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Mit dem Fahrrad in der Schweiz – #TuxDeSuisse

Vorwort

2020 wird als das Corona-Jahr in die Geschichte eingehen, wo alle Pläne auf den Kopf gestellt wurden. Nun, ich hatte für den Sommer gar keine richtigen Pläne, aber hatte eigentlich eher was in Richtung Ostsee (Polen) oder Berlin-Kopenhagen vor. Aber nachdem mir Polen irgendwie zu weit weg war, also wegen Grenzschließung und Dänemark lange die Grenzen für Touristen geschlossen hielt und ich außerdem nach der Spreeradweg-Tour Lust auf Gebirge hatte, und es mir zudem im Winter sehr in der Schweiz gefallen hat, entschloss ich mich relativ spontan für eine Tour in der Schweiz.

Dieses Jahr wollte ich mir unbedingt einen Traum erfüllen, nämlich im Zelt übernachten. Ich hab das nie gemacht, als 18-jähriger haben wir in meiner Clique einmal draußen übernachtet und ich fand's mega toll, aber die andern empfanden das als zu „unkomfortabel“ – und dann hat sich das irgendwie zerschlagen. Irgendwie fühlte ich mich trotz Ü35 als nicht zu alt das zu wagen. Also hab ich mir im Laufe des Winters und Frühjahrs die Ausrüstung ausgesucht und gekauft und auf zwei Wochenendtouren mal ausprobiert, damit's nicht der komplette Sprung ins kalte Wasser wird. Zur Ausrüstung dann am Ende noch mehr.

Letztlich hat die Geschichte mit dem Zelt zwei praktische Vorteile: es ist gerade in der Schweiz deutlich günstiger und auch viel flexibler, da kleine Zelte eigentlich auf einem Campingplatz fast immer noch Platz haben. Das besondere an dieser Reise war also: Ich hatte nur einen Startpunkt und eine Idee, keinen Endpunkt und keine Rückfahrkarte. Schließlich habe ich mich ausreichend informiert wie ich auch an der Schweiz an eine Fahrkarte komme.

Die einzige Aktion davor war also beim Chef Urlaub zu beantragen und im Fürther Video-Reisezentrum eine Fahrradkarte von Nürnberg über Stuttgart nach Brig zu kaufen. Dort wollte ich dann erstmal übernachten, am nächsten Tag mit dem Zug bis nach Oberwald fahren und weiter mit dem Postauto nach Gletsch. Von dort sollte die Tour über den Grimselpass entlang der Aaare gehen, also die Aare-Route (8). Nachdem die Routen vorbildlich ausgeschildert sind, wollte ich auf GPS-Navigation auch verzichten und bloß aufzeichnen.

Es kam anders, aber ich verzichte jetzt auf eine Karte am Anfang und schreibe einfach wie sich das ergeben hat. Die Karte kommt dann am Ende.

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In die Hauptstadt an der Spree entlang – #RadAmSpree

Diese Tour hätte es ohne Corona wohl so nicht gegeben. Nachdem seit März sämtliche Reisen und Hotelübernachtungen nicht möglich waren, kam nun die Zeit der sogenannten Lockerungen. Unter Auflagen durfte man wieder in Hotels übernachten, Restaurants waren wieder offen und Bahnfahren innerhalb Deutschlands war auch kein Problem mehr, wenn auch mit Maskenpflicht.

Insofern hatte ich eine Tour gesucht in einem Gebiet mit möglichst niedrigen Infektionszahlen und auch wo möglichst nicht alle hinfahren, so dass man problemlos noch kurzfristig ein Zimmer bekommt. Warum also nicht in den von Corona weitgehend verschonten Osten? Eine Route war schnell gefunden, der Spreeradweg vom Erzgebirge in die Hauptstadt durch Sachsen, Brandenburg und eben Berlin.

Es war nicht meine erste Radreise aber die erste mit Drahtesel ohne Elektroantrieb, meinem (wegen der grünen Farbe) sog. Grashüpfer. Um flexibel zu bleiben hatte ich nur die Hinfahrt gebucht und keine Übernachtungen.

Die Reise sollte unter dem Hashtag #RadAmSpree stattfinden, schuld war der @gruenversiffter, der den Hashtag vorgeschlagen hat.

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Via Claudia Augusta in zwei Teilen – Teil 2

Vorgeschichte

Die Vorgeschichte ist der erste Teil, die Fahrt von Augsburg nach Bozen. Schon in Südtirol beschloss ich, dass ich die Fahrt nach Venedig fortsetzen würde. Am liebsten wäre ich natürlich gleich weitergefahren, allerdings musste ich die nächste Woche arbeiten. Anfang September habe ich dann wieder eine Woche Urlaub genommen und wollte in dieser Zeit von Bozen nach Venedig fahren.

Planung

Naheliegend wäre die Rückfahrt von Venedig nach Nürnberg über den direkten EuroCity von Venedig nach München über Verona und den Brenner gewesen. Es verkehren zwei Zugpaare, die allerdings beide zeitlich ungünstig sind wenn man von München weiterfährt (Ankunft München 20:25 bzw. 22:27); der erste geht zwar theoretisch noch, allerdings macht eine Abreise um 13:50 Uhr in Venedig wenig Sinn. Die nächste Option wäre dann gewesen, zuerst mit einem italienischen Regionalzug (in Italien gibt es Fahrradmitnahme ausschließlich in Regionalzügen) nach Verona zu fahren und dann bereits mit einem früheren EuroCity über den Brenner. Das brachte mich dann wiederum auf die streckentechnisch interessantere Idee, mit der Valsuganabahn den direkteren (aber langsameren) Weg von Venedig nach Trento zu nehmen, mit Umstieg in Bassano del Grappa . Die Route ist ähnlich zu der Via Claudia Augusta, allerdings im Tal. Wobei man sich an dieser Stelle natürlich fragt warum die Römer den umständlichen Weg über den Berg genommen haben wo es doch eine Talroute zu geben scheint: Es lag daran dass das Tal wegen Überschwemmungen teilweise unpassierbar war.

Zurück zur Planung der Rückfahrt: Irgendwann kam mir dann die Idee, nicht über den Brenner sondern über die Tauernroute über Villach zu fahren. Für Bozen – Venedig war eine Woche ohnehin etwas lang, so konnte ich noch ein Stückchen bis Udine anhängen. Außerdem gefallen mir Rundreisen ohnehin besser, auf der Karte schließt sich die Route (Eisenbahn und Fahrrad zusammen) erst in Rosenheim. Und schließlich finde ich die Tauernbahn ohnehin viel schöner als die Brennerroute. Auf die genaue Strecke und die Buchungsmodalitäten komme ich dann zum Schluss noch.

Damit war es also festgezurrt: Anreise nach Bozen, weiter entlang der Via Claudia nach Venedig, dann kurz an die Adria und zurück nach Udine. Von dort dann mit dem Zug wieder nach Nürnberg zurück.

Übersichtskarte ­– der blaue Teil wurde mit dem Rad zurückgelegt
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Via Claudia Augusta in zwei Teilen – Teil 1

Vorgeschichte

Nun habe ich dieses Jahr ja schonmal eine Radtour absolviert, den Drauradweg. Sollte es also nochmal eine Radtour sein? Oder was ganz anderes? Und nochmal in die Alpen?

Die Via Claudia Augusta ist eine Alpenüberquerung von Donauwörth nach Venedig. Eine andere Variante führt nach Verona bis zum Gardasee. Die Strecke geht durch das Voralpenland, an Füssen vorbei, über den Fernpass, durch das Inntal weiter über den Reschenpass vorbei am Reschensee in das Vinschgau bis ins Eisacktal nach Bozen.

Das erste mal gelesen von der habe ich zufällig in Imst auf einem Schild in der Nähe des Bahnhofs. Außerdem war ich dort ein paar Tage wandern und habe in einer Jugendherberge übernachtet wo ich ein paar Radler getroffen habe, die eben diese Tour absolviert haben. Damals hatte ich noch kein E-Bike und eine Alpenüberquerung war jenseits jeglicher Vorstellungskraft für mich. Ich habe die Jungs schlicht bewundert und beneidet, die das schaffen.

Jedenfalls hat mir ein Arbeitskollege dann die Tour vorgeschlagen, der selbst mal den Weg vor einigen Jahren gefahren ist. Als ich mich dann im Internet genauer über die Strecke informiert habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich es wage. Ging alles ziemlich spontan. Als Einstimmung habe ich mir noch das Buch Alpenradler als E-Buch. Ganz nett zu lesen, auch wenn der Autor was gegen E-Bikes hat. ;-)

Hier noch eine grobe Übersichtskarte:

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Drauradweg vor Pfingsten

Vorgeschichte

Warum eigentlich der Drauradweg? Und nicht Donau? Nun, ich hatte mir vor einiger Zeit ein Buch Radfernwege – Deutschland, Österreich, Schweiz gekauft. Wenn ich schon ein E-Bike habe dann wollte ich einen Weg fahren, der nicht ganz flach verläuft. Die Anreise und Heimreise mit dem Zug sollte auch in vernünftiger Zeit machbar sein.

Irgendwie gefiel mir dann der recht unbekannte Drauradweg. Slowenien mag ich eh gern, Südtirol auch. Der zugehörige Bikeline-Führer schlägt noch den Pustertalradweg als Option vor, was ich dann auch mache. Schließlich muss ich mit dem Zug ohnehin über Brixen fahren, ob ich dann das Pustertal mit dem Zug oder mit dem Fahrrad "mitnehme" ist auch egal. Dafür endet mein Weg in Maribor, obwohl es noch weiter ginge, einfach weil die Heimreise dann einfacher ist. Von Varaždin müsste ich erst nach Zagreb um dann über Wien nach Nürnberg zu fahren.

Wie bei jeder Radreise will die Anreise gut geplant sein. Wegen meinem wettertechnischen Reinfall an Ostern wollte ich dieses mal die Fahrkarten nicht Monate im Vorfeld kaufen. Preislich war es ohnehin egal, da ich eine Freifahrt hatte. Somit begab ich mich erst eine Woche vorher ins Reisezentrum Fürth, um die Fahrkarte einzutauschen. Sämtliche ICEs waren ausgebucht, aber der EuroCity in Wunsch-Zeitlage hatte noch was frei. Den Vorlauf musste ich somit im Regionalzug absolvieren. Damit konnte ich leben.

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Ostern am Gardasee 2019

Karfreitag – Anreise

Die Fahrradtaschen sind gepackt, es ist wunderschönes Wetter, nur ziemlich windig. Da mein Zug um 12 Uhr in Nürnberg abfährt, bin ich zum Bahnhof in Nürnberg mit dem Rad gefahren statt über Fürth wie geplant. Eine nette Einstimmung auf den Urlaub, außerdem werde ich am heutigen Tag noch genug sitzen. Bin nach einer Wegbeschreibung von Komoot quer über die Rothenburger Straße gefahren ­ der kürzeste Weg. Zwischen der evenordbank und dem Bahnhof habe ich mich etwas verfahren, war aber ganz interessant. Nun habe ich mal gesehen wo der neue GfK-Campus hinkommt, außerdem sind da viele interne Einrichtungen der Deutschen Bahn untergebracht.

Nun war ich also 20 Minuten zu früh am Hauptbahnhof, Essen war eingepackt. Die Zeit habe ich direkt am Bahnsteig gewartet, der ICE kam pünktlich, die Wagenreihung richtig, was den Einstieg mit dem Fahrrad sehr leicht gemacht hat. Der Platz für mein Rad war zwar trotz Reservierung und -anzeige belegt, aber ein anderer dafür frei. Die Fahrt nach München im ICE4 war ein Traum, keine Druckunterschiede im Tunnel, die Zeit mit Video gucken am Laptop vertrieben und wir waren pünktlich in München Hbf. Wunderschönes Wetter, Stau auf der A9 (allerdings in Gegenrichtung). Nun also zum EuroCity auf Gleis 13.

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Israel

Vorwort

Warum eigentlich Israel? Eigentlich kam mir die Idee in einem Gespräch mit einer Reisenden in der Montenegro-Tour auf meinem Balkan-Trip. Viele archäologische Stätten, viele Sehenswürdigkeiten, mildes Klima im Winter, europäische Kultur, klingt eigentlich gar nicht verkehrt.

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Mit der Bahn durch den Balkan im Herbst

Vorwort

Nach jahrelanger Lektüre des Auslandsteils von Drehscheibe Online (Eisenbahnforum) zog es mich magisch in den Balkan, vor allem Ex-Jugoslawien. Die Verbindungen sind schlecht, die Bahn marode, bestimmte Strecken gehen nur mit dem Bus. Dafür sind die Tickets unschlagbar günstig. Gerade das hat für mich den Reiz ausgemacht, diese Gegend per Zug zu erkunden.

Außerdem interessierte mich die Geschichte von Jugoslawien und der Jugoslawien-Kriege und der Zustand heute. Während Kroatien ja eine Standard-Reisedestination für viele Deutsche ist, kenne ich niemanden der mal nach Bosnien-Herzegowina gereist wäre. Das hat es für mich so spannend gemacht, und es hat sich gelohnt!

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Mit dem Zug an Ostern nach Sizilien

Einleitung

Ein paar Tage Resturlaub vom letzten Jahr waren noch übrig und mussten verplant werden. Ich bin kein Wintersportler und mag die kurzen Tage nicht, daher wollte ich die Tage soweit es geht in das Jahr reinschieben. Und das hieß: Bis Ende März die Woche nach Ostern.

Obwohl ich kein Flugfreund bin, ist Sizilien dann schon ein Ziel, bei dem auch ich an ein Flugzeug als ein geeignetes Mittel denke, um dorthin zu kommen. Trotzdem habe ich mich für die Bahn entschieden, einfach wegen des Erlebnisses der Zugreise: Nachtzug und Fährverladung.

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