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Via Claudia Augusta in zwei Teilen – Teil 2

Vorgeschichte

Die Vorgeschichte ist der erste Teil, die Fahrt von Augsburg nach Bozen. Schon in Südtirol beschloss ich, dass ich die Fahrt nach Venedig fortsetzen würde. Am liebsten wäre ich natürlich gleich weitergefahren, allerdings musste ich die nächste Woche arbeiten. Anfang September habe ich dann wieder eine Woche Urlaub genommen und wollte in dieser Zeit von Bozen nach Venedig fahren.

Planung

Naheliegend wäre die Rückfahrt von Venedig nach Nürnberg über den direkten EuroCity von Venedig nach München über Verona und den Brenner gewesen. Es verkehren zwei Zugpaare, die allerdings beide zeitlich ungünstig sind wenn man von München weiterfährt (Ankunft München 20:25 bzw. 22:27); der erste geht zwar theoretisch noch, allerdings macht eine Abreise um 13:50 Uhr in Venedig wenig Sinn. Die nächste Option wäre dann gewesen, zuerst mit einem italienischen Regionalzug (in Italien gibt es Fahrradmitnahme ausschließlich in Regionalzügen) nach Verona zu fahren und dann bereits mit einem früheren EuroCity über den Brenner. Das brachte mich dann wiederum auf die streckentechnisch interessantere Idee, mit der Valsuganabahn den direkteren (aber langsameren) Weg von Venedig nach Trento zu nehmen, mit Umstieg in Bassano del Grappa . Die Route ist ähnlich zu der Via Claudia Augusta, allerdings im Tal. Wobei man sich an dieser Stelle natürlich fragt warum die Römer den umständlichen Weg über den Berg genommen haben wo es doch eine Talroute zu geben scheint: Es lag daran dass das Tal wegen Überschwemmungen teilweise unpassierbar war.

Zurück zur Planung der Rückfahrt: Irgendwann kam mir dann die Idee, nicht über den Brenner sondern über die Tauernroute über Villach zu fahren. Für Bozen – Venedig war eine Woche ohnehin etwas lang, so konnte ich noch ein Stückchen bis Udine anhängen. Außerdem gefallen mir Rundreisen ohnehin besser, auf der Karte schließt sich die Route (Eisenbahn und Fahrrad zusammen) erst in Rosenheim. Und schließlich finde ich die Tauernbahn ohnehin viel schöner als die Brennerroute. Auf die genaue Strecke und die Buchungsmodalitäten komme ich dann zum Schluss noch.

Damit war es also festgezurrt: Anreise nach Bozen, weiter entlang der Via Claudia nach Venedig, dann kurz an die Adria und zurück nach Udine. Von dort dann mit dem Zug wieder nach Nürnberg zurück.

Übersichtskarte ­– der blaue Teil wurde mit dem Rad zurückgelegt
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Via Claudia Augusta in zwei Teilen – Teil 1

Vorgeschichte

Nun habe ich dieses Jahr ja schonmal eine Radtour absolviert, den Drauradweg. Sollte es also nochmal eine Radtour sein? Oder was ganz anderes? Und nochmal in die Alpen?

Die Via Claudia Augusta ist eine Alpenüberquerung von Donauwörth nach Venedig. Eine andere Variante führt nach Verona bis zum Gardasee. Die Strecke geht durch das Voralpenland, an Füssen vorbei, über den Fernpass, durch das Inntal weiter über den Reschenpass vorbei am Reschensee in das Vinschgau bis ins Eisacktal nach Bozen.

Das erste mal gelesen von der habe ich zufällig in Imst auf einem Schild in der Nähe des Bahnhofs. Außerdem war ich dort ein paar Tage wandern und habe in einer Jugendherberge übernachtet wo ich ein paar Radler getroffen habe, die eben diese Tour absolviert haben. Damals hatte ich noch kein E-Bike und eine Alpenüberquerung war jenseits jeglicher Vorstellungskraft für mich. Ich habe die Jungs schlicht bewundert und beneidet, die das schaffen.

Jedenfalls hat mir ein Arbeitskollege dann die Tour vorgeschlagen, der selbst mal den Weg vor einigen Jahren gefahren ist. Als ich mich dann im Internet genauer über die Strecke informiert habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich es wage. Ging alles ziemlich spontan. Als Einstimmung habe ich mir noch das Buch Alpenradler als E-Buch. Ganz nett zu lesen, auch wenn der Autor was gegen E-Bikes hat. ;-)

Hier noch eine grobe Übersichtskarte:

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Drauradweg vor Pfingsten

Vorgeschichte

Warum eigentlich der Drauradweg? Und nicht Donau? Nun, ich hatte mir vor einiger Zeit ein Buch Radfernwege – Deutschland, Österreich, Schweiz gekauft. Wenn ich schon ein E-Bike habe dann wollte ich einen Weg fahren, der nicht ganz flach verläuft. Die Anreise und Heimreise mit dem Zug sollte auch in vernünftiger Zeit machbar sein.

Irgendwie gefiel mir dann der recht unbekannte Drauradweg. Slowenien mag ich eh gern, Südtirol auch. Der zugehörige Bikeline-Führer schlägt noch den Pustertalradweg als Option vor, was ich dann auch mache. Schließlich muss ich mit dem Zug ohnehin über Brixen fahren, ob ich dann das Pustertal mit dem Zug oder mit dem Fahrrad "mitnehme" ist auch egal. Dafür endet mein Weg in Maribor, obwohl es noch weiter ginge, einfach weil die Heimreise dann einfacher ist. Von Varaždin müsste ich erst nach Zagreb um dann über Wien nach Nürnberg zu fahren.

Wie bei jeder Radreise will die Anreise gut geplant sein. Wegen meinem wettertechnischen Reinfall an Ostern wollte ich dieses mal die Fahrkarten nicht Monate im Vorfeld kaufen. Preislich war es ohnehin egal, da ich eine Freifahrt hatte. Somit begab ich mich erst eine Woche vorher ins Reisezentrum Fürth, um die Fahrkarte einzutauschen. Sämtliche ICEs waren ausgebucht, aber der EuroCity in Wunsch-Zeitlage hatte noch was frei. Den Vorlauf musste ich somit im Regionalzug absolvieren. Damit konnte ich leben.

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