlich findet man
alle Informationen über die Tour im Internet auf der &lt;a href="http://www.viaclaudia.org/de/home.html"&gt;offiziellen
Webseite&lt;/a&gt;.  GPS-Tracks findet man auf
den üblichen Seiten, beispielsweise
&lt;a href="https://www.komoot.de/collection/759/auf-der-via-claudia-augusta-ueber-die-alpen"&gt;Komoot&lt;/a&gt;
und
&lt;a href="https://www.outdooractive.com/de/route/fernradweg/via-claudia-augusta/2810096/"&gt;outdooractive&lt;/a&gt;.
Außerdem habe ich mir noch den Bikeline-Führer gekauft, sollte die Elektronik
mal aussteigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch ein Wort zu den Bus-Shuttles, die viel beworben werden: Meiner Meinung
nach ist das überflüssiger Quatsch. Für den Rücktransport kann man ganz normal
mit der Bahn fahren. Selbst der Flexpreis der Bahn ist günstiger als der
Shuttlebus. Zwischen Verona und München fahren täglich fünf Zugpaare, zwei
davon fahren bis Venedig. In den alten ÖBB-Zügen sind mindestens 20
Radstellplätze, wenn man Glück hat nehmen die Schaffner auch spontan noch Räder
ohne Reservierung mit, da die Gepäckwagen ziemlich groß sind. Zwischen Venedig
und Verona kann man auch den italienischen Regionalzug nehmen. Und dann gibt's
ja auch noch &lt;a href="https://www.flixbus.de"&gt;Flixbus&lt;/a&gt; mit guten Verbindungen ab München.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man sich die Pässe sparen möchte sieht es natürlich anders aus, allerdings
nehmen hier die öffentlichen Busse auch Fahrräder mit. In Landeck habe ich
Busse mit Fahrradanhänger gesehen, beim Reschenpass sind mir Busse mit
Möglichkeit zum Aufhängen am Heck begegnet. Im Zweifel würde ich lieber die
subventionierten, öffentlichen Busse unterstützen die häufig halb leer durch
die Gegend gondeln, aber für die Bevölkerung auch eine Grundversorgung
darstellen, und deshalb notwendig sind, als teurere, auf Touristen abzielende
Zusatzbusse die vielleicht etwas schneller sind.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Um mal etwas abzuschweifen: Mir scheint es, als würde für weite Teile der
Bevölkerung der öffentliche Nahverkehr (und Fernverkehr der Bahn) gar nicht
zu existieren. Für die gibt es nur das Auto, das Flugzeug und dann solche
privaten Busangebote, die entsprechend beworben werden. Ich weiß nicht mehr
genau, wo ich es gelesen habe, aber mir ist noch dieses Zitat in Erinnerung:
Mit der Bahn fahren nur Arme und Akademiker. Diesen Eindruck habe ich auch,
würde mich selbst damit eher zu den Akademikern zählen obwohl ich mit meinem
Diplomabschluss einer Fachhhochschule nicht wirklich einer bin.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Geplant hatte ich Augsburg bis Bozen in einer Woche in gemütlichen Tagesetappen
zu fahren.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Augsburg bis Schongau&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Anreise von Fürth bis Augsburg war nun wirklich unspektakulär. Gegen Mittag
war ich in Augsburg, das Wetter war in Ordnung (etwas windig aber ansonsten
trocken) und es sollte losgehen. Ehrlich gesagt bekam ich nach 20 Kilometern
fast schon einen kleinen Durchhänger, die Strecke gefiel mir nicht besonders
gut, mir war etwas langweilig und ich hatte einfach irgendwie keine Lust. Aber
das sollte der einzige dieser Art werden, soviel sei schonmal verraten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-20_125527.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Gedenkstein zur Via Claudia Augusta&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich entschied mich für einen Schlenker nach &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Landsberg_am_Lech"&gt;Landsberg am
Lech&lt;/a&gt;, wo allerdings gerade
ein Mittelalterfest mit Umzug stattfand, wodurch die Altstadt quasi
unpassierbar war. Nach alldem was ich gesehen habe, aber eine sehr schöne
Stadt, wo ich sicher nochmal vorbeischaue.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-20_152619.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Landsberg am Lech&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem ich an diesem Tag meinen längsten Abschnitt hatte – es wurden exakt
100,0 km – und ich ja erst mittags in Augsburg gestartet bin, wurde es dann
tatsächlich »knapp«, ich musste beim Hotel anrufen, dass ich nach 18 Uhr komme
und ich hatte auch keine Zeit mehr, Schongau zu besichtigen. Stattdessen fuhr
ich durch &lt;em&gt;Schongau&lt;/em&gt; durch und schnurstracks zu meiner Unterkunft in &lt;em&gt;Peitling&lt;/em&gt; auf
der anderen Seite des Lechs, wo ich kurz vor 19 Uhr ankam. Der Hotelgasthof war
etwas rudimentär, aber für eine Nacht völlig in Ordnung und dafür günstig. Das
Highlight war ein Röhrenfernseher der Marke Siemens auf meinem Zimmer, der
vermutlich fast so alt war wie ich selbst, aber tatsächlich funktionierte! Das
Essen in der zugehörigen Gaststätte war super.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-20_182056.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Lech&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mehr Sorgen machte mir die Wettervorhersage: Am nächsten Tag sollte es regnen,
darauf hatte ich nun wiederum gar keine Lust. Also die Etappe überspringen und
(etwas umständlich, da komplett andere Route) nach Ehrwald mit dem Zug? Erstmal
abwarten und schlafen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-21_091953.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kein Fake, kein Umweg, es waren wirklich genau 100,0 km bis zum Hotel in die Garage&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Schongau bis Ehrwald&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die heutige Etappe beinhaltet zwar keinen Pass, führt aber schon ins Gebirge.
Tatsächlich bin ich einen kleinen Teil des Weges letztes Jahr zufällig schon
einmal gefahren als ich von Lindau, Sonthofen, das Tannheimer Tal, Reute nach
Ehrwald geradelt bin, meine erste mehrtägige Radtour überhaupt. Daher wusste
ich ungefähr, was auf mich zukommt. In Ehrwald hatte ich dann auch im gleichen
Hostel wieder ein Zimmer gebucht, dem &lt;a href="http://www.mellowmountain.at"&gt;Mellow Mountain
Hostel&lt;/a&gt;, das ich an dieser Stelle sehr empfehlen
kann! Es gibt neben Mehrbettzimmer auch Privatzimmer mit Bad, alles ist noch
recht neu, außerdem einen sehr schönen Aufenthaltsbereich – wie ein Wohnzimmer
eingerichtet – mit Bergpanoramablick.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach dem Aufwachen hat es erstmal recht stark geregnet. Das Wetterradar hat mir
aber verraten, dass es gegen 9 Uhr aufhören wird und so ging ich das
Frühstücken eher gemächlich an. Es kam dann auch so, es nieselte noch etwas,
aber das hindert einen nicht wirklich am Radfahren. Zunächst musste ich wieder
zurück auf die Route finden. Bei Wolken entstehen ja ganz nette Stimmungen:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-21_105528.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-21_115742.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-21_122904.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Forgensee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegen 11 Uhr kam dann ein kurzer aber heftiger Schauer, den ich dann aber unter
einem privaten Carport »aussitzen« konnte. Zu einer besseren
Unterstellmöglichkeit hat die Zeit nicht mehr ausgereicht. Um die Mittagszeit
war ich dann in Füssen, das Schloss Neuschwanstein habe ich aber nur kurz
gesehen. Es gibt eine Variante der Route mit etwas besserem Blick auf das
Schloss, die ich mir aber gespart hatte. Die Innenstadt von Füssen ist schon
sehr schön, allerdings auch touristisch etwas überlaufen und mir war nicht nach
Stadtbesichtigung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Weg ging dann weiter zum Lechfall und dann überschritt ich auch die Grenze
nach Österreich. Die Sonne kam raus und es wurde etwas dampfig, was sich dann
aber im Laufe des Nachmittags legte. Zwischen Füssen und Reutte ist der Weg
angenehm, man fährt durch eine relativ flache Landschaft mit Bergkulisse:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-21_153521.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Reutte in Tirol&lt;/em&gt; kannte ich bereits von meiner oben erwähnten Tour, daher
verzichtete ich auf eine Besichtigung und fuhr weiter. Zwischen Reutte und
Ehrwald wird es dann hügeliger und die Wegqualität wird auch relativ schlecht,
grober Schotter, an manchen Stellen musste ich kurz schieben. Man kommt an der
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Ehrenberg_(Reutte)"&gt;Burg Ehrenberg&lt;/a&gt; vorbei,
wo es auch eine Hängebrücke gibt. Diese hatte ich ebenfalls auf meiner letzten
Tour schon besichtigt. Wer noch nie dort war dem kann ich empfehlen etwas mehr
Zeit einzuplanen und ein, zwei Stunden dort zu verbringen. Ich leide zwar unter
Höhenangst, eine solche Hängebrücke macht mir seltsamerweise wenig aus. Ich
darf zwar während des Gehens nicht nach unten schauen, aber verglichen damit
dass ich beim Besteigen einer Leiter mit mehr als vier Stufen schon die Panik
bekomme ist das eigentlich nichts.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei schönem Wetter traf ich nachmittags in Ehrwald ein, für die &lt;em&gt;Tiroler
Zugspitzbahn&lt;/em&gt; hat es aber nicht mehr gereicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-21_190431.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-21_201034.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja, am nächsten Tag steht der erste Pass an, der &lt;em&gt;Fernpass,&lt;/em&gt; vor dem ich schon
etwas Bammel habe.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Über den Fernpass...&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Erstmal beginnt der Tag wettermäßig super mit leichten Nebelschwaden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-22_074625.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja, warum habe ich jetzt Bammel vor der Fahrt mit dem Fernpass? Im Prinzip
weil ich mich vorher informiert habe und der Fernpass als blöd zu fahren
beschrieben wird mit vielen Schiebestrecken. Allerdings muss man sagen dass die
meisten Berichte älter sind und ich auch gelesen habe, dass 2015 die Strecke
etwas verändert wurde und nun die Wegequalität besser ist. Letztlich war es
eigentlich ziemlich unspektakulär. Klar, mit einem E-Bike habe ich leicht reden
was die Steigung betrifft – allerdings bin ich auch im Eco-Modus gefahren. Die
Wegequalität ist aber auch nicht schlechter als so mancher Schotterweg in
Bayern. Nicht rennradtauglich, aber mit einem Trekkingrad gut zu fahren. Und
auch die Steigung, wenn man ein paar Pausen einlegt und vielleicht ein paar
Stellen schiebt geht es eigentlich auch ohne Elektrorückenwind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-22_112310.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-22_112329.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick nach unten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-22_113509.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Burg Fernstein&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und weil alles so unspektakulär gut ging war ich auch am frühen Nachmittag
schon in Imst, meinem heutigen Etappenziel angelangt. Im Vorspann hatte ich ja
erwähnt dass ich in Imst schonmal war, insofern kannte ich die Gegend, auch
die &lt;em&gt;Rosengartenschlucht&lt;/em&gt;. Erstmal fuhr ich durch zum Hostel
&lt;a href="https://www.romedihof.at"&gt;Romedihof&lt;/a&gt; und hoffte, dort mein Gepäck
loszuwerden. Ich traf dort die Dame an, die sich um alles kümmert und sie gab
mir gleich das Zimmer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-22_202033.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Romedihof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich erwähnte ja schon dass ich bereits vor einigen Jahren im Romedihof
übernachtet habe. Die Etappen habe ich extra so geplant dass ich dort wieder
absteigen kann. Das Hostel bzw. die Jugendherberge liegt etwas außerhalb von
Imst unten am Inn, bei der Bahnstrecke und dem Autobahnkreuz. Es handelt sich
um einen umgebauten alten Bauernhof mit dicken Mauern, mit knarzenden Böden,
recht gemütlich und rustikal eingerichtet. Tatsächlich hatte ich dieses Nacht
ein Bett im Mehrbettzimmer gebucht. Nicht nur aus finanziellen Gründen sondern
auch weil man dort in der Regel ganz nette Menschen trifft. Ich war daher
neugierig, mit wem ich mein Zimmer teilen werde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erstmal verbrachte ich aber den restlichen Tag im Freibad von Imst, etwas
chillen, lesen, Podcasts hören und im Wasser abkühlen, es ist schließlich
Urlaub. Natürlich habe ich noch was gegessen, für den nächsten Tag eingekauft
als ich am Abend dann wieder in der Jugendherberge eintraf und meine
Zimmergenossen traf: Zwei Jungs aus München, Ende 20 mit dem Fahrrad unterwegs
eine Mountainbikestrecke von Garmisch zum Gardasee. »Etwas« sportlicher als
ich. Nette Leute, ich habe auch ganz gut geschlafen, vielleicht etwas
schlechter als alleine im Zimmer. Wir hatten ohnehin Glück, da unser Zimmer
das Fenster auf die ruhigere Seite ohne Straßenlärm hatte. Würde ich nochmal
dort übernachten, würde ich wohl direkt bei der Buchung versuchen auf die
Seite zu kommen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Im Inntal&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Tag beginnt wieder sonnig. Es sollte wettermäßig der schönste Tag werden,
warm aber nicht schwül bei strahlend blauem Himmel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-23_082214-1.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Inn bei Imst&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die heutige Etappe wird etwas länger als die letzte, bleibt dafür relativ
flach. Es geht von Imst im Inntal entlang bis &lt;em&gt;Pfunds&lt;/em&gt;. Die Wegeplanung war
extra so dass die beiden Pässe jeweils am Anfang des Tages liegen. Ich fuhr
als bis Pfunds weil dort dann am nächsten Tag der Reschenpass kommt. Spontan
entschied ich mich, einen kleinen Umweg auf eine Anhöhe zu nehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-23_092930.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;einfach nur schön&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weiter ging’s nach Landeck, ein nettes Städtchen, wo übrigens die
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Arlbergbahn"&gt;Arlbergbahn&lt;/a&gt; das Inntal verlässt
und weiter nach Bludenz führt. Es beginnt ein Abschnitt wo man nicht mal eben
in die Bahn steigen kann um abzukürzen oder nach Hause zu fahren. Der nächste
Bahnhof kommt dann in Mals in Südtirol. Es war vor dem ersten Weltkrieg
geplant, eine Bahnstrecke von Landeck nach Mals zu bauen, die sog.
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Reschenscheideckbahn"&gt;Reschenscheideckbahn&lt;/a&gt;. Es
wurden sogar ein paar Bauwerke errichtet, die Bahn wurde wegen der Konkurrenz
zur Brennerbahn, der beiden Weltkriege, der schwierigen Trassenführung und
auch wegen der Verlagerung des Verkehrs auf die Straße nie errichtet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber zurück zum gummibereiften Zweirad: In Landeck besichtigte ich die Burg
mit Museum, sehr sehenswert und vor allem auch schön gelegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-23_120232.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Burg Landeck&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-23_121725.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Burgmuseum Landeck&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-23_122228.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Landeck von oben&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weiter geht’s dann im mittlerweile relativ schmal gewordenen &lt;em&gt;Inntal.&lt;/em&gt; Laut
Streckenführer gibt es noch eine etwas hügeligere Route am Berg, die
ursprüngliche &lt;em&gt;Via Claudia,&lt;/em&gt; ich bleibe aber bei der Talroute. Der Inn ist auch
deutlich schmaler geworden. Charakteristisch bleibt aber das etwas milchig
gefärbte Wasser, ganz im Gegensatz zum türkisen Lech.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-23_133402.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Inn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Durch die Besichtigungen treffe ich heute erst gegen 17 Uhr am Abend in &lt;em&gt;Pfunds&lt;/em&gt;
im &lt;em&gt;Alpenhostel&lt;/em&gt; ein. Dort begrüßt mich eine etwas mürrische ältere Dame, die
mich erst einmal darüber belehrt dass ich ein Zimmer in einer Jugendherberge
gebucht habe, was bedeutet dass alles etwas älter ist. Nun, für mich heißt
Jugendherberge vor allem weniger Komfort und ggf. Mehrbettzimmer, kein
Fernseher oder auch Gemeinschaftsbad aber nicht dass die Möbel
auseinanderfallen. So schlimm war es dann aber ohnehin nicht, aber die besten
Jahre hat das Haus inkl. Mobiliar durchaus schon gesehen. Vermutlich wollte
die Dame einer schlechten Bewertung vorbeugen. Obwohl das Hostel an der
Hauptstraße im Inntal liegt ist es dennoch soweit zurückgesetzt dass es
annehmbar ruhig ist, mein Fenster geht ohnehin auf die Rückseite wo eher das
Rauschen des Wasserfalls stört als der Straßenlärm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-23_183507.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Pfunds&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-23_190948-1.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Tiroler Gröstel, super lecker!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier im Inntal lässt sich's durchaus aushalten, aber es geht ja wieder weiter.
Im Hostel auf der Terrasse traf ich dann am Abend noch auf drei nette Rentner
aus der Region Nürnberg, mit denen ich mich bei einem Gösser Radler (60 %
Limo, 40 % Bier, mir schmeckt diese Mischung ganz gut) über Gott und die Welt
unterhielt. Die drei sind von der Innquelle nach Innsbruck gefahren. Das hat
mich dann mal dazu gebracht nachzusehen wo der Inn überhaupt entspringt, das
ist viel weiter in der Schweiz drin als ich gedacht habe. Kein Wunder dass der
in Innsbruck oder Imst schon ein richtig großer Fluss ist.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Über den Reschenpass zum Reschensee&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der heutige Tag ist streckentechnisch der spannendste Teil: Während die
Autostraße in Österreich schnurstracks den Berg hoch geht, wo dann der
eigentliche Reschenpass passiert werden muss, ist der beschilderte Radweg ein
anderer: Es geht zunächst in die Schweiz auf einer gut ausgebauten aber sehr
schwach befahrenen Bundesstraße in die Schweiz mach &lt;em&gt;Martina&lt;/em&gt;. Diese wird aber
nach ein paar Kilometer wieder verlassen wo es über die &lt;em&gt;Norbertshöhe&lt;/em&gt; mit 11
Kehren den Berg hoch geht. Die &lt;em&gt;Norbertshöhe&lt;/em&gt; ist wieder in Österreich, von dort
geht's nach Nauders weiter über den eigentlichen Reschenpass (der dort aber
flach ist) nach Italien bzw. Südtirol weiter zum Reschensee.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Inntal ist an dieser Stelle recht schmal, daher am Morgen auch noch
schattig und ziemlich kühl. Obwohl man die meiste Zeit auf der Bundesstraße
fuhr war sehr wenig Verkehr und das Fahren daher sehr angenehm. Die Auffahrt
zur Norbertshöhe ist deutlich fordernder als der Fernpass, auf der Seite
&lt;em&gt;quäldich.de&lt;/em&gt; findet man eine ganz gute &lt;a href="https://www.quaeldich.de/paesse/norbertshoehe/"&gt;schematische
Darstellung&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-24_091651.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Helvetia&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Grenzkontrollen finden im Übrigen statt oder eigentlich sind es
Zollkontrollen: Die Schweiz ist im Schengener Abkommen aber nicht in einer
Zollunion mit den Schengenstaaten. Praktisch ist es das gleiche, als
Fahrradfahrer wurde ich aber durchgewunken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-24_102015.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Burg bei Nauders&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Nauders hat man's dann eigentlich geschafft, von dort geht's nur noch
marginal aufwärts bzw. vor allem dann abwärts. Tja, und nach wenigen
Kilometern ist er dann am Horizont, quasi mein Tagesziel und auf das, was ich
mich schon die ganze Reise gefreut habe: Der
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Reschensee"&gt;Reschensee&lt;/a&gt;, jener mit dem
Kirchturm mitten im See. Als ich hinten am Horizont den See erblickte bin ich
in Euphorie ausgebrochen. So glücklich war ich die ganze Reise nicht gewesen,
einfach phantastisch quasi am Ziel, am Höhepunkt (im wahrsten Sinne des Wortes
auch geographisch) zu sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-24_111531.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Reschensee am Horizont&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe unzählige Fotos geschossen, auch von weiter oben, konnte mich erst
gar nicht entscheiden auf welcher Seite ich den See entlang fahren möchte,
aber als ich dann gesehen habe, wo der Turm ist, war es klar, von oben kommend
von links quasi.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-24_114455.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kirchturm von Alt-Graun&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Geschichte des Kirchturms ist eigentlich weniger romantisch als es
aussieht: Um einen Stausee zu errichten wurde die Gegend des heutigen
Reschensees von den faschistischen italienischen »Besatzern« ohne Beteiligung
der Bevölkerung einfach geflutet, die Ortschaft Graun vernichtet, die Bürger
ohne Entschädigung zwangsumgesiedelt. Daran erinnert eine kleine Ausstellung
am See. Der Turm steht heute unter Denkmalschutz und wurde saniert, da das
Mauerwerk natürlich nicht für das Wasser ausgelegt war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-24_131531.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick zurück&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch im Sommer ist der See ziemlich kalt. Es gibt zwar ein paar Badestellen
aber wirklich angenehm ist es nicht. Langsam wird es auch deutlich schwüler,
einerseits ändert sich die Wetterlage, andererseits denke ich dass es auf der
Südseite der Alpen um diese Zeit auch einfach schwüler ist als in den
nördlichen Tälern. Außerdem beschäftigt mich seit zwei Tagen noch ein
angeschwollener Mückenstich am Oberschenkel. Ich hatte zwar eine Creme dabei,
die half aber nicht wirklich, und es ist wirklich sehr stark angeschwollen
dass die Haut selbst beim Laufen gespannt hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erstmal fahre ich bis &lt;em&gt;Burgeis,&lt;/em&gt; um dort meine Unterkunft zu beziehen. Leider
war es im &lt;em&gt;Vinschgau&lt;/em&gt; schwer, günstige Unterkünfte zu finden, so dass ich mir
die Ortschaften nicht wirklich aussuchen konnte. Burgeis ist eine kleine
Ortschaft mit vielen Ferienhäusern, nur einem Supermarkt, einigen Gasthäusern
und keiner Apotheke. Mit der &lt;em&gt;Pension Florian&lt;/em&gt; hatte ich Glück, ich bekam ein
sehr kleines aber hübsches Einzelzimmer unter dem Dach. Die Besitzerin war
auch sehr nett.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem ich meine Sachen los war fuhr ich dann aber weiter nach Mals, dem
ersten Ort mit Apotheke, Endpunkt der
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vinschgaubahn"&gt;Vinschgaubahn&lt;/a&gt;, die 1990
stillgelegt wurde und 2005 dann wiedereröffnet wurde – seitdem eine
Erfolgsgeschichte. In der Apotheke wurde ich gut beraten und bekam eine
Kortisoncreme (Packungsbeilage auf Italienisch), die dann auch langsam half.
Der Radweg von Burgeis nach Mals geht sehr steil bergab, so dass ich schon
Angst hatte ob ich den Berg wieder hochkomme. Die Angst war unbegründet, der
Rückweg ist etwas anders beschildert und deutlich flacher was die Steigung
betrifft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Offiziell war ich in Italien, tatsächlich im tiefsten Südtirol mit einem
Dialekt den ich nicht verstehe, der aber mit Italienisch nichts zu tun hat.
Das Vinschgau ist eine der schönsten Gegenden in den Alpen die ich je gesehen
habe, man kann das eigentlich gar nicht so schön fotografieren wie es ist. Das
Tal ist einige Kilometer breit, sehr insgesamt recht steil, sehr trocken,
daher wird hier auch alles bewässert. Heute natürlich über Wasserleitungen,
früher allerdings über ein Kanalsystem das sich
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Waal_(Bewässerung)"&gt;Waal&lt;/a&gt; nennt. Die Waale
existieren teilweise noch heute.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-24_192739.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachts gab es dann auch das erste Gewitter, ich schlief trotzdem tief und fest.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Weiter im Vinschgau nach Tabaland&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Morgen startet sonnig mit einem guten Frühstück und vor allem einem sehr
guten Filterkaffee, dem besten auf dieser Reise. Die Mischung aus Italien mit
österreichischen Wurzeln scheint guten Kaffee zu produzieren. Aber schon am
Morgen ist es recht schwül, regelrecht dampfig, was man selbst auf den Bildern
sieht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-25_083049.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Fürstenburg bei Burgeis&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-25_084544.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Typisch für das Vinschgau&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Radwege sind einfach nur mega, eigentlich sind es eher Wirtschaftswege
allerdings asphaltiert, sehr gut zu fahren, abseits vom Straßenverkehr aber
doch durch die Ortschaften. So macht Radfahren Spaß! Wenn unsere Politiker mal
wieder von Radschnellwegen reden sollte man ihnen mal einen Urlaub in Südtirol
spendieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-25_084549.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Radautobahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-25_090437.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bunker aus dem Ersten Weltkrieg – auch das gehört leider zur Geschichte Südtirols&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Vormittag fahre ich langsam voran, nutze die Zeit für Besichtigung der
Ortschaften auf dem Weg. Erst schaue ich mir &lt;em&gt;Mals&lt;/em&gt; an:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-25_083559.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mals&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weiter im &lt;em&gt;Etschtal&lt;/em&gt; (deshalb heißt der Radweg an dieser Stelle auch
&lt;em&gt;Etschtalradweg)&lt;/em&gt; komme ich an Glurns vorbei, mit vollständig erhaltener
Stadtmauer. Eine Perle!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-25_090925.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-25_091824.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Stadtmauer von Glurns&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In &lt;em&gt;Schluderns&lt;/em&gt; gibt es eine Burg auf einer Anhöhe:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-25_101212.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Kastelbell eine weitere Burg:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-25_135202.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für diesen Tag werden am Nachmittag Gewitter vorhergesagt. Zunächst ist es
aber bewölkt und wirklich extrem schwül. Als ich von einem Supermarkt rausgehe
komme ich mir vor als wie wenn ich gegen eine Wand laufe. Die Pernsion
befindet sich nicht unten in der Ortschaft Naturns sondern im Tal weiter oben
in &lt;em&gt;Tabaland&lt;/em&gt;. Zunächst verfahre ich mich weil mich mein Navi falsch lotst, dann
finde ich es aber doch. Leider gibt es oben in Tabaland keine
Einkaufsmöglichkeiten so dass ich nach dem Checkin wieder runter muss.
Trotzdem gefällt mir die Pension auf Anhieb, die Besitzerin ist total nett,
das Bad zwar etwas älter aber das Bett super. Und es gibt einen Balkon Blick
ins Tal und auf die andere Seite des Berges!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-25_173610.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Etsch&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Gewitter am Abend wird heftig. Allerdings empfinde ich es auch als
Befreiung, da die Luft wirklich unerträglich war. Gegen Mitternach hört's aber
auf und ich schlafe gut.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Nach Bozen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Zeit verging bisher wie im Flug. Schon ist der letzte Tag da, am nächsten
Tag fahre ich nach Übernachtung in Bozen bereits nach Hause. Nach dem Gewitter
liegt im Tal etwas Nebel. Der Etsch sieht man das Gewitter an, das Wasser ist
braun.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-26_074536.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-26_090955.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Radweg verläuft heute schnurstraks im Tal, an &lt;em&gt;Meran&lt;/em&gt; vorbei bis Bozen.
Obwohl am Nachmittag Gewitter vorhergesagt sind, glaube ich nicht so recht
daran und beschließe spontan, als ich an einer Seilbahn vorbeikomme, diese zu
nutzen und eine kleine Bergwanderung zu machen. Nur ein, zwei Stündchen und
dann wieder runter. Schließlich will ich die Berge nicht nur von unten sehen
sondern auch erleben. Gesagt, getan. Mein Fahrrad wird samt Gepäck abgestellt,
die zweite Tasche zum Rucksack umgebaut und los geht's.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dort oben ist es etwas kühler als unten, ich empfinde es als angenehm. Der
Gipfel heißt &lt;em&gt;Vigljoch&lt;/em&gt; und man sieht von dort oben nicht nur ins Etschtal
sondern auch auf die andere Seite.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-26_120037.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittagessen gibt's dieses mal im &lt;em&gt;Gasthof Seespitz&lt;/em&gt;. An der Seilbahn bin ich
gegen 14 Uhr, es wird leider langsam bewölkter und ich mache mir langsam etwas
Sorgen was den Weg betrifft. Immerhin habe ich noch gut 50 km vor mir.
Notfalls kann ich die Bahn nehmen, allerdings würde ich mich schon ärgern wenn
ich den letzten Abschnitt nicht fahren könnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-26_135533.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-26_141052.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wegen des aufziehenden Regens beeile ich mich. Ich kann mir leider nicht die
Zeit nehmen, etwas länger in &lt;em&gt;Meran&lt;/em&gt; zu bleiben. Die Stadt wäre definitiv einen
Tag Wert gewesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was die Qualität des Radwegs betrifft ist alles mustergültig. Ich habe den
Regen quasi im Nacken, immer tröfelt es etwas, ich blicke aber gegen einen
hellen Himmel da ich ja quasi mit dem Gewitter fahre. Vorteil von dem ganzen:
Ich habe Rückenwind, dazu kommt das E-Bike, insofern fährt es sich wirklich
gut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute habe ich meine Unterkunft über &lt;em&gt;AirBnb&lt;/em&gt; gebucht. Ich bin schon die ganze
Zeit mit dem Gastgeber bzw. seiner Mutter in Kontakt, der Schlüssel wurde an
einer Stelle hinterlegt. Der Gastgeber ist allerdings Italiener und kann kein
Deutsch. Das Zimmer liegt in einem Wohngebäude im 5. Stock mit defektem
Aufzug. Zum Glück muss ich nur zweimal hoch. Wirklich stark geregnet hat es
dann doch nicht. Ich fahre mit dem Bus in die Innenstadt um noch was zu essen.
Dieser Teil von Bozen gefällt mir überhaupt nicht, irgendwie zu hektisch, viel
Verkehr, etwas schmuddelig. Nach einer Woche Österreich und Vinschgau bin ich
viel zu verwöhnt. Immerhin ist der Ausblick vom Balkon gut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-27_082630.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Und zurück&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Mit dem Gastgeber komme ich nicht viel in Kontakt da er quasi nicht in der
gleichen Wohnung sondern in der Wohnung nebenan wohnt, allerdings ist der
Eingang der gleiche. Man hat quasi aus einer Wohnung zwei gemacht mit
gemeinsamem Flur. Jedenfalls hat er ein Frühstück schon am Vortag
hergerichtet, oder was man halt in Italien Frühstück nennt. ;-)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Zug geht erst gegen 9:30 Uhr in Bozen, daher kann ich noch einen kleinen
Umweg fahren, nochmal auf die Südseite von Bozen ein paar Fotos schießen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_vca1/2019-07-27_092612.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Burg Sigmungskron&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Bahnhof dann ziemlich viel los, die Zugfahrt verläuft ohne besondere
Vorkommnisse. Außer dass ich am Brenner wieder mal zu doof war diese
Getränkeautomaten zu bedienen und daher im Zug was kaufen muss. Achso, und
dass ich die österreichischen Grenzbeamten ziemlich unmöglich fand: Ich saß
bei einer Dreiergruppe, Oma, Mutter und Sohn und die Polizei haben sich total
aufgespielt weil der Sohn keinen Kinderausweis dabei hatte. Alle drei sind
übrigens nach Berlin weitergefahren, soviel zum Thema dass die Leute keine
Zugfahrten unternehmen die länger als 4 Stunden dauern wie es unser ehemalige
Bahnchef (der aus der Luftfahrtindustrie) so von sich gegeben hat.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Retro&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Tja, das war es nun, meine erste Alpenüberquerung. Während des Urlaubs habe
ich im Prinzip den Entschluss gefasst, noch in diesem Jahr weiter nach Venedig
zu fahren. Noch nie habe ich in so kurzer Zeit so viele verschiedenen
Landschaften erlebt. Und die Alpen sind eh toll. Jedes Tal ist anders. Die
Architektur ist anders, die Landschaft unterscheidet sich und nicht zu letzte
die Menschen und ihre Dialekte. Die Nationalitäten sind wiederum ziemlich
egal, die Natur kennt keine Grenzen. Das Wetter hätte besser sein können, aber
es war okay; es hätte auch viel schlechter sein können. Mit Hitze und
Gewittern muss man im Juli halt rechnen. Ich kann nur jedem empfehlen, ob mit
oder ohne E-Bike, macht es! Es wird sich lohnen, so einen Trip vergisst man
nicht! Camping hätte mich allerdings auf dieser Tour weniger gereizt, dafür
fand ich den Drauradweg speziell in Kärnten geeigneter obwohl es sicher auch
genug Campingplätze gegeben hätte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit den Unterkünften war ich sehr zufrieden, im Durchschnitt habe ich unter 50
€ pro Nacht bezahlt und das in der Hauptsaison, eine Woche vorher gebucht, da
kann man nicht klagen. Die Zugfahrten waren nicht so günstig, die Hinfahrt war
eine Freifahrt gegen Bonuspunkte aber bei der Rückfahrt habe ich den Flexpreis
bezahlt, ich glaube es waren 80 € mit BahnCard 25.&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="fahrrad"/></entry><entry><title>Via Claudia Augusta in zwei Teilen – Teil 2</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2019-vca-2.html" rel="alternate"/><published>2019-10-26T00:00:00+02:00</published><updated>2019-10-26T00:00:00+02:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2019-10-26:/pelican/2019-vca-2.html</id><summary type="html">&lt;h2&gt;Vorgeschichte&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Vorgeschichte ist der &lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2019-vca-2.html"&gt;erste Teil&lt;/a&gt;, die Fahrt von Augsburg nach Bozen. Schon
in Südtirol beschloss ich, dass ich die Fahrt nach Venedig fortsetzen würde.
Am liebsten wäre ich natürlich gleich weitergefahren, allerdings musste ich
die nächste Woche arbeiten. Anfang September habe ich dann wieder eine Woche
Urlaub genommen ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;h2&gt;Vorgeschichte&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Vorgeschichte ist der &lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2019-vca-2.html"&gt;erste Teil&lt;/a&gt;, die Fahrt von Augsburg nach Bozen. Schon
in Südtirol beschloss ich, dass ich die Fahrt nach Venedig fortsetzen würde.
Am liebsten wäre ich natürlich gleich weitergefahren, allerdings musste ich
die nächste Woche arbeiten. Anfang September habe ich dann wieder eine Woche
Urlaub genommen und wollte in dieser Zeit von Bozen nach Venedig fahren.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Planung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Naheliegend wäre die Rückfahrt von Venedig nach Nürnberg über den direkten
EuroCity von Venedig nach München über Verona und den Brenner gewesen. Es
verkehren zwei Zugpaare, die allerdings beide zeitlich ungünstig sind wenn man
von München weiterfährt (Ankunft München 20:25 bzw. 22:27); der erste geht
zwar theoretisch noch, allerdings macht eine Abreise um 13:50 Uhr in Venedig
wenig Sinn. Die nächste Option wäre dann gewesen, zuerst mit einem
italienischen Regionalzug (in Italien gibt es Fahrradmitnahme ausschließlich
in Regionalzügen) nach Verona zu fahren und dann bereits mit einem früheren
EuroCity über den Brenner. Das brachte mich dann wiederum auf die
streckentechnisch interessantere Idee, mit der Valsuganabahn den direkteren
(aber langsameren) Weg von Venedig nach Trento zu nehmen, mit Umstieg in
&lt;em&gt;Bassano del Grappa&lt;/em&gt;. Die Route ist ähnlich zu der &lt;em&gt;Via Claudia Augusta,&lt;/em&gt;
allerdings im Tal. Wobei man sich an dieser Stelle natürlich fragt warum die
Römer den umständlichen Weg über den Berg genommen haben wo es doch eine
Talroute zu geben scheint: Es lag daran dass das Tal wegen Überschwemmungen
teilweise unpassierbar war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zurück zur Planung der Rückfahrt: Irgendwann kam mir dann die Idee, nicht über
den Brenner sondern über die Tauernroute über Villach zu fahren. Für Bozen –
Venedig war eine Woche ohnehin etwas lang, so konnte ich noch ein Stückchen
bis &lt;em&gt;Udine&lt;/em&gt; anhängen. Außerdem gefallen mir Rundreisen ohnehin besser, auf der
Karte schließt sich die Route (Eisenbahn und Fahrrad zusammen) erst in
Rosenheim. Und schließlich finde ich die Tauernbahn ohnehin viel schöner als
die Brennerroute. Auf die genaue Strecke und die Buchungsmodalitäten komme ich
dann zum Schluss noch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damit war es also festgezurrt: Anreise nach Bozen, weiter entlang der Via
Claudia nach Venedig, dann kurz an die Adria und zurück nach Udine. Von dort
dann mit dem Zug wieder nach Nürnberg zurück.&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/collection/899348/embed" width="100%" height="580" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;h2&gt;Anreise nach Bozen, weiter nach Salurn&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Anreise war dieses Mal am Freitag, weil ich noch eine
Bonuspunkte-Freifahrt einlösen wollte und schlicht keine Kontingente am
Samstag mehr frei waren. Es war eben immer noch Ferienzeit. Ich hatte das
Glück, dass im Zubringer-ICE noch ein Fahrradplatz frei war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Glück war dann eigentlich eher Pech: Als ich routinemäßig beim Frühstück
die Verbindung überprüft habe, kam die Meldung, dass der Zug (aus Berlin
kommend) ersatzlos ausfällt. Ich hatte nun verschiedene Optionen: Früher
losfahren, um den EuroCity von München nach Bozen noch zu erreichen, oder
pünktlich mit einem anderen Regionalzug nach München fahren und dann einen
späteren Zug nach Bozen zu nehmen. Die zweite Option hatte den Nachteil, dass
ich dann vermutlich zu spät in Bozen wäre, um noch nach Salurn zu kommen.
Außerdem wäre es ungewiss, ob noch ein Fahrradplatz frei ist. Die frühere
Option hatte vor allem den Nachteil: Ich muss mich beeilen! In Windeseile habe
ich meine Sachen fertig gepackt und hab’s grad noch pünktlich geschafft, am
Bahnhof in Fürth zu sein. Danach hat alles wie am Schnürchen geklappt und ich
war pünktlich am Nachmittag in Bozen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Zug war im Übrigen recht voll, fahrradtechnisch aber eher leer: Das lag
daran, dass ich nicht der einzige war, der den ICE von Berlin als Zubringerzug
eingeplant hatte: Eine Reisegruppe nach Venedig hat gefehlt. Shit happens.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich verläuft die Via Claudia von Bozen nach Salurn entlang des
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kalterer_See"&gt;Kalterer Sees&lt;/a&gt;, aus
zeittechnischen Gründen bin ich dann aber die Abkürzung direkt an der Eisack
entlang gefahren. Es war schwülheiß mit Gewitterneigung, ich wollte also
trocken ankommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Strecke in Südtirol ist, wie sie aufgehört hat, autobahnähnlich gut zu
fahren mit genialer Kulisse. Gegen 18 Uhr erreiche ich meinen Endpunkt
&lt;em&gt;Salurn&lt;/em&gt; und die dortige Jugendherberge. Ich hatte dort ein Zimmer für knapp
30 € gebucht, ein wahres Schnäppchen. Salurn befindet sich etwas abseits von
der Etsch im Osten des Tals und ist der südlichste Punkt von Südtirol, quasi
direkt an der Sprachgrenze.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-08-30_162714.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Radstrecke entlang der Eisack&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-08-30_175525.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dunkle Wolken ziehen auf&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Jugendherberge ist in einem sehr guten Zustand, das Zimmer etwas dunkel
und dank feiernder Nachbarn (nicht in der Jugendherberge sondern das Haus
weiter) etwas laut; die Feier wird dank eines Gewitters gegen 22 Uhr beendet,
wobei das Donnern jetzt auch nicht wirklich leiser war. Jedenfalls schlafe ich
gut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-08-30_184441-1.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Burg bei Salurn (man beachte den Fleck am Berg)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-08-30_192233.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kirche in Salurn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-08-30_192300.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Salurner Rathaus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-08-31_075432.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Innenhof der Jugendherberge&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Trento, Eisenbahn und Caldonazzosee&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nach einer erholsamen Nacht genieße ich erstmal die Ruhe auf der Dachterrasse.
Eine wirklich schöne Jugendherberge. Der Wirt erwähnt, dass nächste Woche in
Italien die Schule wieder beginnt und wieder Jugendgruppen zu Gast sind. Das
Frühstück ist sehr gut und ich breche auf. Es ist sonnig, allerdings nimmt die
Gewitterneigung zu, das heißt vormittags schön, mittags schwül und am Abend
Gewitter. Das Wetter fängt also genauso an wie es auf meiner Tour im Juli
aufgehört hat. Vermutlich das Standardwetter im Sommer südlich der Alpen. Ich
persönlich bevorzuge ja eher die trockene Hitze.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An der Etsch entlang verlasse ich Südtirol und bin nun im &lt;em&gt;Trentino&lt;/em&gt;
angelangt, somit endgültig in Italien. Mein Deutsch bringt mich nicht mehr
weiter, dafür dann eben Englisch und ein paar Brocken Italienisch. Wobei ich
leider feststellen musste dass die Italiener so schlecht Englisch sprechen
dass selbst ein paar Brocken Italienisch hilfreicher sind als Englisch. Nun
gut, Fremdsprachen sind ja auch nicht meine Stärke, insofern sind mir die
Italiener in diesem Punkt sogar sympathisch. Und nicht nur in diesem.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-08-31_080820.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wieder das Etschtal, es geht so schön weiter wie die Tour aufgehört hat&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-08-31_090003.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dieses Bild wurde von der Komoot-Redaktion für ein Highlight ausgewählt, hat mich nachträglich gefreut&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;// https://www.cycletux.de/serendipity/archives/2-Ostern-am-Gardasee-2019.html&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegen 11 Uhr komme ich dann in &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Trient"&gt;Trento&lt;/a&gt;
an. Die Stadt kenne ich schon von meinem
&lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2019-04-gardasee.html"&gt;Osterurlaub&lt;/a&gt;, daher hält sich mein Drang, die
Stadt anzuschauen, in Grenzen.  Stattdessen steht noch eine Fahrt mit der
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Trient–Mezzana"&gt;Schmalspurbahn nach
Mezzana&lt;/a&gt; auf meiner
Pendenzenliste. Ich schließe mein Fahrrad sicher ab, betrachte den Fahrplan
und entschließe mich zu einer Fahrt bis ungefähr zur Mitte der Strecke. Ich
weiß es ehrlich gesagt beim Schreiben des Blogs selbst nicht mehr genau.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Landschaft ist ganz nett, man fährt aber viel durch Gebüsch, so dass die
Aussicht jetzt nicht so grandios ist. Fahrkarten gibt es am Schalter oder auch
direkt im Zug. Die Strecke läuft am Anfang ziemlich parallel zur Hauptbahn,
bedient dort aber viel mehr Haltestellen und wird als eine Art S-Bahn für die
dort lebende Bevölkerung benutzt. Die Fahrt ist ganz angenehm, allerdings
würde ich mir im Nachhinen betrachtet mehr Zeit nehmen und die Fahrt nicht so
in das Gesamtprogramm reinquetschen. Also eigentlich einen Tagesausflug draus
machen statt nur drei Stunden so mittendrin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-08-31_143408.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick bei Villamontagna&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-08-31_104741.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Trento&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weiter geht's also. Die Wettervorhersage prophezeit wieder Schauer und
Gewitter am Nachmittag, ich will mich also beeilen. Den Weg von Trento zum
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Caldonazzosee"&gt;Caldonazzosee&lt;/a&gt; kenne ich bereits
von meiner Ostertour. Was mir auffällt: Durch das Training und die Fahrpraxis
im Sommer fällt mir die Steigung viel leichter. Der Tourguide empfiehlt für
diese Teilstrecke im Übrigen entweder die Bahn oder die Busse. Mit
Muskelfahrrad könnte ich diese Empfehlung auch nachvollziehen, es ist schon
eine knackige Steigung aber im Verlauf der Tour kommen noch weitere hinzu.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurz vor dem &lt;em&gt;Caldonazzosee&lt;/em&gt; steige ich dann aber auch auf die Bahn um, aber
nicht wegen der Steigung sondern wegen des Regens. Ich fahre also „rechts“
statt „links“ am See entlang, steige in &lt;em&gt;Levicio Terme&lt;/em&gt; aus, wobei sich der
Bahnhof recht weit abseits des Stadtzentrums befindet. Es regnet allerdings
weit weniger als ich vom Regenradar befürchtet habe, so dass ich vermutlich
auch einigermaßen trocken mit dem Rad an das Ziel gekommen wäre. Sei's drum.
Ich suche meine heutige Unterkunft auf, ein Zimmer in einer Wohnung, welches
ich über &lt;em&gt;AirBnb&lt;/em&gt; gefunden habe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit den Leuten komme ich kaum in Kontakt, die Tochter des Hauses spricht aber
sehr gut Englisch und gibt mir auch ein paar Tipps. Mit mir befindet sich noch
eine Familie ebenfalls über AirBnb in der Wohnung, was mir dann aber erst am
nächsten Morgen klar wird. Die Einrichtung des Zimmers ist etwas angestaubt,
aber ich bin insgesamt zufrieden, auch mit dem Frühstück. Den Abend verbringe
ich noch in der sehr schönen Innenstadt (es hat aufgehört zu regnen), die mich
insgesamt an die Orte am nördlichen Gardasee erinnert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Abendessen, ein Döner, führt bei mir aber zu kurzzeitigen
Magenverstimmungen. Noch nie so einen schlechten Döner gegessen. Zum Glück ist
mein Magen – im Gegensatz zu anderen Organen – sehr tolerant was
Außeneinflüsse betrifft und verträgt einiges.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-08-31_181822.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kirche in Levico Terme&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-08-31_190350.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Caldonazzosee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-08-31_193147.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf Levico Terme&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Jetzt wird’s bergig: Nach Lamon&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der heutige Abschnitt wird etwas anspruchsvoller: 63,9 km Distanz, 1200 m
Höhenmeter bergauf und etwas mehr bergab. Aber erstmal begrüßt mich ein sehr
angenehmer Morgen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-01_071123.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Start in den Tag&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-01_081513.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick (1/2)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-01_082353-1.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick (2/2)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-01_102334.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Borgo Valsugana&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-01_101844.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Borgo Valsugana&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-01_112233.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bei Castel Ivano&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun wird’s allmählich richtig hügelig. Erst hoch, dann wird man durch eine
sehr schöne Abfahrt belohnt. Für meine Bremsen ist das aber immer eine kleine
Belastungsprobe, so dass ich immer mal wieder eine kleine Pause einlege, damit
die abkühlen können. Leider konnte man die Schlucht, am Rande derer die
Abfahrt verläuft, nicht anständig fotografieren. Eine wirklich schöne Gegend.
Die Straße war auch sehr wenig befahren, so dass es Spaß gemacht hat. Der
Himmel zog sich allmählich zu, aber Regen war noch nicht in Sicht, auch auf
dem Radar nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Nachmittag traf ich dann in
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lamon_(Venetien)"&gt;Lamon&lt;/a&gt; ein, eine Stadt oder
eher ein Dorf, das noch oben auf dem Berg liegt. Dort gönne ich mir ein Eis,
fahre dann aber relativ schnell weiter zu meiner Unterkunft im Tal weiter
unten, da ich Regen befürchte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-01_143954.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rathaus von Lamon&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Unterkunft befindet sich direkt an der Hauptstraße, was ich allerdings
schon wusste. Ich bat um ein Zimmer auf der Rückseite. Den Wunsch erfüllte man
mir, allerdings hatte ich dort dann gar keine Aussicht, da man nur den Berg
sieht. Außerdem wird das Haus gerade renoviert, so dass dann auch noch die
Gerüste dazukommen. Innen ist das Zimmer top-modern, aber das Gesamtbild
stimmt irgendwie nicht und die Luft ist recht feucht. Das Bad hingegen ist ein
Traum.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-01_164400.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Unterkunft von außen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider geht das Fenster im Bad zur Seite und das ist das einzige, was frische
Luft und Licht bringt. Seitlich befindet sich allerdings der Biergarten mit
relativ lauter und nerviger Musik. Zum Glück hört die Musik dann aber gegen 19
Uhr auf. Ich bleibe ohnehin nicht im Zimmer sodern erkunde zu Fuß die Gegend.
Es hat nur getröpfelt und nicht geregnet, die Luft war aber recht schwül und
unangenehm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-01_164641.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wasserfall auf der anderen Straßenseite&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Wasserfall haut mich jetzt nicht vom Hocker, ich habe schon schönere
gesehen, vor allem auch welche nicht in unmittelbarer Umgebung zu einer stark
befahrenen Straße. Dafür entdecke ich auf der Karte nach etwa 2 km Fußweg ein
viel interessanteres Detail: Hinter einem Tunnel befindet sich ein See. Was
man auf der Karte aber nicht erkannte: Kein natürlicher See sondern ein
Stausee Lago del Senaiga (der Wikipedia-Eintrag ist leider nur auf Italienisch
verfügbar). Das Ganze ist etwas skurril, unwirklich, ein riesiger betonierter
Bogen eingeklemmt zwischen zwei Felswänden. Irgendwo habe ich gelesen dass
diese Bauweise super stabil sei und verhindert hat, dass die Staumauer bei
einem Erdbeben zerstört wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-01_170536.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Staumauer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Feltre im Regen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Tag beginnt trüb. Spätestens in der Mittagszeit soll es heftig regnen.
Nachdem ich bereits vorgebucht hatte, gab es eigentlich keinen wirklichen
„Plan B“ (zumindest nicht ohne größeren Aufwand). Was es allerdings gab war so
eine Art Light-Variante der Tour: Direkt im Tal auf der Straße mit einem
kleinen Bahnabschnitt ab Feltre. Zunächst musste ich allerdings durch einen
Tunnel fahren, was mit dem Fahrrad wirklich kein Spaß ist, erstens weil es
dunkel ist, zweitens weil man damit rechnen muss, überfahren zu werden (es
gibt keinen Radweg) und drittens, weil es ohrenbetäubend laut ist, wenn ein
Lkw oder Motorrad vorbeifährt. Ich hab’s dann aber überstanden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider erreicht mich gut 10 km später ein Telelefonanruf, dass ich meinen
Personalausweis im Hotel vergessen habe. Fuck, fuck, fuck!! Also wieder
zurück, zum Glück entdecke ich den alten Weg neben dem Tunnel – keine Ahnung
warum ich das beim Hinweg übersehen habe. Gut ausgeschildert ist er
tatsächlich nicht, er ist auch für Autofahrer nicht durchgehend befahrbar,
aber eben super für Radfahrer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-02_095300.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Alte Straße am Tunnel vorbei&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Aussicht war ganz gut, ließ sich aber schlecht ablichten. Und kurz vor 11
Uhr ging es dann mit dem Regen los. Ich war grad in einem kleinen Dorf und
wollte den Regen in einem Café aussitzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-02_103717.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Regen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegen 12 Uhr ließ der Regen auch etwas nach, es war zumindest dann nur noch
leichter Regen so dass ich beschloss, aufzubrechen. Ich kam dann bis zur
nächsten Stadt, &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Feltre"&gt;Feltre&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-02_120913.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fahrt im Regen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Feltre erwieß sich als Glücksgriff. Zum einen weil ich erstmal ein
ordentliches Mittagessen zu mir nehmen wollte. Normalerweise gibt es auf
meinen Touren Mittag immer nur Brötchen und am Abend die Hauptmahlzeit. Somit
liegt mir das Essen nicht so schwer im Magen und ich komme schneller voran. Da
ich aber nun genug Zeit habe, komme ich an einem Restaurant vorbei, das mir
von außen schon zusagt. Eher so für Studenten, kein klassisches
Mehr-Gänge-Menü. Und so war es dann auch. Das Publikum und das Personal waren
dann auch eher jung und sprachen perfekt Englisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-02_124207.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mein Mittags-Restaurant in Feltre&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-02_124557.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hat nicht nur lecker ausgeschaut, war auch extremst lecker!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun gab es noch einen Kaffee, Zeit hatte ich ja genug. Es regnete immer noch.
Gegen 13:30 Uhr startete ich dann meinen Stadtrundgang. Zu Fuß ist der Regen
nicht ganz so dramatisch. Achja, ich hatte mir beim Warten in dem Dorf in
einem Supermarkt einen Regenschirm für 5 € besorgt, was das Ganze etwas
angenehmer machte. Feltre gab es schon in der Römerzeit, wurde aber 1509
komplett zerstört. Im Jahre 1797 wurde die Stadt von Frankreich erobert und
kam nach dem Wiener Kongress zu Österreich-Ungarn. 1866 wurde sie von Italien
annektiert und gehört seit dem Ende des Ersten Weltkriegs offiziell zu
Italien. Heute hat die Stadt 20 000 Einwohner und keine größere Bedeutung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Feltre besteht aus einer historischen &lt;em&gt;Oberstadt&lt;/em&gt; und der modernen &lt;em&gt;Unterstadt,&lt;/em&gt;
wo sich die Geschäfte und der Bahnhof befinden. In dem Gebiet um Feltre fanden
übrigens wie in ganz Südtirol die Kämpfe des ersten Weltkrieges statt, wo
Italien auf Seiten der Entente gegen Deutschland und Österreich-Ungarn
kämpfte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-02_134001.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf die Oberstadt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-02_133427.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof in Feltre&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-02_134840.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Piazza Maggiore in Feltre&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-02_140748.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Es fand wohl kürzlich ein Radrennen statt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach der Stadtbesichtigung stieg ich dann also auf die Bahn um. Es regnete
immer noch. Die Bahn war praktisch leer. Das Fahrradticket kostet in Italien
übrigens 3,50 € pro Tag (in Deutschland 5,50 €). Da die eigentliche Fahrkarten
für deutsche Verhältnisse extrem günstig sind hatte das zur Folge, dass ich
zweimal für das Rad mehr bezahlte als für mich selbst. Ich mir nicht sicher ob
es in Italien – wie in Deutschland – auch die Regelung gibt, dass man für ganz
kurze Strecken auch eine Kinderkarte für das Rad nehmen darf. Ich wollte es
aber auch nicht drauf angekommen lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-02_143830.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Regionalzug (Dieseltriebwagen)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen in &lt;em&gt;Busche&lt;/em&gt; regnete es immer noch. Es war aber laut Regenradar
abzusehen, dass sich dies in etwa einer halben Stunde ändern sollte, und so
kaufte ich noch in einem Supermarkt etwas ein und wartete das Ende vom Regen
ab. So kam es dann auch. Bis zur Unterkunft war es nicht mehr weit, sie befand
sich am Berg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-02_155306.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bei Busche&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das mit der Unterkunft war eh ein Problem. Gebucht hatte ich das Zimmer über
booking.com, es war aber kein Hotel sondern eine kleine Pension und der
Besitzer wollte eine genaue Ankunftszeit. Das war wegen des Regens
problematisch, und so war ich den ganzen Tag in Kontakt mit der Pension. Man
versprach mir dann aber, auf mich zu warten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hatte keine großen Erwartungen, aber ich war baff. Die Dame (schon etwas
älter) war super nett, obwohl sie kein Wort Englisch oder Deutsch sprach
verständigten wir uns über Google Translate. Das Zimmer war sehr schön
hergerichtet, in grün gehalten, alles hat farblich zueinander gepasst. Sogar
eine Waschmaschine war im Bad. Offenbar ausgelegt für eine Familie, bis zu
vier Leute hatten Platz. Trotzdem hat mich die Übernachtung mit Frühstück nur
35 € gekostet. So ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis hatte ich noch nie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-02_164235.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mein Zimmer für eine Nacht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-02_181402.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Pension von außen (das mittlere Stockwerk war für Pensionsgäste)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Abend hat der Himmel aufgeklart, es war trocken und eine sehr frische,
angenehme Luft. Ich genoss das Ganze bei einem kleinen Spaziergang.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-02_182218-2.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Perfektes Wetter&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Schönes Wetter und der Pass aller Pässe&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;An diesem Tag wurde ich tatsächlich von einem Hahn geweckt. Die Dinger können
nervig sein. Ich dachte die krähen zweimal und man kann sich dann wieder
hinlegen, so ähnlich wie beim Drücken auf die Schlummertaste beim Wecker.
Leider habe ich die Schlummertaste bei diesem Hahn nicht gefunden, zumindest
nicht per Fernbedienung. Irgendwann hat er dann aber wirklich aufgehört und
ich konnte weiterschlafen. Das Frühstück war der Hammer, es gab (aufgrund von
Verständigungsschwierigkeiten) Rührei mit Toast. Obwohl ich das eigentlich gar
nicht mag oder noch nie probiert hab, ich fand das so nett dass ich brav
aufaß. Und ich fand es eigentlich gar nicht verkehrt, nur ungewohnt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Spuk mit der schwülen Luft und dem Regen war erstmal vorbei. Der nächste
Tag sollte komplett trocken und sonnig bleiben; beste Voraussetzungen also. Da
die heutige Etappe ohnehin recht kurz war, wollte ich einen Teil der
Bergstrecke von gestern nachholen. Ich fuhr also im Tal nach Feltre zurück und
dann die eigentliche Bergstrecke. Das klingt komplizierter als es ist, am
besten sieht man es auf der Karte der Aufzeichnung von Komoot.&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/tour/91454663/embed" width="100%" height="600" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-03_083112.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nebel im Tal (wir haben ja schon September)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dies gab mir die Gelegenheit, &lt;em&gt;Feltre&lt;/em&gt; nochmal bei schönem Wetter zu sehen und abzulichten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-03_093118.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Oberstadt von Feltre im Sonnenschein&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-03_104939.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Auch das ist Feltre&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der eigentliche VCA-Weg von Feltre nach Busche (also was ich gestern mit der
Bahn und heute im Tal absolviert habe), war keine große Herausforderung. Ich
habe ja ein E-Bike, insofern sind kleinere Steigungen recht mühelos. Nach
Feltre wird's dann allerdings schwieriger, es geht erst den Berg runter, nur
um danach wieder hochzufahren. In diesem kleinen Tal befindet sich eine Burg
&lt;em&gt;Castello di Zumelle,&lt;/em&gt; die ich besichtige.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-03_140920.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kunst vor der Burg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-03_142056.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick von der Burg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-03_141854-1.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf die Burg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So, von der Burg aus geht's aufwärts. Steil aufwärts. Lang aufwärts. Das Ganze
nennt sich Valmarenopass, beschert einem Steigungen von bis zu 20 % und war
dann auch für mein E-Bike zuviel. Zumal auch die Akkulaufzeit irgendwo
begrenzt ist. Also hieß es: Schieben. Das Höhenprofil gibt’s auch auf
&lt;a href="https://www.quaeldich.de/paesse/passo-praderadego/profile/suedostauffahrt-von-valmareno/"&gt;quaeldich.de&lt;/a&gt;.
Das Ganze ist im Übrigen kein reiner Radweg sondern eine normale Straße. Da es
aber in der Nähe einen anderen, flacheren Pass gibt, wird der von Autos
praktisch gar nicht benutzt und steht den Radfahrern zur Verfügung.  Viel los
war aber auch radtechnisch nicht, so dass er – bis auf die Steigungen und
teilweise auf die Wegqualität – sehr angenehm zu fahren war. Oben sind dann
eine Gaststätte, eine Kirche und ein paar Häuser, nichts spektakuläres.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Spektakulär wird's dann aber auf der anderen Seite des Berges, wo die Abfahrt
beginnt. Schlagartig hat man einen sagenhaften Ausblick auf das Tal. Das war
bei der Reise ungefähr das Gefühl wie beim &lt;em&gt;Reschensee&lt;/em&gt; beim ersten Teil der Via
Claudia: Schönes Wetter, Höhepunkt erreicht, grandioser Ausblick, einfach
toll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-03_160850.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der superkrasseste Ausblick der Reise&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von dort geht's dann den Berg runter und im Tal entlang zu meiner Unterkunft,
die ich wieder über AirBnb gebucht hatte. Ein Zimmer in einem Haus, von einem
Künstlerpaar bewohnt, die aber nicht da sind und deshalb das Haus anderen
Leuten überlassen, die mich reinlassen. Bewacht wird das Haus von einem Hund,
der mich etwas gestört hat, da er mich ständig angebellt hat und nicht
reinlassen wollte. Ansonsten war’s okay, die Sauberkeit war jetzt nicht
wahnsinnig aber für eine Nacht in Ordnung. Im Vergleich zur letzten Unterkunft
hat mich allerdings der Preis gestört, knapp 50 €.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-03_174557.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Meine Unterkunft von hinten (der Garten gehört auch dazu)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Auf nach Venedig&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Heute ist der zweite von drei sonnigen Tagen ohne Regen und Gewitter. So sagt
es die Vorhersage und so wird es letztlich auch kommen. Der Tag beginnt also
genauso sonnig und schön wie der letzte aufgehört hat. Heute steht die längste
Strecke bevor, knapp 100 km, dafür allerdings recht flach. Die Alpen liegen
hinter mir, vor mir liegen nur noch eine Erhebung und wenn die überwunden ist
bleibt es total flach.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-04_084733.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-04_102152.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pieve_di_Soligo"&gt;Pieve di Soligo&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-04_110649.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;eine sehr schöne Landschaft&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-04_112627.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Piave"&gt;Piave&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Rund 40 km vor Venedig befindet sich die Stadt
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Treviso"&gt;Treviso&lt;/a&gt;, mit 84 000 Einwohnern noch
keine Großstadt, aber immerhin. Sie besteht aus einer relativ kleinen
Innenstadt, umringt von einer gut erhaltenen alte Stadtbefestigung mit Mauern.
Bedeutendstes Bauwerk der Altstadt ist der Dom aus dem 12. Jahrhundert, der im
15./16. Jahrhundert vollständig erneuert wurde. Daneben gibt es noch die
Kirche San Francesco, die zwischen 1255 und 1283 erbaut und im 14. Jahrhundert
erweitert wurde. In der Kirche wurden ein Sohn von Dante Alighieri und eine
Tochter von Francesco Petrarca begraben. Leider hat die Zeit dann nicht
gereicht, die Stadt wirklich zu erkunden. Es bleiben lediglich ein paar
Eindrücke.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-04_134251.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kanal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-04_134315.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Stadttor&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-04_135806.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Loggia dei Cavalieri&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-04_142056.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Stadtmauer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-04_141908.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;schöne Trauerweide vor der Stadtmauer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Nachmittag fuhr ich dann also nach Venedig, zunächst auf's Festland &lt;em&gt;Venedig
Mestre,&lt;/em&gt; weil ich da eine Nacht in einem Bed &amp;amp; Breakfast gebucht hatte. Eine
Unterkunft in Venedig selbst ist aus mehreren Gründen nicht zu empfehlen:
Erstens darf man da nicht mit dem Fahrrad reinfahren, zweitens macht es auch
keinen Sinn mit dem Fahrrad zu fahren, da man die Treppen tragen müsste.
Drittens ist es viel teurer, viertens tut man sich mit dem Gepäck schwer, wenn
man keinen Rucksack hat. Und fünftens ist man in 10 Minuten mit der Bahn von
Mestre in Venedig, so dass es eigentlich gar keinen Grund gibt, direkt auf der
Insel zu übernachten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich war also kurz vor 18 Uhr bei meiner Unterkunft, es öffnete niemand. Und
das obwohl ich auf die E-Mail wegen der Ankunftszeit geantwortet habe. Ich
erreichte telefonisch keinen und musste eine halbe Stunde am Eingang
ausharren, zum Glück gab es wenigstens ein schattiges Plätzchen. Irgendwann
kam dann zufällig ein anderer Gast, der über eine andere Telefonnummer
jemanden erreicht hat, wodurch dann der Checkin geklappt hat. Danke für
nichts. Ich konnte für zwei Tage eine Garage für mein Fahrrad mieten, das
Zimmer hatte zwar ein Fenster, das man aber wegen des Straßenlärms nicht
wirklich öffnen kann, dafür eine Klimaanlage (und ich Kopfschmerzen am
Morgen), insofern war das alles nicht so super optimal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Besser gefiel mir die Innenstadt und der Uhrturm!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-04_191318.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hauptplatz in Venedig Mestre&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-04_191630.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Besagter Uhrturm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-04_191900.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;nochmal von der Rückseite&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Venedig&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Heute ist nun also für Venedig reserviert, gegen 15 Uhr muss ich aufbrechen
und mit dem Zug dann zu meiner nächsten Unterkunft an der Adria fahren. Der
Tag beginnt mit einer Bahnfahrt auf die Insel. Eine wirkliche S-Bahn gibt es
nicht, aber da alle Fern- und Regionalzüge sowohl in Venedig Mestre als auch
in Venedig Santa Lucia halten, überlagern sich die ganzen Linien und faktisch
fährt alle paar Minuten ein Zug auf die Inseln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-05_082846.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mein Regionalzug&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-05_084148.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Kopfbahnhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-05_084400.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eine Taurus der ÖBB, immer noch am Kopfbahnhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie allgemein bekannt besteht das historische Zentrum von Venedig aus über 100
Inseln. Die Inseln sind alle über Brücken miteinander verbunden, wobei fast
alle Brücken ein paar Treppen haben. Barrierefrei ist Venedig also ganz und
gar nicht, und zum Fahrradfahren auch nicht geeignet. Vermutlich ist es gar
nicht erlaubt, ich habe nicht darauf geachtet. Die Insel, auf der der Bahnhof
steht, ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden, der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ponte_della_Libertà"&gt;Ponte della
Libertà („Brücke der
Freiheit“)&lt;/a&gt;. Es sind zwei
parallele Brücken, eine immerhin viergleisige Eisenbahnbrücke und eine
vierspurige Straßenbrücke, auf der auch noch die Straßenbahn fährt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Venedig selbst werden die kleinen Brücken eigentlich nur von Fußgängern
benutzt. Waren werden auf dem Wasser transportiert, außerdem gibt es Fähren
über den Canal Grande. Und natürlich gibt es die &lt;em&gt;Gondolieri,&lt;/em&gt; allerdings
empfinde ich die Fahrt eher als was für Liebespaare. Im Übrigen wurden die
Brücken ursprünglich für die Wasserversorgung gebaut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Vormittag bin ich mit einer Stadtführung mitgegangen, die die etwas
ruhigeren Teile von Venedig zeigt. Und ich war echt überrascht dass sich die
Touristen wirklich nur auf die ganz wenigen Plätze konzentrieren und es
ansonsten doch recht ruhig ist. Die Tour war recht gut gemacht. Danach habe
ich mir noch den Markusplatz angeschaut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-05_090939.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Botschaft von Österreich und Deutschland&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-05_092247.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Typischer Kanal in Venedig&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-05_094421.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Canal_Grande"&gt;Canal Grande&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-05_103941.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eine Zisterne. Damit wurde die Wasserversorgung sichergestellt bevor vom Festland Leitungen gebaut wurden.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-05_131731.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Markusplatz"&gt;Markusplatz&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-05_134020.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rialtobrücke"&gt;Rialtobrücke&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-05_131806.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Markusdom"&gt;Markusdom&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich müsste man sich für Venedig mehrere Tage Zeit nehmen. Aber mir war
ohnehin nicht danach. Trotz der trockenen Luft war es mir eigentlich zu heiß.
Vielleicht hatte ich schlecht geschlafen (Kopfschmerzen wegen der
Klimaanlage), vielleicht war mir das nach der schönen ruhigen Fahrradreise
einfach zuviel Trubel. Obwohl Venedig wirklich superschön ist, vielleicht die
schönste Stadt, die ich je gesehen habe, war ich dann irgendwie froh dass der
Tag vorbei war, ich in den Zug aufs Festland stieg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-02_134723.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Basilica Santuario dei Ss. Vittore e Corona&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dort angekommen holte ich also mein Fahrrad und mein restliches Gepäck, fuhr
dann wieder zum Bahnhof und stieg in den Zug nach Latisana-Lignano-Bibione.
Die Strecke wurde von einem relativ schnellen Regionalzug (die Gleise
verlaufen auch kerzengerade sowohl in der Vertikalen als auch in der
Horizontalen) befahren. Vom Bahnhof waren es dann noch rund 10 km zu meiner
Unterkunft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hatte zwei Tage in der &lt;a href="https://www.casavolton.com"&gt;B&amp;amp;B Casa Voltron&lt;/a&gt;
gebucht, etwas abseits und nicht direkt in den Küstenstädten Bibione und
Lignano. Gefunden hatte ich diese über AirBnb, allerdings ist es wirklich eine
klassische Pension. Ich war sehr angetan, die Leute waren wirklich nett, das
Zimmer sehr schön, das Frühstück schmackhaft. Außerdem traf ich dort noch eine
nette Familie mit Kind aus Deutschland.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-05_184636.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Umgebungskarte (von der Besitzerin der Unterkunft von Hand gezeichnet)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Wind und Regen an der Adria&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Was halt leider nicht mitgespielt hat: Das Wetter. Ausgerechnet jetzt an der
Adria sollte es einen Tag stürmisch sein mit ganz viel Regen. Und ich meine
wirklich stürmisch. Ich bin mir vorgekommen wie wenn ich einen Urlaub an der
Ostsee oder in Dänemark gebucht hätte, nicht in Italien. Und so fuhr ich etwas
die Gegend mit dem Fahrrad ab, vertrödelte Zeit beim Unterstellen, wobei ich
auch einige nette Stunden verbracht habe. Erhofft hatte ich mir aber mehr, zum
Beispiel im Meer zu baden oder am Strand zu liegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die beiden schon erwähnten Küstenstädtchen empfand ich als schrecklich. Hotel
an Hotel, ich kann mir nicht vorstellen wie man da einen erholsamen Urlaub
verbringen kann. Da bleibe ich dann doch lieber zu Hause. Aber alles ist
natürlich Geschmackssache, anderen würde mein Fahrradurlaub so überhaupt nicht
zusagen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-07_085016-1.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Meine Unterkunft (also ein Zimmer davon)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-06_164312.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Straße im Niemandsland. Kaum zu glauben dass 4 km die absolute Touri-Hochburg ist&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-06_111254.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wind – viel Wind!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-06_160149.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Touristenhochburg (und das ist noch der schönere Teil)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Nach Udine&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Am nächsten Tag ist es wieder sonnig, zumindest am Vormittag. Der Weg nach
Udine ist diesmal kein extra Radweg, ich fahre die Strecke ab, die mir Komoot
rausgesucht hat. Der Weg ist insgesamt relativ flach, erst kurz vor Udine
kommen ein paar Hügel. Leider waren es neben Nebenstraßen auch kaum
passierbare Feldwege (an einer Stelle habe ich mich mehrfach verfahren) oder
stark befahrene Hauptstraßen, so dass es leider fahrtechnisch der schlechteste
Tag meiner Reise war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am nächsten Tag ist es wieder sonnig, zumindest am Vormittag. Der Weg nach
Udine ist diesmal kein extra Radweg, ich fahre die Strecke ab, die mir Komoot
rausgesucht hat. Der Weg ist insgesamt relativ flach, erst kurz vor Udine
kommen ein paar Hügel. Leider waren es neben Nebenstraßen auch kaum
passierbare Feldwege (an einer Stelle habe ich mich mehrfach verfahren) oder
stark befahrene Hauptstraßen, so dass es leider fahrtechnisch der schlechteste
Tag meiner Reise war. Trotzdem war die Gegend ganz nett.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-07_102651.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-07_102711.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon kurz nach Mittag bin ich in Udine eingetroffen. Es scheint noch die Sonne, aber es schaut schon nach Regen aus. Das Hotel liegt direkt gegenüber des Bahnhofs, was von mir bewusst so gewählt war, weil ich eben am nächsten Tag schon um kurz nach 7 Uhr los muss. Da wollte ich nicht erst durch die halbe (unbekannte) Stadt gurken. Zu meiner Überraschung war die Rezeption die ganze Zeit besetzt, es gab eine extra Fahrradgarage, und dank des Hinterhofs war es angenehm ruhig. Das Zimmer selbst war allerdings nichts besonderes, recht altes Mobiliar. Hotel heißt halt nicht, dass das Zimmer wirklich gut ist, nur, dass die Organisation anders ist als bei einem Bed &amp;amp; Breakfast.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Nachmittag nutzte ich dann, um mir Udine etwas näher anzuschauen. Leider machte Petrus das war, was angekündigt war, es regnete teils heftig, so dass der Stadtspaziergang nicht ganz soviel Spaß machte. Trotzdem hier ein paar Bilder.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-07_143401.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Bahnhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-07_154009.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein Platz – Realität und Anzeige stimmen nicht ganz überein (die Temperatur dürfte gepasst haben)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-07_150642.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Castello di Udine (gelegen auf einer Anhöhe mitten in der Stadt)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-07_150503.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick vom Berg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-07_145855.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Loggia del Lionello&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-07_150042.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Piazza Libertà&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja, und das war's dann auch schon wieder. Am Abend habe ich mir die Zeit am
Bahnhof mit Züge gucken vertrieben. Das, was man da am Bahnhof zu Gesicht
bekommt ist relativ abwechslungsreich. Italienische Nachtzüge, Schnellzüge,
ÖBB RailJet, Regionalzüge und ein ÖBB NightJet düsen durch. So mancher
deutscher Bahnhof sieht blass dagegen aus. Achja, ein Detail an dieser Stelle
noch: Udine ist für viele ein Zwischen- oder Endpunkt des &lt;a href="https://www.komoot.de/collection/180/8-etappen-auf-dem-alpe-adria-radweg"&gt;Alpe Adria
Radwegs&lt;/a&gt;,
daher wimmelt es – übertrieben gesagt – vor allem am Bahnhof von
österreichischen Radfahrern. Auch im Hotel traf ich zwei Radlerinnen aus
Österreich.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Der Rückweg&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nun, wie aufmerksamen Lesern meines Blogs sicherlich nicht entgangen ist, ich
fahre gerne Bahn. Ich mag die Bahn. Wirklich. Aber es gibt Tage, da macht sie
es einem schwer sie zu mögen. Heute war so einer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider waren für heute Streiks in Italien angekündigt. Die sollten aber erst
gegen 9 Uhr losgehen, also danach, und meinen Zug nicht betreffen. Dieser Zug
ist im Übrigen etwas besonderes. Er nennt sich
&lt;a href="https://www.obb-italia.com/ab-italien/micotra.html"&gt;MICOTRA&lt;/a&gt;, wird nicht von
der italienischen Staatsbahn sondern von der Region zusammen mit den ÖBB
betrieben und ist daher tariflich nicht in das italienische System
eingebunden. Tickets bekommt man nur im Zug oder in der ÖBB-App, damit auch
über das internationale Buchungssystem der DB. Obwohl es ein Nahverkehrszug
ist, besteht er als einer alten InterCity-Garnitur der ÖBB mit einem ganzen
Gepäckwaggon für Fahrräder, er ist also extra für Radler ausgelegt. Alternativ
gibt es auch eine RailJet-Verbindung, die sich auch als durchgehendes
internationales Ticket buchen lässt. Warum ich mir dann diese Verbindung
rausgesucht habe? Nun, eben wegen der Kapazität für Radler und wegen eines
vorzüglichen Anschlusses in Villach an den EC Wörthersee, geführt mit einer
deutschen InterCity-Garnitur, also mit 16 Stellplätzen. Dieser EuroCity sollte
mich dann eigentlich bis Augsburg bringen, von dort wollte ich mit einem
Regionalzug nach Nürnberg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Übergang in Villach sollte knapp keine halbe Stunde betragen. Also
eigentlich stressfrei. Leider hatte jener Regionalzug bereits in Udine 15
Minuten Verspätung. Laut dem wortkargen, italienischen Schaffner aber alles
kein Problem. Ich konnte trotzdem die Zugfahrt nicht wirklich genießen. Zwar
war es noch Vormittag, aber es war immer noch Sommer und mit Fahrrad sind die
Züge halt gerade am Sonntag gerne ausgebucht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Strecke von Udine nach Villach nennt sich
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pontafelbahn"&gt;Pontafelbahn&lt;/a&gt; und führt durch die
julischen Alpen zwischen Italien und Österreich, direkt an der Grenze zu
Slowenien. Die Strecke wurde Anfang der 2000er Jahre komplett neu trassiert,
beinhaltet also viele Tunnel. Dementsprechend ist sie wenig spektakulär,
trotzdem sind die Teile ohne Tunnel schon wirklich nett. Die alte Trasse wurde
zu einem Radweg umgebaut, eben ein Teil des Alpe-Adria-Radwegs, den ich vorher
erwähnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-07_172937.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Besagter Zug mit Gepäckwaggon&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zurück zu meiner Fahrt. Leider wurde die Verspätung aus mir nicht erklärlichen
Gründen eher größer als kleiner, speziell an der Grenze steht der Zug 20
Minuten (Personalwechsel, Grenzkontrollen, betriebliche Dinge), und speziell
in Österreich wurde es dann noch mehr. Es war also irgendwann klar, dass das
mit dem Anschluss nicht klappt. Der mittlerweile österreichische Schaffner hat
auch keine Anstalten gemacht, sich drum zu kümmern, informierte auch nicht. Im
Zug traf ich eine Gruppe von österreichischen Radlern mit Ziel &lt;em&gt;Salzburg,&lt;/em&gt; die
also das gleiche Problem hatten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_09_vca2/2019-09-08_081820.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick während der Fahrt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es kam dann, wie es kommen musste, der Zug wurde nicht erreicht, der EuroCity
fuhr just in jener Minute ab als der Regionalzug ankam. Nun stand ich also mit
meinem Rad in Villach (wieder mal, dort habe ich schonmal einen Anschluss
verpasst, wenn auch ohne Rad), zusammen mit den Österreichern. Der nächste Zug
in Richtung Salzburg fuhr in zwei Stunden, genug Zeit also, sich erst einmal
einen Kaffee zu genehmigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danach ging ich an die Peronenkassa, das ist das österreichische Pedant zum
Reisezentrum. Der Mitarbeiter dort war sehr freundlich, zunächst auch relativ
entspannt und wollte mir eine neue Reservierung ausstellen. Auch mein
gestückeltes Ticket hat ihn nicht interessiert, die Österreicher sind da sehr
pragmatisch und interessieren sich nicht dafür, was die DB eine „durchgehende
Reisekette“ nennt. Der Mitarbeiter wurde aber sichtlich immer blasser als ihm
klar wurde, dass das mit der Reservierung für diesen Sonntag schlicht nicht
geht. Er gab mir tatsächlich einen Hotelgutschein und eine Reservierung für
den nächsten Tag. Da hatte ich zwar noch Urlaub, ich hatte aber den für das
„Heimkommen“ geplant und wollte eigentlich keinen Tag in Villach vertrödeln.
Dennoch muss man die ÖBB loben, man hat sich gekümmert, ich hätte keine
zusätzlichen Kosten gehabt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So stand ich nun in Villach um kurz nach 10 Uhr. Die Österreicher waren viel
entspannter als ich, sie meinten, das wird mit dem nächsten Zug schon
irgendwie klappen. Ich hatte mich in der Zwischenzeit über
Alternativverbindungen informiert und auf
&lt;a href="https://www.vagonweb.cz"&gt;vagonweb.cz&lt;/a&gt; geschaut, ob und wie viele Räder der
nächste Zug mitnimmt. Es sollte sich um eine österreichische Garnitur mit
Gepäckwagen handeln, gute Voraussetzungen also, weil der faktisch mehr Platz
hat als man reservieren kann. Und so kam es dann auch: Der österreichische
Zugchef nahm ohne Murren meines und die vier Räder der anderen Gruppe mit, die
Zugbindung war ohnehin aufgehoben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ab Salzburg wurde es dann recht voll, trotzdem empfand ich es als eine angehme
Fahrt. Ich furh dann über Ingolstadt statt über Augsburg, was auch kein
Problem war. Und so kam ich knapp 2 Stunden später zu Hause an. Geld gab es
dann aber leider keines zurück, eben weil die DB die Tickets als zwei
unterschiedliche Beförderungsverträge betrachtet. Sei es drum, ich war zu
Hause.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Tja, das war sie also, die Alpenquerung in zwei Akten. Würde ich es wieder
machen? Sofort, ja, unbedingt! Vielleicht der schönste Urlaub den ich je
verbracht hatte. In zwei Wochen so viele unterschiedliche Landschaften, so
viele unterschiedliche Unterkünfte mit unterschiedlichen Menschen. Vier Länder
(DE/AT/CH/IT), ein Gebirge, ein Europa. Keine Pannen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was war der schönere Teil? Der vor Bozen oder der danach? Nun, der
anspruchsvollere Teil war sicherlich der von Bozen nach Venedig. Die
Steigungen in den italienischen Alpen sind heftiger, mit E-Bike kein großes
Problem, aber ohne ... puh. Für mich gehören beide Teile zusammen, aber wenn
man sich für einen der beiden entscheiden müsste, dann würde ich doch den
ersteren nehmen. Erstens weil es ja die eigentliche Alpenüberquerung ist,
schließlich kommt man von Bozen nach Venedig auch komplett ohne Steigung über
Verona (gut, den Fernpass kann man sich auch sparen wenn man das Inntal über
Kufstein nimmt). Außerdem würde ich das Vinschgau immer noch als das Highlight
der Tour betrachten. Die Gegend zwischen dem Reschensee und Bozen ist einfach
der Hammer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und dieser zweite Teil? Naja, das Wetter speziell an der Adria war nicht so
optimal, aber ansonsten war es wirklich sehr, sehr schön!&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="fahrrad"/></entry><entry><title>Drauradweg vor Pfingsten</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2019-drauradweg.html" rel="alternate"/><published>2019-07-07T00:00:00+02:00</published><updated>2019-07-07T00:00:00+02:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2019-07-07:/pelican/2019-drauradweg.html</id><summary type="html">&lt;h2&gt;Vorgeschichte&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Warum eigentlich der Drauradweg? Und nicht Donau? Nun, ich hatte mir vor
einiger Zeit ein Buch &lt;a href="https://www.esterbauer.com/bikeline/radfernwege-oesterreich-schweiz-italien/"&gt;Radfernwege – Deutschland, Österreich,
Schweiz&lt;/a&gt;
gekauft.  Wenn ich schon ein E-Bike habe dann wollte ich einen Weg fahren, der
nicht ganz flach verläuft. Die Anreise und Heimreise mit dem Zug sollte auch in
vernünftiger ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;h2&gt;Vorgeschichte&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Warum eigentlich der Drauradweg? Und nicht Donau? Nun, ich hatte mir vor
einiger Zeit ein Buch &lt;a href="https://www.esterbauer.com/bikeline/radfernwege-oesterreich-schweiz-italien/"&gt;Radfernwege – Deutschland, Österreich,
Schweiz&lt;/a&gt;
gekauft.  Wenn ich schon ein E-Bike habe dann wollte ich einen Weg fahren, der
nicht ganz flach verläuft. Die Anreise und Heimreise mit dem Zug sollte auch in
vernünftiger Zeit machbar sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Irgendwie gefiel mir dann der recht unbekannte
&lt;a href="https://www.drauradweg.com/de/"&gt;Drauradweg&lt;/a&gt;. Slowenien mag ich eh gern,
Südtirol auch. Der zugehörige
&lt;a href="https://www.esterbauer.com/bikeline/drau-radweg/"&gt;Bikeline-Führer&lt;/a&gt; schlägt
noch den Pustertalradweg als Option vor, was ich dann auch mache. Schließlich
muss ich mit dem Zug ohnehin über Brixen fahren, ob ich dann das Pustertal mit
dem Zug oder mit dem Fahrrad "mitnehme" ist auch egal. Dafür endet mein Weg in
Maribor, obwohl es noch weiter ginge, einfach weil die Heimreise dann einfacher
ist. Von Varaždin müsste ich erst nach Zagreb um dann über Wien nach Nürnberg
zu fahren.&lt;/p&gt;
&lt;iframe src="https://www.komoot.de/collection/1054629/embed" width="100%" height="580" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;

&lt;p&gt;Wie bei jeder Radreise will die Anreise gut geplant sein. Wegen meinem
wettertechnischen Reinfall an Ostern wollte ich dieses mal die Fahrkarten nicht
Monate im Vorfeld kaufen. Preislich war es ohnehin egal, da ich eine Freifahrt
hatte. Somit begab ich mich erst eine Woche vorher ins Reisezentrum Fürth, um
die Fahrkarte einzutauschen. Sämtliche ICEs waren ausgebucht, aber der EuroCity
in Wunsch-Zeitlage hatte noch was frei. Den Vorlauf musste ich somit im
Regionalzug absolvieren. Damit konnte ich leben.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Freitag: Anreise&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Den Feiertag &lt;em&gt;Christi Himmelfahrt&lt;/em&gt; wollte ich für die Urlaubsvorbereitung nutzen.
Das war stressfreier. Folglich bin ich dann erst am Freitag losgefahren. Ich
hatte etwas gepokert und den &lt;em&gt;München-Nürnberg-Express&lt;/em&gt; für die Anreise
eingeplant, der zwar laut Fahrplan keine Fahrräder mitnimmt, aber dies ebendoch
tut, aber eben nur maximal genau 16 an der Zahl. Eigentlich war es der
München-Ingolstadt-Express, denn dort musste ich umsteigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wegen des schönen Wetters bin ich also an den Nürnberger Hauptbahnhof geradelt.
Auf der Hinfahrt habe ich mich noch mit Reiseproviant versorgt. Dort angekommen
stellte ich nach Einfahrt des Zuges sogleich fest: Das Bangen wäre nicht
notwendig gewesen, es war genug Platz. Ich setzte mich neben einen jungen Mann
(es war dann doch viel los) und die Fahrt verlief unspektakulär.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fast hätte ich in Ingolstadt den Umstieg nicht mehr geschafft. Oder ich dachte
dies zumindest. Am Aufzug war soviel los dass selbst die 10 Minuten knapp
waren. Im Zug nach München war dann auch das Mehrzweckabteil schon voll, die
Zugbegleiterin hat sich aber drum gekümmert dass die Leute ihre Plätze
freimachen. Etwas verspätet (die Eile war also unnötig) ging es dann los.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im München musste ich wiedermal mein Fahrrad in diesen blöden
EuroCity-Hängevorrichtungen befestigen, ich bat einen Fahrgast mir dabei zu
helfen. Dabei kam es zu Verständigungsschwierigkeiten: Der Herr war
(vermutlich) Amerikaner und ich fragte ihn: "Can you help to fix my bike?". Er
verstand to fix als "reparieren", ich meinte aber "befestigen". Laut Wörterbuch
kann es beides heißen, vermutlich ist die zweite Bedeutung aber eher unüblich.
Jedenfalls war die erste Antwort dass er sich mit Fahrrädern nicht so auskennt,
dann war mir klar was ich falsch gemacht habe. Beim Aufhängen war er gerne
behilflich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Zug war dann leider doch sehr viel los, so dass ich zweimal während der
Fahrt den Platz gewechselt habe. Bei diesen Vierergruppen kommt man mit anderen
Reisenden eher ins Gespräch wie in der Bus-Anordnung, daher verlief die Fahrt
eigentlich ganz kurzweilig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Brenner kenne ich ja schon, schließlich war ich froh als der Zug dann um 14
Uhr pünktlich in Brixen war. Puh, heiß war's. Fleecejacke ausgezogen, es ist
T-Shirt-Wetter. Nach einer kurzen Orientierung steuerte ich sogleich die
Jugendherberge an, wo ich ein Zimmer reserviert habe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Jugendherberge kannte ich schon von einem Kurzurlaub vor zwei Jahren.
Allerdings war der wirklich kurz, nach einem Tag in Bozen musste ich die Reise
wegen einer starken Erkältung dann abbrechen. Soweit sollte es dieses Mal nicht
kommen. Dort angekommen verlief der Checkin problemlos. Ich bezog sogleich mein
Domizil für einen Tag:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-05-31_153358-768x1024.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mein Domizil für eine Nacht – das Öffnen des Fensters war etwas schwierig&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach einer kurzen Verschnaufpause wollte ich die Stadt erkunden. Mein Rad
konnte ich im Innenhof der Herberge einschließen, der Mitarbeiter hat mir
versichert, dass ich das heute nicht mehr benötigen würde, da wir "mitten in
Brixen" seien. Nun gut. Vom Eingang der Herberge sieht man auch schon den Dom.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-05-31_153643-768x1024.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eingang der Jugendherberge mit Blick auf den Dom&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch schöner als die Stadt ist aber die &lt;em&gt;Eisack:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-05-31_154318-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Eisack in Brixen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/19-05-31-20-14-45-7470-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dom zu Brixen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mich zog es dann bei dem wunderschönen Wetter noch zu einem kleinen Spaziergang
auf einen Hügel auf der anderen Seite der Stadt:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-05-31_173801-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine schöne, kleine und auch lebendige Stadt. Südtirol ist einfach toll. Nach
einem Abendessen (Pizza!) musste ich mich nun aber endlich um eine Unterkunft
für den nächsten Tag kümmern. Ich fand dann in Olang noch ein Zimmer in einem
Gasthof, mit 62 € recht happig, aber immerhin bezahlbar. Damit konnte ich nun
gut schlafen!&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Samstag – Von Brixen nach Olang&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nachdem ich mir mittlerweile angewöhnt habe, recht früh ins Bett zu gehen wache
ich meist auch schon um 6 oder 7 Uhr auf. Das hat den Vorteil dass ich meistens
früh loskomme, in den Morgenstunden fährt es sich meistens ganz gut. Es ist
nicht so windig und noch kühl. Aber erstmal genoss ich das Frühstück. In guter
Erinnerung ist mir noch der Kaffee. Ansonsten war es aber eher spärlich was die
Auswahl betrifft. Aber die Jugendherberge war auch nicht teuer, also sei's
drum.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun stand die erste Etappe bevor. Der &lt;em&gt;Pustertalradweg&lt;/em&gt; bis Olang. Der Esel ist
gesattelt, das GPS programmiert, also los geht's:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-01_090926-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der elektrische Drahtesel ist startklar!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-01_091842-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Pizza zum Frühstück gefällig? Lieber nicht...&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Wegführung ist etwas irreführend. Die Beschilderung und mein GPS sind
verschiedener Meinung. Ich lande dann zwar irgendwann auf der richtigen Route
im Pustertal entlang der Rienz, leider komme ich aber nicht an der Franzenfeste
vorbei, die mich schon interessieren würde. Nun gut, zurückfahren will ich dann
doch nicht, dafür ist die Etappe zu lang.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vorbei geht es entlang von Weinbergen, unten liegt das &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Neustift"&gt;Kloster
Neustift&lt;/a&gt;. Ich beschließe aber,
mich nicht im Sightseeing zu verirren, schließlich will ich ankommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-01_100517-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kloster Neustift (man beachte das wunderschön gedeckte Dach)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Highlight des Abschnitts ist die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mühlbacher_Klause"&gt;Mühlbacher
Klause&lt;/a&gt;, eine Sperranlage, die
als Zollstation genutzt wurde. Besichtigung wäre um 14:00 Uhr, so lange will
ich dann doch nicht warten. Schade.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-01_112255-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mühlbacher Klause&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-01_134940-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Rienz ist dann doch mehr als ein Bacherl&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich verlasse mehrmals den Radweg, um umliegende Ortschaften anzusehen. Einmal
treffe ich auf einen kleinen Park, sehr schön angelegt, den ich dann auch für
eine ausgiebige Mittagspause nutze. Die Wegführung auf diesem Abschnitt des
Radwegs ist aber sehr gut, meistens asphaltiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Nachmittag erreiche ich dann Bruneck, eine kleine, aber feine Stadt in
Südtirol.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-01_154208-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bruneck&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oben ist auch eine Burg, zu der ich hinauffahre, mein Rad parke und dann den
Rest zu Fuß gehe. Der Eintritt von 12 € ist mir dann aber für eine kurze
Besichtigung ehrlich gesagt zu teuer. Stattdessen nutze ich den Weg außen rum,
von dem man einen herrlichen Blick auf die Stadt hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-01_162020-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick auf Bruneck&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es wird sehr windig und ich bin froh, um kurz vor 17 Uhr in Olang einzutreffen.
Der Hotelgasthof ist schnell gefunden, ein durchaus schmuckes Gebäude. Für das
Fahrrad bietet man mir extra einen Raum im Keller (es gibt aber eine schiefe
Ebene nach unten von außen) an, ansonsten ist mir das alles fast schon zu
nobel. Eine typische Ferienunterkunft, die meisten Leute bleiben da auch mehr
als eine Nacht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-01_191333-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Gasthof für eine Nacht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Etwas enttäuscht bin ich, zu erfahren, dass es kein WLAN gibt. Man entschuldigt
sich dafür, allerdings finde ich es bei dem Preis von 62 € nicht angemessen.
WLAN ist, wie ich finde, deutlich wichtiger als ein Fernseher. Die Situation
scheint auch schon länger zu bestehen. Nun gut, muss halt etwas Datenvolumen
dran glauben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für den nächsten Tag buche ich via Booking.com ein Zimmer im "Falkenhorst" in
Lienz. Und weil's so schön ist dann auch gleich für den übernächsten Tag in
Spittal. Beides recht günstig, also fiel die Wahl leicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Zimmer selbst ist ein reines Einzelzimmer, das Bett ist bequem, im obersten
Stockwerk, allerdings kann ich jetzt auch nicht behaupten dass es das schönste
der Reise wäre. Ich schlafe sehr gut.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Sonntag – Über drei Zinnen nach Lienz&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das Frühstück ist wirklich gut, allerdings passt mir der zugewiesene Sitzplatz
nicht. Also nicht der Sitzplatz an sich sondern dass er zugewiesen wurde, ich
will mich gefälligst hinsetzen wo ich will.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin mit meiner Tour im Rückstand. Eigentlich wollte ich den ersten Tag nach
Toblach fahren, was eben daran scheiterte, dass es dort keine vernünftige
Unterkunft gab. Also erstmal auf nach Toblach. Dort treffe ich direkt am
Bahnhof an, der etwas außerhalb der Ortschaft liegt. Dort findet eine
sportliche Großveranstaltung statt (ein Lauf), was erstens den Radweg blockiert
und die Lage etwa unübersichtlich macht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-02_102512-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Toblach&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Überraschend schwierig gestaltet sich die Nahrungssuche. Supermärkte haben am
Sonntag geschlossen, Bäckereien finde ich keine. Eine Metzgerei wirbt mit
"belegten Broten", ich bekomme auch gerade noch welche (man macht wohl um 12:30
Uhr zu), über den Preis hülle ich jetzt mal das Mäntelchen des Schweigens. Sie
waren aber echt üppig belegt und lecker, was mich im Nachhinein wieder mit
meinem Geldbeutel versöhnt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Arbeitskollege hat mir den Drei-Zinnen-Blick-Floh ins Ohr gesetzt. Eine
Stelle abseits des Weges (ca. 10 km in ein Seitental, moderat nach oben), wo
man einen Blick auf die berühmten &lt;em&gt;Drei Zinnen&lt;/em&gt; erhaschen kann. Jenes Tal, wo der
Lauf stattfindet und den Radweg blockiert. Über eine Kombination aus Straße und
anderem Rad-/Wanderweg gelangt man, vorbei an einem See, aber auch gut ohne
besagten Radweg ans Ziel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-02_122050-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Besagter See&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und da sind sie nun:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-02_132858-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Drei Zinnen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Naja, sind halt drei Berge. ;-) Ohne wirklichen Bezug dazu bin ich etwas
ernüchtert. Hätte mir mehr erwartet. Vor allem ist es mittlerweile schon 13
Uhr, die Zeit drängt etwas. Schließlich habe ich meine heutige Etappe von 50 km
ja noch vor mir. Allerdings geht es ab jetzt eigentlich fast nur noch nach
unten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erstmal geht es dann wieder runter nach Toblach am Bahnhof vorbei, nun startet
der eigentliche Drauradweg. Das eigentliche Entspringen der Drau habe ich nicht
weiter verfolgt, es muss aber um diese Gegend sein. Die erste größere Ortschaft
heißt nun &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Innichen"&gt;Innichen&lt;/a&gt;, wir sind immer
noch in Südtirol und damit in Italien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich verwende im Übrigen ausschließlich die deutschen Ortsbezeichnungen. Im
letzten Abschnitt kam ich im Supermarkt mit dem Besitzer etwas ins Gespräch, er
hat mir erklärt dass die italienischen Namen "gefälscht" seien. So stand es
auch auf einer Karte. Nun, "gefälscht" finde ich etwas harsch, ich würde
"erfunden" sagen. Fakt ist, dass diese nach dem ersten Weltkrieg durch den
italienischen Faschismus ohne jeden historischen Kontext einfach so platziert
wurden. In Innichen gönne ich mir einen Eiscafé, habe aber leider wenig Zeit.
Es ist bereits 15 Uhr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurz darauf eine recht imposante Skiliftanlage, mit Bahnhof, im Sommer etwas
verwaist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-02_154247-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir sind nun genau an der Grenze zu Osttirol, also zur &lt;em&gt;Republik Österreich&lt;/em&gt;.
Auf der Straße ist der Grenzübergang immerhin mit einem Rot-Weiß-Rot-Schild
gekennzeichnet, auf dem parallel dazu verlaufenden Radweg (vermutlich die alte
Straße), merkt man es nur an der wechselnden Beschilderung, sowohl der
allgemeinen Verkehrszeichen als auch des Drauradweges. Und mein Mobiltelefon
schickt mir natürlich die übliche SMS.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mir wird wieder einmal bewusst wie sehr das vereinte Europa Realität ist. Die
Natur hält sich nicht an Staatsgrenzen, der Drauradweg ist ein
länderübergreifendes Projekt. Man wird nicht kontrolliert, muss nichts
verzollen, kein Geld umtauschen, kann seinen Handytarif weiter nutzen (dafür
danke ich explizit der EU, der Markt hat das eben nicht geregelt), in dem
speziellen Fall ändert sich nichtmal die Sprache, auch keine Steckdosen oder
Stromnetz oder sonstwas.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-02_161401-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Drauradweg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-02_161408-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die noch junge Drau&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Langsam tut mir mein Hintern weh. Ich bereue es etwas, soviel Zeit mit den Drei
Zinnen "verplempert" zu haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-02_165359-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein Rastplatz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurz vor 18 Uhr treffe ich in Lienz ein. Es ist wieder windig, wie eigentlich
jeden Nachmittag meiner Radtour. Und immer Gegenwind, also Ostwind. Auf dem Weg
zu meiner Unterkunft fahre ich an einem größeren Freibad vorbei, Lust hätte ich
schon, ins Wasser zu springen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Unterkunft selbst ist ohne Rezeption. Man hat mir einen Code über
Booking.com mitgeteilt. Mit diesem kann ich den Schlüssel aus einem Fach
entnehmen. Über einen Fahrstuhl gelange ich in den 2. Stock. Das Ganze ist ein
Doppelzimmer, recht neu, viel Holz, ein kleiner Balkon mit Blick zum
Campingplatz. Das Bett ist ein super beqeuemes Boxspingbett. Alles in allem
eigentlich die beste Unterkunft der Reise, wenn auch ohne Frühstück. Die
Gaststätte unten ist nicht so mein Fall, ich nehme mein Abendmahl in einem
Imbiss in der Innenstadt ein. Es gibt &lt;em&gt;Spagetti Bolognese,&lt;/em&gt; etwas unpassend für
die erste Übernachtung in Österreich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-02_200052-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick vom Zimmer aus auf den Campingplatz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für meinen Esel findet sich keinen wirklichen Stall. Nach langer Überlegung
schließe ich ihn an einem Zaun zum Campingplatz an. Mein Alarmschloss würde den
ganzen Platz aufwecken sollte sich jemand an ihm vergreifen. Das beruhigt mich.
Gerne würde ich an diesem Tag im Zelt übernachten. Das Wetter passt einfach und
ich stelle mir diesen Einklang zur Natur einfach toll vor. Aber deshalb Zelt,
Iso-Matte und Schlafsack auch noch mitschleppen? Schade dass es sowas wie
"Leihzelte" nicht gibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einem Dorf weiter hinten gibt es auch einen weiteren Campingplatz. Echt eine
schöne Gegend, eine schöne Kleinstadt "wo die Welt noch in Ordnung ist",
zumindest oberflächlich.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Montag: Nach Spittal&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;So schön wie das Wetter am Abend, so schön wache ich auch auf. Ein herrlicher
Sonnenaufgang, kein Wölkchen trübt den Himmel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-03_073426-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Camping am Morgen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich packe meine sieben Sachen und mache mich auf in die Innenstadt, um ein
Frühstück einzunehmen. Ich finde auch ein Bäckereicafé.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-03_074918-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Hauptplatz von Lienz am Morgen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-03_081547-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mein Früstückscafé&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Lienz fließt die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Isel"&gt;Isel&lt;/a&gt; (die eigentlich
größer ist) in die Drau. Die Isel ist eine der letzten unverbauten
Gletscherflüsse der Alpen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-03_083454-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Isel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Langsam verlassen wir (Ost-)Tirol und erreichen Kärnten. Der Radweg ist jetzt
meistens schottrig. Gleich am Anfang der heutigen Etappe befindet sich eine
recht schöne Holzbrücke über die Drau.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-03_102740-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Draubrücke&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die heutige Etappe ist mit 76 km recht lang. Mit einem kleinen Umweg über
&lt;em&gt;Feistritz&lt;/em&gt; sind es dann über 90 km. Eigentlich besteht der Tag nur aus
Radfahren und Pausen. Das Wetter macht gut mit, am Abend wird es aber leicht
schwül und wieder windig. Das &lt;em&gt;Untere Drautal&lt;/em&gt; ist wunderschön, links und rechts
Hochgebirge und man sieht noch den Schnee. Insgesamt aber recht dünn besiedelt,
viel anzusehen gibt es nicht. Dafür hätte ich aber auch keine Zeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das heutige Ziel heißt Spittal. Bekannt war mir bisher nur der Bahnhof "Spittal
Milstättersee" von der Durchreise nach Villach bzw. Slowenien. Um kurz vor 17
Uhr bin ich dann auch am Bahnhof, der am Weg zum Hotel liegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-03_164946-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof in Spittal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie jeder österreichische Bahnhof recht aufgeräumt, erstmal gönne ich mir einen
Kaffee. Unweit vom Bahnhof befindet sich mein Hotelgasthof, etwas am Rande
umgeben von Sportplätzen (Fußball und Tennis). Die Unterkunft war früher auch
mal eine Jugendherberge. Der Angestellte (der eigentlich die Sportgaststätte
betreut) ist etwas überfordert, EC-Karten nimmt er sowieso nicht, sein Chef
informiert ihn ja nicht, schafft es aber dann doch, mir das Zimmer zu geben. Im
Zimmer ist eine Dusche und ein Waschbecken, ohne jede Abtrennung. Neben dem
Bett gibt es dann noch ein Dachfenster, das man zwar öffnen kann aber nicht
hinaussehen, da es zu hoch ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich alles in Ordnung, mich stört nur das Frühstück, das es frühestens um
8:30 Uhr gibt. Da war nicht mit ihm zu reden und erstatten geht auch nicht.
Naja, da es insgesamt nicht so teuer war beschließe ich, das Frühstück sausen
zu lassen (ohne Bescheid zu sagen, Strafe muss sein) und mir am Bahnhof was zu
kaufen. 8:30 Uhr ist mir einfach zu spät.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vorher geht es allerdings noch in die Innenstadt, die mich schwer enttäuscht.
Sehenswert ist von außen eigentlich nur das &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Porcia"&gt;Schloss
Poica&lt;/a&gt;. Eine Fußgängerzone oder
wenigstens ein verkehrsberuhigter Bereich existiert nicht. Eine der
Hauptverkehrsstraßen geht mitten durch die Einkaufsstraße.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-03_170819-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schloss Porica in Spittal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe nun wirklich keine Lust mich bei dem Straßenlärm zum Essen zu setzten,
letztlich gehe ich in einen Supermarkt und verzehre das Essen im Stadtpark. Der
wiederum ist ganz nett. In einem Tschibo erstehe ich außerdem spontan eine
Radler-Unterhose (etwas gepolstert), die mir noch gute Dienste leisten wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-03_171451-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Drau in Spittal&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem die Stadt nichts hergibt und der Bahnhof auf dem Weg zu meinem Zimmer
liegt, schaue ich dort nochmal vorbei. Ich entdecke einen niegel-nagelneuen
CityJet aus der Serie "Siemens Desiro ML".&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-03_184839-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein CityJet von außen ...&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-03_185439-768x1024.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;... und von innen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-03_191141-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Gasthof Pension Goldeck&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Trotz allem gefällt mir die Unterkunft. Es ist günstig und die Lage am
Sportplatz in der Nähe der Bergbahn (das hier ist ein Skigebiet) ist wirklich
schön. Trotzdem, Lienz war deutlich schöner.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die gute Nachricht: Ich habe wieder WLAN, nach zwei WLAN-freien Tagen. Mein
Datenvolumen hat darunter deutlich gelitten, irgendwann muss ich noch für 20 €
ein "Speed On"-Paket buchen. Sei's drum.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Dienstag: Vom Milstätter See nach Villach&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich lässt der &lt;em&gt;Drauradweg&lt;/em&gt; ja die Kärntner Seen komplett außen vor.
Nachdem dieser Abschnitt mit knapp 50 km recht kurz ist, nehme ich den
&lt;em&gt;Milstätter See&lt;/em&gt; mit. Statt an der Drau fahre ich von Spittal zum Milstätter See,
dort entlang des Nordufers entlang und am Ostufer wieder auf den Radweg. Die
Route habe ich am Vorabend in &lt;em&gt;Komoot&lt;/em&gt; geplant.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von Spittal zum Milstätter See gelangt man entweder über einen Wanderweg, der
eher was für Mountainbikes ist, oder über die Straße. Ich entschließe mich für
letztere. Zwar gibt es keinen Radweg aber doch einen recht breiten
Seitenstreifen, so dass ich mich auch bei Lkws einigermaßen sicher fühle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-04_075954-1-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Lieser&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-04_081901-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Milstätter See am frühen Morgen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am See sehe ich eigentlich lauter Jugendliche, die in irgendwelchen Sport- oder
Schulgruppen unterwegs sind. Die Saison für Touristen hat noch nicht begonnen,
die Strandbäder sind meistens entweder noch geschlossen oder noch ohne
Eintritt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-04_101926-1-768x576.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Milstätt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-04_113735-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nochmal der Milstätter See&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Mittag verbringe ich dann am Strand, ohne ins Wasser zu gehen und lese
etwas in meinem Urlaubskrimi "Tatort Kanban".&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Weg über das Ostufer ist dann doch recht steil, aber mit E-Bike machbar.
Mir wird aber schon klar, warum der Drauradweg nicht über den See geführt
wurde. Die Topologie macht's schwierig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Langsam wird's auch gewittrig und schwül, ich erreiche mein Ziel Villach heute
um kurz nach 16 Uhr etwas früher. Mein GPS führt mich schnurstraks von der Drau
weg den Berg hoch zur Jugendherberge. Diese liegt in einem Schulzentrum etwas
abseits der Stadt. Der Checkin ist problemlos, es gibt einen Fahrradkeller und
WLAN. Mein Zimmer ist zwar alt aber sauber.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach einer Dusche beschließe ich, heute meine Wäsche in einem SB-Waschsalon am
anderen Ende der Stadt zu waschen. Gesagt, getan. Direkt auf dem Weg sehe ich
links drei slowenische Eisenbahnwaggons. Leider etwas zu spät für's Foto. Es
muss sich um die drei Kurswagen des EC 112 »Mimara« handeln (&lt;a href="https://traintracks.eu/kurswagen-frankfurt-zagreb/"&gt;Kurswagen von
Frankfurt nach Zagreb: Zwei Züge, aber kein Umstieg&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-04_170552-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Villach und die Eisenbahn (links)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während die Wäsche schleudert schaffe ich grad noch kurz die Innenstadt
anzuschauen. Schöner als Villach aber auf den ersten Blick auch nichts
besonderes.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-04_173245-768x1024.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fußgängerzone&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-04_184753-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Villach und die Drau&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun beginnt es zu regnen, aber recht kurz und warm. Durch die Wäschepflege wird
der Abend recht hektisch, das schönste Foto entsteht eigentlich dann am späten
Abend als ich nochmal von der Jugendherberge aus einen kleinen Spaziergang
mache:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-04_203605-1024x385.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Panorama von Villach am Abend&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Bahnhofsbesichtigung bleibt aus. Ich schlafe wieder einmal sehr gut!&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Mittwoch: Von Villach nach Ferlach&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich beginne den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück in der Jugendherberge.
Österreich ist halt nicht Italien, und im Vergleich zu Brixen hat man hier
etwas mehr Auswahl was das "herzhafte" betrifft. Außerdem sind mir die Säfte –
so Wasser mit Geschmack, aber viel mehr Geschmack als Volvic.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem ich den Akku in meinen E-Draht-Esel einsetze, bin ich schockiert. 61 %
zeigt das Display an. Sofort ist mir klar dass nicht etwa mein Ladegerät oder
Fahrrad defekt ist, sondern dass ich schlicht und einfach den Fehler gemacht
habe und das Ladegerät aufgrund von Steckdosenmangel im Badezimmer angesteckt
habe. Im Spiegelschrank. Klar, der hat nur Strom wenn das Licht an ist. Zum
Glück hatte ich wenigstens am Abend das Licht brennen lassen sonst wäre ich
jetzt bei 20 %.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fuck. Ich bin ja nun schon die ganze Zeit im Eco-Modus gefahren um überhaupt
Etappen von 90 km zu schaffen. Man gewöhnt sich erstaunlich schnell dran. Heute
wird also zeitweise komplett ohne Motor gefahren, da ich eine recht flache und
mit 50 km auch kurze Etappe vor mir habe, geht's eigentlich auch recht gut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute geht es durch das &lt;em&gt;Rosental.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-05_094253-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Draubrücke&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich starte die Tour recht bald mit einer längeren Pause an einem Badesee bei
Villach, der Silbersee. Wer den gleichnamigen See in Nürnberg kennt wird
erstmal daran erinnert, dass man im Nürnberger Silbersee ja auf keinen Fall
baden darf wegen des Schwefels.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-05_095846-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Badesee bei Villach&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wieder mal viele Jugendliche, anscheinend sind hier Schulferien? Weiter geht's
vorbei an einer Schleuse mit etwas irreführender Wegführung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-05_112739-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Staumauer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Wegqualität an diesem Abschnitt ist mäßig. Das Wetter passt wieder. Der Tag
wird mir aber als einer der ereignislosesten in Erinnerung bleiben. Den
Nachmittag verbringe ich an einem Badesee kurz vor Ferlach, der aber keine
besonders schönen Liegewiesen hat. Es schaut auch nach Gewitter aus, ich bleibe
aber gerade noch davon verschont. Es sind aber nur wenige Kilometer, das
Donnern hört man.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An diesem Tag habe ich eine AirBnb-Unterkunft gebucht. Checkin ist um 17 Uhr.
Die Dame stellt sich vor, dass ich um 7 Uhr auschecke, ich habe aber vereinbart
dass es auch später sein darf. Durch meinen Zwischenstopp am See komme ich dann
auch um ziemlich genau 17 Uhr dort an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich ist die Frau ja ganz nett, aber sehr vereinnahmend. Sie wohnt nicht
selbst dort, bleibt aber über Nacht wenn sie Gäste hat. Die obere Etage ist
vermietet, sie wird im Laufe des Abends auch öfter über ihre Mieter und deren
Hund lamentieren. Das Zimmer selbst und die Wohnung sind schön.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das mit dem späten Checkout ist ihr dann irgendwie doch nicht recht, ich muss
mich darauf festlegen, wann ich aufstehe. Hey, ich habe Urlaub und ich habe ja
über 30 € für das Zimmer bezahlt. Ich komme mir vor wie beim Couchsurfing.
Erstmal fahre ich dann noch mit dem Rad ins Dorf um was zu essen. Ferlach
selbst ist mir jetzt nicht durch besondere Highlights in Erinnerung geblieben.
Dass ich gar keine Fotos habe liegt aber glaube ich an einem
Sychronisationsproblem meines Handys.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wieder angekommen fragt mich dann, ob ich mit "raus" gehe. Ich denke an einen
lauen Plausch im Garten, sie schleppt mich zum Suchen von Hollunderblüten quer
durch das Dorf. Der Höhepunkt ist erreicht als sie eine dubiose Freundin
anschleppt und ich dann noch kritisiert werde, dass ich auf dem Selfie nicht
lache. Erinnerungen an Kroatien werden wach. Auch die Frage was der Höhepunkt
meiner Reise gewesen wäre. Sowas kann ich gar nicht ab. Ich hätte die Frage
nach dem Tiefpunkt sofort beantworten können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immerhin entstand ein ganz nettes Foto vom Sonnenuntergang.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-05_203747-1-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich schlafe schlecht ein.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Donnerstag: Ferlach bis Lavamünd&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich bin froh, das Haus um 7 Uhr zu verlassen. Sodann stellt sich innerlich bei
mir eine Wut ein. Dass ich nicht einfach gesagt habe, dass ich mich im Zimmer
ausruhen möchte statt auf Hollunderjagd zu gehen. Dass ich mich so habe
vereinnahmen lassen zu tun was sie wollte. Dass ich mich nicht durchsetzen
kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Radweg mache ich erstmal an einem aufgestauten Teil der Drau halt und gehe
in mich. Mit dieser Wut im Bauch will ich nicht den ganzen Tag verbringen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-06_073414-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwar ist die heutige Etappe mit 90 km wieder lang, aber es ist auch noch sehr
früh. Ich fahre zurück in den Ort, trinke erstmal einen Cappucino in einem Café
in Ferlach. In meinem Reiseführer wird in der Nähe von Ferlach die
&lt;a href="https://www.tscheppaschlucht-ferlach.at"&gt;Tscheppaschlucht&lt;/a&gt; erwähnt. Nachdem
ich ja sehr früh dran bin, entschließe ich mich, diese zu besichtigen. Erst
wollte ich mit dem Fahrrad hin, merke aber sehr schnell, dass man da nicht
wirklich weit kommt, wenn man kein Mountainbike hat. Insofern steuere ich den
Wanderparkplatz an und folge dem Weg. Recht schnell komme ich an einen
Infostand, wo man erstmal Eintritt bezahlen muss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun entdecke ich auch, dass "mal eben schnell" zu kurz gedacht war. Eigentlich
wäre die Schlucht eher was für einen Tagesausflug gewesen. Im Eintritt
inkludiert ist ein Bus, der einen zurückbringt. Die früheste Verbindung
allerdings nach Mittag. Ich folge dem Wanderweg und habe meine Entscheidung,
die Schlucht zu besichtigen, nicht bereut. Die Bilder sprechen für sich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-06_102352-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Ferlachschlucht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-06_103344-768x1024.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-06_103232-768x1024.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Langsam ist meine Wut verfolgen, der schlechte Schlaf hängt mir aber noch nach.
Ich laufe den kürzeren Weg über die Straße. Es handelt sich um den
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Loiblpass"&gt;Loiblpass&lt;/a&gt;, der zum Glück nicht so
stark befahren ist. Trotzdem nervt natürlich der Auto- und Lkw-Verkehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um Mittag geht's dann auf dem Fahrrad los. Die heutige Tour ist mit 90 km
wieder recht lang, leider hat mein kleiner Ausflug schon stark am Akku gezehrt.
Der erste Teil geht wieder auf Schotterwegen entlang am häufig aufgestauten und
daher sehr breiten Fluss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-06_143913-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Völkermarkter Stausee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In &lt;em&gt;Völkermarkt&lt;/em&gt;, eigentlich die einzige größere Ortschaft entlang des Weges, fahre ich in den Ort hoch zu einer kurzen Besichtigung und einer Verschnaufpause in einem Eiscafé. Ich bin gut in der Zeit, Gewitter sind heute nicht zu erwarten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der zweite Teil des Weges überrascht mich im Positiven. Es wird hügeliger, es
geht nicht mehr entlang des Flusses sondern entlang von wenig befahrenen
Nebenstraßen. Die Dörfer haben allerdings nichtmal einen Supermarkt... Das Ziel
heißt Lavamünd, dort habe ich im "Post Hostel" ein Zimmer reserviert. Kurz
vorher in Neuhof besorge ich mir in einem "Supermarkt" noch zwei Brötchen.
Erwähnenswert ist das deswegen, weil es sich um einen ganz kleinen Laden von
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/ADEG_Österreich"&gt;ADEG&lt;/a&gt; handelte, der von einem
älteren Herren alleine betrieben wurde. Die zwei Wustbrötchen waren dann auch
die billigsten überhaupt (glaube mit Getränk keine 3 €). ADEG ist eigentlich
mit der deutschen EDEKA vergleichbar, also eine Genossenschaft, eine loser
Zusammenschluss von Einzelhändlern. Wie ich jetzt auf Wikipedia gelesen habe,
hat aber die deutsche REWE die Finger im Spiel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwischen Völkermarkt und Neuhof liegt die
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jauntalbrücke"&gt;Jauntalbrücke&lt;/a&gt;, 429 m lang, 96 m
hoch.  Sie wird außer von der Eisenbahn von Bungee Jumpern benutzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-06_162905-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Jauntalbrücke mit einem ÖBB CityJet&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Extra für Fußgänger und Radfahrer gibt es danach noch eine schöne Hängebrücke:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-10-17-55-03-1-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen in Lavamünd, einem kleinen Dorf, das über den Drauradweg und über
den Kärntner Jakobsweg zu etwas Touristen kommt. Für österreichische
Verhältnisse befinden wir uns am Ende der Welt, ein paar Kilometer weiter
beginnt Slowenien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Checkin gestaltet sich schwierig: Keiner da, auch telefonisch niemand
erreichbar. Der Besitzer ist zwar erreichbar, kann aber nicht weiterhelfen da
er in Klagenfurt sei. Ich hatte jedoch hier keine Bedenken, keine Unterkunft zu
finden, da sich im Ort noch eine Reihe von Gasthöfen/Pensionen befinden.
Insofern war ich entspannt. Nach ca. 20 Minuten kam dann auch ein Mädchen, wie
sich rausstellte die Tochter der Betreiberin. Die hat mich dann auch
reingelassen, ihre Mutter letztlich erreicht und nach und nach löste sich die
Situation in Wohlgefallen auf. Ich hatte ein Doppelzimmer zur Einzelnutzung,
das Bad war extern aber ich war alleine an dem Tag in dem Stockwerk. WLAN ging
dann mit etwas Mithilfe auch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Ort hat einfach gepasst. Ein Kilometer weiter war ein Campingplatz mit
Naturbad. Das Thema "Camping" hatten wir ja schon, aber ich wäre hier
eigentlich auch gerne einen Tag geblieben und was mich im Nachhinein am meisten
ärgert, es nicht getan zu haben. So ein Chill-Tag auf einer Fahrradreise wenn's
einfach passt sollte man unbedingt einlegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-06_191124-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Drau&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-06_192529-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Campingplatz mit Natursee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Freitag: Nach Maribor&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Nacht war leider nicht so ganz erholsam wie sie hätte sein können, es lag
vor allem an dem Verkehrslärm durch Lkws. Das Fenster ging leider zur Straße
hin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Frühstück musste ich mir selbst besorgen, die Bäckerei war aber echt "mega". Da
wird noch richtig gebacken, keine aufgewärmten Tiefkühlsemmel. Noch zum
Supermarkt, etwas Bargeld besorgt und los ging's.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Plan für heute: 25 km Radfahren, dann den Chill-Tag im &lt;a href="https://www.greenresort.si/de/"&gt;Green
Resort&lt;/a&gt; (Hostel und Wasserpark).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste Teil des Radwegs führt entlang der Bundesstraße. Der Grenzposten auf
der österreichisch-slowenischen Grenze existiert noch, ist aber unbesetzt. Die
erste größere Ortschaft ist &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dravograd"&gt;Dravograd&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-07_093322-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dravograd&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Recht schnell bin ich dann auch in &lt;em&gt;Radlje ob Dravi&lt;/em&gt;. Ich mach's kurz: Vor dem
Hostel ist Straßenfest, der Wasserpark geschlossen. Ansonsten gibt's eigentlich
nichts dort. Daher beschließe ich enttäuscht: Weg hier, direkt nach Maribor.
Ich storniere die Jugendherberge und buche ein Zimmer im "4 Rooms Hostel".&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Weg nach Maribor – puh. "Sportlich" trifft's ganz gut. Das Drautal ist eng,
daher führt der Radweg nicht entlang der Drau sondern hoch in die Dörfer.
Selbst mit Akku und mit Eco-Mode wird's eng, ich fahre teilweise ohne Akku,
schiebe teilweise, schaffe es dann schließlich ziemlich kaputt nach Maribor um
16 Uhr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Alternative wäre gewesen, die Fahrt abzukürzen und die letzten 20, 30 km
mit der Bahn zu fahren. Doch erstens hat man auch einen gewissen Anspruch und
zweitens fährt die Bahn (vermutlich das schlechteste Wagenmaterial das in
Slowenien existiert) nur dreimal am Tag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-07_134840-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-07_163057-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Triebwagen der Slowenischen Bahn auf der Drautalbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurz vor Maribor gibt es dann auch Abschnitte mit einer Art Radrennbahn, die
noch gar nicht beschildert ist. Durch einen Wald über ein Gewerbegebiet gelange
ich in die Innenstadt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Hostel befindet sich mitten in der Stadt in einer Kneipenstraße in einem
Hinterhaus. Im Internet stand zwar, dass ich erst telefonisch einchecken muss,
allerdings war der Besitzer gerade da. Ziemlich schräger Typ, Glatzkopf mit
Hund. Er lamentierte, dass ich nicht in der Buchung angegeben hatte, dass ich
alleine ein Dreibettzimmer belegen würde. Dabei habe ich nur die ganz normale
Funktion von Hostelworld benutzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Zimmer hatte was von Kellercharme, der Hinterhof mit Carport ließ kaum
Sonnenlicht ins Innere gelangen. Kunstlicht ist ja nun nicht ganz so mein Ding.
Im Gang roch es feucht. Das Fenster konnte man nur öffnen indem man über das
andere Doppelbett kletterte. Dafür dass die Hostelworld-Bewertungen so gut
waren, war ich etwas enttäuscht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Stadt gefiel mir auf Anhieb gut. Eine kleine, aber feine Innenstadt. Eine
lebendige Kneipenszene. Und ein junges, studentisch geprägtes Publikum. Es
wurde zwar gefeiert aber friedlich, überhaupt kein Unsicherheitsgefühl wie in
deutschen Großstädten. Nun muss man allerdings sagen dass Maribor von der Größe
her mit Regensburg oder Erlangen vergleichbar ist, und hier ist es ja
eigentlich ähnlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Abend ging ich noch einmal etwas rum, besichtigte den Bahnhof und schlief
gut ein. Nach 95 km, den meisten Höhenmetern und leerem Akku war dies auch
eigentlich der anstrengenste Tag meiner Reise.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-07_184938-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Alte Brücke&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Das Entstehen der Stadt Maribor ist mit der Überquerung der Drau eng
verbunden. So dreht sich insbesondere die ältere Geschichte der Stadt um den
Fluss und die Brücken, die seine Ufer verbinden. Viele Handelswege führten
durch die Stadt, so dass die Brücke in Friedenszeiten eine Einnahmequelle
darstellte, in Kriegszeiten war sie Ursache für mancherlei Gefahren. Die
heutige alte Brücke, erbaut im Zeitraum von 1906 bis 1912, war eine der
schönsten Brücken in Österreich-Ungarn.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-07_184335-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Judenturm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Der Judenturm wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut. Er
steht neben der Synagoge auf dem Židovski trg (Judenplatz) im neuen Teil von
Lent. Einst wurde er vom Wachmeister bewohnt. Heute ist der Turm renoviert;
der Mariborer Fotoklub veranstaltet hier Ausstellungen in- und ausländischer
Autoren.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-07_204207-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Moderner Triebwagen der Slowenischen Bahn (fährt auf der Strecke durchs Drautal)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Samstag: Maribor&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der letzte Tag meiner Reise ist angebrochen. Das Wetter war warm, heiß, ohne
Schwüle. Um 11 Uhr wollte ich an einer Stadtbesichtigung teilnehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vorher fuhr ich noch etwas mit dem Rad durch die Gegend, ich gelangte in ein
Wohn- und Gewerbegebiet im Süden der Stadt. Nun, die Stadt hat hässliche
Seiten, wie jede Stadt. Allerdings erinnerte mich die Gegend jetzt tendenziell
eher an Nürnberg-Röthenbach wie an Bratislava oder Prag, also eigentlich kein
Ostblock-Feeling.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-08_092205-1-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nürnberg-Röthenbach äh Maribor Süd&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diesem Foto verdanke ich im Übrigen dass mein heiß-geliebtes &lt;em&gt;iPhone SE&lt;/em&gt; noch
existiert. Nur dadurch habe ich nämlich eine Straße weiter bemerkt, dass mir
selbiges aus der Hosentasche gefallen war – und ich wunderte mich noch, was da
so komisch "geknallt" hat. Zum Glück war es in einer Sackgasse, so dass kein
Auto inzwischen drübergefahren ist. Und zum noch größeren Glück hat die
Gummihülle verhindert, dass es beschädigt wurde, obwohl es auf das Display
gefallen ist. (Allerdings hat die Gummihülle eigentlich erst dafür gesorgt,
dass es in der Hosentasche nicht nach unten gerutscht ist.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da ich immer alles ganz genau vorher wissen möchte bin ich dann auch noch um
10:15 Uhr an den Bahnhof geradelt, nur um zu sehen wo das Fahrradabteil hält
damit ich ja beim Einladen gut vorbereitet bin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Stadtführung war auf Englisch. Der Andrang hielt sich in Grenzen: Neben der
sehr sympathischen Stadtführerin (älteren Baujahres) und mir waren nur ein
junges Pärchen aus Udine/Italien zugegen. Und das an einem Pfingstsamstag! In
praller Sonne fand ich es auch ziemlich anstrengend, allerdings schon sehr
interessant.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-08_110619-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Denkmal NOB (»Kojak«)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;In das Denkmal wurden die Bekanntmachungen über die Erschießung der
Gefangenen und Aufständischen, die während des Zweiten Weltkriegs zum Tode
verurteilt worden (667 getötete) und der Abschiedsbrief des zum Tode
Verurteilten Jože Fluks eingemeißelt.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-08_112508-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Stadtburg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Die Burg, geschmückt durch verschiedene Stil- und Bauepochen, wurde in den
Jahren von 1478 bis 1483 im Auftrag von Kaiser Friedrich III. errichtet, und
zwar mit dem Ziel, den nordöstlichen Teil der Stadtmauer zu sichern.
Allmählich wurde die Burg in eine reiche feudale Wohnstätte umgestaltet.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-08_113754-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kathedrale St. Johannes der Täufer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Die Kirche wurde 1248 im romanischen Stil errichtet. Im 14. Jahrhundert wurde
der Chor verlängert und gotisiert. Das Kirchenschiff wurde um 15. Jahrhundert
umgebaut, so dass sich der Dom heute komplett gotisch zeigt. Die barocken
Kapellen wurden im 16. und 18. Jahrhundert angefügt.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-08_115802-768x1024.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Pestsäule&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;In Maribor trat im 17. Jahrhundert erstmals die Pest auf, an der ein Drittel
der Einwohner starb. Zum Dank an das Ende der Seuche stellten die Einwohner
von Maribor im Jahre 1681 die Pestsäule auf – eine Säule mit Marienabbild.
Diese wurde im 18. Jahrhundert gegen die heutige ausgetauscht, die ein Werk
des Künstlers Jožef Štraub ist. Um die Mutter Gottes haben sechs Heilige
Platz genommen, Fürbitter gegen die Pest. Die Pestsäule steht auf dem Platz
Glavni trg, an dem die Straße Koroška cesta vorbei führt.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Relativ viel Zeit wurde dann noch auf das Theater verwendet, auch mit
Innenführung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach einem Mittagessen wollte ich diesen Nachmittag nun endlich im Freibad
"chillen". Daraus wurde nichts, das Freibad hatte geschlossen. Die Slowenen
haben's anscheinend nicht so mit dem Schwimmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Norden befindet sich ein großer Stadtpark. Irgendwie hat's mir dann aber auf
der Liegewiese auch nicht so gefallen, es war grad um die Zeit sehr windig und
wolkig. Ich bin dann noch weiter nördlich, dort sind ein paar künstlich
angelegte Seen. Noch weiter nördlich gibt's einen Hügel, von wo aus man einen
herrlichen Blick über die Stadt hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-08_155301-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-08_155424-768x1024.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja, und dann habe ich mir noch eine Spaß-Zugfahrt mit dem &lt;em&gt;InterCity Slovenia&lt;/em&gt;
gegönnt. Es handelt sich um das Flaggschiff der slowenischen Eisenbahn, das
Ding fährt im Wesentlichen die Strecke &lt;em&gt;Maribor–Ljubljana&lt;/em&gt;, fährt soweit ich weiß
maximal 200 km/h und wurde in Italien gebaut. Da Slowenien das italienische
Strohmsystem hat (historisch bedingt), bietet es sich auch an, die Züge dort zu
kaufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun, im Vergleich zum oben abgelichteten Diesel-Triebwagen aus der Tito-Zeit
ist es tatsächlich ein Quantansprung. Mit einem ICE oder RailJet kann das Ding
aber nicht mithalten und die Atmosphäre eines klassischen Wagenzuges hat er
auch nicht. Kurzum: Schön damit mal gefahren zu sein, mein Fall ist er aber
irgendwie nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-08_173941-1-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;InterCity Slovenia&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-08_174005-768x1024.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Was man sich dabei gedacht hat die Anzeige als LCD auszuführen wissen die Götter. Gut lesen kann man es jedenfalls nicht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-08_174026-768x1024.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zug von innen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin am ersten Halt ausgestiegen und von dort mit einem Nahrverkehrszug
(moderner Bauart) wieder zurück.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An slowenischen Bahnhöfen geht's grundsätzlich etwas enstpannter zu. Man geht
über die Gleise (auch wenn es Unterführungen gibt). Zum Schluss noch ein
schönes Foto vom Rathaus:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-09_081709-1-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Im Jahre 1515 wurde auf dem heutigen Platz Glavni trg das spätgotische Rathaus errichtet, das die italienischen Meister in den Jahren 1563 und 1565 im Stil der Renaissance umgebaut haben. Aus dieser Zeit stammt auch der Balkon (Loggia), geschmückt mit einem Relief, auf dem das Stadtwappen abgebildet ist, umgeben von zwei Löwen und der Jahreszahl 1565. Die Fassade ist durch Pilaster gegliedert.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja, und das war's dann auch schon wieder. Einmal Schlafen und dann geht's nach Hause.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Sonntag: Zugfahren&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Sonntag steht ganz im Zeichen der Rückfahrt. Da der Zug erst um 10:20 Uhr
abfährt, nochmal ein Panorama von der Brücke auf die Altstadt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-09_082246-1024x455.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Maribor von der Draubrücke aus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-09_095251-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Maribor Hauptbahnhof: Man erkennt deutlich den jugoslawischen Einschlag&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Zug kam pünktlich. Das Einladen des Fahrrads verlief unproblematisch, oben
stand schon das slowenische Zugpersonal welches das Fahrrad schwupps in das
Gepäckabteil beförderte. Ich habe es dann noch zusätlich mit einem Gummiseil
befestigt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich suchte mir ein schönes Abteil, das ich mir mit einem bahnaffinen
Österreicher teilte, der aus dem Nachtzug von Split heimfuhr. Was gibt es
schöneres als den Semmering zu fahren. Bis dahin muss die Lok in Spielfeld
Strass noch gegen eine österreichische getauscht werden – unterschiedliche
Stromsysteme, Eisenbahn im Jahre 2019 in Europa.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Maribor haben eigentlich immer Geschäfte offen, nur am Pfingssonntag nicht.
Ich hab's tatsächlich nicht geschafft mich mit Reiseproviant einzudecken.
Folglich blieb mir eigentlich gar nichts anderes üblich, als mein Mittagsmahl
im Speisewagen einzunehmen. Im Vergleich zum ICE finde ich die Preise etwas
unverschämt, letztlich sind auch die super beworbenene österreichischen
Spezialitäten ja Fertiggerichte aus der Mikrowelle. Ich blieb beim Gulasch für
5 € plus einem Mineralwasser.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Passenderweise befuhren wir gerade als ich im Speisewagen war den Semmering.
Ich saß auf der richtigen Seite (die Abteile wären auf der falschen Seite
gewesen).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_07_drauradweg/2019-06-09_131002-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Pünktlich gegen 14 Uhr waren wir in Wien Hbf – wirklich ein schöner, großzügig
gestalteter Bahnhof. Von dort ging's in einen Park, was sich allerdings dann
auch nicht wirklich gelohnt hat, da ich dort dann auch nur eine halbe Stunde
Zeit hatte. Mit dem ICE ging's dann bis Passau.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider waren die Fahrradabteile ab Passau wirklich ausgebucht. In Passau war
ich um 17 Uhr, hatte dort eine Stunde Aufenthalt, teilte mir ein Bayernticket
Nacht dann mit jemand anders. Auf der einen Seite habe ich Geld gespart, auf
der anderen Seite war ich letztlich durch die lange Fahrt und die unerträgliche
Schwüle genervt dass der andere unbedingt wegen ein paar Euro noch abwarten
wollte. Ich wollte vor allem mein Fahrrad verladen ...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Sorgen waren unbegründet, die ganzen Radler wollte nach München und so
brachte mich der Radler Expresszug von Passau über Plattling, Straubing,
Regensburg, Beratshausen, Parsberg und Neumarkt nach Nürnberg. Die Einfahrt
wurde ihm verweigert wegen Gleisbelegung, daher hatte ich eine Verspätung von
knapp 10 Minuten, erreichte meine S-Bahn aber noch und somit war ich pünktlich
in Fürth und um kurz vor 22 Uhr final letztlich zu Hause. Puh, die Bahnfahrt
war anstrengender als 95 km Radeln. Warum auch immer.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Fazit und Retro&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Den Drauradweg fand ich vor allem am Anfang und am Ende gut. In Südtirol und
Osttirol wegen der schönen Landschaft im Gebirge und der Sehenswürdigkeiten. In
Slowenien weil's mal was anderes ist und die "sportliche" Fahrt durch die
Dörfer durchaus Spaß gemacht hat. Und Maribor war sowieso die Reise wert. Und
der letzte Abschnitt in Kärnten war gut, die Tscheppaschlucht, Völkermarkt und
Lavamünd.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittendrin war er dann aber auch mal etwas "fad" weil er die ganze Zeit auf
Schotter an der Drau geführt wurde und weil's zwischendrin auch nichts zu sehen
gab. Deshalb waren die langen Tagesetappen durchaus sinnvoll. Die Wegequalität
war dieses Jahr aber auch besonders schlecht weil der Radweg letzten Winter
zerstört und jetzt nur provisorisch repariert wurde. Maribor war auf alle Fälle
ein würdiger Abschluss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit den Unterkünften war ich – bis auf diese AirBnb-Ausnahme – zufrieden, auch
wenn mir der eine Gasthof in Südtirol eigentlich zu teuer war. Trotzdem bin ich
am Überlegen, mir ein Zelt anzuschaffen und an der einen oder anderen Stelle
mit Zelt, Iso-Matte und Schlafsack zu übernachten. Nicht wegen des Preises
(auch wenn es ein angenehmer Nebeneffekt ist) sondern wegen des Gefühls, direkt
in der Natur zu schlafen. Was man da teilweise an weich gelegenen Matratzen so
vorgesetzt bekommt kann eigentlich gar nicht rückenschonender sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alles in allem aber ein sehr entschleunigter Urlaub schönem Wetter, an den ich
gerne zurück denke.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier noch der detaillierte Link für die &lt;a href="http://brouter.de/brouter-web/#map=8/46.767/13.387/osm-mapnik-german_style&amp;amp;lonlats=11.659112,46.716597;12.029793,46.761303;12.228127,46.650839;12.769976,46.828528;13.492584,46.791964;13.574638,46.802179;13.633347,46.775755;13.644848,46.746868;13.645878,46.720978;13.83625,46.616841;14.297161,46.52683;14.281025,46.494064;14.651814,46.650279;14.63336,46.660935;14.747772,46.640475;14.792576,46.641779;14.940891,46.642236;15.36335,46.543386;15.464544,46.547767;15.650196,46.554693"&gt;absolvierte
Radstrecke&lt;/a&gt;,
die &lt;a href="http://brouter.de/brouter-web/#map=9/48.8053/12.0108/osm-mapnik-german_style&amp;amp;lonlats=10.957103,49.475042;11.550579,48.141888;11.553583,48.122141;12.060242,47.491546;11.649714,46.709719&amp;amp;profile=rail"&gt;Anreise&lt;/a&gt; und die &lt;a href="http://brouter.de/brouter-web/#map=8/48.596/13.755/osm-mapnik-german_style&amp;amp;lonlats=15.658693,46.562518;16.377826,48.185024;10.957296,49.47504&amp;amp;profile=rail"&gt;Heimreise&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="fahrrad"/></entry><entry><title>Ostern am Gardasee</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2019-04-gardasee.html" rel="alternate"/><published>2019-04-28T00:00:00+02:00</published><updated>2019-04-28T00:00:00+02:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2019-04-28:/pelican/2019-04-gardasee.html</id><summary type="html">&lt;h2&gt;Karfreitag – Anreise&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Fahrradtaschen sind gepackt, es ist wunderschönes Wetter, nur ziemlich
windig. Da mein Zug um 12 Uhr in Nürnberg abfährt, bin ich zum Bahnhof in
Nürnberg mit dem Rad gefahren statt über Fürth wie geplant. Eine nette
Einstimmung auf den Urlaub, außerdem werde ich am heutigen Tag noch ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;h2&gt;Karfreitag – Anreise&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Fahrradtaschen sind gepackt, es ist wunderschönes Wetter, nur ziemlich
windig. Da mein Zug um 12 Uhr in Nürnberg abfährt, bin ich zum Bahnhof in
Nürnberg mit dem Rad gefahren statt über Fürth wie geplant. Eine nette
Einstimmung auf den Urlaub, außerdem werde ich am heutigen Tag noch genug
sitzen. Bin nach einer Wegbeschreibung von Komoot quer über die &lt;em&gt;Rothenburger
Straße&lt;/em&gt; gefahren — der kürzeste Weg. Zwischen der evenordbank und dem Bahnhof
habe ich mich etwas verfahren, war aber ganz interessant. Nun habe ich mal
gesehen wo der neue GfK-Campus hinkommt, außerdem sind da viele interne
Einrichtungen der Deutschen Bahn untergebracht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun war ich also 20 Minuten zu früh am Hauptbahnhof, Essen war eingepackt. Die
Zeit habe ich direkt am Bahnsteig gewartet, der ICE kam pünktlich, die
Wagenreihung richtig, was den Einstieg mit dem Fahrrad sehr leicht gemacht hat.
Der Platz für mein Rad war zwar trotz Reservierung und -anzeige belegt, aber
ein anderer dafür frei. Die Fahrt nach München im ICE4 war ein Traum, keine
Druckunterschiede im Tunnel, die Zeit mit Video gucken am Laptop vertrieben und
wir waren pünktlich in München Hbf. Wunderschönes Wetter, Stau auf der A9
(allerdings in Gegenrichtung). Nun also zum &lt;em&gt;EuroCity&lt;/em&gt; auf Gleis 13.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dort angekommen fuhr er auch schon ein. Eine ÖBB-Taurus Lok an der Spitze, Tür
am Wagen 88 ging nicht auf. Ich bin also mit Fahrrad und zwei Taschen in den
Wagen daneben eingestiegen und habe versucht, das Fahrrad durch den Durchgang
zu schieben. Der Fehler war, dies gleich am Anfang zu machen. Eigentlich hat
der Zug hier ja einen Bahnsteigaufenthalt von über 20 Minuten. Naja, dann kam
eine Zugbegleiterin die mir mit schlauen Tipps erklärt hat, wie ich mein
Fahrrad befestigen muss. Am Ende hat sie mir dann aber sogar geholfen, das
Aufstellen des Rades und Aufhängen ist ein ziemliches Gewurschtel, zumal die
Glasscheibe verhindert dass man den Lenker richtig drehen kann. Mein Rad ist
offenbar zu groß für das was die ÖBB sich vor 30 Jahren ausgedacht haben, als
sie diesen Waggon konstruierten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun gut, das Fahrrad hing, die Klimaanlage hat den Wagen auf eine vernünftige
Temperatur gekühlt und langsam schiebt sich das Gefährt am Alpenrand vorbei.
München Ost –­Rosenheim – Kufstein – Wörgl erstmal nach Innsbruck. Der Zug war
gut gefällt, die Aussicht traumhaft, ich vertrieb mir meine Zeit mit Podcasts,
Nachrichten schreiben und Fotografieren. In Innsbruck stiegen viele aus und
ein, in meiner Vierergruppe im Großraumabteil kamen zwei Herren mittleren
Alters die an die Adria unterwegs waren. Die beiden waren recht nett, machen
auch viele Fahrradtouren und erzählten mir vom Brennerradweg. Einer der beiden
arbeitet bei einer Firma die am Bau des Brennerbasistunnels beteiligt ist. Man
merkt langsam wie sich sich der Stier (Taurus) mühsam den Berg hochschiebt bis
zum Brenner. Immer wieder sieht man auch Ein- und Ausgänge zum Tunnel. Dort
angekommen haben wir einen Aufenthalt von rund 20 Minuten, italienisches
Militär geht durch. Nun geht's wieder abwärts und etwas schneller.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Langsam würde ich gerne ankommen, aber es dauert noch zwei Stunden bis der Zug
fast pünktlich um kurz nach 18 Uhr den Zielbahnhof Trento/Trient ansteuert.
Zeugs also ausgeladen, Aufzug gesucht (und gefunden) und ab geht's Richtung
B&amp;amp;B. Dort angekommen war ich etwas verwirrt. Es stellte sich heraus, dass das
mehr so Airbnb-Style eine Wohnung ist, keiner ist da, ich rief also die
hinterlegte Nummer an, zum Glück meldete sich dann der Inhaber und versprach in
10 Minuten da zu sein. Das hat geklappt, der Checkin war kurz und schmerzlos
und ich müde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Zimmer war ganz nett mit Balkon, ein eigenes Bad, Küchenbenutzung möglich.
Die Wohnung war erst leer, ich fuhr noch etwas in der Stadt herum und aß etwas.
Geschäfte hatten auch offen und so konnte ich bei einem &lt;em&gt;Spar&lt;/em&gt; etwas einkaufen.
Man verbringt erstaunlich viel Zeit im Urlaub mit alltäglichen Dingen: Taschen
packen und auspacken, einkaufen, Fahrrad irgendwo hinstellen und sicher
abschließen usw. Trotzdem ging ich recht früh zu Bett, ich war einfach müde.
Ich hatte so ein Doppelbett mit einer großen Decke. Zudem nicht richtig
überzogen sondern nur so ein komisches Laken auf der einen Seite. In Italien
durchaus üblich, ich find's aber etwas nervig, da ich nachts gerne mal die
Decke umdrehe – um die kalte Seite zu bekommen und anscheinend überhaupt einen
unruhigen Schlaf habe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-19_194022-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Domplatz von Trient&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Karsamstag – Fahrradtour zum Caldonazzosee&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;So richtig gut geschlafen habe ich nicht, aber so richtig schlecht auch nicht.
Frühstück gab es im Café nebenan als Gutschein. Allerdings bestand dies
lediglich aus einem Croissant und einem Cappuccino – Italien halt. Eigentlich
wollte ich um 14 Uhr an einer Stadtführung teilnehmen, das Wetter war aber
dermaßen traumhaft dass ich mir eine Tagestour auf Komoot rausgesucht habe
(&lt;a href="https://www.komoot.de/tour/63206014"&gt;Komoot – 62,5 km ↗ 890 m ↘ 880 m&lt;/a&gt;). Es
ging zum &lt;em&gt;Caldonazzosee&lt;/em&gt;. Die Fahrt war eine schöne Strecke aber steiler als
gedacht. Ich habe öfter mal Pause gemacht wenn's grad gepasst hat und so ging
der Tag dahin. Nachmittags war dann der Akku leer und keine Ladestation in der
Nähe. Ich ging dann in ein Café in so einer Art Einkaufszentrum im
Niemandsland, die haben mir auch erlaubt meinen Akku zu laden, allerdings haben
die 20 Minuten nicht gereicht. Ich war einfach zu ungeduldig. Da der Weg aber
fast nur noch nach unten ging, bin ich auch ohne Akku gut vorangekommen, für
ein kurzes Stück musste ich dann den Berg hochschieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-20_090305-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Etsch am Morgen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-20_102825-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Auf dem Weg nach oben ...&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-20_135147-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Caldonazzosee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-20_144058-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;‥ und nun von hinten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider verlor ich auf dem Weg meine Kappe, weshalb ich eine neue kaufen musste.
Am Abend bin ich dann nochmal an den Bahnhof zum Trainspotting, in Trient kann
man durchaus recht unterschiedliche Züge sehen:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;die DB-ÖBB EuroCity, mit denen ich gefahren bin&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Frecciarossa der italienischen Staatsbahn&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;.italo, ein privater italienischer Anbieter von Hochgeschwindigkeitszügen,
  neuerdings auch auf der Strecke ab Bozen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;natürlich viele Güterzüge&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Regionalzüge unterschiedlicher Bauart, sowohl moderne Triebzüge (Diesel und
  elektrisch) als auch alte Wagenzüge&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Was mich aber eigentlich interessiert hat war die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Trient–Mezzana"&gt;Schmalspurbahn nach
Mezzana&lt;/a&gt;, mit der ich
zwar noch gerne gefahren wäre, leider ging sich das aber zeitlich nicht mehr
aus. Es dauerte etwas, bis ich sie überhaupt gefunden habe, sie fährt nämlich
an einem ganz anderen Teil des Bahnhofs im Norden ab. Dazu kommt dass ich
gedanklich in Trient immer Nord mit Süd und West mit Ost verwechselt habe. Die
Orientierung hat zwar soweit geklappt dass ich eigentlich alles gefunden habe,
aber trotzdem war der Wurm drin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-20_192655-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;nein, das ist keine Schmalspurbahn sondern nur eine schlecht belichtete Dampflok&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-20_192707-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;besagte Schmalspurbahn, die eigentlich wie ein ganz normaler Diesel-Triebwagenzug aussieht, eben etwas schmäler&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Abend war ich einfach nur müde von der Tour.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Ostersonntag – Von Trient zum Gardasee&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ehrlich gesagt war es mir an diesem Tag so gar nicht direkt bewusst, dass
Ostern ist. Für mich war es einfach ein Urlaub, ohne wirklichen Bezug zu diesem
christlichen Feiertag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe die ganze Zeit hin- und herüberlegt ob ich den ersten Abschnitt über
die Seilbahn zurücklegen soll oder direkt den Berg hochradeln. Der Tag begann
jedoch mit einem kleinen Ausflug zum Technikmuseum &lt;em&gt;MuSe&lt;/em&gt;, ich wollte das Gebäude
wenigstens von außen gesehen haben:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-21_095143-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Technikmuseum MuSe in Trient&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-21_095058-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Im Vordergrund eine MC 205 Veltro, im Hintergrund eine Kunstgallerie&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die erste Seilbahn fuhr um 10:30 Uhr und dann im 30-Minuten-Takt. Nachdem
bereits zwei dicht bepackte Drahtesel dastanden und ich irgendwie mit meinem
E-Bike nicht denen die Mitnahme verderben wollte, bin ich letztlich dann direkt
aufgebrochen, nicht ohne die Kabine vorher abzulichten:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-21_103025-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Seilbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anschließend ging es relativ steil nach oben, einen beachtlichen Teil habe ich
geschoben, da mir die Steigung zu steil war zum Fahren und ich auch etwas den
Akku schonen wollte. Der Ausblick über Trient war herrlich – man hat aber auch
gemerkt, dass das Wetter langsam schlechter wird. Die "Wolken" sind aber
erstmal Saharastaub&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-21_120114-1024x350.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Panorama über Trento&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja, und nun ging es abwärts. Nach ein paar Kilometern fing meine Bremse an zu
blockieren. Nachdem ich mit der vorderen Bremse schonmal Probleme hatte und mir
ein Mechaniker gesagt hat, dass die Bremse nicht richtig schließt –
gleichzeitig der Mechaniker meines Händlers aber beteuert hat, dass er das
nicht so sieht und alles in Ordnung sei – habe ich bereits gedanklich alle
möglichen Leute verflucht und an der Qualität meines Rades gezweifelt. Bei
genauerem Hinhören stellte ich aber dann letztlich fest, dass die hintere
Bremse das Problem ist. Während ich bereits kurz davor war, die Pannenhilfe von
JobRad auszuprobieren gelang es mir dann durch Reinigung der Bremsscheibe mit
der Hand die Bremse soweit zu bringen dass sie nicht mehr blockiert.
Funktioniert hat sie weiterhin nicht, ich musste also bei der weiteren Abfahrt
peinlich darauf achten, nurmehr vorne zu bremsen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da es nach und nach flacher wurde, ging dies auch ganz gut. Wir kommen nun zum
Sarca-Radweg, wegen dem ich ja die beschwerliche Route von Norden her gefahren
bin. Zum einen ist der Radweg sehr gut ausgebaut, fast eine Radautobahn (mit
kaum Fußgängern), zum anderen ist die Landschaft wirklich sehr schön.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-21_153711-768x1024.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Sarca&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-21_160852-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wasserkraftwerk (im Vordergrund: mein Drahtesel mit nur einer funktionierenden Bremse)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittendrin habe ich nochmal eine Pause eingelegt, um das erste italienische Eis
des Jahres zu genießen – wie immer eine Kugel Vanille, man will schließlich
keine Experimente eingehen. Komoot navigierte mich problemlos zu meiner
Unterkunft, und hier dann auch der &lt;a href="https://www.komoot.de/tour/64413145"&gt;Tourenlink – 55,4 km ↗ 1050 m ↘ 1150
m&lt;/a&gt;. Es empfing mich ein älterer Herr, der
etwas verwirrt schien. Er dachte erst ich wäre zu zweit, gab mir dann das
Zimmer um danach wiederzukommen und mir zu erklären dass es eine Verwechslung
sei. Ich bekäme das andere Zimmer oben, das seine Frau aber noch fertig machen
müsse, die grad in der Kirche sei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich erklärte ihm dass ich nach einer kurzen Rast nochmal in den Ort fahren
wolle, um noch etwas zu essen und sie das dann erledigen könne. Ich fuhr nach
Riva del Garda, machte mir nun allmählich wieder Sorgen wie es mit meiner
Bremse weitergehen soll, aß etwas zu Abend in einer Pizzeria, warf noch einen
kurzen Blick auf den See und fuhr zurück zur Unterkunft, rund 3 km.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-21_190622-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Gardasee also&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Frau war ebenfalls älteren Semesters, sprach so gut englisch wie ich
italienisch (also gar nicht), war aber sehr nett und etwas organisierter als
ihr Ehegatte und hat das Schlafsofa während meiner Abwesenheit zu einem Bett
umfunktioniert. Es handelte sich um ein kleines Apartment mit Bad und Küche und
Kühlschrank im Zimmer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein kleiner Balkon war auch noch dabei. Unter mir ein junges Pärchen aus dem
Bayerischen Wald, leider kommt man durch die Tatsache dass es keinen
Aufenthaltsraum oder ein Frühstücksbuffet gibt, mit anderen Reisenden gar nicht
in Kontakt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach dem bewegten Tag schlief ich ganz gut ein. Um das Fahrrad wollte ich mich
morgen kümmern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-21_190622-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Frau war ebenfalls älteren Semesters, sprach so gut englisch wie ich
italienisch (also gar nicht), war aber sehr nett und etwas organisierter als
ihr Ehegatte und hat das Schlafsofa während meiner Abwesenheit zu einem Bett
umfunktioniert. Es handelte sich um ein kleines Apartment mit Bad und Küche und
Kühlschrank im Zimmer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein kleiner Balkon war auch noch dabei. Unter mir ein junges Pärchen aus dem
Bayerischen Wald, leider kommt man durch die Tatsache dass es keinen
Aufenthaltsraum oder ein Frühstücksbuffet gibt, mit anderen Reisenden gar nicht
in Kontakt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach dem bewegten Tag schlief ich ganz gut ein. Um das Fahrrad wollte ich mich
morgen kümmern.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Ostermontag – Über die Ponalestraße zum Legrosee&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Zunächst einmal sehen es die streng katholischen Italiener mit den Feiertagen
nicht so eng wie wir Deutschen: Supermärkte haben zumindest teilweise geöffnet.
Und so konnte ich an diesem Tag erstmal mein Frühstück im &lt;em&gt;Spar&lt;/em&gt; gegenüber
besorgen. Jetzt musste ich mich aber um mein Rad kümmern, größere Touren mit
einer Bremse wollte ich eigentlich nur sehr ungern übernehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider kannte ich den Wetterbericht der für die nächsten Tage nichts gutes
verheißen hat. Insofern war heute vielleicht der letzte schöne Tag und den
wollte ich eigentlich nutzen. Befürchtet hatte ich, dass mir der Fahrradladen
einen Termin morgen anbietet. Ich fuhr also zu einem sympathischen Laden The
Lab in Riva del Garda. Dort war ich baff. Der Mechaniker schritt sofort zur Tag
und tauschte meine Bremsbeläge. Leider erklärte er mir auch, dass die Scheiben
in Mitleidenschaft gezogen wurden und ich daher eigentlich neue bräuchte, er
hätte bloß keine hier. Die Bremse würde funktionieren aber stärker
verschleißen, daher sollte ich mir beim nächsten Mal dann auch neue Scheiben
gönnen. Mir war das erstmal egal, der Spaß kostete lediglich 15 €, und die
Bremsen taten bestens.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf den Schock brauchte ich erstmal einen Cappuccino, so richtig hatte ich für
heute ja gar keinen Plan da ich damit nicht gerechnet hatte. Schnell entschied
ich mich aber für die Ponalestraße ins Legrotal. Die Straße selbst ist in einem
wirklich erbärmlichen Zustand, eigentlich braucht man ein Mountainbike dafür.
Erschwerend kam die Vielzahl von Radfahrern und Wanderern hinzu, wodurch ich
den Weg und den schönen Ausblick gar nicht wirklich genießen konnte. Am
heftigsten blieb mir ein Rennradfahrer mit Kinderanhänger in Erinnerung – ich
hoffe sehr dass das Kind nicht an einer Gehirnerschütterung gelitten hat nach
diesem Ausflug.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-22_110446-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick von der Ponalestraße nach Norden&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-22_112244-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;... und nach Süden&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-22_112347-768x1024.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Ponalestraße selbst (hier mit guter Qualität)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach dem ersten Ausflugslokal wird's etwas ruhiger – die ganzen Fußgänger sind
eigentlich nur bis hierhin unterwegs. In der Nähe mündet die Ponale (ein Fluss)
in den Gardasee. Von dort führt auch dann eine richtige Asphaltstraße den Berg
hoch, weiter hinter ins Ponaletal und zum &lt;em&gt;Ponalesee,&lt;/em&gt; dem eigentlichen Ziel des
Ausflugs. Der Radweg ist eher was für Mountainbikes, ich bin die normale Straße
gefahren, die zwar am Anfang stark befahren ist, später aber durch parallel
verlaufende Nebenstraßen ganz gut umgangen werden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim eigentlichen See befinden sich Ausflugscafés. Dort steht ein hochwertiges
E-Bike neben dem anderen, zum ersten Mal seit langem habe ich überhaupt keine
Befürchtung, dass meines gestohlen werden könnte. An der Spitze des Sees
befindet sich auch eine Pfahlsiedlung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-22_125045-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Ponalesee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-22_133607-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Siedlung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach einigem Aufenthalt beschließe ich, den See zu umrunden, was etwas
harmloser aussieht als es ist, da der See doch größer ist als man denkt und die
Straße am Westufer ansteigt. Von "hinten" sieht der See aber fast noch besser
aus:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-22_175630-768x1024.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Arco&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Rückweg ist relativ unspektakulär, die Bremsen sind gefordert. Es zieht
langsam zu ohne jedoch zu regnen. Achso, &lt;a href="https://www.komoot.de/tour/63728794"&gt;Komoot – 39,4 km ↗ 890 m ↘ 890
m&lt;/a&gt;. Den Abend fahre ich noch nach &lt;em&gt;Arco,&lt;/em&gt;
den Besuch der Burg verschiebe ich aber auf einen anderen Tag.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Dienstag – Regen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Tja, der Wetterbericht verhieß nichts Gutes und so kam es dann auch. Es regnete
gleich am Morgen. Missmutig gelaunt fahre ich nach Riva del Garda und schieße
ein paar Fotos:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-23_093108-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Hafen von Riva del Garda mit Uhrturm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-23_094307-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wasserkraftwerk&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin dann in ein Museum, was mich aber eigentlich gar nicht interessiert
hat, zudem waren die ganzen Texte ausschließlich auf Italienisch. Nach 15
Minuten war ich wieder draußen. Immer noch mies gelaunt wegen des schlechten
Wetters beschließe ich, den Berg hoch zu einer Bastion zu laufen. Von dort hat
man immerhin einen sehr guten Ausblick auf den Ort:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-23_110340-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Riva del Garda&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-22_175630-768x1024.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Arco&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schließlich fahre ich noch rüber nach &lt;em&gt;Torbole&lt;/em&gt; – die Seglerbastion am Gardasee.
Nach kurzer Regenpause fängt es aber nachmittags an stärker zu regnen und ich
gebe mehr oder weniger auf, fahre in die Unterkunft und mache es mir mit meinem
Laptop gemütlich. Als ich den Tag abgehakt habe, wird meine Laune auch wieder
besser. :-)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist nicht so dass ich mir im Vorfeld keine Gedanken gemacht hätte, was man
bei Regen tun könnte. Aber irgendwie war nichts dabei was gepasst hätte, nach
Trient fährt man ohne Auto nicht mal ebenso, 90 € für einen Mietwagen waren mir
schlicht zu teuer, Hallenbad gab es auf der Nordseite des Sees keines und die
Museen waren uninteressant. Mag sein dass ich was übersehen habe, aber gut,
vorbei ist vorbei. Der nächste Tag sollte ja besser werden.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Mittwoch – die große Tour, die ins Wasser fällt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Wetterbericht sagt im Prinzip: Erst Regen, dann schön, am Abend potentiell
wieder Regen. Los geht's im leichten Nieselregen nun nach &lt;em&gt;Arco&lt;/em&gt; auf die Burg.
Also mit dem Rad nach Arco und von dort zu Fuß den Berg hoch. Das Wetter
erzeugt eine ganz eigenartige aber schöne Stimmung auf den Bildern:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-24_094412-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Garten vor der Burg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-24_094510-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Burg von vorne&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-24_100613-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Von der Burg aus fotografiert&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe schon beeindruckendere Burgen gesehen, die Geschichte liefert
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Burgruine_Arco"&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;. Besonders ist halt
die Lage oben am Berg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Wetter wird besser, es spitzt sogar die Sonne durch. Sodann beschließe ich,
mich aufzumachen und wie geplant das Sarca-Tal etwas weiter nach hinten zu
erkunden. Ich fahre also den Radweg wieder zurück und freue mich über die
schöne Landschaft. Übermäßig stark frequentiert ist er nicht, aber alleine bin
ich auch nicht. Um den Akku zu schonen fahre ich im Eco-Modus was erst
ungewohnt ist, etwas anstrengender, aber man gewöhnt sich recht schnell daran.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und dann komme ich an den Punkt wo der Radweg nach links abbiegt ins Sarca-Tal
während ich am Hinweg von der Gegenrichtung vom Berg runter kam. Ich bin nun
wirklich hingerissen, das was sich vor meinen Augen abspielt ist einfach nur
spektakulär:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-24_134625-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Radweg, der aussieht wie eine Autobahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-24_142655-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Schlucht in seiner vollen Größe, links die Straße (der Radweg ist nicht durchgängig)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-24_140314.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausnahmsweise mal ein Selfie&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Geplant hatte ich eigentlich, an einem gewissen Punkt umzukehren. Ich war dann
aber so begeistert dass ich weiter wollte, den Ringschluss zum &lt;em&gt;Tennosee&lt;/em&gt; wagen.
Mittendrin war dann so eine Art Kurpark wo ich mich etwas ausruhte, nach einer
halben Stunde dann aber geistesgegenwärtig das Regenradar ansah, das nichts
Gutes verhieß.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach einiger Zeit ging dann trotz teilweise Eco-Modus der Akku langsam zur
Neige. Da ich keine Lust hatte, am Schluss gegen die Lager des Antriebs zu
fahren nutzte ich das plötzlich vor mir erscheinende Angebot in Form einer
Ladesäule und füllte meinen eigenen Energiespeicher mit einem Latte macchiato
in einem Restaurant gegenüber. Es regnete leicht, und laut Regenradar wurde das
was Längeres. Insofern brach ich auf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-24_172146-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Besagter Tennosee&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider wurde es nun richtig nass, die Straße wurde recht steil und es ging
terpentinenartig schier ewig den Berg ab. Das ist dann der Punkt wo ich einfach
nur funktionierte ohne nachzudenken, im Kopf mein Bett und die heiße Dusche,
die ich mir sofort gönnen würde wenn ich die Unterkunft erreiche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-24_173617-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wie schön könnte dieses Foto sein, wenn nicht alles im Regen wäre&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Zusammenfassung liefert wieder &lt;a href="https://www.komoot.de/tour/64085003"&gt;Komoot 65,9 km ↗ 950 m ↘ 1010 m&lt;/a&gt;. Tja,
irgendwie war es die geilste Fahrradtour meines Lebens, leider doch deutlich
getrübt durch den starken Regen. Meine Jeans (ich weiß, als echter Radler fährt
man nicht mit Jeans) hat zwei Tage zum Trocknen gebraucht. :-)&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Donnerstag – auf nach Roveretto&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Tja, der Donnerstag soll der wettermäßig schönste Tag der Woche werden und
startet sogleich mit Sonnenschein, wenn auch etwas frisch. Wehmütig breche ich
auf, irgendwie habe ich mich in meinem kleinen Apartment wohlgefühlt. Daher
schieße ich nochmal ein Foto der Unterkunft:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/19-04-25-08-25-12-7102-1024x769.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;„Residence Gemma“, mein Domizil für die letzten vier Tage&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/19-04-25-08-25-15-7103-1024x769.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die nebenstehende Kirche San Tomaso war mir vor allem wichtig als Zielpunkt für Komoot&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vorbei am Gardasee mache ich bei Torbole noch einmal ein Panorama:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gleich nach Torbole folgt erst ein steiler Anstieg, der aber auch einen schönen
Blick auf das Tal ermöglicht:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/19-04-25-10-09-23-7110-1024x769.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick nach der Auffahrt von Torbole nach Nordwesten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Rest des Radweges verläuft relativ ebenerdig und so erreiche ich um die
Mittagszeit dann auch die Etsch und Roveretto.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/19-04-25-11-23-52-7115-1024x769.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Etsch&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittags mache ich am neu renovierten Bahnhof Pause, um schonmal die Lage für
die Abreise zu erkunden. Eigentlich ein kleiner Bahnhof und ein kleiner Ort,
der Umstand dass hier alle Fernzüge (und in Deutschland beklagt man sich von
wegen ICE und Milchkanne) halten ist wohl evtl. auch der Tatsache geschuldet
dass man hier per Bus am einfachsten zum Nordufer des Gardasees gelangt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ganz nebenbei sei erwähnt dass es von Roveretto aus tatsächlich schonmal eine
Schmalspurbahn (Bosnische Spurweite) zum Gardasee nach Arco und Riva del Garda
gab. Details sind auf &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lokalbahn_Mori–Arco–Riva"&gt;Wikipedia – Lokalbahn
Mori–Arco–Riva&lt;/a&gt; zu
finden. Leider wurde der Betrieb noch 1936 eingestellt. Der Radweg, den ich
entlangfuhr, liegt zum Teil auf der ehemaligen Trasse eben jener Bahn. Das
ehemalige Bahnhofsgebäude in Arco ist relativ klar als solches erkennbar.
Witzigerweise hätte diese Bahn direkt vor meiner Unterkunft am Haltepunkt San
Tomaso gehalten. Schade eigentlich. ;-)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von der Eisenbahngeschichte der K.u.K.-Monarchie zurück in die Gegenwart.
Irgendwie war ich an diesem Tag ziemlich planlos unterwegs, und so schaffe ich
durch ein paar Irrwege meine rund 20 km lange Anreise auf über das Doppelte
auszubauen bis ich schließlich die Unterkunft am Nachmittag gegen 14 Uhr
erreiche. Was das Suchen von Adressen betrifft ist Komoot deutlich schlechter
als Google Maps, dafür beherrscht Google in Italien überhaupt keine
Fahrradnavigation und schickt einen direkt über die Autobahn.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein B&amp;amp;B &lt;a href="https://www.casadelnoce.it"&gt;Casa del Noce&lt;/a&gt; liegt nicht direkt in
Roveretto sondern in einem Ort namens Villa Lagarina direkt an der
Brennerautobahn (und am Etschradweg). Die Besitzerin ist sehr nett,
Fahrradabstellmöglichkeiten sind vorhanden. Das Zimmer selbst hat einen
ebenerdigen Eingang direkt vom Innenhof. Komisch finde ich, dass es nun schon
das zweite Mal in Italien ist, dass ich ein Doppelbett mit einer großen Decke
bekomme. Für Liebespaare mag dies ja ganz nett sein, aber wenn man mit einer
anderen Person verreist möchte ich eigentlich nicht unter einer großen Decke
schlafen. Nun gut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Abend laufe ich noch durch den Ort, schaue in die Burg und ins Burgmuseum
hoch und es beginnt – der geneigte Leser ahnt es bereits – zu regnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-25_163701-768x1024.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Innenstadt von Roveretto&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-25_163713-768x1024.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-25_164134-768x1024.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-25_165732-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Burg in Roveretto&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So richtig warm werde ich mit Roveretto und den engen Gassen irgendwie nicht.
Da gefiel mir Trento deutlich besser. Stadtführung hätte es am Samstag um 14
Uhr gegeben, die hätte mich dann tatsächlich interessiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem ich nun für den nächsten Tag mit Regen rechnen muss, begann ich, einen Plan B auszuarbeiten:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Kriegsmuseum in der Burg&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Fahrt nach Trento (evtl. mit dem .italo)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Besuch des Technikmuseums&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Fahrt mit der Schmalspurbahn&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Mit diesem Programm konnte ich nun gut einschlafen und freute mich auf den nächsten Tag.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Freitag – Regen, oder nicht?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich fuhr also die drei Kilometer nach Rovereto und wollte mir eben jenes
Kriegsmuseum anschauen, das aber aktuell nicht geöffnet hatte wegen
Bauarbeiten. So ungefähr, das Personal im Museum konnte kein Wort englisch und
deutsch (was mir schon etwas ein Rätsel ist, normalerweise arbeiten doch dort
relativ gebildete Leute mit Abitur, da sollte man doch zumindest
Grundkenntnisse in der englischen Sprache haben?).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Missmutig verließ ich die Burg und wollte dem Wetter eine Chance geben und mit
dem Rad hoch zur Gefallenenglocke fahren, die mich interessiert. Das ganze
Gebiet um Roveretto war ziemlich stark vom ersten Weltkrieg in Mitleidenschaft
gezogen, in diesem Gebiet verlief die Grenze zwischen Italien und Deutschland.
Was viele nicht im Kopf haben: Im WKI kämpfte Italien an der Seite von
Frankreich und England, also gegen Österreich-Ungarn. Der Artikel Gebirgskrieg
1915–1918 liefert einen ganz guten Überblick, an der Karte des Frontverlaufs
erkennt man ganz gut dass die Front genau zwischen dem Gardasee und Roveretto
lag. Letztlich war dieser Krieg dann ja auch die Ursache dass Italien Südtirol
und weitere Gebiete trotz der dort ansässigen mehrheitlich deutschen
Bevölkerung bekam, was ja bis heute Auswirkungen hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-26_094830-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Gefallenenglocke&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-26_094534-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Flaggengalerie auf dem Weg zur Gefallenenglocke&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Glocke läutet immer am Abend. Die Bauwerke rund um die Glocke haben für
mich eher den Charme des Kommunismus der 70er Jahre, ich habe schon gelungenere
Gedenkstätten gesehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Wetter am Freitag weiß nicht was es will, so richtig regnen will es nicht,
so richtig stabil trocken will es auch nicht sein. Spontan beschließe ich, doch
den Etschradweg bis Verona zu fahren, soweit ich eben komme, und dann mit dem
Zug zurück. So richtig weit wird's nicht, in Serravalle breche ich die Fahrt
wegen Regens ab. Am Bahnhof treffe ich zwei nette Radler aus Freising, auch mit
E-Bike unterwegs, sie kamen von der Toskana und fahren am Samstag ebenfalls mit
dem Zug zurück.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-26_125626-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnhof in Serravalle&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-26_125629-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Moderner italienischer Triebwagen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die neuen italienischen Triebwagen gefallen mir irgendwie, einfach die bunt
fröhliche Farbgebung. In meiner Richtung verkehrt dann aber ein alter
italienischer Wagenzug mit sehr beschwerlichem Einsteig – im Nachhinein habe
ich gesehen dass es im Steuerwagen Fahrradplätze gibt und die Türen dort größer
gewesen wären. Die Fahrradkarte Nahverkehr kostet in Italien übrigens 3,50 €,
auf der kurzen Distanz war mein Rad damit teurer als ich mit 3,20 €. Zwei
Stationen später in Roveretto ist meine Fahrt zu Ende, erstmal Mittagessen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich fahre in das B&amp;amp;B, schaue noch zwei Folgen meiner Serie und am späten
Nachmittag zeichnet sich schönes Wetter ab. Ein gelungener Abschluss dachte
ich, auf zum nahe gelegenen &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Castel_Beseno"&gt;Castel Beseno&lt;/a&gt;!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-26_164927-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hoch am Berg: Castel Beseno&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf dem Foto schaut das alles so niedlich aus, tatsächlich stand am Fuße des
Bergs was von einer Stunde Aufstieg. Ich fahre die Straße mit dem Fahrrad hoch,
ca. 8 % Steigung ist man ja mittlerweile gewohnt. Oben gehe ich dann zu Fuß auf
den Burgberg. Die Burg hat leider schon zu, aber was viel schlimmer ist, ein
Gewitter zieht auf. Fuck.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-26_172107-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Burg von der anderen Seite&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei Blitz, Donner und strömendem Regen will ich nicht den Berg runterfahren,
das war mir zu gefährlich. Das Regenradar verrät mir, dass man es diesmal
aussitzen kann und so warte ich ungefähr eine Stunde im Eingangsbereich von ein
paar Wohnhäusern in der Nähe, fahre anschließend bei Sonnenschein nach Hause
und genieße die frische Luft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-26_190331-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Etschradweg kurz nach dem Regen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Samstag – es geht wieder heim&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Hatte ich schon das gute Frühstück erwähnt? In dieser Pension mit der netten
Wirtin (die natürlich kein ... spricht) gab es ein wirklich hervorragendes
Frühstück mit Säften, Cappuccino, frisch gekochten Eiern, Schinken, Käse, Brot
und allem was das Herz begehrt. Schon deutlich angenehmer als aus dem
Supermarkt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem es für diesen Tag so superschönes Wetter geben sollte, hatte ich
beschlossen, noch die 20 km nach Trient zu radeln und erst dort in den Zug zu
steigen. Um 10:01 Uhr sollte es losgehen, insofern hatte ich genug Zeit wenn
ich gleich nach 8 Uhr losfuhr. Die Taschen waren schon gepackt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-27_072403-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Passenderweise hatte ich das Bike-Zimmer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-26_191403-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Casa del Noce von außen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es war sonnig, es war überraschen frisch und ich hatte Gegenwind. Dennoch eine
schöne Stimmung und ein schöner Abschluss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_04_gardasee/2019-04-27_082051-1024x768.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Etschradweg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Trient war erstmal der Fahrstuhl kaputt. Dann kam der Zug mit 20 Minuten
Verspätung. Der italienische Schaffner wollte mich dann erst nicht einsteigen
lassen und meine Reservierung für das Fahrrad sehen (die ich natürlich auch
nicht grad zur Hand hatte), meinte ich solle das Rad wieder rausheben und am
anderen Ende wieder rein. Ja genau, dass der Zug dann zwischendrin abfährt?! Er
ließ sich aber drauf ein dass ich das Fahrrad innen durchschiebe, was natürlich
problemlos ging (ich habe mein Fahrrad auch schon durch einen Regionalzug
geschoben, das geht, manche Koffer sind unten breiter!).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider stand jetzt auf meinem Fahrradstellplatz ein Kinderwagen. Die Besitzerin
des Kinderwagens ließ sich erst nicht ausfindig machen, erst vier Wagen weiter
konnte ich sie mit Hilfe eines anderen Zugbegleiters finden. Der kam doch dann
auf die grandiose Idee dass ich mein Fahrrad nach hinten bringen könne, erst
als ich etwas lautstark meinte dass erstens mein Fahrrad schwerer ist als der
Kinderwagen und zweitens schließlich ich den Platz reserviert habe und nicht
der Kinderwagen ließ er sich von dem Gedankengang abbringen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach 15 Minuten war alles erledigt und ich konnte meinen Sitzplatz einnehmen.
In Bozen stiegen dann sehr viele Leute ein, es war gestopft voll. Die
Verspätung hat sich nun auf knapp 30 Minuten erhöht was in mir keine
Entspannung aufkommen ließ, schließlich musste ich in München in meinen
Anschlusszug. Ein Zug später ist so eine Sache, nicht alle ICEs nehmen Räder
mit und die, die welche mitnehmen, können ja auch ausgebucht sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Glück entspannte sich die Lage dann ab dem Brenner wieder und die
Verspätung konnte abgebaut werden, in München waren es nur noch knapp 15
Minuten und der Umstieg in den ICE gelang ohne Probleme. Letzterer war dann
auch nicht so voll, das Verladen des Rades ein Kinderspiel und so erreichte ich
gegen 16 Uhr Nürnberg Hbf und um kurz vor halb fünf dann Fürth Hbf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich war an diesem Tag fix und fertig und freute mich auf den freien Sonntag,
den ich mir extra noch zum Entspannen reserviert hatte. An diesem Tag kam auch
der Großteil dieses Berichts zustande.&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="fahrrad"/></entry><entry><title>Neue Wetterstation</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2019-01-wetterstation.html" rel="alternate"/><published>2019-01-01T00:00:00+01:00</published><updated>2019-01-01T00:00:00+01:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2019-01-01:/pelican/2019-01-wetterstation.html</id><summary type="html">&lt;h2&gt;Motivation&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nach fast 10 Jahren ging meine alte Wetterstation ­ eine ELV USB-WDE01 mit
Kombisensor KS200 ­ kaputt. Eigentlich ging sie noch, allerdings hat die
Windmessung nicht mehr funktioniert und ich wüsste nicht wie ich das hätte
reparieren können. Insofern habe ich mich nach einem Ersatz umgesehen und wurde
bei Pearl fündig ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;h2&gt;Motivation&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nach fast 10 Jahren ging meine alte Wetterstation ­ eine ELV USB-WDE01 mit
Kombisensor KS200 ­ kaputt. Eigentlich ging sie noch, allerdings hat die
Windmessung nicht mehr funktioniert und ich wüsste nicht wie ich das hätte
reparieren können. Insofern habe ich mich nach einem Ersatz umgesehen und wurde
bei Pearl fündig. Eine &lt;a href="https://www.pearl.de/a-PX1117-3041.shtml"&gt;FreeTec
PX1117&lt;/a&gt; sollte es werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich verwende ja eine Seagate Dockstar um die Daten zu speichern und ins
Internet zu übertragen. Zum Einsatz kommt eine selbst geschriebene Software
&lt;a href="https://github.com/bwalle/vetero"&gt;Vetero&lt;/a&gt;. Dies sollte auch so bleiben, ich
bin einfach flexibler wie mit „fertigen“ WLAN-Stationen mit Cloud-Anbindung,
die doch sehr von der Unterstützung des Herstellers abhängig sind. Mal davon
abgesehen läuft mein WLAN nachts nicht und das soll auch so bleiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Insofern kam es mir durchaus gelegen, dass diese FreeTec-Station eine ganz
normale USB-Anbindung hat.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Hardware&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_01_wetterstation/IMG_6319-1-768x1024.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;So schaut die fertig aufgebaute Station auf meinem Balkon aus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2019_01_wetterstation/IMG_6319.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und so innen (die Beleuchtung geht nach einiger Zeit aus)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Vor- und Nachteile&lt;/h2&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Das USB-Protokoll ist bei der ELV dokumentiert.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die FreeTec hat eine Windrichtungsmessung.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Von der Hardware macht die ELV einen robusteren Eindruck, vor allem gefällt
  mir der Kabelsalat bei der FreeTec nicht wirklich.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Das Display bei der FreeTec hat einen Touchscreen (zwar nicht kapazitiv aber immerhin).&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die FreeTec ist mit 99 € sehr günstig.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Nachdem die FreeTec-Station mit 99 € doch sehr günstig ist will ich mal nicht
meckern. Wirklich gestört hat mich nur das nicht dokumentierte USB-Protokoll.
Alternativ hätte man auch den Quellcode der Software mitliefern können. Warum
die Hersteller hier immer noch auf Closed Source setzten ist mir ein Rätsel,
schließlich wird ja nur an der Hardware verdient.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;USB-Anbindung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wie bereits erwähnt ist das Protokoll proprietär. Zum Glück gab es bereits vor
mir findige Bastler, die sich des Protokolls angenommen haben. Das
Python-Skript auf
&lt;a href="https://github.com/shaneHowearth/Dream-Link-WH1080-Weather-Station"&gt;GitHub&lt;/a&gt;
hat bei mir auf Anhieb funktioniert und ich konnte es in C++ in Vetero
integrieren.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Aufbau und Anbindung der neuen Wetterstation haben mich knapp zwei Tage
gekostet, bis jetzt läuft alles stabil. Die aktuellen Daten gibt's auf
&lt;a href="http://vetero.bwalle.de"&gt;vetero.bwalle.de&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</content><category term="Computer"/><category term="computer"/><category term="wetterstation"/></entry><entry><title>Bildlauftasten im Terminal von Mac OS vernünftig verwenden</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2018-03-macos-terminal.html" rel="alternate"/><published>2018-01-03T00:00:00+01:00</published><updated>2018-01-03T00:00:00+01:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2018-01-03:/pelican/2018-03-macos-terminal.html</id><summary type="html">&lt;p&gt;Ich hatte früher unter Mac OS immer &lt;em&gt;iTerm&lt;/em&gt; verwendet, da mir einige Funktionen
im mitgelieferten Terminal gefehlt haben. Mittlerweile ist es aber eher anders
herum: &lt;em&gt;iTerm&lt;/em&gt; bekommt immer mehr Funktionalität, am besten soll man sich noch
Erweiterungen für die Shell installieren (wenn man viel auf anderen Rechnern
per SSH arbeitet ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;p&gt;Ich hatte früher unter Mac OS immer &lt;em&gt;iTerm&lt;/em&gt; verwendet, da mir einige Funktionen
im mitgelieferten Terminal gefehlt haben. Mittlerweile ist es aber eher anders
herum: &lt;em&gt;iTerm&lt;/em&gt; bekommt immer mehr Funktionalität, am besten soll man sich noch
Erweiterungen für die Shell installieren (wenn man viel auf anderen Rechnern
per SSH arbeitet eher unpraktikabel) und &lt;em&gt;Terminal&lt;/em&gt; hat ein paar Funktionen
spendiert bekommen, so dass ich jetzt auf die mitgelieferte Variante gewechselt
habe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Allerdings gefällt man das Verhalten der Bildlauftasten nicht, da diese direkt
scrollen ohne an die Shell weitergegeben zu werden. Ich persönlich habe meine
ZSH so konfiguriert dass in den Befehlen geblättert wird, so wie in der
SUSE-Standardkonfiguration der Bash seit jeher vorkonfiguriert. Zum Scrollen
verwende ich dann die Umschalttaste und die Bildlauftasten. Letztlich arbeite
ich viel unter Linux und will dass die Bildlauftasten sowie Pos1/Ende genauso
funktionieren wie am PC.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man  kann man hierfür die Tastaturbefehle anpassen. Dazu wählt man &lt;em&gt;Terminal&lt;/em&gt; →
&lt;em&gt;Einstellungen&lt;/em&gt; → &lt;em&gt;Profile&lt;/em&gt; → &lt;em&gt;Tastatur&lt;/em&gt;  und fügt die in der Tabelle dargestellten
Einträge hinzu. Zu beachten: Die Sequenz &lt;code&gt;\033&lt;/code&gt; erzeugt man über die
Escape-Taste.&lt;/p&gt;
&lt;table&gt;
&lt;thead&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;th&gt;Taste&lt;/th&gt;
&lt;th&gt;Sondertasten&lt;/th&gt;
&lt;th&gt;Aktion&lt;/th&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;/thead&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;↖ Start&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;Ohne&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;Text senden: &lt;code&gt;\033[H&lt;/code&gt;&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;↘ Ende&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;Ohne&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;Text senden: &lt;code&gt;\033[F&lt;/code&gt;&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;⇞ Seite nach oben&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;Ohne&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;Text senden: &lt;code&gt;\033[5~&lt;/code&gt;&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;⇟ Seite nach unten&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;Ohne&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;Text senden: &lt;code&gt;\033[6~&lt;/code&gt;&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;⇞ Seite nach oben&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;⇧ Umschalttaste&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;Seite nach oben&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;⇟ Seite nach unten&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;⇧ Umschalttaste&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;Seite nach unten&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;</content><category term="Computer"/><category term="computer"/><category term="apple"/></entry><entry><title>Israel</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2017-03-israel.html" rel="alternate"/><published>2017-04-15T00:00:00+02:00</published><updated>2017-04-15T00:00:00+02:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2017-04-15:/pelican/2017-03-israel.html</id><summary type="html">&lt;h2&gt;Vorwort&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Warum eigentlich Israel? Eigentlich kam mir die Idee in einem Gespräch mit einer
Reisenden in der Montenegro-Tour auf meinem
&lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2016-10-balkan.html"&gt;Balkan-Trip&lt;/a&gt;. Viele archäologische Stätten, viele
Sehenswürdigkeiten, mildes Klima im Winter, europäische Kultur, klingt
eigentlich gar nicht verkehrt.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Dienstag und Mittwoch: Anreise&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Mein Flug startet von Berlin. Etwas ungewöhnlich, letztlich hat ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;h2&gt;Vorwort&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Warum eigentlich Israel? Eigentlich kam mir die Idee in einem Gespräch mit einer
Reisenden in der Montenegro-Tour auf meinem
&lt;a href="https://www.cycletux.de/pelican/2016-10-balkan.html"&gt;Balkan-Trip&lt;/a&gt;. Viele archäologische Stätten, viele
Sehenswürdigkeiten, mildes Klima im Winter, europäische Kultur, klingt
eigentlich gar nicht verkehrt.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Dienstag und Mittwoch: Anreise&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Mein Flug startet von Berlin. Etwas ungewöhnlich, letztlich hat sich das so
ergeben weil ich einen Flug gesucht habe, welcher nicht zur Unzeit stattfindet
(also idealerweise nach 10 Uhr) und ohne Zwischenlandung ist. Günstig war dann
auch noch ein Kriterium. Die Billigmarke der israelischen Airline &lt;em&gt;El Al&lt;/em&gt; mit
dem Namen FlyUp wurde es dann. Bei 170 € für Hin- und Rückflug kann man nicht
meckern, allerdings ohne Gepäck.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich fuhr also um 17 Uhr direkt von der Arbeit aus nach Berlin und war um 23 Uhr
dann schließlich im Bett. Eine Bahnfahrt nach Berlin zieht sich, aber zum Glück
geht es nächstes Jahr dann in drei statt fünfeinhalb Stunden. Trotzdem, ich
würde nicht mehr direkt von der Arbeit aus in den Urlaub fliegen. Zu stressig
alles, ein Tag Zwischenpuffer muss einfach sein um sich zu akklimatisieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um kurz nach 9 Uhr war ich am Flughafen Berlin-Schönefeld, der Flug sollte um
13 Uhr starten. Laut Buchung um 12 Uhr, aber das hat sich verschoben. Die
letzten beiden Tage wurde in Berlin gestreikt, deshalb fielen viele Flüge aus.
Auch ich war mir noch nicht sicher,ob der Flug stattfindet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Spektakulärer waren die Kontrollen. Da der Flug von El Al durchgeführt wurde,
ist das alles sehr speziell. El Al gilt als die sicherste Fluggesellschaft der
Welt. Schnell geht’s da nur mit einem israelischen Pass. Man wird erstmal beim
Checkin von israelischen Mitarbeiter (auf Englisch, aber es sind auch ein paar
Leute dort die deutsch sprechen) befragt, wohin warum wozu usw. Wenn man Pech
hat wird man dann rausgewunken und das Handgepäck wird genauestens untersucht.
Dafür durfte ich mein Handgepäck aufgeben, weil der Flug so voll war, und das
Gewicht von 8 kg (das ich überschritten hatte) wiederum hat überhaupt keinen
interessiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Gepäckkontrolle wiederum lief so ab: Man saß in der Reihe wie beim Doktor
und musste dann irgendwann in ein Kämmerchen rein. Dort wurde einem das
Handgepäck (in meinem Fall eigentlich nur noch ein kleiner Rucksack mit einem
Buch, Ladegerät und ein paar Kleinigkeiten) abgenommen. Dummerweise handelte
das Buch Emoticon vom Nahost-Konflikt und ich dachte schon dass ich damit als
Verdächtig gelte. Man sitzt hinter einem Vorhang. Gesehen habe ich nur dass der
Kontrolleur ständig einen Streifen in eine Maschine geführt hat die dann
gepiept hat. Meine Vermutung ist dass dabei auf Sprengstoff geprüft wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein Mobiltelefon wurde mir nicht abgenommen, ich musste es auch nicht
entsperren, keine Fotos zeigen und mein nicht-vorhandener Facebook-Account war
auch kein Thema. Alles in allem insofern okay. Die Leute, die das gleiche
Prozedere durchmachen mussten, waren tendenziell eher jung, eher männlich, eher
alleine unterwegs. Die Bartlänge oder Hautfarbe hat aber keine Rolle gespielt,
ich glaube wer muslimischen Glaubens ist fliegt eh nicht mit El Al.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alles in allem startete der Flug dann pünktlich. Fensterplatz hatte ich keinen.
Angenehm fand ich das Fliegen auch nicht. Es war mein bisher längster Flug.
Nicht dass ich Flugangst hätte, aber zu viele Leute auf zu engem Raum bei zu
viel Lärm sind einfach nicht mein Ding.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Endlich in Tel Aviv angekommen stand ich also Schlange am Einreiseschalter. Das
ging überraschend schnell und nach ein paar Fragen hatte ich das Touristenvisum
im Pass. Das Ganze ist ein Einlegeblatt (damit der Pass nicht für arabische
Länder „kaputt“ ist). Aus Angst, dass das Blatt rausfällt habe ich es in meinen
Geldbeutel getan, ein Umstand welcher später noch Bedeutung erlangen wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ursprünglich wollte ich mit der Bahn nach Jerusalem. Aufgrund ungünstiger
Fahrzeiten und der Tatsache, dass es eh dunkel war entschied ich mich dann aber
doch für den direkten und schnelleren Bus. Ich übernachtete im &lt;em&gt;Abraham Hostel,&lt;/em&gt;
das ich mir vor allem wegen der angebotenen Touren ausgesucht hatte.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Donnerstag: Heilige Stätten in Jerusalem&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Diesen Tag stand die Besichtigung von Jerusalem auf dem Programm: Ich hatte mir
die &lt;a href="https://www.neweuropetours.eu/sandemans-tours/jerusalem/jerusalem-holy-city-tour/"&gt;Holy City
Tour&lt;/a&gt;
ausgesucht. Los ging’s am &lt;em&gt;Jaffa Gate&lt;/em&gt; und von dorthin zur &lt;em&gt;Klagemauer.&lt;/em&gt; Bevor
man in den Bereich eintreten darf, fanden Sicherheitskontrollen statt. Direkt
an der Klagemauer braucht man auch eine Kopfbedeckung. Praktischerweise liegen
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kippa"&gt;Kippot&lt;/a&gt; (plural von Kippa) bereit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2142.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Klagemauer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die nächste Station war dann das „Innere“ des
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tempelberg"&gt;Tempelbergs&lt;/a&gt;. Es gibt für
Nicht-Muslime relativ strikte
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tempelberg#Zutritt_und_Zutrittsbeschr.C3.A4nkungen"&gt;Zutrittsbeschränkungen&lt;/a&gt;.
Dort angelangt kann man ungestört den berühmten &lt;em&gt;Felsendom&lt;/em&gt; fotografieren:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2173.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Felsendom&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die folgende Station war dann die &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Via_Dolorosa"&gt;Via
Dolorosa&lt;/a&gt; – der Leidensweg Jesu. Am
Ende die frisch renovierte &lt;em&gt;Grabeskirche.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Stadtführung endete am Berg Zion mit dem &lt;em&gt;Davidsgrab&lt;/em&gt; und der &lt;em&gt;Dormitio-Abtei&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2208.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dormitio-Abtei&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Wetter war im Übrigen relativ kühl und windig aber trotzdem sonnig genug um
einen leichten Sonnenbrand im Gesicht zu bekommen. Jerusalem liegt ca. 800 m
über dem Meeresspiegel.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Freitag: Holocaust-Museum und Ölberg&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Beim Aufstehen merke ich die ersten Anzeichen einer Erkältung, ich ignoriere
sie noch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An diesem Freitag findet in Jerusalem ein Marathon statt. Die ganze Stadt ist
ausgebucht, Menschen von der ganzen Welt kommen extra wegen diesem Marathon in
die Stadt. Relevant ist das vor allem weil an diesem Tag die Straßenbahn nicht
fährt oder nur teilweise fährt. Die Linie auf den &lt;em&gt;Herzlberg&lt;/em&gt; fährt erst ab dem
ZOB.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Holocaust-Museum &lt;em&gt;Yad Vashem&lt;/em&gt; befindet sich etwas unter dem Herzlberg. Oben
ist noch das Herzl-Museum. Der Eintritt ist kostenlos, der Audioguide – auch
auf deutsch, was bei dieser „Veranstaltung“ ja (leider) ein Vorteil ist weil
die ganzen O-Töne nicht übersetzt werden müssen – kostet 5 €.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So im Nachhinein muss ich sagen: Das Museum ist gut gemacht, aber wirklich viel
neues erfährt man als Deutscher eigentlich nicht. Wir hatten das Thema im
Geschichtsunterricht ausführlich behandelt. Das einzige was ich eigentlich erst
in meiner Kopenhagen-Stadtführung gelernt habe was hier auch wieder
thematisiert wurde war die Rettung der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rettung_der_dänischen_Juden"&gt;dänischen
Juden&lt;/a&gt;. Auch die
Rolle der christlichen Kirchen schockiert immer wieder. Ja, es gab Widerstand
Einzelner, aber eben keinen organisierten Widerstand der Kirche als Ganzes.
Vielmehr haben die christlichen Kirchen über Jahrhunderte eben auch die
Grundlage für den latenten Antisemitismus in Europa gelegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das alles ist über 70 Jahre her, trotzdem, man fragt sich warum es ausgerechnet
die Deutschen waren. Die schlechte wirtschaftliche Lage gab es auch in
Frankreich oder England, den Antisemitismus in ganz Europa. Völkermorde gab es
auch in anderen Ländern, aber diese „perfekte“ Organisation bis hin zur
wirtschaftlichen Verwertung (etwa der Haare oder für medizinische Forschung)
ist dann doch relativ einmalig. Ich denke dass die Deutschen bis heute etwas
anfällig für Befehl und Gehorsam, für Vorschriften und für ein gewisses
Denunziantentum sind. Auch die Stasi war besser organisiert und tiefer in der
Bevölkerung verankert als die Geheimdienste in den meisten anderen
osteuropäischen Satellitenstaaten der UdSSR; die Securitate nehme ich jetzt mal
davon aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2222.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was aber vermutlich auch einmalig ist, ist die Aufarbeitung dessen. Vermutlich
auch deshalb wird man heute eben nicht schief angeschaut, als Deutscher in
Israel zu sein. Andere
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Völkermord_an_den_Armeniern#Bewertung_in_der_T.C3.BCrkei"&gt;Länder&lt;/a&gt;,
deren Verbrechen teilweise noch länger zurückliegen, schweigen ihre
Vergangenheit lieber tot.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die architektonische Idee, den Berg zu „durchbrechen“ ist übrigens die gleiche
wie in Nürnberg beim Doku-Zentrum auf dem Reichsparteitagsgelände. Es war aber
nicht der gleiche Architekt am Werk, ich habe extra nachgeschaut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erfreulicher war dann die &lt;a href="https://www.neweuropetours.eu/sandemans-tours/jerusalem/jerusalem-mount-of-olives-tour/"&gt;Stadtführung auf den
Ölberg&lt;/a&gt;
am Nachmittag. Etwas schade finde ich es, dass solche Touren oftmals nicht von
Einheimischen sondern von Einwanderern (in diesem Fall ein Amerikaner) gehalten
werden. Inhaltlich macht das zwar keinen großen Unterschied, aber ein Israeli
wäre dann einen Tick authentischer gewesen. Davon abgesehen mag ich den
texanischen Akzent nicht.  ;-)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ölberg_(Jerusalem)"&gt;Ölberg&lt;/a&gt; heißt in den
meisten anderen Sprachen Olivenberg, ich vermute dass der deutsche Name aus der
Bibelübersetzung stammt. Interessant ist die naturgemäß unterschiedliche
Bedeutung in den verschiedenen Religionen. Im Judentum wird der Messias über
den Ölberg nach Jerusalem einziehen, deshalb befindet sich am Fuße des Ölbergs
auch der jüdische Friedhof.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2255.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Paternosterkirche&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Paternosterkirche findet man das „Vater Unser“ in allen möglichen
Sprachen. Die deutsche Version habe ich irgendwie nicht fotografiert, dafür
aber die lateinische.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2240-e1491117336261.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Pater noster&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alleine schon der Ausblick auf den Tempelberg ist ein Grund, den Ölberg zu
besuchen:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2263.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Jüdischer Friedhof mit dem Tempelberg und Felsendom im Hintergrund&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Juden verwenden keinen Blumenschmuck bei ihren Gräbern. Stattdessen legt
man einen Stein nieder. Ein jüdischer Friedhof diente im Übrigen auch als
Vorlage für die Holocaust-Gedenkstätte in Berlin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2271.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Maria-Magdalena-Kirche (russisch-orthodox)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Ölberg wurde vor dem Sechstagekrieg noch von Jordanien verwaltet. Auch die
Grenze zu Ostjerusalem, die während der Führung am Vortag überschritten wurde,
nimmt man nicht wahr – alles israelisch.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Samstag: Westjordanland&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Spätestens heute wird’s politisch: Ich begab mich auf eine &lt;a href="https://www.abrahamtours.com"&gt;Tour durchs
Westjordanland&lt;/a&gt;. Teilnehmen darf man nur wenn man
einen ausländischen Pass hat, schon absurd das Ganze. Der Guide ist selbst
Palästinenser (allerdings christlichen Glaubens) und darf erst außerhalb von
Jerusalem zusteigen. Nur der Busfahrer hat als Bürger Jerusalems einen
Sonderstatus und darf sich in beiden Gebieten aufhalten. Da heute Samstag ist,
also Sabbat, finden aber so gut wie keine Kontrollen statt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch so ein Phänomen: Speziell im orthodoxen Jerusalem steht das Leben am
Sabbat. Die Straßen sind leer, landesweit fahren keine Busse und Bahnen.
Lediglich Sammeltaxis gibt es, die zwar teurer sind als Busse, im Vergleich zu
Transportpreisen in Europa aber immer noch günstig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Überhaupt empfand ich das ganze Transportwesen in Israel als sehr angenehm: Das
Bussystem ist staatlich organisiert, leider sehr wenig Bahnstrecken (was sich
aber gerade ändert da die Strecke nach Jerusalem ausgebaut wird). Jedenfalls
gibt es sowohl bei Bussen und Bahnen überaus erschwingliche Einheitspreise, man
kauft sein Ticket einfach beim Fahrer und muss sich nicht Wochen vorher
festlegen wenn man günstige Preise haben will. Auch eine Einzelfahrt in
Jerusalem kostet nur 1,20 €, verglichen mit VGN oder MVV sind das Schnäppchen.
Die Busse sind modern und alle mit WLAN, leider sind das aber keine „Fernbusse“
wie in Europa über Autobahnen sondern halt klassische Überlandbusse, welche
über Landstraßen führen und auch gerne mal zu Kasernen rausfahren. Ein
Hauptzweck des ganzen öffentlichen Transportsystems ist es offensichtlich auch,
Soldaten von A nach B zu bringen. Gefühlt ein Viertel der Fahrgäste sind
Soldaten, die mit voller Uniform und Gewehr unterwegs sind. In Israel müssen
Männer drei Jahre zum Militär, Frauen zwei Jahre. Frauen dürfen aus
Gewissensgründen verweigern, Männer nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das übrige Preisniveau in Israel ist aber dem in Westeuropa mehr als
ebenbürtig. Speziell wenn man sowas wie ein Duschgel oder eine Sonnencreme
kauft merkt man, wie verwöhnt wir in Deutschland von DM und Rossmann sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch ohne Hebräischkenntnisse verliert man nicht die Orientierung,
Verkehrsschilder sind in der Regel mit hebräischem, arabischem und lateinischem
Schriftsystem ausgestattet. Bei den Bussen ist es seltsamerweise abwechselnd
Hebräisch und Arabisch, bei der Eisenbahn Hebräisch und Lateinisch. Aber im Bus
ist es eh das beste eine GPS-Anwendung mitlaufen zu lassen, um zu wissen, wann
man raus muss. :-)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach dem ganzen Exkurs aber zurück zum Westjordanland: Die Tour startet am
Toten Meer, es geht nach Jericho. Leider trocknet das Tote Meer immer mehr aus,
eine Folge der großzügigen Wasserentnahme am Jordan und See Genezareth durch
Israel. Jedenfalls findet dort gerade eine Taufe von Erwachsenen statt:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2301.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Taufe am Toten Meer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2305.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein „Selfie“&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir werden mehrmals die Grenze zwischen &lt;em&gt;Palästina&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Israel&lt;/em&gt; durchqueren. Ich
erfahre dass Palästina die TLD &lt;em&gt;.ps&lt;/em&gt; hat, das aber nur am Rande. Alleine schon
die Bezeichnung &lt;em&gt;Palästina&lt;/em&gt; ist umstritten. Deutschland erkennt den Staat
offiziell nicht als Staat an, Tschechien beispielsweise schon. Während sich im
Deutschen für die besetzten Gebiete der Begriff &lt;em&gt;Westjordanland&lt;/em&gt; etabliert hat
und man im Englischen von der &lt;em&gt;Westbank&lt;/em&gt; spricht, ist der offizielle israelische
Sprachgebrauch nur &lt;em&gt;Judäa und Galiläa.&lt;/em&gt; Palästina ist aber nur ein kleiner Teil
dessen. Man unterteilt die Gebiete in drei Zonen:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Zone A&lt;/strong&gt; – palästinensische Autonomiegebiete vollständig unter palästinensischer Verwaltung&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Zone B&lt;/strong&gt; – sicherheitspolitisch von Israel verwaltet, die PLO garantiert die öffentliche Ordnung&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Zone C&lt;/strong&gt; – von Israel kontrolliert&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Während Wikipedia nur eine Karte hat, bei der Zone A und B zusammengefasst
werden, ist es interessanter, die beiden Gebiete getrennt zu betrachten:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/abc.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Faktisch werden also nur die dunkelgrünen Gebiete vollständig von Palästina
kontrolliert, im Westjordanland also nur die Städte. Beim Überqueren der
Grenzen (die wie schon erwähnt wegen Sabbat heute nicht kontrolliert wurden)
sieht man dann auch diese Schilder:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2306-e1491121219419.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man genau liest steht es drauf: Nicht die Palästinenser verbieten den
Israelis die Einreise, Israel verbietet ihren Bürgern das Betreten der
Autonomiegebiete. Ich denke offiziell wird es heißen, dass man die Sicherheit
nicht gewährleisten kann, was sicherlich nicht ganz falsch ist. Als orthodox
gekleideter Jude würde ich jetzt auch nicht unbedingt Ramallah betreten, auf
der anderen Seite sehe ich als Deutscher auch nicht anders aus als der
durchschnittliche Israeli, dessen Vorfahren vor 70 Jahren aus Europa
eingewandert sind; insofern wüsste ich nicht, warum es gefährlich sein soll,
sich als Israeli dort aufzuhalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Jericho besuchen wir dann noch eine Ausgrabungsstätte:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2317.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weiter geht’s nach &lt;em&gt;Ramallah,&lt;/em&gt; zunächst zum Grab von Arafat. Letzterer wird von
den Palästinensern immer noch sehr verehrt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2331.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Arafat-Mausoleum mit Museum&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anschließend sollen wir eine knappe Stunde in &lt;em&gt;Ramallah&lt;/em&gt; rumlaufen. Der Teil der
Stadt ist alles andere als sehenswert, viel Verkehr, Geschäfte. Ich nutze die
Gelegenheit, in einer Apotheke zu erschwinglichen Preisen eine Sonnencreme zu
erwerben. Anschließend bekommen wir im Bus erklärt dass das Ganze dazu diente,
zu erleben, dass das eine ganz normale Stadt ist und nicht mit Steinen geworfen
wird. So gesehen ganz nett.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Achja, egal wo man ist, ob in der Unterkunft, am Geldautomaten oder auf einer
Tour, immer trifft man auf Deutsche. Kaum Asiaten, erwartungsgemäß viele
Amerikaner aber Deutschland absolut überrepräsentiert. Auch viele Studenten, es
sind Semesterferien. Aber nicht diese typischen Partytouristen sondern Leute,
die sich für das Land interessieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach einem Mittagessen am Nachmittag war die letzte Etappe dann &lt;em&gt;Betlehem&lt;/em&gt; und
vor allem die Geburtskirche. Obwohl der Tourismus im Vergleich zu „früher“
angeblich zum Erliegen gekommen ist, aber jetzt langsam wieder an Fahrt
aufnimmt, war die Schlange in der Geburtskirche dann so lang dass der Guide das
Ganze abgebrochen hat. Fand ich gut, Anstehen in der Schlange mag ich nicht und
so toll ist das, was man am Ende dann sieht, meistens nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2352.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Betlehem&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während der Busfahrt wird dann noch etwas auf die Wasserproblematik
eingegangen. Auf den Häusern befinden sich Wassertanks, welche das Wasser
zwischen speichern, da Israel nur ein- bis zweimal im Monat Wasser an Palästina
liefert. In Erinnerung ist mir noch die Rede von Martin Schulz vor der Knesset,
wo er dieses Thema ansprach und es entsprechend quittiert wurde. Wenn man etwas
im Internet recherchiert stößt man auf widersprüchliche Angaben, so zum
Beispiel auf den Artikel in der
&lt;a href="https://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-02/israel-wasser-westjordanland-schulz/komplettansicht"&gt;ZEIT&lt;/a&gt;,
welcher relativ pro-Israel ist. Kein Wunder, der Beitrag wurde von einem
Israeli verfasst, was ich schon etwas merkwürdig finde, dass man das ohne
Kommentar dann so publiziert. Umgekehrt löst ein Beitrag in der ARD, wo das
Ganze mal Pro-Palästina beleuchtet wurde, dann gleich &lt;a href="https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/palaestina-beitrag-der-ard-streit-um-das-wasser-14393038.html"&gt;heftige
Kritik&lt;/a&gt;
aus.  Immerhin, in deutschen Medien kommen dann doch beide Seiten vor.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und ja, ich kann in Israel unzensiert solche Berichte lesen und meine Meinung
äußern ohne die Gefahr verhaftet zu werden, zumindest als Ausländer. Insgesamt
ist mein Eindruck aber schon dass die meisten Palästinenser einfach ein
normales Leben führen wollen und keine Juden vernichten. Der Guide hat auch
kein schlechtes Wort über Juden verloren, nur auf die Missstände aufmerksam
gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Abschluss dann noch die
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Sperranlagen_(Westjordanland)"&gt;Mauer&lt;/a&gt;
in Betlehem: Da wird mitten in der Stadt (also schon am Rande der Altstadt,
aber dennoch mitten in bebautem Gebiet) eine Mauer errichtet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2373-e1491124081357.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2371-e1491124099577.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Ende des Tages war ich dann aber recht fertig, nicht wegen der Politik
sondern wegen einer sich anbahnenden Erkältung. Trotzdem, es hat sich gelohnt!&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Sonntag: Totes Meer&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nach der ganzen Politik und Geschichte wollte ich mal einen Tag entspannen. Mit
dem Bus ging’s runter ans Tote Meer, zuerst nach Masada. Meine Ohren waren nun
endgültig „dicht“, aber den ganzen Tag rumhängen wollte ich dann auch nicht.
Zumal es dann eigentlich ging als der Druckausgleich auf -400 m dann
„geschafft“ war. Auf der Busfahrt nervt es halt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bevor es in die Natur geht hatte ich im Bus dann aber doch noch ein politisches
Erlebnis: Vier junge Juden (um die 20, orthodox gekleidet, also schwarzer Hut,
schwarzer Anzug und die typische Frisur), wie sich dann später dann
herausstellte Amerikaner, die quasi nur im Urlaub nach Israel fahren,
unterhielten sich mit einem israelischen Soldaten. Da die Amerikaner ja kein
Hebräisch konnten verlief die Konversation auf Englisch. Der Soldat war ja noch
halbwegs gemäßigt, aber was die Juden da so über Araber von sich gaben fand ich
schon beängstigend. Aber dazu später dann mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Masada&lt;/em&gt; ist eine römische Festung von König Herodes gebaut und sie galt
seinerzeit als uneinnehmbar. Unabhängig davon ist es aber ein schöner
Aussichtspunkt am Fuße des Toten Meers den man „mal schnell“ hochwandern kann.
Es gibt eine Seilbahn, aber das ist eher was für alte Leute. ;-) Oben hat man
dann einen wunderschönen Blick auf die Wüstengegend und kann die Sonne
genießen. Leider auch ganz schön windig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2427-e1491140849174.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2428.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2391.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich wollte dann weiter nach &lt;em&gt;En Bokek,&lt;/em&gt; der einzigen Stelle wo man (noch) am
Toten Meer einfach so baden kann. Leider ist ja der Meeresspiegel relativ
niedrig, aber an dieser Stelle wird er wohl künstlich hochgehalten wo dass es
Badestrände gibt. Nun gut, dafür muss ich aber noch eine knappe Stunde auf den
Bus warten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An der Bushaltestelle traf ich wieder auf jene vier Juden und zufällig ergab
sich eine Diskussion zwischen einem deutschen Studenten und ihnen. Ich hab mich
dann auch eingemischt. Naja, ich find’s jedenfalls erschreckend eben gerade
weil es keine Israelis waren sondern Leute, die alles nur vom Hörensagen
kennen. Nicht dass ich alles toll fände was die Palästinenser machen oder die
arabischen Nachbarländer, ganz und gar nicht, aber Gewalt erzeugt immer
Gegengewalt und vor allem muss man trennen zwischen den Arabern oder den
Palästinensern und einem konkreten Menschen, den man tötet. Der meistens nur
zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort ist und der mit hoher Wahrscheinlichkeit
in seinem früheren Leben eben keine Bomben geworfen hat. Sowas werde ich nie
toll finden und damit würde ich mich nie brüsten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Trump fanden sie natürlich toll weil er was gegen muslimische Einwanderung
macht. Selbst wenn man das gut findet sind da immer noch tausend andere Dinge,
die schlecht an seiner (geplanten) Politik sind. Gut, die Alternative war auch
nicht brillant, das muss man zugeben. Deutschland ist natürlich in den Augen
solcher Leute „böse“ wegen der Flüchtlingspolitik. Das Erschreckende auch hier
dass das Ganze wieder auf Terrorismus und solchen Blödsinn reduziert wird (dass
die meisten Bomben in Europa in Ländern geflogen sind welche gar keine
Flüchtlinge aufgenommen haben wird ignoriert) und über die wahren Probleme
beispielsweise bzgl. der Integration und am Arbeitsmarkt eigentlich überhaupt
nicht diskutiert wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja, es gibt Probleme mit Ausländern, und mir geht auch der Hut hoch wenn Leute,
die 30 Jahre in Deutschland leben kein Deutsch sprechen oder wenn in
Deutschland Wahlkampf für die Türkei gemacht wird. Oder wenn Männer meinen,
ihre Regeln im Umgang mit Frauen importieren zu müssen. Aber man muss die Dinge
beim Namen nennen, Lösungen diskutieren und nicht alles in einen großen Topf
werfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Teilweise beklagt man sich hierzulande ja darüber dass die Parteien sich zu
ähnlich sind. Auf der anderen Seite find ich’s auch ganz gut dass ich als
sozialdemokratisch/grün eingestellter Bürger keine wirkliche Angst davor haben
muss, wenn nochmal die CDU die Wahlen gewinnt weil es eben doch einen gewissen
Grundkonsens in der Gesellschaft gibt, bspw. dass eine Krankenversicherung für
alle Bürger zum Beispiel eine ganz nette Sache ist und man das nicht in Frage
stellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Trotzdem fand ich’s gut dass der Student denen ordentlich kontra gegeben hat,
mein Englisch ist leider zu schlecht um da fundiert zu diskutieren. Dass ich
mal irgendwann sage dass ich Merkel mag hätte ich mir auch nicht erträumen
lassen, aber in dem Kontext ist das halt einfach so.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Baden im Toten Meer ist ganz witzig, der Auftrieb schon gigantisch. Auch zu
dieser Jahreszeit war das Wasser angenehm warm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2466.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Strand am Toten Meer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Montag: Tiberias&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nun sollte es also endlich weg von Jerusalem nach Tiberias gehen. Ich hoffte,
dass die Busfahrt etwas erholsam für meine immer noch existente Erkältung sein
dürfte, was sie auch war. Ich musste meinen Reisepass vorzeigen weil die Straße
durch palästinensisch kontrolliertes Gebiet führte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim Einchecken im Hotel merkte ich dann, dass ich meinen Pass im Bus liegen
lassen hatte, zusammen mit meiner Jacke. Ich rannte zurück, leider war der Bus
schon weg auf dem Weg nach Tel Aviv. Mir gelang es aber, einen Zuständigen zu
finden, der sich der Sache annahm, meine Telefonnummer notierte und versprach,
sich zu melden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immerhin gelang der Checkin dann mit deutschem Personalausweis und dem
Touristenvisum, welches ich ja am Flughafen in meine Geldbörse getan hatte.
Trotzdem machte sich Panik breit. Ich versuchte die deutsche Botschaft zu
kontaktieren: Leider nur eine Bandansage mit Telefonzeiten jenseits von Gut und
Böse. Man sollte im Internet einen Passtermin vereinbaren, überhaupt ist die
Botschaft am Mittwoch geschlossen und Fotos braucht man auch, natürlich nur
ganz korrekte die nur bestimmte Fotografen anfertigen. Geht’s noch?! Der Tag
war damit für mich gelaufen. Ich konnte mich immerhin noch um meine Wäsche
kümmern, also waschen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hatte immer noch nichts von meinem Pass gehört. Am Abend ging ich also
nochmal zur Busstation, der Bus sei noch unterwegs aber wir vereinbarten einen
Zeitpunkt, an dem ich dann Bescheid bekommen sollte. Dummerweise hat sich
nämlich herausgestellt, dass man von einem israelischen Telefon eine deutsche
Nummer nicht einfach so anrufen kann. Er hat mir das sogar gezeigt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun, von Tiberias habe ich dann nicht viel gesehen, ist auch nichts besonderes,
eigentlich wollte ich aber auch eher die Umgebung erkunden. Trotzdem zwei
Fotos:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2483.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2490.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Abend dann aber noch die gute Nachricht: Mein Pass wurde gefunden und ich
kann ihn am nächsten Tag abholen. Die Leute waren echt super nett und alles gut
organisiert. Das passiert mir garantiert nicht mehr!&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Dienstag: Zurück nach Tel Aviv&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der ursprüngliche Plan war noch einen Tag in Tiberias zu bleiben und dann nach
&lt;em&gt;Mitzpe Ramon&lt;/em&gt; in den Süden zu fahren. Tel Aviv dann am Schluss. Nachdem sich
aber meine Erkältung massiv verschlechterte, Ohrenschmerzen kamen hinzu, hatte
ich schon den Entschluss gefasst, einen Arzt aufzusuchen und mit der
Reisekrankenversicherung telefoniert. Diese nannten mir eine Krankenhaus in
&lt;em&gt;Nazareth.&lt;/em&gt; Super.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach etwas Durchatmen entschloss ich mich aber erstmal Dr. Google zu befragen:
Ich erwarb eine Packung Paracetamol und einem Nasenspray in einer Apotheke und
wollte dann einen Tag abwarten. Viel mehr wird ein Arzt auch nicht machen. Auf
Tiberias hatte ich keine Lust mehr, ich fuhr dann nach Tel Aviv um von dort aus
ggf. zurückfliegen zu können oder im Idealfall dann die letzten beiden Tage
gesund in der Wüste zu verbringen. Die Stadt selbst bietet ja von den
Sehenswürdigkeiten nicht so viel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also mit dem Bus nach &lt;em&gt;Haifa,&lt;/em&gt; von dort mit dem Zug nach Tel Aviv. Ich fand es
bequemer als die lange Busfahrt direkt nach &lt;em&gt;Tel Aviv&lt;/em&gt; zu nehmen. An diesem Abend
wäre ich dann tatsächlich am liebsten zurückgeflogen, allerdings hat Dr. Google
dann aufgrund der Druckunterschiede eindeutig davon abgeraten. War sicherlich
eine sehr gute Entscheidung, auch wegen des Lärms.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2500.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Foto für Insider (man achte auf die IP-Adressen)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Mittwoch: Tel Aviv (Jaffa)&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der lange Schlaf und die Medikamente haben geholfen. Immerhin fühlte ich mich
wieder so gut dass ich an der Stadtführung zu von &lt;em&gt;Jaffa&lt;/em&gt; (dem alten Teil von
„Tel Aviv-Jaffa“, der irgendwann eingemeindet wurde) teilgenommen hatte. &lt;em&gt;Jaffa&lt;/em&gt;
hat eine mehr als 5000 Jahre alte Geschichte während Tel Aviv erst Ende des 19.
Jahrhunderts entstand.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tel Aviv ist komplett anders als Jerusalem. Eine moderne, westliche Großstadt.
Man sieht kaum orthodoxe Juden (ganz anders als in Jerusalem), leider ist die
Stadt auch relativ laut, es gibt keine Fußgängerzone wie in westlichen Städten,
die Straßenbahn wird erst gebaut. Also viel Lärm und Dreck. Die Stadt kommt
einem groß vor obwohl sie mit knapp 400 000 Einwohner deutlich kleiner als
Nürnberg ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2519.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Skyline von Tel Aviv&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2521-e1491143811999.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Leuchtturm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2516.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Uhrenturm von Jaffa („Clock Tower“)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den restlichen Tag nutzte ich zur Entspannung. Richtig fit war ich noch nicht.
Immerhin konnte ich dadurch den Rückstand bei meinen Podcasts etwas aufholen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Donnerstag: Tel Aviv (neuer Teil)&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich wollte ich an diesem Tag die Stadtführung zu Tel Aviv, also dem
modernen Teil, machen. Leider fand die dann nicht statt, ich hatte nicht
gelesen dass diese nur an bestimmten Tagen durchgeführt wird. Irgendwie ging
die Zeit aber dann doch rum, ich hatte mir noch so ein Leihrad besorgt.
Trotzdem, gesund war ich immer noch nicht – so eine Erkältung dauert halt immer
eine Woche, selbst wenn man sich schont.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mir war’s dann aber fast egal, Tel Aviv fand ich jetzt eh nicht so spannend als
Tourist, trotzdem fühlte ich mich gesund genug, um in die Wüste zu fahren.
Eigentlich war das mein heimlicher Höhepunkt, auf den ich mich schon zu Beginn
der Reise am meisten gefreut hatte. Etwas abseits von Lärm und Stress die um
diese Jahreszeit doch sehr moderate Hitze genießen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Freitag: Mitzpe Ramon&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Folglich brach ich gleich am Morgen zum Bahnhof auf, um dort nach Beer Sheva zu
fahren, dem Endpunkt der Bahnlinie. Zwar gibt es auch hierfür Busse, aber als
Bahnfan wollte ich zumindest dorthin, wo Eisenbahnlinien existieren, diese auch
nutzen. Der Preisunterschied ist marginal und die Fahrt doch deutlich
komfortabler.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seine Fahrkarte ersteht man direkt am Bahnhof am Automaten. Etwas rückständig
ist die Bezahlung per Kreditkarte, in Israel läuft alles noch mit Magnetreifen,
den man durchzieht, größtenteils ohne Unterschrift. Dabei bekommt man die
Hardware, um eine Kreditkarte mit Magnetstreifen zu kopieren für ein paar Euro
auf Ebay.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch interessant ist die Abfahrtstafel: Dadurch, dass man hebräisch und
arabisch von rechts nach links schreibt, sind die Spalten (auch bei
lateinischer Schrift) erstmal vertauscht. Man muss also von rechts nach links
lesen (Zugnummer, Abfahrtszeit, Gleis, Via, Ziel) und quasi immer hin- und
herspringen, da die lateinischen Wörter ja wieder von links nach rechts zu
lesen sind. Später hat mir dann jemand (natürlich ein Deutscher, der jüdische
Geschichte studiert und hebräisch lernt) ein hebräisches Buch gezeigt:
Umgekehrt gebunden, man muss umgekehrt blättern. Man macht sich eigentlich viel
zu wenig Gedanken dass dieses von „links nach rechts“ viel mehr Auswirkungen
hat als die reine Schreibrichtung. Das israelische Google schaut bei genauer
Betrachtung auch komisch aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2576.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Abfahrtstafel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja, und als dann der Zug ankommt, fühlt man sich gleich wie zu Hause:
Doppelstockwagen von &lt;em&gt;Bombardier Transportation&lt;/em&gt;. Die Innenausstattung ist
anders, Teppich statt PVC, aber im Wesentlichen die gleichen Züge wie etwa die
REs von Nürnberg über Regensburg nach München.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2577.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zug Haifa – Beer Sheva&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Busfahrt nach &lt;em&gt;Mitzpe Ramon&lt;/em&gt; war dann schon etwas umständlicher, zumindest
den Ausstieg zu finden. Der Busfahrer konnte kein Wort englisch, aber in Israel
findet sich eigentlich immer jemand, der übersetzt. Eigentlich auch ein sehr
markanter Punkt:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2600.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Aussichtspunkt Mitzpe Ramon&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gebucht hatte ich dann zwei Nächte im &lt;em&gt;Green Backpackers&lt;/em&gt;. Man bekam gleich beim
Einchecken Wandertipps und eine Karte. Für diesen Tag (war ja schon 14 Uhr)
hatte ich aber erstmal vor, die Umgebung zu erkunden, unter anderen jenen oben
abgebildeten Aussichtspunkt. Das Wetter war im Übrigen, wie man es sich
vorstellt: Sonnig, um die 20 Grad, nachts dann aber kühl.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bis auf zwei Leute aus Dänemark waren übrigens alle Leute, die ich gesehen
habe, aus Deutschland. In meinem Buch kam ich nicht so richtig weiter,
vermutlich auch weil ich es nicht wirklich gut geschrieben fand.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Samstag: Wüste&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Tja, sollte man mit abklingender Erkältung eine Wüstenwanderung machen? Eine,
die angeblich 6 Stunden dauert? Ich beschloss: Ja, scheiß drauf, letzter Tag!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Wanderweg ist sehr gut markiert gewesen. Viel los war nicht, aber genug um
in Sicherheit zu sein wenn wirklich was passiert. Handyempfang hatte man aber
durchaus auch. Genug Wasser war auch eingepackt!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erst geht es den Krater hinab, dann etwas in der Ebene mit schöner Vegetation.
Eine Akazie war so markant, dass sie sogar in der Karte eingezeichnet war. Mehr
Spaß hat dann der Berg auf der anderen Seite gemacht, beim Abstieg war sogar
etwas Klettern erforderlich. Das wurde mir auch mitgeteilt, etwas Angst hatte
ich auch davor, aber man wächst ja mit seinen Herausforderungen bekanntlich.
Das coole war aber dass der Stein so griffig war, dass man gar nicht abrutschen
konnte. Richtig porös. Naja, und mit Laub hat man in der Wüste auch nicht zu
kämpfen. Leider kein Kamel weit und breit obwohl es angeblich welche gibt! Das
maximale an Fauna waren kleine Käfer und ein Fluginsekt welches mich eine Zeit
lang verfolgt hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja, auf den Fotos schaut das alles etwas langweilig aus, ist es aber definitiv
nicht. Es ist beeindruckend.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2653.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Vegetation in der Wüste&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2642.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Krater von unten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2017_03_israel/IMG_2657.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Akazie&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So, nun hat jene Wanderung, die 6-7 Stunden dauern sollte also nur 4 Stunden
gedauert. Ich kam so gegen 14 Uhr wieder an, der Nachmittag war also frei.
Nachdem ja Sabbat war und die Geschäfte zu hatten, besorgte ich mir auf meinem
E-Book-Reader etwas Literatur zum Nahostkonflikt (&lt;a href="https://old.osiander.de/webdb/index.cfm?osiaction=details&amp;amp;id=KNO2016041800755&amp;amp;source=UWK"&gt;Muriel Asseburg, Jan Busse;
Der
Nahostkonflikt&lt;/a&gt;).
Recht interessant fand ich die Schlussbetrachtung darüber, warum die
Zweistaatenlösung gar nicht mehr funktionieren kann. Eigentlich gibt es nur die
Einstaatenlösung als Alternative, die aber von beiden Seiten derzeit nicht
gewollt wird. Und so wird es wohl mittelfristig so weitergehen wie aktuell:
Bestenfalls ein „kalter Friede“, also der Status-Quo.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und weil’s so schön war dann noch &lt;a href="https://old.osiander.de/webdb/index.cfm?osiaction=details&amp;amp;id=KNO2012051101657&amp;amp;source=UWK"&gt;Breaking the
Silence&lt;/a&gt;
(deutsche Übersetzung aus dem Amerikanischen), wo es um Berichte von
israelischen Soldaten geht, denen die Zustände, also wie mit Palästinensern
umgegangen wird, auch nicht gefallen. Sicherlich schon Einzelfälle, aber halt
viele.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alles in allem hätte ich’s hier auch noch eine Woche ausgehalten. Die Ruhe, das
Wetter, die Natur, alles sehr entspannend.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Sonntag: Heimreise&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Tja, aber der Flug war gebucht. Erst also in den Bus (pünktlich!), dann in die
Bahn (ebenfalls), um 13 Uhr war ich am Flughafen. Der Flug sollte um 17 Uhr
starten. Nach diversen Horrorgeschichten über die Kontrollen war ich auf alles
gefasst. Es wurde mir mitgeteilt, dass ich erst um 14 Uhr einchecken kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich wollte ich ja noch Gepäck dazubuchen, aber deren Webseite hat nicht
richtig funktioniert. Auch eine Platzreservierung für 10 € habe ich gebucht,
das hat funktioniert, aber umsonst. Ich wollte am Fenster sitzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diverse Fragen wurden gestellt. Ich war so nervös dass ich dachte dass mich der
jetzt komplett auseinandernimmt. Aber ich durfte zu den Sicherheitskontrollen
des Handgepäcks. Für dessen Gewicht hat sich kein Schwein interessiert. 8 kg
waren erlaubt, durften ungefähr 10 kg gewesen sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Sicherheitskontrollen waren intensiv aber gingen trotzdem recht schnell.
Ausreisekontrolle ging überraschend schnell über einen Automaten — dank
biometrischem Pass. Kurzum, um 15 Uhr war ich am Gate. Nachdem der Flug erst um
18 Uhr startete (hat sich verschoben) waren das dann drei Stunden Wartezeit.
Sehr nervig, ich konnte irgendwie nicht entspannt mein Buch lesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Per Bus ging’s dann zum Flugzeug, eine Boeing 737. Als Wenigflieger hatte ich
mir trotz Reservierung einen blöden Sitzplatz ausgesucht, ziemlich weit hinten
bei der Toilette (ständige Schlange, sehr laut). Ich war froh als das Ding dann
um 22 Uhr in Berlin-Schönefeld gelandet ist, leider hat die Einreise dann trotz
eines deutschen Passes noch eine halbe Stunde gedauert. Um kurz vor Mitternacht
war ich im Bett.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim nächsten Flug brauch ich unbedingt so Kopfhörer welche Gegenschall
erzeugen und das Fliegen angenehm machen sollen. Normale In-Ear-Kopfhörer
bringen kaum was, der Schall wird anscheinend nicht nur über die Luft
übertragen sondern auch über die Gegenstände aufgenommen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Montag: Ankunft&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Trotz der erschreckenden Meldung „Zug fällt aus“ war die Bahnfahrt sehr
entspannt. Dank Sparpreis ging es von Berlin über Göttingen nach Nürnberg
(ungefähr gleiche Fahrzeit, niedrigerer Preis). Der ICE fiel tatsächlich aus,
wurde aber einfach durch einen IC ersetzt. Halt einfach anderes Zugmaterial.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mir fiel wieder mal auf wie ruhig eine Bahnfahrt im Vergleich zum Fliegen ist.
Und wie wenig nutzlose Zeit man aufbringen muss. Vom Hotel am Bahnhof waren es
10 Minuten in den Zug, von dort an konnte ich entspannt mein Buch lesen. Der
ICE in Göttingen nach Wien war dann überraschend voll, aber nachdem ich in den
Zugteil nach Wien (der andere fährt nur bis Passau) gewechselt bin war’s auch
dort angenehm und ich konnte weiterlesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Pünktlich um 12:30 Uhr in Nürnberg angekommen war dieser Urlaub also zu Ende.&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="bahn"/></entry><entry><title>Mit der Bahn durch den Balkan im Herbst</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2016-10-balkan.html" rel="alternate"/><published>2016-10-27T00:00:00+02:00</published><updated>2016-10-27T00:00:00+02:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2016-10-27:/pelican/2016-10-balkan.html</id><summary type="html">&lt;h2&gt;Vorwort&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nach jahrelanger Lektüre des Auslandsteils von &lt;a href="https://www.drehscheibe-online.de/startindex2.php"&gt;Drehscheibe
Online&lt;/a&gt; (Eisenbahnforum) zog es mich magisch in
den Balkan, vor allem Ex-Jugoslawien. Die Verbindungen sind schlecht, die Bahn marode, bestimmte
Strecken gehen nur mit dem Bus. Dafür sind die Tickets unschlagbar günstig. Gerade das hat für mich
den Reiz ausgemacht, diese Gegend ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;h2&gt;Vorwort&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nach jahrelanger Lektüre des Auslandsteils von &lt;a href="https://www.drehscheibe-online.de/startindex2.php"&gt;Drehscheibe
Online&lt;/a&gt; (Eisenbahnforum) zog es mich magisch in
den Balkan, vor allem Ex-Jugoslawien. Die Verbindungen sind schlecht, die Bahn marode, bestimmte
Strecken gehen nur mit dem Bus. Dafür sind die Tickets unschlagbar günstig. Gerade das hat für mich
den Reiz ausgemacht, diese Gegend per Zug zu erkunden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Außerdem interessierte mich die Geschichte von Jugoslawien und der Jugoslawien-Kriege und der
Zustand heute. Während Kroatien ja eine Standard-Reisedestination für viele Deutsche ist, kenne ich
niemanden der mal nach Bosnien-Herzegowina gereist wäre. Das hat es für mich so spannend gemacht,
und es hat sich gelohnt!&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Von Nürnberg über Budapest nach Beograd&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Zunächst ging es also nach Budapest, erstens weil ich auf dem Landweg anreisen wollte und zweitens
weil ich Budapest auch noch nie gesehen hatte. Ich hatte mir den Nachtzug von München gebucht, mit
nur einem Umstieg war ich also am nächsten Morgen ausgeschlafen in der ungarischen Hauptstadt:&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Nürnberg Hbf      ab 21:28   ICE 1515
München Hbf       an 22:39

München Hbf       ab 23:36   EN 463
Budapest Keleti   an 09:24
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Den relativ langen Aufenthalt in München hatte ich selbst eingebaut einfach weil ich auf der
sicheren Seite sein wollte. Bei der späten Abfahrt ist das ja kein Problem. Gebucht hatte ich eine
Liege, bezahlt 79,25 € mit BC25 als Onlineticket bei der DB. Nachdem noch Oktoberfest war hatte ich
ja schon befürchtet da einige Alkoholleichen im Zug zu haben, aber dem war nicht so, vermutlich wenn
dann eher im Sitzwagen. Der Zug war aber sehr gut belegt. Was mich etwas gewundert hat, dass doch
viele in Wien aussteigen. Wien würde ich persönlich abends im RailJet fahren, bei vier Stunden lohnt
sich ein Nachtzug meiner Meinung nach nicht mehr. Aber gut, schön für den Zug und die MAV, die
ungarische Bahn.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gleich am Anfang kam dann eine Durchsage von einem überaus freundlichen Schaffner, den ich noch von
einer Fahrt nach Rom kannte. Obwohl ich ja im Zugteil nach Budapest war, kam die Durchsage von CNL
und dem Zugteil nach Venedig. Bewundernswert dass die Leute doch noch so motiviert sind wo doch in 3
Monaten alles vorbei ist. Speziell nach Venedig finden wohl Grenzkontrollen statt, man konnte den
Pass beim Schaffner abgeben damit man durchschlafen kann. Diesen Service hätte ich im Verlauf meiner
Reise auch gerne in Anspruch genommen, leider war das da nicht möglich. Aber dazu später mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Fahrt verlief reibungslos und ich war pünktlich am Morgen in Budapest.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc01804qojmz.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Budapest-Keliti von außen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc0180729jis.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;... und innen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alleine schon der Bahnhof ist ja ein geschichtsträchtiger Ort wenn man beachtet dass letztes Jahr um
die Zeit alles voll von Flüchtlingen war und jener Zug gar nicht mehr fuhr weil in Salzburg alles
unterbrochen war. Auch wenn man in den Medien nichts mehr hört findet man dennoch unten im
Verteilergeschoss zur U-Bahn einen abgetrennten Bereich mit kampierenden Flüchtlingen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc01817phkwr.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Straßenbahn: alt und neu&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc018190xj5z.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Donau&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc01841xyjhr.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Parlament&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_10404fjwa.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Straßenbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Insgesamt fand ich Budapest zwar sehr schön aber dennoch auch wiederum sehr westlich und damit
irgendwie auch wieder „langweilig“ und natürlich sehr touristisch. Auch wenn die Stadt ja eine
Hochburg von Taschendieben sein soll ist mir zum Glück nichts negatives aufgefallen oder passiert.
Auch die Stadtführung zum Thema „Kommunismus“ hat mir keine neuen Erkenntnisse gebracht: Mit dem
„Ostblock“ (im Sinne des Warschauer Pakts) kennt man sich halt hierzulande ganz gut aus. Eine
Führung durch das Parlament kann ich dagegen sehr empfehlen: Kann man vorher online buchen und es
ist auch erschwinglich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Abend habe ich die Zeit genutzt um mir das Ticket für den nun spannenderen Teil zu besorgen: Die
Weiterfahrt nach Beograd. Am internationalen Fahrkartenschalter von Keleti war das auch kein
Problem: Ich hatte mich bewusst für die abenteuerliche Variante im serbischen Liegewagen
entschieden. Möglich wäre auch die komfortable im RZD-Schlafwagen gewesen. Nach ein paar Minuten war
ich um zwei Tickets schwerer und dafür um 23 € leichter. Kreditkartenzahlung war kein Problem,
allerdings wurde die Karte mit 23,57 € belastet durch das ganze Hin- und Herrechnen obwohl ich keine
Fremdwährungsentgelte zahle. Ich konnte es verschmerzen. :-)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1056zukt3.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schöne Tickets hat die MAV, muss man ihnen lassen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am nächsten Tag oder besser Abend sollte es dann losgehen, ich war schon leicht nervös. Nach all den
Geschichten den man über diesen Zug liest eigentlich kein Wunder.&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Budapest-Keleti      ab 22:25       D 341
Beograd              an 06:21
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Der Wagen war zwar recht heruntergekommen aber dennoch sauber. Die Toilette würde ich nicht benutzen
wollen, zum Glück konnte man aber in den benachbarten Sitzwagen gehen, wo man eine Toilette in dem
Zustand, den man von älteren deutschen IC-Wagen kennt, vorfinden konnte. Also kein Thema. Der
serbische Schaffner sprach Englisch und war freundlich — wenn er auch das Rauchverbot ignoriert hat
und selbst mit Zigarette im Zug rumgelaufen ist. Balkan halt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1059c9k75.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Besagter serbischer Liegewagen von außen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_106024k4c.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;... und innen (das Licht wurde später eingeschaltet, es hat funktioniert)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_10632cjiu.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Abteil&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Liegewagen war jetzt nicht voll aber dennoch auch nicht leer: Geschätzt knapp 20 Leute. Im
Abteil neben mir war eine Gruppe Interrailer aus der Schweiz, in meinem Abteil eine Frau aus
Südamerika und ein Herr aus Kanada. Also alles überwiegend Backpacker und keine Einheimischen. Kein
Wunder, ist man vermutlich mit dem Fahrrad schneller. Ein Gefühl von Unsicherheit hatte ich
jedenfalls nie. Es hat an dem Abend geregnet, daher konnte man die Fenster nicht wirklich öffnen.
Fotografieren war eh nicht möglich da schon dunkel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mitten in der Nacht dann die obligatorischen Grenzkontrollen: Zunächst Ausreise aus Ungarn, eine
knappe Stunde später dann die Einreise in Serbien. Mit meinem deutschen Personalausweis hatte ich
keinerlei Probleme, den Pass hatte ich aber zur Sicherheit dabei. Die Grenzbeamten waren genau aber
freundlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Soweit ich mich erinnere mit etwas Verspätung erreicht der Zug am nächsten Morgen Beograd:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1071r7jr6.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der alte Hauptbahnhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1072q4j91.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;... mit einem nicht funktionierenden Zugzielanzeiger&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein erster Eindruck war der Stadt war „ich muss weg“, aber das hat sich schnell geändert. In ein
paar Tagen gibt's die Fortsetzung.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Von der weißen Stadt zu den schwarzen Bergen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wie schon geschrieben, nach Ankunft in Beograd (kyrillisch Београд, wörtlich übersetzt „Weiße
Stadt“) hatte ich den Eindruck, dass ich da weg muss. Der Bahnhof und die Gegend um den Bahnhof ist
schon etwas heruntergekommen, außerdem hat es auch grad noch geregnet und es war ziemlich früh, also
Umstände, die nicht unbedingt gute Stimmung verbreiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Trotzdem machte ich mich erstmal mit meinem Smartphone auf zu meiner Unterkunft. Der erste Umstand,
der mich merken ließ, dass ich nicht mehr in „Europa“ (also der EU) bin: Entweder man verzichtet auf
Internet oder man wird arm. Also verzichten. Zum Glück gibt es OpenStreetMap eh offline, ich habe
also den Weg auch so gefunden. Ja, ich weiß, früher hat das auch ohne geklappt. 😉&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jedenfalls hatte ich dann am Ende in zwei Tagen vier Stadtführungen zu verschiedenen Themen
mitgemacht. Beograd hat viele hässliche Seiten (wie auch jede westeuropäische Stadt), aber auch
schöne. Die erste war eine
&lt;a href="http://www.belgradewalkingtours.com/explore-belgrade/free-downtown-walking-tour"&gt;kostenlose&lt;/a&gt;, am
besten war dann aber die zum Thema Kommunismus, die ging auch etwas in die Tiefe und endete mit dem
Besuch des &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Museum_Jugoslawiens"&gt;Museum der Geschichte Jugoslawiens&lt;/a&gt;.
Mal davon abgesehen dass die Stadtführerin einfach super sympathisch war und astreines Englisch
gesprochen hat, hat sie versucht, die Geschichte möglichst neutral zu beleuchten. Sie selbst war zu
jung um die Zeit des Kommunismus und der Kriege aktiv miterlebt zu haben – ich selbst war zum
Zeitpunkt der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jugoslawienkriege"&gt;Jugoslawienkriege&lt;/a&gt; in der
Realschule. Ich habe den Eindruck dass man hierzulande die Geschichte anderer Länder und anderer
Systeme zu schwarzweiß gelehrt bekommt. Alles war nicht einer westlichen Demokratie entspricht ist
böse. Leider geht die Umstellung für die Menschen zu einer westlich orientierten Marktwirtschaft
oftmals für die Menschen mit Armut einher. Vor allem darf man auch nicht die Diktatur und den
Kommunismus unter Tito mit dem Ostblock oder gar mit dem Nationalsozialismus vergleichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Fußgängerzone fand ich ganz nett, das Kneipenviertel um Skadarska, die Burg natürlich mit der
Aussicht auf den Zusammenfluss von Save und Donau. Was mich sehr gewundert hat war, dass viele doch
gut Englisch sprechen, die Leute hilfsbereit sind und man sich eigentlich (ich zumindest) überall
sicher fühlt. Ich denke es ist sehr interessant, die Stadt in zehn oder zwanzig Jahren nochmal zu
besuchen. Ich hoffe aber, dass es nicht solange dauern wird bis es mich wieder in die Gegend
verschlägt, jedenfalls zumindest für die Durchreise.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc019712mskr.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Parlament&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc01977hzsko.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Rundfunkgebäude, von den Nato-Luftangriffen 1999 zerstört und bewusst nicht wieder aufgebaut&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_10793qs2u.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fußgängerzone&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_10982us0d.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zusammenfluss von Donau und Save&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei der Burg findet man im Übrigen eine recht schöne Ausstellung der RZD zur transsibirischen
Eisenbahn. Da bekommt man gleich Lust auf die nächste Reise. 😉&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun stand die eigentlich interessanteste Bahnfahrt bevor: Von Beograd nach Bar, die Strecke war
nicht gesperrt. Ich hatte ja ewig überlegt, ob ich den Tagzug oder den Nachtzug nehmen sollte. Für
den Tagzug sprach die schöne Aussicht, für den Nachtzug der gesparte Reisetag und die Tatsache, dass
der schönste Teil ja am Schluss ist und man beim Tagzug wegen des doch recht frühen Sonnenuntergangs
um die Jahreszeit diesen verpasst, insbesondere bei Verspätung. Schlussendlich hatte ich mich wegen
der Wettervorhersage (am nächsten Tag war noch schönes Wetter, und den Tag wollte ich in Kotor
verbringen) dann für den Nachtzug entschieden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem ich diese Entscheidung gefasst hatte, musste die Fahrkarte gekauft werden. Auch das war am
Bahnhof in Beograd kein Problem. Kreditkartenzahlung ging zwar nicht, dafür hatte die
Schalterbeamtin extra gewartet bis ich das Geld aus dem Automaten geholt hatte (meine MasterCard hat
er nicht geschluckt, dafür meine VISA-Karte von einer anderen Bank).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_14069ismb.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Fahrkarte, mit einem guten alten Nadeldrucker zu Papier gebracht&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Beograd   ab 20:10  D 433
Bar       an 07:38
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Wieder ein Liegewagen, wieder in schlechtem Zustand. Im Gegensatz zum Nachtzug Budapest - Beograd
wird der Zug nach Montenegro eher von Einheimischen genutzt und ist auch besser ausgelastet. In
meinem Abteil waren außer mir nur Serben/Montengriner. Die obligatorischen Grenzkontrollen mitten in
der Nacht stören, waren aber gefühlt weniger gründlich als zwischen Ungarn und Serbien. Auf dem
Schlaufon am Morgen hat man dann noch gesehen dass man durch bosnisches Gebiet fährt (anhand der
SMS), wo aber keine zusätzlichen Kontrollen stattfinden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1134h8s0b.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Abteil&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und dann die Fotos von der Fahrt am Morgen, einfach nur atemberaubend:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1126wes0e.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mala-Rijeka-Viadukt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc021057bsdm1.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc02104dns9g.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc02102rastr.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Ankunft in Bar war verspätet, aber auch nicht dramatisch. Ich tat mich schwer den Busbahnhof zu
finden, obwohl die Beschreibung „the next large building“ von der Dame am Schalter im Bahnhof
eigentlich gestimmt hat. Von dort aus ging's nach Kotor, meinem eigentlichen Ziel.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Von Montenegro nach Mostar&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nun war ich also in Montenegro. Dem Land, wo ich Kollegen und Freunden erstmal erklären musste, wo
genau das liegt. Dass es ein Teil von Jugoslawien war, weiß noch jeder, aber mehr dann auch nicht.
Eigentlich schade, denn von der Natur her war es das beeindruckendste Land meiner Reise. Als
Urlaubsdestination laut den Aussagen von Einheimischen eher bei Serben und Russen (ersteres ist
naheliegend, kommt man doch von Serbien in Montenegro am schnellsten ans Meer) beliebt, was auch die
Statistik auf Wikipedia bestätigt. Bei der organisierten Montenegro-Tour, an der ich teilgenommen
habe, traf ich aber auf alle möglichen Nationalitäten, vor allem auch auf Nordeuropäer (England,
Finnland), die die Oktobertage noch dazu genutzt haben, innerhalb Europas T-Shirt-Wetter zu
genießen. Was aber nur am ersten Tag meines zweitägigen Aufenthalts geklappt hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Montenegro hat übrigens den Euro, wenn auch inoffiziell. Als sich Montenegro und Serbien im Jahre
2008 getrennt haben (vorher waren sie ja noch im letzten Rest von Jugoslawien vereinigt), hat
Montenegro eine Währung gebraucht und kurzerhand den Euro eingeführt. Allerdings darf das Land
selbst keine Scheine drucken oder Münzen prägen, was sich auch teilweise an der schlechten Qualität
des Bargeldes äußert. Trotzdem, ich weiß nicht ob es am Euro liegt oder am Tourismus, das
Preisniveau war relativ hoch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kotor selbst ist relativ klein, liegt es ja auch zwischen den Bergen und dem Meer. Die Stadtmauer
ist als UNESCO-Weltkulturerbe geschützt. Hinter der Stadt befindet sich oben auf dem Berg eine
Festung, über welche man über einen Wanderweg hinter der Festung relativ schön (wenn auch
anstrengend) auf den Berg hochsteigen kann und eine wunderschöne Aussicht auf die Bucht von Kotor
genießt. Aber seht selbst:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1154o8jio.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kotor&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1165h9kz1.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bucht von Kotor&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1150fikjf.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Uhrturm in Kotor&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am nächsten Tag unternahm ich eine organisierte Bustour durch Montenegro. Leider hat es den ganzen
Tag geregnet, dennoch bekam man einen Eindruck von den Schönheiten des Landes. Außerdem traf ich
eine Deutsche, die auf den Kanarischen Inseln lebt, mit der ich mich sehr gut unterhalten habe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1183bsjks.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Fluss Crnojević&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc02232p5jqh.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die alte Brücke in Rijeka Crnojevića&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach zwei Tagen Kotor ging es weiter nach Mostar. Ein Vorteil von Zügen in Europa ist die Tatsache,
dass das System überall mehr oder weniger gleich funktioniert. Bei Busverbindung ist dies durch die
Zersplitterung in verschiedene Busanbieter anders (ich bin sicher dass das grüne Imperium auch den
Balkan in ein paar Jahren erobert und ich finde es trotzdem gut, dass es noch nicht so ist).
Letztlich findet man eine ganz gute Übersicht der Abfahrtszeiten an den Busbahnhöfen oder in Bosnien
auch online.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider sieht man dann auch nur die Abfahrtszeiten und weiß nicht, wie lange der Bus braucht oder
welchen Weg er nimmt (auf dem Balkan kann das einen riesigen Unterschied machen, siehe weiter). Es
gibt eine ganz gute Buchungsseite Busticket4ME, die aber nicht alle Busanbieter umfasst und mobil
auch ziemlich unbedienbar ist, wenn man die Buchung dann auch abschließen will. Außerdem verlangen
die Busanbieter meistens ausgedruckte Fahrscheine. Für meine erste Busfahrt auf der Reise von Kotor
nach Mostar über Dubrovnik habe ich aber trotzdem das Ticket online dort gekauft und in meiner
Unterkunft ausdrucken lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Trotzdem, einfacher ist eigentlich der Kauf am Schalter am Busbahnhof. Dort kann man genauso vorher
kaufen, spart sich das Rumgewische auf dem Smartphone und hat in der Regel mehr Auswahl. Ich muss
zugeben dass ich von Deutschland schon so sehr auf Onlinebuchungen getrimmt bin dass ich auf diese
letztlich einfachere Art nur zurückgreife, wenn es nicht anders geht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie auch immer, die Busverbindung nach Mostar ist schlecht, die Buskarten relativ teuer (nein,
eigentlich angemessen, in Deutschland sind sie einfach zu billig und deshalb empfindet man es als
teuer, außerdem muss man ja die Zeit betrachten und nicht die Entfernung). Gepäck kostet meistens
extra (ein Euro, zwei Mark) und wird direkt beim Fahrer beim Verladen des Gepäcks bezahlt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hatte einen frühen Bus genommen und wollte Dubrovnik noch einen zweistündigen Besuch abstatten,
was aber aufgrund des heftigen Regens und der Entfernung Busbahnhof ­­– Altstadt nicht wirklich
gelungen ist. Von Kotor nach Mostar muss man vier Grenzübergängen passieren. Erst nach Kroatien,
dann durch Bosnien durch (ein Blick auf die Karte verrät, warum, es ist der schmale bosnische Zugang
zur Adria) und dann wieder nach Bosnien. Ich habe alle Arten erlebt, wie man in einem Bus die
Ausweise kontrollieren kann: (Variante 1) Der Zollbeamte geht durch den Bus mit seinem Kontrollgerät
und kontrolliert die Pässe. (Variante 2) Der Zollbeamte geht durch und macht Sichtkontrolle.
(Variante 3) Alle Passagiere raus und Antreten beim Zollhäuschen, wobei die Sichtkontrolle zumindest
bei mir sehr oberflächlich war. (Variante 4) Einsammeln der Pässe durch den Busfahrer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Positiv war aber auf allen Busfahrten dass es neben dem Busfahrer noch eine weitere Person gab, der
sich um die Ticketkontrolle gekümmert hat. So hat jedenfalls die Fahrt von knapp 200 km entfernten
Städten einen ganzen Tag in Anspruch genommen. Bequem waren die Busse auch nicht wirklich. Immerhin,
es hat in Strömen geregnet, von dem her war's mir egal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1204ejje7.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Busbahnhof in Dubrovnik&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1209r4jxi.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Auf dem Weg nach Mostar&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_12409ej2o.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Busbahnhof in Mostar am übernächsten Tag (am Reisetag war es schon dunkel)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Mostar&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ja, Mostar. Nur 200 km entfernt aber eine andere Welt. Montenegro hatte ja mit den ganzen
Jugoslawienkriegen nichts zu tun. Weder mit den eigentlichen Kriegen Anfang der 90er noch mit dem
Kosovo und den Nato-Luftangriffen. Klar war es Teil von Jugoslawien und die männliche Bevölkerung,
welche Militärdienst leisten musste, konnte in die Kämpfe verwickelt sein und die wirtschaftlichen
Folgen waren auch hier zu spüren. Aber es fand kein Krieg auf montengrinischem Gebiet statt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ganz anders Bosnien und auch Mostar. Es würde zu weit führen die Jugoslawienkriege hier
darzustellen, selbst nach mehrstündiger Lektüre und nach verschiedenen Erzählungen aus verschiedenen
Sichtweisen will ich mir nicht anmaßen, das alles verstehen und bewerten zu können, auch wenn in der
Schule das alles in ein, zwei Stunden abgehandelt wird und die paar Seiten in einem Geschichtsbuch
als die einzige, reine Wahrheit verkauft werden. Trotzdem, der Krieg hat tiefe Spuren im ganzen
Land, in Mostar besonders (die Stadt ist immer noch mehr oder weniger geteilt), bei den Leuten bis
in die Gegenwart hinterlassen. Und nicht zuletzt an den Gebäuden, wie ein Foto zeigt:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc02317fjjq5.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kriegszerstörung in Mostar&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Mostar übernachtete ich in einem kleinen Hostel. Der Besitzer organisierte eine Bustour in der
Umgebung von Mostar und erzählte viel über den Krieg, an dem er selbst teilnehmen musste. Auch wenn
er sicherlich an der einen oder anderen Stelle übertrieb war es doch sehr authentisch, vor allem wie
schnell damals alles ging. In Erinnerung ist mir im Übrigen noch der Song &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=0a5BJxrarL0"&gt;Dubioza kolektiv
"U.S.A."&lt;/a&gt; (YouTube), der im Auto ständig lief. Im
Übrigen lernte ich auf dieser Tour ein nettes Pärchen aus Freiburg kennen, mit denen ich am Abend
dann noch essen ging.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1237eyk3n.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Stari most („Alte Brücke“) in Mostar&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1228exk1h.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bosnien in der Nähe von Mostar&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1234opjgy.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kravica-Wasserfälle&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schade fande ich, dass die wunderschöne Natur teilweise so zugemüllt ist. Armut ist keine
Entschuldigung dafür, dass man seinen Müll nicht mitnimmt (es geht ja nicht um Sondermüll den es
teuer zu entsorgen gäbe sondern nur um Plastikmüll).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Tag darauf will ich weiter nach Sarajevo. Leider ist die Bahnstrecke immer noch gesperrt. Der
Busbahnhof in Mostar befindet sich direkt vor dem Bahnhof, letzterer ist verschlossen. Es gibt
zahlreiche Busse, das Ticket kaufe ich beim Fahrer. Leider ist der Bus überraschend voll und ich
muss neben jemand anders sitzen, was das Platzangebot des eh schon recht engen Busses dann weiter
einengt. Die Strecke ist auch sehr kurvig. Die Landschaft ist weitgehend die gleiche wie beim Zug,
allerdings wäre so eine Bahnfahrt schon was anderes gewesen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Sarajevo&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;In Sarajevo komme ich am Busbahnhof an, der sich direkt neben dem Hauptbahnhof befindet. Der
Busbahnhof interessiert mich weniger, dafür aber umso mehr der Hauptbahnhof, zu dem ich ohnehin
muss, da von dort aus die Straßenbahnen fahren. Der Bahnhof bietet schon ein trauriges Bild: Ein
ganzer internationaler Zug nach Zagreb fährt am Tag, ein paar Regionalzüge. Die Talgos habe ich
nicht gesehen, es hat sich zeitlich nicht ergeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Bahnhofshalle ist verraucht, ein paar Verkaufsstände/Cafés sind drin, der Ticketschalter
weitgehend verwaist. Die Werbung für Interrail ausgerechnet in Sarajevo hat was befremdliches. Als
würde man auf der Zugspitze Werbung für eine Kreuzfahrt auf dem Mittelmeer machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1242f0j9o.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Modernisierte, überdimensionierte Bahnhofshalle in Sarajevo&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_12417gk9k.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fahrplan in Sarajevo - ein einziger grenzüberschreitender Zug um 10:21 nach Zagreb&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_12447ojjf.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hauptbahnhof von außen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1274z1kvu.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bahnsteig in Sarajevo Hauptbahnhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1276k3j82.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ankunft des Zuges aus Zagreb&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fahrkarten für die Straßenbahn gibt's, wie auf dem Balkan üblich, an Tabak-Shops gegen Bargeld. Wer
es nicht weiß, in Bosnien gibt es als Währung die &lt;em&gt;Konvertible Mark&lt;/em&gt;, Kurs zum Euro wie gewohnt die
1,95583. Das Preisniveau ist gigantisch niedrig, ein Abendessen in Mostar hat keine 10 Mark gekostet
obwohl das schon ein eher touristisches Lokal mit Auszeichnung in Euro und englischer Speisekarte
war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Vorteil in Bosnien: Die (wenigen) Touristen, die man trifft, interessieren sich wirklich für
Land und Leute. Zum Teil trifft dies auch auf Belgrad zu, aber anders als in der
Mainstream-Touristendestination &lt;em&gt;Kroatische Küste&lt;/em&gt;. Beim Warten auf die Straßenbahn (es gibt keine
Fahrpläne, aber die Menschenmenge verrät mir, dass da schon was kommt), fällt mir dieses Plakat auf:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_124637k9e.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sarajevo 84 - Erinnerung an die Olymischen Winterspiele und an eine bessere Zeit&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc02383tbk91.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Straßenbahn in Sarajevo&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sarajevo an sich hat einen muslimischen und einen christlichen, von der Habsburger-Zeit geprägten
Teil. Nicht umsonst wird Sarajevo auch als das „Jerusalem Europas“ bezeichnet. In keiner anderen
Stadt findet man so viele Moscheen, katholische und (serbisch-)orthodoxe Kirchen in so geringer
Entfernung. Ungefähr so groß wie Nürnberg wurde die Stadt zweimal im letzten Jahrhundert trauriger
Schauplatz Europäischer Geschichte: Das Attentat von Sarajevo am 28. Juni 1914 als Anlass für den
Ersten Weltkrieg und die Belagerung von Sarajevo als Teil des Bosnienkrieges. Zudem fanden die
Olymischen Winterspiele 1984 statt, was der Stadt auch einiges an Bekanntheit gebracht hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Letztere Tatsache hätte mich beim Einpacken der Kleidung für die Reise hellhörig werden lassen
müssen: Es war nämlich saukalt und ich hatte eigentlich Sommerklamotten dabei. Aber mit Hilfe des
Zwiebelschalenprinzips habe ich die 2 Tage dann doch ohne bleibende Schäden überstanden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc02357rkk11.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Sebilj in der Mitte des Baščaršija - Muslimischer Teil&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_12523njrh.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Herz-Jesu-Kathedrale - Katholische Kirche in Sarajevo&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc02408ytjy6.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Österreich-Ungarn vor dem Ersten Weltkrieg&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc02431q6jn1.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sarajevo Tunnel unter dem Flughafen (&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sarajevo-Tunnel"&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc02446zdktt.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bobbahn von den Olymischen Spielen 1984&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Insgesamt hat die Stadt bei mir einen gemischten Eindruck hinterlassen. Sicherlich war es die
interessanteste Stadt meiner Route. Während ich aber in Beograd das Gefühl hatte, dass die Stadt
sich weiterentwickelt hatte ich das in Sarajevo nicht wirklich. So wie das Land momentan aufgestellt
ist, zweigeteilt, drei Präsidenten, praktisch keine Regierung, sehe ich nicht, dass es aufwärts
geht. Die bosnische Eisenbahn (die ja auch wieder in zwei Gesellschaften geteilt ist) spiegelt dies
auch nur wider.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Split&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der naheliegende Weg weiter wäre jetzt Zagreb gewesen, ich wollte aber an die kroatische Küste. Also
fuhr ich mit dem Bus von Sarajevo nach Split. Die Fahrkarte habe ich diesesmal in einem Reisebüro in
der Stadt erworben, an dem ich zufällig vorbeigekommen bin und welches das Eurolines-Logo hatte. Es
gibt zwei „schnelle“ Verbindungen am Tag, die aber zu relativ ungünstigen Zeiten (sehr früh und sehr
spät) fahren. Ich hatte mich dann für die langsame Verbindung entschieden, die um 10:00 Uhr fährt
und um 18:00 Uhr angekommen soll. Ich denke der Unterschied ist die Nichtverwendung der Autobahn auf
kroatischer Seite welche dann noch ein paar Zwischenhalte ermöglicht. Jedenfalls ging der Ticketkauf
überraschend unkompliziert und viel schneller als mit dem Wischkästchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1405m7uhp.png"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Ticket - Durchschlagpapier macht was her&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von der Busfahrt gibt es nicht viel zu berichten, außer dass sie lang dauert, der Bus nicht wirklich
stark besetzt ist, die Grenzkontrollen nerven und der Bus dann fast eine Stunde früher am Busbahnhof
ankommt. Wirklich riesig mit vielen Verkaufsständen, gegenüber dann der Hafen, den ich aber nicht
benutzen werde. Unscheinbar dazwischen der eigentliche Bahnhof mit einer kleinen Wartehalle und
Fahrkartenschalter, Schließfächern und den Bahnsteigen. Es handelt sich um den Endbahnhof der
Bahnstrecke Zagreb - Split. Die Strecke ist in Split unterirdisch geführt, was mich doch etwas
gewundert hat dass man da so einen Aufwand getrieben hat anstatt die Strecke vor der Stadt im
Nordwesten enden zu lassen. Ich vermute dass die Verknüpfung mit dem Hafen für den Güterverkehr
ausschlaggebend war, habe darüber aber auf Wikipedia nichts gefunden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Natürlich darf bei den Bussen auch die grüne Firma aus Deutschland nicht fehlen. Man merkt endgültig
dass das „Abenteuer Balkan“ sein Ende hat und ich im Mainstream-Tourismus gelandet bin. Letzte
Zweifel werden bei den Preisen ausgeräumt, man fühlt sich glatt heimisch wenn man davon absieht,
dass das Zahlungsmittel Kuna (übersetzt „Marder“) heißt und durch sieben geteilt werden muss. Aber
auch hier ist Bares Wahres und Kreditkarten sind eher die Ausnahme. Eine Umstellung vor allem für
Reisende vom amerikanischen Kontinent oder für Nordeuropäer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vor mir liegen drei Tage Split. Einen Tag geht's in den &lt;em&gt;Krka Nationalpark&lt;/em&gt; mit den Wasserfällen. Das
Wetter hat gepasst, der letzte wirklich schöne, sonnige, warme und klare Tag in diesem Herbst. Den
zweiten Tag verbringe ich mit einer Stadtführung in Split mit Schwerpunkt auf den Palast aus der
Römerzeit und einer Wanderung in der Nähe auf den Berg als Aussichtspunkt und den dritten Tag
verschlägt es mich in das nahe-gelegene Trogir, die Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe und der
Nachmittag geht dann für die Weiterfahrt nach Zagreb drauf. Aber zum Bahnbetrieb später mehr,
erstmal ein paar optische Impressionen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc02499k5ust.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Krka-Wasserfälle&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc025110qup5.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;... und in die andere Richtung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc02561rque5.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Split von oben&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1319pxu2l.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Küste und im Hintergrund Split - es riecht nach faulen Eiern, das Wasser ist leicht schwefelhaltig&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_132549ubh.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Badestrand - zwar nicht mehr warm aber eine sehr frische, angenehme Luft&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1346b7ucv.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Uhrturm in Trogir&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_13553uukg.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Trogir&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun ein paar Worte zum Zugbetrieb in Split. Die Aufnahmen sind an verschiedenen Tagen entstanden,
unter anderem an einem Abend, an dem ich das Ticket für die Weiterfahrt nach Zagreb gekauft habe. Im
Vergleich zu Sarajevo herrscht reges Treiben am Bahnhof, im Vergleich zum Busbahnhof herrscht
gähnende Leere. Nach Zagreb gibt es drei Zugverbindungen am Tag: Zwei tagsüber mit Dieseltriebwagen
mit Neigetechnik, die ursprünglich von der DB für den Fernverkehr gekauft wurden (soweit ich weiß
unter anderem von Nürnberg nach Dresden, wo es heutzutage nach der Elektrifizierung von Hof -
Dresden nichtmal einen durchgehenden Regionalverkehr gibt) und einen Nachtzug. Der Tagzug braucht 6
Stunden und liegt damit gleichauf mit langsamen Busverbindungen (es gibt schnellere die direkt die
Autobahn ohne Zwischenhalte nehmen), der Nachtzug braucht acht Stunden, führt Sitz-, Liege- und
Schlafwagen und nimmt auch Autos mit. Im Sitzwagen gibt es nachts keine Reservierungspflicht,
tagsüber schon.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Letzteres finde ich kurios, ist man doch von Deutschland anderes gewohnt und führt die
Reservierungspflicht tagsüber meiner Meinung nach zu einer unnötigen Gängelung der Fahrgäste: Der
Zug ist jetzt nicht so stark besetzt als dass das nötig wäre. Soll man halt einen Aufpreis verlangen
statt einer Reservierung. Was mich gewundert hat dass die Automitnahmemöglichkeit anscheinend recht
gut genutzt wird, standen doch an meinem Fototag zehn Autos auf dem Transporter. Gewundert hat es
mich deswegen weil man ja doch nur gut vier Stunden mit dem Auto nach Zagreb fährt und das
eigentlich eine Distanz ist, wo sich der Aufwand eigentlich nicht lohnt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc02576r5uyl.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Besagter Autozug&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc02575rmuc9.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Personenwagen des Nachtzuges Split - Zagreb&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1283hpuwt.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Tagzug nach Zagreb - Dieseltriebwagen mit Neigetechnik&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_12846nu5q.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;... von vorne&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1391uzu6r.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;... und von innen: Unten an den Gepäckablagen erkennt man die Leselampen welchen den Zug u.a. von den deutschen Regionalexpressen unterscheiden&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich entscheide mich für den späten Tagzug. Allerdings muss ich ehrlicherweise sagen, obwohl ich
lange Zugfahrten mag, sechs Stunden in diesen Dieseltriebwagen sind kein Spaß (ich wohne ja in
Nürnberg und kenne die Dinger daher ganz gut, fahren von dort ja in den (Nord-)Osten und teilweise
auch ins Allgäu in der Nahverkehrsvariante). Nicht dass mich die Neigetechnik stört, ganz im
Gegenteil, aber die Fahrtgeräusche des Motors, die dann noch asynchron zur Steigung oder
Geschwindigkeit sind, nerven einfach. Es gibt zahlreiche Langsamfahrstellen.&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Split                ab 14:35   IC 522
Zagreb Glavni Kolod. an 20:50
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1404vruts.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mein Ticket: Bei an diesem Tag exakt 14,98 € kann man echt nicht meckern (Vergleich: Flixbus kostet 24 €)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_13983nun2.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Aussicht während der Fahrt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zunächst ist der Zug auch ziemlich leer, er füllt sich auf dem Weg nach Zagreb aber immer mehr.
Neben der Kontrolle der Fahrkarte mit einem modernen Gerät (auch Papiertickets werden eingescannt,
finde ich gar nicht so schlecht die Idee schließlich wurden auch in Deutschland schon Papierrollen
entwendet und damit sind Papierfahrkarten leicht zu fälschen) ist die Schaffnerin auch für das
Speise- und Getränkeangebot (es gibt Instantkaffee, abgepackte Sandwiches und Chips) zuständig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Fernverkehrsvariante dieser Ex-DB-Züge unterscheidet sich im Übrigen nur geringfügig von der
Nahrverkehrsvariante: Es gibt mehr Ablagemöglichkeiten für Gepäck im Eingangsbereich, eine Leselampe
mit Kopfhöreranschluss (vermutlich gedacht zum Radiohören wie im ICE) unter der Gepäckablage und
einen kleinen Tresen zum Verkauf der Speisen und Getränke wo der Wasserkocher steht. Der Zustand der
Züge ist aber sehr gut, auch nicht schlechter als in Deutschland.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Abend erreiche ich pünktlich Zagreb, könnte nach einer halben Stunde Aufenthalt direkt mit dem
Lisinski nach München weiterfahren, bleibe aber stattdessen noch einen Tag hier und mache mich auf
in die Stadt auf dem Weg zur Unterkunft. Zugfahren macht müde.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Zagreb&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Abschluss meiner Reise bildet einen Tag &lt;em&gt;Zagreb&lt;/em&gt;. Eigentlich kann man durchaus mehr Zeit in der
kroatischen Hauptstadt verbringen, allerdings fand ich die anderen Orte spannender und Zagreb kann
man sich auch nochmal im Rahmen eines verlängerten Wochenendes genauer anschauen. Die
Zugverbindungen sind ja bekanntermaßen sehr gut und wenn man früh bucht bekommt man auch sehr gute
Preise.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider hat das Wetter nicht so mitgespielt. Bis 14 Uhr ging's, danach nur noch Regen. Trotzdem,
Zagreb hat mir gefallen. Müsste ich mir eine der besuchten Städte aussuchen um dort zu wohnen (die
wirtschaftliche Situation und die Wahrscheinlichkeit, einen guten Job zu finden jetzt mal außen vor
gelassen) würde ich mir glatt Zagreb aussuchen. Nicht zu groß, nicht zu hektisch, in der Innenstadt
alles in Laufweite, eine schöne Straßenbahn, schön sauber, irgendwie eine gewisse Ähnlichkeit zu
Nürnberg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was mir gleich gefallen hat war der Bahnhof: Endlich wieder ein Bahnhof mit Leuten und Zügen und
genau in der Lage, die man sich von einem Bahnhof wünscht: Man steigt aus dem Zug aus und steht
direkt vor der Innenstadt und braucht nicht erst ÖPNV, um dorthin zu gelangen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zagreb besteht aus drei Teilen: &lt;em&gt;Kaptol&lt;/em&gt; – die Bischofsstadt (vom Bahnhof aus gesehen hinter der
Unterstadt rechts), &lt;em&gt;Gorjni Grad&lt;/em&gt; – die Oberstadt (vom Bahnhof aus gesehen „hinter“ der Unterstadt
links) und &lt;em&gt;Donji Grad&lt;/em&gt; – die Unterstadt (vom Bahnhof aus gesehen unmittelbar folgend).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc025816xzpb.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zagreb Glavni Kolodvor – der Hauptbahnhof&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc02586qpb0z.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Tomislav-Platz&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc02594pvbsk.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Innenstadt mit Straßenbahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc02604uoyaz.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(an die Bezeichnung kann ich mich nicht mehr erinnern)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc02609jaxyn.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hier wird jeden Tag um 12 Uhr eine Kanone abgefeuert&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc0261435bkk.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Parlament&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/dsc02616waaw1.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schönes Auto&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1423ral2b.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Markuskirche&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachmittags hat es, wie schon angedeutet, geregnet, also standen Museumsbesuche auf dem Programm.
Ich bin eigentlich nicht der große Museumsgänger, vor allem interessieren mich weniger diese großen
„allgemeinen“ Museen wie ein „Nationalmuseum“ o.ä., aber zu bestimmten Themen finde ich es dann doch
interessant. Hervorheben möchte ich daher das Museum der &lt;a href="https://brokenships.com"&gt;zerbrochenen
Beziehungen&lt;/a&gt;
(&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Museum_der_zerbrochenen_Beziehungen"&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;) und das 
&lt;a href="https://muzejiluzija.com/en/naslovna/"&gt;Museum of Illusions&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nicht fehlen dürfen aber ein paar Fotos zum Zugbetrieb.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1441agbbr.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eine schöne bunte Lok (Baureihen interessieren mich nicht 😉&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_144207zqt.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die HZ haben auch schöne moderne Triebwagen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_144320zq1.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sitzwagen am „Lisinski“&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1444a7zxe.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;„Mein“ Schlafwagen von außen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_1446jpx6h.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;... und innen ...&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_10_balkan/img_14470cz3g.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;... und schließlich ganz innen (diesmal ist es mein Abteil)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An diesem Abend stand aber dann die Heimfahrt mit schon erwähntem EN 498 - »Lisinski« an. Tickets
hatte ich mir 2 ½ Monate vor der Fahrt besorgt. Trotzdem war die SparNight im Liegewagen ausgebucht.
Kein Systemfehler, ich sah in München eine Reisegruppe (im Alter von Schülern) aussteigen,
vermutlich hatten die noch früher gebucht und die Kontingente ausgeschöpft. Deshalb war ein Bett im
T3 günstiger als der Liegewagen. Wegen des Globalpreises kamen dann aber nochmal knapp 15 € von
München nach Nürnberg dazu. Der Liegewagen war sehr gut belegt, der Schlafwagen mäßig. Auf der
Reservierungsliste standen nur eine Handvoll Leute, es waren aber definitiv mehr. Entweder die
kroatische Bahn reserviert nicht über das gleiche System oder es waren kurzfristige Reservierungen,
die es nicht mehr auf die Liste geschafft haben.&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Zagreb Glavni Kolod.  ab 21:22    EN 498, D 498
München Hbf           an 06:10 

München Hbf           ab 06:52    ICE 728
Nürnberg Hbf          an 07:57
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;In meinem Abteil stieg in Ljubljana dann noch jemand zu, ungefähr in meinem Alter, mit dem ich mich
ganz gut verstand. Er hatte übrigens ein Onlineticket der ÖBB und auch nur durch Probieren
rausgefunden, dass die ÖBB solche verkauft. Ich bin also nicht der einzige der nur an den Schalter
geht wenn's gar nicht anders geht. Der Schaffner sprach Englisch und sogar etwas Deutsch. Das
Wagenmaterial ist bekanntermaßen kroatisch, die Schlafwagen sind in sehr gutem Zustand, ich denke
auch relativ neu (außen stand was von 2004, keine Ahnung ob das das Baujahr oder die letzte
Modernisierung war). Im Abteil gab es Steckdosen und ein Waschbecken, eine Wasserflasche, eine
kleine Box mit Seife, Schuhüberziehern, Ohrenstöpseln und ich glaube noch irgendwas.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ungefähr eine halbe Stunde nach der Abfahrt standen die ersten Grenzkontrollen an (Einreise nach
Slowenien). Wenigstens haben die Behörden es an dieser Stelle eingerichtet dass beide Länder
gleichzeitig kontrollieren. Kam ich überall problemlos mit meinem Ausweis durch, gab es hier
Probleme. Das Foto ist zugegebenermaßen schon etwas älter, trotzdem, dass ausgerechnet bei der
Heimreise am strengsten kontrolliert wird hat mich dann doch etwas überrascht. Wie ein syrischer
Flüchtling sah ich nun ja doch nicht aus. Jedenfalls wurde nach meinem Pass gefragt und um das ganze
abzukürzen habe ich ihn halt dann doch hervorgekramt. Nicht dass die noch mein ganzes Gepäck
durchwühlen. Trotzdem, eigentlich hätte der Auweis ausreichen müssen und man ist soweit ich weiß
nicht verpflichtet sein Foto zu erneuern nur weil es 9 Jahre alt ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Ljubljana sind dann insgesamt noch viele Fahrgäste zugestiegen, obwohl die Abfahrt kurz vor
Mitternacht eher ungünstig ist. Obwohl der Schaffner uns vorgewarnt hat, dass es in Salzburg
Grenzkontrollen gibt, hatte ich mich auf eine ruhige und erholsame Nacht im bequemen Bett gefreut.
Leider gab es die Grenzkontrollen dann wirklich. Ich fand es eine ziemliche Frechheit von den
deutschen Behörden die Leute mitten in der Nacht zu wecken und dann dermaßen oberflächliche
Kontrollen durchzuführen - der Beamter hat mich im Bett oben nämlich gar nichtmal bemerkt. Während
ich meinen Ausweis im Halbschlaf hervorkramen wollte hat er nur den unteren kontrolliert und war
schon weg. Entweder ordentlich oder gar nicht. Zumal es ja auch noch die Lösung gäbe, dass das
Zugpersonal die Ausweise einsammelt. Achja, Kaffee und 7-Days-Crossaint gab's auch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber gut, ansonsten war die Reise wirklich entspannt, der Zug kam leider pünktlich in München an,
ich unterhielt mich noch mit meinem Abteilkollegen und ging schließlich zum gebuchten ICE
(Zugbindung), der für die unchristliche Zeit überraschend voll war. Auch dieser kam pünktlich in
Nürnberg an. So schlecht ist die DB auch nicht. Was ich eigentlich nur schade finde dass man nicht
ein Stündchen länger schlafen darf, man könnte doch am Hauptbahnhof auch auf den Außenflügeln
halten, da ist bestimmt genug Platz. Oder am Ostbahnhof. Oder einfach langsamer von Salzburg nach
München fahren. Oder, ich hab's, gleich weiter nach Nürnberg. Ist eh viel schöner. Nun gut, man muss
froh sein dass es den Nachtzug aus Zagreb überhaupt noch gibt.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Fazit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ein schöner Urlaub, einzig das Wetter hätte besser sein können. Ich kann die Länder und Städte nur
empfehlen. Und ich kann empfehlen, die Reise mit der Bahn zu unternehmen. Man sieht und erlebt
einfach vielmehr als mit Flugzeugen und ist meistens auch viel spontaner unterwegs. Und irgendwie
ist mir ein alter, serbischer Liegewagen tausendmal sympathischer als ein neuer grüner Bus mit WLAN. 😁&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu den Fahrkarten: Ein (Bahn-)reisebüro kann man sich sparen, man kauft die Fahrkarten einfach vor
Ort, das ist überraschend unkompliziert. Die Seite Seat61 kann ich nur wärmstens empfehlen, hier
steht eigentlich alles was man wissen muss. Bis auf Beograd Bar waren sogar alle Züge und Busse
pünktlich.&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="bahn"/></entry><entry><title>Mit dem Zug an Ostern nach Sizilien</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2016-sizilien.html" rel="alternate"/><published>2016-06-23T00:00:00+02:00</published><updated>2016-06-23T00:00:00+02:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2016-06-23:/pelican/2016-sizilien.html</id><summary type="html">&lt;h2&gt;Einleitung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ein paar Tage Resturlaub vom letzten Jahr waren noch übrig und mussten verplant werden. Ich bin kein Wintersportler und mag die kurzen Tage nicht, daher wollte ich die Tage soweit es geht in das Jahr reinschieben. Und das hieß: Bis Ende März die Woche nach Ostern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl ich kein ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;h2&gt;Einleitung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ein paar Tage Resturlaub vom letzten Jahr waren noch übrig und mussten verplant werden. Ich bin kein Wintersportler und mag die kurzen Tage nicht, daher wollte ich die Tage soweit es geht in das Jahr reinschieben. Und das hieß: Bis Ende März die Woche nach Ostern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl ich kein Flugfreund bin, ist Sizilien dann schon ein Ziel, bei dem auch ich an ein Flugzeug als ein geeignetes Mittel denke, um dorthin zu kommen. Trotzdem habe ich mich für die Bahn entschieden, einfach wegen des Erlebnisses der Zugreise: Nachtzug und Fährverladung.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Los geht's&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Da ich am Karfreitag noch was zu erledigen hatte, startete die eigentliche Reise dann erst am Abend in München.&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;München Hbf     ab 21:02      CNL 485 »Lupus«
Roma Termini    an 09:22

Roma Termini    ab 11:26      IC 727
Siracusa        an 22:45
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Die Tickets waren (schon um die Neujahrswende) gekauft, sehr günstig: 61 € bis Rom im Liegewagen von der DB, 20 € dann noch bis Siracusa von der Trenitalia. Und das ganz regulär ohne Tricks (okay, Stückeln). Ich bin sicher, mit einem schottischen Billigflieger zur Unzeit wäre es noch billiger geworden, aber das war nicht das Kriterium. Die neue 5er-Regelung im Abteil finde ich eigentlich sehr praktisch, da dann genug Platz für's Gepäck da ist. Ich finde es nur etwas komisch dass nicht die mittlere Liege dafür vorgesehen ist sondern die obere, da man in der Mitte wohl doch am unbequemsten liegt (hab's aber noch nie probiert, hatte immer unten oder oben).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Zug fuhr (wie eigentlich immer wenn ich mit einem Nachtzug fahre) verspätet ab, wegen Wartens auf Anschlussreisende. Bei den üppigen Fahrzeitreserven aber auch kein Problem. Meine letzte Fahrt nach Rom hatte ich in etwas schlechter Erinnerung. Ganz einfach deswegen weil die Fahrt in Bologna wegen einer mehrstündigen Verspätung des EN aus Wien endete und alle dann in den italienischen Schnellzug umsteigen musste. Was zwar zur Folge hatte, dass wir eher in Rom waren, aber eben auch, dass ich nicht ausschlafen konnte und die fehlende Sitzplatzreservierung dann auch zu einem mehrmaligen Umsitzen geführt hat (italienische Züge sind reservierungspflichtig, daher werden eigentlich freie Sitzplätze nicht angezeigt und bei jeder Station kann jemand kommen).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Zug war praktisch ausgebucht und das Abteil war auch in München schon voll. Der Schaffner ist mir noch in positiver Erinnerung geblieben. Sehr freundlich, sprach fließend italienisch und hat auch versucht jeden Reisenden in seiner Sprache anzusprechen. Ja, ich weiß, offiziell gibt es keine Schaffner. Aber da ich nicht bei der Bahn arbeite darf ich das sagen. Insgesamt jedenfalls eine sehr angenehme Fahrt!&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Den ganzen Tag im Zug&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Irgendwo in Italien um knapp 7 Uhr wurde ich dann dennoch wach. Laut der DB-App knapp eine halbe Stunde Verspätung, aber dank Schnellfahrstrecke wurde die dann wieder reingefahren. Dass die doch recht alten Wagen 200 km/h (laut GPS auf meinem Schlaufon) fahren dürfen hätte ich gar nicht gedacht! Der Zugteil aus Wien scheint auch drangekoppelt worden zu sein, denn die Durchsagen kurz vor Rom kamen nicht mehr von CNL sondern von „Newrest Wagon Lits“. Sehr gut, pünktlich um 9:22 Uhr in Roma Termini!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-03-2609-22-08c6q21.jpg"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Ziel ist ja nicht Rom sondern Sizilien, also zwei Stunden Wartezeit. Ich mag Bahnhöfe eigentlich ganz gern, aber nicht Roma Termini. Weiß auch nicht warum, wenig Sitzgelegenheiten, teure Geschäfte, unschöne Umgebung, keine Schließfächer aber trotzdem hektisches Gewusel. Die zwei Stunden gingen mit passenden Podcasts und einem Einkauf in einem Supermarkt im Untergeschoss dann auch rum und irgendwann wurde der IC auch bereitgestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-03-2611-06-52hiuqi.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Italienische Abteilwagen durch und durch, zwar alt aber gemütlich. Das Wetter war nicht besonders schön, so konnte man die Ausblick der doch teilweise landschaftlich angenehmen Strecke am Mittelmeer nicht genießen wie es bei schönem Wetter gewesen wäre. Zunächst wechselte die Abteilbelegung öfter - nicht jeder ist so verrückt, die ganze Strecke durchzufahren -, dann stiegen irgendwann eine ältere Frau mit ihrem Sohn zu. Sie hatten viel Gepäck und noch mehr zu essen dabei und ließen es sich nicht nehmen, mir etwas davon anzubieten. War mir zwar irgendwie unangenehm, da ich nichts dabei hatte, was ich im Gegenzug anbieten konnte, aber letztlich griff ich dann doch zu. Schon alleine deshalb weil ich für die lange Fahrt etwas zu wenig gekauft habe und dann irgendwann Hunger bekam. Leider konnte ich mich mit ihnen wegen fehlender Italienischkennisse meinerseits und fehlender Englischkenntnisse ihrerseits nicht wirklich unterhalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Villa San Giovanni stiegen dann die meisten Fahrgäste aus, so auch meine Mitreisenden im Abteil. Ich vermute mal es gibt effizientere Wege auf die Insel zu kommen, weil der Ort selbst hat mir jetzt nicht den Eindruck gemacht dass dort alle hinwollen. Wie auch immer, für mich begann nun der eigentlich spannende Teil der Zugfahrt: Die Verladung auf das Schiff. Zeitdruck herrscht jedenfalls nicht, für die ganze Prozedur der etwa 20-minütigen Überfahrt sind zwei Stunden vorgesehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Zug passt natürlich nicht als Ganzes auf das Schiff, er wird in zwei Teile zerlegt. Interessanterweise ist das nicht die gleiche Teilung wie hinterher (Zugteil nach Siracusa, der zweite nach Palermo), warum auch immer. Hier zwei Fotos von der Fähre:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-03-2618-47-57vfq1n.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-03-2618-59-24nwq1s.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Ganze war noch vor der Sommerzeit-Umstellung, es war also schon dunkel. Zum Glück durfte man während der Überfahrt den Zug verlassen, etwas frische Luft und Bewegung tun nach so einer langen Fahrt dann gut. Irgendwann wird dann wieder rangiert was das Zeug hält und der Zug setzt sich letztendlich nach Siracusa in Bewegung. Das Reservierungssystem hat funktioniert und mich in den richtigen Teil gebucht. Perfekt!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Entlang der Küste Siziliens geht es dann im Dunkeln über Catania (wo der Zug dann wieder leerer wird nachdem er sich in Messina wieder gefüllt) hat nach Siracusa. Zum Glück liegt meine Unterkunft nahe des Bahnhofes so dass ich gleich einchecken und schlafen kann. Einen Tag nichts tun ist halt doch anstrengend!&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Syrakus&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nach der doch etwas längeren Anreise steht heute Siracusa oder auch Syrakus auf dem Programm. Geographisch liegt Syrakus an der Ostküste. Syrakus war lange Zeit unter griechischer Herrschaft, erst 212 v. Chr. gelang es den Römern Syrakus einzunehmen. Damals war es auch die Provinzhauptstadt. Nach dem Untergang Roms eroberten um 450 die Vandalen die Stadt und 535 fiel sie für über drei Jahrhunderte an das Oströmische Reich. Im 9. Jahrhundert eroberten dann die Araber Sizilien und Palermo wurde die neue Hauptstadt Sizliens. Für die neuere Geschichte verweise ich auf &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Syrakus#Geschichte"&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zunächst aber mal ein Foto vom Bahnhof, jetzt bei strahlendem Sonnenschein:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-03-2710-38-066bo10.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Grad stand ein &lt;em&gt;InterCity Notte&lt;/em&gt; am Gleis, den musste ich dann ablichten. Einfach deshalb, weil ich die dunklen Züge schön finde und am Ende der Sizilienreise dann auch mit einem fahren werde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-03-2710-33-54tdlwl.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Stadt Syrakus besteht aus der Altstadt auf der Insel Ortygia und der Neustadt auf dem Festland. Auf letzterem befindet sich der &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Parco_Archeologico_della_Neapolis"&gt;Parco Archeologico della Neapoli&lt;/a&gt;, den ich nun besuchen werde. Syrakus ist einigermaßen klein genug um alles zu Fuß erreichen zu können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc01759wwaj7.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Griechisches Theater&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc01794pmyxd.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Ohr des Dionysios mit seiner besonderen Akustik&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Syrakus hat aber auch modernere Bauwerke zu bieten wie die Kirche Madonnina delle Lacrime (finde ich zwar architektonisch interessant, schön aber irgendwie dann doch nicht):&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc01811dbuvz.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf der Insel Ortygia überwiegen dann wieder die alten Bauwerke. Hier auszugsweise der Dom und das &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Castello_Maniace"&gt;Castello Maniace&lt;/a&gt;, welches zum Glück am Ostersonntag auch am Abend offen hatte, obwohl normalerweise nur am Vormittag. Man beachte das wunderschöne Wetter, wir haben schließlich nicht Juni sondern Ostern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dazu noch eine kleine Annekdote: Das Wetter und die Intensität der Sonne hat mich in der Form doch überrascht, ich hatte nämlich keine Sonnencreme dabei. Nichts leichter als das dachte ich, geh ich halt in den nächsten Supermarkt und kaufe welche. Tja, weit gefehlt. Der Durchschnittssizilianer spricht erstens kein Englisch und ich immer noch kein Italienisch. Mittels Gestik erfuhr ich, dass das Zeug crema solare heißt. Gut, ist jetzt nicht so überraschend. Aber auch das half nicht, denn ich erfuhr weiter dass ich sowas nicht im Supermarkt oder in einer Drogerie sondern in einer farmacia, also einer Apotheke bekomme. Ich staunte dann nicht schlecht über die Apothekenpreise: 15 € für eine Sonnencreme! Mag sein dass der Durschnittssizilianer das nicht braucht, aber ich war auch nicht der einzige Tourist auf der Insel. Somit Hinweis an alle: Sonnencreme mitnehmen. Am besten ganz viel und dort an andere Touristen verkaufen. :-) Das war aber auch das einzige was mich preislich vom Hocker gehauen hat, ansonsten ist Sizilien recht günstig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viel geredet, hier die Bilder:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc01871y6zh6.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Dom&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc018936clf4.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf die Altstadt, links das Castello Maniace&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc01959w9yc5.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Castello selbst&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc01958o0ygg.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Sonnenuntergang von der Burg aus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-03-2719-05-5682bfo.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf die Altstadt von der anderen Seite in Abenddämmerung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am nächsten Tag geht's per Leihfahrrad raus in die Natur Richtung des Naturreservats &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ciane"&gt;Fiume Ciane&lt;/a&gt;. Ich stelle fest dass in diesem Teil von Sizilien sehr wenig Fahrrad gefahren wird, etwas anders ist es in Parlermo. Das Auto dominiert eindeutig. Ach, wie schön könnten Städte sein ohne den Dreck und Lärm durch Autos‥., nicht nur in Italien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-03-2812-56-24swup2.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-03-2814-02-53erum3.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein Dorf namens „Cassible“&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-03-2815-22-41jqu36.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Herrlicher Strand&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Catania&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Am nächsten Tag geht's nach Catania. Ziel ist eine kurze Stadtbesichtigung und eine Fahrt mit der Ferrovia Circumetnea. Von Syrakus nach Catania geht's selbstverständlich mit der Bahn. Zeitlich war grad ein InterCity am besten, kostet zwar geringfügig mehr aber der Preis für eine einfache Fahrt war immer noch unter 10 €, also nicht der Rede wert. Dafür fährt man in den gleichen Abteilwagen wie bei bei der Fahrt auf die Insel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es war im Vorfeld gar nicht leicht, die Fahrzeiten der FCE herauszufinden. Auf der offiziellen Internetseite wurde ich nicht fündig, irgendwo fand ich dann einen Scan des Fahrplans in einem Eisenbahnforum. Zwar nicht mehr ganz aktuell, aber meine Hoffnung war, dass sich da soviel nicht ändert. Immerhin, in der Touristeninformation von Catania bekam ich sofort ein Examplar ausgehändigt. Leider war es so oft kopiert dass ich die Zahlen nur mit Mühe entziffern konnte. Ansonsten hätte ich es abfotografiert und für andere ins Internet gestellt, aufgrund des schlechten Qualität war das dann leider nicht möglich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zunächst geht's in die Stadt. Vom Bahnhof zur Innenstadt durchquert man zunächst einen Markt, der jetzt optisch nicht grad ein Aushängeschild ist. Also jetzt nicht der Markt selbst sondern auch die Umgebung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-03-2911-59-27isujy.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weiter findet man die Reste eines Amphitheaters aus der Antike, mit 7000 Sitzplätzen eines der größten auf Sizilien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc01962kkpl4.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Blick zum Etna darf natürlich auch nicht fehlen. Es war etwas diesig an dem Tag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc01994w6jii.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Stadt sticht die [Kathedrale Sant’Agata])(https://de.wikipedia.org/wiki/Kathedrale_von_Catania) ins Auge. Auf dem Platz davor der bekannte &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Palazzo_degli_Elefanti"&gt;Elefantenbrunnen&lt;/a&gt;. Viele Gebäude sind übrigens deshalb so dunkel, weil es sich um Lavagestein handelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc02014guppy.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Elefantenbrunnen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc02013azqau.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kathedrale&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hinter der Eisenbahnbrücke befindet sich ein kleiner Park. Hier ein Foto mit dem für Sizilien typischen Triebwagen »Jazz« von Alstom.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc020241cjqc.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ansonsten fand ich Catania ganz nett aber nicht so schön wie Syrakus. Die Lage zwischen Etna und Meer ist halt genial! Nun aber zur FCE. Um überhaupt dorthin zu gelangen muss man erst die U-Bahn nehmen um bis Catania Borgo zu gelangen. Ich stieg wieder im Hauptbahnhof zu.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc02042m4u80.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die U-Bahn&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dort heißt es dann erstmal: Ticket kaufen und warten. Währenddessen sehe ich mich etwas am Bahnhof um.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc020459huwp.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fahrdienstleiter als »Dirigent der Bewegung« - schön 😀&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc02047k2b66.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Stellwerkstechnik&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc020493kpqh.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick in Fahrtrichtung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Fahrgäste lassen sich sofort in zwei Gruppen einteilen: Einheimische, die die Bahn benutzen um von A nach B zu kommen (hauptsächlich Jugendliche) und Touristen, die die Bahn wegen der Bahn benutzen. Endlich fährt der Zug ein:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc02056glbzi.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schön alt, mit Fenster zum Öffnen. Weil im anderen Bericht nach Klimaanlagen gefragt wurde: Ich persönlich mag die ja eher nicht weil die Luft so künstlich und meistens übertrieben kalt (Wozu muss ich im Sommer auf 20 Grad kühlen wenn im Winter die Leute jammern dass 20 Grad zu kalt seien und auf 25 Grad heizen? An die Umwelt denkt eh niemand mehr..) ist. Okay, im Hochsommmer wäre mir das auch zu heiß, aber da wäre Sizilien ohnehin nichts für mich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste Teil der Fahrt ist wenig spektakulär. Auch mit unterirdischen Bahnhöfen. Ich dachte mir eigentlich schon „das hättest Du Dir sparen können“, aber nach einiger Zeit hat sich das geändert! Schöner Ausblick auf eine schöne Landschaft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc020982outl.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc02096lpuxm.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc02093teur2.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;... und weil diese Tierchen den Bahnübergang nicht benutzt haben, mussten wir kurz anhalten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Randazzo (glaub ich zumindest dass es dort war) war die Fahrt dann zu Ende. Schienenersatzverkehr. Der Schaffner hat extra noch jemand dazugeholt, der den Touristen auf Englisch erklärt hat, dass sie in den Bus umsteigen müssen. Ich hätte das auch so kapiert 😉. Die Busfahrt war dann auch ein Erlebnis für sich. Die Straße ist sehr kurvenreich. Statt ganz langsam zu fahren entschied sich der Busfahrer - wir sind schließlich in Italien - an jeder Kurve einfach zu hupen. Ob das gutgeht? Fast. An einer Kreuzung kam es dann tatsächlich zu einem leichten Zusammenstoß seitlich mit einem Pkw. Es wurde die Polizei geholt, was die Weiterfahrt dann eine halbe Stunde verzögerte. Dort sprach mich dann auch eine Gruppe von Schülerinnen an, die erst ihre Englisch- und dann ihre Deutschkenntnisse (sie lernten tatächlich Deutsch am Gymnasium) ausprobieren wollten. Ich musste unbedingt was für ihre Lehrerin aufs Handy sprechen. Hach, früher wäre das nicht passiert, schließlich hatte da nicht jeder ein Diktiergerät dabei. 😉&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von Riposto - mittlerweile war es Abend - fuhr ich dann zurück nach Catania und schließlich nach Syrakus.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Nach Enna&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Am nächsten Tag wollte ich nach Enna zu meinem nächsten Quartier. Meine Recherche ergab, dass die Bahn ein wenig geeignetes Verkehrsmittel darstellt weil der Bahnhof ziemlich weit (vor allem höhenmäßig) vom Ort weg ist. Insofern hat mich dann dann dazu bewogen, den Bus einzuplanen. Es gibt keine direkte Busverbindung von Syrakus nach Enna und die Umsteigeverbindungen waren schlecht. Infolge dessen war der Plan, mit dem Zug wieder nach Catania zu fahren und von dort mit dem Bus aus nach Enna. Am Bahnhof hatte ich eine halbe Stunde Zeit, den Bus zu finden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider war das zu wenig. Vor dem Bahnhof befindet sich die Bushaltestelle für die Stadtbusse. Der ZOB (so würde man ihn in Deutschland bezeichnen) war gegenüber. Trotz diverser Rückfragen und trotz vorheriger Recherchen war es mir nicht möglich, den Bus und die passende Fahrkartenverkaufsstelle zu erfragen. Ich bin zu blöd für Fernbusse in Italien. Gut, bevor ich jetzt zwei Stunden auf den nächsten Bus warte dachte ich, „fährst Du halt doch mit dem Zug“. Gesagt. Getan.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es war eine schöne Bahnfahrt mit einem modernen Triebwagen. Das Wetter war immer noch sonnig. Ich hatte vor mir alle möglichen elektronischen Geräte ausgebreitet, um sie mit Strom zu füttern. Plötzlich kommt die Ansage „Enna“. In Deutschland kämen jetzt die Umsteigeverbindungen, man würde gesänkt bekommen mit der Bahn geträwelt zu haben, kurz, noch jede Menge Zeit, seine sieben Sachen zu packen. In Sizilien hingegen musste ich innerhalb von 30 Sekunden alles irgendwie reinstopfen und abstecken. Ein Ladegerät für 15 € blieb dabei zurück, aber es hätte schlimmer kommen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie bereits erwähnt befindet sich zwischen Enna und Enna Bahnhof eine Höhendistanz von ungefähr 200 m. Ich hatte auf einen Bus gehofft, meine Hoffnung blieb unerfüllt. Später werde ich erfahren dass es mal einen Bus gab, die Stadt sich aber mit dem Busunternehmen nicht einigen konnte und es seitdem keinen Bus mehr gibt. Jetzt weiß ich das noch nicht, und die Erkenntnis würde mir bei der Bewältigung der Distanz auch nicht helfen. Also mache ich mich mit meinem Rucksack auf den Weg. Der erste Teil lässt sich abseits der Hauptstraße auf einem Feldweg bewältigen (eine Offline-Variante von OpenStreetMap ist schon was praktisches).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Ausblick entschädigt einen aber für die Mühen. Ohne Gepäck wär's eh kein Thema gewesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-03-3015-00-21hjoid.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Enna&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc0211590u9c.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Calascibetta (der Bahnhof liegt zwischen Enna und Calascibetta)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weiter auf der vielbefahrenen Hauptverkehrsstraße kamen dann zwei doch relativ agressive Straßenhunde auf mich zu, die sich auch von den ganzen Autos nicht abhalten ließen, die Straße zu überqueren. Etwas Panik machte sich in mir breit, doch noch bevor ich einen Plan B überlegen konnte, hielt ein Auto an. Die Italienerin fragte mich, ob sie mir helfen könnte und wo ich hinmüsse, und obwohl sie eigentlich in die andere Richtung nach Calascibetta fuhr, nahm sie mich mit, drehte um und fuhr mich den Berg hoch. Solche Hilfsbereitschaft habe ich hierzulande auch noch nicht erlebt. Obwohl die Kriminalität auf Sizilien sicher objektiv höher ist als in Deutschland hat man offenbar weniger Angst davor.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erleichtert in Enna angekommen beziehe ich als erstes meine Unterkunft. Gebucht hatte ich ein Bett im Mehrbettzimmer in einem Hostel, faktisch war ich der einzige Gast an diesem Werktag. Die Saison hat noch nicht begonnen, zumal Enna nicht so touristisch ist wie Palermo und auch wegen der Höhe etwas kühler.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Enna&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nach der doch etwas umständlichen Anreise nun also zu Enna selbst. Die Stadt liegt auf dem Gipfel der Gipfel der Monti Erei, dem Monte San Giuliano mit einer Höhe von 968 Metern und besteht aus 28.019 Einwohnern, wobei auch Teile der Stadt dazugehören, die nicht auf dem Berg liegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Darauf muss man im Übrigen auch achten wenn man mit dem Bus nach Enna fährt, die Haltestelle unten heißt Enna Bassa, befindet sich aber im Gegensatz zum Bahnhof auf der anderen Seite des Bergs, die auch „bewohnt“ ist. Der Weg ist dann auch etwas einfacher, wenn auch genauso anstrengend da die gleiche Höhe zu überwinden ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erstmal will ich ein paar Bilder sprechen lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc02121uwknh.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Dom&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc02145edjlx.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Castello_di_Lombardia"&gt;Castello di Lombardia&lt;/a&gt; bzw. dahinter&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc021490ijg5.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick vom Castello auf die Nachbarstadt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc021667wjye.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Verwaltungsgebäude&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-03-3112-22-13vnk3l.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick auf Enna von Enna Bassa aus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-03-3112-20-48lgk61.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Universität (unten in Bassa)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aufgrund des begrenzten Platzangebots besteht Enna aus vielen engen Gassen. Typisches Sizilien, die Wäsche an den Hauswänden zwischen (!) Balkonen, um 22 Uhr an einem Werktag richtig Leben in der Stadt, nachmittags die Geschäfte geschlossen. Eine Autowerkstadt mitten in der Stadt, kleine Läden statt einem Supermarkt mit großem Parkplatz und eben nicht touristisch. Nachteil aber: Ohne Auto ist es schwierig, die Umgebung zu erkunden, öffentliche Verkehrsmittel gibt es wenig. Der Ortsteil unten ist dann schon wieder „normaler“ mit größeren Geschäften, neuen Gebäuden, breiteren Straßen und auch der Uni. Enna ist also auf jeden Fall einen Besuch wert, ein Tag reicht aber auch. 5 km südlich von Enna befindet sich der einzige natürlich See Siziliens &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lago_di_Pergusa"&gt;Lago di Pergusa&lt;/a&gt;, der aber von einer Autorennbahn „eingerahmt“ wird. Schade. Sowas ist mir unbegreiflich - hätte man auch woanders bauen können.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Nach Palermo&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Jedenfalls fahre ich dann weiter nach Palermo. Wieder mit der Bahn, zum Bahnhof komme ich dieses mal mit einem Auto. Die Dame im Hostel hat mir eine Art „Taxi“ organisiert. Von der Fahrt habe ich leider keine Fotos mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Palermo hatte ich mir zwei Punkte vorgenommen: Eine Wanderung auf den &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Monte_Pellegrino"&gt;Monte Pellegrino&lt;/a&gt; und eine Stadtbesichtigung. Da ich am zweiten Tag dann schon wieder zurückfahre mit dem Nachtzug und bei so einer Wanderung weiter draußen immer eher was schief geht (also dass ich den Zug nicht mehr rechtzeitig erwische), ziehe ich die Wanderung vor und verschiebe die Stadtbesichtigung auf den letzten Tag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Wanderung habe ich aus einem Wanderführer (MM Wandern Sizilien), allerdings etwas abgewandelt. Von der Stadt laufe ich zu Fuß kreuz und quer zum Beginn des Pilgerwegs. Ein Teil auf einer stark befahrenen Ausfallstraße mit richtig schlechter Autoabgasluft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-04-0111-22-413jjht.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick nach unten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-04-0111-22-433sjvi.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Blick nach oben&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-04-0112-55-57pyjuk.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Gipfel&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-04-0113-31-42xgkwt.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dazwischen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Runter geht's dann durch's Gebüsch und etwas steiler, die Route war im Wanderführer mit GPS-Track. Eidechsen ohne Ende. War mir vorher auch nicht so bewusst wie der Weg verläuft, aber der Ausblick war dann Belohnung genug!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-04-0114-29-00fhjre.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ausblick&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unten ist dann eine Bushaltestelle, aber es wäre zu schön wenn da auch die Zeiten angeschrieben stünden. Somit bin ich dann den kompletten Weg in die Stadt auch noch gelaufen und war für den Tag fertig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am letzten Tag (abgesehen vom Reisetag) dann noch ein paar Eindrücke von Palermo, bevor der Urlaub leider zu Ende geht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc0217619kjs.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Teatro Politeama&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc02184i7jyq.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Teatro Massimo (Opernhaus)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc02228ssj56.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein FIAT&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc022295kj1v.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kathedrale von Palermo&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/dsc02301h1jb8.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Botanischer Garten (diese &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Großblättrige_Feige"&gt;Großblättrige Feige&lt;/a&gt; hat's bis auf Wikipedia geschafft)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-04-0215-41-13nwkt3.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Innenstadt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-04-0214-58-40bnksh.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Strand (in der Nähe des Hafens)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Das Wetter wird erkennbar schlechter. Zeit also für die Heimreise im nächsten Teil!&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nach Hause&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Irgendwann ist jede Reise zu Ende. Ich freue mich aber schon auf die Fahrt mit dem italienischen Nachtzug. Obwohl die Kombination aus italienischem Tageszug und dem CNL etwas schneller und meistens preislich günstiger ist, wollte ich erstens mal in einem italienischen ICN fahren und auch am Abend ankommen so dass ich die letzte Nacht zu Hause schlafen kann bevor es dann wieder in die Arbeit geht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein Plan war folgende Strecke. Genug Zeit in Roma für den Anschluss, da ich aufgrund der zwei verschiedenen Fahrkarten keine Fahrgastrechte habe. So jedenfalls der Plan!&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;Palermo Centale   ab 18:30      ICN 1954
Roma Termini      an 07:13

Roma Termini      ab 08:50      ES 9412
Bologna Centrale  an 11:07

Bologna Centrale  ab 11:52      EC 84
Rosenheim         an 17:39      

(Der EC 84 endet planmäßig wegen Bauarbeiten in Rosenheim.)

Rosenheim         ab 18:32      M 79038 (Meridian)
München Hbf       an 19:17

München Hbf       ab 19:52      ICE 522
Nürnberg Hbf      an 20:57
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Alle Liegen im Nachtzug waren ausgebucht, nur Betten waren noch ein paar frei. Die italienische Bahn belegt die Abteile nur mit vier Leuten und hat auch (zumindest wenn man es auswählt) eine Geschlechtertrennung. Sitzplätze gibt es erst gar nicht. Mit mir reisten drei Italiener, zwei davon stiegen später zu. Um 22 Uhr wieder die Überfahrt über das Meer (gleiche Prozedur wie bei der Hinfahrt), irgendwann entschließen sich auch die Italiener das Abteil umzubauen und um Mitternacht schlafe ich ein. Fast hätte ich Rom verschlafen, auch wenn der Schaffner kurz geklopft hat. Es gibt übrigens ein Wasser und ein O-Saft im Tetra-Pack, ansonsten fährt die italienische Bahn mit weniger Personal als CNL. Die Decken werden auch erst ausgeteilt während der Zug schon fährt. Insgesamt ist der Zug in einem sehr guten Zustand. Alles in allem emmpfand ich die Reise mit CNL aber etwas angenehmer, kann aber aber auch am netten Personal liegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-04-0218-11-472gupu.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Zug von hinten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-04-0218-17-06v3uws.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein Abteil von innen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-04-0222-48-47bqus7.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wieder auf dem Schiff&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Rom dann angekommen plündere ich erstmal die Automaten für's Frühstück. Im Gegensatz zu deutschen Kaffeeautomaten, wo es nur Pulver und heißes Wasser gibt, haben die Italiener richtig gute Espressoautomaten, deren Kaffee auch schmeckt. Der Zug war übrigens pünktlich, der Puffer wäre also nicht notwendig gewesen. Aber sicher ist sicher.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-04-0308-01-477zu3b.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Privater Schnellzug vs. staatlicher Schnellzug&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch der italienische Schnellzug fährt pünktlich. Das Reservierungssystem hat mich mitten in einer Schülergruppe einquartiert, die nach Kroatien fuhren. Genau deshalb mag ich diese Zwangsreservierungen nicht. In Ländern ohne Zwangsreservierungen kann ich mir einfach einen ruhigen Platz suchen und gut. Auch empfinde ich den ICE rein von der Fahrt her als ruhiger und angenehmer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angekommen in Bologna steht auch schon der Brenner-EC bereit. Auch wenn es ÖBB-Zugmaterial ist fühlt man sich gleich wie in Deutschland. 😉&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-04-0311-25-12meu0b.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was der Schnellzug zu schnell ist, ist der EC zu langsam. Der kommt ja gar nicht vom Fleck. Trotzdem, die Fahrt ist angenehm. Am Brenner kommt es zu einem ungeplanten Aufenthalt wegen Demonstrationen gegen die Grenzschließung. Gleise sind blockiert, Polizeieinsatz. Mit einer Verspätung von einer knappen halben Stunde geht's weiter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-04-0315-41-334au7j.jpg"&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich endet der Zug in Rosenheim wegen Bauarbeiten. Die meisten steigen in Innsbruck (oder war es Kufstein?) aus, weil das Buchungssystem dann einen schnelleren Nahverkehrszug ausgerechnet hat. Ich habe ich Karten vor dem Einpflegen der Bauarbeiten gekauft, „muss“ daher im Zug bleiben. Irgendwann heißt es dann, der Zug fährt doch bis München durch wegen der Verspätung. Auch gut. In Rosenheim dann die Durchsage, dass Fahrgäste, die den Anschluss-ICE nach Berlin erreichen wollen, doch den Meridian nehmen sollen. Ich hatte es verpeilt, da ich nicht im Kopf hatte, dass das mein Zug ist. Als ich es dann begriffen hatte, wollte ich nicht mehr aussteigen, nicht dass am Ende sowohl der Meridian als auch der EC weg sind. Also blieb ich drin, erreichte meinen Anschlusszug natürlich nicht mehr. Das hat mich aber gar nicht gestört, die Umleitung verlief durch das wunderschöne Mangfalltal welches leider traurige Berühmtheit erlangte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="" src="https://www.cycletux.de/pelican/images/2016_04_sizilien/2016-04-0319-30-56rau2p.jpg"&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;München Hbf&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hatte nur Angst dass ich jetzt den nächsten ICE nicht benutzen darf weil ich ja selbst schuld war, den Anschlusszug nicht erreicht zu haben. Aber der Zugbegleiter hat ohne zu murren die Zugbindung aufgehoben. Überhaupt, ich bin früher wenig Zug (Fernverkehr) gefahren, durch die ganzen Medienberichte hatte ich den Eindruck dass ein Zugbegleiter nur drauf wartet, dass man einen kleinen Fehler macht und dann gnadenlos abkassiert. Mein Eindruck ist eher das Gegenteil. Ich glaube die meisten Zugbegleiter sind froh, wenn man eine gültige Fahrkarte hat und nicht wegen irgendwelcher Lapalien rummosert oder bei einer Verspätung von 5 Minuten und einer Umsteigezeit von 30 Minuten gleich wissen will ob der Anschluss den noch klappt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So war ich dann eine halbe Stunde später als geplant in Nürnberg. ICEs fahren um die Zeit ja noch jede Menge.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl ich bestimmt 2000 km unterwegs war, den kompletten Weg nur auf Schienen zurückgelegt hatte (vom SEV mit der FCE und der einen „Taxifahrt“ abgesehen) verlief bahntechnisch alles problemlos. Ich denke die italienische Bahn ist besser als ihr Ruf. Schön war's! Auch wenn ein Arbeitskollege mit dem Kopf geschüttelt hat als ich erwähnte, mit der Bahn nach Sizilien gefahren zu sein.&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="reisen"/><category term="bahn"/></entry><entry><title>Use an Apple keyboard on Linux</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2014-10-apple-keyboard.html" rel="alternate"/><published>2014-10-31T00:00:00+01:00</published><updated>2014-10-31T00:00:00+01:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2014-10-31:/pelican/2014-10-apple-keyboard.html</id><summary type="html">&lt;p&gt;I have to admit that I use a Mac at home as my primary workstation. I also like
the Apple keyboard (the one with a cable). That keyboard is hard-wired for
Macs, which means that on a PC&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;one cannot use the function keys without pressing &lt;em&gt;fn&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;the tilde (in ...&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;</summary><content type="html">&lt;p&gt;I have to admit that I use a Mac at home as my primary workstation. I also like
the Apple keyboard (the one with a cable). That keyboard is hard-wired for
Macs, which means that on a PC&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;one cannot use the function keys without pressing &lt;em&gt;fn&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;the tilde (in the English/International layout) is not left of the &lt;em&gt;1 key&lt;/em&gt; but
  right of the left &lt;em&gt;Shift&lt;/em&gt; key&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;em&gt;Alt&lt;/em&gt; and &lt;em&gt;Windows&lt;/em&gt; are swapped (if you type blindly and ignore the labels).&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;The good news is that Linux comes with a &lt;code&gt;hid_apple&lt;/code&gt; kernel driver which can
“fix“ that issues. By default, that driver doesn't change the behavior, you
have to set some kernel parameters. On recent Linux distributions, all you have
to do is to create a file &lt;code&gt;/etc/modprobe.d/hid-apple.conf&lt;/code&gt; with following
contents:&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;options hid_apple fnmode=2 iso_layout=0 swap_opt_cmd=1
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;When the driver is loaded in initramfs (e.g. you have an encrypted root
partition, so you need to enter your password in the early boot phase), then
you have to re-create the initramfs, e.g. by &lt;code&gt;mkinitcpio -p linux&lt;/code&gt; on &lt;a href="http://www.archlinux.org"&gt;Arch
Linux&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</content><category term="Computer"/><category term="computer"/><category term="apple"/><category term="linux"/></entry><entry><title>Swap Alt and Windows key in Windows</title><link href="https://www.cycletux.de/pelican/2014-08-alt-swap-windows.html" rel="alternate"/><published>2014-08-25T00:00:00+02:00</published><updated>2014-08-25T00:00:00+02:00</updated><author><name>cycletux</name></author><id>tag:www.cycletux.de,2014-08-25:/pelican/2014-08-alt-swap-windows.html</id><summary type="html">&lt;p&gt;I use VirtualBox on Mac OS. Windows guest, Mac OS host. On the Mac, the
keyboard layout is a bit different: While on the PC the three first keys in the
last row on the keyboard are Ctrl, Windows and Alt, the Mac has Ctrl, Alt and
Command. From the ...&lt;/p&gt;</summary><content type="html">&lt;p&gt;I use VirtualBox on Mac OS. Windows guest, Mac OS host. On the Mac, the
keyboard layout is a bit different: While on the PC the three first keys in the
last row on the keyboard are Ctrl, Windows and Alt, the Mac has Ctrl, Alt and
Command. From the key code perspective, Command and Windows are the same.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;The problem is now that the Windows guest gets the key codes, i.e. Alt and
Windows are swapped. Of course the label stays, the same, but if you type
blind, this doesn't matter. So to use Alt+Tab (to switch between different
windows) one needs to press the second key, not the third key. Maybe some
people like that behavior, but I don't. There are &lt;a href="https://www.virtualbox.org/ticket/3640"&gt;feature
requests&lt;/a&gt;, but VirtualBox developers
don't want to implement it.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So I decided to look for a solution inside the VM. There are many tools in
Windows to swap keys, but most of them are way too overloaded. Searching around
in the web, I found a much simpler solution which consists only of adding a
value in the registry.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;There's a so-called &lt;em&gt;Scan-code mapper for keyboards&lt;/em&gt; described in the &lt;a href="https://docs.microsoft.com/de-de/windows-hardware/drivers/hid/keyboard-and-mouse-class-drivers#Scan_code_mapper_for_keyboards"&gt;MSDN
documentation&lt;/a&gt;.
All you need to do is to add a value called
&lt;code&gt;HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Keyboard Layout\Scancode
Map&lt;/code&gt; with following value:&lt;/p&gt;
&lt;div class="highlight"&gt;&lt;pre&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;code&gt;&lt;span class="mf"&gt;00&lt;/span&gt;&lt;span class="w"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class="mf"&gt;00&lt;/span&gt;&lt;span class="w"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class="mf"&gt;00&lt;/span&gt;&lt;span class="w"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class="mf"&gt;00&lt;/span&gt;&lt;span class="w"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;span class="mf"&gt;00&lt;/span&gt;&lt;span class="w"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class="mf"&gt;00&lt;/span&gt;&lt;span class="w"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class="mf"&gt;00&lt;/span&gt;&lt;span class="w"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class="mf"&gt;00&lt;/span&gt;&lt;span class="w"&gt; &lt;/span&gt;
&lt;span class="mf"&gt;03&lt;/span&gt;&lt;span class="w"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class="mf"&gt;00&lt;/span&gt;&lt;span class="w"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class="mf"&gt;00&lt;/span&gt;&lt;span class="w"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class="mf"&gt;00&lt;/span&gt;&lt;span class="w"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;span class="mf"&gt;38&lt;/span&gt;&lt;span class="w"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class="mf"&gt;00&lt;/span&gt;&lt;span class="w"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class="mf"&gt;5&lt;/span&gt;&lt;span class="n"&gt;b&lt;/span&gt;&lt;span class="w"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class="n"&gt;e0&lt;/span&gt;
&lt;span class="mf"&gt;5&lt;/span&gt;&lt;span class="n"&gt;b&lt;/span&gt;&lt;span class="w"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class="n"&gt;e0&lt;/span&gt;&lt;span class="w"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class="mf"&gt;38&lt;/span&gt;&lt;span class="w"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class="mf"&gt;00&lt;/span&gt;&lt;span class="w"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;span class="mf"&gt;00&lt;/span&gt;&lt;span class="w"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class="mf"&gt;00&lt;/span&gt;&lt;span class="w"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class="mf"&gt;00&lt;/span&gt;&lt;span class="w"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class="mf"&gt;00&lt;/span&gt;
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;After that, just reboot. No need to install tools, no autostart. If you want to
get rid of the behavior, just delete the registry key and you're done.&lt;/p&gt;</content><category term="Reisen"/><category term="computer"/><category term="windows"/></entry></feed>